Die Meinungen der Anderen


Community Hier werden Beiträge anderer Medien verlinkt, die Kommentatoren von «Blog Samstagern» empfohlen haben. Die Voraussetzungen sind, dass die Beiträge nicht hinter einer Bezahlschranke verborgen sind und dass sie mehr als nur tagesaktuelles Interesse beanspruchen dürfen. Empfehlungen in den Kommentaren dieses Blogbeitrags werden bevorzugt.

deepai.org

Wie ein Bundesrichter die eigene Unbelehrbarkeit juristisch vertuscht – Tichys Einblick – Alexander Heiden

eingestellt von @Robert Zapf am 4.10.2025

Dem Bundesverwaltungsgericht ist nicht zu trauen. Der Grund ist mit Richard Häußler einer seiner Vorsitzenden Richter.

China verurteilt Corona-Reporterin erneut zu Haftstrafe – F.A.Z. – Anonymus

eingestellt von @nerazurra am 4.10.2025

Zhang Zhan wurde wegen „Aufruhr“ erneut zu vier Jahren Haft verurteilt, während andere von politischer Verfolgung sprechen.

Born in the GDR: Geschichte(n) aus einem verschwundenen Land – podcast.de – Antje Riis

eingestellt von @u_S am 3.10.2025

Kann man Tamara Danz als «kühle Frau» bezeichnen?

Was passiert, wenn Deutschland im Krieg ist? – br – Dominic Possoch

eingestellt von @u_S am 4.10.2025

Prepper leben zehn Tage länger, wenn ihr Haus keinen direkten Treffer abbekommt.

Blackout-Bericht – Finger weg vom Stromnetz! – Achgut – Manfred Haferburg

eingestellt von @Robert Zapf am 8.10.2025

Liebe Politiker, hört endlich, auf an unserem hochkomplexen Energiesystem herumzudoktern!

Scheitert Putin mit seinen Trump-Illusionen? – Achgut – Christian Osthold

eingestellt von @nerazzurra am 9.10.2025

Putins Kalkül, den Westen zu spalten, droht ins Gegenteil umzuschlagen.

Die Entwurzelung des Westens: Was uns bedroht – Overton Magazin – Emmanuel Todd

eingestellt von @Robert Zapf am 10.10.2025

Trumps Perversität entfaltet sich im Nahen Osten, die Kriegstreiberei der NATO in Europa.

»Millionen sind stärker als Millionäre« – junge Welt – Andreas Buderus

eingestellt von @pleifel am 11.10.2025

Für eine antimilitaristische und nachhaltige Orientierung der IG-Metall-Industriepolitik

Flüstern und Schreien – Bundeszentrale für poltische Bildung – Dieter Schumann

eingestellt von @u_S am 11.10.2025

Ein dokumentarisches Roadmovie durch die Underground-Musikszene der DDR

Greenwashed? Decathlon: Kann Massenware nachhaltig sein? – ZDF – Svaantje Schröder

eingestellt von @pleifel am 12.10.2025

Ein Ökolabel muss nicht das halten, was es verspricht.

»Erschießt sie alle!« – junge Welt – Erhard Korn

eingestellt von @pleifel am 23.10.2025

Im Koreakrieg formierte sich die militärische Konfrontation der beiden Blöcke im Kalten Krieg

Windenergie: Wenn ehrgeizige Ziele auf ernüchternde Realität treffen – Teleopolis – Bernd Müller

eingestellt von @u_S am 23.10.2025

Während Europa bis 2030 über 120 GW Offshore-Windenergie installieren will, kämpft die Branche mit Kostensteigerungen und Verzögerungen.

Europa sucht nach Handlungsoptionen – Deutschlandfunk – Bettina Klein

eingestellt von @u_S am 23.10.2025

Vor einem EU-Gipfel über die Strategie der Europäer im Ukraine-Krieg werden mögliche Szenarien diskutiert

Hausdurchsuchung bei Publizist Norbert Bolz nach Beitrag auf X – Tichys Einblick – Redaktion

eingestellt von @izitiwab am 23.10.2025

Das Amtsgericht Berlin-Tiergarten hat kein Gespür für Verhälnismäßigkeit

Im Herbst nach Moskau – apolut – Tilo Gräser

emgestellt von @izitiwab am 23.10.2025

Impressionen von einer Reise in die russische Hauptstadt

Die wahre Energiewende war im Jahre 2000 – SPD-Bundestagsfraktion – Frank-Walter Steinmeier

eingestellt von @glenlivet am 23.10.2025

Eine Kritik der Merkel’schen Energiepolitik, einschließlich der daraus resultierenden Netzüberlastung, aus dem Jahr 2012.

Nein, ich wurde noch nicht verhaftet – X – Jürgen Todenhöfer

eingestell von @Mymind am 24.10.2025

Ein Kommentar zur Verfolgung «falscher» Meinungen in Deutschland durch den Staat

„Unser Militär ist dem russischen Militär unendlich überlegen“ – Wieso dann die ganze Aufrüstung? – Nachdenkseiten – Florian Warweg

eingestellt von @pleifel am 25.10.2025

Zur kafkaesken Argumentation der Bundesregierung in der Rüstungsfrage.

Wohlstand akut in Gefahr – Der Tagesspiegel – Sven Lemkemeier

eingestellt von @kilowadd am 27.10.2025

Ifo-Chef Fuest warnt eindringlich vor Niedergang der Wirtschaft

Globales Elend und die Diktatur der Superreichen – Blätter – Ute Scheub

eingestellt von @pleifel am 28.10.2025

Ausnahmsweise ein Artikel mit Bezahlschranke

KI widersetzt sich der Abschaltung – t-online – mho

eingestellt von @Albatros am 28.10.2025

Findet der Autor unerwartet; ich nicht (izitiwab)

AI models may be developing their own ‘survival drive’, researchers say – The Guardian – Anonymous

eingestellt von @Albatros am 28.10.2025

Deutlich gehaltvollere Variante von «KI widersetzt sich der Abschaltung» auf Englisch

Tod auf vier Beinen – junge Welt – Lars Lange

eingestellt von @pleifel am 28.10.2025

Roboter und ähnliche KI-gestützte Systeme werden in zukünftigen Kriegen die Infanterie ersetzen

Die Mär vom sechsten Massenaussterben (1) – Achgut – Uta Böttcher

eingestellt von @Robert Zapf am 28.10.2025

Wir leben in Zeiten von „I want you to panic!“.

Die Mär vom sechsten Massenaussterben (2) – Achgut – Uta Böttcher

eingestellt von @Robert Zapf am 28.10.2025

Kein einziges Mal in der Erdgeschichte führte die simple Erhöhung des CO2-Gehaltes zu einer Krise für das Leben auf der Erde.

Die geopolitische Dimension von „Bürgerkriegen“: Der Staatszerfall Jugoslawiens 1990 – 1995 – Nachdenkseiten – Günther Auth

eingestellt von @Robert Zapf am 30.10.2025

Der Westen hat die Eskalation des Jugoslawienkriegs aus geostrategischen Gründen gewollt.

Mit den Augen des Gegners: Die Logik der russischen Kriegsstrategie – Berliner Zeitung – Thomas Fassbender

eingestellt von @u_S am 2.11.2025

Wie geht es weiter im Ukrainekrieg?

Rüstung ohne Rendite: Warum der wirtschaft­liche Effekt ausbleibt -Universität Mannheim – Fabio Kratzmeyer

eingestellt von @gelse am 3.11.2025

Eine Studie der Wirtschafts­wissenschaft­ler Prof. Dr. Tom Krebs und Dr. Patrick Kaczmarczyk.

SPD-Landrat führt Arbeitspflicht für junge Bürgergeld-Empfänger ein – Die Welt – ceb

eingestellt von @u_S am 3.11.2025

In Nordhausen startet ein Pilotprojekt: Junge Bürgergeld-Empfänger ohne Ausbildung müssen künftig für 1,20 Euro pro Stunde arbeiten.

Kampf um die Neutralität – Deutschlandfunk – Jörg Biesler

eingestellt von @glenlivet am 7.11.2025

Ob das jahrhundertealte Prinzip der Neutralität reformiert werden sollte, darüber wird in der Schweiz gerade gestritten.

Raus aus der Spur. Silly und die DDR – Buchwerbung (LZT) – Michael Rauhut

eingestellt von @u_S am 10.11.2025

Dieses Buch zeichnet die außergewöhnliche Karriere der Band um Sängerin Tamara Danz anhand der fünf Amiga-Alben nach.

Russlands Reaktionen auf die westlichen Abwehrsysteme – oder Abschreckung als harte Währung im Weltneuordnungskrieg – Nachdenkseiten – Alexander Neu

eingestellt von @glenlivet am 11.11.2025

Der ukrainische Korruptionsskandal als Inszenierung – Selenskyj soll stürzen – Nachdenkseiten – Gert-Ewen Ungar

eingestellt von @Robert Zapf am 20.11.2025

Die ukrainische NABU, die wegen Korruption im Umfeld von Präsident Selenskiy ermittelt, wird vom FBI unterstützt.

Bundestagswahl: „Wer nicht nachzählen will, ist kein Demokrat“ – Nachdenkseiten – Tobias Riegel

eingestellt von @Robert Zapf am 20.11.2025

Eine radikalisierte Mitte führt den hysterisch ausgerufenen „Kampf für die Demokratie“ selber ins Absurde.

Wie die Nato nach Osten aufbrach – multipolar – Paul Schreyer

eingestellt von @glenlivet am 26.11.2025

Der Vizepräsident der Lockheed Martin Corporation für Strategie und Planung warb bei Bill Clinton für die NATO-Osterweiterung. F-35-Flugzeuge verkaufen sich derzeit gut.

Brücke zur Barbarei – junge Welt – Mathias Rude

eingestellt von @pleifel am 30.11.2025

Rezension eines Buchs von Klaus Weber über die «Frankfurter Allgemeine Zeitung»

Der New-START-Vertrag läuft aus, wo bleiben die Bemühungen zur Rettung des Strategischen Gleichgewichts? – NachDenkSeiten – Alexander Neu

eingestellt von @glenlivet am 2.12.2025

Wie sind die START-Verträge entstanden, was leisten sie für die globale Sicherheit und wie stehen die Chancen, dass es einen Ersatz für den im Februar 2026 auslaufenden Vertrag geben wird?

«Es wäre das Ende Russlands als militärische Macht» – t-online- Florian Harms, Marc von Lüpke

eingestellt von @izitiwab am 4.12.2025

Interviewantworten, die viel nachdenklicher und ausgewogener sind, als der Titel und der Anriss vermuten lassen.


422 Antworten zu “Die Meinungen der Anderen”

  1. Der letzte Link ist noch nicht aktiv.

    @Robert Zapf

    Satirisch/ironisch darauf etwa so:

    «Methode: Man nehme eine Anschuldigung, ergänze ein Gedächtnisprotokoll, verzichte auf überprüfbare Beweise und nenne das Ganze „untragbares Dienstvergehen“.

    Der Wehrdisziplinaranwalt wollte einstellen, der Verteidiger auch. Doch der Senat hielt dagegen – schließlich darf ein Richter nicht alles glauben, was ihm vorgetragen wird, nur sich selbst. Der Vorsitzende fasste es zusammen: „Wenn alle Fakten verschwinden, haben wir endlich freie Hand.

    Beobachter sprechen bereits von der „Lex Amnesia“ – einer neuen Rechtsfigur, nach der sich künftig nicht nur Zeugen, sondern auch Gerichte selektiv erinnern dürfen.

    Einziger Nachteil: Das Vertrauen in die Justiz könnte ebenso schnell verschwinden wie die Erinnerung an die eigentlichen Vorwürfe.»

    Da kommen mir doch Gedanken in den Sinn, die ich hier aus nachvollziehbaren Gründen besser nicht ausführen werde.

  2. Wie ein Bundesrichter die eigene Unbelehrbarkeit juristisch vertuscht-

    Ist das die berüchtigte Aufmerksamkeitsökonomie? Scheint hier ja wunderbar zu klappen.

    Hat sich nicht einer der anwesenden «Rechtsexperten» gefragt, warum in dem Artikel nur über einen Richter hergezogen wird? Sind es nicht deren 5 bei mündlichen Verhandlungen beim Bundesverwaltungsgericht? Die waren sich an einem Verhandlungstag aber erstaunlich schnell einig.

    Warum wird im Artikel nicht auf die Pressemitteilung des Bundesverwaltungsgerichts eingegangen?

    https://www.bverwg.de/de/pm/2025/72

    Mir sind da folgende Textstellen aufgefallen, die im Artikel unter den Tisch fallen:

    «dass die erstmals im Berufungsverfahren ausdrücklich bestrittenen Äußerungen tatsächlich gefallen sind.

    «Vielmehr lassen die übrigen in dem 80-minütigen Gespräch getätigten Aussagen des Hauptfeldwebels darauf schließen, dass der Widerruf des Treueeides und die Ankündigung der Gehorsamsverweigerung im Einsatzfall auf einer verfestigten inneren Haltung beruhten.»

    Am Ende der Pressemitteilung kann man sich noch für die Entscheidungsvormerkung eintragen, wenn sie denn vorliegt. Da erhält die ausführlichere Begründung des Gerichts. Mal sehen, ob der Originalposter das macht und uns dann berichtet.

    Ich bin kein Rechts- oder Militärexperte, deshalb habe ich keine Meinung zur Rechtsmäßigkeit des Urteils. Aber der verlinkte Artikel ist Mist.

    • Ich lasse die Woche mal am Samstag enden. Bestimmte religiöse Denominationen tun das.

      Es handelte sich um ein vertrauliches Vier-Augen-Gespräch und es steht Aussage gegen Aussage. Auf dieser Basis darf man niemanden verurteilen.

      Der Satz:

      «Das Bundesverwaltungsgericht gelangte nach Vernehmung des Bataillonskommandeurs als Zeugen zu der Überzeugung, dass die erstmals im Berufungsverfahren ausdrücklich bestrittenen Äußerungen tatsächlich gefallen sind.»

      ist in diesem Kontext ein Unding.

      Dass der Rest des Senats sich Häussler angeschlossen hat, macht die Sache nur noch schlimmer.

  3. Auf die Frage, wie sich die Bundesregierung zu der von den USA ausgesetzten Kopfgeld auf den gewählten venezolanischen Präsidenten Maduro verhält, gibt es eine ‚Nichtantwort‘, die diese Sache auf eine rein bilaterale Ebene verschiebt, als ob es dazu keine internationalen Konventionen/Regeln gäbe.

    Natürlich wäre das etwas völlig anderes, wenn etwa Russland oder auch China gleiches mit Kanzler Merz machen würden, wobei der Unterschied wohl eher eine der Betroffenheit, bzw. Vorurteile entspräche. Leider ist Warweg diese naheliegende Variante nicht eingefallen, wobei die Antwort darauf unschwer zu formulieren ist.

    US-Invasionsflotte vor der venezolanischen Küste & Kopfgeld auf Maduro – „Bilaterale Angelegenheit“:

    https://www.youtube.com/watch?v=q1GP_FO28UY

    Ein Beispiel nur für viele ausweichende und verweigerte Antworten auf konkrete Fragen.

  4. «Eine Auslieferung des Verdächtigen liege zudem „nicht im Interesse Polens“, erklärte Tusk bei einer Pressekonferenz in Warschau.»

    denn

    «Das Problem mit Nord Stream 2 ist nicht, dass sie gesprengt wurde. Das Problem ist, dass sie gebaut wurde.» !!!

    Diese Dreistigkeit von Tusk ist kaum zu toppen. Mehr dazu hier:

    https://www.msn.com/de-de/nachrichten/politik/nord-stream-polen-liefert-verd%C3%A4chtigen-nicht-an-deutschland-aus-tusk-sieht-pipelinebau-als-problem/ar-AA1O3RfO

    Ich würde förmlich darauf wetten, das Polen das folgenlos durchziehen kann.

  5. Daraufhin sagte der ungarische Außenminister, Ungarn möchte kein Europa, in dem Premierminister Terroristen schützen.

    À propos „nicht im Interesse Polens“: Kann auch so verstanden werden, dass dieser Wolodymyr Z., falls er an dem Anschlag beteiligt ist, ggf. auch über ein polnisches Mitwirken auspacken könnte. Polen & Balten hätten niemals Mitglieder der EU werden dürfen. Die Ukraine wird es hoffentlich so lange nicht, bis dort ein Politiker- & Politikwechsel stattfindet.

  6. Es gibt sie schon noch, die gewerkschaftlichen Antikriegsbewegungen! Es gilt sich also zu koordinieren und Informationen zu erhalten, damit das auch gelingt.

    Unter dieser Seite https://www.sagtnein.de/ findet man auch eine laufende Petition gegen den Kriegskurs ‚𝗚𝗲𝘄𝗲𝗿𝗸𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁𝗲𝗿:𝗶𝗻𝗻𝗲𝗻 𝗴𝗲𝗴𝗲𝗻 𝗞𝗿𝗶𝗲𝗴, 𝗠𝗶𝗹𝗶𝘁𝗮𝗿𝗶𝘀𝗺𝘂𝘀 𝘂𝗻𝗱 𝗕𝘂𝗿𝗴𝗳𝗿𝗶𝗲𝗱𝗲𝗻‘:

    https://www.change.org/p/sagt-nein-gewerkschafter-innen-gegen-krieg-militarismus-und-burgfrieden

    Desweiteren ein Flugblatt gegen den DGB selbst, wobei dieser mit – «𝗗𝗚𝗕 𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿 𝗮𝘂𝗳 𝗞𝗿𝗶𝗲𝗴𝘀𝗸𝘂𝗿𝘀» – 𝗯𝗲𝘇𝗲𝗶𝗰𝗵𝗻𝗲𝘁 𝘄𝗶𝗿𝗱:

    https://storage.e.jimdo.com/file/750b5ffb-698d-4d9e-a238-d44abf2e1a88/sagt-nein-zu-dgb-01092025%20FB.pdf

    Möge es gelingen, es wäre wohl im Interesse aller Demokraten. Und das dürfte doch hier er Fall sein. 🙂

  7. Flüstern und Schreien

    Von: Dieter Schumann

    Ein dokumentarisches Roadmovie durch die Musikszene der DDR: Regisseur Dieter Schumann begleitet Bands und Fans auf ihren Konzerttourneen quer durch ein Land im Aufruhr.

    Tamara noch ohne Hassbecker. Beeindruckend der Sillyfan.

    Kann auch bei Erinnerungen hinein.

    PS. Flake *Tastenficker* von den 6 Steinen ist jetzt in den Augen des Ilko-Sascha Kowalczuk ein *Ostdeutschtümmler*. Wer ist Ilko-Sascha Kowalczuk?

    Vermutlich ist ein *Ostdeutschtümmler* jemand, der bei der Kehre die Integration in das WestWesen nicht geschafft hat.

    Oberst, sind sie ein Ostdeutschtümmler?
    Florentinerin, sind sie eine Ostdeutschtümmlerin?
    Gunnar Jeschke, sind sie ein Weltbürger?

    Auf ARTE gibt es eine Doku über Kate aus England. Also die Bush, die mag ich. Das Beste, was dieses Land in den letzten 60zig Jahren hervorbrachte.

  8. Greenwashed – Decathlon
    Kann Massenware nachhaltig sein?

    Machen wir uns nichts vor, wer diesen Film der Zustände in Bangladesch gesehen hat, wird auch die letzten Illusionen verlieren, was uns die ganzen schönen Ökolabels versprechen sollen.

    https://www.zdf.de/play/reportagen/greenwashed-102/decathlon-kann-massenware-nachhaltig-sein-100

    Auch wenn sich das Ergebnis der Untersuchungen von Produkten Decathlons nicht zwingend verallgemeinern lässt, aber was sich als Fazit sicher sagen lässt, dass sich diese Massenproduktion nicht mit Umweltschutz/Ökologie verträgt.

    Sichtbarer Ausdruck ist die Vermüllung/Vergiftung der Umwelt und damit aller Lebewesen und Pflanzen in dem Land.

    Konsequenzen? Klar doch, ist völlig banal. Möglichst die Produkte lange nutzen und falls sinnvoll, auch flicken. Aber das wissen ‚wir‘ ja längst. Nur, warum handeln ‚wir‘ nicht danach?

    • «Möglichst die Produkte lange nutzen und falls sinnvoll, auch flicken.»

      Spielen wir das mal am Beispiel von Geländelaufschuhen (trail running shoes) durch, weil das nicht so weit weg von Decathlon ist. Mein vorletztes Paar habe ich im Mai 2024 gekauft. Es war keine schnell verschleißende Billigware, sondern ein La-Sportiva-Schuh. Das vorerst letzte Paar habe ich vor einer Woche gekauft. Das sind keine anderthalb Jahre Nutzung. Ich laufe nicht extensiv, durchschnittlich vielleicht 20 km pro Woche.

      Warum habe ich das getan? Das vorige Modell ist an einer Stelle am oberen Rand schadhaft, bei langen Läufen beginnt es dort auf der Haut zu reiben. Das Profil ist teilweise auch relativ weit abgelaufen, würde aber vermutlich noch ein paar Monate gehen. Flicken is nich.

      Ist das geplante Obsoleszenz? Nicht unbedingt. Ich will einen nicht zu schweren Laufschuh, der meinen Fuß seitlich gut stützt, trotzdem nicht drückt und griffige Sohlen auch auf schlammigen Wegen hat. Die Sohle darf aber auch nicht zu starr sein.

      Es gibt nicht so viele Materialien, die das leisten können und die halten dann eben auf steinigen Wegen und bei häufigen Seitenbewegungen nicht ewig. Soll ich deshalb auf’s Geländelaufen verzichten? Das ist ein sehr gesunder Sport – für Körper und Hirn (weil man ständig balancieren und sich konzentrieren muss).

      So habe ich mir wieder das gleiche Modell in anderer Farbe gekauft. Denn abgesehen von der Haltbarkeitsdauer läuft es sich damit halt bei jedem Wetter sehr gut.

      • Das kann in diesem Falle so sein.
        In anderen Bereichen sehe ich häufig ungeeignete Kunststoffe.
        Interessanterweise hat das nicht unbedingt etwas mit dem Preis zu tun.
        Was ich schon reparieren mußte oder direkt nach Kauf der Benutzung anpassen, kann ich nicht mehr aufzählen.
        Daher wundern mich die Millionen Tonnen Müll auch gar nicht.
        Kann das noch 100 Jahre so weitergehen?
        Was wenn zusätzliche Länder aufschließen?
        Wirkungsvolle Bestrebungen sehen ich nicht.
        Das würde Eingriffe ins System bedeuten.

      • «Soll ich deshalb auf’s Geländelaufen verzichten?»

        Natürlich nicht, aber Modelle mit Autoreifenprofile sollen weitaus länger halten, wird aber natürlich nicht gemacht. 🙂

        Laufschuhe dürften eher nicht das Problem sein, wobei meine Wanderschuhe von Lowa schon ein paar Jahre länger halten. Wieviel km dann pro Jahr anfallen? Wenn ich das so peile, müsste das etwa ihre Distanz ausmachen, wobei wir dann doppelten Verschleiß haben, da zu zweit unterwegs.

        Aber Schuhe scheinen eher nicht das Problem zu sein (wobei man, falls Geld vorhanden ist, ja immer noch Lederschuhe kaufen kann). Und tatsächlich gibt es bei uns auch noch ein Schuhgeschäft, wo ich z.B. meine Stiefeletten aus den 80ern! mit neuen Sohlen/Absätzen reparieren ließ. Das klappt allerdings nur bei bester Qualität.

        ~~~~~

        Danke fürs Einstellen. Ist aber nicht anonym und im Abspann genannt als Film von Svaantje Schröder/Bewegte Zeiten Filmproduktion, im Auftrag des ZDF.

        • Bald geht es vielleicht nicht mehr um das beste Material oder ob angebracht oder nicht.
          Manches gibt es evtl. einfach nicht mehr.
          Es ist Vieles notwendig, aber nicht per se auf Dauer weiter nutzbar.
          Auf Forschung sollte man sich nicht verlassen, die hinkt hinterher oder ist nicht in den relevanten Bereichen ausreichend in Aktion.

        • «Danke fürs Einstellen. Ist aber nicht anonym und im Abspann genannt als Film von Svaantje Schröder/Bewegte Zeiten Filmproduktion, im Auftrag des ZDF.»

          Habe ich korrigiert.

          Wanderschuhe halten bei mir auch länger. Allerdings komme ich da pro Jahr auch nicht auf diese Kilometerleistung und ich trage auch niemanden durch die Berge 😉

  9. Neue Konflikte drohen an einer alten Baustelle, dem weltweiten Wassermangel. Zusammenarbeit, langfristige Planungen und Investitionen sind also gefragt. Ergo gilt es die Aufrüstung, den Militarismus ‚auszutrocknen‘!

