Rob Henderson Ein Mann Mitte 30 schreibt Memoiren und hat bei Weitem genug Stoff dafür. Was er erzählt, wirft kein gutes Licht auf das Glaubenssystem der akademischen Eliten in den USA. Die Parallelen zur «Hillbilly-Elegie» von J.D. Vance sind erstaunlich.

Luxusvorstellungen verleihen Mitgliedern der Oberschicht zu geringen Kosten einen hohen Status, während sie den Angehörigen der unteren Schichten Kosten auferlegen.
Rob Henderson, Troubled. A memoir of foster care, family, and social class.
Den Titel von Hendersons Buch könnte man ins Deutsche übertragen: «Gezeichnet. Erinnerungen an Pflegefamilien, Familie und soziale Schichten.», wobei allerdings Nuancen des englischen Originaltitels verloren gehen. Rob Henderson hat in Yale Psychologie studiert und in Cambridge einen Doktortitel auf dem gleichen Gebiet erworben. Beiträge von ihm sind in der «New York Times», dem «Wallstreet Journal» und der «Times» erschienen. Seinen Begriff der «Luxusvorstellungen» (luxury beliefs) haben andere einflussreiche Medien, wie etwa der britische «Economist» und «The Atlantic», aufgegriffen.
Das Buch erschien in der gebundenen Ausgabe bereits 2024. Einigen Leuten fiel damals auf, wie vielerorts darüber geredet wurde, der Titel gleichwohl nicht in der Bestseller-Liste der «New York Times» auftauchte. Dem ist der «Economist» nachgegangen. Er kam zu dem Schluss, dass diese Bestsellerliste politisch beeinflusst sein müsse, denn nach den tatsächlichen Verkaufszahlen hätte «Troubled» auf Platz 4 erscheinen müssen. Die «New York Times» gilt als linksliberal und war die erste Zeitung, die Henderson ein breite Öffentlichkeit bot. Er scheint dort aus der Gnade gefallen zu sein. Es ist von Interesse, warum.
Wie auch immer, Henderson darf als einflussreicher US-amerikanischer Denker über soziale Fragen betrachtet werden. Für jemanden, der erst im Dezember diesen Jahres 35 wird, ist das eine steile Karriere. Henderson ist auch das Kind einer drogenabhängigen Mutter, der das Sorgerecht entzogen wurde, als er 3 Jahre alt war, und eines Vaters, von dem er nur aus Papieren etwas weiß. Er war in der ersten Klasse ein sehr schlechter Schüler, stabilisierte sich nach der Adoption durch die Hendersons mit 7 Jahren, geriet nach deren Scheidung und dem Kontaktabbruch durch den Adoptivvater wieder in Schwierigkeiten und verfiel dem Alkohol. Es reichte dennoch für den Abschluss der «High School» mit 17 Jahren.
Dann trat Henderson in die US Air Force ein, wo er acht Jahre als Elektroniker auf Militärflugzeugen arbeitete. Das GI Bill, ein Stipendienförderungsprogramm für Veteranen des US-Militärs, das Warrior-Scholar Project, mit dem der Übergang erleichtert wurde und das „Eli Whitney Students Program“ für nicht-traditionelle Studierende ermöglichten ihm danach den Studienbeginn in Yale. Sein Bewerbungsessay für Yale wurde sein erster «New York Times»-Artikel. Die Noten in Yale, sein sozialer Einsatz neben dem Studium und wohl wieder sein ungewöhnlicher Werdegang brachten ihm ein Stipendium für das Doktorat in Cambridge ein.
Der etwa sechs Jahre ältere J.D. Vance wuchs zunächst bei seiner leiblichen Mutter auf, die aber aufgrund ihrer Drogenabhängigkeit irgendwann nicht mehr für ihre Kinder sorgen konnte. Seine Großeltern fingen ihn auf. Mit seinem High-School-Abschluss war klar, dass Vance eigentlich studieren sollte. Das lag jedoch finanziell nicht drin. Stattdessen trat er ins US-Militär ein, in seinem Fall bei den US Marines. Er diente vier Jahre. Durch das GI Bill konnte auch Vance studieren, zunächst an der Ohio University bis zu einem Bachelor-Abschluss in Politikwissenschaften und Philosophie. Sein Abschluss war so gut, dass er danach ein Stipendium in Yale für ein Jurastudium erhielt. Mit 32 Jahren veröffentlichte Vance die «Hillbilly-Elegie», die ebenfalls als ein Memoirenbuch bezeichnet werden kann: Die Hillbilly-Elegie behandelt ebenfalls das Versagen der US-amerikanischen Eliten gegenüber den armen Schichten.
Henderson trägt nicht mehr seinen Geburtsnamen, sondern denjenigen seines Adoptivvaters. Vance trägt nicht mehr seinen Geburtsnamen. Er hat den Nachnamen seiner Großeltern angenommen.
Wir wissen nicht, warum die «New York Times» ihre Bestsellerliste gefälscht hat. Die gebundene Ausgabe von «Troubled» ist am 19. oder 20. Februar 2024 erschienen. Der Wahlkampf für die US-Präsidentschaft lief bereits. Ich vermute, dass die Parallelen zwischen Henderson und Vance, der zu diesem Zeitpunkt bereits republikanischer Senator war, ein Grund für die Entscheidung der «New York Times» waren. Ein weiterer Grund dürfte gewesen sein sein, dass Henderson mit den «Luxusvorstellungen» frontal das Glaubenssystem der US-Demokraten angreift. Zwar nimmt Henderson nirgends Partei für die Republikaner oder direkt gegen die Demokraten. Es ist jedoch leicht zu erkennen, auf welcher Seite des Kulturkampfes sich Henderson positioniert. Das ist nicht die Seite, auf der die «New York Times» sich positioniert hat.
Familie
Aufgrund seiner Erfahrungen als Kind, seiner Beobachtungen des durchschnittlichen Werdegangs von Menschen, die in stabilen oder instabilen familiären Verhältnissen aufgewachsen sind und statistischer Daten zu solchen Werdegängen, hält Henderson stabile Familien für sehr wichtig: Er findet daher, dass die Eliten der Gesellschaft den Nutzen stabiler Familien darlegen.
Unter den Nachkommen der Oberschicht, die Henderson in Yale kennen gelernt hat, ist diese Meinung verpönt. In Bezug auf Beziehungsmodelle gilt die Behauptung als schick, dass «alles geht». Es verleiht Status, die Ehe als altmodisch zu bezeichnen und alternative Modelle zu propagieren. Nun ist Henderson jedoch ein erstklassig ausgebildeter Psychologe. Er weiß daher, dass Menschen häufig nicht tun, was sie sagen. Eine Kommilitonin, die sich gerade über die Unnötigkeit der Ehe geäußert hatte, fragte er, was denn ihre Zukunftspläne seien. Nun ja, heiraten und als Ehepaar Kinder haben. Aber, so sagte sie dann, dass sei eben nicht für alle. Hier sieht Henderson eine Luxusvorstellung, die auf Kosten der Unterschicht geht. Dieser wird suggeriert, dass nicht wichtig sei, was für ihre Nachkommen eben doch wichtig ist.
Und überhaupt führe eine Eheschließung nur zu einem Stück Papier. Henderson bemerkt dazu, dass die gleichen Leute, die so reden, ihre Abschlüsse an einer Eliteuniversität keineswegs als «nur ein Stück Papier» bezeichnet sehen wollen.
Erfolg
Fragt man in Yale – und vermutlich an jeder Eliteuniversität – jemanden, warum er oder sie so erfolgreich sei, ist die statusverleihende Antwort: «Ach, das ist nur Zufall.» Henderson bezweifelt nicht, dass Glück auch eine Rolle spielt. Aber all diese Leute arbeiten hart für ihr Studium und haben das auch schon an der High School getan. Sie haben auf gewisse Annehmlichkeiten verzichtet, um eine bessere Zukunft zu haben. So fragte er eine andere Kommilitonin, was sie denn dereinst ihren Kindern sagen würde, wie man zu einem Studienplatz an einer Elite-Universität käme. Die Antwort lautete: Durch harte Arbeit und Verzicht.
Nun mag es tatsächlich cooler sein, den eigenen Erfolg nicht der eigenen Arbeit zuzuschreiben. Es sendet allerdings ein falsches Signal an die Unterschicht, wenn die Oberschicht öffentlich so redet. Hier wird, wie bei den unverbindlichen Partnerbeziehungen, ein Modell propagiert, das weniger Anstrengung erfordert und deshalb gern angenommen wird. Aber das Modell funktioniert nicht. Es ist schädlich.
Ein echtes Beispiel dafür ist eine Geschichte, die Henderson wiederum einer Kommilitonin erzählte. Ein Freund von ihm war ein so guter Sportler, dass er über diesen Weg einen Platz an einer Elite-Universität bekommen hätte. Diese wollte ihn für ihr Sportteam haben. Er musste nur an einem zweiwöchigen Vorbereitungskurs teilnehmen und diesen mit der Note B (gut) bestehen. Hendersons Freund gab den Kurs nach einer Woche auf. Die Kommilitonin sagte, vielleicht sei das auch gut so. Ein Studium sei möglicherweise nichts für den Freund gewesen. Henderson fragte, was sie denn ihrem eigenen Sohn in einer solchen Situation sagen würde. «Du gehst die zweite Woche zu dem Kurs oder ich bringe dich um» war die Antwort.
ACAB
Unter den Nachkommen der Oberschicht in den USA, die sich an Elite-Universitäten finden, gilt es als schick, gegen die Polizei zu sein. «All cops are bastards». Die Polizisten würden ja nur die Benachteiligten zusammenschlagen und in den Knast bringen. Richtig ist, dass die Unterschicht unter den Gefängnisinsassen weit überdurchschnittlich vertreten ist. Henderson ist nicht einmal das Argument fremd, viele seien kriminell geworden, weil sie eine schlechte Kindheit hatten. Genau das hat er bei zu vielen Freunden und Bekannten aus seinem Milieu beobachten müssen.
Nur ist die Unterschicht auch unter den Opfern von Kriminalität weit überdurchschnittlich vertreten. Es gibt weit mehr Opfer als Kriminelle. Dass die Polizei gegen Kriminelle vorgeht, welchen sozialen Hintergrund und welche Hautfarbe sie auch haben, ist nötig. Wenn sie es nicht tut, ist das Leiden größer. Die Polizeifeindlichkeit der zukünftigen Oberschicht, die sich mehrheitlich aus Nachkommen der Oberschicht rekrutiert, die an Eliteuniversitäten studieren – sie geht auf Kosten der Unterschicht.
Henderson macht sich in dieser Hinsicht auch über den politisch korrekten Sprachgebrauch lustig. In einem Telefongespräch sagte er einem Kindheitsfreund, der kriminell geworden war und eine Gefängnisstrafe verbüßt hatte, er sei nun kein Krimineller mehr, sondern justizinvolviert. Der Freund, der ja auch nicht doof war, antwortete postwendend: «Dann bist Du jetzt aber auch kein Universitätsabsolvent mehr. Du bist bildungsinvolviert.»
Der Präsident mag schwarz sein,
Rainald Grebe, Das Ende des weißen Mannes
Aber weiß ist das Betriebssystem.
Henderson greift auch noch die heiligste aller Kühe an, die Diversität. Als guter Psychologe schreibt er das Wort nicht hin, noch viel weniger das Symbol DEI (diversity, equity, inclusion). Er legt dar, dass Quotenregelungen für unterrepräsentierte Gruppen eingeführt wurden, weil erwartet wurde, dass deren Vertretung in der Führungsschicht dazu führen würde, dass sich Vorteile für die ganze Gruppe ergäben. Für diesen Effekt könne er keine Evidenz finden. Das sei eine Luxusvorstellung der Oberschicht, die nur dazu führe, dass man sich nicht um die Zustände kümmere, derentwegen aus den unterrepräsentierten Gruppen nach dem Leistungsprinzip zu wenige Vertreter nach oben gelangten.
Der Gedanke ist demjenigen von Grebe ähnlich. Die Kooptierung eines schwarzen Präsidenten in die Oberschicht, deren Wertvorstellungen und sozialen Ansichten dieser Mann dafür übernehmen musste, hat an der Lage der schwarzen Unterschicht in den USA nichts Wesentliches geändert. Wie die Bücher von Vance und Henderson zeigen, verläuft der Graben auch nicht zwischen Ethnien. Er verläuft zwischen denen da oben und denen da unten. Und denen da unten kann nur geholfen werden, indem man ihnen zeigt, wie sie sich selbst helfen können. Die Propagierung unrealistischer Luxusvorstellungen hilft dabei nicht.
