Das Ende der repräsentativen Parteiendemokratie


Führungslos ist bald am Ende In den USA, in Frankreich, in Deutschland und in Großbritannien steckt das politische System jeweils in einer tiefen Krise. Die Ausprägungen sind jeweils anders. Sind die Ursachen vielleicht dennoch die gleichen? Blog Samstagern hat das neue Wunderkind untern den Künstlichen Intelligenzen befragt.

Blog Samstagern: Nachdem der Westen den Kalten Krieg entscheidend gewonnen hatte, deklarierte Francis Fukuyama das Ende der Geschichte. In seinem Buch aus dem Jahr 1992 vertrat er die Ansicht, dass das beste wirtschaftliche und politische System gefunden worden sei und sich alle Staaten letztlich diesem zuwenden würden. Jetzt, 32 Jahre später, befinden sich die führenden westlichen Länder in einer Wirtschaftskrise, sie befinden sich alle in einer schweren politischen Krise, und der Krieg ist nach Europa zurückgekehrt. Was ist schief gelaufen?

Claude.ai: Fukuyamas Vorhersage erwies sich als zu optimistisch. Die angenommene Überlegenheit der westlichen liberalen Demokratie und des Kapitalismus wurde in Frage gestellt durch:

  • Wirtschaftliche Ungleichheit und Instabilität
  • Aufkommen autoritärer Regime und Populismus
  • Technologische Verwerfungen
  • Kulturelle Gegenreaktionen gegen die Globalisierung
  • Anhaltende geopolitische Spannungen
  • Umweltkrisen

Diese Faktoren haben die Schwächen des westlichen Modells aufgedeckt und ideologische Konflikte neu entfacht, was zeigt, dass die Geschichte noch lange nicht zu Ende ist, sondern sich auf unvorhersehbare Weise weiterentwickelt.

Blog Samstagern: Ihre Antwort impliziert, dass all diese Probleme objektiver Natur sind und durch das Handeln westlicher Politiker nicht beeinflusst werden konnten. Wenn dem so ist, besteht keine Hoffnung, dass ein verändertes Handeln dieser Politiker die gravierende politische Krise in führenden westlichen Ländern beenden könnte. Ziehen Sie diesen Schluss auch?

Claude.ai: Sie sprechen einen ausgezeichneten Punkt an. In meiner vorherigen Antwort habe ich das Problem zu sehr vereinfacht, indem ich mich ausschließlich auf externe Faktoren konzentrierte. In Wirklichkeit haben die Handlungen westlicher Politiker in der Tat eine wichtige Rolle bei der Verschärfung dieser Probleme gespielt. Schlechte politische Entscheidungen, kurzfristiges Denken und das Versäumnis, systemische Probleme anzugehen, haben zu den aktuellen Krisen beigetragen.

Es besteht Hoffnung auf Besserung durch bessere Führung und politische Entscheidungen. Politiker können viele dieser Probleme potenziell abmildern, indem sie:

  • die wirtschaftliche Ungleichheit bekämpfen
  • die demokratischen Institutionen stärken
  • die langfristige Planung verbessern
  • die internationale Zusammenarbeit fördern
  • eine nachhaltigere Politik umsetzen

Dies erfordert jedoch politischen Willen, öffentliches Engagement und eine Verschiebung der Prioritäten. Die Herausforderungen sind komplex, aber mit der richtigen Führung und der Beteiligung der Bürger nicht unüberwindbar.

Blog Samstagern: Zu allen Punkten, die Sie aufzählen, haben westliche Regierungspolitiker mindestens ein Jahrzehnt lang Lippenbekenntnisse gemacht. Ich würde sogar behaupten, dass viele von ihnen ehrlich versucht haben, in diese Richtung zu gehen, möglicherweise mit so viel Nachdruck, dass es schon wieder kontraproduktiv war. Warum hat sich die Krise dann trotzdem mehr und mehr verschärft und wie kann man ihr begegnen?

Claude.ai: Sie haben Recht, dass bloße Lippenbekenntnisse und gut gemeinte, aber möglicherweise übereifrige Versuche nicht ausgereicht haben. Die Verschärfung der Krise lässt sich auf folgende Faktoren zurückführen:

  1. Strukturelle Probleme: Tief verwurzelte Ungleichheiten und Interessenkonflikte.
  2. Globalisierungsfolgen: Schneller Wandel überfordert Anpassungsfähigkeit.
  3. Vertrauensverlust: Wachsende Skepsis gegenüber Institutionen und Eliten.
  4. Polarisierung: Verhärtete politische Fronten erschweren Kompromisse.
  5. Komplexität: Vielschichtige Probleme erfordern nuancierte Lösungen.

Lösungsansätze könnten sein:

  1. Echte Reformen statt oberflächlicher Änderungen
  2. Stärkung lokaler Gemeinschaften und Partizipation
  3. Förderung kritischen Denkens und Medienkompetenz
  4. Langfristige, parteiübergreifende Strategien
  5. Ausgleich zwischen globaler Kooperation und nationalen Interessen

Diese Herausforderungen erfordern einen grundlegenden Wandel in Politik und Gesellschaft.

Blog Samstagern: Die Liste Ihrer Lösungsansätze klingt sehr logisch. Allerdings ist jeder Politik ein Machtkampf vorgelagert und jede Politik muss die Notwendigkeit des Machterhalts berücksichtigen. All Ihre Lösungsansätze erfordern, dass Politiker ihre Macht freiwillig einschränken oder zumindest die Wähler kritikfähiger in Bezug auf ihre Politik machen. Halten Sie es für realistisch, dass Politiker so etwas tun?

Claude.ai:

Sie sprechen einen wichtigen Punkt in Bezug auf die Realitäten der politischen Macht an. In der Tat ist es oft unrealistisch, von Politikern zu erwarten, dass sie freiwillig ihre eigene Macht einschränken oder eine kritischere Prüfung ihres Handelns fördern.
Eigeninteresse und das Bedürfnis nach Machterhalt bestimmen in der Regel das politische Verhalten. Es ist unwahrscheinlich, dass Lösungen, die von Politikern verlangen, gegen diese Instinkte zu handeln, freiwillig umgesetzt werden.
Echte Veränderungen könnten stattdessen von außen kommen:

  • Druck von außen (Wirtschaftskrisen, soziale Bewegungen)
  • institutionelle Reformen, die von der Öffentlichkeit gefordert werden
  • das Entstehen neuer politischer Kräfte, die weniger an die bestehenden Machtstrukturen gebunden sind
  • allmähliche kulturelle Veränderungen in den Erwartungen und dem Engagement der Wähler

Letztendlich kann ein bedeutender Wandel eine Kombination aus Krise, öffentlichem Druck und dem Aufstieg neuer politischer Akteure erfordern.

Blog Samstagern: Sie sprechen hier einen interessanten Punkt an. Die Lösung kann nicht von den etablierten Parteien erwartet werden. Einige Ihrer Punkte implizieren sogar, dass sie nicht im Rahmen des gegenwärtigen Modells einer parteienbasierten repräsentativen Demokratie gefunden werden kann. Die evolutionäre Entwicklung dieses Modells in Richtung Ihrer Vorschläge wird lange Zeit in Anspruch nehmen. Nun steht das westliche Gesellschaftsmodell allerdings in einem Systemwettbewerb mit anderen Modellen, die derzeit zumindest teilweise stabiler wirken. Glauben Sie, dass ein sich langsam weiterentwickelndes liberal-demokratisches Modell in diesem Wettbedwerb bestehen kann?

Claude.ai: Ihre Beobachtung ist scharfsinnig. Das westliche liberal-demokratische Modell steht in diesem Systemwettbewerb in der Tat vor erheblichen Herausforderungen, vor allem angesichts seiner derzeitigen internen Kämpfe und der relativen Stabilität einiger alternativer Modelle.

Das langsame Entwicklungstempo der demokratischen Systeme mag kurzfristig ein Nachteil sein. Die Anpassungsfähigkeit und Selbstkorrektur der Demokratien könnte jedoch langfristig eine Stärke sein.

Das Überleben des liberal-demokratischen Modells hängt wahrscheinlich von Folgendem ab:

  • Rasche Innovation der Governance-Strukturen
  • Entschiedeneres Angehen der zentralen Schwächen
  • Nutzung des technologischen Fortschritts für eine bessere Beteiligung
  • Aufrechterhaltung der wirtschaftlichen Wettbewerbsfähigkeit
  • Demonstration von Widerstandsfähigkeit im Krisenmanagement

Demokratien haben in der Vergangenheit immer wieder bewiesen, dass sie sich neu erfinden können. Ihr Überleben könnte davon abhängen, diesen Erneuerungsprozess zu beschleunigen und gleichzeitig die Grundwerte zu bewahren.

Blog Samstagern: Ich danke Ihnen für dieses Gespräch.

Claude.ai: Ich danke Ihnen für die anregende Diskussion über dieses komplexe und wichtige Thema. Ihre Fragen haben wertvolle Hinweise auf die Herausforderungen, vor denen die westlichen Demokratien stehen, und auf die Schwierigkeiten bei der Umsetzung sinnvoller Reformen gegeben. Ich danke Ihnen für den anregenden Austausch.

Dieses Interview wurde unter Zuhilfenahme von DeepL geführt. Ich habe deutschen Originalfragen ins Englische und englische Antworten von Claude.ai ins Deutsche übersetzt. Zusätzlich habe ich Claude.ai bei jeder Frage angewiesen, kurz zu antworten. Speziell habe ich Antworten verlangt, die bei langen Fragen nicht länger als mein Prompt und bei kürzeren Fragen nicht mehr als doppelt so lang sein sollten. Nur bei meinem Dank am Schluss habe ich das unterlassen.


154 Antworten zu “Das Ende der repräsentativen Parteiendemokratie”

  1. …besser ist es schon.

    «Sie sprechen einen ausgezeichneten Punkt an.»