    Kampf um jeden Tropfen: Menschen verdursten, Städte liegen auf dem Trockenen, und Staaten nehmen sich gegenseitig Wasser weg. Ein unvollständiger Überblick über die weltweite Wasserkrise (jw vom 14.10.V 2025 / Eike Andreas Seidel).

    https://www.jungewelt.de/artikel/510299.%C3%B6kologie-kampf-um-jeden-tropfen.html?sstr=Kampf%7Cum%7Cjeden%7CTropfen

  10. Irgendwie ist hier wohl ‚Tote Hose‘. 😉

    Wie es sich mit dem Bürgergeld, nun wieder Grundsicherung genannt, wohl so leben lässt.

    Mehr darüber in 𝗘𝘅𝗶𝘀𝘁𝗲𝗻𝘇 𝗮𝗺 𝗠𝗶𝗻𝗶𝗺𝘂𝗺 von Luca von Ludwig in jw vom 18.10.2025.

    «Bürgergeld: Warme Mahlzeit, zweites Paar Schuhe und geheizte Wohnung oft Luxus. Hälfte der Eltern verzichtet für Kinder auf Essen».

    https://www.jungewelt.de/artikel/510592.erwerbslosigkeit-existenz-am-minimum.html

    • @pleifel

      Wohnung und Heizung werden zusätzlich zum Bürgergeld gezahlt. Und sonst spielen wir das jetzt doch mal durch. Für eine Familie mit zwei Kindern (eins unter 6, eins 6 Jahre oder älter) beträgt der Regelbedarf 1.759 Euro.

      Wieso es mit diesem Einkommen nicht möglich sein soll, jeden Tag für die Vier drei vollwertige Mahlzeiten auf den Tisch zu bringen, eine davon warm, müssen Sie mir mal erklären. Und auch zwei Paar Schuhe für die Kinder sind da drin, denn man kauft die ja nicht monatlich.

      • Da haben ich doch einfach mal mit meiner ‚halluzinierenden KI‘ diskutiert und das ergab folgendes Ergebnis:

        Ihre Aussage, dass «Wohnung und Heizung zusätzlich zum Bürgergeld gezahlt werden», greift zu kurz – und unterschlägt zentrale Probleme, die sowohl statistisch belegt als auch von Wohlfahrtsverbänden und Betroffenen seit Jahren thematisiert werden.

        Zunächst zur Wohnung und Heizung: Ja, die Kosten werden theoretisch übernommen – aber nur in „angemessener“ Höhe, und diese wird von den Jobcentern häufig unterhalb realer Miet- und Heizkosten angesetzt.

        Das bestätigt nicht nur der Paritätische Wohlfahrtsverband, sondern auch das Statistische Bundesamt: Bereits 2024 konnten sich rund 5 Millionen Menschen das ausreichende Heizen nicht mehr leisten, besonders betroffen: Erwerbslose im Bürgergeldbezug.

        In vielen Fällen müssen diese Menschen aus ihrem ohnehin schmalen Regelbedarf noch Zuzahlungen zur Miete oder Heizkosten leisten – also vom „Existenzminimum“ abzweigen, um überhaupt wohnen zu können.

        Ihre Beispielrechnung mit 1.759 € Regelbedarf für eine vierköpfige Familie mag rechnerisch stimmen – aber sie ist realitätsfern. Denn sie ignoriert völlig:

        die Inflation bei Lebensmitteln, die laut AWO z. B. Fleisch, Milch, Obst und Eier 2024 massiv verteuert hat, während die Bürgergeldsätze oft nicht entsprechend angepasst wurden.

        die Tatsache, dass nicht alle Ausgaben in diesem Regelsatz gedeckt sind: Kleidung, Körperpflege, Schulmaterialien, Internetanschluss, Mobilität, Haushaltsgeräte, Medikamente (nicht alle sind Kassenleistung), kleine Reparaturen usw. – all das muss aus dem selben Topf bezahlt werden.

        dass dieser Betrag nicht sofort und vollständig für „drei vollwertige Mahlzeiten täglich“ zur Verfügung steht – weil andere Grundbedürfnisse konkurrieren. Wenn z. B. der Kühlschrank kaputtgeht, ist kein Geld da.

        Eine Erhebung des Paritätischen zeigt: Über die Hälfte der Eltern verzichtet regelmäßig auf Essen zugunsten ihrer Kinder.

        Sie behaupten, mit dem Regelsatz müsse eine warme Mahlzeit täglich „drin sein“ – die Realität ist: Ein Drittel der Betroffenen kann sich nicht einmal jeden zweiten Tag eine warme Mahlzeit leisten. Das ist nicht Ideologie, sondern Ergebnis empirischer Erhebungen.

        Und was die zwei Paar Schuhe betrifft: Natürlich kauft man die nicht monatlich – aber wenn das einzige Paar durchgelaufen ist und gerade gleichzeitig neue Schulmaterialien, ein Arztbesuch oder ein defekter Toaster anstehen, dann ist dieses zweite Paar nicht mehr einfach „drin“, sondern ein echter Engpass.

        Was in Ihrer Argumentation fehlt, ist ein Bewusstsein dafür, dass Erwerbslosigkeit und Armut keine Rechenaufgabe auf dem Papier sind, sondern Lebensrealität mit Unsicherheit, Verzicht, Dauerstress und fehlender Teilhabe.

        Wer sagt: „Die sollen mal mit ihrem Geld haushalten“, ignoriert, dass es oft gar keinen Spielraum gibt, mit dem man wirtschaften könnte.

        𝗙𝗮𝘇𝗶𝘁: 𝗗𝗮𝘀 𝗕𝘂̈𝗿𝗴𝗲𝗿𝗴𝗲𝗹𝗱 𝗿𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗳𝘂̈𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗨̈𝗯𝗲𝗿𝗹𝗲𝗯𝗲𝗻, 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗳𝘂̈𝗿 𝗲𝗶𝗻 𝘄𝘂̈𝗿𝗱𝗲𝘃𝗼𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻. 𝗪𝗲𝗿 𝗱𝗮𝘀 𝗯𝗲𝘀𝘁𝗿𝗲𝗶𝘁𝗲𝘁, 𝘀𝗼𝗹𝗹𝘁𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵 𝗺𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗻 𝗿𝗲𝗮𝗹𝗲𝗻 𝗟𝗲𝗯𝗲𝗻𝘀𝗹𝗮𝗴𝗲𝗻 𝗕𝗲𝘁𝗿𝗼𝗳𝗳𝗲𝗻𝗲𝗿 𝗯𝗲𝗳𝗮𝘀𝘀𝗲𝗻 – 𝘂𝗻𝗱 𝘄𝗲𝗻𝗶𝗴𝗲𝗿 𝗺𝗶𝘁 𝗶𝗱𝗲𝗮𝗹𝗶𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗥𝗲𝗰𝗵𝗲𝗻𝗯𝗲𝗶𝘀𝗽𝗶𝗲𝗹𝗲𝗻.

        Viel anders würde ich es auch nicht beantworten, hätte aber wesentlich länger gedauert. Aber ‚wir‘ wollen ja alle effizient sein.

        • «In vielen Fällen müssen diese Menschen aus ihrem ohnehin schmalen Regelbedarf noch Zuzahlungen zur Miete oder Heizkosten leisten – also vom „Existenzminimum“ abzweigen, um überhaupt wohnen zu können.»

          Um in ihrer bisherigen Wohnung bleiben zu können.

          • «Um in ihrer bisherigen Wohnung bleiben zu können.»

            Weder ist i.d.R. eine preiswertere Wohnung zu bekommen, noch wären die Umzugskosten (mit Neuanschaffungen) zu stemmen. Die Mietsituation in Deutschland (auch in den Nachbarstaaten) hat sich längst in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr tragbar ist. Gründe dafür sind (eigentlich) leicht zu erkennen.

            Jedenfalls trifft es die Bürgergeldbezieher (Studenten/Alleinerziehenden/Rentner usw.) mit besonderer Härte.

            Wer nun sein Einkommen immer noch komfortabel umschichten kann, ist jedenfalls weniger davon betroffen. Das schreibe ich auch aus persönlicher Perspektive!

            • «Weder ist i.d.R. eine preiswertere Wohnung zu bekommen, noch wären die Umzugskosten (mit Neuanschaffungen) zu stemmen.»

              In München oder Berlin nicht, aber wer in München oder Berlin keine Arbeit hat oder finden kann, kann ja auch heraus ziehen. Zum Beispiel reicht der Mietzuschuss für meine Beispielfamilie für Königs Wusterhausen aus, noch besser für kleinere Städte/Dörfer ohne direkte S-Bahn-Anbindung.

              Und ja, einen solchen Umzug kann man verlangen, wenn jemand in Berlin keine Arbeit finden kann oder will. Ich würde Ruhland empfehlen. Nicht nur kann man dort billiger wohnen, die Supermärkte (und andere Arbeitgeber) suchen Personal.

              • «Nicht nur kann man dort billiger wohnen, die Supermärkte (und andere Arbeitgeber) suchen Personal.»

                Es gibt gesetzliche Regelungen und gerichtliche Entscheidungen, die definieren, was als zumutbar oder unzumutbar angesehen wird, sowohl bei der Arbeitsaufnahme als auch bei der Frage eines Umzugs.

                Für Familien mit Kindern und alleinerziehende Elternteile werden besondere Maßstäbe angelegt, und in vielen Fällen wird ein Umzug in ein anderes Bundesland oder eine Pendelzeit von mehr als 2,5 Stunden täglich als unzumutbar angesehen.

                Gerichte haben in der Vergangenheit immer wieder betont, dass Sanktionen in Fällen, in denen die Ablehnung einer Arbeit oder eines Umzugs auf nachvollziehbaren und nachvollziehbar unzumutbaren Gründen beruht, nicht zulässig sind.

                «wenn jemand in Berlin keine Arbeit finden kann oder will.»

                dann sind die, die nicht wollen eh eine Minderheit, die ‚wir‘ mal außen vor lassen können, da zudem diese unsicheren statistischen Angaben gerne als rhetorische Verallgemeinerung politischer Instrumentalisierung dient, wie man es jetzt wieder in der Koalition erleben können.

                ‚Unsicher‘ auch deshalb, weil man unter diesen Zahlen auch die berechtigten Gründe von ‚Verweigerern‘ nicht berücksichtigt, die die Unzumutbarkeit der Arbeitsstelle, Gesundheitsprobleme, fehlende Kinderbetreuung, andere persönliche Gründe (z. B. familiäre Verpflichtungen außer Acht lassen, es darüber also keine einheitlichen Daten gibt.

                Auch wenn das im § 140 ‚Zumutbare Beschäftigungen‘ im Sozialgesetzbuch (SGB) Drittes Buch (III) dazu Definitionen enthält, ist die Sache weitaus komplexer in der Realität.

                ~~~~~~~~~~~~~~~~

                Andererseits argumentieren Sie doch mal so stringent gegen diejenigen, die staatlich legalisiert sich in ganz anderen Größenordnungen dem staatlichen Zugriff entziehen können, also all jene, die nicht durch eigene Arbeit leben müssen (also den Luxus genießen, andere für sich arbeiten zu lassen) und zudem noch die Möglichkeiten haben, die Regeln zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

                Mag sein, dass Sie das an der einen oder anderen Stelle geschrieben haben, wäre mir dann aber nicht aufgefallen. Übrigens macht es immer noch einen großen Unterschied, ob man als Familie oder als ‚Einzelkämpfer‘ betroffen ist.

                Wie auch immer, der Spruch, dass doch ‚auch Reiche das Recht haben, unter Brücken zu schlafen‘, aber man nie welche sieht, symbolisiert die einfache Tatsache der ungerechten Strukturen in der kapitalistischen Welt.

                Was dem einen erfolgreich gelungen sein mag, sich also aus einfachen Verhältnissen nach oben zu arbeiten, bedarf einerseits dazu die geeigneten Umstände, wie auch die schwindende Zahl jener beweist, da sich die Umstände (das Zeitfenster geschlossen) schon längst wieder verschlechtert haben.

                Und diese verschlechterten Umstände lassen sich eben nicht mit Druck/Zwang auf Jobsuchende auflösen, sondern nur mit Änderung der gesellschaftlichen Verhältnisse selbst.

                Das wiederum sehen Sie ja aus anderem Blickwinkel, weil man auch mittels gewisser Daten selbst noch dem Raucher seine gesundheitlichen Folgeschäden zeitweise so marginalisiert einreden konnte, was man heute auf den Verpackungen als eindeutige Gefahr zur Abschreckung zeigt.

                Machmal ändern sich gewisse Dinge also auch positiv, nicht aber, wenn die Grundlagen dieses Systems infrage gestellt werden. Und das sollte doch eigentlich die Basis linken Verständnisses sein, wenn auch mit unterschiedlichen Vorstellungen der Umsetzung.

                • «Übrigens macht es immer noch einen großen Unterschied, ob man als Familie oder als ‚Einzelkämpfer‘ betroffen ist.»

                  Ganz wichtiger Punkt: Das zerstoert traditionelle Familien (auf die @izi besonderen Wert legt), wenn man sich dann vielleicht nur einmal im Monat sieht und die Kinder, den Papa nur vom Foto kennen.

                  Und dann muss man sich auch nicht wundern, wenn es mit der Demografie nicht mehr hinhaut.

                  In einem gebe ich allerdings dem Hausherrn recht: Das sind «Wohlstandsprobleme», die sich in den meisten Laendern gar nicht stellen. Weil es da auch keine oder kaun Sozialleistungen vom Staat gibt.

                  • «Das zerstoert traditionelle Familien (auf die @izi besonderen Wert legt), wenn man sich dann vielleicht nur einmal im Monat sieht und die Kinder, den Papa nur vom Foto kennen.»

                    Das verstehe ich nicht. Die Familie zieht dorthin um, wo Papa (und eventuell auch Mama) Arbeit finden und der Wohnraum billiger ist. Das hat über Jahrhunderte und mindestens bis zur Generation meiner Eltern geklappt. Wieso soll das auf einmal unzumutbar sein?

                    Fakt ist, dass ich in Deutschland sehr viele Plakate un Anschläge sehe, auf denen nach Arbeitskräften gesucht wird und das auch in Gegenden, wo Wohnraum relativ preiswert ist. Gleichzeitig alimentiert der Staat aus Steuergeldern sehr viele Leute, die nicht arbeiten.

                    Da stimmt etwas nicht. Wenn es Richter gibt, die so absurde Meinungen haben, dass ein Umzug in ein anderes Bundesland unzumutbar ist (weswegen eigentlich?), dann muss man das Gesetzt halt so abändern, dass explizit drinsteht, dass der Umzug in ein anderes Bundesland zur Arbeitsaufnahme zumutbar ist, ausser in den bereits oben von mir erwähnten Härtefällen. Die paar Härtefälle machen das Kraut nicht fett. Aber wer nur aus Bequemlichkeit nicht umziehen will, um wieder Arbeit zu finden, sollte in dieser Bequemlichkeit nicht vom Staat unterstützt werden.

                    • «Das verstehe ich nicht.»

                      Nun ja, vielleicht habe ich es auch uebertrieben. Ich war seit Jahren nicht mehr beim Amt. Und diese spezielle Situation traefe auch nicht auf mich zu.

                      Also ich dachte nur, wenn beide Partner arbeitslos sind, wuerde ja die Umzugskeule auch beide treffen, wenn es fuer den einem ganz unten in Dunkeldeutschland und dann vielleicht paar Wochen spaeter fuer den anderen tief im Westen Arbeit gebe.

                      Und dann gibt es heutzutage ja auch noch Paerchen ohne Ehering. Oder junge Leute, die ueber den Verliebtheitsstatus noch nicht hinausgekommen sind.

                      Da steht es schlecht, dass diese zarten Bande nicht zerreissen. Vor allem, wenn man faktisch zur Trennung gezwungen wird.

                      Und dann soll’s noch Leute geben, die mit ihrer Heimat so sehr verwurzelt sind, dass eine Art Vertreibung zu psychischen Schaeden fuehren wuerde.

                      Und einen Umzug stelle ich mir auch nicht ganz so einfach vor. (Das mag bei jungen Huepfern einfach sein, aber nicht wenn man schon ’ne Menge Kram angesammelt hat, einschl. Haustiere.) Selbst, wenn das Amt alle Umzugskosten uebernehmen wuerde, muesste man dann nicht trotzdem erstmal in Vorkasse gehen?

                      Ganz abgesehen von dem Organisatorischen. Man kann sich ja erst eine Wohnung suchen, wenn man diese neue Arbeit dann schon hat. Und wenn man die dann hat, muss man sich um den ganzen Umzug kuemmern, einschl. der Besenreinheit und Tapetenwechsel (zumind. bei vielen Mietwohnungen) der alten Wohnung. Und das alles nebenbei, waehrend man schon arbeitet. Und vielleicht nichmal die Probezeit uebersteht, weil’s irgendwie dann doch nicht passt. (Und damit meine ich nicht den Willen des Arbeitnehmers.)

                      Dennoch gebe ich Ihnen recht, dass da was nicht stimmt. Es gibt vermutlich mehr Arbeitslose, die tatsaechl. nicht arbeiten wollen, als das was sich @gelse und @pleifel vorstellen koennen. Ich persoenl. kenne zwei, und jeder meiner Kollegen kennt auch irgendeinen. (Und ich nehme das denen nicht mal besonders uebel, wenn die mit dem Zeug vom Staat hinkommen und ansonsten ein freies, unbeschwertes Leben fuehren koennen.)

                      Allerdings denke ich mir auch, Sie machen es sich zu einfach, wenn Sie nur in Statistiken und Papierrechten denken.

                    • Ach hatte ich noch vergessen:

                      Das sind natuerlich Wohlstandsprobleme.

                      Aber wenn man in den «Wohlstand» hineingeboren wurde oder meinetwegen auch hineinge»kehrt», dann hat man ganz andere Ansprueche.

                      Vor allem wenn man sieht, dass die Superreichen ihr Geld zum Fenster rausschmeissen. Oder Milliarden fuer Ruestung, Bankenrettung und Klima (!) bereitgestellt weden.

                    • «Also ich dachte nur, wenn beide Partner arbeitslos sind, wuerde ja die Umzugskeule auch beide treffen, wenn es fuer den einem ganz unten in Dunkeldeutschland und dann vielleicht paar Wochen spaeter fuer den anderen tief im Westen Arbeit gebe.»

                      Nee. Ehen werden nicht auseinandergerissen.

                      Und oh Wunder, es ist nicht alles im Leben ideal. Der Staat verhindert nicht alle Härten im Leben. Kann er nicht. Soll er auch gar nicht.

                      Die ganze Sache ging davon aus, dass Bürgergeldempfänger vom Regelmietzuschuss + Heizungsszuschuss in Berlin ihre Miete + Heizkosten häufig nicht bezahlen können und deshalb Teile des Bürgergelds dafür aufwenden müssen. Und da bin ich schon der Meinung, dass es eben ihre Wahl ist, entweder das zu tun (dann sollen sie und Wohlfahrtsverbände nicht jammern) oder eben dorthin umzuziehen, wo der Mietzuschuss reicht. Und wo sie dann wahrscheinlich sogar noch Arbeit finden können. Wenn sie das nicht wollen, müssen sie halt mit den Konsequenzen leben.

                    • @nera

                      «dann hat man ganz andere Ansprueche»

                      Dann muss man halt sehen, wie man sich die erfüllt. Der Staat ist nicht für Ansprüche zuständig, sondern nur für grundlegende Daseinsvorsorge.

                    • Ja, Sie haben ja Recht.

                      Die Gesellschaft kann sich nicht mit jedem Einzelfall beschaeftigen und dann die Kosten uebernehmen, wenn der ausserhalb der gesetzlichen Ausnahmen liegt.

                      Und es liegt auch nicht nur am kapital. System. Das waere in einem Sozialismus oder Kommunismus bzw. anderen System – wenn der/das bestehen soll – auch nicht anders.

                • Es ist verquer, dass der Staat Leute alimentiert, die nicht dorthin umziehen wollen, wo sie Arbeit bekommen könnten.

                  Und was bedeutet «Pendelzeit» bei Bürgergeldempfängern? Wohin müssen die pendeln?

                  Es kann einzelne Härtefälle geben (Kinder kurz vor dem Schulabschluss, Sorge für Angehörige), aber man kann es nicht zum Prinzip machen, dass Leute sich nicht bewegen müssen, um wieder selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

                  • NBun, man kann es auch nicht zum Prinzip machen, wenn Beamte diverse hohe Zahlungen bekommen für einen Ortswechsel.
                    Oder die Arbeitnehmer zur Kasse bitten wegen einem Umzug.
                    Oder Betriebe mit Steuergeldern ködern usw.

                    • «Oder Betriebe mit Steuergeldern ködern usw.»

                      Das befürworte ich nicht.

                      «wenn Beamte diverse hohe Zahlungen bekommen für einen Ortswechsel»

                      Das auch nicht. Eigentlich widerspricht es sogar der Grundidee des Berufsbeamtentums.

                    • Ich wollte das nur noch hinzufügen.
                      Hier gab es bei einem Behördenumzug pro Beamter zig Tausende für den Umzug, die öff. Angestellten bekamen das nicht.
                      Die wurden vor die Wahl gestellt, entweder kostenfrei mit umziehen oder gehen.
                      Ich erinnere an die üppigen Zuwendungen für den Regierungsumzug nach Berlin.

                      Es gibt den Passus: Der Beamte hat seinen Dienst dort zu verrichten, wo es der Arbeitgeber für notwendig erachtet.
                      Dafür gibt es als Ausgleich entsprechende Privilegien.
                      Das ist so nicht mehr erkennbar.

                      Ich habe nichts gegen den Umzug nach Berlin, aber die Kosten hätte man minimieren können und das eingesparte Geld hätte sicher nützlicher ausgegeben werden können.

                    • @Albatros
                      >>>Ich habe nichts gegen den Umzug nach Berlin, aber die Kosten hätte man minimieren können und das eingesparte Geld hätte sicher nützlicher ausgegeben werden können.<<<

                      Es gibt ja vor allem auch noch genug Beamte in Bonn, die den REGIERUNGSFLIEGER benutzen, um nach Berlin zu reisen.
                      Den gibt es nämlich IMMER noch.

                • Ich denke nicht, dass der Aldi im Geidezenter in Schwarzheide in absehbarer Zeit pleite gehen wird. Oder das Handwerksunternehmen in Ruhland, Ortsausgang Schwarzbach, dass seit Wendezeiten besteht.

                  Ist ja hübsch, wenn man im bunten, weltoffenen Berlin leben will. Habe ich nix gegen. Wenn man das aus eigenen Mitteln bestreiten kann.

                • Das sehe ich – ganz unironisch – tatsächlich so. Die Entvölkerung des ländlichen Raums ist ein Problem. Ihn nur mit Leuten wiederzubevölkern, die in der Stadt keine Arbeit finden können, ist zwar problematisch, schafft aber dort einen Arbeitskräftepool, der Firmengründungen erleichtert.

                  • @izi
                    >>>Das sehe ich – ganz unironisch – tatsächlich so. Die Entvölkerung des ländlichen Raums ist ein Problem.<<<
                    Können Sie sich noch daran erinnern, wie in der DDR versucht wurde, auf dieses Problem zu reagieren?

                    • Es gab verschiedene Massnahmen. Für studierte Leute lief es so: Nach dem Studium bekam man einen Arbeitsplatz zugewiesen. Auf dem musste man drei Jahre bleiben. Weil die meisten sich in diesen drei Jahren einrichteten, blieben sie dann auch dort.

                      Bei Facharbeitern war es schwieriger. Man versuchte, dort, wo man mehr brauchte, die Bedingungen (Wohnraum, Kultur, Einkaufsmöglichkeiten) zu verbessern.

                      Für Berlin gab es eine Zuzugsbeschränkung. Im Uebrigen musste man halt auch erst einmal eine Wohnung finden, wenn man wo hinziehen wollte. Wo es Arbeit und Wohnungen gab, bekam man die. Grossbetriebe hatten Schichtbusse. Man konnte also gut in den umliegenden Dörfern leben, auch wenn man kein Auto hatte.