167 Antworten zu “Luxusvorstellungen”
«Er verläuft zwischen denen da oben und denen da unten.»
Das dachte ich auch mal, aber das ist so wohl nicht richtig.
Und das wissen Sie besser als ich.
«Und denen da unten kann nur geholfen werden, indem man ihnen zeigt, wie sie sich selbst helfen können.»
Wer soll’s machen und wie? Die, die es geschafft haben etwa? Vance und Henderson sind allenfalls die beruehmten Ausnahmen von der Regel. Aber trotz aller Kritik an den sogenannten «Woken», die den Bogen unbestritten ueberspannt haben, ist dieses Rollback, was leider weltweit auf dem Vormarsch ist, definitiv nicht die Loesung des Problems.
Ausnahmsweise mal wieder ein Bruch meines Kommentarembargos, das übermorgen ausgelaufen sein wird.
Ein gewisses Rollback ist notwendig, eben weil die sogenannten «Woken» zu weit gegangen sind. Bezüglich der Methoden, mit denen das vorangetrieben wurde, ist sogar eine Trendumkehr notwendig. Die Fehlentscheidungen haben sich immer mehr gehäuft und das Arbeiten und die Wirtschaft wurden immer ineffektiver.
Das Zurück in die «gute alte Zeit», das Trump oder Orban vorschwebt, wird es nicht geben. Diese Kräfte werden auch nicht ewig an der Macht sein. Aber die andere Seite braucht einen Neuanfang und dazu muss sie sich erst einmal eingestehen, dass ihre bisherige Politik und deren Methoden grundlegend falsch waren.
In einer Demokratie kann man die Interessen der Mehrheit nicht hintanstellen. Die Minderheiten sollten gleichbehandelt werden, nicht bevorzugt. Wenn man das nicht begreift, wird man keine politische Mehrheit wiederfinden.
«Wer soll’s machen und wie? Die, die es geschafft haben etwa?»
Ja. Es ist die Verantwortung der Leute in Führungspositionen, zu führen. Und führen bedeutet nun einmal, den Weg zu weisen. In einer freiheitlichen Demokratie treffen die Leute die Entscheidungen über ihr persönliches Leben dann immer noch selbst. Aber es ist von Bedeutung, was die Elite als erstrebenswert und vernünftig darstellt.
Die Rückwendung zur traditionellen Familie als Leitbild, die Vance und Henderson propagieren, scheint mir jedenfalls sowohl im Interesse der Gesellschaft als auch im Interesse einer grossen Mehrheit zu sein. Andere Modelle sollen ja nicht verboten, sondern nur nicht mehr von staatlicher Seite und den Medien so penetrant propagiert werden. Das hat ein falsches Signal gesendet.
Und der Staat muss den Medien da nichts vorschreiben. Die Journalisten sind eine Herde und laufen in die Richtung des Trends.
«Ausnahmsweise mal wieder ein Bruch meines Kommentarembargos, das übermorgen ausgelaufen sein wird.»
Aber gern! Der Rekordsommer scheint ja auch seit Tagen einen Bogen um Deutschland, Frankreich, Schweiz und Schengen zu machen.
Im Uebrigen haben Sie genau die Punkte angesprochen, auf die es mir ankommt. (Familie, Volk, Vaterland – und traditionelle Religion).
«Andere Modelle sollen ja nicht verboten…werden.»
Direkt vielleicht nicht, aber durch das Klima, das «Ihr» Vance & Co. da verbreiten, wird es wieder wesentlich schwerer fuer die Betroffenen ohne Angst und Nachteile dazu zu stehen. Ausserdem denke ich auch nicht, dass die traditionelle Familie, wo der Herr der Schoepfung das Sagen hat, unbedingt von Vorteil fuer die Kinder ist. (Ganz abgesehen davon, dass alle weniger Reichen und Begabten der Arbeit hinterherrennen sollen – egal wo, egal was, egal zu welchen Arbeitszeiten, was wiederum ein Punkt ist, der die traditionelle Familie zerreist.
«Ganz abgesehen davon, dass alle weniger Reichen und Begabten der Arbeit hinterherrennen sollen – egal wo, egal was, egal zu welchen Arbeitszeiten, was wiederum ein Punkt ist, der die traditionelle Familie zerreisst.»
Familien mit hohem Einkommen leisten sich Personal, nicht nur für den Haushalt, sondern auch für die Kinderbetreuung. Da ist also eine weitere Bezugsperson ausser Mutter&Vater normal. Soviel zur Idealfamilie.
Ja, ein Normalbuerger kann sich das wohl selten leisten. Und das Kinderbetreuungspersonal ist meistens dann auch weiblich und oft aus «armen» Laendern. Da koennte man sich dann auch fragen, was ist mit deren Kindern? Gilt die stabile Familie fuer die nicht?
Zweifellos ist die traditionelle Familie westl. Praegung ein Hauptpunkt, mit dem die logisch punkten, aller Schattierungen von rechts. Allerdings sollte die von linker Seite auch nicht veraechtlich gemacht werden.
Die meisten Menschen sind nun mal heteronormativ gepraegt, und die meisten sehnen sich nach einer intakten Familie. Besonders Frauen und Kinder. Die Evolution hat es – mit Ausnahmen – so vorgegeben.
Das ist Fakt. Da beisst die 🐭 keinen Faden ab.
Und manchmal funktioniert es ja wirklich. Auch unter weniger Begueterten.
«Die meisten Menschen sind nun mal heteronormativ gepraegt, und die meisten sehnen sich nach einer intakten Familie.»
Eben.
«Und manchmal funktioniert es ja wirklich. Auch unter weniger Begueterten.»
Ich habe noch niemanden näher kennengelernt, bei dem es die reine Harmonie war. Es ist die schlechteste Art, Kinder grosszuziehen. Mit Ausnahme aller Alternativen.
Ei, hatte ich wohl nicht dazu geschrieben: Selbst alternative Modelle scheinen oft nicht zu funktionieren.
Aber das ist nicht der Punkt: Ich merke das ja auch in meiner Umgebung, dass naemlich mittlerweile immer mehr «Normale» (also nicht nur Rechtsextreme) wieder und nicht nur hinter vorgehaltener Hand, sich ueber solche Leute auslassen.
Nun ja, man kann das freilich auch als die neue Offenheit betrachten.
«dass naemlich mittlerweile immer mehr «Normale» (also nicht nur Rechtsextreme) wieder und nicht nur hinter vorgehaltener Hand, sich ueber solche Leute auslassen.»
Dem ist leider so. Trump und Musk beeinflussen schon, was Leute sich trauen zu sagen. In mancher Hinsicht (überbordende Bürokratie) ist das sogar gut, in anderen Fällen ist es schlecht.
Ich bin allerdings immer noch der Meinung, dass das auch ein Echo des Kulturkampfgeschreis der anderen Seite ist. Wenn die «Progressiven» es nicht ganz so übertrieben hätten, hätte mehr Toleranz in Fragen des Lebensstils und der Neigungen schon eine Mehrheit in der Bevölkerung.
Es ist gar nicht so unterschiedlich von der Fremdenfeindlichkeit. Die Migranten im Allgemeinen lehnt mancher ab, bis auf die, die er persönlich kennt.
«Es ist gar nicht so unterschiedlich von der Fremdenfeindlichkeit.»
Ja, genau. Und stimmt auch: Die «Progressiven» haben es uebertrieben.
Andererseits frage ich mich, ob man nicht doch alles sagen duerfen sollte koennen (solange man nicht zur Gewalt greift oder dazu aufruft, dann natuerlich Straftat), also Schluss mit allen Tabus, in der Hoffnung, dass solche Leute sich damit selbst disqualifizieren? Weil, das ist ja trotzdem drin im Kopf? Und die anderen wissen, woran sie sind?
Okay, geht vermutlich nach hinten los. «Wortspiel» ohne jede Regel fuehrt zwangslaeufig zu Hass und Gewalt. Keine gute Idee. Man muss sich eben damit abfinden, dass es solche Leute gibt… und deren «Mist» muss nicht noch vor jedem Haus abgekippt werden. Toleranz ist schliesslich nicht unendlich.
Ich habe als junger Offizier in einem Restaurant tatsächlich mal meinen Soldaten aus der Grundausbildung sagen müssen, dass man beim Anblick von Offiziersschülerinnen am Nachbartisch nicht im Chor schreit: «Wir wollen die Prinzessin nackt sehen» (Löbau, September 1985).
Der folgende Spruch hat für Ruhe gesorgt: «Ihr wollt auch nicht, dass jemand so etwas in Gegenwart Eurer Freundin oder Frau tut.»
Man soll den Leuten, die bösartige Dinge sagen, schon entgegentreten. Aber verbieten hilft wenig, wie Sie richtig bemerken. Dadurch verschwindet das nicht aus den Köpfen.
«Der folgende Spruch hat für Ruhe gesorgt: «Ihr wollt auch nicht, dass jemand so etwas in Gegenwart Eurer Freundin oder Frau tut.»»
Das glaube ich Ihnen gern. Nur, da muss man schon eine Person sein, vor dem die anderen Respekt haben. Sonst ist man Moralapostel, Spassbremse, Spielverderber, in anderen Faellen auch unten durch…
«Offiziersschülerinnen»…ich koennte googen, aber gab’s in der DDR auch schon Frauen in der Armee, die den jungen Rotznasen was befehlen konnten?
@nera
««Offiziersschülerinnen»…ich koennte googen, aber gab’s in der DDR auch schon Frauen in der Armee, die den jungen Rotznasen was befehlen konnten?»
Die Antwort lautet: Jein.
Der erste Zug Offiziersschülerinnen (segregierte Ausbildung) begann die Ausbildung im August 1984, gleichzeitig mit meinem Ausbildungsbeginn als Offizier auf Zeit. Allerdings wurden wir nach einem Jahr Unterleutnant und gingen in die Truppe (oder, in meinem Fall, arbeiteten als Zugführer an der Offiziershochschule), während Berufsoffiziere ein vierjähriges Studium absolvierten. Die ersten weiblichen Berufsoffiziere der DDR gingen 1988 in die Truppe.
Also, eigentlich Ja, aber nur für kurze Zeit, ehe die NVA abgewickelt wurde.
Die dummen Sprüche («Flintenweiber» usw.) waren für diesen Jahrgang an der Tagesordnung. Ich habe da noch eine Anekdote. In diesem ersten Ausbildungszug gab es eine Mulattin (falls der Begriff inzwischen unbekannt sein sollte, ein schwarzes und ein weisses Elternteil). Auch Berufsoffiziersschüler bezeichneten sie untereinander mit dem Spitznamen «Schoko-Crossi» (vielleicht erinnern sie sich an diese DDR-Süssigkeit). Das war sogar noch halb anerkennend (sie sah gut aus).
«durch das Klima, das «Ihr» Vance & Co. da verbreiten, wird es wieder wesentlich schwerer fuer die Betroffenen ohne Angst und Nachteile dazu zu stehen»
Ei was. Die Adoptivmutter von Henderson war/ist lesbisch und die Partnerin, mit der sie nach Hendersons Vater zusammen war, mag Henderson auch. Es hat ihn mitgenommen, als dann auch noch diese Beziehung kaputtging.
Ei, ei, ei: Das sollte eigentlich hierher.
«In einer Demokratie kann man die Interessen der Mehrheit nicht hintanstellen. Die Minderheiten sollten gleichbehandelt werden, nicht bevorzugt. Wenn man das nicht begreift, wird man keine politische Mehrheit wiederfinden.»
und
«Nur ist die Unterschicht auch unter den Opfern von Kriminalität weit überdurchschnittlich vertreten. Es gibt weit mehr Opfer als Kriminelle. Dass die Polizei gegen Kriminelle vorgeht, welchen sozialen Hintergrund und welche Hautfarbe sie auch haben, ist nötig.»
Zufall dürfte es nun nicht sein, dass die meisten Polizisten genau aus der Schicht stammen (wie übrigens auch beim Militär), die dann gegen ihre eigene Klasse vorgehen, natürlich im Interesse wiederum der Oberschicht.
weiter
«Wie die Bücher von Vance und Henderson zeigen, verläuft der Graben auch nicht zwischen Ethnien. Er verläuft zwischen denen da oben und denen da unten. Und denen da unten kann nur geholfen werden, indem man ihnen zeigt, wie sie sich selbst helfen können. Die Propagierung unrealistischer Luxusvorstellungen hilft dabei nicht.»