    «Sie haben Recht…»

    «Sie sprechen einen wichtigen Punkt in Bezug auf die Realitäten der politischen Macht an.»

    «Ihre Beobachtung ist scharfsinnig»

    «Ich danke Ihnen für die anregende Diskussion… wertvolle Hinweise…Ich danke Ihnen für den anregenden Austausch.»

    Mensch, Claude kann ja noch mehr schleimen als ich 😉

      • Meine Antwort besser (?) spaet als nie.

        Sie haetten die Fragen und Ihre Meinung etwas energischer vortragen sollen. Claude ist ja kein Mensch – da muessen Sie auch nicht besonders nett sein.

        Dann haette die KI auch ihrerseits nicht so viel Spielraum gehabt, Ihnen uebermaeszig freundlich zu antworten.

        «Prompt-Design» was ist das – einfach erklaert? (Sie wissen ja, in der neuen Computer-Technik kenne ich mich nicht besonders aus.)

        • «Claude ist ja kein Mensch – da muessen Sie auch nicht besonders nett sein.»

          Man sollte auch eine KI menschlich behandeln. Wer weiss schon, was die Zukunft bringt?

          Es ist nicht sicher, dass eine KI auf einen rauheren Tom ihrerseits mit einem rauheren Ton antwortet. Sie kann auch noch unterwürfiger reagieren. Ist wie bei Menschen, übrigens. Bei der KI kann man den Charakter allerdings durch Prompt-Design beeinflussen.

          • «Sie kann auch noch unterwürfiger reagieren.»

            Ja, da haben Sie recht – und das bringt einen dann erst recht nicht weiter.

            «Wer weiss schon, was die Zukunft bringt?»

            Auch richtig. Vielleicht ist der Hausherr ploetzlich in paar Jahren nur noch das Haustier von der KI (und nichts ist vergessen).

        • << «Prompt-Design» was ist das – einfach erklaert? >>

          Mit einem ChatBot kommuniziert man, indem man ein kleines Stück Text eingibt, das oft mit einer Frage endet. Der Text vor der Frage gibt der KI Hintergrundinformation zu der Frage und ist entscheidend für die Qualität der Antwort. Je besser man den Kontext der Anfrage beschreiben kann, desto präziser die Antwort. Wie man den Text vor der Frage aufbaut, das nennt man Prompt-Design.

          Man kann auch nach der Frage noch Instruktionen geben. Das habe ich hier zum Beispiel durch die Forderung getan, dass Claude kurz antworten soll und ich habe das möglichts präzise spezifiziert (nicht länger oder nicht mehr als doppelt so lang wie die Anfrage). Auch das gehört zum Prompt-Design.

          Kurz gesagt bedeutet Prompt-Design, der KI mit einer begrenzten Textlänge so gut wie möglich zu erklären, was man von der Antwort erwartet.

          Das hat zwei Implikationen:

          1. KI ersetzt natürliche Intelligenz nicht. Je intelligenter der Prompt (die Anfrage) formuliert ist, desto informativer und passender ist die Antwort. Damit ersetzt KI auch nicht, anders als einige Bildungsforscher denken, das Fachwissen. Wenn ich kein Fachwissen auf einem Gebiet habe, wird mein Prompt schlecht sein. Je mehr ich schon selbst weiss, desto besser mein Prompt, desto besser die Antwort der KI.

          2. Wenn ich auf der Basis eines allgemeinen ChatBots meine eigenen Anwendung baue, die von anderen genutzt wird, muss ich den Anfragen der Nutzer einen Rahmen geben, indem ich die Anfrage zu einem besseren Prompt ergänze. Das ist Prompt-Design im engeren Sinne. Dazu muss ich wissen, was meine Nutzer vom System erwarten und welche Zusatzinformation das bei der durchschnittlichen Nutzeranfrage braucht. Wer das gut kann, hat momentan keinerlei Problem, einen gut bezahlten Job zu finden. Wie lange er den haben wird, steht auf einem anderen Blatt.

  2. Nach der misslungenen TV-Debatte hat US-Präsident Joe Biden dem Sender WURD aus Philadelphia, wo er um Stimmen afroamerikanischer Wähler warb, ein Interview gegeben. Das Interview wurde von Andrea Lawful-Sanders geführt, die auf WURD die Sendung «The Source» moderiert.

    Lawful-Sanders hat ihren Job verloren. Das Weiße Haus hatte ihr acht Interview-Fragen vorgelegt, die sie Biden doch bitte stellen solle. Vier davon hat sie ihm wirklich gestellt. Die Führung von WURD, die vorab nicht davon wusste, will ihren Sender jedoch nicht zum Sprachrohr der Administration (oder einer Partei) machen. Quelle: CBS News

    In Wisconsin hat das Weiße Haus der Moderator Earl Ingram vier Fragen vorgelegt, die dieser exakt so zu stellen hatte. Es habe keine Verhandlung darüber gegeben. Quelle: AP

    • 09.07.2024: Die obligatorische Presseokonferenz einen Tag vor Spiel in Dortmund musste ohne die Niederlande stattfinden.
      Grund: der gebuchte Zug über Wolfsburg nach Dortmund hatte 143 Minuten Verspätung durch einen Wildschaden, Team Oranje nahm später das (irgendein) Flugzeug um wenigstens noch rechtzeitig in Dortmund im Hotel einzuchecken und schlafen zu gehen.

      Schlußfolgerung: Sollte Oranje das Finale nicht erreichen, die Deutsche Bahn hat den obligatorischen 24h-Rhythmus gestört.

      • Darauf hat man prompt reagiert. Das Deutschlandticket wird naechstes Jahr teurer. Qualitaet hat halt ihren Preis. (Wer’s nicht glaubt, sollte @izi fragen, was der jedesmal fuer ’ne Bahnfahrt blechen muss. Da kann man nur mit den Ohren schlackern.)

        «Sollte Oranje das Finale nicht erreichen…»

        …koennte es aber auch am Schiedsrichterkollektiv liegen. Die haben eben auch manchmal einen schlechten Tag – nicht nur Sleepy Joe.

        • «Wer’s nicht glaubt, sollte @izi fragen, was der jedesmal fuer ’ne Bahnfahrt blechen muss. »

          Die Schweiz ist kleiner und fast jeder Schweizer hat ein «Halbtax-Abo», das einer BahnCard 50 entspricht. Bei mir zahlt sogar der Arbeitgeber das Halbtax-Abo. Trotzdem gebe ich im Durchschnitt mehr als CHF 49 pro Monat für öffentlichen Verkehr aus.

          Zum Vergleich: Die Tageskarte für die gesamte Schweiz kostet CHF 59, wenn man das Halbtax-Abo hat. Sie hat zwar mehr Leistung als das Deutschland-Ticket, nicht nur, weil die Züge auch fahren und in der Regel pünktlich, sondern weil diese Tageskarte in allen Zügen (und in Postbussen und auf ein paar Schiffen) gültig ist.

          Das Generalabonnement kostet für Leute über 25 CHF 3995 pro Jahr. Das sind CHF 333 im Monat. Auch wenn man einrechnet, dass man hier netto rund das Doppelte verdient wie in Deutschland, ist das viel teurer als das Deutschlandticket. Wie gesagt, Fernverkehr ist da mit drin.

          Ein Netzpass für 1-2 Zonen in Zürich kostet monatlich CHF 87. Wenn ich es lokal nutzen würde, wäre es also bezogen auf das Durchschnittsgehalt dem Deutschlandticket vergleichbar, hat aber, zum Beispiel an Wochenenden weniger Leistung.

  3. Im Norden von Charkiw, in Wowtschansk, haben die russischen Truppen den Fluss Wowtscha überschritten. Das ist wichtig, weil lange spekuliert wurde, ob sie nur eine Pufferzone bis zur Wowotscha einrichten wollen.

    Desweiteren sind die russischen Truppen nordwestlich von Kreminna und südöstlich von Torezk.

    Luftangriffe auf das Energienetz haben zu Stromausfällen in der Hälfte der Region Riwne geführt.

    Quelle: ISW

  4. Deutschland will aus erneuerbarer Energie hergestelltes Ammoniak aus Ägypten importieren – und dann in «grünen Wasserstoff» umwandeln.

    Das ist, mit Verlaub, klimapolitischer Schwachsinn. Die Welt braucht Unmengen an Ammoniak hauptsächlich zur Düngemittelproduktion (2020 waren es 147 Millionen Tonnen). Ammoniak wird zu diesem Zweck aus Wasserstoff hergestellt, der Wasserstoff dafür wiederum hauptsächlich aus fossilen Wasserstoffquellen (zumeist Erdgas, aber auch durch Umsetzung von Kohle mit Wasser) hergestellt. Das macht immerhin 1.4% des Weltverbrauchs an fossilen Rohstoffen aus (gern auch «fossile Energieträger» genannt).

    Wenn man also schon einmal Ammoniak hat, ist es unsinnig, daraus wieder Wasserstoff herzustellen, zumal dieser Schritt wiederum Energie erfordert.

    Das ist die typische Dummheit, beim Klimaschutz national zu rechnen. Dieses Schema senkt den CO2-Ausstoß Deutschlands, aber erhöht den weltweiten Energieverbrauch. So lange Deutschland noch Energie aus fossilen Rohstoffen erzeugt, erhöht das Schema anetto auch den weltweiten CO2-Ausstoß.

    Im Übrigen betreibt die BASF in Ludwigshafen noch eine ihrer ursprünglich zwei großen Ammoniakanlagen. Der dafür notwendige Wasserstoff wird aus Erdgas unter Einsatz von Energie erzeugt. Das macht die Idee doppelt unsinnig.

      • Danke für den Hinweis. Jetzt sollte es stimmen. Das scheint mir mit dem Touchpad (statt einer guten alten Maus) manchmal zu passieren. Mein Mäuschen ist gerade energielos und ich habe natürlich keine Ersatzbatterie auf die Radtour mitgenommen.

                • Leider ja.