                    • @izi
                      >>>Grossbetriebe hatten Schichtbusse. Man konnte also gut in den umliegenden Dörfern leben, auch wenn man kein Auto hatte.<<<
                      Ja, das kann ich aus eigener Erfahrung bestätigen. Auch als wir im Studentesommer meist in zur Generalüberholung in den Braunkohlevier bei Senftenberg waren, lief das so.
                      Des weiteren gab es auf dem Land auch immer einen Konsom oder HO. Die Preise waren ja auch überall gleich.
                      Manchmal hatte man auf dem Land sogar ein besseres Angebot.
                      Ich wollte aber auf etwas anderes hinaus:
                      Ich kann mich noch erinnern, daß nach 1945, auch speziell das Land in die industrielle Entwicklung eingebunden wurde.
                      Es wurden also dort, zumindest im Nahbereich, Arbeitsplätze geschaffen.
                      Das beugte ja in gewisser Weise auch der Stadtflucht vor.
                      Obwohl ich selbst als Jugendlicher auch nie von selbst aufs Dorf gezogen wäre. Ist jedenfalls meine Erinnerung.
                      Aber das hatte ich ja auch nicht zu entscheiden.
                      Auf alle Fälle sind wir 1976 von Plauen nach Karl-Marx-Stadt gezogen, wegen einer neuen Arbeitsstelle meines Vaters.
                      Das Problem damals war aber eher die Wohnung. Eine Arbeit als Krankenschwester hat meine Mutter sofort gehabt. Das war zu DDR Zeiten auch nicht das Prolem.
                      Deshalb haben ja viele Großbetriebe eigene Wohnungskontigente gehabt. Die Wismut, große VEBs usw.
                      Aber normalerweise war in der DDR ein Arbeitsplatzwechsel eher selten.
                      Außer bei den bewaffneten Organen.
                      Da hatten ich in meiner Klasse ein paar Zugänge, wo der Vater Offizier war, und versetzt wurde, warum auch immer…

                    • @Petrowitsch
                      Das die 1974 aufgehoben wurde, änderte aber nichts am Wohnungsproblem.
                      Also wenn ich nach der Armee beschlossen hätte, nach Berlin zu ziehen, war nicht die Zuzugsbeschränkung das Problem, sondern fehlende Wohnung.
                      Soll aber auch jetzt das große Problem von Berlin sein.

                    • «Also wenn ich nach der Armee beschlossen hätte, nach Berlin zu ziehen, war nicht die Zuzugsbeschränkung das Problem, sondern fehlende Wohnung.»

                      Wo in der DDR war fehlender Wohnraum kein Problem?

  11. Da hinkt etwas.
    Der Staat läßt auch zu, die Mieten immer weiter steigen zu lassen.
    Bezahlbare Gegenden werden plötzlich «aufgewertet» und die langjährigen Mieter sind auf einmal fehl am Platze und können sich die Mieten nicht mehr leisten.
    Die Mieter werden zum Spielball und haben da zu mieten, wo kein Investor Interesse zeigt.
    Wer auf «verheiratet» abzielt vergißt, viele leben ohne die staatliche Urkunde und sind daher benachteiligt.
    Selbstverständlich werden Partner und Verwandtschaft auseinandergerissen, wenn man alles so laufen läßt, wie es eine bestimmte Gruppe für richtig hält.
    Die Vereinzelung wird beklagt, gleichzeitig verlangt.
    Der freie Markt hat andere Interessen als Bürger oder Individium.

    • «Da hinkt etwas.»

      Nur ‚etwas‘? Da hinkt es massiv! Ich kann nur wieder feststellen, dass erstaunlicher Weise tradierte/erlebte Erfahrungen das Maß aller Dinge bleiben soll, das man also auf Anweisungen hin etwas zugeteilt bekommt und man das i.d.R. dann auch so hinnimmt, weil es ja so eine Art Sozialismus war.

      Und der ist ja auch nur deshalb gescheitert, weil es den Leuten einfach an Bananen gefehlt hat, um es mal trivial zu formulieren.

      Wiederum wird hier (speziell) vom ‚Gastgeber‘ der westliche Fortschritt gerühmt, der dann auch allen so toll zu Gute kommt (also auch jenen, denen man sagt, was sie gefälligst unter Menschenwürde zu verstehen haben und entsprechen alimentieren/unter Druck setzen)

      und denen, die jenseits des staatlichen Zugriffs die eigentlichen ‚Absahner‘ des Wohlstands sind und wo sorgfältigst vermieden wird, das irgendwie zu ändern.

      Denn wer das fordert, ist entweder ein Nestbeschmutzer, ein Revoluzzer, ein gefährlicher Linker, Fantast oder gleich jemand, den man in die Psychiatrie abschied.

      Es ist einfach (für mich) ätzend, wie einseitig das diskutiert wird und eine Seite völlig ausblendet. Als Alibi allenfalls, das der Staat (allein) das doch gar nicht mehr kann und wenn es doch versucht wird, einfach scheitern würde. Folglich versucht man es erst gar nicht.

      Wie gesagt, eine Alibidiskussion, die nun auch mit der neuen Krise im Osten diese ‚Vorlage‘ gleich aufnimmt, um mittels Militarisierung die stockende Wirtschaft wieder auf Kurs zu bringen.

      Da ist es doch egal, ob dabei die Demokratie den Bach runter geht und vor allem die ‚alten Säcke/vereinzelt auch Frauen das beschleunigen, die selbst nie Flecktarn überziehen müssten, allenfalls als Präsentation auf dümmlichen Messen, wo die Militärstände aufgebaut werden.

      Verstand, wo hast du dich aufgelöst?!

        • «Und das nachfolgende duerfte Sie vermutlich weniger frustrieren ..»

          Stimmt, danke, ein informativer Beitrag. Hier ist das Problem/die Aufgabenstellung wohl nur aus verschiedenen Perspektiven sinnvoll zu bearbeiten.

          1. will Deutschland, dass die Ukrainer möglichst zügig wieder in die Ukraine zurückkehren, was bei den Männern vor allem mit der Lage dort zu tun hat

          oder

          2. will man hier den Arbeitsmarkt ‚bedienen‘, denn unter dem Stand der letzten Berechnungen braucht D. für Stabilität ~ 600.000 Migranten pro Jahr, um das zu erreichen.

          Wiederum, wer an eine Zukunft der Ukraine mit Perspektive denkt, weiß natürlich, das es ausgerechnet diese (überwiegend jungen, gut ausgebildete Bürger sind), die für die Ukraine selbst unverzichtbar sind.

          Letztlich ist die beste Option die, möglichst schnell zu einem dauerhaften Waffenstillstand zu kommen und möglicht später auch einen Friedensvertrag.

          ~~~~~~~~~~

          Für D. wiederum hat man die Weichen gewollt so gestellt, dass Russland als neues/altes Feindbild erhalten werden soll, denn ansonsten würde der Irrsinn der Aufrüstung dann doch zu offensichtlich.

          VG

          • «Wiederum, wer an eine Zukunft der Ukraine mit Perspektive denkt, weiß natürlich, das es ausgerechnet diese (überwiegend jungen, gut ausgebildete Bürger sind), die für die Ukraine selbst unverzichtbar sind.

            Letztlich ist die beste Option die, möglichst schnell zu einem dauerhaften Waffenstillstand zu kommen und möglichst später auch einen Friedensvertrag.»

            Ich fürchte, das hätte man eher tun müssen. So, wie die Lage jetzt ist und wie ein möglicher Waffenstillstand aussehen wird, ist bei Aufhebung des Kriegsrechts eher mit einem weiteren Exodus (von Männern) zu rechnen, als mit der Rückkehr von Emigranten.

  12. Koreakrieg »Erschießt sie alle!«
    (jW vom 22.10.2025 – Erhard Korn)

    Alles nicht neu, was sich zurzeit als Begründung für das neue/alte Feindbild Russland abspielt. 75 Jahre sind es etwa her, als mit analoger Propaganda das gleiche Ziel verfolgt wurde, die Meinung der Bevölkerung zu ändern hinsichtlich Befürwortung der Aufrüstung.

    Zitat: «Für die Wiederbewaffnungspläne von Bundeskanzler Konrad Adenauer war der Krieg ein «unverhoffter Glücksfall», da eine neue Wehrmacht fünf Jahre nach dem Weltkrieg der «lethargischen Bevölkerung» als nicht vermittelbar galt.

    In der «Öffentlichkeitsarbeit» der CDU ebenso wie in der Tagespresse diente nun das Vordringen nordkoreanischer Truppen über den 48. Breitengrad als Lehrbeispiel für das Vordringen von Einheiten der DDR-Volkspolizei über die «Zonengrenze». Die Wahlkampfplakate warnten vor den asiatisch gezeichneten Bolschewisten.

    Der «defätistischen Stimmung» (Adenauer) des «Ohne mich» müsse nun endlich eine «Umerziehung» zur Wehrfreudigkeit entgegengesetzt werden, hieß es. Dazu diente in Adenauers Strategie der «Balance der Angst» einerseits das Schüren von Bedrohungsängsten vor einem «deutschen Korea».

    Hatte die Presse vor dem Krieg eine Wiederbewaffnung durchgehend abgelehnt, so befeuerten die Medien nun eine «Angstwelle». Andererseits versprachen Adenauers autoritäre Kanzlerdemokratie und die militärische Westverankerung Sicherheit. Kriegsangst sollte in Russenangst transferiert werden.

    Der Koreakrieg geriet so zu einer Art «Geburtshelfer der Bundeswehr» und war Motor für ein gigantisches Aufrüstungsprogramm der USA, das wiederum zum «Koreaboom» und damit zur ökonomischen Stabilisierung beitrug. «

                • Grundsaetzlich: Sie sind der Hausherr, koennen einstellen, was Sie wollen. Da habe ich absolut nichts mitzureden. Basta!

                  «Gleichwohl, ich kenne ihn persönlich…»

                  Ja, das hatten Sie schon mal erwaehnt und dass der menschl. in Ordnung ist, bezweifel ich auch gar nicht.

                  Ich finde derlei Meinungen auch immer interessant.

                  Dass die Metro und die Oeffis besser als in Deutschland funktionieren, das Stadtbild sauberer ist, die Menschen freundlicher – ja, das wird vermutl. alles richtig sein.

                  Ich frage mich nur immer wieder, was mit solchen Menschen (d.h. die wenigstens paar Jahre die westl., zweifellos unperfekten Demokratien direkt zum Vergleich hatten) passiert sein muss (und davon gibt es ja viele), dass die so einen verklaerten, traeumerischen Blick auf Russlands Putin’sche Politik haben.

                  Gerade die, die oefters dort sind, muessten doch auch sehen, wie dort mit den Meinungen der Anderen umgegangen wird.

                  Oder ist das hier in Deutschland alles nur Propaganda und Russenhass? Damit ist man ja genau so schnell, wie wiederum Andere (vornehmlich aus der links-gruenen Ecke) mit Rassismus und Alles Nazis… ausser Mutti<.

                  Ich komme mir da immer wieder wie in einer anderen Welt vor. Die Frage ist nur, welche von den Beiden ist real?

                  • @nera
                    >>>Gerade die, die oefters dort sind, muessten doch auch sehen, wie dort mit den Meinungen der Anderen umgegangen wird.<<<

                    Das würde vielleicht passieren, wenn man dort DAUERHAFT oder für IMMER leben würde.
                    Und selbst dann ist es doch auch kein Automatismus.

                    Sie regen sich immer furchtbar über Trump und Putin auf.
                    Aber was ist mit den Sachen, die in Deutschland mit manchen Menschen geschehen?
                    @izi hat oben einen Link von Tichys eingestellt.
                    Und das wäre jetzt der zur Zeit letzt in einer langen Liste:

                    thematisch geordnete, unkommentierte Namensliste – Personen, die in Deutschland (oder mit deutscher Verbindung) in den letzten fünf Jahren wegen kritischer Äußerungen zu Corona, Ukraine oder Gender Probleme im weiteren Sinn hatten (inkl. Ermittlungen, Entlassungen, Ausladungen, Stigmatisierung, Sperrungen etc.).

                    ?? Corona- und Maßnahmenkritik
                    Michael Ballweg
                    Sucharit Bhakdi
                    Wolfgang Wodarg
                    Bodo Schiffmann
                    Reiner Füllmich
                    Wolfgang Greulich („Impfkritischer Arzt“)
                    Gunter Frank
                    Harald Walach
                    Stefan Homburg
                    Gunnar Kaiser
                    Lisa Fitz
                    Nena
                    Xavier Naidoo
                    Monika Gruber
                    Paul Brandenburg
                    Jens Lehmann (Kurzzeit-Medienkonflikt wegen Maskenkritik)
                    Franziska Naß (Lehrerin, Suspendierung wegen Maskenprotest)
                    Ulrike Guérot (teils auch Corona-Positionen)

                    ?? Ukraine-Krieg / NATO-Kritik
                    Alina Lipp
                    Thomas Röper
                    Patrik Baab
                    Gabriele Krone-Schmalz
                    Daniele Ganser
                    Ulrike Guérot
                    Oskar Lafontaine
                    Sahra Wagenknecht
                    Roger Köppel
                    Jürgen Elsässer
                    Dirk Pohlmann
                    Hermann Ploppa
                    Karin Kneissl
                    Rainer Rupp
                    Krystyna Schreiber (Einschränkung Medienauftritte)

                    ?? Gender / Identitätspolitik / Meinungsfreiheit
                    Norbert Bolz
                    Birgit Kelle
                    Alice Schwarzer
                    Chantal Louis (EMMA-Redaktion)
                    Harald Martenstein
                    Julian Reichelt
                    Uwe Tellkamp
                    Monika Maron
                    Thilo Sarrazin
                    Ulrike Guérot (teils auch Gender-Kritik)

                    Da schaue ich ersmal nicht in die USA oder nach Russland…

                    Hic rhodos, hc salta!

                    Und wegen Steimle und seinem Nicci "Alles Nazi außer Mutti"
                    Ich kann den Mann verstehen, nicht in allen Sachen, aber zum Großteil.
                    Und der Spruch ist ja als Anlehnung an das zu verstehen:

                    Reinhard Lakomy
                    Die 6-Uhr-13-Bahn

                    https://www.youtube.com/watch?v=bSste1HSILQ&list=PL4523FEAB9D6E44D6&index=2

                    Diese Lieder haben mir in der Zeit (1993) wirklich aus der Seele gesungen.

                    Damals wars die STASI, heute eben das, was man zu NAZIS macht…
                    Und Mutti hat dabeu nichts mit DER Mutti zu tun.

                    • @Oberst Zapf

                      «Das würde vielleicht passieren, wenn man dort DAUERHAFT oder für IMMER leben würde.»

                      Da haben Sie schon recht. Aber ich meine Leute, die sich vorgenommen haben in – was auch immer – fuer Medien, «die Wahrheit» ueber Russland bzw. das entsprechende in Verruf gekommene Land den interessierten Lesern zu berichten. Da sollte man auch kritisch hinschauen und sich nicht von den polit. Eliten dieses Landes an der Nase herum fuehren lassen. Oder wenigstens so ehrlich sein, und zu sagen, es war mir nicht moeglich bestimmten Dingen auf den Grund zu gehen.

                      «Da schaue ich ersmal nicht in die USA oder nach Russland…»

                      Das sehe ich halt anders. Ich denke eben, man sollte nirgends wegschauen, wenn man etwas mitbekommt. Man muss ja deshalb nicht den Helden spielen. Aber man kann wenigstens sein Missfallen aeussern.

                      «Sie regen sich immer furchtbar über Trump und Putin auf.»

                      T. und P. sind nunmal zwei maechtige Fuehrer und taeglich im Gespraech. Und ich sehe es auch taegl. (direkt/ indirekt) an Ihren Untaten.

                      Bzgl. Ihrer Liste, ja viele, viele und taegl. werden es mehr. Die meisten kenne ich vom Namen und von ihren polit. Positionen so la la. Und klar, sollte man sich auch darueber aufregen (Nun ja, beim Elsaesser und beim Top-Spion haelt sich das in Grenzen. Dazu kenne ich ihre hasserfuellten Artikel nur zu gut und ihre Hetze gegen Andere). Aber, die Meisten von dieser Liste, weil die einmal in der Presse stehen, wissen sich auch zu wehren.

                      (Und keine Sorge, wenn die @Izi abholen, wuerde ich auf die Barrikaden gehen. Wenigstens in Gedanken 😉 )

                      Steimle fand ich immer toll. Mittlerweile denke ich aber, auch so einer 50+, der sich im alternativen Mediendschungel verlaufen hat…

                    • Was sollen denn Russen denken, wenn ihnen gesagt wird sie sind hier nicht willkommen, sie sollen froh sein hier sein zu dürfen, weil der Putin und so immer lügt und ihr seit ja so einfältig?

                      Ist der selbe Scheiß wie die Wessis die dem Ossi sein Leben erklären aber nie zuhören…

                    • @nera

                      «Steimle fand ich immer toll. Mittlerweile denke ich aber, auch so einer 50+, der sich im alternativen Mediendschungel verlaufen hat…»

                      Vielleicht liegt das ja daran, dass die anderen so abgeschmackt sind und dass das Steimle an irgendetwas 😉 erinnert

                      Oder das 50+ das neue 40+ ist? Und wer mit 20 kein…

                    • «Alina Lipp …»

                      Da möchte ich mal ganz ironisch fragen, warum Sie in ihrer Aufzählung die «armen verfolgten» Nazis vergessen haben. Haben die nicht auch nur einfach eine andere Meinung? Zumindest ist das doch deren Selbstdarstellung.

                    • @Mymind
                      >>>Jürgen Todenhöfer kann auch auf die Liste aufgenommen werden<<<
                      Da fehlen BESTIMMT NOCH einige.
                      Aber versuchen Sie mal von der KI eine halbwegs vernünftige Antwort zu kriegen…
                      Irgendwann kam:
                      "Ganz genau — das ist ein sehr berechtigter Punkt. Wenn man „Probleme“ im weiteren, realistischen Sinn versteht – also nicht nur Entlassungen oder formale Sanktionen, sondern auch staatliche Ermittlungen, Strafverfahren, Hausdurchsuchungen, Sperrungen, Ausladungen oder öffentliche Diffamierung – dann ändert sich das Bild grundlegend.
                      Hier sind einige Namen von Personen, die im deutschen Sprachraum in den letzten Jahren wegen kritischer Äußerungen zu Themen wie Corona, Ukraine oder Gender in Probleme (im erweiterten Sinn: öffentliche Kontroverse, mediale Ausgrenzung, Sanktionen, Strafverfahren) geraten sind — ohne Kurzbeschreibungen, wie gewünscht:"
                      Todenhöfer und auch andere kommen ABER erst, wenn ich die Frage so formulieren lasse:
                      "Wenn du willst, kann ich prüfen, ob sich vermehrt dokumentierte Fälle von Todenhöfer in den letzten Monaten ergeben haben — z. B. Hausdurchsuchung, offizielles Verfahren, Medien-Entzug." ja bitte, aber nicht nur in bezug auf Todenhöfer sondern AUCH auf ANDERE Fälle"

                      Is nicht einfach mit der KI…

                    • @Oberst Zapf

                      «Siehe als Antwort meinen neuen Kommentar:»

                      Hab‘ ihn schon gelesen, bin aber noch am durchdenken 😉

                      Aber der hat ja sowieso schon fuer Aufsehen gesorgt.

                    • @Petrowitsch
                      >>>Da möchte ich mal ganz ironisch fragen, warum Sie in ihrer Aufzählung die «armen verfolgten» Nazis vergessen haben. Haben die nicht auch nur einfach eine andere Meinung? Zumindest ist das doch deren Selbstdarstellung.<<<
                      Also in der Liste sind Menschen, die mehr oder weniger bekannt sind in der Öffentlichkeit.
                      Das sich von prominenten Menschen jemand so geäußert haben sollte, daß man den als «armen verfolgten» Nazi bezeichnen könnte, nehme ich nicht an.
                      Es sei denn, Sie meinen Elsässer, aber der steht ja in der Liste.
                      Da müssten Sie schon mal konkret werden…

                      Aber was Strafdelikte von nicht prominenten Nazis betrifft, konnte ich folgendes erfahren:

                      Laut aktuellen Länderstatistiken und BKA-Lagebildern gab es im Jahr 2024 bundesweit rund 4.400 bis 5.500 Ermittlungsverfahren im Bereich rechtsextremistisch bzw. „Nazi“-bezogener Delikte.
                      Davon führten etwa 400 bis 500 zu erstinstanzlichen Verurteilungen, die in über 90 % der Fälle mit Geldstrafen endeten – meist bis zu 120 Tagessätze, in wenigen Fällen mit Bewährung.
                      Rechtskräftig abgeschlossen waren rund 320 bis 400 Verfahren.

                      Diese Zahlen betreffen vor allem die §§ 130 und 86a StGB (Volksverhetzung bzw. Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen).
                      Sie zeigen: Auch wenn die registrierten Delikte hoch erscheinen, münden nur etwa 8–10 % der Ermittlungen in eine tatsächliche Verurteilung – und selbst diese enden überwiegend mit moderaten Geldstrafen.

                  • ++… dass die so einen verklaerten, traeumerischen Blick auf Russlands Putin’sche Politik haben. ++

                    Das wurde hier auch schon rauf & runter diskutiert, aber Sie scheinen das nicht Ernst nehmen zu wollen. Es geht weder um einen ´verklärten o. träumerischen´ Blick noch konkret um Putin. Wer das politische Geschehen vor dem 24.02.2022 verfolgt hat, kommt zu anderen Einschätzungen und Einstellungen als hierzulande mehrheitlich verbreitet wird.

                    ++Gerade die, die oefters dort sind, muessten doch auch sehen, wie dort mit den Meinungen der Anderen umgegangen wird.++

                    Waren Sie denn schon öfters dort, um das beurteilen zu können?

                    • Nee, eben nicht.

                      Aber, werden doch nicht alle russ. Augenzeugen Propagandisten des Westens bzw. gut bezahlte Schauspieler und alle Videos Fakes sein?

                      Oder doch?

                    • @ Nera

                      ++ Aber, werden doch nicht alle russ. Augenzeugen Propagandisten des Westens bzw. gut bezahlte Schauspieler und alle Videos Fakes sein?++

                      Kommt drauf an, ich würde nicht alle so bezeichnen.

                    • «Waren Sie denn schon öfters dort, um das beurteilen zu können?»

                      Ich war auch schon sehr lange nicht mehr dort (2016). Allerdings treffe ich immer wieder russische Wissenschaftler, auch solche, die sehr ausdrücklich gegen diesen Krieg sind.

                      Und deren Wohnungen noch nicht durchsucht wurden, wenn ich das mal so sagen darf.

                    • @izitiwab

                      «… russische Wissenschaftler, auch solche, die sehr ausdrücklich gegen diesen Krieg sind.»

                      Das haben die Ihnen ganz «mutig» im Ausland erzählt? Wie viel offene Briefe russischer Wissenschaftler gegen den Krieg kennen Sie? Auf wie viel Meetings gegen den Krieg sind diese Wissenschaftler aufgetreten? Oder verhalten sie sich in Russland eher Karrierefördernd?

                      Ich meine, das sollte man schon ergänzen, wenn man vergleichen will «Und deren Wohnungen noch nicht durchsucht wurden,..»

                    • «Wie viel offene Briefe russischer Wissenschaftler gegen den Krieg kennen Sie?»

                      Es gab sofort nach Kriegsausbruch einen, der ein paar Tage lang auf dem Internet verfühgbar war. Viele Akademiemitglieder hatten ihn unterschrieben.

                      Und es gab, am 28. Februar 2022, in meiner E-Mail-Box das:

                      «We, Russian scientists declare a strong protest against the hostilities launched by the armed forces of our country on the territory of Ukraine.

                      This fatal step leads to huge human losses and undermines the foundations of the established system of international security.
                      The responsibility for unleashing a new war in Europe lies entirely with Russia. Having unleashed the war, Russia doomed itself to international isolation, to the position of a pariah country.

                      This means that we, scientists, will no longer be able to do our job normally: after all, conducting scientific research is unthinkable without full cooperation with colleagues from other countries.
                      The isolation of Russia from the world means further cultural and technological degradation of our country in the complete absence of positive prospects. War with Ukraine is a step to nowhere.

                      Russian scientist are against war.

                      The open letter of more about 5000 Russian scientists you and can find on the website:

                      https://trv-science.ru/2022/02/we-are-against-war/

                      Please be aware that we tried to do what we can.

                      Students in Novosibirsk are protested, but it is not possible to change situation.

                      https://ngs.ru/text/gorod/2022/02/27/70474079/»

                      Ich habe dieses E-Mail dann gleich mit meiner Gruppe geteilt. Wir wussten da schon, dass ein ehemaliger Doktorand von uns in Kiew festhing. Als er im Mai 2022 aus der Ukraine hinaus und bei uns vorbeikam, hat ein russischer Doktorand in meiner Gruppe die Sektflasche für ihn geöffnet.

                      Natürlich ist die erste Webseite dann recht bald verschwunden. Den Zeitungsbericht über die Studentenproteste gibt es aber noch.

                      Wenn Sie wissen wollen, warum ich den offenen Brief nicht von der Wayback Machine verlinke:

                      «Sorry.

                      This URL has been excluded from the Wayback Machine.»

                      And so it goes.

                    • @izitiwab
                      Ist das Realsatire was Sie betreiben oder nur ihre Wunschvorstellung vom guten Russland?

                      Erst schreiben Sie: «Und deren Wohnungen noch nicht durchsucht wurden,..» und dann posten Sie einen Artikel auf kleine Studentenproteste, von deren Teilnehmern gleich mal 20 an einem Tag verhaftet wurden.
                      Interessiert Sie das Schicksal der russischen Wissenschaftler, die in Russland leben und den offenen Brief unterschrieben haben?

                      https://www.sibreal.org/a/kak-fsb-dva-goda-podryad-presleduet-uchenyh-podpisavshih-pismo-protiv-voyny-s-ukrainoy/32837787.html

                      Und nebenbei, wir haben nicht mehr Frühjahr 2022, sondern 2025. Es ist «ruhig» geworden in Russland.