Denen da unten kann sicher nicht «geholfen» werden, indem die systemischen Grundlagen so verbleiben, wie sie im Sinne des Kapitals/der Wohlhabenden trefflich funktioniert. Und genau auf dieser Basis haben sich da in den vergangenen Jahrzehnten Republikaner und Demokraten trefflich bewegt/abgewechselt, wobei jenen, die an den Kern der Sache heranwollten, schnell das Abstellgleis zugewiesen wurde.
Ach ja, die ‚Familie‘. Unbestreitbar ist sicher, das Kinder liebevolle Erzieher/Vorbilder benötigen und sich jenseits existenzieller Nöte befinden sollten. Das klassische Familienmodell mag dann eine Variante dabei sein, wobei es die Verhältnisse generell den Eltern/Erziehungsberechtigten schwer machen, die gewünschte Zeit und Aufmerksamkeit den Kindern zu widmen.
Die Vermögensverhältnisse und der Zugriff auf die Produktionsmittel, wie auch die damit verbundene Struktur der rechtlichen Verhältnisse, ist eben nicht auf Freiheit, Gleichheit und Mitwirkung ausgerichtet.
Und solange das populistisch weiter so als alternativlos vermarktet werden kann (und als «Betriebssystem» selbst in die Gehirne der unteren Klassen ‚versenkt‘ werden konnte), wird sich daran auch nichts ändern.
Ein paar unsortierte Fragen
„…wobei jenen, die an den Kern der Sache heranwollten, schnell das Abstellgleis zugewiesen wurde.“
Elite: von lateinisch eligere ‚auslesen‘. Wer liest aus? Beim Auslesewein ist das klar: Der Winzer. Weniger klar ist, wie das in politischen Hierarchien funktioniert. Gibt es dort auch einen ‚Winzer‘, der die geeigneten ‚Beeren‘ aus der Erntemasse ‚ausliest‘? Bei ‚Eliteweinen‘ kennt man den Winzer, bzw. das Weingut, er/sie steht auf dem Etikett. Tragen Auslesemenschen auch ein Etikett, auf dem steht wer sie ausgelesen hat? Welchen und wessen Ansprüchen müssen die ‚Auserlesenen‘ genügen?
–
Familie: Vater, Mutter, Kind/er unter einem Dach, vielleicht auch Oma&Opa in der Nähe. Verlässliche, fürsorgliche Bezugspersonen durch ganze Kindheit und Jugend. Es ist leicht verständlich, dass wer das nicht erlebt hat sich nach diesem Idealbild sehnt. Warum ein Mitschüler zu Hause ab und zu die Treppe runterfällt, und dann hämatomübersät zur Schule kommt weiss man nicht, denn das passiert immer hinter den familiären Wänden. Er ist ein bisserl schreckhaft, wenn jemand die Hand erhebt um etwas zu zeigen duckt er sich weg. Vielleicht passieren die Treppenstürze ja beim Wegducken, in der glücklichen Familie. Und die Mitschülerin, die mit dick verbundener Hand herumläuft: So was blödes, die Hand auf die heisse Herdplatte drücken bis sich grosse Blasen bilden. Auch solche Dummheiten passieren nur in der glücklichen Familie, ausserhalb wirkt das Kind ja ganz vernünftig.
Eventuell wäre eine offenere ‚Familie‘ mit mehreren potentiellen Bezugspersonen (‚Tanten & Onkels‘) günstiger? Ein Kind könnte entscheiden, wem es vertrauen kann. Die hermetische Kleinfamilie ist das bürgerliche Ideal, das garantiert dass nur sehr wenige die sozialen Schichtgrenzen durchdringen können. Könnte es sein, dass Demokratie anders geht?
«Weniger klar ist, wie das in politischen Hierarchien funktioniert.»
Die Methode heisst «kooptieren». Die gegenwärtigen Machthaber wählen den Nachwuchs aus.
Das ist nicht ganz so anrüchig, wie es klingt. Erstens muss es jemand machen, der weiss, was es für diese Tätigeit braucht und zweitens sorgt dieses Verfahren für eine gewisse Kontiuität und Stabilität, die nützlich sind, solange das System prinzipiell funktioniert und die Machthaber ein gewisses Ethos haben.
«Es ist leicht verständlich, dass wer das nicht erlebt hat sich nach diesem Idealbild sehnt.»
Trotz der Einzelfälle, in denen es schiefgeht, zeigt die Statistik eben, dass KInder, die in solchen Verhältnissen aufwachsen, bessere Chancen im Leben haben und eine geringere Wahrscheinlichkeit, zu gestörten Erwachsenen zu werden. Henderson zitiert eine Menge Literatur dazu.
@gelese
«Wer liest aus?»
Das ist nicht immer transparent/öffentlich sichtbar. Innerhalb von Parteistrukturen dürfen die Vorstellungen einzelner durchaus auch von den Parteilinien abweichen (das gehört ja quasi zum politischen Alltag, wenn dann später in Koalitionen wichtige Elemente ‚geopfert‘ werden, die vorher im Wahlprogramm mit zum Ergebnis beigetragen hatten).
Auch dann, wenn bereits vor den Wahlen ersichtlich ist, dass es nie zur absoluten Mehrheit reichen wird!
Nur, wenn die ideologisierte Alternativlosigkeit im politischen Mainstream sich so verfestigt hat, dass selbst Vorschläge, die innerhalb des GG als politische Möglichkeit vorbehalten ist, dann als radikal gilt, wer daraus z.B. legal ‚Deutsche Wohnen & Co.‘ enteignen will, dann dürfte auch auf der Hand liegen, wer ggf. ‚aus dem Verkehr gezogen‘ wird. Und damit wäre man parteiintern in einer Außenseiterrolle.
@izitiwab
«Die gegenwärtigen Machthaber wählen den Nachwuchs aus.» und sorgen für «eine gewisse Kontiuität und Stabilität.»
Da weiß man doch wenigstens, wo man hingehört. Also nach der guten alten Tradition, als Königshäuser und Adel das gemeine Volk noch ‚vorführen‘ konnten.
«wer daraus z.B. legal ‚Deutsche Wohnen & Co.‘ enteignen will»
Legal schon, aber deshalb noch nicht unbedingt klug.
Ich bin in einem Land mit verordnet spottbilligen Mieten aufgewachsen. Wenn ich noch Bilder vom Zustand des Hauses in Dresden-Neustadt hätte, als wir als Studenten-WG im Dezember 1989 dort eingezogen sind, würde ich sie posten.
Ja. schade. Von Wiener Gemeindewohnungen gibt es ja viele Bilder, aber die wären wohl kontraproduktiv 😉
Oh, die Zürcher Wohnbaugesellschaften bauen sehr gut, gerade nahe an meiner Wohnung zwei neue grosse Häuser.
Nur halt stark subventioniert. Das können Sie für den Teil der Bevölkerung machen, der sich Marktmieten nicht leisten kann, ab er in Zürich (oder Zermatt) arbeitet. Allgemein können Sie das nicht leisten, wie die DDR deutlich gezeigt hat.
«Das können Sie für den Teil der Bevölkerung machen, der sich Marktmieten nicht leisten kann, ob er in Zürich (oder Zermatt) arbeitet.»
Gemeinwohlintesse.
Könnte auch auf München oder Berlin zutreffen. Warum soll ein armer Staat wie die BRD dafür nicht einen Betongoldkonzern enteignen gemäss Art 15 GG? Es ist ja nicht so, dass dann für Betongoldinteressenten nichts mehr übrig bliebe.
«Warum soll ein armer Staat wie die BRD dafür nicht einen Betongoldkonzern enteignen gemäss Art 15 GG?»
Weil das Unternehmen hinterher jemand führen muss. Der Staat könnte natürlich eine zu 100% in seinem Besitz befindliche AG daraus machen. Wie etwa die Deutsche Bahn AG. Klappt doch prima.
«Der Staat könnte natürlich eine zu 100% in seinem Besitz befindliche AG daraus machen.»
Warum?
GG Artikel 15:
‚Grund und Boden, Naturschätze und Produktionsmittel können zum Zwecke der Vergesellschaftung durch ein Gesetz, das Art und Ausmaß der Entschädigung regelt, in Gemeineigentum oder in andere Formen der Gemeinwirtschaft überführt werden. Für die Entschädigung gilt Artikel 14 Abs. 3 Satz 3 und 4 entsprechend.‘
Auch wenn die DB-Aktien dann doch nicht an der Börse verhökert wurden, wie ursprünglich vorgesehen: Der Artikel 15 schreibt eine AG nicht vor, erwähnt diese schlechteste Variante nicht mal vor. Warum also ausgerechnet eine AG, die einem kapitallobbygeführten Staat gehört?
Muss ja keine AG sein. Man kann es auch wie bei der Neuen Heimat handhaben.
Besser wäre eine Aufteilung in kleinere Genossenschaften. Oder Gemeindeeigentum, das scheint ja zu funktionieren. Das GG schreibt ja keine bestimmte Form vor, und was sich nicht bewährt hat muss nicht wiederholt werden. Es ginge nur darum. dass Wohnen kein Luxus ist sondern Grundbedsarf.
«Besser wäre eine Aufteilung in kleinere Genossenschaften.»
Da gebe ich Ihnen recht. Das funktioniert in Zürich ganz gut. Und in Zürich sind die Subventionen direktdemokratisch abgesichert. Wenn die Stadt die Genossenschaften finanziell bezuschusst oder Kredit einräumt, darf ich mich im Referendum dafür oder dagegen entscheiden. Das heisst auch, dass ich jedesmal sehe, wie viel und eine Begründung bekomme. Und dann stimme ich natürlich mit «Ja». Das tut dann auch eine Mehrheit.
Klug ist es allemal, wenn dadurch dem Profit der Zahn gezogen wird. Es ist zudem nicht zwingend, fiktive Marktpreise für die Enteignung zu zahlen.
Sozialwohnungen sind zu hunderttausenden aus Budgetgründen privatisiert worden. Ergebnis einer verfehlten Wohnungsbaupolitik, die ihre Gründe dabei selbst verschuldet hat. Und natürlich den kurz/mittelfristigen politischen Zielen dient, sich in einer Wahlperiode als verantwortliche Politiker darstellen zu können.
So ist auch die deutsche, einst berechtigt gerühmte Infrastruktur, den Bach runter gegangen.
Meine Eltern haben übrigens über viele Jahre in einer qualitativ guten Sozialwohnung gewohnt, die ich damals allemal genommen hätte.
«Es ist zudem nicht zwingend, fiktive Marktpreise für die Enteignung zu zahlen.»
Das wäre ein Kauf, keine Enteignung gemäss GG Artikel 15. Art 15 enhält völlig andere Bedingungen als für Kaufverträge gelten. Zum Beispiel muss für Käufe/Verkäufe kein Gemeinwohlinteresse vorliegen, für die Enteignung aber schon. Ein sehr grundlegender Unterschied.
Dass Enteignung gemäss Art. 15 und Kauf oft velwechsert wird hat propagandistische, aber keine gesetzlichen Grundlagen.
«Klug ist es allemal, wenn dadurch dem Profit der Zahn gezogen wird.»
Das ist auch so ein linker Automatismus. Nee, Profit ist nicht per se schlecht. Wenn ich etwas anbieten kann, das für Sie von Vorteil ist und das an Sie verkaufe und dabei Gewinn mache, haben wir beide einen Vorteil. Was wäre daran schlecht?
«Meine Eltern haben übrigens über viele Jahre in einer qualitativ guten Sozialwohnung gewohnt, die ich damals allemal genommen hätte.»
Klar, Sie können einen gewissen Anteil Sozialwohnungen haben. Ich würde sogar einräumen, dass der in deutschen Grossstädten zu gering ist. Aber Sie können nicht alle Mietwohnungen zu Sozialwohnungen machen wie in der DDR. Das führt zum Desaster.
«Aber Sie können nicht alle Mietwohnungen zu Sozialwohnungen machen wie in der DDR.»
Das wäre mit einer Enteigungung der Vonovia (von der die ‚Deutsche Wohnen‘ mittlerweile geschluckt wurde) ja nicht der Fall. Es würde nicht mal die Mehrheit der Mietwohnungen betreffen. Aber ein grösserer gemeinwohlorientierter Anteil könnte die Situaton entschärfen. Mal marktwirtschaftlich gesehen. In Wien scheint das ja der Fall zu sein. Es ist nicht so, dass es dort keine Prvatvermieter gäbe, sie beherrschen nur den Markt nicht so wie hier.
In Graz übrigens ist die Situation anders als in Wien, das hat sich aber auf die Wahlergebnisse ausgewirkt. Kammer sich ja gar nicht vorstellen, die spinnen ja, die Steirer.