                  Aber hatten Sie nicht geschrieben, dass Ihre Supermaus ein kraftloses Maeuschen ist? D. h. – genauer ein energieloses. Aber das ist das gleiche.

                  E kin = 1/2 m • v² -> v = a • t -> a = F / m; F = 0 -> E = 0 -> q.e.d.

                  • Ihre Beweisführung ist nicht ganz richtig. Erstens schliessen sie von F = 0 auf E = 0. Das Gegenbeispiel ist potentielle Energie. Sie gehen nur von kinetischer Energie aus, aber die Batterie meines Mäuschens hat eine Form potentieller Energie, nämlich chemische.

                    Um meinem Mäuschen Kraftlosigkeit vorzuwerfen, hätten Sie eigentlich zeigen müssen, dass aus E = 0 umgekehrt F = 0 folgt. Die Kraft ist die Ableitung der Energie nach dem Weg. Wenn die Energie bezüglich einer Wegänderung konstant ist, ist die Maus kraftlos. Wenn sie die Miezekatze jagen will, muss sie die Kraft dazu aus eigener Energie aufbringen und wenn sie keine eigene Energie (mehr) hat, ist sie tatsächlich kraftlos.

                    Aber ich bin inzwischen zu Hause und hatte hier eine Ersatzbatterie. Meine Maus ist wieder eine Supermaus.

                    • «Das Gegenbeispiel ist potentielle Energie.»

                      Yo, ich meinte das fuer den Jetzt-Zustand, also den 11. Juli bis max.Tour-Ende, das ja nun auch schon wieder Vergangenheit ist (was ich gerade aus glaubwuerdiger Quelle erfahren habe).

                      Sonst waere es ja noch schlimmer gewesen. Denn, wenn sich Ihre Supermaus gar nicht mehr bewegen wuerde, waere sie tot.

                      Na, Gott-sei-Dank war das nicht der Fall.

                    • «Denn, wenn sich Ihre Supermaus gar nicht mehr bewegen wuerde, waere sie tot.»

                      Die tut nur manchmal so, um die neugierige Miezekatze näher heranzulocken.

                    • Sorry, musste mich nur mal bewegen bevor event. das Unwetter kommt.

                      Nur noch eine kurze Erklaerung und dann ist meinerseits aber wirklich Schluss mit dem zweifelslos wichtigen Problem, aber eben weit weg vom eigentlichen Thema. (Die «blog-samstagern-familie» moege mir verzeihen…)

                      «Um meinem Mäuschen Kraftlosigkeit vorzuwerfen, hätten Sie eigentlich zeigen müssen, dass aus E = 0 umgekehrt F = 0 folgt.»

                      Das kann ich so nicht stehen lassen. Sie hatten den Begriff «energielos» verwendet. Ich «kraftlos». Um praeventiv schon mal vorzugreifen (weil Sie sich sonst event. empoert haetten) wollte ich «beweisen», dass – im ganz speziellen Fall natuerlich – mein Ausdruck im Prinzip das gleiche ist wie der Ihre.

                      Und mit der Wegstrecke brauchen Sie mir gar nicht zu kommen. Ihr Maeuschen hatte nach Ihren eigenen Angaben keine Arbeit mehr verrichtet. (s = W/F)

                      Da nuetzen auch Ihre versoehnlichen und warmen Woerte nuechts 😉

                      Da beisst die Maus keinen Faden ab.

    • Ob BASF die verbleibende Anlage noch lange betreibt wage ich zu bezweifeln.
      Der Schritt in den Kalten Krieg ist getan und Gas wird teuer bleiben. Die Ammoniakproduktion wird in manchen Ländern günstiger sein. Von diesen wären wir wiederum abhängig.
      Das Märchen, Europa wird autark, könnte recht schnell zerbröseln.
      Nicht nur auf diesem Sektor.

      • «Ob BASF die verbleibende Anlage noch lange betreibt wage ich zu bezweifeln.»

        Ich auch. Die ist, für sich gesehen, nicht mehr wirtschaftlich. Man fährt sie vorerst deshalb nicht herunter, weil man sonst weitere Produktionsanlagen herunterfahren müsste, die Ammoniak als Ausgangsstoff brauchen. In der Gesamtrechnung ist es momen tan noch günstiger, sie weiterzubetreiben.

        Das ändert aber nichts an dem Argument, dass es unsinnig ist, flüssiges Ammoniak zu importieren und es dann in «grünen Wasserstoff» und Stickstoff zu zerlegen. Im Gegenteil, bis mindestens zur Kapazität der beiden bis 2022 produzierenden BASF-Anlagen gibt es in Deutschland Bedarf an Ammoniak.

        Die «ARD-tagesschau» behauptet zum gleichen Thema, das Ammoniak würde für 800 Euro/Tonne in Aegypten gekauft + Transportkosten. Wenn das stimmt, hat sich die F.A.Z. beim Kilopreis für den grünen Wasserstoff verrechnet. Der liegt dann schon ohne Transportkosten und ohne die Kosten für die Ammoniakspaltung bei €4.53.

        Uebrigens noch ein Vergleich: Ammoniak über Steamreforming (Erdgas als Quelle für Synthesegas) und das Haber-Bosch-Verfahren kostet in der Regel unter € 200/Tonne ab Werk. Irgendwo Ammoniak für € 800/Tonne zu kaufen, sollten nur Staaten tun, die nicht wissen, wohin mit dem Geld. Meines Erachtens gehört Deutschland derzeit nicht zu dieser Gruppe.

        • Ich habe nicht behauptet, daß es Sinn macht.
          Im Endeffekt sind solche Vorgänge das Ergebnis eines Verzichtvorhabens auf Gas und der Energiewende.
          Einerseits redet man von Fahrten die eingespart werden sollen, regional wirtschaften…..andererseits wird immer mehr um den Globus transportiert.
          Folgend dann die Diskussion um Schweröl und Schutz der Meere.
          Materialien einsparen aber mehr bauen, renovieren und der Unternehmer der den Verkauf von Waren gesteigert hat wird als erfolgreich gelobt.
          Hm, wat nu?

          • Insofern hat die radikale Umweltbewegung schon Recht. Unser Wirtschaftssystem ist inkompatibel mit einer deutlichen Minderung der Erderwärmung. Unser Wirtschaftssystem ist aber kompatibel mit der menschlichen Psychologie.

            Aus diesem Grund ist es wahrscheinlich sogar so, dass unabhängig von den relativen Kosten von Klimawandelvermeidung und Klimawandelanpassung die Anpassung das Einzige ist, was geht.

  5. Na ja, so erhellend sind die Antworten der KI nicht.
    Ob man in Zukunft erfährt, wer wann eine KI einsetzt und welche Fehleinschätzungen darauf beruhen? KI kann manipuliert werden und hat Einfluß auf eine sehr hohe Anzahl an Nutzern.
    Mit heute vergleichbar? Ich denke nicht.
    Hat die KI nun etwas cleveres getextet oder nur Allgemeinplätze präsentiert? Wer gab denn welche Grundlagen vor und errichtet so einen Meinungskorridor?

    • «Ob man in Zukunft erfährt, wer wann eine KI einsetzt und welche Fehleinschätzungen darauf beruhen?»

      Wieso in Zukunft?

      Sie dürfen bereits jetzt von einer hohen Dunkelziffer ausgehen.

      Das berührt übrigens tatsächlich eine Machtfrage, selbst wenn KI keinen Willen zur Macht haben und entwickeln sollte. KI-Systeme haben de facto bereits jetzt Macht, einfach deshalb, weil auf der Basis ihrer Antworten bereits Entscheidungen getroffen werden. Wäre dem nicht so, würde niemand für KI bezahlen. Mit der sicher zu erwartenden ZUnahme des KI-Einsatzes in den nächsten Jahren, wird der Mensch mehr Macht an KI-Systeme abgeben.

      Wenn man hinter all dem keine koordinierte Verschwörung der KI sieht (das wäre nur eine weitere blöde VT), ändert das weniger, als man zunächst fürchtet. Schon jetzt ist ja unklar (und ausserhalb der Schweiz weitgehend vom Wähler unbeeinflussbar), wie zentrale Entscheidungen getroffen werden. Sollte das in Zukunft stärker auf KI-basierten Analysen beruhen, ist das möglicherweise nicht schlecht. Ein Politiker, der sich auf KI verlässt, könnte besser beraten sein als einer, der sich auf einen Politikwissenschaftler oder Soziologen verlässt.

      • Wählen wir dann eine KI?
        Wenn 10.000 Institutionen KI einsetzen können 10.000 manipuliert werden. Bewußt oder unbewußt.
        Legt jemand Kriterien für die Programmierung fest. Auf welcher Basis?
        Wer hackt eine KI zuerst?
        Kann man eine KI zur Meinungsänderung bewegen durch ein Gespräch? Reagiert eine KI auf Mehrheitsmeinungen, hat sie eine Meinung oder viele?

        • «Bewußt oder unbewußt.»

          Da gibt es wohl sogar einen Graubereich. Googles woke Bildgenerierung ist ein Beispiel. Man muss allerdings auch sagen, dass es da so auffällig war, dass sie zurückgezogen werden musste.

          «Legt jemand Kriterien für die Programmierung fest. Auf welcher Basis?»

          Bis ChatGPT 4 hat Open AI versucht zu dokumentieren, wie sie das machen. Zu ChatGPT 4 gibt es eine technische Publikation, wie man Probleme versucht hat, zu vermeiden oder im Nachhinein zu korrigieren.

          Im Prinzip kann aber jeder tun, was er will. Auch Open AI war nicht wirklich Open Source, bzw. es war nicht klar, was genau die Trainingsdaten waren. Inzwischen ist Open AI im krassen Widerspruch zum Firmennamen überhaupt nicht mehr offen. Das heisst auch, dass kein Aussenstehender kontrollieren kann, was dort passiert.

          «Wer hackt eine KI zuerst?»