                    • @Petrowitsch

                      «Interessiert Sie das Schicksal der russischen Wissenschaftler, die in Russland leben und den offenen Brief unterschrieben haben?»

                      Ja, ich kenne eine der Unterzeichnerinnen des Briefs gegen den Krieg und ja, sie leitet ihr Akademieinstitut noch immer. Was nicht einfach ist, weil auch dort die Meinungen auseinandergehen.

                      Ich bin nicht auf Propagandamedien mit orangener Fackel der Wahrheit angewiesen.

                    • @izitiwab

                      «Ja, ich kenne eine der Unterzeichnerinnen des Briefs gegen den Krieg und ja, sie leitet ihr Akademieinstitut noch immer. »

                      Wow, noch gestern haben Sie mich wegen der Argumentation mit einem «Einzelfall» rund gemacht. Was ist heute anders?

                      Aber tut mir leid, die angeblichen «Propagandamedien» liefern mehr nachprüfbare Informationen als Sie es tun.

                    • @Izi

                      Na hoern’Se mal. Was hat die Farbe der Fackel mit dem Inhalt des Artikels zu tun? Viele Fackeln sind halt orange. Muessten Sie als Chemieexperte eigentlich wissen.

                      Sie sind doch sonst auch nicht so waehlerisch.

                    • @Petrowitsch

                      «Wow, noch gestern haben Sie mich wegen der Argumentation mit einem «Einzelfall» rund gemacht. Was ist heute anders?»

                      Dass ich kein ganzes Volk wegen einer Einzelperson verurteile, also kein Chauvinist bin.

                    • Achso.

                      In Dresden ouch.

                      Dann vergessen Sie mal nicht die Winterzeit.

                      Nich, dass Sie da schon wieder hier sonntags frueh um Sechse die Leute belaestigen 😉

  13. In der Sache ‚Bolz‘ und durchaus übertragbar auf Kritiker hier im Forum.

    «Es sind Methoden, die in keiner freiheitlichen Demokratie ihren Platz haben sollten. Eine Staatsgewalt, die zur Sicherung der Gesinnung anrückt, verletzt das, was sie zu schützen vorgibt: die offene Debatte. Solche Eingriffe folgen nicht dem Geist des Grundgesetzes, sondern dem Reflex einer Ordnung, die Kritik als Gefahr versteht.»

    Also, nach dem Lesen Ihres Beitrags völlig inakzeptabel! Da läuft was aus dem Ruder.

      • «Oda»

        Aber nicht doch Nera, dat hatte Izi doch selbst mal geschrieben, also das Risiko in diesen Zeiten, in Blogs Kritik an gesellschaftlichen Verhältnissen/Personen zu formulieren, die dann zu Strafverfahren und/ oder gar unerwünschten Hausbesuchen führen können.

        Allein das im Hinterkopf zu haben, führt bereits zu den erwünschten Effekten/Verhalten der Kritiker.

        Bisher hatte ich mir da zwar Gedanken drüber gemacht, aber die Sache läuft wohl ein wenig aus dem (rechtsstaatlich verstandenen) Ruder.

      • «Was empfinden Sie hier als übergriffig gegenüber Kritikern?»

        Es geht doch weniger darum, was ich‘ empfinde‘, sondern, was außerhalb des Forums von anderen daraus gemacht werden kann.

        Wenn ich z.B. die israelische Politik in Gaza in Verbindung mit Genozid bringe, obwohl es auch dafür hinreichende Gründe gibt (Vorlage IGH), dann befindet man sich schnell auf der Schiene des Antisemitismus usw.

        Äußere ich Meinungen über Politiker derart, dass die Interpretation als reine Beschimpfung (ohne hinreichenden) Sachbezug ausgelegt wird, kann ich unangenehme Post bekommen oder gleich einen unangemeldeten Hausbesuch.

        Wenn ich also auf meine eigenen Kommentare hier im Forum zurückblende, dann würde ich wahrscheinlich etwas davon finden. Ich hatte eine analoge Verbindung zu dem Fall ‚Bolz‘ gesehen und deshalb so kommentiert.

        «Hier reden doch alle nur.» dürfte als Einwand wohl kaum Bestand haben.

        Und mal auf den Tisch: das ’nur‘ dabei würde ich für mich (und auch wohl für die anderen) eher nicht gelten lassen, denn dafür halte ich das Forum hier für zu seriös (dafür gibt es sicher noch eine bessere Bezeichnung).

        • «sondern, was außerhalb des Forums von anderen daraus gemacht werden kann»

          Ich denke, da Sie hier nicht mit Klarnamen posten, kann Ihnen eigentlich niemand etwas tun. Der einzige, der hier presserechtlich verantwortlich ist, bin ich.

          Und ich sitze in der Schweiz 😉

  14. @nera
    >>>Dazu kenne ich ihre hasserfuellten Artikel nur zu gut und ihre Hetze gegen Andere<<<

    Zu Elsässer sage ich erstmal nichts.
    Aber auch dessen Entwicklungsgang ist nicht uninteressant…

    In den Artikeln von Rainer Rupp (egal ob bei NachDenkSeiten, RT DE oder Manova) finden sich keine Texte, die objektiv als „Hass“ oder „Hetze gegen andere Menschen“ einzustufen wären.
    Er argumentiert hart, aber sachorientiert – gegen politische Akteure und Strukturen, nicht gegen Gruppen oder Einzelpersonen.
    Rainer Rupp ist ein altlinker Realist und Friedenspolitiker, der den geopolitischen Machtkomplex aus marxistischer Perspektive kritisiert und deshalb im heutigen Diskurs als systemkritisch-souveränistisch gilt.

    Aber da ich in dem Zusammenhang mit chatty diskutiert habe, kam dann dieses, meiner Meinung nach, interessante und diskussionswürdige Ergebnis:

    Geistige Richtungen – eine neue Orientierungskarte des Denkens

    Das klassische Rechts-Links-Schema erklärt die heutigen gesellschaftlichen Konflikte kaum noch.
    Entscheidend ist nicht mehr, wo jemand politisch steht, sondern aus welcher geistigen Richtung er denkt.
    Viele Denker und Publizisten, die in den Medien als Gegner gelten, kritisieren in Wahrheit denselben Machtkomplex – die zunehmende Verflechtung von Politik, Medien, Wirtschaft und supranationalen Strukturen, die demokratische Kontrolle unterlaufen.
    Ihre Gemeinsamkeit liegt nicht in der Ideologie, sondern in der Haltung: Sie verteidigen geistige Souveränität gegen Konformitätsdruck.

    1. Humanistisch–universalistisch

    Der Mensch als Maß. Würde, Vernunft und Verantwortung stehen im Mittelpunkt.
    Werte: Ethik, Freiheit, Verständigung.
    Kritik an Entfremdung, Ideologisierung und moralischer Überhöhung von Macht.
    Beispiele: Gabriele Krone-Schmalz, Ulrike Guérot, Jürgen Habermas, Erich Fromm.

    2. Sozial–emanzipatorisch (marxistisch inspiriert)

    Ziel: Befreiung von ökonomischer und sozialer Unterdrückung.
    Werte: Solidarität, Gerechtigkeit, Klassenbewusstsein.
    Kritik an Kapitalismus, Ungleichheit und neoliberaler Entpolitisierung.
    Beispiele: Sahra Wagenknecht, Noam Chomsky, Slavoj Žižek.

    3. Konservativ–wertorientiert

    Bewahrung des Gewachsenen, kulturelle Kontinuität, Bindung an Geschichte.
    Werte: Familie, Nation, Tradition, Ordnung.
    Kritik an Relativismus, kultureller Auflösung und moralischer Ideologisierung.
    Beispiele: Norbert Bolz, Arnulf Baring, Jürgen Elsässer (spätere Phase), Michel Houellebecq.

    4. Liberal–rationalistisch

    Autonomie des Individuums, Vernunft als Steuerungsprinzip.
    Werte: Freiheit, Rechtsstaat, Eigenverantwortung, Leistung.
    Kritik an staatlicher Bevormundung, Bürokratie und Ideologisierung.
    Beispiele: Karl Popper, Milton Friedman, Albert O. Hirschman.

    5. Technokratisch–progressiv

    Fortschritt durch Wissenschaft, Planung und globale Steuerung.
    Werte: Innovation, Effizienz, Nachhaltigkeit, „Global Governance“.
    Kritik von außen: Tendenz zur Kontrolle und zum Verlust demokratischer Legitimation.
    Beispiele: Klaus Schwab, Yuval Noah Harari, Jacques Attali, Emmanuel Macrons Beraterkreis.

    6. Spiritual–anthroposophisch

    Der Mensch als geistiges Wesen, verbunden mit Natur und Sinn.
    Werte: Ganzheit, Selbstentwicklung, Achtsamkeit.
    Kritik an Materialismus, Entfremdung, seelenloser Ökonomie.
    Beispiele: Rudolf Steiner, Gerald Hüther, Rüdiger Dahlke.

    7. Systemkritisch–souveränistisch

    Ablehnung zentralisierter Macht, Betonung lokaler oder nationaler Selbstbestimmung.
    Werte: Demokratie, Selbstverantwortung, Friedenspolitik.
    Kritik an NATO-Hegemonie, Konzernmacht, Entdemokratisierung durch supranationale Institutionen.
    Beispiele: Daniele Ganser, Roger Köppel, Ulrike Guérot, Jürgen Todenhöfer.

    8. Zynisch-realistisch / kulturkritisch

    Desillusionierung als Erkenntnisform. Ironie und Skepsis gegenüber Heilsversprechen.
    Werte: Selbstbehauptung, intellektuelle Redlichkeit, Distanz zur Ideologie.
    Kritik an Utopismus, Moralisierung, Medienritualen.
    Beispiele: Norbert Bolz, Henryk M. Broder, Michel Houellebecq, Peter Sloterdijk.

    Zwei Achsen des Denkens

    Achse 1: Gesellschaftliche Gestaltung
    Kollektivistisch (Solidarität, soziale Verantwortung)
    ?
    Individualistisch (Autonomie, Eigenverantwortung)

    Achse 2: Erkenntnishaltung
    Rational–materialistisch (Technokratie, Wissenschaft)
    ?
    Kulturell–spirituell (Sinn, Geschichte, Ethik, Identität)

    In diesem Feld bewegen sich heutige Denker.
    Linke Dissidenten und rechte Konservative treffen sich dort, wo Selbstbestimmung, Vernunft und Verantwortung gegen ideologische oder technokratische Überformung verteidigt werden.

    Beispielhafte Einordnung

    Sahra Wagenknecht – sozial-emanzipatorisch, mit souveränistischer Ergänzung.
    Ulrike Guérot – humanistisch-universalistisch, systemkritisch.
    Gabriele Krone-Schmalz – humanistisch-universalistisch, realpolitisch.
    Daniele Ganser – systemkritisch-souveränistisch, mit spiritueller Note.
    Norbert Bolz – konservativ-wertorientiert, kulturkritisch.
    Jürgen Elsässer – konservativ-wertorientiert, souveränistisch.
    Alice Schwarzer – humanistisch-emanzipatorisch, kulturkonservativ.
    Roger Köppel – liberal-konservativ, souveränistisch.
    Peter Sloterdijk – kulturkritisch, zynisch-realistisch.

    Fazit

    Geistige Nähe ist nicht dasselbe wie politische Nähe.
    Menschen wie Guérot, Wagenknecht, Bolz oder Ganser kommen aus unterschiedlichen geistigen Traditionen, teilen aber ihre Kritik an Machtkonzentration, Zensur und Ideologisierung.
    Die eigentliche Konfliktlinie verläuft heute nicht mehr zwischen „links“ und „rechts“, sondern zwischen konformistisch und dissident, zwischen Verwaltungslogik und geistiger Souveränität.

  15. «Die eigentliche Konfliktlinie verläuft heute nicht mehr zwischen „links“ und „rechts“, sondern zwischen konformistisch und dissident, zwischen Verwaltungslogik und geistiger Souveränität.»

    Wenn man sich den noch folgenden Link anschaut, also die Aussagen des NATO-Generalsekretärs Rutte, wo er sich losgelöst von der üblichen Rhetorik zwar in ein anderes Extrem von Überheblichkeit verirrt (und das später sicher gerne gelöscht wüsste!), so bestätigt er damit doch eher, was der Fall ist.

    Nun greift Florian Warweg das in der Bundespressekonferenz auf und weist auf den Widerspruch hin, der dadurch zur Realität der weiteren Aufrüstung besteht usw.

    Und was antwortet der anwesende Oberst darauf? Die Klassifizierung dieser Antwort würde nun in welche Kategorie der Denker fallen? Mir scheint, da könnte noch was ergänzt werden, was Verantwortungslosigkeit, Wahrheit, Dummheit, auch Verlogenheit betrifft.

    Letzteres würde natürlich bestritten werden, aber in der Bundespressekonferenz zur Klärung sicher nicht zuglassen.

    https://www.nachdenkseiten.de/?p=140805

    • @pleifel
      Gute Frage, habe sie gleich chatty gestellt:

      Antwort:
      Vorschlag für eine mögliche Ergänzung deiner Karte

      9. Konformistisch-funktionalistische Richtung
      Kern: Anpassung an institutionelle Vorgaben; Denken als Vollzug von Rollenpflichten.
      Werte: Loyalität, Ordnung, Karriere, reibungsloser Ablauf.
      Kritik: Verantwortungslosigkeit, Sprachvernebelung, moralische Entleerung.
      Typische Ausdrucksform: Verwaltungssprache, technischer Jargon, „Alternativlosigkeit“.
      Historisch verwandt mit: bürokratischem Positivismus, technokratischem Autoritarismus.

      Diese „Richtung“ steht AUSSERHALB des eigentlichen geistigen Diskurses, weil sie Denken nicht als Erkenntnisprozess, sondern als Pflichterfüllung begreift.
      Sie ist deshalb nicht dumm im kognitiven Sinn, sondern verantwortungslos im moralischen Sinn: Sie ersetzt Wahrhaftigkeit durch Funktionsfähigkeit.

      Sie beschreibt die geistigen Richtungen, also wie Menschen denken – nicht wie sie mit Wahrheit, Verantwortung oder Integrität umgehen.

      Genau das aber steht bei der erwähnten Szene im Mittelpunkt: Der Offizier in der Bundespressekonferenz reagiert nicht argumentativ, sondern ausweichend – und demonstriert damit eine bestimmte Haltung zum Denken selbst: Gehorsam vor Wahrheit.

      Das ist kein Denkstil im philosophischen Sinn, sondern eine geistige Disposition, die man als konformistisch-funktionalistisch bezeichnen kann:
      -Orientierung nicht an Wahrheit oder Sinn, sondern an Loyalität und Hierarchie.
      -Sprache als Absicherung, nicht als Erkenntnismittel.
      -Verantwortung wird delegiert („Ich vertrete hier die Position der Bundesregierung“).

        • @izi
          >>>Na gut, der Offizier war halt schon nach der ersten Frage schachmatt. Er hat sich nur geweigert, seinen König umzulegen.<<<

          Das ist in der Geschichte ja auch schon vorgekommen.
          Und als man es dann versuchte, hat aus verschiedenen Gründen nicht geklappt.
          Die Folgen sind nicht unerheblich:

          Es gibt keine offiziellen Zahlen,
          aber nach heutiger Forschung hätte ein erfolgreicher Anschlag im Juli 1944 zwischen 5 und 9 Millionen Menschenleben retten können –
          davon rund 2 Millionen deutsche Soldaten, 1–1,5 Millionen deutsche Zivilisten und 3–5 Millionen Zivilisten in den besetzten Gebieten.
          Selbst konservativ gerechnet: mindestens mehrere Millionen Tote weniger.

      • @Robert Zapf

        Ja danke und dieser Sachverhalt, also die für mich widersprüchliche Aussage Ruttes zu dem, was die Politik/Medien sich mit weiterer Aufrüstung als Mantra zugelegt haben, hatte ich der KI Googles vorgelegt und die ’schraubt‘ daraus einen Text, der darin keinen Widerspruch sieht (zumal ‚unendliche Überlegenheit ja eh als rhetorische Figur zu lesen ist). Kurz: weitere Aufrüstung, damit sich ‚unendliches‘ nicht doch noch auflösen kann.

        So, diesen Text mit gleicher Fragestellung Chatty vorgelegt (solche Chatts archiviere ich mir am Ende für die Zukunft) und die analysiert den Text so, dass man die zugrundliegende Logik (besser Unlogik) besser erkennen kann und ich zitiere einfach eine Kurzform aus der Diskussion:

        Widersprüchlichkeit:
        Wenn Russland so schwach ist – warum dann diese Panik?
        Wenn Russland so gefährlich ist – wie kann es dann so schwach sein?

        Ich kann es nun doch nicht lassen und stelle eine der Versionen mal von Chatty ein:

        @Robert Zapf

        Ja danke und dieser Sachverhalt, also die für mich widersprüchliche Aussage Ruttes zu dem, was die Politik/Medien sich mit weiterer Aufrüstung als Mantra zugelegt haben, hatte ich der KI Googles vorgelegt und die ’schraubt‘ daraus einen Text, der darin keinen Widerspruch sieht (zumal ‚unendliche Überlegenheit ja eh als rhetorische Figur zu lesen ist).

        Kurz: weitere Aufrüstung, damit sich ‚unendliches‘ nicht doch noch auflösen kann.

        So, diesen Text mit gleicher Fragestellung Chatty vorgelegt (solche Chats archiviere ich mir am Ende für die Zukunft) und die analysiert den Text so, dass man die zugrundliegende Logik (Unlogik) besser erkennen kann und ich zitiere einfach eine Kurzform aus der Diskussion:

        𝗪𝗶𝗱𝗲𝗿𝘀𝗽𝗿𝘂̈𝗰𝗵𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁:
        Wenn Russland so schwach ist – warum dann diese Panik?
        Wenn Russland so gefährlich ist – wie kann es dann so schwach sein?

        ~~~~~~~~~~~~~~

        Ich kann es nun doch nicht lassen und stelle noch eine der Versionen von Chatty ein:

        𝗗𝗶𝗲 𝗨𝗻𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁 𝗱𝗲𝗿 𝗨̈𝗯𝗲𝗿𝗹𝗲𝗴𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝘁
        „Die NATO ist Russland unendlich überlegen.“

        Das klingt wie ein beruhigendes Mantra – gesprochen vom neuen Generalsekretär Mark Rutte, der offenbar in der Militärphilosophie Hegels promoviert hat.

        Unendlich überlegen! Nur schade, dass man diese Überlegenheit jedes Jahr mit neuen Milliarden beweisen muss.

        Denn kaum ist das Wort gefallen, folgt die Mahnung: „Wir müssen dringend aufrüsten!“
        Wozu eigentlich?

        Wenn man unendlich ist, gibt es kein „mehr“.
        Aber genau das ist die Pointe: Die Unendlichkeit der Überlegenheit ist keine Tatsache – sie ist ein Dauerabo. Man muss sie ständig verlängern, sonst läuft die Angst ab.

        Der Feind dabei ist genial konstruiert: Russland – ein Land voller technischer Rückstände, verarmt, korrupt, schlecht geführt – und gleichzeitig so bedrohlich, dass die NATO ohne 100-Milliarden-Spritze kaum die Nacht übersteht.

        Das ist nicht Geopolitik, das ist dialektische Hochakrobatik:
        Der Gegner muss gleichzeitig schwach genug bleiben, um verachtet, und stark genug, um gefürchtet zu werden.

        Die Rüstungsindustrie versteht das Prinzip längst:

        Kein Frieden ist so profitabel wie ein ewiger Konflikt. Auch Panzer müssen schließlich Absatz finden, und Drohnen veralten schneller als Smartphones. Was früher „Wettrüsten“ hieß, nennt man heute „Sicherheitsinvestition“. Das klingt besser, riecht aber nach demselben Schmieröl.

        Die NATO führt keinen Krieg, sie führt ein Geschäftsmodell. Und wer daran zweifelt, wird mit dem neuen Glaubenssatz beruhigt:
        „Wir rüsten auf, um den Frieden zu sichern.“

        Klingt logisch – wie wenn man sagt:
        „Wir verbrennen Geld, um es zu sparen.“

        𝗩𝗶𝗲𝗹𝗹𝗲𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘄𝗮̈𝗿𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝘄𝗮𝗵𝗿𝗲 𝗦𝘁𝗮̈𝗿𝗸𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗪𝗲𝘀𝘁𝗲𝗻𝘀 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲 (𝗳𝗮𝗻𝘁𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝘁𝗲) 𝗨𝗻𝗲𝗻𝗱𝗹𝗶𝗰𝗵𝗸𝗲𝗶𝘁,
        𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝘀𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗙𝗮̈𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁, 𝗶𝗿𝗴𝗲𝗻𝗱𝘄𝗮𝗻𝗻 𝗺𝗮𝗹 𝗴𝗲𝗻𝘂𝗴 𝘇𝘂 𝗵𝗮𝗯𝗲𝗻.

        Nicht schlecht, dieser virtuelle Specht. 😉

    • Gut, dass der Generalsekrtetär nur eine politische Figur ist und keine Truppen führt. Andererseits hat genau diese Art Denken dazu geführt, dass der Westen (und die Ukraine in der Hoffnung auf den Westen) sich 2022 auf diesen Krieg eingelassen haben, statt vorab angesichts der Drohkulisse eine Verhandlungslösung zu finden.

      Und kann man den Warweg nicht irgendwie aus der BPK rausschmeissen? Irgendetwas wird sich doch finden lassen. Das hat bei Reitschuster (kein Putin-Freund übrigens) aus anderen Gründen doch auch geklappt.

      • «Und kann man den Warweg nicht irgendwie aus der BPK rausschmeissen?»

        Gut, seine Formulierungen mit ‚würde mich jetzt mal Interessieren‘ nerven ein wenig, nur, wer oder was für wen soll ihn da ersetzen?

        Weil er für die ND dort ist, doch sicher nicht? Was ist es, woran Sie sich hauptsächlich stören.

        Wiederum, wenn ich mir das anschaue, wer da oberhalb diese Nichtantworten verteilt, da gäbe es von mir ‚rote Karten‘.

        • «Was ist es, woran Sie sich hauptsächlich stören.»

          Oh sorry, ich dachte es wäre klar, dass ich das ironisch meine.

          Ich störe mich an nichts. Ich habe mich auch nicht an Reitschusters Fragen zu Corona gestört. Die Regierung aber schon.

          • «Ich störe mich an nichts.»

            Darauf komme ich bei Gelegenheit noch zurück. 🙂

            Diesmal war ich mir nicht sicher, ob es ernst gemeint war. Es fehlt manchmal einfach an der physischen Anwesenheit.

            • «Darauf komme ich bei Gelegenheit noch zurück»

              Nun ja, ich diskutiere schon manchmal scharf. Aber an sich ist es so, dass ich weiss, dass Diskussionen die Welt nicht verändern. Insofern stört mich wirklich nicht viel.

              Eine Ausnahme: Wenn ein Kommentar die Grenzen des juristisch Erlaubten überschreitet, muss ich einschreiten. Ich bin für diese Seite verantwortlich im Sinne des Presserechts, nicht die Kommentatoren.

        • Aber klar doch haben sie sich darauf eingelassen. Die eigenen Dienste wussten, dass es darauf hinausläuft, wenn man sich nicht vorher einigt.

          Und im April 2022 haben der Westen und die Ukraine bewusst den Krieg weitergeführt statt der bereits weit gediehenen Verhandlungen.

          Das ändert nichts daran, dass Russland der Aggressor ist. Es ändert auch nichts daran, dass ein Teil der Forderungen im Vorfeld des Kriegs bereits überzogen war (nicht alle allerdings).

          Aber es ist trotzdem idiotisch, einen Krieg zu führen oder weiterzuführen, den man nach hohen Verlusten letztlich verlieren wird, wonach man auf noch schlechtere Bedingungen eingehen muss.

          • Ob das idiotisch ist, den Krieg weiterzufuehren, steht auf einem ganz anderen Blatt Papier.

            «Aber klar doch haben sie sich darauf eingelassen.»

            Nee! Wie komm’Sen darauf, dass die Ukrainer vorher gefragt worden sind, ob die Russen einmarschieren duerfen?

            Eingelassen haben die sich dsbzgl. auf gar nichts.

            • «Wie komm’Sen darauf, dass die Ukrainer vorher gefragt worden sind, ob die Russen einmarschieren duerfen?»