«Aber Sie können nicht alle Mietwohnungen zu Sozialwohnungen machen wie in der DDR.»
Davon hatte ich nicht geschrieben, aber allemal lässt sich dafür sorgen, dass mehr und mehr dieser Mietwohnungen in den öffentlichen Bestand übergehen (auch Genossenschaften) und auch dafür sorgt, dass Mietwohnungen nicht mehr von Kapitalgesellschaften vermarktet werden können.
Gesellschaften, die von sogenannten Vermögensverwaltern wie BlackRock beeinflusst oder gar bestimmt werden, die überhaupt kein Interesse daran haben, dass es auf dem Markt ausreichend Mietwohnungen gibt. Das Interesse zielt auf maximalen Profit und das steht im Widerspruch zum in Deutschland fehlenden Recht auf ‚bezahlbaren‘! Wohnraum.
Keine Einwände bei privaten Vermietungen wie Einliegerwohnungen. Die Grenze würde ich beim Geschäftsmodell ziehen. Ließe sich alles legal gesetzlich regeln. Und von wegen schlechte Wohnqualität. Das wiederum ließe sich mit klaren/einfachen Regeln/Mechanismen abdecken, der die Mieter schützt.
«aber allemal lässt sich dafür sorgen, dass mehr und mehr dieser Mietwohnungen in den öffentlichen Bestand übergehen (auch Genossenschaften)»
Wie schon oben an @gelse geschrieben, bin ich da auf Ihrer Linien, so lange die Genossenschaften und öffentlichen Träger nicht selbst riesengross sind. Dann geht dasb nämlich schief. Am besten wie in der Schweiz mit direktdemokratischer Kontrolle über die Subventionen. In Deutschland müsste man diese Direktdemokratie behutsam von unten beginnend aufbauen, damit die Leute erst einmal lernen, dass steuerbasierte Subventionen zum Beispiel auch für Schwimmbäder sinnvoll sind. Die Schweizer Gemeinden schliessen ihre Bäder nicht, während es viele deutsche Gemeinden wegen Geldmangel getan haben.
«Direktdemokratie».
Irgendwie wird das in Deutschland ‚ausgebremst‘. Soweit in Erinnerung, ist eine der Behauptungen, dass das demokratische Risiken beinhalten und damit auch die Gewaltenteilung gefährden würde.
Mein Eindruck ist eher, dass man die Bürger zwar zu den Wahlen möglichst in großer Zahl sehen möchte, aber nachdem man seine ‚Stimme abgegeben hat‘, sich möglichst aus der Politik heraushalten soll.
Vielleicht liegt es aber auch weniger an der Politik selbst, sondern den Kräften, die Sorge dafür trägt, dass man die Karten möglichst allein mischen will. Da möchte man sich nicht vom ‚gemeinen Volk‘ stören lassen.
Früher benannte man das noch ganz offen, ohne als radikal zu gelten: Klassengesellschaft!
«Früher benannte man das noch ganz offen, ohne als radikal zu gelten: Klassengesellschaft!»
Okay, dann muss ich mal wieder den Spielverderber machen:
Unabhaengig, ob man noch von Klassengesellschaft sprechen kann, aber das Klassenbewusstsein ist zumindest in den «Demokratien» westl. Praegung tot!
Es ist ja nicht so, dass Parteien, die das klar benennen, nicht jedesmal mit auf dem Wahlzettel stehen, aber die, die man event. noch als Arbeiter bezeichnen koennte, denken und waehlen ueberproportional rechts.
Und speziell in Deutschland will man sich vor allem vom AfD-Volk nicht stoeren lassen.
Ist leider so. Und ich weiss auch nicht richtig wie man das mit links wieder aendern koennte.
Man konnte vor Gerhard Schröder noch argumentieren, dass die SPD sich wenigstens in gewissem Masze für die Interessen der Arbeiterklasse eingesetzt hat. Ab Schröder aus meiner Sicht nicht mehr. Und die Linke mit ihrem Identitätsfimmel auch irgendwann nicht mehr.
Die AfD hat da nur eine Lücke gefüllt, die andere geöffnet haben. Ob die Arbeiter irgendwas von der Politik der AfD hätten, steht freilich noch einmal auf einem anderen Blatt.
«Ab Schröder aus meiner Sicht nicht mehr.» Mit der «S»PD/Grün-Regierung wurde unübersehbar, dass die Kapitaldienerei sich durchgesetzt hatte.
Der Grundstein dafür wurde aber schon 1970 gelegt, meine ich: Als der Parteivorstand Spendenbettelbriefe an alle grossen Konzerne verschickte.
«damit auch die Gewaltenteilung gefährden würde»
Das sehe ich in der Schweiz nicht. Das Volk übernimmt einfach einen Teil der Aufgaben der Legislative und hat eine zusätzliche Überprüfungsfunktion gegenüber der Legislative, nämlich bei den Entscheidungen die dem Pflichtreferendum unterliegen. Es ist eine verbesserte Gewaltenteilung, wenn das Parlament keine zu weitreichenden Gesetze gegen das Volksmehr und das Mehr der Kantone (bzw. Bundesländer) machen kann.
«verbesserte Gewaltenteilung»
Wäre gut, wenn sich Deutschland damit konkreter befassen würde. Man müsste nicht mehr bei Null anfangen, also von den Schweizer Erfahrungen profitieren können.
«Wäre gut, wenn sich Deutschland damit konkreter befassen würde.»
Das geht nicht, denn anders als die Schweiz ist die BRD eine Demokratie.
@gelse
Haeh? Die Schweiz ist keine Demokratie? Das haette ich nun nicht gedacht. Ich dachte, die waere sogar eine Genossenschaft.
Ja, wenn der Wilhelm Tell aufersteht, hat @gelse nun ein Problem.
@izi
Ja das denke ich auch. Aber ehrlich gesagt, haette ich es lieber, wenn dem T. (nicht Tell) mal so richtig in den…
Nun gut, leider sind Sie nur – wie alle hier in Old Europe – mit einer Praesidentin ohne Rueckgrat gesegnet.
(Und Sorry, dass ich Sie beim opulenten Brunch gestoert hatte.)
«Haeh? Die Schweiz ist keine Demokratie?»
Darüber gehen die Auffassungen auseinander. In der BRD heisst ‚Demokratie‘: Alle 4 Jahre die Stimme abgeben, dann ist sie weg und man muss dann eben hoffen, dass die Gewählten irgendwie irgendwas fürs Gemeinwohl tun werden. In der Schweiz ist das ja ein bisserl anders, also nach deutscher Auffassung keine Demokratie. Weil. wenn das Volksmehr bestimmt das Chaos herrscht.
Hm, da ist was dran… Andererseits habe ich nun nicht gerade den Eindruck, dass dort das Chaos herrscht.
Weesste was, wir haben doch im Rund einen Experten. Den koennte man ja mal fragen 😉
Tut mir leid, es ist wieder mal nicht angekommen dass es ironisch gemeint war.
Ich halte sehr viel von ‚direkter‘ Demokratie: Das Prinzip, eine Stimme abzugeben und dann hoffen zu müssen dass die Gewählten glimpfich mit den Wählern umspringen ist nicht demokratisch. Was dabei herauskommt erleben wir ja seit Jahrzehnten.
«Den koennte man ja mal fragen»
Ich habe den Eindruck, dass der Schweizer Bundesrat auch schon mal kompetenter war und die finanzielle und wirtschaftliche Situation der Schweiz besser. Aber im Vergleich zu Frankreich oder Deutschland…
@gelse
«Tut mir leid, es ist wieder mal nicht angekommen dass es ironisch gemeint war.»
Doch, doch, das war mir schon klar. Ich wollte mich nur nicht so stark in die hübsche Diskussion einmischen.
Sicher. Albatros hätte es wohl auch verstanden. Andere nicht.
@gelse
Hey @gelse: Das war doch mein ganz spezieller Humor!
Und @Albatros, den vermisse ich. Hoffentlich hat er zur Zeit nur keinen Empfang.
Die Anderen habe ich wohl erfolgreich in die Flucht geschlagen bzw. im grossen Stil eingehegt 😉
“„…zum in Deutschland fehlenden Recht auf ‚bezahlbaren‘! Wohnraum“
Die Verfassung des Freistaates Bayern sagt mehr über das Recht auf Wohnen als das GG:
–
‚Art. 106
(1) Jeder Bewohner Bayerns hat Anspruch auf eine angemessene Wohnung.
(2) Die Förderung des Baues billiger Volkswohnungen ist Aufgabe des Staates und der Gemeinden.
(3) Die Wohnung ist für jedermann eine Freistätte und unverletzlich.‘
–
Wenn das GG darüber nichts sagt, ist die bayerische Verfassung in diesem Punkt in Bayern rechtskräftig. Das nützt aber nichts, wenn verfassungswidrig agierende Parteien bei Wahlen Mehrheiten bekommen.
Das wusste ich nicht. Tatsächlich agiert die CSU dann verfassungswidrig. Man kann schwerlich behaupten, dass in München dieser Artikel umgesetzt wurde.
Ist das so gemeint, dass die Auslese eine interne Angelegenheit der Dienerhierarchie (‚Parteipolitik‘) ist und Eigentümerdynastien keinen Einfluss ausüben, also Unterthanen wie du&ich sind?
Die Eigentümerdynastien üben tatsächlich nur in direkt Einfluss aus. Man darf sich das wirklich nicht so vorstellen, als ob die Quandts gemeinschaftlich oder Susanne Klatten als Person zu Friedrich Merz gingen und sagen, also den Jens Spahn ja und dden Manuel Hagel nein. Oder haltet den Philipp Amthor vor und lasst den Paul Ziemiak fallen.
Richtig ist allerdings, dass die Parteiführungen wissen, welche Politik ihre grossen Spender wollen und dass sie Leute fördern, die derartige Ansichten vertreten.
„Man darf sich das wirklich nicht so vorstellen, als ob die Quandts gemeinschaftlich oder Susanne Klatten als Person zu Friedrich Merz gingen…“
Haha, wirklich nicht. Spenden, ja, und man hält sich Personal: Gärtner, Chauffeur, Haushälterin und Lobbyisten. Wobei Profitinteresse vertretende Lobbyisten nicht aus aus der Privatschatulle von Quandt/Klatten bezahlt werden, sondern von BMW und eventuell auch von den diversen Holdings der Quandts und Klatten. Und es dürfte wohl primär nicht um Personalentscheidungen gehen, sondern direkt um politische Entscheidungen, zum Beispiel Steuerpolitik oder im Falle BMW Verkehrspolitik. Dito bei anderen Kapitalanhäufungen, z. B. Rüstungskonzerne, Pharmakonzerne, Klinikinvestoren, Immobilienkonzerne…
Das kann immerhin erklären warum unsere Lebensbedingungen so weitgehend von Kapitalinteressen beeinflusst sind und so wenig von demokratischen Entscheidungen (altgriechisch:δημοκρατία = demokratía = Volksherrschaft).
Zu Kapitalanhäufungen sagt die Verfassung des Freistaates Bayern:
–
‚Art. 123
(1) Alle sind im Verhältnis ihres Einkommens und Vermögens und unter Berücksichtigung ihrer Unterhaltspflicht zu den öffentlichen Lasten heranzuziehen.
(2) Verbrauchssteuern und Besitzsteuern müssen zueinander in einem angemessenen Verhältnis stehen.
(3) Die Erbschaftssteuer dient auch dem Zwecke, die Ansammlung von Riesenvermögen in den Händen einzelner zu verhindern.
Sie ist nach dem Verwandtschaftsverhältnis zu staffeln.‘
–
Dagegen spricht das Bundesgesetz zur Erbschaftssteuer: Firmenerben dürfen sich armrechnen und bezahlen fast keine ESt. Da hat der Lobbyismus offenbar sehr erfolgreich agiert.
@Nerazzurra
«Andererseits habe ich nun nicht gerade den Eindruck, dass dort das Chaos herrscht.»
Das hat sich aber kürzlich mit Trump geändert. 😎
Nun ja, es wird auf hohem Niveau geklagt. Man befürchtet den Verlust von bis zu einigen zehn tausend Arbeitsplätzen – bei einer Bevölkerung von 9 Millionen in einem Land, in dem gegenwärtig de facto Vollbeschäftigung herrscht.