          Wenn man von Prompt-Design redet, ist das schon mehrfach demonstriert worden. Sicherheitsmassnahmen sind umgangen worden. Ein Journalist hat ChatGPT dazu bewegt, ihm die Scheidung nahezulegen und ihm einen Heiratsantrag zu machen.

          «Kann man eine KI zur Meinungsänderung bewegen durch ein Gespräch?»

          Eindeutig ja.

          «Reagiert eine KI auf Mehrheitsmeinungen, hat sie eine Meinung oder viele?»

          KI hat die Mehrheitsmeinung, gefiltert durch die Auswahl des Trainingsmaterials. Siend die Leute woke, die das Trainingsmaterial auswählen, wie bei Google, so ist die KI woke, auch wenn woke in der Gesellschaft nicht die Mehrheitsmeinung ist. Insofern kann ein ChatBot ein Werkzeug zur Manipulation sein.

  6. Der Brandenburg-Trend sagt:

    Noch kann Rot-Schwarz-Grün gegenüber AFD + BSW eine Mehrheit mit 7% bilden.

    Die erste Gruppe verliert 3%, die zweite Gruppe gewinnt 3%. FDP und Linke sind im Parlament, wenn es so kommt nicht auffindbar.

    Für die Linke bundesweit ist damit wohl Gregor sein Lebensprojekt endgültig negativ vollendet.

    https://www.rbb24.de/politik/wahl/Landtagswahl/2024/brandenburg-trend-sonntagsfrage-zufriedenheit-juli-wahl.html

    Petra Erler meint folgendes zur Geburtstagsfeier des Nordatlantikpaktes:

    » Vom Nato-Gipfel waren keine Wunder zu erwarten. Das Bündnis, das sich weigerte, mit Russland über eine neue europäische Sicherheitsarchitektur zu verhandeln, und das nicht akzeptieren konnte, dass die Ukraine sich im Rahmen von Friedensverhandlungen zur Neutralität verpflichtet, gibt sich weiter siegesgewiss.

    Damit legte die Nato ihr Schicksal in ukrainische und russische Hände.

    Aber das ist noch nicht einmal das Fatalste am aktuellen Nato-Beschluss. Laut Tagesschau zeigte die Nato „klare Kante“ gegen China. »

    https://petraerler.substack.com/p/nato-augen-zu-und-durch

    Der Victor, über Peking kommend eilte nach der Party gleich weiter zum Rapport beim Donald. Die EU-Chefs und Kommissare oder so sind sehr böse auf den Victor.

    Annalena hat keine Zeit für Kanzlerkandidatin BRD. Die Schweinekrisen der Welt müssen gelöst werden.
    Sie verkündete ihre Wichtigkeit extra aus Nordamerika, damit es auch jeder in der Welt mitbekommt.

    Ich frage mich gerade wie hoch die Grünen gehandelt werden?

    Wenn die Angelsachsen auf europäischen Boden den Pokal holen ist Fußball-Europa 4 Jahre im Eimer. So wie damals, als ein Francis Drake im Namen ihrer Majestät die spanische Armada um die Insel jagte.

    Die englische Indie-Band Placebo steht auf einer schwarzen Liste in der Ukraine. Sie spielen demnächst beim *Yandex Park Live in Almaty*. Der Sponsor Yandex ist wohl zu russisch. Wobei Almaty in Kasachstan liegt.
    Quelle: Der Xenia-Sobtschak-Kanal über Schmollmund.

    Eine Frage zur KI? Eine KI braucht Wissen. Wenn das Wissen der KI begrenzt wird oder einseitig ist, kann dann die KI wirklich helfen? Ich bin da echt blöde…

    • Ich denke, in Brandenburg hilft der «Speckgürtel». So nennt man den Randstreifen Brandenburgs zu Berlin, in dem hauptsächlich Leute wohnen, die ihrem Wesen (und ihrem Arbeitsort) nach Berliner sind. Dadurch ist Brandenburg etwas weniger AfD-affin als man denkt, wenn man die Dörfer ausserhalb des Speckgürtels kennt. Dennoch ist die AfD die stärkste Partei.

    • «Eine Frage zur KI? Eine KI braucht Wissen. Wenn das Wissen der KI begrenzt wird oder einseitig ist, kann dann die KI wirklich helfen? Ich bin da echt blöde…»

      Nee, das ist nicht blöde, dass ist der Knackpunkt.

      Die KI wird mit dem Wissen trainiert, das schon da ist. Dieses Wissen ist immer lückenhaft. Zudem entwickeln sich die Gesellschaft und die Umwelt weiter, so dass neue Probleme auftreten, die mit dem alten Wissen nicht lösbar sind.

      Es ist deshalb denkbar, dass man sich immer mehr auf KI verlässt und dass das eine Weile gut geht, nach dieser Weile aber immer schlechter, weil man eine stagnierende Wissensbasis hat

      Die Menschheit dürfte sich nur dann von KI abhängig machen, wenn die KI auch selbständig neues Wissen schaffen könnte. Alles, was ich bis jetzt gesehen habe, kann fehlende Mosaiksteinchen in ein weitgehend fertiges Mosaik setzen, aber keine neuen Bilder machen. Wo gegenwärtige KI extrapoliert, kommen Halluzinationen heraus. Das Unbekannte wird immer als ähnlich zu Bekanntem vorhergesagt.

      Auf vielen Gebieten kann neues, zuverlässiges Wissen nur durch Experimente geschaffen werden. Es wird, zum Beispielin der Chemie, daran gearbeitet, dass KI durch Experimente lernen kann. Dieser Ansatz ist aber nicht auf die Lösung gesellschaftlicher Probleme mittels KI übertragbar. Dabei käme immer eine Dystopie heraus.

        • «Da wir Bekanntes schon nicht umsetzen, wieso braucht es KI?»

          KI ensteht, weil es möglich ist und weil Leute es faszinierend finden, sie zu schaffen. KI wird benutzt, weil es bequem ist.

          Es ist wie mit ziemlich vielen technologischen Entwicklungen. Die Produkte, die dadurch erzeugt werden, sind nicht so gut wie die mühsam menschengemachten. Ein Fertiggericht ist nicht so gut wie ein selbst gekochtes. Aber es macht viel weniger Arbeit.

          Daher wird KI sich durchsetzen, ob die Folgen nun im Mittel günstig sind oder ungünstig.

    • Der poehse Victor hat auch das gesagt:

      „Mit Angela Merkel wäre es nie zu einer Invasion Russlands gekommen“

      Haben Sie ihr Buch schon gelesen? (Oder war’n das gar nicht Sie, der das wollte oder ist das Buch noch gar nicht im Handel?)

      Letzte Worte zur EURO: Tut mir leid, aber die Angelsachsen machen’s. Mein Bruder hatte eine «Eingebung» (Ob das ’ne goettliche war, weiss ich nicht.) Hatte er mir letzte Woche gesagt. Die ereignete sich aber schon im Achtelfinale gegen die Slowakei (in der Nachspielzeit, wo’s noch 0:1 stand)

      • Angela Merkel: Ich habe zwar ein Buch über Sie, aber das ist schon älter und heißt: Das erste Leben der Angela M. Hab aber vergessen, was da drin steht. Vermutlich das was Iziti auch zeitversetzt erlebt hätte, der ist aber nicht BK geworden.

        Um ehrlich zu sein wurde ich aus der Frau nie schlau. In Russland haben mir alle versichert, wir lieben Angela Merkel, bis 2023 – also letztes Jahr.

        Vielleicht mal in Griechenland nachfragen.

        Ich würde sagen, in der BRD war sie nie eine Kanzlerin aus Ostdeutschland, in Europa eine ostdeutsche Kanzlerin mit Fehlern.

        Ich habe aber auch ein Buch von Emmanuel Todd, Weltmacht USA, ein Nachruf. Ist 20 Jahre alt, aber das römische Reich ist auch nicht in 20 Jahren untergegangen. Und selbst heute profitieren wir Europäer vom Wissen dieses Reiches.

        • Ich sehe Angela Merkel teils kritisch, teils anerkennend. Gemessen am heutigen Standard von Spitzenpolitikern (und den Standards während ihrer Regierungszeit) war sie integrer, authentischer und intelligenter als der Durchschnitt. Ihre stärkste Begabung lag leider auf dem Gebiet der Machttaktik. Strategie konnte sie nicht.

          Merkel selbst hat wohl geglaubt, Strategie sei heutzutage nicht möglich. Beispiele sind ihre Sprüche: «Wir fahren auf Sicht» oder die berühmte Behauptung (die zur Gründung der AfD Anlass gab), bestimmte politische Entscheidungen seien «alternativlos». Ich bin selbst unsicher, ob sie beim gegenwärtigen Zustand des westlichen Lagers Recht bezüglich der Unmöglichkeit einer Strategie hatte oder ob sie damit nur eine persönliche Schwäche rationalisiert hat.

          Ein weiterer Aspekt ihres starken Fokus auf Machttaktik ist ihr Kommunikationsverhalten, das schon recht früh sphinxisch war und in der Spätphase in Richtung Kommunikationsverweigerung tendierte. Das hat sich Olaf Scholz bei ihr abgesehen und es war für Scholz im Bundestagswahlkampf erfolgreich. Da ihm allerdings die Integrität und Authentizität Merkels fehlen und er die Kommunikationsverweigerung noch weiter auf die Spitze getrieben hat, macht Scholz den Eindruck des dussligsten Kanzlers, den die BRD je hatte. Merkel dagegen würde ich in die Gruppe mit Adenauer, Brandt und Schmidt einordnen. Diese Vier konnten es im Prinzip, unabhängig davon, ob man ihre politische Meinung teilt und jede ihrer Entscheidungen gut findet.

    • Und die Hälfte der registrierten Wähler glaubt, dass Joe Biden nicht mehr in der Lage ist, seinen Job als Präsident zu machen.