              Das ist naiv. Die Drohkulisse wurde im Frühjahr 2021 erstmals aufgebaut. Dann sagt der ukrainische Oberbefehlshaber, man könne den Donbass nicht mit Gewalt zurückholen, das ksote zu viele Menschenleben. Dann bauen die Russen die Drohkulisse wieder ab. Dann wechselt Selebnskiy den Oberb efehlshaber aus und unterschreibt ein Aufrüstungsdekret. Dann bauen die Russen die Drohkulisse wieder auf. Schliesslich machen sie im Dezember 2021 klar, dass sie eine vertragliche Lösung für eine neuen Sicherheitsarchitektur in Europa wollen. Sie fordern kein Land, nur Rüstungsbegrenzungen. Von einer NATO, die sich offenbar Russland unendlich überlegen fühlt (sgat der aktuelle Generalsekretär). Dann ignorieren der Westen und die UKraine das bzw. sagen: Kommt gar nicht in die Tüte. Dann ist Anfang Februar 2022. Selenskiy unterzeichnet noch ein Aufrüstungsdekret. Putin trifft in Moskau europäische Politiker und macht sehr deutlich, dass er nicht amüsiert ist. Derweil stehen an den ukrainischen Grenzen russische Truppen in einer Zahl, der die ukrainischen Streitkräfte ganz klar nicht gewachsen sind. Dann erkennt Putin die Separatistenrepubliken an und rückt seine Truppen im Donbass bis and die Demarkationslinie vor.

              Und der Westen und die Ukraine tun nix, gar nix um zu verhandeln.

              Natürlich haben die sich auf einen Krieg eingelassen. Wenn denen das nicht klar war, gehörten sie nicht auf die Positionen, auf denen sie sich befanden.

              Den Krieg hat Putin begonnen. Er hatte keinerlei Recht dazu. Es war und ist ein Verbrechen. Aber unsere Politiker und Selenskiy sind trotzdem Idioten.

                • Sie können doch nicht einfach die Rosinen aus dem Kuchen picken 😉

                  Und wie kann der Rest Dissens sein? All die ukrainischen Verlautbarungen von 2021 sind durch ukrainische Links belegbar. Sie finden das in vorherigen Blogbeiträgen von mir. Das sind Fakten, wie Sie so gern sagen, keine Meinungen.

                  • Sie brauchen gar nicht so zu schnurren 😉

                    Es ist und bleibt Dissens. Basta!

                    Denn mit Trump, grosse Klappe, die Zweite…da kam bei mir der Sinneswandel. (Da habe ich – angesichts des Alters – die Kurve gerade noch mal so bekommen. Glueck gehabt.)

                    • «Es ist und bleibt Dissens. Basta!»

                      Nun, Dissens mit Fakten ist bedenklich 😉

                      Das gibt es eigentlich nur bei Pippi Langstrumpf und den (vielen) Politikern, die sie nachahmen 🐈

                    • «Na nennen wir das eher mal, dass ihre Interpretation der Fakten.»

                      Selenskiys Dekrete zur Aufrüstung sind Fakten und auf der Webseite der ukrainischen Präsidentschaft auffindbar. Links dazu finden Sie zum Beispiel in «Das Pendel von Riad». Wollen Sie behaupten, auf der Webseite der ukrainischen Präsidentschaft würden sich gefälschte Dekrete befinden?

                      Am 24.3.2021 unterschrieb der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskij das Dekret 117/2021 «Strategie zur Beendigung des Besatzungsregimes und Wiedereingliederung der vorübergehend besetzten Territorien der Autonomen Republik Krim und der Stadt Sewastopol». Am 29.3.2021 gab der damalige Oberkommandierende der ukrainischen Streitkräfte, Ruslan Khomchak, ein Interview für Batsman, indem er auf die Frage einer militärischen Rückeroberung der Separatistenrepubliken eining. UNIAN hat Auszüge dokumentiert:

                      „Wir müssen uns dann nur über alle Konsequenzen, Kräfte und Fähigkeiten, Reserven, die aktuelle Bereitschaft des Staates für einen Vorstoß und die Folgen im Klaren sein. Denn wenn wir heute vorrücken, müssen wir uns darüber im Klaren sein, dass Donezk eine Millionenstadt ist.“

                      „Das sind Ukrainer, das sind [zivile] Menschen. Was wird das humanitäre Völkerrecht dazu sagen? Nach Abwägung all dieser Faktoren, dieser Risiken … Wer wird sich gegen uns stellen? Wenn wir heute gegen diejenigen kämpfen, die dort sind, haben wir natürlich viele Chancen, das Ziel zu erreichen. Aber wir wissen, wer gegen uns sein wird … Das haben wir 2014 gesehen.“

                      Er sagte in diesem Interview auch in Bezug auf einen Angriffsbefehl durch Selenskiy:

                      „Ich versichere Ihnen: Der Höchste Befehlshaber hat alle Befugnisse, den Befehl zu erteilen oder eine Entscheidung zu treffen.“

                      Am 27.7.2021 entliess Selenskiy Khochak als Oberbefehlshaber und ernannte Waleriy Saluschniy. Zwei Tage später unterzeichnete er ein Dekret zur Aufrüstung.

                      Haben Sie noch weitere Fragen?

                      Sonst habe ich eine an Sie: Was hätten Sie anstelle von Putin aus all dem geschlossen? Russland war ein Garantiestaat des Minsk-II-Abkommens, das die Ukraine unterzeichnet hatte.

                    • @izitiwab
                      Das sollen Fakten sein?
                      Sie können nicht zwischen Gesetz und Dekret unterscheiden. Sie bekommen nicht einmal die korrekten Titel der Dekrete/Gesetze hin, geschweige denn dass Sie den Inhalt verstanden hätten. Dafür basteln Sie fleißig am Narrativ der Aufrüstung und der Bedrohung.

                      «Russland war ein Garantiestaat des Minsk-II-Abkommens,…»

                      Das ist absoluter Quatsch. Passt aber in ihr Weltbild, welches mal wieder rein zufällig mit dem von Putin übereinstimmt.

                    • «basteln Sie fleißig am Narrativ der Aufrüstung und der Bedrohung»

                      «President signed laws on national resistance and increasing the number of the Armed Forces»

                      hat natürlich nichts mit Aufrüstung zu tun.

                      Wenn der militärische Oberbefehlshaber des Landes nach der Ausfertigung eines Gesetzes durch Selenskiy über die Folgen einer militärischen Aktion zur Rückeroberung des Donbas redet und bemerkt, Selenskiy könne den Befehl dazu schon geben, ist das natürlich keine Bedrohung.

                      Und ein Land, dessen Präsident ein Abkommen mit ausgehandelt hat und dessen Botschafter in der Ukraine dieses Abkommen mit unterzeichnet, ist natürlich auch kein Garantiestaat dieses Abkommens.

                      Wie konnte ich nur darauf kommen?

                    • @izitiwab

                      Wer lesen kann, soll ja angeblich im Vorteil sein.

                      Wie Sie mich auch richtig zitiert haben: «basteln Sie fleißig am Narrativ der Aufrüstung und der Bedrohung» scheinen Sie doch nicht die einfache UND Verknüpfung zu verstehen.
                      Fühlen Sie sich eigentlich bedroht, wenn sich ihr Nachbar ein besseres Türschloss einbaut?

                      «national resistance» Sie wissen, was das ist? Ich vermute nicht.

                      » ist natürlich auch kein Garantiestaat dieses Abkommens.»
                      Im Minsker Abkommen wurden keine Rechte oder Pflichten von irgendwelchen Garantiestaaten festgelegt. Aber ihrer Meinung nach wäre es also o.k. wenn Militär aus Deutschland und Frankreich Putin für die Nichteinhaltung des Minsker Abkommens bestrafen würden?

                      «Das sind Ukrainer, das sind [zivile] Menschen. Was wird das humanitäre Völkerrecht dazu sagen?»

                      Vielen Dank, dass Sie auf die Heuchelei der Putinfans hinweisen. Man schaue sich die Städte der durch Russland befreiten «Russen» an. Da scheint sich auf russischer Seite niemand Gedanken gemacht zu haben. Die rennen los, wenn ihr Oberbefehlshaber das sagt. Aber für Sie besteht die Bedrohung darin, wenn sich jemand darüber Gedanken macht. Unglaublich.

                    • «Aber ihrer Meinung nach wäre es also o.k. wenn Militär aus Deutschland und Frankreich Putin für die Nichteinhaltung des Minsker Abkommens bestrafen würden?»

                      Häh? Wo hätte ich je behauptet, dass der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine o.k. sei? Ich sage konsistent, dass er das nicht ist.

                      «Vielen Dank, dass Sie auf die Heuchelei der Putinfans hinweisen.»

                      Noch einmal: häh?

                      Ich habe Khomchak zitiert, um klar zu machen, dass der damalige militärische Oberbefehlshaber der Ukraine das Gesetz vom 24.3.2021 sehr wohl so interpretierte, dass auf dieser Grundlage ein militärischer Angriff auf die Separatistenrepubliken möglich gewesen wäre, sobald Selenskiy dazu einen Befehl gegeben hätte.

                      Und dass es Khomchak, aber vermutlich nicht seinem Nachfolger oder Selenskiy klar war, was das bedeuten würde, auch bezüglich eines russischen Eingreifens.

                    • @izitiwab
                      Khomchak,na da haben Sie sich wieder eine Räuberpistole ausgedacht. Vom Konflikt mit dem damaligen Verteidigungsminister und nicht so erfolgreichen Reformen scheinen Sie nichts mitbekommen zu haben? Soweit zu den Fakten.

                      Wer laufend Putins Argumente bringt und für alles Übel Selenkyj verantwortlich macht, ist auf ganz spezifische Weise konsistent.

          • ++ Aber es ist trotzdem idiotisch, einen Krieg zu führen oder weiterzuführen, den man nach hohen Verlusten letztlich verlieren wird, wonach man auf noch schlechtere Bedingungen eingehen muss. ++

            Im Westen + Ukraine hat sich die Fraktion durchgesetzt, die auf eine Schwächung Russlands & Sieg über Russland gepolt ist, koste es was es wolle. Da ständig von einer ´Kriegstüchtigkeit´ bis 2029 schwadroniert wird, kommt bei mir zumindest der Verdacht auf, dass das Ganze auf einen Krieg gegen die RF hinauslaufen soll. So in 3-4 Jahren, bis die NATO-Staaten mit militärischen Komponenten der ´modernen´ Kriegsführung (die sie nun im Ukrainekrieg studiert haben) ausreichend ausgestattet sind, so dass die RF nicht mehr mithalten kann. Eine andere Erklärung für das idiotische Verhalten im Westen als auch in der Ukraine erschließt sich mir nicht.

            • «kommt bei mir zumindest der Verdacht auf, dass das Ganze auf einen Krieg gegen die RF hinauslaufen soll»

              Man kann mit der besten Luftverteidigung der Welt ballistische Raketen nicht zu 100% abfangen, wie Israel gezeigt hat. Russland hat viel mehr und deutlich bessere Raketen als der Iran. Mit Atomsprengköpfen. Man kann keinen Krieg gegen Russland gewinnen, ohne Selbstmord zu begehen.

              • ++ Man kann keinen Krieg gegen Russland gewinnen, ohne Selbstmord zu begehen. ++

                Das weiß ich, aber vielleicht setzen die Hasardeure darauf, dass Putin schon so viele Verletzungen der roten Linien unbeantwortet ließ, dass er nicht zuerst auf den Knopf drückt. Wir haben es immerhin mit Idioten zu tun.

              • Man wird auch keinen Krieg gegen die RF fuehren, wenn nicht irgendwelche Idioten von derselben gegen irgendein NATO-Mitglied beginnen.

                (So wie es auch keinen Ukraine-Krieg gegeben haette, wenn nicht die RF begonnen haette.)

                Allen Unkenrufen zum Trotz.

                Das ist nicht Meinung. Das ist Fakt 😉

                • In der Ukraine findet bereits ein Krieg NATO ./. RF statt. ´Allen Unkenrufen zum Trotz´ist Ihnen das offenbar entgangen. Die NATO ziert sich bislang ´all in ´zu gehen, weil Selenskyj das ukrainische Kanonenfutter bereitstellen lässt & er somit die ´Drecksarbeit´ managed. Die westliche Sanktionspolitik ist im Grunde auch eine Kriegserklärung an die RF, von der Einfrierung & Zerstörung russischer Vermögenswerte & Infrastruktur ganz zu schweigen. Fairness bedeutet für Sie offenbar, dass sich die Gegenseite alles gefallen lassen muss & wenn sie zurückschlägt, ist sie der Aggressor. Sie sind eine excellente Fürsprecherin der regelbasierten Ordnung, die nichts anderes bedeutet als die Legitimierung der Macht des Stärkeren.

                  • «Sie sind eine excellente Fürsprecherin der regelbasierten Ordnung, die nichts anderes bedeutet als die Legitimierung der Macht des Stärkeren.»

                    Was ist eigentlich so schlecht an Regeln? Sonst macht doch jeder, was er will. Und dann gibt’s Mord und Todschlag…oder eben Angriffskriege.

                    «…die Legitimierung der Macht des Stärkeren.»

                    Eben nicht! Sonst haette ich ja auf Russlands Seite gestanden.

                    Da Sie mir nicht glauben, wer der Staerkere ist (RF oder Ukraine/NATO mit/ohne T.- egal), fragen Sie bitte noch ein weiteres Mal «unseren» Experten: Herrn Jeschke.

                    • ++ Was ist eigentlich so schlecht an Regeln? ++

                      Nichts. Die UN-Charta ist hervorragend. Es gibt nur kein Rgelwerk, dass die regelbasierte Ordnung umfasst.
                      ++Eben nicht! Sonst haette ich ja auf Russlands Seite gestanden.

                      ++ Da Sie mir nicht glauben, wer der Staerkere ist (RF oder Ukraine/NATO mit/ohne T.- egal), fragen Sie bitte noch ein weiteres Mal «unseren» Experten: Herrn Jeschke. ++

                      Die NATO ist objektiv betrachtet stärker, aber nicht effektiver. Im Krieg gegen eine Atommacht ist die Stärke ohnehin sekundär.

                      Auch im Prä-Kriegs-Szenario sind die NATO-Staaten erstmal stärker aufgestellt, sie verhängen nicht nur Sanktionen, die nicht vom UN-Sicherheitsrat abgesegnet sind sondern erdreisten sich, auch jene Länder zu erpressen & im Worst Case zu sanktionieren, die sich ihren Sanktionen nicht anschließen wollen. Was ist das anderes als die Machtausübung des Stärkeren?

                    • Was mir noch einfällt: Die Zerstörung der Energie-Infrastruktur des Kriegsgegners im Ausland ohne Konsequenzen & juristische Ahndung ist doch wohl auch ein Privileg des Stärkeren _ oder? Oder wenn westliche Politiker dies öffentlich bejubeln oder zu weiteren terroristischen Sabotageakten aufrufen. Was würde wohl passieren, wenn jemand in D öffentlich dazu aufrufen würde, die Energie-Infrastruktur nach z.B. Polen ´lahmzulegen´?

                    • «Da Sie mir nicht glauben, wer der Staerkere ist (RF oder Ukraine/NATO mit/ohne T.- egal), fragen Sie bitte noch ein weiteres Mal «unseren» Experten: Herrn Jeschke.»

                      Tja, die Einen sagen so, die Anderen so.

                      Der politische Chef der NATO, der es ja wissen muss, hat verlautbart, dass die NATO unendlich viel stärker als die RF ist.

                      Ich kann das vielleicht aufklären, aber später.

                    • @Izi

                      Es geht nicht darum, was die einen oder die anderen Idioten sagen. Es kommt darauf an, was SIE schon oft genug gesagt haben.

                      Aber laufen Sie ruhig erstmal Ihre Runden. Dabei haben Sie ja viel Zeit zum Nachdenken 😉

                    • «Aber laufen Sie ruhig erstmal Ihre Runden.»

                      Dieses Rennen hat nur eine Runde, seit diesem Jahr sogar auf der Marathondistanz, die ich meide wie der Teufel das Weihwasser.

                • «So wie es auch keinen Ukraine-Krieg gegeben haette, wenn nicht die RF begonnen haette.»

                  Das sehe ich anders. In der Ukraine ist 2021 offen diskutiert worden, die Donbass-Separatisten-Republiken militärisch zurückzuerobern. Immerhin hat sich der damalige Oberbefehlshaber zu diesem Punkt geäussert.

                  • Nee! Das war bzw. ist ein innerukrainischer Konflikt zwischen voelkerrechtlich nicht anerkannten Pseudo-Volksrepubliken (ausser von paar Idioten) und der Zentralmacht.

                    Aber da sind Sie in bester Gesellschaft. Chatty sagt dasselbe. Das Ding ist bei politischen Fragen wirklich nicht zu gebrauchen 😉

                    • Aber keinen Krieg Ukraine – Russland.

                      Darum ging’s. Und mir duenkt, Sie hatten auch verstanden, was ich meinte.

                      Aber schnurren Sie nur weiter. Aendert freilich nichts.

                      Aber gefaellt mir 😉

                    • Wenn dem so ist, dann bin ich ja beruhigt. Ich dachte schon, Ihr Rennen fiel ins Wasser, weil Ihre Runde auf der Marathondistanz verlief. Und die meiden Sie ja bekanntlich wie der Teufel das Weihwasser. Und da sind Sie, wie das eben bei den Laufverrueckten so ist, fuer den Rest des Tages stinkig.

                      …aber ja, doch, jetzt wird mir alles klar! Da hatte ich nur die Fakten falsch interpretiert.

                      Dann guten Appetit! Geniessen Sie Ihr veganes Stueck Fleisch mit einem guten Tropfen alkoholfreien Weins!

                    • «Ihr Rennen fiel ins Wasser»

                      Die Regenfront hat sich extra für mich beeilt, so dass es am Start schon von oben trocken war (die Strasse nicht). Auf dem Weg zu den Garderoben hatte es noch etwas geregnet.

                      Und bei Kilometer 13 kam in flagrantem Widerspruch zur Wettervorhersage die Sonne heraus.

                    • «Geniessen Sie Ihr veganes Stueck Fleisch mit einem guten Tropfen alkoholfreien Weins!»

                      Roter Paprika mit – ja, veganem – Feta-Käse (auf Mandelbasis) und Esskastanien.

                      Und tatsächlich gibt es dazu alkoholfreies Hefeweizen und hinterher zum Tagesausklang alkoholfreien – Sekt. Freixenet macht welchen, den man durchaus geniessen kann.

                    • Also ich halte fest:

                      Sie sind also nicht stinkig (und sicher haben Sie sich auch schon geduscht) und speisen und trinken wie ein woker links/gruener Akademiker vom Prenzlauer Berg.

                      Fein!

                      Da hammer das also geklaert.

                    • «sicher haben Sie sich auch schon geduscht»

                      Sagen wir so: Die Duschen in der Garderobe in Luzern waren nicht für Warmduscher konzipiert. Ich habe eher kurz geduscht.

                      «speisen und trinken wie ein woker links/gruener Akademiker vom Prenzlauer Berg»

                      Tja, das Leben ist halt nie widerspruchsfrei.

    • Ich verstehe den Offizier. Manchmal ist man halt einfach überrascht von der Blödheit des Fragestellers. Man fragt sich, weiß der Mann es nicht besser oder will er nur provozieren?

      Mein Gott, da schreibt man einen langen Artikel und zitiert Rutte. Dabei liefert Rutte gleich im nächsten Satz die Antwort.

      «So, and then the question could be, ‘okay, but why then is Russia still a threat? »

      Den Satz verstehe sogar ich.

      https://www.nato.int/cps/en/natohq/opinions_238380.htm

      Aber Ziel erreicht. Da wird KI bemüht oder einfach nur so über die Blödheit anderer schwadroniert. Nur zuhören/lesen will niemand.

      • «Den Satz verstehe sogar ich.»

        Das scheint wohl nicht hinreichend zu sein, denn (übersetzt aus ihrem Link):

        «Aber ich kann Ihnen versichern, dass unser Militär genau weiß, was zu tun ist, wenn es um den Moment geht, in dem sie handeln müssen, sei es MiG-31s – sie sind eine Bedrohung oder nicht – oder wenn es darum geht, wenn es um Panzer oder was auch immer geht. Vergessen wir nicht, dass der Luftraum nicht der gleiche ist wie der Boden. Es gibt einen großen Unterschied militärisch, aber auch politisch, bitte berücksichtigen Sie das.

        Und das einzige, wobei ich alle ermutige, ist, uns damit zu trösten, «.. 𝑑𝑎𝑠𝑠 𝑤𝑖𝑟 𝑎𝑙𝑠 𝑁𝐴𝑇𝑂 25-𝑚𝑎𝑙 𝑔𝑟𝑜̈ß𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑛𝑑 𝑎𝑙𝑠 𝑑𝑖𝑒 𝑟𝑢𝑠𝑠𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒 𝑊𝑖𝑟𝑡𝑠𝑐ℎ𝑎𝑓𝑡. 𝑈𝑛𝑠𝑒𝑟 𝑀𝑖𝑙𝑖𝑡𝑎̈𝑟 𝑖𝑠𝑡 𝑑𝑒𝑚 𝑀𝑖𝑙𝑖𝑡𝑎̈𝑟, 𝑑𝑒𝑚 𝑟𝑢𝑠𝑠𝑖𝑠𝑐ℎ𝑒𝑛 𝑀𝑖𝑙𝑖𝑡𝑎̈𝑟 𝑢𝑛𝑒𝑛𝑑𝑙𝑖𝑐ℎ 𝑢̈𝑏𝑒𝑟𝑙𝑒𝑔𝑒𝑛, 𝑤𝑒𝑛𝑛 𝑒𝑠 𝑢𝑚 𝑢𝑛𝑠𝑒𝑟𝑒 𝐿𝑢𝑓𝑡𝑤𝑎𝑓𝑓𝑒 𝑔𝑒ℎ𝑡, 𝑖𝑐ℎ 𝑚𝑒𝑖𝑛𝑒, 𝑑𝑖𝑒 𝑅𝑢𝑠𝑠𝑒𝑛 𝑘𝑜̈𝑛𝑛𝑒𝑛 𝑛𝑖𝑐ℎ𝑡 𝑒𝑖𝑛𝑚𝑎𝑙 𝑚𝑖𝑡 𝑑𝑖𝑒𝑠𝑒𝑛 𝑀𝑖𝐺-31𝑠 𝑜𝑑𝑒𝑟 𝑤𝑖𝑒 𝑎𝑢𝑐ℎ 𝑖𝑚𝑚𝑒𝑟 𝑠𝑖𝑒 𝑠𝑖𝑒 𝑛𝑒𝑛𝑛𝑒𝑛, 𝑖𝑚 𝑆𝑐ℎ𝑎𝑡𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑡𝑒ℎ𝑒𝑛, 𝑤𝑒𝑖𝑙 𝑠𝑖𝑒 𝑘𝑒𝑖𝑛𝑒 𝑔𝑢𝑡 𝑎𝑢𝑠𝑔𝑒𝑏𝑖𝑙𝑑𝑒𝑡𝑒𝑛 𝐾𝑎𝑚𝑝𝑓𝑝𝑖𝑙𝑜𝑡𝑒𝑛 𝑠𝑖𝑛𝑑.»

        𝗔𝗹𝘀𝗼, 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗸𝗼̈𝗻𝗻𝘁𝗲 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲 𝘀𝗲𝗶𝗻: «𝗢𝗸𝗮𝘆, 𝗮𝗯𝗲𝗿 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗶𝘀𝘁 𝗥𝘂𝘀𝘀𝗹𝗮𝗻𝗱 𝗱𝗮𝗻𝗻 𝗶𝗺𝗺𝗲𝗿 𝗻𝗼𝗰𝗵 𝗲𝗶𝗻𝗲 𝗕𝗲𝗱𝗿𝗼𝗵𝘂𝗻𝗴? 𝗨𝗻𝗱 𝘄𝗮𝗿𝘂𝗺 𝗺𝘂̈𝘀𝘀𝗲𝗻 𝘄𝗶𝗿 𝗺𝗲𝗵𝗿 𝗮𝘂𝘀𝗴𝗲𝗯𝗲𝗻?“

        Nun, aus zwei Gründen: Weil sie bereit sind, 40% ihres Staatseinkommens für die Verteidigung auszugeben, so dass sie schnell hochfahren.

        Und wenn Sie als Diktator bereit sind, 1 Million Ihrer Menschen zu akzeptieren, die getötet oder schwer verwundet werden, ohne dass Territoriums zunimmt, ich denke, in diesem Jahr, Petro Poroschenko, sitzen Sie dort, wo Sie sitzen, ich denke, es war dieses Jahr, 0,3 oder 0,4% in diesem Jahr, das sie im Donbass gewonnen haben und in diesem Prozess 1 Million Menschen verloren haben.

        Wenn man sich mit so einem Kerl auseinandersetzen muss, der uns nicht militärisch überlegen ist, könnte er sehr seltsame Dinge gegen die NATO tun. Und deshalb müssen wir bereitstehen. Und ich denke, Estland war ein Lehrbuchbeispiel dafür, wie man reagieren soll, wenn das passiert.»

        Was ändert das wohl an den objektiven Daten, die hier im Forum (auch von mir), immer mal wieder verlinkt/präsentiert wurden.