Ja, 16% der Schweizer Exporte geht in die USA, aber da ist auch Gold darunter, an dem keine Arbeitsplätze hängen. Bei den Präzisionsinstrumenten werden dann wohl einfach die US-Abnehmer den Aufschlag zahlen. Bei Luxusuhren dürfte das weitgehend auch funktionieren (da ist je teurer sowieso je besser) und die Pharmaexporte werden etwas sinken. Ich sehe nicht ganz so schwarz. Kann man halt weniger Rüstungsgüter aus den USA kaufen.
Die Frage dabei ist doch, schießt sich Trump kein Eigentor. Das wiederum ist nun auch abhängig von den Schweizer Reaktionen, wie sie sich mit faulen ‚Deals‘ freikaufen wollen.
Beispiel Pharmaindustrie, wo die Schweiz ja international stark aufgestellt ist. Medikamente (wie auch medizinische Ausrüstung) verteuern sich für die US-Bürger. Und diejenigen, die auf die Medikamente abgewiesen sind, werden mehr berappen müssen (und erhöht das amerikanische Defizit).
Nimmt Trump nun die Zolleinnahmen dafür, den Käufern die Mehrkosten aus den Zöllen zu ersetzen, dann wäre das nur ein Nullsummenspiel, bzw. ein bürokratisches Verlustgeschäft.
Wie groß dabei der Exportausfall wäre, müsste sich erst noch beweisen. Sollte allerdings Big-Pharma die Preise senken (und die Gewinnspannen dürften hoch sein), dann würden die US-Bürger davon profitieren und bei verbliebenen Zöllen die US-Einnahmen erhöhen. Was sich Trump dann als Dealmaker an die Brust heften könnte.
Aber clevere Firmen würden sich dann diese verbilligte Ware aus den USA ‚reorganisieren‘ und z.B. in Europa damit den Markt beleben. Aber sicher nicht im Sinne der Schweizer Pharmahersteller.
Noch was vergessen?
«Die Frage dabei ist doch, schießt sich Trump kein Eigentor.»
Das ist bei der gesamten Zollpolitik derzeit sehr schwer zu beurteilen. Ich neige aber eher zu der Ansicht, dass mittel- bis langfristig die USA (und damit Trump) die Gewinner sind. Das liegt nicht in der Natur der Sache, sondern daran, dass die anderen sich nicht untereinander abgesprochen und geeinigt haben und dass alle anderen einen Handelskrieg gescheut haben. Wenn die anderen sich geeinigt hätten, wäre in den USA das Licht so schnell ausgegangen, dass Trump hätte nachgeben müssen.
«Sollte allerdings Big-Pharma die Preise senken (und die Gewinnspannen dürften hoch sein)»
Bei Big Pharma hat Trump einen guten Punkt. Die Preise für die gleichen Medikamente von den gleichen Firmen sind in den USA sehr viel höher als in fast allen anderen Ländern, weil es dort bisher keinerlei Regulierung gab. Dieses Problem will Trump nicht mit Zöllen regeln, sondern indem er von den Pharmafirmen verlangt, in den USA Medikamente zu dem niedrigsten Preis zu verkaufen, zu dem sie irgendwo in der Welt verkaufen.
Die Margen sind wegen der extrem hohen Kosten für Neuzulassungen und dem Preisverfall nach Auslaufen der Patente über das Gesamtportfolio gar nicht mal so extrem hoch wie etwa bei Wissenschaftsverlagen, die wirklich Gauner sind. Die Firmen werden reagieren, indem sie die Preise in anderen Ländern erhöhen und in den USA senken. Ich nehme an, dass die schon daran rechnen, was das beste Modell dafür ist.
«Wenn die anderen sich geeinigt hätten, wäre in den USA das Licht so schnell ausgegangen, dass Trump hätte nachgeben müssen.»
Das denke ich auch. Man haette die USA isolieren koennen, d.h. die Europaer zusammen mit Japan, Kanada, Indien, Brasilien, Suedafrika usw. und wenn man’s schlau gemacht haette, strategisch auch mit China. (RUS natuerlich aussen vor 😉 )
Man haette auch klar sagen koennen, wenn die Regierung Trump ein Ende hat, wuerde man die Beziehungen wieder normalisieren.
Tja, aber die haben alle keine Eier in der Hose. Bei UvdL und Ihrer Praesidentin ja auch kein Wunder.
«Tja, aber die haben alle keine Eier in der Hose.»
Was wieder beweist, wie wichtig ‚Eier‘ sein können. lol
Aber ernsthaft ist diese internationale ‚Dealerei‘, wo sich die jeweiligen Staaten in einzelnen Verhandlungen Vorteile versprechen (wobei sie sich bei den trumpschen Erpressungen dabei auch noch clever vorkommen/gerieren, wenn dabei vielleicht ein paar Prozent Zölle Reduzierung oder Aufschub erreicht wird), dann kann man nur den Kopf schütteln, warum man die USA unter diesem ‚Trampel‘ nicht durch koordinierte Absprachen den ‚Stecker zieht‘.
Lächerlich dabei, vor allem von deutscher Seite her, die ständige Ansprache militärischer Abhängigkeit, die also zu solchen (faulen) Kompromissen zwingen würde (darauf gehe ich jetzt nicht weiter ein und wurde teilweise schon im Forum behandelt).
Ein einiges Europa wäre sowohl wirtschaftlich wie militärisch hinreichen aufgestellt, um international auch ohne diesen ‚Ballast‘ USA agieren zu können. Das scheint sich (bisher zumindest) in der traditionellen Denke nicht durchgesetzt zu haben, es sieht sogar noch nach einer geplanten Vertiefung dieses Irrweges aus.
Also für die Industrie hieße das nicht, auch noch in den USA selbst zu investieren, sondern sich sinnvoll nach Alternativen umzuschauen. Kanada wäre da schon mal ein guter Anfang.
«…dann kann man nur den Kopf schütteln, warum man die USA unter diesem ‚Trampel‘ nicht durch koordinierte Absprachen den ‚Stecker zieht‘.»
Ganz genau! Soviel Kadavergehorsam ist einfach unglaublich.
Die EU, 500 Einwohner braucht die USA, 350 Einwohner hinterm Ozean um sich vom Zar vor der Haustür, 150 Einwohner schützen zu können!
Noch Fragen im Garten Eden?
Yo, Sportsfreund! Waren Sie bis gestern im Sommerloch verschwunden? Oder was 😉
Der Tread heisst Luxusvorstellungen, oder?
In der Schweiz war da so ein Turnier. Hab ich verfolgt, wegen der Spannung. Über die Elfer reden wir mal nicht. Am Ende gabs zur Abrechung Minuszahlen, trotz toller Zuschauerzahlen und Live-Übertragungen. Bald beginnt der Ligaalltag, da können die Diversen mal die Stadien stürmen. Ich würde es mir wünschen, alleine wegen Turbine aus Potsdam. Kennen die Berliner aber nicht. Da habe ich mich gefragt, was ist uns der Frauensport wert. Also so übers Jahr. Währendessen ging das Projekt HBL baden, mit 7 Nationalspielerinnen. Nichts da mit nachhaltig. Fällt halt unser Weihnachstspiel aus, ist ja nur eins von 15 Heimspielen, auch noch das am besten zu verkaufende Spiel.
Ach ja, ein Richtfest war auch noch drinn. Aufstockung des nächsten MFH-Blocks, mit Fördermitteln auf Energiesparung trimmen, innendrinne nach 50zig Jahren alles neu und alle Geschosse mit Aufzug erreichbar. (Bezahlbare Wohnungen im Brennpunktviertel, gehören einer Tochter-WBG der Stadt Fürth) Gab lecker Mittag, vegetarisch auch möglich, der OB(SPD) war da und unser Auftraggeber hat gesagt, na klar doch, meldet euch rechtzeitig wenn ihr mal Karten (Franken-Derby ausgeschlossen) für ein Spiel braucht. Ist Loge in Fürth.
Ich hoffe ich hab jetzt des Tread nicht gestört? Noch Fragen?
Nun ja, Frauenfussball den gleichen Status verleihen zu wollen, den der Maennerfussball weltweit (ausser USA) nunmal hat, das sind fuer mich Luxusvorstellungen.
Sie sehen, passt schon.
Na und die Kleeblaetter… der Ausflug ging letztes WE schon mal schief. (Lieben Gruss an @Chuwie – wer den kennt.)
Ich denke, die Frauen-Fussball-EM war schon ein Erfolg. Das Defizit liegt eher an zu hohen Ausgaben als an zu geringen Einnahmen.
Das ist schon absurd. Allerdings ist es derzeit tatsächlich so, dass die EU ohne die USA militärisch schwächer ist als Russland, personell, in der Kompetenz der Generalstabsplanung (hat man an der Vorbereitung und Beratung der ukrainischen Sommeroffensive 2023 gesehen), von den vorhandenen Waffensysteme und in der Kapazität der Rüstungsindustrie.
Andererseits muss man deshalb nicht auf jede Drohung Trumps hereinfallen. Angenommen, die USA würden wirklich die Beistandsgarantie der NATO aufkündigen (auch unter Trump extrem unwahrscheinlich) und Russland würde dann EU-Länder angreifen (auch unwahrscheinlich, was sollte Russland sich davon versprechen?), dann müssten die USA aus vitalem Eigeninteresse in diesen Krieg auf Seiten der EU eintreten.
Unsere Politiker haben nur keine Nerven und kein Rückgrat.
«Russland würde dann EU-Länder angreifen (auch unwahrscheinlich, was sollte Russland sich davon versprechen?)»
Stimmt. Da waeren wohl erstmal Moldau (wg. Transnistrien) und Georgien (noch eine Rechnung offen) faellig.
«…dann müssten die USA aus vitalem Eigeninteresse in diesen Krieg auf Seiten der EU eintreten.»
Beitragspflicht hin oder her: Ich denke das nicht.
Und gerade heute sieht man mal wieder was Ultimaten (gegen P.’s Russland) wert sind.
Aber gut, noch ist da, wo Sie sich gerade noch befinden (oder macht die Zeit schon Quantenspruenge?) nicht aller Tage Abend.
Mal sehen, was passiert…
«Aber gut, noch ist da, wo Sie sich gerade noch befinden»
Da können Sie eine Flasche Gerolsteiner Mineralwasser im Supermarkt für 4.19 $ erstehen. US-amerikanisches Mineralwasser ist aber nur unwesentlich billiger. Die beste Option ist das italienische San Pellegrino für 2.69 $ die Flasche. Oder Sie kaufen eine Gallone amerikanisches Quellwasser für 3.69 $. Oder Sie betäuben Ihre Geschmacksnerven und trinken das Zeug, was hier aus der Leitung kommt.
Das Zeugs schmeckt mir alles gleich ungeniessbar. Also natuerlich nur das Billigste.
Aber immer nur «Zuckerwasser» (2 l Fluesigkeit taeglich – die muessen doch spinnen!) als Alternative ist eben auch keine Loesung.
Und bei uns bezahlt man das dann immer noch in Cent.
Wie kann man Mineralwasser über den Ozean schippern? Oder produziert Gerolsteiner und Pellegrino vor Ort.
Kostet der Six-Pack deutsches Fabrikbier 24.68 $?
«Wie kann man Mineralwasser über den Ozean schippern?»
Das frage ich mich schon seit Jahren. Auch das ist absurd.
*Das ist schon absurd.*
Irgendwo war zu lesen, das Trump gesagt hat die EU-ropäer wollen halt den Krieg gegen den Russland gewinnen. Sie sind besessenen von dem Ziel.
Manchmal hat eben auch Trump Recht.
Bei anderen, wenn das mit dem eigenen Weltbild konform geht. (Russlandfreunde, EU-Feinde, MAGA, Tech-Milliardaere, rechte VT-Spinner…) Bei Ihnen sowieso – yo.
Sorry, der Nachtrag steht jetzt an der falschen Stelle.
Aber wer sucht, der findet auch. Ansonsten laesst man’s eben bleiben.
«dass die EU ohne die USA militärisch schwächer ist als Russland»
Die Zahlen beweisen das zumindest nicht, eher die Unorganisiertheit der EU-Staaten, was die nationalen Alleingänge betrifft.
Fazit ChatGPT:
«Auf konventioneller Ebene ist die EU insgesamt stärker als Russland, was die Gesamtressourcen, das Budget und die Truppenstärke betrifft. Allerdings hat Russland in Bereichen wie Artillerie, Panzern und Luftabwehr möglicherweise einen technischen Vorteil, und seine größere Landgrenze und militärische Strategie im Osten bieten spezifische Herausforderungen für die EU. Die politische und militärische Kohärenz der EU ohne die USA bleibt zudem eine wichtige Unbekannte, die die effektive Einsatzbereitschaft beeinflussen kann.»
ich denke nicht, dass irgendeine EU-Armee in der Lage wäre, die Verluste zu ertragen, welche die ukrainischen und russischen Streitkräfte ertragen haben.