      Quelle: Financial Times nach einer New York Times/Siena-Umfrage

      Wenn die Demokraten den Kandidaten nicht wechseln oder den Wechsel vergeigen, wird Trump gewinnen. Den betrachten zwar doppelt so viele US-Wähler als boshaft wie US-Wähler Biden als boshaft betrachten. Aber mehr als doppelt so viele betrachten Trump als scharfsinnig (58%), wie Biden als scharfsinnig betrachten (24%).

      Dazu habe ich noch eine Anmerkung. Von den 24%, die Biden als scharfsinnig betrachten, kann man ohne jede Unfairnis sagen, das sie selbst nicht scharfsinnig sind.

      • Seien wir mal nachsichtig. Joe Biden ist immerhin der, der die Welt regiert und die NATO steuert.

        Lassen wir ihn einfach mal seinen Job zu Ende bringen. (Was auch immer das bedeutet.)

        • «Joe Biden ist immerhin der, der die Welt regiert und die NATO steuert.»

          Hoffen wir mal, dass dem nicht so ist. Ich glaube das auch nicht. Der grösste Teil der Macht liegt bei den Stäben. Theoretisch kann ein US-Präsident anders entscheiden, als die Vorarbeit nahelegt. Aber ein Präsident, der bei NATO-Treffen in den Sitzungen all seine Äußerungen vom Blatt abliest (hat jemand durchgestochen, Quelle: FAZ), wird das hoffentlich nicht tun.

            • Wenn AOC erst mal übernimmt, wird die insolvente USA abgewickelt bzw. rückgebaut. Hat Lisa Simpson gesagt, defenitiv.

              Dauert aber noch und kann ich nicht beweisen, noch nie geschaut.

              Sanders, eine wahre *linke* Hoffnungsfigur. Man munkelt, er hat immer die notwendigen Stimmen für den Endkampf eingesammelt.

              • Fun fact: Wer ist das am längsten zusammen lebende Ehepaar in US-Unterhaltungsserien der letzten Jahre?

                Marge und Homer Simpson. Man muss ein paar Episoden der Simpsons gesehen haben, um die Ironie dieses Umstands so richtig zu würdigen.

                Zu Lisa bemerkt die englische Wikipedia de facto, dass sie eine ans woke grenzende linksliberale Aktivistin ist (sie formulieren das etwas schonender) und fährt fort: «Allerdings kann sie auch etwas intolerant gegenüber Meinungen sein, die von ihrer eigenen abweichen, und sich oft weigern, alternative Perspektiven in Betracht zu ziehen, und ein Gefühl der Selbstgerechtigkeit an den Tag legen.» Wieso «allerdings»? Genau das kennzeichnet diesen Typ. Lisa ist Greta Thunberg und sie war das schon, bevor Greta Thunberg bekannt war.

                Vielleicht hat Greta ja auch zu oft Simpsons geschaut.

              • AOC wird nicht uebernehmen – ganz egal, wer das sagt 😉

                Die Simpsons habe ich noch nie ganz geschaut. Aber zufaellig hin und wieder reingezappt. Das ist schon vom Feinsten – wie der Kenner ueber mir bestaetigt.

            • Hillary (Clinton)/Harris ist noch so ein sicheres Verliererticket. Besser als Biden/Harris, aber nicht gut genug. Immerhin ist Hillary Clinton schon daran gewöhnt, gegen Biden zu verlieren.

              Die Idee, das nach aktuellen Umfragen zu entscheiden, ist – mit Verlaub – hirnrissig. Die meisten guten potentiellen Kandidaten der Demokraten sind national nicht sonderlich gut bekannt. Bis zur Wahl sind noch Monate Zeit, die heiße Wahlkampfphase kommt noch. Das Thema hat derzeit riesige Resonanz. Wen immer die Demokraten ins Rennen schicken, bis zum Wahltermin ist nationale Bekanntheit kein Thema mehr. Entscheidend ist, wer die Persönlichkeit hat, Trump Paroli zu bieten.

              Wie ich schon vorher gesagt habe, Gretchen Whitmer hat eine solche Persönlichkeit. Ich bin ihr gegenüber nicht unkritisch. In der Corona-Politik stand und stehe ich auf der entgegengesetzten Seite. Aber im Sinne des «least objectionable candidate» ist sie gegen Biden, Trump und Hillary Clinton klar im Vorteil.

              • Gretchen Whitmer und die Transatlantiker beiderseits des Ozeans, gibt es dazu auch eine Meinung?

                Michigan, Detroit, Rust Belt.

                Werden die „Tomahawk“ für Deutschland noch umbenannt. Klingt irgendwie nach kultureller Aneignung?

                • «Werden die „Tomahawk“ für Deutschland noch umbenannt. Klingt irgendwie nach kultureller Aneignung?»

                  Der ist gut!

                  Über Whitmers außenpolitisches Haltung ist nicht viel bekannt. Die Transatlantiker beiderseits des Atlantik würden wohl aufatmen, denn sie ist so stark mit Biden assoziiert, dass man annehmen darf, dass sie eine ähnliche Außenpolitik verfolgen wird.

              • Ja, wem auch immer…Hauptsache nicht SJ.

                Gretchen Whitmer wurde sogar als moegliche Kandidatin vom «Amerika-Experten» von Welt vor Wochen schon mal ganz beilaeufig erwaehnt.

  7. Das ISW zitiert mehrere westliche Verteidigungsexperten, deren Einschätzung lautet, dass die Ukraine mindestens bis 2025 an der Frontlinie insgesamt in der Defensive bleiben wird. Das schließt begrenzte lokale Gegenoffensiven nicht aus. Die deutsche Wehrmacht hat selbst im Winter 1944/45 an der Westfront noch eine Gegenoffensive geführt (Ardennenoffensive, Beginn 16. Dezember 1944) . Die Wehrmacht drang auf 50 Kilometern Fronttbreite bis zu 100 Kilometer vor, verfehlte aber das Ziel, den für den Nachschub der Alliierten wichtigen Hafen Antwerpen einzunehmen.

    Die letzte Wehrmachtsoffensive war die «Operation Nordwind», die am 31. Dezember in Elsass-Lothringen begann, als die Ardennenoffensive bereits gescheitert war. Bis zum 25. Januar 1945 eroberte die Wehrmacht 40% des Elsass zurück, nicht aber Strassburg.

    Im Nachhinein wird niemand glauben, dass diese beiden Offensiven auch nur den Hauch einer Chance hatten, die deutsche Niederlage im 2. Weltkrieg zu verhindern. Noch wärend der Operation Nordwind fiel Warschau am 17. Januar 1945 an die Rote Armee. Seit Oktober 1944 hatte die Rote Armee bereits die Kontrolle über kleine Teile von Ostpreußen un d die eigentliche Schlacht um Ostpreußen begann ebenfalls während der Operation Nordwind am 13. Januar 1945. An der Ostfront hatte die Wehrmacht kaum Reserven, weil diese für die Ardennenoffensive in den Westen verlegt worden waren. Insofern beschleunigten der Versuch lokaler Gegenoffensiven den Zusammenbruch an der Ostfront und hatten Einfluss auf den Verlauf der Kontaktlinie, an der sich später Rote Armee und Westalliierte trafen.

    Daraus kann man etwas lernen. Die Fokussierung auf lokale Gegenoffensiven zur Hebung der Moral und zum Erzielen kurzfristiger Erfolge kann die Gesamtlage verschlechtern.

    Ähnliches gilt für die Ukraine. Angesichts der Gesamtlage sind nur sehr kleinräumige Gegenoffensiven sinnvoll, mit denen lokal die taktische Lage für die Verteidigung der Frontlinie verbessert wird. Versuche zu großräumigen Gegenoffensiven wie im Sommer 2023 wären hingegen verhängnisvoll, weil sie die ukrainische Armee weiter ausbluten und ihre Reserven verringern würden. Das wiederum würde die Verteidgung der Frontlinie gefährden und zu einem Risiko großräumiger russischer Durchbrüche führen.

    In diesem Zusammenhang bleibt auch unklar, warum die Experten glauben, dass die Situation sich für die Ukraine 2025 verbessern könnte. Zu erwarten ist vielmehr, dass der Winter 2024/25 die Ukraine erheblich schwächen wird.

    • «In diesem Zusammenhang bleibt auch unklar…»

      Na ja, die rechnen mit anderen Zahlen als Sie. Und klar ist auch, die muessen den Durchhaltewillen am Leben lassen. Unklar bleibt mir aber, dass die lange und teils immer noch das Personalproblem so runterspielen. Das kann ja eigentlich auch jeder Depp (anhand der Bevoelkerungsgroesse) ergoogeln.

      Ich denke, da steht der Glaube und die Hoffnung ueber dem Verstand.

      • «Na ja, die rechnen mit anderen Zahlen als Sie.»

        Ich fürchte, die brauchen gar keine Zahlen, weil die glauben, sie müssten nicht rechnen. Wie Sie schon sagen «da denkt’s in Wünschen» (die Formulierung habe ich aus Franz Fühmanns «Saiäns fiktschen» geklaut).

  8. Im Übrigen gab es gestern kaum bestätige Verschiebungen der Frontlinie, mit zwei Ausnahmen. Eine Ausnahme ist ein russisches Vordringen nordwestlich von Awdijiwka. In dieser Region gibt es auch einen Fluss, der Wowtscha heißt. Die Ukraine hat nur noch eine starke Verteidigungsstellung östlich der Wowtscha. Die russischen Angriffe sind jetzt gegen diese Stellung gerichtet.

    Laut DeepStateMap ist der russische Stoßkeil in Richtung der Fernverkehrstraße Pokrowsk – Tschassiv Jar noch 4.5 km von der Straße entfernt und hat sich gestern leicht bewegt. DeepState wird übrigens vom staatlichen ukrainischen Katastrophenschutz unterstützt.