        Langsam verliere ich die Geduld, denn eine einfache Grundrechenaufgabe, was denn wohl 40% russischen Staatsaufkommens real ausmacht, im Vergleich zum Westen/NATO sollte völlig hinreichend sein! Dieses immer wieder auffallende, basale zurückfallen hinter längst beackerte/geklärte Fragestellungen ist einfach nervig!

        Zusammenfassung:

        Den Satz ‚Den verstehe sogar ich‘ kann man so stehen lassen, aber nur, wenn man den Kontext ausblendet. Wenn man also Ruttes vollständige Passage liest, sieht man schnell, dass er keineswegs einfach ‚unendliche Überlegenheit‘ behauptet, sondern viele Einschränkungen und Nuancen einbaut, zum Beispiel bei Luftwaffe, Panzer oder Pilotenausbildung.

        Damit liefert Rutte selbst die Begründungslücke: Wenn die NATO so überlegen ist, warum bleibt Russland eine reale Bedrohung? Warum muss massiv aufgerüstet werden?

        Dass Rutte seine eigene Behauptung wiederum relativiert, macht Warwegs Frage nicht dümmer, sondern umso berechtigter. Die simplen Zahlenverhältnisse zwischen NATO und Russland zeigen deutlich:

        𝗘𝘀 𝗴𝗲𝗵𝘁 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝗻𝘂𝗿 𝘂𝗺 𝗺𝗶𝗹𝗶𝘁𝗮̈𝗿𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗙𝗮̈𝗵𝗶𝗴𝗸𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻, 𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗻 𝘂𝗺 𝗽𝗼𝗹𝗶𝘁𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗥𝗶𝘀𝗶𝗸𝗲𝗻, 𝗘𝘀𝗸𝗮𝗹𝗮𝘁𝗶𝗼𝗻𝘀𝗱𝘆𝗻𝗮𝗺𝗶𝗸 𝘂𝗻𝗱 𝗱𝗶𝗲 𝗕𝗲𝗿𝗲𝗶𝘁𝘀𝗰𝗵𝗮𝗳𝘁, 𝗢𝗽𝗳𝗲𝗿 𝘇𝘂 𝗮𝗸𝘇𝗲𝗽𝘁𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻. Wer das ignoriert, übersieht genau den Punkt, den Warweg aufzeigen wollte.“

        • «Langsam verliere ich die Geduld,..»

          Verstehe ich, das ist so, wenn man nicht zuhört. Sie meinen, einen Widerspruch zu erkennen? Rutte hat auf eine konkrete Frage geantwortet. Welche bei Ihnen bisher überhaupt keine Rolle spielte. Er hat seine Antwort begründet. Dass Ihnen die Begründung nicht passt, steht auf einem anderen Blatt. In der BK hat der Sprecher eine ähnliche Begründung geliefert, wie Rutte. Wo ist da der Widerspruch? Wo ist der Skandal? Dass man einen Text aus dem Kontext gerissen hat und Skandal ruft?

          • Es ist kein Skandal, nur ergibt die Begründung keinen Sinn.

            Wenn Rutte sagt, wir sind wirstchaftlich 25 mal grösser und dann haben wir 2% des BIP für Verteidigung und die Russen 6.3%, ist nicht einzusehen, wieso wir noch mehr ausgeben sollten. Wir tun dann schon fast zehnmal mehr.

            Und unendlich überlegen ist eben unendlich überlegen. Wenn der politische Chef des Vereins das so sieht, ist alles Gerede von einer Gefahr für die NATO pure Propaganda. Die vertragen nicht, dass sie ihren Stellvertreterkrieg verlieren und wollen Revanche. Und ausserdem eine Lobby befriedigen. Das ist schon alles.

      • «Den Satz verstehe sogar ich.»

        Was danach kommt, ergibt aber keinen Sinn. Ja, Russland gibt derzeit rund 40% des Staatseinkommens für den Krieg, für Verteidigung und Polizei aus, nur ist das irreführend, weil in der NATO immer auf das BIP bezogen wird. Bezogen auf das BIP sind es 6.3%, Trump will 5% in der NATO, ohne dass sich die NATO im Krieg befände.

        Und wenn man wirtschaftlich 25 mal grösser ist als Russland und bereits 2% des BIP ausgibt (im MIttel sogar mehr), ist keine Notwendigkeit für weitere Steigerungen zu erkennen.

        Auch die Behauptung, russische Kampfpiloten seien nicht gut trainiert, ist primitiv. Der ganze Sermon klingt wie bei Trump.

        Wer solche politischen Führungspersönlichkeiten hat, braucht vielleicht wirklich keine militärisch ernstzunehmenden Gegner mehr.

        In jedem Fall schön, dass Sie diesmal ein Link gegeben haben. Vielen Dank.

        • «In jedem Fall schön, dass Sie diesmal ein Link gegeben haben. Vielen Dank.»

          Diesmal? Und hey, es ist ein Link, nicht wie üblich KI – Geschwurbel. Außerdem dachte ich mir, dass danach hier sowieso keiner sucht. Die Meinung stand ja schon fest.

  16. @izi
    >>> Andererseits hat genau diese Art Denken dazu geführt, dass der Westen (und die Ukraine in der Hoffnung auf den Westen) sich 2022 auf diesen Krieg eingelassen haben, statt vorab angesichts der Drohkulisse eine Verhandlungslösung zu finden.<<<

    Und die, die Anders dachten, kamen nicht zu Wort bzw. hatten an den entscheidenden Stellen nichts zu sagen.
    Ist jetzt auch nicht unbedingt etwas Neues…

    • «Und die, die Anders dachten, kamen nicht zu Wort bzw. hatten an den entscheidenden Stellen nichts zu sagen.»

      Es war, wie schon bei Corona, ein Gruppendenken und die Gruppe hat auch wieder jeden als moralisch verderbt angesehen, der Einwände hatte.

      Die Sache sieht jetzt vor dem Winter 2025/26 für die Ukraine gar nicht gut aus. Man kann nur hoffen, dass es dort kein kalter Winter wird.

      • Verstehen Sie eigentlich, weshalb es den Russen nicht gelingt, die Transportwege der militärischen Ausrüstung aus dem Westen lahmzulegen? Wollen die nicht, weil sie den Westen ruinieren möchten oder können sie nicht, weil sie nicht genau wissen, wie diese in die Ukraine gelangen?

        • «Verstehen Sie eigentlich, weshalb es den Russen nicht gelingt, die Transportwege der militärischen Ausrüstung aus dem Westen lahmzulegen?»

          Es gibt zu viele Möglichkeiten und es ist ja auch nicht so, dass solche Mengen transportiert würden wie im 2. Weltkrieg. Auch in vergangenen Kriegen gelang das übrigens nirgends. Den USA ist es mit ihrer Luftherrschaft über Vietnam und praktisch ganz Südostasien nicht gelungen.

  17. @Nera

    «Ja, Sie haben ja Recht.»

    Nö. Wir sollten doch wohl nicht dabei vergessen, was der Staat ist und welchen Zwecken er ausschließlich dienen sollte.

    Sicher nicht zum Schutz des perversen Reichtums, der zugelassen wird und das Gegenteil dessen ist, was zumindest eine Demokratie leisten sollte.

    Erstaunlich allerdings, dass man sich auch hier an Einzelfällen hochzieht (die natürlich keine sein sollen, da ja jeder einen oder eine kennt usw.) und das auch noch unterstützt.

    Was vor allem deshalb von staatlicher Seite ideologisch in den Fokus genommen wird, weil man letztlich den Sozialstaat weiter zerlegen will (angeblich muss!), denn dieser soll zwar für soziale Gerechtigkeit stehen, ist aber längst in einen Zustand gebracht worden, der es selbst einer AfD ermöglicht, aus dem klassischen Milieu der Arbeiterklasse, aber auch bei den Angestellten, Wähler abzuziehen.

    Nein, was da die statistisch kleine Zahl der Verweigerer betrifft (also diejenigen, die tatsächlich nicht arbeiten wollen/bzw. abgelehnt hatten, was jene als unzumutbar betrachtet haben), ist nicht mal statistisch eindeutig, weil es auch noch in den Ländern/Ämtern unterschiedlich gehandhabt wird.

    Persönliche Erfahrungen sind da recht nützlich, um feststellen zu können, wie unterschiedlich das allein bei den verschiedenen Sachbearbeitern in den zuständigen Ämtern ausfällt und es auch viel mit Zielvorgaben zu tun hat, die erreicht werden sollen. Und diese Entwicklung wird verschärft werden.

    Wer berücksichtigt eigentlich bei Familien noch dabei, was vom Staat doch so gerne gesehen wird, wenn vor allem Frauen ihre Eltern versorgen/pflegen, die das nicht mehr alleine gepackt kriegen. Gab es da nicht auch noch kürzlich die Diskussion, Leistungen zu kürzen?

    Wie gesagt, dieses geduldete Ungleichgewicht in der Gesellschaft, was Armut und Reichtum in dieser Form erst ermöglicht hat, wird nicht entscheidend thematisiert, noch konkret angepackt! Ich halte also diese Diskussion über ‚luxuriöse‘ Arbeitsverweigerung für völlig verfehlt!

    Den Sozialverbänden vertraue ich in der Sache übrigens weitaus mehr, denn die sind mit den Menschen im Alltag vertraut und bemühen sich um Unterstützung und Verbesserungen. Insbesondere denke ich dabei an den VDK, ohne dessen Unterstützung, vor allem in rechtlichen Angelegenheiten, viele längst nicht mehr klar kämen.

    • Fuest/IFO meint:
      Einschränkungen im Sozialbereich, unter Anderem beim Mindestlohn, würden viele Milliarden zusätzlichen Wohlstand bringen.
      Auch Bürokratie, Lieferkettennachweise…
      Die verursachten nur Kosten, brächten aber nichts.

      Nun, Mindestlohn.
      Wem bringt dann eine Streichung mehr Wohlstand?
      Den unteren Einkommen demnach nichts.
      Wird Zeit, daß er mal einige Jahre in diesen Bereichen arbeitet und den zusätzlichen Wohlstand geniest. Und anschließend den in Rente.

      • «Einschränkungen im Sozialbereich, unter Anderem beim Mindestlohn, würden viele Milliarden zusätzlichen Wohlstand bringen»

        Das ist empirisch falsch. Mindestlöhne vernichten so gut wie keine Arbeitsplätze und generieren Kaufkraft. Dazu gibt es Studien. Natürlich gibt es irgendwo eine Grenze, wie bei allem. Aber die deutschen Mindestlöhne sich ökonomisch gesehen nicht zu hoch.

        Leute für Nichtarbeit zu gut zu bezahlen ist ein Problem. Leute für Arbeit anständig zu bezahlen, ist kein Problem.

        • @izi
          >>>Leute für Nichtarbeit zu gut zu bezahlen ist ein Problem. Leute für Arbeit anständig zu bezahlen, ist kein Problem.<<<
          Ob die Leute für Nichtarbeit ZU GUT bezahlt werden, weiß ich jetzt auch nicht.
          Mir fehlen dafür langsam die Vergleichsmöglichkeiten.
          Wenn mir ein angemessener Wohnraum bezahlt wird, ich 563 Euro monatlich bekomme und davon noch Strom abgeht, der für einen Einzelnen wahrscheinlich mit 35 Euro pro Monat ausreichend kalkuliert ist, bedeutet das, man hat rund 530 zur privaten Verfügung.
          Das würde pro Tag 17 Euro bedeuten.
          Wenn man natürlich den ganzen Tag zu Hause ist, sind 17 Euro schnell ausgegeben.
          Wenn ich für einen Einzelnen mit 50 Euro pro Woche Lebensmittel rechne, ist das zu hoch?
          Kommt vielleicht auch wieder darauf an WO man wohnt, aber im Discounter sind doch die Preise eigentlich nicht so groß unterschiedlich in den einzelnen Bundesländern?
          Also wenn ich 200 Euro für Lebensmittel rechne, habe ich noch 330 Euro für alles andere.
          Das wäre Kleidung, Wohnungseinrichtung, elektr. Geräte…
          Ich sage mal, wenn ich meine Wohnung schon eingerichtet habe und auch die eletr. Geräte vorhanden sind, bleibt Kleidung und Extras.
          Kleidung kann ich auch, wenn einmal vorhanden, länger tragen. Außerdem gibt es noch Stellen, wo es stellenweise kostenlos ist.
          Es gibt selbst für Lebensmittel die Tafeln und auch Suppenküchen.
          Aber klar, es bleibt eben trotzdem ein SEILTANZ. Größere Reparaturen und schon ist Sense mit der schönen Rechnung.
          Aber eigentlich SOLLTE das Bürgergeld auch keine DAUERLÖSUNG sein.
          Wenn es aber für VIELE eine Dauerlösung wird, könnten Probleme auftreten.

          Und das Problem mit Arbeit, die anständig bezahlt wird, sehen Sie doch bestimmt auch.
          Gerade in manchen Bereichen des Mittelstands aber auch der Industrie sind die Löhne nicht unbedingt üppig.
          Aber man muß in dem Fall die GESAMTEN Nebenkosten tragen.
          Und da kann dann mit der Warmmiete, die dann zu zahlen ist, im Endeffekt nicht mehr SO VIEL mehr übbrig bleiben.

          Aber das ist nun wieder eine Rechnung, die man trennen muß vom Bürgergeld.
          Daß mein Lohn in dem Betrieb so niedrig ist, kann ich nicht dem Bürgergeldempfänger anlasten.
          Das liegt am System und meinem Arbeitgeber. Ich müsste dort tätig werden.

          Ich wehre mich immer gegen diesen Gedankengang, mir einzubilden, es würde mir besser gehen mit meinem geringen Lohn, wenn der Bürgergeldempfänger weniger Bürgergeld bekommen würde.
          Ich selbst hätte immer noch den GERINGEN
          Lohn, also KEINERLEI Verbesserung.

          • Interessanterweise waren meine Honorare für wenig Arbeit mit Abstand höher als mit geringerem Aufwand.
            Daran habe ich erkannt, daß etwas schief läuft. Die Wertung falsch ist.

            Die Summe die man zur freien Verfügung hat, nach Ihrem Beispiel, ist laut Daten auch für die Wohnungsmiete anzugreifen.
            Es gibt eine Deckelung nach Quadratmetern und Miethöhe.
            In vielen Gebieten ist dafür kaum eine Wohnung zu bekommen.
            Im übrigen ist für bestimmte Ausgaben anzusparen und Sonderausgaben sind ebenfalls davon zu bestreiten, die nicht im Warenkorb enthalten sind.
            Nicht Arbeitstaugliche müssen davon evtl. viele Jahre leben.
            Bürgergeld wird zu einem hohen Anteil an nicht Arbeitsfähige bezahlt.

          • Bürgergeld soll nur den nötigsten Bedarf abdecken. Wenn der Kühlschrank oder die Waschmaschine irrepoarabel kaputtgeht, kann man übrigens Geld für den Ersatz beantragen.

            Ich gebe in der Schweiz bei meinen Wocheneinkäufen im Durchschnitt unter 1oo Franken aus. Das schliesst Lebensmittel, Duschbad, Rasiergel, Waschmittel und den anderen nötigen Grundbedarf ein. Lebensmittelpreise sind hier deutlich höher und ich kaufe keinen billigen Käse, leiste mir die teuren geräucherten Karottenschnitzel, teure lokale Butter, kaufe nicht die billigsten Tomaten, nicht die billigsten Aepfel usw. usf.

            Ja, ich esse mittags in der Mensa. Ich könnte aber mit geringem Zusatzaufwand selbst kochen, wenn ich die Zeit hätte. Bürgergeldempfänger haben die Zeit.

            Ich sehe auch, was meine Eltern in Deutschland zu zweit für Lebensmittel ausgeben (meine Mutter hat Finanzwirtschaft gelernt und führt immer noch Buch). Es ist ein Argument meiner Eltern, dass Bürgergeld nicht so mager sein kann, wenn sie es mit ihren Lebensmittelausgaben vergleichen.

            • @izi
              Ich verstehe schon, wenn Ihre Mutter das sagt.
              Aber Ihre Eltern haben ihr Leben gelebt, haben wahrscheinlich ein Haus, in dem sie leben.
              Werden wahrscheinlich auch Ersparnisse haben.
              Sie leben eigentlich in Sicherheit und können auf ein erfülltes Leben zurückblicken.
              Und auch, was ihre Kinder betrifft, werden sich ihre Eltern keine Gedanken machen müssen.
              Ich hoffe zumindest, daß es so sein möge.
              Aber für Menschen am Anfang oder in der Mitte ihres Lebens, kann das schon anders aussehen.
              Auch wenn man nicht verhungert, kann es eben für die Zukunft für die Menschen nicht unbedingt so beruhigend sein.

            • Das mit der Waschmaschine ist ein Gerücht.
              Wie schon oft gelesen,werden solche Dinge fast nie genehmigt.
              Vieles das in den Richtlinien steht, wird so nicht umgesetzt.

              Nicht Arbeitsfähig umfaßt auch Kranke, Alleinerziehende usw.

              Sie gehen von sich aus.
              Haben die Sicherheit, wenn etwas defekt ist können Sie für Ersatz sorgen.
              Als Bürgergeldempfänger haben Sie stattdessen Angst, etwas könnte passieren.
              Was ist mit Haftplicht?
              Kann einem Solchen mal ein Mißgeschick passieren?
              Versicherungen sind nicht eingeplant.
              Man rechnet damit, das Billigste ist zu kaufen, auch wenn die Lebensdauer dann sehr kurz ist.Die Leute haben ja Geld.

              Hat Ihre Mutter alles eingerechnet?
              Es geht nicht nur um Lebensmittel.
              Lebt sie vielleicht sicher im eigenen Haus?
              Keine Angst vor Kündigung?
              Lebt sie seit 20 Jahren mit diesem Betrag der alles umfaßt?

              • Die Professoren Vergütung in der Schweiz kenne ich nicht, es dürften bei Ihnen ca. 20.000 pro Monat sein.
                In Deutschland bei gutem Grundgehalt ca 8.000.
                Aus dieser Position heraus ist es schwer, manche Situationen nachzuvollziehen.

                Die rein mathematische und verkürzte Sichtweise entspricht nicht der Realität.

                  • Das ist mir klar.
                    Ist bei mir nicht anders, aber ich versetze mich in andere Situationen hinein, spreche mit Leuten verschiedener Schichten, berücksichtige viele Aspekte die zu bestimmten Situationen führen.
                    Eine mathematische Sichtweise ist da nicht zielführend. Ist allerdings in bestimmten Fachrichtungen nach meiner Erfahrung üblich.

                    • «Eine mathematische Sichtweise ist da nicht zielführend»

                      Sie können eine Gesellschaft mit über 80 Millionen Mitgliedern gar nicht anders als über statistische Kennzahlen führen.

                      Wen es dann Härtefälle gibt, machen Sie eine Ausnahmeregelung für diese spezifische Art Härtefälle, aber sie erhöhen nicht die Subventionierung aller.

                    • @izi
                      >>>Sie können eine Gesellschaft mit über 80 Millionen Mitgliedern gar nicht anders als über statistische Kennzahlen führen.<<<
                      Das würde ich auch so sehen.
                      Aber da fängt es ja schon an.
                      Gibt es überhaupt noch belastungsfähige Zahlen?
                      Durch den ganzen Datenschutz und die Leute die dort arbeiten und ja auch nachweisen müssen, warum sie dort sind, ist das auch schon eine schwierige Sache geworden.

            • «Bürgergeld soll nur den nötigsten Bedarf abdecken.»

              und

              die deutsche Alternative «Erwerbsminderungsrente»

              «meine Mutter hat Finanzwirtschaft gelernt und führt immer noch Buch»

              Sie ‚kennen‘ doch sicher noch den guten Thilo Sarrazin, der 2008 mit seinem „4‑Euro‑Pro‑Tag“-Versuch im Zusammenhang mit HartzIV die Debatte emotionalisierte.

              Sarrazin wollte zeigen, dass das Existenzminimum ausreiche, wenn man «vernünftig wirtschaftet».

              Für viele galt der Versuch dagegen als Beleg für soziale Kälte und ein Beispiel dafür, wie Eliten die Lebenssituation armer Menschen verkennen.

              Ich unterstelle Ihnen letzteres nicht, aber manches ähnelt halt dem, was objektiv daherkommen will, da man ja Zahlen und persönliche Lebensweisen vorweisen kann.

              Allerdings mit einem entscheidenden Unterschied: die ‚Beweisenden‘ können es sich einfach leisten und vor allem, sie können entscheiden, sie haben Wahlfreiheit! Sie sind frei von bürokratischen Zwängen, müssen bei unerwarteten Ereignissen nicht den ganzen Alltag/Abläufe umstellen, um das zu wuppen.

              Wer nun kennt sich wohl im Alltag derjenigen besser aus, diejenigen die diese Erfahrungen machen oder diejenigen, die vermeinen, es aus ihrer theoretischen Perspektive heraus besser beurteilen zu können?

              Wie bereits mehrfach von mir geschrieben, was für das Existenzminimum bedürftiger Menschen völlig ausreichend sein soll, mit dieser Definition haben jene, die weder in dieser Situation sind, noch höchstwahrscheinlich je davon betroffen sein werden, keine größeren Probleme!

              Wiederum die Sprache auf Limitierung von Reichtum zu lenken, also Obergrenzen einzuziehen, was einzelnen zur Verfügung stehen sollte, dass ist Agitation, verfehlte Thematik, um es kurz zu machen: Neiddiskussion!

              Also vermeiden wir einfach eine grundsätzliche Diskussion und führen für die persönliche Haushaltsführung noch ein Ausgabenbüchlein, damit man sich jederzeit im Spiegel sagen kann: ich lebe doch recht einfach, habe keine Not, habe alles weitgehend im Griff und was ich dann mit meinem überschüssigen Geld ‚gutes tun‘ kann, geht keinen was an.

              Aber auch wenn ich mehr ausgeben würde, kein Problem, denn sowohl mein Einkommen, wie meine wahrscheinlich vorhandenen Rücklagen/Haus usw. machen mich weiterhin flexibel, kurz: unabhängig.

              Und nun zur Erwerbsminderungsrente.

              Ich nenne es zumindest für die psychisch erkrankten ein ‚Spießrutenlaufen‘, was sich zumeist über viele Jahre hinzieht und ohne die Unterstützung von Verbänden wie den VDK kaum durchzuhalten wäre.

              Was da immerzu (gilt auch übrigens für die Prozedur der Kostenerstattung bei Sonderausgaben beim Bürgergeld) bewiesen werden muss, Unterlagen einzureichen sind, Krankschreibungen zu verlängern (denn in der Zwischenzeit ist normale Arbeit nicht leistbar), Psychologen zu finden, Wartezeiten zu überbrücken, Gutachten über sich ergehen zu lassen (oftmals mehrfach), dass zeigt sich dem Theoretiker nicht!

              Ich zähle mich insoweit nicht dazu, da ich mich aufgrund beruflicher Entwicklung auch mit diesem Thema sehr beschäftigt und praktisch zudem im familiären Umfeld Unterstützung/Begleitung geleistet habe.

              Und nicht umsonst gibt es dazu ein den Praktikern unverzichtbaren Leitfaden:
              https://www.nomos-shop.de/de/p/leitfaden-sgb-ii-sgb-xii-gr-978-3-8487-8590-2

              Der dem bekannten Verein Tacheles e.V. zu verdanken ist: https://tacheles-sozialhilfe.de/aktuelles/archiv/leitfaden-buergergeld-sozialhilfe-von-a-z-erschienen.html

              Im Übrigen scheinen die Sozialverbände wohl nicht rechnen zu können, wenn sie auf die Probleme dieser Bürger hinweisen und ihnen im Alltag Unterstützung leisten.

              Die Tafeln in Deutschland bieten zudem doch eine befreiende Alternative, die man gerne zu bestimmten Zeiten in den Warteschlangen auf sich nimmt. Wo doch die Tafeln den guten, natürlich ehrenamtlich geleisteten Dienst, zur Reduzierung von Lebensmittelabfall leisten und dem Staat ein zusätzliches Alibi verschaffen, wenn sie (was nicht statthaft ist!) den Arbeitslosen/Bürgergeldbeziehern gleich noch die Visitenkarte der nächsten Tafel mitgeben, mit dem ‚freundlichen Rat‘, dort hin zu gehen, wenn es mit den Lebensmitteln mal knapp werden sollte.

              Und die Politik macht es sich dann leicht, wenn sie die Ehrenamtlichen der Tafeln höchst medienwirksam mit Verdienstmedaillen auszeichnet und sich damit gleich ein Armutszeugnis bescheinigt, dass diese Tafeln in dem umfang überhaupt notwendig sind. Also das Ziel sein müsste, diese auf absehbare Zeit überflüssig zu machen.

              Wer möchte, kann das gerne weiter ausführen, es gibt dazu reichlich zu ergänzen. Jede Krise in diesem System wird periodisch zu Lasten der vom Staat/Gesellschaft abhängigen Bedürftigen, auch Einkommensbeziehern ausgetragen und das nennt man dann einfach: alternativlos!