Das wäre aber eher unter psychologische Faktoren zu behandeln. Außerdem kommt es im Fall der Fälle (der wohl nur bei maßloser Dummheit eintreten würde) oft eh anders, als man es vermutet hatte.
«und Ihrer Praesidentin»
Es ist unschweizerisch, sehr laut zu bellen oder gar zu beissen. In der Regel schätze ich das auch. Aber manchmal muss man.
Armenien & Azerbaidschan: Nun kommt TRIPP _ Trump Route for International Peace and Prosperity. Als ich heute Morgen diese Meldung in serbischen Medien las, dachte ich erst, es handele sich um eine Satire. Die internationale Politik ist so verrückt geworden, dass man sich das Ganze gar nicht mehr ausdenken kann. Was ist da im Busch, gehört dies zum Trump-Putin-Deal?
Während den USA ein diplomatischer Durchbruch gelingt, steht Europa nur am Rand
**Was ist da im Busch, gehört dies zum Trump-Putin-Deal?**
Vielleicht? Trumps USA muss ja als Siegermacht in eine multipolare Welt eintreten.
Alaska? Hat das nicht mal den Russen gehört? Wäre ich nie drauf gekommen, der Zar fliegt zur Orange nach Alaska.
Die EU ist zu sehr in ihrer russophoben Blase gefangen, um geopolitische Strategien effektiv zu händeln. In dem verlinkten Artikel ist allerdings auch viel Unsinn enthalten, die Türkei wird völlig ausgeklammert. M.E. gibt TRIPP auch Erdogan einen Schuss vor den Bug, da er hohe Ambitionen hatte, den Zangezur-Korridor durch türkische Kräfte zu kontrollieren und sich als Leader der Organisation der Turkstaaten zu etablieren. Jetzt hat er die US-Krake mittendrin, keine ungewöhnliche Entwicklung einer wenig nachhaltigen Schaukelpolitik.
Alaska, der billigste Landverkauf in der Geschichte. Mehr Symbolpolitik geht nicht, wenn sich dort der 1. russische Präsi gerade jetzt zum Staatsbesuch einfindet.
«M.E. gibt TRIPP auch Erdogan einen Schuss vor den Bug…»
Da haben Sie voellig recht. T. muesste das normalerweise mit Voelkermoerder Tuerkei aushandeln. Aber Daddy Cool hat anscheinend andere Vorstellungen, die Welt neu zu ordnen.
Brave New World.
Ähm, was meinen Sie konkret mit der Bezeichnung ´Voelkermoerder Tuerkei´?
Aehm…das hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Völkermord_an_den_Armeniern
Der Völkermord an den Armeniern fand seinen Höhepunkt 1915-1916 unter der Herrschaft des Osmanischen Reiches. Die Türkei wurde offiziell 1923 gegründet, kann also nicht unmittelbar dafür verantwortlich gemacht werden. Fänden Sie es korrekt, wenn jemand vom ´Völkermörder BRD´ sprechen würde?
«Fänden Sie es korrekt, wenn jemand vom ´Völkermörder BRD´ sprechen würde?»
Als Nachfolgestaat des «Dritten Reiches» sind die (wie uebrigens die DDR) als Staat dafuer in der Verantwortung. Und im Gegensatz zur Tuerkei leugnen die das auch nicht.
Abgesehen davon gibt’s fuer das Gross der heute lebenden Deutschen – dank der Gnade der spaeten Geburt – keine Individualschuld. Die Nachgeborenen darueber aufklaeren, sollte man aber schon. Also m. E. ist ein Schlussstrich, wie der immer lauter von gewisser Seite gefordert wird, unter die ganze Drecksgeschichte unangebracht.
«keine Individualschuld»
Ich verstehe das Konzept einer Kollektivschuld ohne Individualschuld nicht. Und was das Verjähren betrifft, wenn solche Dinge überhaupt nicht verjähren und von der Veränderung eines Staatswesens nicht betroffen sind, tragen alle Länder Kollektivschuld. Man muss nur weit genug zurückgehen.
Wenn dem so ist, was bedeutet das Konzept dann überhaupt noch?
Sorry, sind Sie jetzt auch «einer von denen» oder hatte ich mich – wie so oft – falsch ausgedrueckt?
Es geht da weder um Individual- schon gar nicht um Kollektivschuld der Kinder von damals und der Nachgeborenen.
Aber wenn man Nachfolger eines Reiches oder Staates ist bzw. sich darauf beruft (Russland, Tuerkei), welches/r Verbrechen begangen hat, kann man das nicht einfach leugnen. Dann ist das Teil der Geschichte genauso wie Goethe.
Es geht um LEUGNUNG! Ist denn das so schwer zu verstehen?
Leugnung ist Unsinn.
Die Frage ist, was für die heute Lebenden und ihr Staatswesen aus der damaligen Schuld folgt. Meiner Meinung nach nichts mehr, sobald die letzten Täter und die letzten Opfer verstorben sind.
Es geht dann nur noch um allgemeine Ethik und da ich nie Dinge getan habe, die Netanjahu gerade befiehlt, behalte ich mir auch als Deutscher vor, Netanjahu für einen Verbrecher zu halten.
Stimmt. Es geht nicht nur um Leugnung. Es ist schlimmer: Denn Leute die es wagen, ueber die dunklen Flecken der «Tuerkei» zu berichten, werden entweder ermordet, oder es wird unter Strafe gestellt.
https://de.wikipedia.org/wiki/Leugnung_des_Völkermords_an_den_Armeniern
Ich glaube, Geschichtsklitterung nennt man das.
Haben Sie das Buch schon mal gelesen?
https://de.wikipedia.org/wiki/Die_vierzig_Tage_des_Musa_Dagh
@izi
«…und da ich nie Dinge getan habe, die Netanjahu gerade befiehlt, behalte ich mir auch als Deutscher vor, Netanjahu für einen Verbrecher zu halten.»
Sowieso. Das tue ich ja auch. Da wird man auch nicht gleich erschossen, bekommt hoechstens von rechtskonservativen Qualitaetsmedien wie «faz» und «Welt» das Etikett: «Antisemit» angeheftet. Aber damit kann man leben.
Und da ich nie Dinge getan habe, die P. seit mittlerweile knapp 3,5 Jahren befiehlt, behalte ich mir auch als Deutsche vor, P. für einen Verbrecher zu halten.
Die Verantwortung eines Staates, auch Nachfolgestaates, für die Aufarbeitung eines Völkermordes ist ein anderes Thema als einen Staat eines Verbrechens zu beschudigen, den der Vorgängerstaat begangen hat, auch wenn er diese relativiert. Ich habe keine besondere Sympathie für die Erdogan-Türkei, dennoch finde ich es völlig unangebracht, mit solchen Titulierungen um sich zu werfen.
Dann moechte ich noch mal auf Ihren Ausgangskommentar zurueckkommen:
Sie schrieben:
«M.E. gibt TRIPP auch Erdogan einen Schuss vor den Bug, da er hohe Ambitionen hatte, den Zangezur-Korridor durch türkische Kräfte zu kontrollieren und sich als Leader der Organisation der Turkstaaten zu etablieren.»
Es ging um ein Friedensschluss von Aserbaidschan und ARMENIEN.
Da hat meiner Meinung nach ein Staat, deren Nachkommen den Voelkermord an eben einen der Akteure leugnen und den anderen tatkraeftig unterstuetzt haben, dabei nichts mitzureden.
Sie kapieren immer noch nicht, dass Ihre obige Titulierung der Türkei völlig unangebracht ist. Das Thema zu wechseln ändert daran nichts.
Ich glaube, ich habe es jetzt kapiert:
Sie meinen man kann der heutigen Tuerkei nicht mehr mit dem Voelkermord der Jungtuerken von damals kommen.
Also so wie man der heutigen Ukraine nicht mehr die Verbrechen der Bandera-Faschisten vorhalten kann. Oder den heutigen Israelis die Vertreibung der rund 700.000 Palaeestinenser zwischen 1947-49. Oder der Frau Baerbock Ihren Nazi-Opa.
Da haben Sie natuerlich recht.
«Aber Daddy Cool hat anscheinend andere Vorstellungen, die Welt neu zu ordnen.»
Es geht um China. Die Türkei ist eine Randerscheinung (wie auch die EU).
«Alaska? Hat das nicht mal den Russen gehört?»
Naja, vielleicht will der das mit – von Russland noch nich mal voll eroberten ukrain. Territorium tauschen, und dann von den EU-Deppen (d.h. in erster Linie Schland) teuer fuer die Ukraine zurueck kaufen lassen.
Ansonsten ist das Ganze wie «Buergenstock live», nur mit umgekehrten Vorzeichen. Ukrainische Gebiete ohne, dass die Ukraine mit am Tisch sitzt, verschachern zu wollen – das ist einfach nur absurd.
Demnaext wird zwischen T. und Bibi Gaza aufgeteilt. Falls es noch Ueberlebende gibt werden die in die arab. Nachbarstaaten umgesiedelt oder nach Europa verschifft. Viele sollten es ja dann nicht mehr sein.
Friedensnobelpreis gewiss. Rutte haelt die Laudatio bei sich um die Ecke. Bibi gratuliert direkt aus Neuisrael von der Strandparty.
«Ukrainische Gebiete ohne, dass die Ukraine mit am Tisch sitzt, verschachern zu wollen – das ist einfach nur absurd.»
Die Ukraine muss ja nicht zustimmen. Trump hat dann aber ein Alibi, die Beziehungen mit Russland doch zu normalisieren und möglicherweise auch die Bereitstellung von Aufklärungsinformation zu beenden.
Diese Sache ist übrigens nicht ganz so absurd. Die Ukraine wird Territorium verlieren. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche. Je länger der Krieg dauert, je mehr. Die Haltung der ukrainischen Regierung und der EU ist pure Verdrängung und ergibt strategisch keinen Sinn.
Wenn die EU den Krieg weiterführen will, muss sie ihn halt bezahlen. Die Ukraine ist ja de facto schon lange bankrott.
«Trump hat dann aber ein Alibi, die Beziehungen mit Russland doch zu normalisieren…»
…und der Ukraine und den EU-Europaern die ganze Schuld an der Fortsetzung des Krieges geben, den Sleepy Joe begonnen hat.
Genau darum geht’s.
Wenn er ehrlich waer (haha), dann haette der von Anfang an S. die Kapitulation empfohlen. Aber da war je noch was mit Rohstoffen…
Achso, bei mir gilt bedingt auch Ersters: Den Speichelleckern von der EU mal so richtig eine reinhauen, ist schon cool. (Dumm ist nur, wenn man dann selbst den Schaden davon hat.) Allerdings sich von P. mal wieder einlullen zu lassen, da kann man als objektiver Beobachter nur den Kopf schuetteln. Und beim Verhungern der Menschen in Gaza zuschauen, da brennt – selbst mir – mittlerweile der Gesslerhut.
«Allerdings sich von P. mal wieder einlullen zu lassen»
T lässt sich doch nicht von P einlullen. Er sieht nur die Realität der militärischen (und sonstigen) Situation der Ukraine sowie die hohen Kosten und den hohen Waffen- und Munitionsbedarf, der durch diesen Stellvertreterkrieg im Westen generiert wird. Was Trump aus westlicher Sicht (und das ist in Sicherheitsfragen weitgehend die US-Sicht) will, ist eine Schadensbegrenzung («cut the losses»).
Das ist völig rational und angesichts der Situation auch dringend notwendig. Die Idioten sind in diesem Fall diejenigen in der EU und der Ukraine, die das nicht einsehen. Die Selbstverstümmelung fortzusetzen, bring wirklich nichts, auch keinen besseren Kriegsausgang, im Gegenteil.
«Alaska?»
Die russische Seite findet, das sei eine gute Idee.
Solange die ukrainische Seite allerdings nicht einsieht, dass sie einen grossen Gebietsverkust hinnehmen muss, wird dieser Krieg weitergehen.
«Trump Route for International Peace and Prosperity»
Die Nominierungen für den Friedensnobelpreis häufen sich. Allerdings kann man wohl sicher sein, dass es so weit nicht kommt. Eine der Nominierungen kommt von Benjamin Netanjahu.
Ach du heiliger Bimbam..Jetzt lassen die *d**t*n von der EU sich auch noch von Ihrem «Liebling» zurechtweisen.