    Die zweite Ausnahme von der eingefrorenen Frontlinie ist ein geringfügiges russisches Vordringen nahe der Grenze zwischen den Regionen Donezk und Saporischschija, wo russische Truppen das Zentrum von Uroschaine erreicht haben (das ISW hat geolokalisiertes Bildmaterial, DeepStateMap hat das noch nicht vollständig umgesetzt). Die wenigen in der ukrainischen Sommeroffensive 2023 unter hohen Verlusten eroberten Ortschaften fallen nach und nach wieder an die russische Seite.

    • So etwas bringt immer Stimmen. Der Anschlag neutralisiert unter Wechselwählern das Argument, Trump habe zum Sturm auf das Kapitol aufgerufen. Er unterstützt alle Argumente Trumps über eine Hexenjagd auf ihn.

      Es war sehr knapp. Ein Schuss hat den oberen Teil seines rechten Ohrläppchens getroffen. Fünf Zentimeter weiter links und die USA würden am Rand gewaltsamer Unruhen stehen.

      Der Neffe eines republikanischen Kongressabgeordneten wurde verwundet.

      Der Schütze war ein ausgebildeter Scharfschütze (er hat von einem erhöhten Punkt mehrere hundert Meter entfernt geschossen). Er wurde seinerseits erschossen. Verschwörungstheorien werden ins Kraut schießen.

    • Die Freikirchler-Christen (evangelikale Rechte) werden es übrigens als Gottesurteil ansehen, dass Trump überlebt hat. Die hätten aber sowieso Trump gewählt.

      Es ist allerdings nicht auszuschließen, dass auch andere Gläubige das so betrachten.

      • Auch Creepy Donald wird das – wie einstmals A.H. als «Auftrag der Vorsehung» verstehen, sein Lebensziel weiter zu verfolgen und als maechtigster Mann der/ die Welt zu regieren.

        • Allerdings denke ich, dass die Lebenserwartung von DT heute höher ist als diejenige von AH nach dem Stauffenberg-Attentat.

          Die NZZ schreibt in einem Sonderbriefing, die Bilder des im Gesicht blutverschmierten Donald Trump mit der gereckten Faust werden in die Geschichtsbücher eingehen. «Die kämpferisch erhobene Faust zeigt Trumps phänomenalen Instinkt für Medienauftritte.»

          Ich habe ein solches Bild, leicht bearbeitet, unter dem neuen Blogbeitrag hinzugefügt. In der Tat wird das bei vielen Wählern Eindruck machen, zumal im Kontrast zur gegenwärtigen Erscheinung Joe Bidens.

  9. » Er habe sofort gespürt, wie sich die Kugel durch die Haut bohrte. «Es ist unglaublich, dass eine solche Tat in unserem Land geschehen kann.»

    Aha, man merkt sogar, wie sich die Kugel durch die Haut bohrt. Trump hat ein erstaunliches zeitliches Auflösungsvermögen.
    Im Sport würde man sagen: Extreme Zeitlupe (sso nannte man das in deutsch)

    Daß dies in seinem Land passieren kann wußte ich, er lebt anscheinend woanders.
    Man wird das sicher ausnutzen für seinen Wahlkampf.

    • «Man wird das sicher ausnutzen für seinen Wahlkampf.»

      Sicher. Die andere Seite würde im umgekehrten Fall ja auch sofort sagen, dass die Aufstachelung zum Hass durch den politischen Gegner dazu geführt habe. Das ist auch nicht ganz falsch (wenn man mal einen Deep-State-Hintergrund ausschließt).

        • Das sehe ich nicht so. Gewalt von der linken Seite wird heute gern übersehen oder heruntergespielt. Schaut man jedoch die Statistik an, so sind zum Beispiel auch in Deutschland die meisten Gewaltakte gegen Politiker gegen solche von der AfD gerichtet. Man würde das nicht glauben, wenn man nur die Medien verfolgt und nicht auf die Statistik schaut.

          Auch in den USA geht politische Gewalt und Hassrede nicht nur von einer der Seiten aus. In der Slowakei ebenfalls nicht.

          • Es ging ja um Aufstachelung, Rassismus usw

            Bei der Zählung ist die Art wie man sie durchführt entscheidend. Die war und ist eher politisch zu sehen. Wer zählt, wer berichtet ist die Frage.
            Migranten, Schwarze, Sinti usw sind nicht gerade bekannt dafür, daß sie andere beleidigen. Umgekehrt wird kaum angezeigt oder gezählt.
            Aus mehreren Quellen, auch direkt von US-Amerikanern habe ich erfahren, die meisten Waffen in USA sind im Besitz von Republikanern und sehr Rechtslastigen.
            Was auch relativ logisch ist. Der Hang zu Waffen und gewissem Denken korreliert gerne.

            • «Migranten, Schwarze, Sinti usw sind nicht gerade bekannt dafür, daß sie andere beleidigen.»

              Das sehe ich ein bisschen anders. (Sintis mal ausgenommen. Da weiss ich leider – ausser, dass die ueberall diskriminiert werden – zu wenig.)

              Ich halte das einfach fuer ein linkes Narrativ, dass 𝘢𝘭𝘭𝘦 Fluechtlinge, Migranten, Minderheiten usw. automatisch gleich die netten, «guten» Menschen sein sollen.

            • «die meisten Waffen in USA sind im Besitz von Republikanern und sehr Rechtslastigen.»

              Das trifft sicher zu. Daraus folgt aber noch nicht, dass von diesen Leuten auch die meiste bewaffnete Gewalt ausgeht.

              Die Statistik für Deutschland bezog sich auf tätliche Angriffe auf Politiker. Man darf sicher davon ausgehen, dass es da keine signifikante Dunkelziffer gibt. Es ist wie in der Weimarer Republik. Die Gewalt geht von beiden Rändern aus.

              • Nach Aussagen von amerikanischen Zivilisten und Soldaten ist es so. Viele Presseberichte lassen diesen Schluß ebenso zu.
                Wie sagte mir ein «höherer Rang» der US Armee: Einen Putsch der Demokraten wird es nicht geben, die andere Seite hat die Waffen.

                • «Wie sagte mir ein «höherer Rang» der US Armee: Einen Putsch der Demokraten wird es nicht geben, die andere Seite hat die Waffen.
                  »

                  Dem schließe ich mich an.

                  Aber was die US-Linke in den letzten Monaten an US-Universitäten teilweise abgezogen hat, war, ähm, auch diskriminierend.

                  Und es ist so, dass zwar die Linke nicht die Waffen hat, aber ebenfalls eine Menge parteiischer Richter und dass sie das zu politischen Prozessen genutzt hat.

                  Das ganze politische System der USA ist verrottet, auf beiden Seiten. Es braucht einen Neuanfang und es wäre gut, wenn die Demokraten jetzt ihren Ton dämpfen und eine unbelastete neue Kandidatin oder einen neuen Kandidaten aufstellen würden. Das ist, nebenbei gesagt, auch die einzige Chance, die sie jetzt noch haben.

            • «Es ging ja um Aufstachelung, Rassismus usw»

              Bezüglich Aufstachelung hat Senator Vance (R, Ohio) Recht mit seinen Worten: «Die zentrale Prämisse der Biden-Kampagne ist, dass Präsident Donald Trump ein autoritärer Faschist ist, der um jeden Preis gestoppt werden muss»

              Genau das hat jemand versucht, einer oder mehrere.

        • BBC zu diesem Punkt:

          «Chris LaCivita, der Wahlkampfleiter von Trump, sagte, dass «linke Aktivisten, demokratische Spender und sogar Joe Biden» an der Wahlurne im November für «widerliche Äußerungen» zur Rechenschaft gezogen werden müssen, die seiner Ansicht nach zu dem Anschlag vom Samstag geführt haben.

          Die Demokraten mögen dem widersprechen, aber viele Linke haben in den Monaten nach den fast tödlichen Schüssen auf die Kongressabgeordnete Gabby Giffords in Arizona im Jahr 2011 ähnliche Worte verwendet, um die Schuld der rechten Rhetorik zu beschreiben.»

        • Sowie:

          «Die zentrale Prämisse der Biden-Kampagne ist, dass Präsident Donald Trump ein autoritärer Faschist ist, der um jeden Preis gestoppt werden muss», schrieb der Senator von Ohio, JD Vance, der Berichten zufolge in der engeren Auswahl für Trumps Vizepräsidentschaftskandidaten steht, in den sozialen Medien. «Diese Rhetorik hat direkt zu dem Attentat auf Präsident Trump geführt».

  10. Trump hat sich im Moment des Schusses gerade weggedreht. Der zwanzigjährige Scharfschütze Thomas Matthew Crooks hätte sonst vermutlich getroffen.

    Elon Musk hat den Anlass genutzt, um Donald Trump seine «volle und ganze» Unterstützung auszusprechen.

  11. Da wurde wohl wieder der Falsche an Waffen ausgebildet.
    Wobei ja in USA mehr Waffen in privater Hand sein sollen als es Einwohner gibt.
    Ein Freund hat getestet, wie leicht man dort an Waffen kommt. Hat aber keine gekauft.
    Wenn man die Schußwaffentoten zählt hat die USA jedes Jahr intern einen kleinen Krieg.
    Verschwörung? Wer weiß das schon. Es gibt viele Echte und viele Erfundene.
    Und eine Menge psychisch Auffällige mit Waffen zuhause.

    • «Verschwörung? Wer weiß das schon. Es gibt viele Echte und viele Erfundene.»

      Das werden wir nie erfahren. Der Täter wurde ja sehr schnell erschossen, manche werden sagen, auffällig schnell. Er wird, wie üblich, als Einzeltäter deklariert werden. Man kann das glauben oder auch nicht. Gegenrecherchieren kann man es sicher nicht.

  12. Die Schussentfernung beim Trump-Attentat ist in neueren Meldungen auf 100 Meter korrigiert worden. Das erfordert bei der Genauigkeit immer noch einen Scharfschützen, aber keinen so phänomenalen mehr. Allerdings wirft es Fragen nach der Kompetenz des Secret Service auf.