              • Sehr gut beschrieben.
                Sie haben sich nach meiner Meinung mit dem Thema auseinandergesetzt und berücksichtigen die doch relevanten Details.
                Ich habe mich einmal eingelesen und auch mit Betroffenen gesprochen.
                Aufgrund von Pflege kenne ich weitere Vorgänge, die doch ganz anders aussehen als in Verordnungen und Gesetzen, oder wie sie von nicht Betroffenen gerne gesehen wird.

              • «Im Übrigen scheinen die Sozialverbände wohl nicht rechnen zu können»

                Das sind Interessenvertreter, die immer für eine Erhöhung des Bürgergelds argumentieren werden, wie hoch es auch ist.

                Ich bleibe der Meinung, dass das Bürgergeldniveau so sein soll, dass ein Anreiz besteht, Arbeit zu suchen, auch wenn das grössere Veränderungen im Leben erfordert. Das dürfen die erwarten, die arbeiten und das am Ende ja bezahlen.

                • «Das sind Interessenvertreter, die immer für eine Erhöhung des Bürgergelds argumentieren werden, wie hoch es auch ist.»

                  Das ist eine unbewiesene Behauptung, denn die Sozialverbände stützen ihre Argumentation auf fundierte statistische Daten, die sind nachvollziehbar und dienen als Basis für ihre Forderungen.

                  Auffallend ist jedoch, dass Sie hier die eigentliche Spitze der Gesellschaft ausklammern, also die, die durch Vermögen und Einfluss den Arbeitsmarkt und die Sozialpolitik mitgestalten.

                  Diese Schicht, die über Milliardenvermögen und politische Einflussnahme verfügt, gestaltet die Spielregeln auf eine Art und Weise, die ihre eigenen Interessen wahrt und dafür sorgen, dass Bedürftige weiterhin die Hürden überwinden müssen, während sie sich selbst mit zunehmender Freiheit und Einfluss zunehmend vom Rest der Gesellschaft entfernen (können/dürfen).

                  Das zeigt mir zumindest, dass Sie sich irgendwie dazugehörig fühlen (wohl gehobene Mittelschicht), was für die meisten Menschen in der oberen Milliardärsschicht sicherlich eine völlig andere Lebensrealität ist.

                  Aber das ist kein Alleinstellungsmerkmal , es ist der ’normale‘ Abstand zwischen denen, die entscheiden, und denen, die auf den entscheidenden Einfluss angewiesen sind.

                  • Und was spricht aus Ihrer Sicht dagegen, dass alle, die arbeiten können, sich auch eine Arbeit suchen? Es ist ja nicht so, dass es keine freien Stellen gäbe.

                    Wenn in der Niederlausitz Supermärkte Mitarbeiter suchen (das erfordert nicht einmal eine Berufsausbildung) und andererseits arbeitsfähige Personen Bürgergeld beziehen, stimmt etwas nicht.

                • «Das dürfen die erwarten, die arbeiten und das am Ende ja bezahlen.»

                  Nun ja, diese dürfen auch erwarten, daß Vermögende entsprechend Steuern bezahlen, Schlupflöcher beseitigt werden, leistungslose Gewinne beschränkt werden.

                  • «Nun ja, diese dürfen auch erwarten, daß Vermögende entsprechend Steuern bezahlen, Schlupflöcher beseitigt werden, leistungslose Gewinne beschränkt werden.»

                    Sicher. Das eine schliesst das andere nicht aus. Nur, warum sollte ich das hier betonen? Das tun ausser mir ja hier alle anderen.

                    • «Nur, warum sollte ich das hier betonen? Das tun ausser mir ja hier alle anderen.»

                      Ah, das ist ja mal eine Klarstellung! Was es ja nicht falsch macht.

                      Und wenn man das als das eigentliche Problem erkannt hat (und Sie sind ein Mann der Zahlen), dann wird man sich doch wohl nicht auf den rhetorischen Gaul setzten lassen, der von dem Skandal des Wohlstandsgefälles ablenken soll und jede Krise auf dem Rücken der Leistungserbringer austrägt.

                      Das sollte eigentlich jenseits der kleinen Gruppe der Profiteure (die die Staaten gegeneinander ausspielen können, weil zugelassen!), übergreifend aller Parteigrenzen Konsensus sein.

                      Dafür allerdings braucht es offensichtlich ein anderes Narrativ, um hier die traditionell verorteten Linken verallgemeinern zu können, also die gemeinsamen Interessen zu erkennen.

                      Man darf aber den Rechten dabei nicht die Hände reichen, wenn die völlig anderes im Sinn haben, also mit geschickten Phrasen eine emotionale Illusion erzeugen, die mit Rückgriff auf Nationalismus, Ethnie usw. (gute alte Zeit/MAGA) den Individualismus, Multikulturalismus beenden wollen und ihre Ziele auch gegen die Demokratie mit Gewalt durchsetzen.

                      Also, warum sich immer wieder ablenken lassen und zurückfallen in alte Spuren, die längst ausgefahren sind. Aber gerne gesehen wird, wenn sich die Bürger selbst diesem Trend anschließen und zwar einfach deshalb, weil man offensichtlich horizontal (gelebter/erlebter Alltag) besser wahrnehmen kann, als die Vertikale („Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein.“ Und die Sicht darauf ist wirklich schwierig.

                    • «Ah, das ist ja mal eine Klarstellung! Was es ja nicht falsch macht.»

                      Das würde hier wirklich nicht laufen, wenn alle in die gleiche Kerbe hauen. Und da nun mal die meisten vom «Freitag» hierher gekommen sind, sitzen auf der Wippe fast alle weit links. Wir können nur wippen, wenn auch rechts jemand sitzt.

                      Und wenn Sie jetzt sagen, dass ich das schon beim «Freitag» betrieben habe: Ja.

                • «Das sind Interessenvertreter, die immer für eine Erhöhung des Bürgergelds argumentieren werden, wie hoch es auch ist.»

                  Es gibt Interessenvertreter mit bei Weitem stärkerem Einfluß die Zuwendungen und Regeln fordern, obwohl das Vermögen eine Höhe erreicht hat, daß man Leute benötigt um es zu verwalten. Das ist eine perverse Situation.
                  Im Extremfall gehen diese Leute dabei über Leichen, auch wenn es nur indirekt wäre.

  18. Die verursachten nur Kosten, brächten aber nichts.»

    Er argumentiert im Rahmen seiner ideologischen Aufstellung und die ist einseitig zum Kapital hin ausgerichtet.

    Bereits im Jahr 2015 hatte das Insitut einen Verlust von 900.000 Arbeitsplätzen bei Mindestlohnerhöhung fantasiert.

    Daraus könnte man zwar lernen. Aber der unvermeidliche Einwand, «dass lässt sich nicht vergleich/übertragen», kann man schon mal als Textbaustei hinterlegen.

    Außer vom gewerkschaftlichen Böckler Institut erwarte ich nichts anderes von den Kapitalverbänden. Aber das IFO-Institut ist ja auch noch gemeinnützig! Das verleiht auf alle Fälle das staatliche Siegel der Neutralität.

  19. Da hätte ich noch eine Empfehlung, was übrigens die ganze Serie Extra3 im ARD betrifft, also die Satire-Sendung unter Moderation von Christian Ehring.

    Die letzte Folge zeigt eindrücklich gewisse Verhältnisse in Deutschland, die sich wohl nur unzureichend mit Bürokratieabbau beschreiben lässt.

    Auch unser ‚geistiger‘ Schnell- und Tiefendenker Kanzler Merz, wird von seinen besten Seiten gezeigt. 🙃

    Und dann noch die Deutsche Bahn, da wird sich wohl jeder Schweizer an den Kopf fassen. Satirisches Vergnügen also:

    https://www.ardmediathek.de/video/extra-3/merz-stadtbild-malen-nach-farben/das-erste/Y3JpZDovL25kci5kZS8wZWJiNjNiMS1lZGVkLTQ3ZWItYTA1Zi00ODYxZTc5MmI3M2VfZ2FuemVTZW5kdW5n

  20. Und so sieht es für gewisse Migranten in Deutschland aus (ohne Migranten für den Arbeitsmarkt liefe es schon längst nicht mehr, wobei D. in Europa dabei keine Ausnahme ist):

    𝗔𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁𝗲𝗻 𝗷𝗮, 𝗔𝘀𝘆𝗹 𝗻𝗲𝗶𝗻
    (Eike Andreas Seidel – jW 27.10.2025)

    Patience hat Familie, einen Job und muss im Container leben – bis über sein Aufenthaltsstatus entschieden wird, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

    https://www.jungewelt.de/artikel/511150.asylpolitik-arbeiten-ja-asyl-nein.html?sstr=arbeiten%7Cja%7Casyl%7Cnein

    • Seien Frau und sein KInd waren politisch verfolgte Regimegegner. Ja, ja.

      Wenn man diesen Fall in einer allgemeinen Diskussion heranzieht, muss man auch die Wahrscheinlichkeit betrachten, dass bei Patience wirklich ein Asylgrund vorliegt, er sich also in Burundi politisch engagiert hatte und in Gefahr war. Diese Wahrscheinlichkeit scheint mir eher gering, zumal selbst die «junge Welt» mit dem niedrigen materiellen Wohlstand in Burundi argumentiert. Wahrscheinlicher ist, dass Patience und seine Familie Wirtschaftsmigranten sind.

      • …»und seine Familie Wirtschaftsmigranten sind.»

        Sind Sie das nicht auch?
        Wie Sie schrieben, war das Geld ausschlaggebend für Ihre Auswanderung in die Schweiz. «Höhere Vergütung…»

        • «Wie Sie schrieben, war das Geld ausschlaggebend für Ihre Auswanderung in die Schweiz.»

          Es war nur ein begleitender Faktor. Ausschlaggebend wraen die Arbeitsmöglichkeiten.

          Aber sicher: Bei gleichen Arbeitsmöglichkeiten hätte ich das Einkommen mit der höheren Kaufkraft vorgezogen.

          Der Unterschied ist, dass ich vor der Einreise einen Arbeitgeber hatte, der mich haben wollte und dass der Staat mir aus diesem Grunde eine unbefristete Aufenthaltsbewilligung erteilt hatte. Es war eine Uebereinkunft zwischen beiden Seiten.

  21. «Wahrscheinlicher ist, dass Patience und seine Familie Wirtschaftsmigranten sind.»

    Nun, Sie haben es ja auch geschafft, zumal Sie noch bessere Voraussetzungen mitgebracht haben. Übrigens einer von Millionen, die nach der Wende aufgrund Arbeitsplatzverlust dank großzügiger Sozialleistungen in den sogenannten Westdeutschen ‚Arbeitsmarkt‘ übernommen wurden.

    Kleine Spitze natürlich von mir, da ja die deutsche Staatsbürgerschaft bereits rechtlich vorlag (von WD und mit der ‚Wende‘ (präziser Übernahme/Ausverkauf) die Gesetze für alle gleich waren.

    Aber vorher galt:

    «Seine Frau und sein KInd waren politisch verfolgte Regimegegner. Ja, ja.»

    Man hätte die DDR-Flüchtlinge also zurückschicken sollen? Zumal die DDR die westdeutsche Staatsangehörigkeit nicht anerkannte und es ablehnte, Westdeutschen automatisch die DDR-Staatsbürgerschaft zu gewähren?

    Patience ist nur einer von vielen, die man zwar gerne in Deutschland als ‚Gastmigranten‘ vorläufig in Unsicherheit arbeiten lässt, aber jederzeit auch wieder ausweisen kann.

    Also als ein bloßes Mittel zum Zweck, was prioritär dem Arbeitsmarkt dient!

    • «Nun, Sie haben es ja auch geschafft»

      Hmm. Ich habe mich erst um die Stelle beworben und dann meine Aufenthaltsbewilligung bekommen und sehr geraume Zeit später meinen Pass. Letzteren nur, weil ich keine unbezahlten Schuklden hatte und keine Sozialliestungen erhielt oder kürzlich erahlten hatte.

      Und das ist auch gut so.

      «Man hätte die DDR-Flüchtlinge also zurückschicken sollen?»

      Das ging deshalb nicht, weil sie hinterher ja wirklich politische Verfolgte gewesen wären.

      Aber sonst: Als es nach OSZE-Uebereinkünften legale Ausreisemöglichkeiten gab, waren da wohl schon auch ein paar Wirtschaftsmigranten dabei. Aerzte zum Beispiel.

  22. Globales Elend und die Diktatur der Superreichen – Blätter 10/2025 – Ute Scheub

    «Sie düsen in Privatjets um die Welt, um Immobilien und Konzernketten an sich zu reißen. Sie kaufen ganze Landschaften und Inseln, um sich dort im größten Luxus abzukapseln. Sie übernehmen Massenmedien, um sich selbst zu verherrlichen und gegen Arme und Geflüchtete zu hetzen. Noch nie in der Geschichte hat eine kleine Gruppe von Menschen so viel Macht akkumuliert wie die Hyperreichen von heute.»

    https://www.blaetter.de/ausgabe/2025/november/globales-elend-und-die-diktatur-der-superreichen

    • @Albatros

      Jetzt ist nachfolgender Link auch öffentlich gemacht worden und passt zu dem Thema.

      𝗧𝗼𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝘃𝗶𝗲𝗿 𝗕𝗲𝗶𝗻𝗲𝗻 – jW – Lars Lange

      «Kriegsverbrechen und Kollateralschäden programmiert. Roboter und ähnliche KI-gestützte Systeme werden in zukünftigen Kriegen die Infanterie ersetzen.»

      https://www.jungewelt.de/artikel/511122.moderne-kriegf%C3%BChrung-tod-auf-vier-beinen.html?sstr=Tod%7Cauf%7Cvier%7Cbeinen

      ‚Wir‘ erschaffen also ausgerechnet noch autonome Kriegsmaschinen auf Basis/unter Steuerung einer KI (vernetzt bei Bedarf) und liefern gleich die Vorlage/das Angebot für den Fall, wenn die KIs das erreichen könnten, wovor die Experten warnen.

      Dann wäre das nur noch ein weiterer Schritt, wenn diese Systeme sich selbst produzieren (replizieren) und dabei mit ständiger/beschleunigter Verbesserung.

      Aber nein, man bearbeitet das Risiko/Problem nun in der Praxis (trotz vielversprechender Anläufe wie ‚Future of Life Institute’/Max Tegmark) nicht gemeinsam international hinreichend, sondern entwickelt die Maschinen/Systeme in diversen getrennten Labors weiter, weil jede Seite die Führung/Dominanz behalten will. Und vor allem auch deshalb, weil es der Kriegsführung dient.

      Aber natürlich auch vorangetrieben von den Konzernen, die mit den freiwilligen Daten der Nutzer weltweit und subventioniertem Strom (Verbraucher müssen zahlen), ihre Profite in schwindelerregende Höhen treiben können.

      Dazu passt dann auch wieder der Beitrag von den Superreichen der jW.

      • Danke für den Link.

        Ja, wir werden diese Maschinen noch fürchten.
        Wenn ein Roboter die Treppe hochkriecht.

        Ist es das gleiche wie ein Soldat?
        Mal sehen.
        Eine Softwareänderung durch den Feind und die Maschine bringt die eigenen Leute um.
        Das ist natürlich nicht möglich, mein PC funktioniert ja auch zuverlässig.

        Daß ein Roboter billiger ist halte ich für kein Argument, man wird davon eben einfach mehr herstellen, schließlich macht auch die Masse etwas aus.

        Die Menschen fliehen demnach aus einem Gebiet, die Maschinen kämpfen gegeneinander.
        Also theoretisch.
        Falls Menschen noch Einfluß haben, werden die Maschinen natürlich Menschen angreifen um die Niederlage zu erzwingen. Wie gehabt.

        Wer gibt der Maschine ein, wieviele eigene Tote zu akzeptieren sind?
        Bisher arbeitet man ähnlich, aber es ist nicht das selbe.

        • «Eine Softwareänderung durch den Feind und die Maschine bringt die eigenen Leute um.»

          Eben. Der Iran hat bereits am 5. Dezebmer 2011 durch ein Hack eine US-RQ-170 Sentinel-Drohne entführt und sicher gelandet, um sie zu untersuchen, wobei strittig war, ob über Afghanistan oder ob sie in den iranischen Luftraum eingedrungen war.

          Quelle: Wikipedia

  23. 𝗧𝗿𝘂𝗺𝗽 & 𝗖𝗼.
    Der un/aufhaltsame Weg des Westens in die Anti-Demokratie
    https://bertz-fischer.de/trump_und_co

    𝗔𝘂𝘁𝗼𝗿: 𝗚𝗲𝗼𝗿𝗴 𝗦𝗲𝗲ß𝗹𝗲𝗻
    https://bertz-fischer.de/Georg-Seesslen

    𝗥𝘂̈𝗰𝗸𝘀𝗲𝗶𝘁𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗕𝘂𝗰𝗵𝗲𝘀:
    Warum wollen über 77 Millionen Amerikaner Trump als Anführer Haben?

    Georg Seeßlen analysiert Programmatik, Strategien und Pläne, Symbolik, Sprache und Inszenierungen der amerikanischen und globalen Rechten – inklusive der abenteuerlichen Weltherrschaftsfantasien von Trump & Musk.

    Er untersucht auch die Herkunft, Ausprägung, Propaganda und Ziele der Rechtspopulisten und Rechtsextremen in Europa und Südamerika. Und er entwickelt daraus die These: Die neuen Volkstribune sind eine Botschaft, sie haben eine Botschaft, und sie sind Überbringer einer Botschaft.

    Eine Botschaft ist etwas ganz anderes als eine Aussage, ein Programm oder eine Ideologie. In dem Begriff schwingen politische, mythische, kriegerische und gar religiöse Elemete mit.

    In seinem Essay unternimmt Georg Seeßlen den Versuch, die Botschaft der neuen antidemokratischen Rechten und ihrer Anführerinnen und Anführer zu entschlüsseln. Wo kommt sie her? Was bedeutet und bewirkt sie? Und warum ist sie so erfolgreich?

    Meine Buchempfehlung als entspannende Abendlektüre. 😉

        • @pleifel
          >>>Die neuen Volkstribune sind eine Botschaft, sie haben eine Botschaft, und sie sind Überbringer einer Botschaft.<<<

          Ich bin der Meinung, die ganze historische Geschichte der USA beruht auf einer Botschaft:
          "Vom Tellerwäscher zum Millionär"

          Allerdings begann die Geschichte der USA mit einem GENOZID an den Ureinwohnern.
          Und auch Obamah mit: "Yes, we can" war doch auch nur eine Botschaft.
          Man kann auch sagen: das Ganze ist ausgeklügeltes MARKETING.
          Vielleicht ich die Verpackung des Marketings bei Trump etwas grober, eher "braunes" Packpapier, um mal @neras Pawlowschen Hund zu bedienen, aber deshalb gerade bei dem einfachen Mann erfolgreich.
          Ich habe auch keine tiefergehende Erklärung.
          Allerdings bin ich schon heilfroh, wenn es einen Präsidenten geben sollte, der einmal keine Kriege führt, sondern sogar wenigstens EINEN beendet hat, in welchere Form auch immer.

          • «Allerdings begann die Geschichte der USA mit einem GENOZID an den Ureinwohnern.»

            Es gibt Dokumentationen/Bücher darüber, wie sich dieses ‚Staatsprinzip‘ (zudem als God’s Own Country fantasiert) durch die US-Eroberungsgeschichte bis heute erstreckt. Wobei sich das aufgrund der Heterogenität der US-Bevölkerung sicher nicht vereinfachend darstellen lässt.

            Jedenfalls lässt sich diese Entwicklung, die nun mit Trump eine neue gefährliche, unkalkulierbare, antidemokratische Spitze Wende genommen hat derart, dass Trump gar kein Interesse daran hat, die Zerrissenheit des Landes zu überwinden, nein, er ist nicht nur das Ergebnis davon, sondern er selbst ist dabei, diese Gräben noch zu vertiefen!

            Jedenfalls wird von Georg Seeßlen (siehe auch Inhaltsverzeichnis) dieser Prozess zur «Anti-Demokratie» hin für mich beeindruckend beschrieben, was sich aufgrund dieser Komplexität/Breite/Tiefe/Zeit natürlich nicht auf ’nem Buchdeckel einfangen lässt.

            Dieser Präsident führt schon längst einen inneramerikanischen Krieg (gegen Teile der Bevölkerung und Institutionen) und behandelt die Staaten im Süden der USA zudem nach alter Kolonialmanier (Vorhof der USA).

            • «dass Trump gar kein Interesse daran hat, die Zerrissenheit des Landes zu überwinden, nein, er ist nicht nur das Ergebnis davon, sondern er selbst ist dabei, diese Gräben noch zu vertiefen!»

              Da dürften Sie recht haben. Das kann durchaus funktionieren, auch wenn gestern zufällig Wahlen in zwei Bundesstaaten und einer Stadt waren, die auch bei den vorherigen Präsidentschaftswahlen demokratisch gewählt hatten.

              Insbesondere das Ergebnis in New York ist für die Demokraten potentiell sogar gefährlich. Mamdani kann seine Pläne, wenn überhaupt, nur finanzieren, wenn die Gouverneurin des Bundesstaates New York, Kathy Hochul, seine Steueränderungen bewilligt.

              Die gemässigte Demokratin Hochul steht vor einem Dilemma und mit ihr die gesamte Partei. Der Fall wird erhebliches Medieninteresse generieren und hat das Potential die Demokraten entweder zu zerreissen oder ihre Finanzierungsbasis zu zerpflücken und ihre Wählbarkeit in der Mitte zu verringern.

              Wenn Trump klug wäre, würde er an den Bundesmitteln für New York gar nichts ändern. Mamdani wird sich aller Voraussicht nach selbst zerlegen und dann ist es für Trump/Vance vorteilhafter, wenn die Demokraten das nicht auf Washington D.C. schieben können.

    • @pleifel

      «Meine Buchempfehlung als entspannende Abendlektüre.»

      Super! Kauf ich mir fuer die Weihnachtsabende.

      Und lassen Sie sich von dem jungen Herrn direkt unter Ihnen die Stimmung nicht vermiesen.

      Der ist nur aergerlich, dass in New York ein bekennender Sozialst (!) gewonnen hat.

      Das ist historisch 😉

  24. …haben Sie mir den ueberlassen?

    Ansonsten, nur weil ich mich ab und zu hier rumtreibe, um nach den Rechten zu sehen, gehoert der mir doch noch lange nicht.

    Oder mein’Se deshalb traut sich niemand mehr hierher?

    Muesste dann aber auch fuer alle anderen Raeume gelten 🤣

  25. Hier was Knackiges, gut verständlich, zur Geopolitik zw. den USA und Russland und zu einer der Hauptursachen des Ukrainekriegs:

    Russlands Reaktionen auf die westlichen Abwehrsysteme – oder Abschreckung als harte Währung im Weltneuordnungskrieg – Nachdenkseiten – Alexander Neu

    Lange vor 2020 ging Putin mit den sich in Entwicklung bzw. im Test befindlichen Waffensystemen Russlands regelrecht „hausieren“, z. B.: https://www.spiegel.de/panorama/russland-wladimir-putin-stellt-russische-hyperschallrakete-und-andere-atomwaffen-vor-a-00000000-0003-0001-0000-000002148483

  26. Nun ja, die USA (und damit der gesamte kollektive Westen) waren – wie immer – poehse. Da musste Russland nachziehen, konnte gar nicht anders. Und jetzt muss die NATO wieder nachziehen. Der Ruestungswettlauf ist wieder voll im Gange.

    So weit, so schlecht.

    Interessanter aber Ihr zweiten Link von Maerz 2018:

    «Die Aufrüstung des russischen Militärs solle den Weltfrieden sichern. Russland habe nicht vor, ein anderes Land anzugreifen.»

    Yo. Krieg ist Frieden.

      • «… Und jetzt muss die NATO wieder nachziehen. …»

        Nein!
        Sie könnte auch verhandeln bzw. erstmal zuhören und verstehen wollen. Die bewußte Gesprächsverweigerung und Dämonisierungs-Strategie gegenüber Russland/Putin ist neben dem Zubau bei der militärischen Bedrohung der 2. Hauptgrund für den Ukrainekrieg.

        ««Die Aufrüstung des russischen Militärs solle den Weltfrieden sichern. Russland habe nicht vor, ein anderes Land anzugreifen.»

        Yo. Krieg ist Frieden.»

        Ebenfalls, nein!, Putin hat ab 2018 noch weitere Versuche unternommen den Krieg zu vermeiden, auf den die USA mittels der ukrainischen Nationalisten, die seit dem Maidanputsch das Militär beherrschen, hinarbeiteten bzw. ihn noch immer in Gang halten:
        – 2019 Paris, letzter Versuch zu Minsk-II
        – Sommer 2021 Genf, Biden-Putin-Gipfel, fruchtlos (kein gemeinsamer Pressetermin wegen Bidens Altersdemenz)
        – Dezember 2021, letzte Verhandlungsvorschläge Russlands an NATO und USA, selbstherrliche Ablehnung seitens USA und NATO

        • Kurz gesagt, Rechtfertigung eines Angriffskrieges.