So wird das nichts mit Frieden…ohne voelligen Gesichtsverlust fuer die Ukraine.
https://www.deutschlandfunk.de/grossbritannien-beruft-kurzfristig-hochrangiges-ukraine-treffen-ein-102.html
@Izi: Wo immer Sie auch gerade rumgurken, ich brauche einen neuen analytischen Beitrag! Ist der schon in Arbeit? 😉
«So wird das nichts mit Frieden…ohne voelligen Gesichtsverlust fuer die Ukraine»
Es kann keinen Frieden ohne völligen Gesichtsverlust der Ukraine geben, egal, was die Akteure tun. Dazu ist es bereits zu spät.
Yo, aber so direkt haben Sie es noch nie gesagt.
Fazit: Russland – oder besser vielleicht P. und seinem Gefolge, ging es nie um Frieden, sondern nur um Sieg auf der ganzen Linie.
Ach‘ wie naiv sind doch die vielen Pazifisten und Friedensfreunde, die immer noch glauben, mit P. koennte man verhandeln…Verhandeln, bitte was?
«Verhandeln, bitte was?»
Die neue Staatsgrenze und die sonstigen Modalitäten (Rüstungsbegrenzung, Sicherheitsgarantien).
Es ist doch in Istanbul im März 2022 bis Mitte April schon mal verhandelt worden. Damals war ein Ende ohne (weiteren) Territorialverlust möglich. Bis zum 23. Februar 2022 wäre es sogar möglich gewesen, den Krieg ganz zu vermeiden. Bis zum 20. Februar 2022 wäre es möglich gewesen, eine Lösung auszuhandeln, mit der die Donbassrepubliken (aber nicht die Krim) wieder zur Ukraine gekommen werden, um den Preis einer föderalen Struktur der Ukraine (wie BRD oder Schweiz oder Russland).
Was die Ukraine behalten kann, ist seitdem immer weniger geworden und wenn der Krieg noch eine Weile weitergeht, wird es noch weniger.
«Verhandeln, bitte was?»
Das Zauberwort heißt nach wie vor „Sicherheitsinteressen“ und zwar ausdrücklich „aller Vertragsparteien“.
Bitte den Zeitrahmen der Betrachtungen bei 1990 beginnen lassen und auch auf das anschließende Verhalten der westlichen Vertragspartner seitdem achten.
Eine Erinnerungsstütze z. B. hier: https://monde-diplomatique.de/artikel/!5533608
Ansonsten scheint derzeit in der US-Regierung zu gelten: Die Atom- und Hyperschallmacht, Russland, geht vor, der Mohr, Ukraine, hat seine Schuldigkeit getan.
Danke fuer den Link, @glenn
Ja, das ist die alte Geschichte vom betrogenen Russland (bzw. unter «Menschenfreund» Gorbatschow noch der Sowjetunion), die vom gemeinsamen Haus Europa traeumte. Und als gleichberechtigter Partner im Konzert der Grossen mitspielen wollte. Gesamteuropaeische Sicherheitsstruktur, multipolare Welt pipapo…
Allerdings gehoerte Russland mit dem Systemzusammenbruch zu den Verlierern.* Und als Verlierer kannste nichts erwarten, obwohl es sicher auch auf westl. Seite damals vernuenftige Politiker gab, die das alte Spiel vom Erzfeind Russland beenden wollten. Aber der Sieger nimmt nun mal alles und macht keine Kompromisse. (siehe Ukraine-Krieg).
Das hat der desillusionierte und gedemuetigte Putin irgendwann begriffen und zieht jetzt seine eigene Show auf.
Nun bin ich aber kein Politiker sondern Mensch. Da kann ich nicht akzeptieren, dass dem Typ da nichts anderes mehr einfaellt als das Problem mit der Sprache der Gewalt, d. h. Krieg loesen zu wollen – und dann noch bei dem kleinen ungehorsamen Bruder.
Aber vielleicht geht die alte Geschichte auch ganz anders. Und P. hat von Anfang an alle nur getaeuscht, traeumt vom Grossrussischen Reich wie zu Zeiten Peter des Grossen. Immerhin war der beim KGB und da gehoert Taeuschung faktisch mit zum Beruf. (Das behauptet die westl. Propaganda.)
Ich weiss es nicht (und vertraue da in erster Linie auf den Herrn Jeschke).
Zur derzeitigen US-Regierung: Was T., Vance & Co. betrifft, da sollte man sich – wegen der Schwaeche ihrer Gegner – sein Hirn nicht vernebeln lassen. Die trumpeln alles nieder, was ihren eigenen Interessen entgegensteht. Ohne Ruecksicht auf Verluste, Recht und Gesetz.
Ansonsten ja, die Ukraine geht T. am Arsch vorbei. Man will vorerst Russland nicht zum Feind, weil man sich auf China konzentriert?
Das Sternchen:
* Im Gegensatz zum kapitalistischen System ist das sozialistische, weil es eben nicht funktioniert, quasi von selbst kollabiert, als es nicht mehr mit Gewalt zusammengehalten wurde (von innen und von aussen). Da brauchte der Westen gar keinen Krieg im herkoemmlichen Sinne mehr.
Und jetzt meine Frage:
Funktioniert das politische System der USA?
Sie meinen das Zwei-Parteien-System?
Und noch ’ne Frage: Ist das US-amerikanische Stueck – Ihrer Meinung nach – noch lupenreine Demokratie, welches T. und seine Komparsen da auffuehren?
«Ist das US-amerikanische Stueck – Ihrer Meinung nach – noch lupenreine Demokratie, welches T. und seine Komparsen da auffuehren?»
Wenn es eine Opposition gäbe, so wären die USA noch eine Demokratie.
Sie duerfen nicht verwechseln: schwache mit gar keiner Opposition. Aber, dass es – insbesondere unter T. keine («echte») Demokratie ist, da gebe ich Ihnen schon recht.
Zu Ihrer Frage:
Es ist nicht die Frage, ob das polit. System unter T. funktioniert.
Das kapital. System funktioniert. Und das tat es unter Sleepy Joe auch.
«Und als Verlierer kannste nichts erwarten»
Eben. Das hat P begriffen. Und deshalb kann die Ukraine nichts erwarten.
Ja, ich weiss – das Recht des Staerkeren. Gab es immer und wird’s vermutlich auch immer geben. Naturgesetz. Normalzustand.
Dennoch empfinde ich es als Unrecht. Und ich denke, das wird den gegenseitigen Hass beider Nationen und Voelker auf Jahrzehnte zementieren.
«Dennoch empfinde ich es als Unrecht.»
Nun ja, das Recht des Stärkeren ist das Gegenteil von Recht. Nur sollten sich darüber nicht gerade diejenigen ereifernm, die dieses Recht selbst in Anspruch genommen haben, als sie noch die Stärkeren waren.
Nun ja, mir ging’s jetzt nicht, um irgendwelche Spitzenpolitiker, die Recht je nach Interessenlage definieren, sondern ganz grundsaetzlich um den Normalbuerger auf der Strasse. Ob der das ueberhaupt als Unrecht empfindet, was der Ukraine widerfaehrt. (Weil ja selber schuld.)
Gut moeglich, dass ich da schon zum «neuen Menschen» gehoere, der sowohl dass was in Gaza als auch, dass was mit der Ukraine passiert, als Unrecht definiere.
Und dessen Zeit vermutlich nie kommen wird 😉
…das, nicht dass
«Wo immer Sie auch gerade rumgurken»
Montrose regional airport, Colorado, USA.
«ich brauche einen neuen analytischen Beitrag! Ist der schon in Arbeit?»
So gut wie keine Chance. Ich fliege in etwa einer Stunde nach Denver, habe dort gerade genug Zeit zum Umsteigen, dann nach München (auf diesem Flug werde ich nur essen und schlafen) und dann wieder nach nicht sehr langer Umsteigezeit nach Zürich. Wenn alles klappt, bin ich morgen am frühen Nachmittag in Zürich, wo meine Kühlschrankmaus mit der weissen Fahne in der Hand in der Tür steht.
Dieses Wochenende wird das nichts und ob nächstes Wochenende, ist unklar, weil ich in relativ kurzer Zeit 99 Klausurarbeiten korrigieren muss, die kommenden Mittwoch geschrieben werden. Ich werde wohl das gesamte kommende Wochenende Klausuren korrigieren, weil ich Donnerstag (ganztags) und Freitag (halbtags) mündliche Prüfungen habe.
Okay, das kann ich verstehen. Dann hoffe ich nur innigst auf guten Flug.
Und vielleicht bekommen die das irgendwie hin, dass die Ukraine genau zum 3.September – des Stalin-Datums – zum 80.Jahrestages des Sieges von der SU im Pazifik bedingungslos kapituliert.
«…bedingungslos kapituliert.»
Das wäre ja nicht das Ende der Geschichte. Wie täte es danach weiter gehen?
«Das wäre ja nicht das Ende der Geschichte.»
Sagen wir mal so, ich hoffe das fuer die Menschheit und die anderen Geschoepfe wirklich nicht.
https://www.youtube.com/watch?v=D_y5ya7Rk-8
Nun ja, nach dem 2. Weltkrieg hat das in Deutschland und Japan jeweils zu einem Wirtschaftswunder geführt. In Grossbritannien lief damals der Spruch um: «Wenn Deutschland noch einen Weltkrieg verliert, wird es die Welt beherrschen.» (der wurde knapp zwanzig Jahre später für Jaan recycelt).
Das erwarte ich allerdings für die Ukraine nicht. Die demographische Situation ist ohnehin schon sehr schlecht und nach einem verlrenen Krieg würden noch mehr Leute, vor allem junge und gut ausgebildete, versuchen, das Land zu verlassen.
Die Situation der Ukraine ist inzwischen völlig verfahren. Das hätte nicht so kommen müssen, aber diese Einsicht hilft jetzt auch nicht mehr.
(Rollfeld in Denver)
«Das hätte nicht so kommen müssen…»
Yo, sicher nicht. Erstmal nur Luhansk und Donezk verschenken, (Krim war ja schon eher wech), Demilitarisierung und Entnazifizierung, Verzicht auf eigene Sicherheitsinteressen, Regimechange…(was vergessen?) – DAS haette man auch ohne Krieg billiger haben bzw. geben koennen.
(Abflug oder Landung?)
Wenn Sie ausgeschlafen haben:
Apropos Rollfeld:
«…(der wurde knapp zwanzig Jahre später für Jaan recycelt).»
Das waere dann 10.August 2005 mit unbestimmter Toleranz nach oben…»Jaan» Welcher Dreckfuhler ist Ihnen denn da passiert? Ich komm‘ nicht drauf.
Selber noch nicht ausgeschlafen:
Das ware knapp 8. Mai 1965. Die Frage bleibt aber.
«»Jaan» Welcher Dreckfuhler ist Ihnen denn da passiert? Ich komm‘ nicht drauf.<
Ich schenke Dir ein p. Füge es zwischen die beiden a ein und gucke.
Stimmt.
Wieder aufgewacht? Na, Gott-sei-Dank!!! 😉
Ja, im Gegensatz zu meinem Gepäck bin ich in Zürich angekommen.
Das ist doch die Hauptsache! Man stelle sich nur mal vor, es waere umgekehrt.
(Ansonsten, Sie sollten sich endlich mal von Ihren Luxusvorstellungen verabschieden 😉 )
Zum Trost
Sicher, man kann nicht alles haben. Auf dem Hinweg kam ich gleichzeitig mit dem Gepäck an, nur 2 1/2 Stunden zu spät. Auf dem Rückweg war ich pünktlich, nur mein Gepäck nicht. Insgesamt eine durchwachsene Bilanz. Da hat mich wohl die Klimagöttin wegen der Flugreisen ermahnt.
«Da hat mich wohl die Klimagöttin wegen der Flugreisen ermahnt.»
Klar. Meine Gross- und Eltern pflegten zu sagen: «Kleine Suenden bestraft der liebe Gott sofort.» (Allerdings lebten die in vormodernen Zeiten. Hatten die Gleichberechtigung noch nicht verinnerlicht.)
@Izi
Nix da mit strafender Klimagöttin. Das passiert oft, wenn die Umstiegszeiten sehr knapp sind, die eine oder andere verspätete Zwischenlandung dazukommt, gepaart mit Personalmangel oder überdurchschnittlichen Grepäckskontrollen. Ärgerlicher ist das auf einer Hinreise als auf der Rückreise, immerhin kriegt man einen Slip, T-Shirt & Zahnputzzeug als Entschädigung. Kann natürlich auch sein, dass der allmächtige & böse T angewiesen hat, Swyzer Bürger zu ärgern 😉 Das Gepäck sollte morgen, spätestens übermorgen da sein.