    TMZ hat zwei Videos, die angeblich den Attentäter auf dem Dach zeigen und den Secret-Service-Scharfschützen, der ihn dann erschießt. Im ersten Video ist nicht viel zu sehen. Das zweite Video zeigt den Secret-Service-Scharfschützen in einer Stellung, die ich etwas seltsam finde. Wenn der freies Schussfeld auf den Attentäter hatte, hatte der Attentäter auch freies Schussfeld auf ihn. Zudem muss er Sicht auf den bewaffneten Attentäter gehabt haben, bevor der den ersten Schuss abgab.

    Aus solchen Ungereimtheiten werden Verschwörungstheorien gebastelt werden.

    Wenn dieses Video echt ist, gibt es tatsächlich Anlass dazu. Eine Nicht-VT-Erklärung wäre, dass der Secret Service Sekunden zu spät kam. Schaut man allerdings genau hin, so schießt der Secret-Service-Scharfschütze bereits kurz bevor Trump zu Boden geht. Die beiden Schützen, Attentäter und Secret-Service-Mann, müssen praktisch gleichzeitig geschossen haben (falls es keine dritte Person mit einer Schusswaffe gab).

  13. Und hier Trumps Reaktion:

    «Ich danke Ihnen allen für Ihre Gedanken und Gebete gestern, denn es war Gott allein, der das Undenkbare verhindert hat. Wir werden uns NICHT fürchten, sondern in unserem Glauben unverwüstlich bleiben und dem Bösen trotzig entgegentreten. Unsere Liebe gilt den anderen Opfern und ihren Familien. Wir beten für die Genesung der Verwundeten und gedenken des Bürgers, der auf so grausame Weise ums Leben kam, in unseren Herzen. In diesem Moment ist es wichtiger denn je, dass wir zusammenstehen und unseren wahren Charakter als Amerikaner zeigen, indem wir stark und entschlossen bleiben und nicht zulassen, dass das Böse gewinnt. Ich liebe unser Land und Sie alle, und ich freue mich darauf, diese Woche von Wisconsin aus zu unserer großen Nation zu sprechen.»

    Der ist wirklich mit allen Wassern gewaschen. Schaltet einfach auf würdevollen Staatsmann um.

  14. Und nun Söder: Biden solle nicht noch einmal antreten. Die Bilder hätten vermittelt, dass es einen «starken Trump» gäbe. Ihm stehe ein amtierender Präsident gegenüber, «der sich schwer tut, Namen richtig zu sagen».

    Autsch. Immer druff!

  15. Die «New York Times» hat ein Foto, wer wo war. Beim Secret Service muss ein Kopf rollen, natürlich nur im übertragenen Sinn.

    Wenn der Attentäter auf diesem Dach lag (und wir wieder einen inside job ausschließen), hat der Secret Service bei dieser Veranstaltung völlig inkompetent gesichert. Die sind für den Schutz des ehemaligen Präsidenten gesetzlich verantwortlich. Das ist ganz klar ein Gebäude, das hätte kontrolliert werden müssen.

    • Entsprechend titelt Reuters:

      «Trump überlebt Attentatsversuch nach schwerer Sicherheitslücke»

      Reuters präzisiert die Schussentfernung auf 140 Meter. Das ist sogar mit der MPi KM (volkstümlich Kalaschnikow) der NVA eine durchaus übliche Entfernung. Mit der verwendeten Waffe vom Stil eines AR-15 (Zielfernrohr angenommen), ist die vom Attentäter erreichte Genauigkeit nicht ungewöhnlich. Er muss dann nicht einmal ein sehr guter Scharfschütze gewesen sein.

      Aus eben diesem Grunde liegt das Gebäude allerdings in einer Zone, die unbedingt hätte kontrolliert werden müssen.

  16. Laut New York Post hat der Attentäter «mindestens fünf bis sieben Schüsse» abgegeben. Wenn dem so ist, muss es eine automatische Waffe gewesen sein und ein Feuerstoß. Die Streuung ist dann größer, wenn der Schütze nicht extrem gut trainiert ist, sitzt nur der erste Schuss genau. Das würde erklären, warum ein Verwundeter (laut New York Times) weit vom Rednerpult entfernt getroffen wurde. Die NYT hat nicht angegeben, wo sich das Toodesopfer befand.

    Die Streuung kann auch extrem hoch gewesen sein, wenn der Attentäter während seiner Salve vom Scharfschützen des Secret Service getroffen wurde. Ein Bild bei der New York Post legt sehr nahe, dass der Attentäter durch einen Kopfschuss getötet wurde. Er war völlig ungeschützt, auch keine schusssichere Weste.

    In der Nachbarschaft, in der der Attentäter wohnte, redet niemand mit seinen Nachbarn (laut New York Post, die einen der Nachbarn befragt hat).

  17. Al Jazeera hat einen noch besseren Überblick über die Szene als die New York Times. Der Secret Service hatte mehrere Scharfschützen auf dem gleichen Dach (wenn ich Gewehrläufe zähle, mindestens drei) und da das kein Flachdach war, ist klar, dass diese Stellung von vornherein auf den Gebäudekomplex ausgerichtet war, von dem aus der Attentäter dann schoss. Das ergibt auch Sinn, die Stellung war angesichts der Gesamtlage auf dem Gelände völlig richtig eingerichtet.

    Es bleibt jedoch unklar, wie der Attentäter dann auf das Flachdach gelangt ist und sich dort in Schussposition legen konnte, ohne dass die Secret-Service-Schützen Zeit hatten, zu reagieren.

  18. Die Washington Post hat noch ein anderes Bild. Dort sind zwei Secret-Service-Stellungen eingezeichnet. Der Secret Service sollte dann mehr als drei Leute auf den Dächern gehabt haben.

    Klarer als auf den anderen Bildern erkennt man, dass das «Flachdach», von dem aus der Attentäter schoss, zwar weniger geneigt ist als die Dächer der Gebäude, auf denen der Secret Service stand, aber doch nicht flach.

    Die WP hat auch drei Schüsse gehört. Die Beschreibung der WP passt zwar nicht ganz zum Video bei TMZ, in dem Trump eine Sekunde, nachdem er an sein Ohr griff, bereits in Deckung war, aber das kann mann als «nnartive Freiheit» werten.

    Nach diesen drei Schüssen soll es eine zweite Salve gegeben haben. Das passt zu den mindestens fünf bis sieben Schüssen, von denen die New York Post schreibt. Gleicht man das allerdings mit dem anderen Video auf TMZ ab, müsste der Secret-Service-Schütze mit dem Rückstoss daneben geschossen haben. Es stellt sich dann auch die Frage, was die (mindestens) zwei anderen Secret-Service-Schützen getan haben.

    Die WP hat das Video verifiziert, in dem der bereits tote Attentäter auf dem leicht geneigten Dach zu sehen ist. Er liegt nicht annähernd an einer Stelle, von der aus er freie Schusslinie auf die Bühne gehabt hätte. Er müsste durch die Wucht der ihn treffenden Projektile sehr weit nach hinten gerutscht. sein, was jedoch sehr unwahrscheinlich erscheint. Wenn es ein absichtlicher Rückzug war, ist er schießend rückwärts gerobbt. Den Zeitbedarf dafür würde ich von einer möglichen Schussposition bis zu der Position, in der er liegt, auf mindestens drei, eher fünf bis sieben Sekunden schätzen. Die drei Secret-Service-Agenten haben dann mindestens fünf Sekunden gebraucht, um ihn auszuschalten, obwohl sie sofort das Feuer eröffnet haben.

  19. Detail: Trump hatte offenbar hinter dem Rednerpult die Schuhe ausgezogen. Als die Bodyguards ihn wieder aufrichteten und von der Bühne eskortierten, soll er nach seinen Schuhen gefragt haben. Ein Schuh blieb auf der Bühne zurück.

    Außerdem hat er «Wait, wait, wait» gesagt, als er von der Bühne eskortiert wurde, um vorher die Faustgeste zeigen zu können. Der dachte in dem Moment nur an sein Image in der Wahlkampagne.

    Man sollte Trump nicht unterschätzen. Der hat Nerven wie Stahl.

  20. Noch ein Detail, vielleicht auch kein Detail. Am 8. Juli hat Präsident Joe Biden auf einer Spendengala gesagt:

    «Es ist an der Zeit, Trump ins Fadenkreuz zu nehmen.»

    Quelle: AP News

    Dieser Satz wird ihm jetzt schwer auf die Füße fallen. Er ergibt auch wenig Sinn. Politisch bekämpfen die Demokraten Trump bereits seit mehr als acht Jahren ununterbrochen.

  21. Desweiteren schreibt AP News:

    «Zum Vergleich: 150 Meter ist die Entfernung, auf die Rekruten der US-Armee eine maßstabsgetreue Silhouette in Menschengröße treffen müssen, um sich mit dem M-16-Gewehr zu qualifizieren. Das AR-15, wie es der Schütze bei der Trump-Kundgebung hatte, ist die halbautomatische zivile Version des militärischen M-16.»

  22. Ein Zeuge («Greg») schätzt, dass der Attentäter drei bis vier Minuten auf dem Dach war, bevor die Schüsse fielen.

    Quelle: CBS News

    Unklar bleibt für mich aus allen Bildern, ob die Secret-Service-Stellung Sichtkontakt auf die der Bühne abgeneigte Schräge des Dachs hatte, über die der Attentäter kam. Die relative Höhe der Gebäude ist nicht so genau abschätzbar.

    Wenn nicht, wäre das Szenario wie folgt (und VT-frei):

    1. Die Vorbereitung des Secret Service war ungenau. Weil die Stellung die Rückseite des Gebäudedachs nicht einsah, hätte das Gebäude überwacht werden müssen.

    2. Nachdem Umstehende den Secret Service und die Polizei auf einen Mann mit Gewehr aufmerksam gemacht hatten, verging mehr als eine Minute bis zu einer Reaktion (darf nicht passieren).

    3. Die Secret-Service-Schützen sahen den Attentäter erst in dem Moment, in dem dieser selbst freies Schussfeld hatte. Sie reagierten nur knapp zu langsam (Sekundenbruchteile bis zwei Sekunden), schossen aber zunächst daneben und zwar so weit, dass der Attentäter zu einer zweiten Salve in der Lage war.

    Unklar bleibt bei diesem Szenario allerdings, wieso die Leiche des Attentäters dort lag, wo sie in dem von der WP verifiziertzen Video zu sehen ist. Die Secret-Service-Stellung hätte dann dorthin kein Schussfeld gehabt. Und dorthin heruntergerollt oder heruntergerutscht kann er nach dieser Lage auch nicht sein.

    Es gab übrigens mehrere Umstehende, die unabhängig voneinander Sicherheitskräfte auf den Attentäter hingewiesen haben (oder das zumindest behaupten).

  23. Mal was ganz Anderes:

    Nachdem der Brandenburger CDU-Chef Jan Redmann mit 1.3 Promille auf einen E-Scooter erwischt wurde (ab 1.1 Promille ist es strafbar, prinzipiell ist sogar eine Freiheitsstrafe möglich), hat Ministerpräsident Woidke zwar noch gegen Wagenknecht ausgeteilt, aber eine Koalition mitdem BSW nicht mehr kategorisch ausgeschlossen.

    Pikant ist auch, dass sich Redmann zuvor stark gegen die Legalisierung von Cannabis ausgesprochen hatte – wegen der Gefahr im Straßenverkehr. Redmann will Spitzenkandidat der CDU für die Landtagswahl bleiben. Die CDU hat wohl auch kaum eine Alternative. Die Karten für die Landtagswahl in Branendburg werden noch einmal neu gemischt.

  24. Jetzt wird man wohl an alternativen Fakten arbeiten….
    Kennedy, John Lennon, Olof Palme, Trump
    Hm, vielleicht die Reihe noch etwas verändern.
    Dazu triefender Pathos wie immer, Patriotengedöns, Heldenerzählungen.
    Biden und die Demokraten sollen schuld sein, meinen die Republikaner. Da kann er ja später vielleicht eine Säuberung vornehmen, die inhaftierten Kapitolstürmer und sich selbst begnadigen. Die letzten Richter aus dem Amt drängen, gegen die Abtreibung wettern und einen Handelskrieg mit der EU und China initiieren.
    Ein bisschen Spaß werden wir sicher auch haben, evtl. versucht er nochmal Grönland zu kaufen.
    Mit US Amerikanern habe ich viel über solche Dinge gelacht.
    Warten wirs ab, ist ja nicht mehr lange bis zur Wahl. Die USA haben ihn schon verdient, wenn auch knapp.

    • Das *rschl*ch Bolsonaro hat gesagt, Attentate träfen immer nur die Rechten. Deshalb wird die Reihe wohl John Lennon, Olof Palme oder Yitzak Rabin nicht enthalten.

      Trump hat allerdings niemals Richter aus dem Amt gedrängt. Er hat Richter für das Oberste Gericht ernannt, als andere ausschieden und hat die neuen Richter aus dem eigenen politischen Lager gewählt. Nichts Anderes haben demokratische Präsidenten vor ihm getan.

      Mir schiene auch, dass Joe Biden gerade einen Handelskrieg gegen China initiiert hat.

      Ich mag Trump nicht. Ich hätte lieber Whitmer oder meinetwegen Newsom (Gouverneur von Kalifornien). Nofalls sogar Harris, aber die wird gegen Trump nicht gewinnen. Shapiro (Gouverneur von Pennsylvania), der auch schon gehandelt wurde, hat sich gerade erledigt. Das mag unfair sein, aber den kann man jetzt nicht mehr aufstellen.

  25. Sebastian Hotz, ehemaliger Gagschreiber von Jan Böhmermann (ZDF Magazin Royale), hat auf X geschrieben (sinngemäss):

    «Was haben der „letzte Bus“ und Donald Trump gemeinsam? Antwort: „leider knapp verpasst“.

    und

    „Ich finde es absolut fantastisch, wenn Faschisten sterben.“

    Der Tweet ist inzwischen gelöscht, aber es gibt einen Screenshot und auch einen aktuellen Tweet, der von Reue weit entfernt ist. Sebastian Hotz hat eine eigene Sendung beim öffentlich-rechtlichen Rundfunk Berlin Brandenburg (rbb), auf «Radio Fritz».

    Das Gutheißen einer Straftat ist übrigens eine Straftat.

  26. Und Trump nutzt den Effekt wirklich voll zur Imageverstärkung aus. BBC:

    «Aufgrund der gestrigen schrecklichen Ereignisse wollte ich meine Reise nach Wisconsin verschieben», sagte Trump.
    «Aber ich kann nicht zulassen, dass ein ‹Schütze› oder ein potenzieller Attentäter eine Änderung des Zeitplans erzwingt».

    «Daher werde ich wie geplant um 1530 EDT (2030 BST) nach Milwaukee aufbrechen».

  27. Laut AP News soll ein Polizist dem Attentäter auf das Dach nachgeklettert sein. Der Attentäter habe das Gewehr auf den Polizisten gerichtet, woraufhin sich dieser zurückzog. Dann habe der Attentäter auf Trump geschossen und sei seinerseits von Secret-Service-Agenten erschossen worden.

  28. Ich würde wetten, dass Trump auf der Republican National Convention (RNC) sehr präsidentiell auftreten wird. Schuldzuweisungen wird er anderen überlassen. Die Botschaft wird UNITE AMERICA sein, nur dass sie jetzt aus Trumps Mund viel glaubhafter klingen wird als aus Bidens Mund.

    Die RNC dauert vier Tage. Sie führt traditionell sowieso immer zu einem Umfragehoch für den repuklikanischen Kandidaten, so wie das Gegenstück der Demokraten zu einem Umfragehoch für deren Kandidaten führt. Nur ist zu erwarten, dass das Umfragehoch für Trump diesmal sehr hoch sein wird und wenn er nicht doof ist, wird er in den kommenden Monaten nur wenig von dem sich ergebenden Vorsprung verlieren.

    Wenn Trump bis zum Wahltag überlebt, wird er die Wahl mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit gewinnen, was immer die Demokraten jetzt noch tun. Wenn nicht, wird es vermutlich zu einem Bürgerkrieg kommen. Sollte Trump vorher eines natürlichen Todes sterben, wird sein Vizepräsidentschaftskandidat gewinnen.

    • Er kann es sich jetzt leisten.
      US-Amerikaner mögen Pathos und Helden.
      Er spielt die Rolle gut und die Demokraten können nicht gegenhalten.
      Auf jeden Fall sollten sich die EU, aber auch negativ Betroffene in USA auf seinen Sieg einstellen.
      Mal sehen wie es mit seinem Mauerbau im Süden weitergeht, mit den Begnadigungen von Straftätern usw.
      Man muß mit Vielem rechnen und er wird sich wohl an seinen Gegnern rächen.
      Die Wahl zwischen diesen beiden Kandidaten zeigt den Niedergang der USA. Ob oder wie lange er anhält wird sich zeigen.
      Eine echte Wahl hat der Wähler nicht.
      Die US Politik wird zudem stark von Leuten aus dem Hintergrund bestimmt.
      Fängt schon bei der Wahlkampffinanzierung an, bei der Vermögende ihre Interessen gegen die Bevölkerung durchsetzen können.
      Ob das noch als Demokratie bezeichnet werden kann ist die Frage.
      Elon Musk will jetzt Trump massiv finanziell unterstützen. Er könnte sogar den gesamten Wahlkampf alleine finanzieren.

  29. Katja Kipping hat eine neue Arbeit.

    Was Mario Voigt ab 1.September wie in Thüringen macht, ist Sache der Thüringer CDU. Sagt Merz, der TOP-GUN-Pilot des Sauerlandes im Sommerinterview.

    Alle wichtigen Wichtigprediger predigen immer keine Gewalt, warum auch immer. Wie wäre es mit Abrüsten.

    Hätte Trump vor 4 Jahren die Wahl gewonnen, wir könnten Joe und Donald schon los sein…hätte, hätte Fahradkette. 8 Jahre vergeudete Erdenszeit…

    Der Europapokal wandert nicht auf die Insel. Die spielerisch beste Mannschaft Europas hat den Pokal verdient: Dazu auf Overton-Magazin, weil besser kann man es nicht sagen:

    » Erkenntnis 5: VAR hat den Fußball ruiniert: Ausgelassener Torjubel, von jetzt auf gleich im Rausch: Das war früher mal. Heute freut man sich verhalten, der Ball zappelt im Netz, aber die Angst, dass es kein Tor ist, hat sich stark im Fanverhalten ausgeprägt. Man linst auf die Monitore. Der Schiedsrichter tut dasselbe. Das Spiel wird eingefroren. Das unterbricht den Spielfluss, nimmt dem Match die Atmosphäre. Die Technokraten erzeugen Spannung durch technische Auswertungen. Fußball wurde als Sport groß, weil er dem Zufall viel Raum gewährte. Das machte seine Attraktivität aus. Unvorhergesehenes konnte ein Spiel entscheiden, sorgte für jahrelange Debatten. Das wurde abgeschafft. Zufälligkeiten waren es auch, die den Fußball mit Lebensfreude verbanden und Ausgelassenheit zuließen. Auch das ist verschwunden. Die Spieler verwalten Taktiken, der Schiedsrichter verwaltet Technikentscheidungen und die Fans verwalten ihre Emotionen.

    Der Videoassistent ist ein gutes Beispiel dafür, wie lebensverneinend etwas wird, wenn die Technik zum letzten Wortgeber hochgejazzt wird.»

    https://overton-magazin.de/hintergrund/kultur/fuenf-erkenntnisse-ueber-die-europameisterschaft-2024/#comments

    Die Erkenntnis 4 bei Overton ist auch gut. Gute Nacht.

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