«Das Gepäck sollte morgen, spätestens übermorgen da sein.»
Sie haben es inzwischen lokalisiert und es sollte heute mit einem Tag Verspätung ankommen. Ich hatte aber vor vielen Jahren bei Palermo über Rom schon mal auf dem Hinflug einen Fall, in dem es nie wieder auftauchte.
@ Izi
Palermo…kein Wunder 🙁
Es ist vermutlich in Rom beim Umsteigen «abhanden gekommen». Ich habe mich hinterher schlau gemacht. Ein oder zwei Jahre vorher hatte sogar der Bürgermeister von Rom mal Gepäck «verloren», von dem die Airline behauptete, sie habe es am Flughafen von Rom noch ausgeladen. Es erschien nur nicht mehr auf dem Gepäckband.
Japan!
Frau, bist du schlau! Ich habe darueber die ganze Nacht gegruebelt – und bin nicht drauf gekommen.
Erst irrtuemlich das Jahr 2000 – da konnte ich mich nur an die VT erinnern, dass alle Computer-Systeme abstuerzen wuerden. Und an 1965 kann ich mich gar nicht mehr direkt erinnern 😉
Es heisst ja nicht umsonst: «Alle Wege fuehren nach Rom.»
Aber, damit wir jetzt nich alle auch noch mit Suchen anfangen: Haben Sie das jetzt endlich physisch vor sich?
Das war die Antwort zum verlorenen Gepaeck.
Nee. Aber der Auto-Kurier-Service hat es schon am Flughafen abgeholt. Liefern wollen sie morgen.
Früher hat man bei so etwas ein Papierformular ausgefüllt und dann kam irgendwann jemand mit dem Zeug vorbei. Heute ist das Formular on-line und danach bekommt man fünf E-mails von der Airline und weitere fünf vom Kurierdienst (vorsichtige untere Schätzungen).
Das muss aber nicht bedeuten, dass es heute auch wirklich bei Ihnen ankommt. Also, wenn Sie da die Pruefungsaufgaben drinne haben und der «kommende Mittwoch» morgen kommt, wird’s eng 😉
Man sollte es nicht glauben, aber es gab tatsächlich mal jemanden, der sogar die Prüfungsarbeiten der Studenten mit der Bahn mit nach Hause genommen und sie aus Schusseligkeit in der Bahn hat liegen lassen. Das ist dann wirklich ein Schlag ins Kontor.
Na ja, so unglaublich ist das gar nicht. Wie oft wird dort irgendwas liegen gelassen.
Es sei denn, das ist verboten, die mit nach Hause zu nehmen. Dann ist der Systemgegner bzw. Widerstandskaempfer.
…aber, Sie sprechen nicht von sich?
…den habens dann sogar beim Lachen, nicht im Keller erwischt…
«…aber, Sie sprechen nicht von sich?»
Nee. Die Person ist auch schon seit Jahren pensioniert.
Luxusvorstellungen:
Letztens habe ich mir den Serien-Marathon ´Ozark´ auf Netflix reingezogen, über 40 Folgen (!). Die ersten Minuten, in denen ein Mann über die Bedeutung von Geld | Zaster | Moneten | Mäuse | Asche | Kröten usw. philosophiert, regten mich dazu an. O-Ton: „ Aber was ist Geld? Es ist alles, wenn man es nicht hat. Die Hälfte aller erwachsenen Amerikaner haben mehr Kreditkartenschulden als Ersparnisse, 25 % verfügen über gar keine Ersparnisse, nur 15 % sparen genug auf dem Rentenkonto an, um nur ein Jahr über die Runden zu kommen. Was sagt uns das?…“
Die 1. Staffel ging in Richtung Mafia-Drama-Thriller, da die Serie spannend gemacht & gut gespielt ist, wurde ich angefixt weiterzuschauen, alle 4 Staffeln. Das hat sich gelohnt, weil hier u.a. eine anschauliche Parabel über die unterschiedlichen Möglichkeiten der Besitzenden & ´Habenichtsen´ & denen dazwischen erzählt wird, über die Kooperation zwischen Kapitalismus & Mafia sowie der Kooperation zwischen Staat & Mafia. Dabei gibt es kein einseitiges Gut & Böse, alle haben ihre Interessen & verteidigen sie mit allen Mitteln, wenn es sein muss mit Erpressung, Bedrohung, Gewalt & Mord, berechtigt oder nicht, oftmals kontraproduktiv. Dabei spielt auch eine Rolle die Symbiose zwischen Geldwäscherei aus dem Drogenhandel mithilfe der Casinos & Stiftungen sowie Pseudo-Investitionen & deren Abschreibmodellen, sowie die Symbiose zwischen politischen Instanzen & den Geldwäschern, bei denen über die Einnahmequellen blind hinweggeschaut wird. Dies wird zwar nicht herausragend thematisiert, wippt aber hintergründig bis zum Schluss der Haupthandlung mit. Eigentlich erstaunlich, dass diese mehr als unterschwellige Systemkritik von einem kapitalistisch-kommerziellen Medienunternehmen finanziert wurde.
«Eigentlich erstaunlich, dass diese mehr als unterschwellige Systemkritik von einem kapitalistisch-kommerziellen Medienunternehmen finanziert wurde.»
Adolf Muschg ist das schon 1965 aufgefallen («Im Sommer des Hasen»). Der Kapitalismus zollt seinen Kritikern Beifall. Das ist viel effektiver als sie zu zitieren.
Damals war das offenbar in Deutschland noch stärker als in der Schweiz. Musch drückte das sinngemäss so aus, dass die Oberen in der Schweiz damals wenigstens noch aufschreien, wenn sie getroffen wurden. In Deutschland klatschen man schon Beifall, wenn der Schütze den Pfeil auf den Bogen lege. Man glaube gar nicht, wie sehr das den Arm lähme.
Das entspricht auch meiner Erfahrung. In der DDR wurde Systemkritik unterdrückt und hatte gerade deshalb Einfluss. Die Leute hörten sogar auf Zwischentöne. In der BRD kann man (fast) alles sagen, was zum Ergebnis hat, dass niemand zuhört.
Deshalb gibt es übrigens auch die schrillen Töne von verschiedenen Seiten.
Die russischen Streitkräfte bewegen sich ind den Rücken von Konstantiniwka und perspektivisch in den Rücken von Kramatorsk. Man sieht das, wenn man auf DeepStateMap die Situation vom 11.8. mit derjenigen vom 4.8. vergleicht.
militaryland.net erkennt einen Umbau der ukrainischen Streitkräfte in Richtung unbedingter Loyalität zum Oberkommandierenden Syrskyj, bei dem Kritker entlassen und Kampfkraft nicht entscheidend für Förderung ist.
@izitiwab
Wenn man mal etwas Lesenswertes gefunden hat und es verlinken möchte, dann stellt sich die Frage, in welchem Beitrag man es bei Ihnen sinnvoll einstellen kann, damit es thematisch in etwa passt.
Was nun den nachfolgenden Link betrifft, gibt es zumindest für mich relevante Überschneidungen gesellschaftlicher Art, also die politische Willensbildung des Volkes, wie sie sich systemisch zeigt.
«Ein Essay über den Niedergang des Politischen, die sogenannte Cancel Culture und eine Krise ohne Alternative» (von Marc Püschel):
https://www.jungewelt.de/artikel/507212.politische-kultur-bis-zum-k%C3%A4ltetod.html
~~~~~~~~~~~~~~~
So ein spezieller Beitrag von Ihnen, der thematisch offen wäre für Verlinkungen (oder Kommentare), würde in anderen Beiträgen wahrscheinlich ‚entlasten‘, also nicht vom jeweiligen Thema abzuweichen. Nur so ’ne Idee von mir.
«So ein spezieller Beitrag von Ihnen, der thematisch offen wäre für Verlinkungen (oder Kommentare), würde in anderen Beiträgen wahrscheinlich ‚entlasten‘, also nicht vom jeweiligen Thema abzuweichen.»
Koennte ja auch ein Beitrag von Ihnen sein. So etwas wie «Koennte von Interesse sein» (Das Original!) vom Freitag. Allerdings mit Kommentarfunktion 😉
Ich finde die Idee gut, allerdings koennte dieser Beitrag auch wieder schnell in der Versenkung verschwinden, wenn der nicht regelmaeszig entweder direkt von Ihnen im Artikel oder durch aktuelle Kommentare am Leben gehalten wird.
Und entscheiden muss sowieso der Hausherr.
«Versenkung verschwinden»
Es ist sein Blog und anders als im Freitag stellt er die neuen Beiträge ein, (übrigens alle eigenen Beiträge – mit Kommentaren – vom Freitag gesichert).
Wenn die Absicht bestünde, diesem Blog einen größeren Bekanntheitsgrad zu verschaffen, dann stellen sich neue Fragen der Organisation, da damit ein größerer Arbeitsaufwand verbunden wäre (vielleicht gibt es eine Zugriffsstatistik?).
Mein verlinkter Beitrag behandelt ja auch die Thematik der Vorteile der Individualisierung im Netz und gleichzeitig die Zersplitterung in eine unübersehbare Anzahl von ‚Einzelkämpfern‘, die den zugrundeliegenden Ambitionen sicherlich nicht förderlich sind.
Jeder muss sich also selbst die Frage stellen, ob man Einfluss nehmen möchte und falls ja, in welcher Weise sich das am Besten realisieren lässt. Als ‚Einzelkämpferinnen‘ jedenfalls dürfte man sich verzetteln und bleibt weitgehend wirkungslos.
«Mein verlinkter Beitrag behandelt ja auch die Thematik…»
Ja, da ist ja gut so. Und ich verstehe auch Ihr Anliegen. Sie wollen mehr Uebersichtlichkeit.
Ich meinte nur, der kann auch schnell vergessen sein, weil die Foristen stuerzen sich nach einer gewissen Verzoegerung immer auf den neusten Beitrag (es sei denn, es ist ein Spezialgebiet, dann bleibt’s beim vorletzten). Der ist dann nach gewisser Zeit auch nicht mehr auf den ersten Blick sichtbar. Siehe «Den Winden des Wandels lauschen». Und das ist ganz unabhaengig, ob der von einem Foristen oder vom Hausherrn selbst ist.
Ich denke, es scheitert am Zeitaufwand und den begrenzten Moeglichlichkeiten, die man hier bei WordPress hat. (Es ist ja keine Zeitung.) Sicher nicht an Eitelkeit oder Zusatzkosten. Wobei ich keine Ahnung habe, wie teuer so eine eigene Website -werbefrei- ueberhaupt ist.
«Wobei ich keine Ahnung habe, wie teuer so eine eigene Website -werbefrei- ueberhaupt ist.»
Da ich den Webhoster für etwas Anderes brauche, ist dieses Blog kostenlos (mit im Paket enthalten).
Hey Paul!
Sehn’Se mal hier:
https://blog-samstagern.ch/2025/08/30/sehenswertes-lesenwertes/
«vielleicht gibt es eine Zugriffsstatistik?»
Könnte man implementieren. Ich habe das aber nicht, weil ich ja keine Werbekunden damit überzeugen muss.
Ich kann nur sagen, dass es 415 registrierte Benutzer gibt, von denen ich aber nicht weiss, wie oft sie hineinschauen.
Nicht schlecht.
Man darf sich nicht an Beauty-Seiten messen.
Dagegen ist man chancenlos.
Auch Einkaufs- und Modetipps sind nicht zu schlagen.
Einen größeren Kreis könnte man durch eine Neugestaltung erreichen.
Falls das gewünscht ist.
@Albatros
>>>Einen größeren Kreis könnte man durch eine Neugestaltung erreichen.<<<
Das einzige, was hier wirlich vollkommen unübersichtlich ist, ist die Kommentaranzeige.
Aber daran kann GJ nichts ändern.
Hat er, glaube ich, irgendwann mal erklärt.
Ich selbst suche immer mit Strg+F und dem exaktem Datum, gegebenfalls noch mit Uhrzeit…
Auf dem Smartphone kann mann das ganze allerdings nicht verfolgen…
«Aber daran kann GJ nichts ändern.»
Zumindest nicht mit einem Aufwand, den ich bereit bin zu betreiben.
Der Salon ist eröffnet. Als erste Möbel habe ich die Links von @u_s und Ihnen von heute hineingestellt.
In Zukunft bitte per Kommentar. Und nicht beleidigt sein, dass ich das der Kategorie «Überfluss» zugeordnet habe 😉
«Der Salon ist eröffnet»
Danke, auch an @Nera für den Hinweis. Den Link habe ich mir direkt ‚verdrahtet. 🙂