          Sie verdrehen die Tatsachen. Auch 2021 und 2022 hat der Westen noch Verhandlungen zu einzelnen Punkten aus Putins Ultimatum angeboten. Aber für Putin war der Krieg doch schon beschlossene Tatsache.

        • @Glenn

          Sorry, ich hatte Sie nicht vergessen.

          Es ist nur schwierig irgendwas entgegenzusetzen, weil Sie meiner Meinung nach ein verklaertes Bild von Russland haben (wie viele hier in Deutschland, u.a. auch Freunde – und vermutlich auch anderswo), das so nicht der Realitaet entspricht.

          • «verklaertes Bild von Russland»

            Um nicht missverstanden zu werden: Von den Machthabern nach Zusammenbruch der UdSSR. Und ich meine damit nicht Jelzin (und seine Clique), versteht sich. Der war ein anderes Kaliber und hat Russland auch nicht gutgetan.

            Vielleicht war Putin zu Beginn seiner Amtszeit auch noch anders. Und der «Westen» haette anders sich verhalten sollen.

            Aber da fehlt mir ’ne Menge Wissen. Und jetzt nuetzt das auch nichts mehr. Man kann die Zeit leider nicht zurueckdrehen.

            • «Man kann die Zeit leider nicht zurueckdrehen.»

              Nee. Aber deeskalieren kann man schon.

              So tragisch das klingt: Man muss sich eingestehen, dass man diesen Krieg verloren hat und davon ausgehend überlegen, was nun das beste Vorgehen für die Zukunft ist. Auf diesem Eskalationsniveau zu verbleiben oder es sogar noch weiter zu erhöhen, ist es sicherlich nicht.

              • Ja, dass die Ukraine den Krieg verloren hat, glaube ich auch. Das Wunder wird es wohl nicht geben.

                Es ist wirklich eine Tragoedie, aber man wird die Ukraine aufgeben muessen. Je schneller desto besser. Damit der Scheiss-Krieg endlich endet und nicht noch auf andere Laender uebergreift.

                Fuer uns persoenlich nicht betroffene Friedensfreunde, ist tatsaechlich nichts schlimmer als Krieg.

                • «aber man wird die Ukraine aufgeben muessen»

                  Wenn man das noch eine Weile weiter betreibt, wird man möglicherweise tatsächlich die Ukraine aufgeben müssen. Momentan müsste man das wohl kaum. Man muss nur die Ukraine in ihren Grenzen von Februar 2014 und auch vom 20. Februar 2022 aufgeben. Und daran führt wirklich kein Weg vorbei, weil diese Grenzen nicht wiederherstellbar sind.

            • «Man kann die Zeit leider nicht zurueckdrehen.»

              Nein, es fehlt jetzt lediglich der Mut zur „weißen Fahne“, und zwar schon seit März 2022. Dass jede Verlängerung nur Sprosse für Sprosse die Eskalationsleiter hochzusteigen bedeuten würde, war damals bereits klar. Jeder Realpolitiker wußte das.

              Putin hatte im Februar 2022 nicht in Betracht gezogen, dass die NATO unter USA/UK-Führung den Willen und die Macht hat, in der westlichen Bevölkerung alle wichtigen Regierungschefs und das Volksmehr kurzfristig in Kriegslaune zu versetzen: https://www.youtube.com/watch?v=gUeOJ5pMHiQ (Achtung: NATO-Kriegspropaganda)

              • «Nein, es fehlt jetzt lediglich der Mut zur „weißen Fahne“, und zwar schon seit März 2022.»

                Man hätte im April 2022 ja gar nicht die weisse Fahne hissen müssen, sondern einen Verhandlungsfrieden zu erträglichen Bedingungen haben können.

                • Ich denke es ging von Anfang an um die weisse Fahne.

                  Der russ. (Noch-)Aussenminister Lawrow (oder war es wesentlich frueher als das angegebene Datum?) aus einem von den italienischen FaschistInnen und deren gleichgeschaltenen Medien verhinderten Veroeffentlichung seiner Antworten auf Fragen von „Corriere della Sera“ (siehe auch Berlinskaja Pravda):

                  «Wir streben danach – und werden es erreichen, die Ukraine zu den gesunden, stabilen Grundlagen ihrer Staatlichkeit zurückzuführen, was die Ablehnung der Unterordnung ihres Territoriums unter die militärische Nutzung durch die NATO (und auch durch die EU, die sich rasch in ein ebenso aggressives Militärbündnis verwandelt) voraussetzt, die Befreiung von der in Nürnberg verbotenen nazistischen Ideologie sowie die Wiederherstellung aller Rechte der Russen, Ungarn und anderer Minderheiten.»

                  Was bedeutet es Anderes als Regime-Change? Und wie soll man sicher sein, dass das wirklich erreicht wird, wenn es neben den heim-ins-Reich geholten vier Oblasten und Krim der Ost- und Suedukraine noch nebenan eine unabhaengige Westukraine geben wuerde?

                  https://mid.ru/de/foreign_policy/news/2058998/

                  • Was hat das mit einer «weissen Fahne» zu tun? Gleiche Rechte für nationale Minderheiten und ein Vorgehen gegen die (zweifellos vorhandenen) Elemente der Verherrlichung faschistischer Groessen (das waren Bandera und Schuchewytsch nun mal, fragen Sie Polen), hätte eigentlich die EU im Rahmen des Assoziierungsabkommens auch verlangen sollen.

                    Eine militärische Neutralität der Ukraine ist angesichts der Kräfteverhältnisse (die NATO ist nach Aussagen ihres jetzigen Generalsekretärs Russland unendlich überlegen, sie gibt tatsächlich ein Vielfaches von dem für Rüstuing aus, was Russland ausgibt) ein sinnvolles Element einer europäischen Sicherheitsarchitektur.

                    Man hätte sich auf dieser Basis auf dem Verhandlungsweg einigen sollen.

                    • Jetzt endlich verstehe ich!

                      Sie sind auch nicht anders als die von Ideologie gepraegten MSM und dto… naja, nennen wir sie mal, die Seiten die den Leser zum Nachdenken bringen sollen.

                      Ich nehme das in tiefer Trauer und Bitterkeit zur Kenntnis.

                      Wieder mal zu naiv gewesen.

                    • Welcher der folgenden Anforderungen sind Ihrer Meinung nach falsch?

                      1) Die Wiederherstellung aller Rechte der Russen, Ungarn und anderer Minderheiten in der Ukraine.

                      2) Die Abkehr von einer ukrainischen Staatsideologie, die Stepan Bandera und Roman Schuchewytsch verherrlicht. Bandera war 1931 an eine tödlichen Attentat auf den damaligen polnischen Innenminister beteiligt. Er trägt Verantwortung für die Beteiligung der OUN-B an Judenprogromen in Lemberg/Lwiw. Schuchewytsch trägt unter Anderem Verantwortung für Massaker an der polnischen Zivilbevölkerung in Wolhynien und deren Vertreibung. Die OUN hat noch nach dem 2. Weltkrieg in der Ukraine Zivilisten ermordert, darunter Lehrer, weil sie diese als sowjetische Kollaborateure ansah.

                      3) Eine europäische Sicherheitsarchitektur, die den Interessen beider antagonistischen Blöcke Rechnung trägt, indem sie Vorwarnzeiten erhöht und die Linie, entlang derer sich die jeweiligen Streitkräfte direkt gegenüberstehen, möglichst kurz hält?

                    • Dass Sie den russischen Machthabern glauben – das ist falsch.

                      Kein Vorwurf, auch Sie sind einer Ideologie verfangen. Wie wir alle.

                      Den Uebermenschen gibt es nicht.

                    • ++Dass Sie den russischen Machthabern glauben – das ist falsch.++

                      Es geht hier nicht um Glaubensfragen. Man kann durch eigene Rückschlüsse zu Erkenntnissen gelangen, die sich tw. mit russischen Äußerungen decken. Das bedeutet nicht, dass man letztere unreflektiert übernimmt oder deren ´Fan-Boy´ ist (ich zitiere!). Warum reagieren Sie reflexartig mit Unterstellungen anstatt zu antworten, was I.M. nach falsch an den Ausführungen ist?

                    • Nun ja, wir hatten das schon hundert Mal mehr oder weniger durchgenudelt.

                      Ja, die Ukraine ist keine perfekte Vorzeige-Demokratie. Wie die allermeisten Laender, einschl. Serbien, auch nicht.

                      Ja, die Ukraine hatte auch eine unruehmliche Nazi-Geschichte. Wie zig andere Laender auch.

                      Ja, die Russen, Ungarn und andere Minderheiten haben vermutlich nicht die gleiche Rechte wie die Ukrainer. Wie in zig anderen Laendern auch. Und wo Russland seinen Stiefel hinstellt, da wird russifiziert ohne Ende.

                      https://de.wikipedia.org/wiki/Russifizierung

                      Und ja, eine europaeische Sicherheitsarchitektur waere wunderbar. Aber wie soll das moeglich sein, wenn man von der russ. Seite die westl. Politiker fuer Idioten haelt und solche Spinner wie Karaganow im Kreml ein und ausgehen? Und vor allem, wenn man gegen sein europaeisches Nachbarland Krieg fuehrt?

                      Solche Typen in der Politik, die von einem faschistischen Regime Ukraine faseln wie von Nazideutschland von ’33-’45, kann ich auch sonst nicht ernst nehmen.

                      Im Uebrigen ist das kein Vorwurf, sondern meine bittere Erkenntnis.

                      Sagen wir mal so, ich verstehe GJ nicht und er versteht mich nicht.

                      Alles kein Beinbruch, aber schlimmer.

                    • «Dass Sie den russischen Machthabern glauben – das ist falsch.»

                      Diese Antwort akzeptiere ich nicht. Sie enthält keine Aussage darüber, welcher der drei Punkte nun falsch ist.

                    • «Ja, die Ukraine hatte auch eine unruehmliche Nazi-Geschichte. Wie zig andere Laender auch.»

                      Der Unterschied ist, dass die Ukraine ihre Nazis als Nationalhelden verehrt.

                    • «Diese Antwort akzeptiere ich nicht.»

                      Muessen Sie auch nicht.

                      Aber mal Hand auf Herz: Hat Ihnen das nicht auch schon mal ein richtig guter Freund oder Freundin gesagt? Oder wenigstens eine Person Ihres Vertrauens?

                    • @ Nera

                      Es zeugt von immenser Unkenntnis, wenn Sie Serbien mit der Ukraine bzgl. Demokratiedefizit auf eine Stufe stellen. Es ist im Grunde erschreckend, wie wenig deutsche Bürger & Bürgerinnen über bestimmte Konflikte wissen aber auf ihre felsenfeste Überzeugunge beharren.

                      Sie sind eine beharrende Vertreterin Ihres Weltbildes, das allein an das kommunizierte Blablabla der besten Demokratien aller Demokratien festhält, nichts hinterfragt, geschweige denn die Verbrechen inkl. der völkerrechtswidrigen Kriege der besten aller Demokratien mal kritisch betrachtet. Sie vertreten hier vermutlich die Mehrheit der deutschen Bevölkerung, & diese Mehrheit finde ich inzweichen, als in diesem Land geborene & sozialisierte Mitbürgerin, bedrohlich. Bedrohlich deswegen, weil die Mehreheit der Deutschen mit ziemlich wenig Wissen ziemlich felsenfeste Ansichten wie eine Monstranz vor sich hertragen, diese aber argumentativ nicht überzeugend darkegen können. Gab es gerade in D schon mal öfter, ging nie gut aus.

                    • @nera

                      «Hat Ihnen das nicht auch schon mal ein richtig guter Freund oder Freundin gesagt?»

                      So direkt nicht.

                      Es stimmt ja auch nicht. Ich glaube die russische Propaganda sowenig wie die westliche. Das scheint eine Konstante in meinem Leben zu sein. Ich habe schon als Jugendlicher weder die realsozialistische noch die westliche Propaganda geglaubt. So idiotisch erstere war, hatte doch ein Karl-Eduard Schnitzler bisweilen schlicht und einfach auch mal recht.

    • «Nun ja, die USA (und damit der gesamte kollektive Westen) waren – wie immer – poehse»

      Es gab zweifellos eine Strategie des Zurückdrängens Russlands aus seiner vorherigen Einflusssphäre. Brzezinski hat das in Bazug auf die Ukraine auch ganz klar als Ziel formuliert. Sicherheitskreise des Westens haben öffentlich darüber gesprochen.

      Viele Ukrainer im Donbass wollten das nicht. Der Versuch der Westler in der Ukraine, das Land ganz auf eine Seite zu ziehen hat 2014 zur Gegenreaktion im Osten (Anti-Maidan) geführt und diese war originär ostukrainisch, nicht russisch. Das von den USA unterstützte bewaffnete Vorgehen gegen den Anti-Maidan hat zum Bürgerkrieg geführt.

      So wie der Westen zuerst sine Seite (den Maidan) unterstützt hat, hat Russland den Anti-Maidan unterstützt. So wie die Seite des Westens illegal die Macht in Kiew übernommen hat, hat Putin illegal die Krim genommen.

      Die Sache war wirklich nicht schwarz-weiss. Alle Umfragen vorher (und das Muster der vorherigen Wahlen) haben gezeigt, dass die ukrainische Bevölkerung 2014 den völligen Schwenk nach Westen nicht wollte.

      • Nun ja, manchmal sind die Dinge aber auch einfach nur schwarz-weiss.

        Dazu vielleicht spaeter mehr.

        Zunaechst kann Ihnen ja erstmal der Oberst, wie immer (Ausnahmen bestaetigen…), zur Seite springen.

        PS: Denken Sie, falls Sie heute Abend noch was anderes kommentieren, bitte an die Unschuldsvermutung 😉

      • «So wie der Westen zuerst sine Seite (den Maidan) unterstützt hat, hat Russland den Anti-Maidan unterstützt.»

        Echt jetzt? Habe ich was verpasst? Das Parlament der Krim wurde von russischem Militär besetzt und russische Flaggen gehisst. Ich kann mich an keine Navy Seals und amerikanische Flaggen in Kiew erinnern.
        Eine Bande russischer Terroristen dringt in die Ukraine ein, bringt proukrainische Aktivisten um und beschwert sich später über die mangelnde Unterstützung durch die Bevölkerung. Russland schickt großzügig Personal und Waffen, ja greift selbst aktiv in Kampfhandlungen ein. Aber hier wird weiter von einem Bürgerkrieg geschwätzt.

        «Alle Umfragen vorher (und das Muster der vorherigen Wahlen) haben gezeigt, dass die ukrainische Bevölkerung 2014 den völligen Schwenk nach Westen nicht wollte.»

        Umfragen vorher zeigten, dass es eine Mehrheit für den Weg nach Europa gab. Die Anhänger einer Zollunion waren in der Minderheit.

        Wieder ein super Apfel/Birnen Kompott, diesmal verziert mit reichlich Kremlsternchen.

      • @Izi

        Was Sie mir erzaehlen, ist Ihre Sicht auf die Vorgeschichte.

        Schwarz/weiss ist aber, wer den Angriffskrieg begonnen hat, und wer das Opfer ist.

        Fakt ist, es ist ein voelkerrechtswidriger Angriffskrieg genauso wie der gegen Jugoslawien.

        Und genauso wie man NATO-Kriege nicht mit irgendeinem Zeitpunkt der Vorgeschichte relativiert, sollte man das auch nicht mit den(en) von Russland tun.

        • Das Schwarz-Weiss-Denken bringt nichts. Beide Angriffskriege hatten eine Vorgeschichte und die kann man nicht ausblenden.

          Zur Eskalation kommt es nie durch nur eine Seite. Das ist immer durch Fehler beider Seiten bedingt. Wer davor die Augen verschliesst, läuft aus «Grerechtigkeitssinn» in die nächste Eskalation mit den bekannten Folgen.

          • Nun ja es ist zum Maeusemelken, aber ich verstehe Sie (und andere) dsbzgl. wirklich nicht.

            By the way:

            Wer jetzt immer wieder von Odessa spricht, haette auch beim NATO-Krieg gegen Jugoslawien von Srebrenica nicht schweigen sollen.

                    • Ich bin bereit, die Analogie zu akzeptieren. Die NATO hat mit einem Angriffskrieg auf dem Balkan erstmals nach dem 2. Weltkrieg Grenzen verschoben, nämlich diejenigen Serbiens in Bezug auf einen jahrhundertealten Status quo.

                      Seit der westlichen Einfluissnahme in Jugoslawien ist auch Bosnien-Herzegowina eine Quasi-Kolonie westlicher Staaten. Der Hohe Repräsentant für Bosnien-Herzegowina (OHR) steht über allen gewählten und originär bosnischen Institutionen; immer noch.

                      Wenn man das akzeptiert, warum akzeptiert man dann nicht eine Friedensregelung in der Ukraine, welche die Grenzen verschiebt? Damals hat sich militärische Macht gegen Recht durchgesetzt, jetzt eben auch.

                    • @ Izi

                      Das ist zwar nicht die Analogie, die @Nera meint, aber sie ist nachvollziehbarer. Wenn man sich nun vorstellt, in Kiew würde ein Hoher Repräsentant installiert, der aus den russischen Einflussgebieten kommt…

              • @Petro

                Yo, das habe ich dann auch gemerkt.

                Scheint selbst, obwohl es nur eine Meinung der anderen ist (und vermutlich kein international anerkannter Voelkermord) ein grosses Tabu zu sein, und versetzt manch‘ eine in Rage 😉

                • @nera
                  >>>Yo, das habe ich dann auch gemerkt.<<<
                  Dann hätte ich jetzt mal folgende Frage:
                  Haben Sie auch gemerkt, dass dieses Thema bzw. das Interview in den westlichen MSM eigentlich gar nicht vorkommt?
                  Es wird zwar die ganze Zeit über die Agressivität Russlands berichtet und wie unabdingbar eine Aufrüstung sein muss, hier hätte man die Aussage eines nicht unbekannten Mannes, der diese Narrative PERFEKT bedient…
                  Warum springt man auf diesen Zug nicht auf? Warum wird darüber nicht berichtet?

                  Wundert Sie das nicht???
                  Noch nicht mal ein ganz kleines bisschen?

                  • «…hätte man die Aussage eines nicht unbekannten Mannes, der diese Narrative PERFEKT bedient…»

                    Haeh Oberst, Sie sprechen in Raetseln. Mein’Se Milošević? Aber der ist doch schon laengst tot. Oder Kriegsverbrecher Mladic, den selbsternannten Friedensstifter Karadžić? Sitzen beide – Gott sei’s gedankt – in Haft.

                    Oh‘ bevor hier wieder die Kavallerie anrueckt, halte ich doch lieber mal die Fresse 😉

                    • «Oh‘ bevor hier wieder die Kavallerie anrueckt»

                      Zu spät. Das Feuerpferd, auf dem die Kavallerieobristin sitzt. wiehert:

                      Es geht vermutlich um Karaganov. 🐴

                    • @izi
                      >>>Es geht vermutlich um Karaganov. 🐴<<<

                      ja natürlich, auf wen hätte ich mich denn sonst beziehen können?
                      Ich verstehe @nera immer weniger.
                      Ist das Absicht oder drücke ich mich unverständlich aus?
                      Oder liegt es an den unterschieden im Erkennen von Mann und Frau?
                      Aber bei Petrowitsch klappt das doch aber auch?
                      Fragen über Fragen…

                    • @Robert Zapf
                      «Aber bei Petrowitsch klappt das doch aber auch?»

                      Neee, ich hatte ihren Post genauso wenig verstanden wie @nera.

                    • «Ist das Absicht oder drücke ich mich unverständlich aus?»

                      Sie hatten nicht im Karaganov-Thread gepostet, sondern im «Srebrenica»-Thread.

                      Ich fand es trotzdem klar, was gemeint war.

                    • «Manchmal kommt man sich hier wirklich vor wie im Irrenhaus»

                      «Die wahren Verrückten sitzen draußen in der Realität.
                      Achso.
                      Diese Lüge ist so lecker, sie ist mein Lunchpaket.»

                      Grebe passt immer (aus «Gilead», vom Album «Das Rainald-Grebe-Konzert»).

                    • «Diese Lüge ist so lecker, sie ist mein Lunchpaket.»

                      Vorsicht! Da versteht die Obristin keinen Spass und gibt Ihnen die Sporen 😉

                    • @izi
                      >>>Sie hatten nicht im Karaganov-Thread gepostet, sondern im «Srebrenica»-Thread.

                      Ich fand es trotzdem klar, was gemeint war.<<<

                      ja, das habe ich auch erst später gemerkt.
                      Das ist der Mist hier mit der Übersichtlichkeit.
                      Aber mit ein bissschen Nachdenken, hätte man wirklich draufkommen können.

                      Aber wenn man nicht will, dann will man nicht 🤔

                • Nun ja, darf ich freundlichst darauf hinweisen, dass hier der Salon ist, wo nicht nur die Ukraine Thema ist?

                  Aber man kann ja auch mal ein Gedankenexperiment machen: Was waere denn gewesen, wenn dieser besagte Ort in der Ukraine liegen wuerde?

                  • Das ist eine komplexe Frage. Wir müssten annehmen, dass es in der Ukraine eine von Separatisten (oder umgekehrt von Truppen der Zentralregierung) eingeschlossene Stadt gegeben hätte und zwischen innen und aussen UN-Friedenstruppen.

                    Wir müssten weiterhin annehmen, dass diese UN-Friedenstruppen nicht in der Lage gewesen wären, Dörfer ausserhalb der Stadt vor Angriffen von innerhalb der Stadt zu schützen. Und dass die UN-Truppen dann auch nicht in der Lage gewesen wären, eine Vergeltung zu verhindern, die in ein Massaker in der Stadt mündete.

                    Das sind ziemlich viele Annahmen. Es gab nirgends in der Ukraine auch nur annähernd eine solche Situation. Die Zentralregierung hätte sich auch gar nicht auf UN-Friedenstruppen eingelassen.

          • «Zur Eskalation kommt es nie durch nur eine Seite.»

            ‚Zurück auf Los‘, so oder ähnlich kommt mir das bei dem Thema vor. Scheint also bei den einzelnen Diskutanten selbst mit Vor-Geschichte zu tun zu haben, ansonsten käme man wohl aus der Schleife raus.

            Sinnvoll wäre es zudem mal, den Begriff «Angriffskrieg» zu normalisieren. Denn abgesehen davon, dass meistens ‚zurückgeschossen‘ behauptet wird, sind es dann passender Verteidigungskriege, was sich doch ideologisch auch weitaus besser verkaufen lässt.

            Das hat natürlich alles nichts mit Propaganda zu tun, sondern dient nur der Volksaufklärung. Und wo die Wahrheit nun zu finden ist, das wurde bereits vorab entschieden!

            Daher ist es dem eigenen Wohlbefinden auch angeraten, nicht dagegen anzutreten. Und das gilt es auf allen Seiten zu berücksichtigen.

        • «Und genauso wie man NATO-Kriege nicht mit irgendeinem Zeitpunkt der Vorgeschichte relativiert, sollte man das auch nicht mit den(en) von Russland tun.»

          Sieht so aus als würden Sie sich ein pauschales Vorurteil von @petro leichtfertig zu eigen machen.
          Den völkerrechtswidrigen Angriffskrieg von Russland gegen die Ukraine seit Februar 2022 relativiere ich nicht. Ich mache mit meinem Beitrag darauf aufmerksam, dass dieser ein Teilproblem der durch die USA seit 1990 schrittweise zerstörten Sicherheitsarchitektur zwischen den Großmächten (USA, Russland, China) ist. Russland bzw. Putin arbeitet, seit er die erstenmale mit Madelaine Albright konferiert hat (2000), an einer Erneuerung derselben.
          Sie haben das „Gemuese“ verschmäht und sich stattdessen in der Garnitur verheddert.

            • @Petrowitsch
              🔹 1. INF-Vertrag (Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty, 1987–2019)

              Unterzeichnet von Reagan und Gorbatschow, verbot landgestützte nukleare Mittelstreckenraketen (500–5.500 km).

              Ab 2014 warf Washington Moskau vor, mit dem System 9M729 („SSC-8“)
              gegen den Vertrag zu verstoßen.
              → Der Vorwurf: Reichweite über 500 km, also Vertragsbruch.

              Moskau bestritt das, warf den USA im Gegenzug vor, durch Aegis-Ashore-Raketenstellungen in Rumänien und Polen ebenfalls gegen den Vertrag zu verstoßen, da diese auch für Offensivraketen geeignet seien.

              Faktisch:
              Beide Seiten unterliefen den Vertrag technisch, bevor die USA 2019 offiziell ausstiegen.
              → Die formale Kündigung kam von Washington, die materielle Erosion begann beidseitig.

              🔹 2. Weitere Brüche im Sicherheitsgefüge

              ABM-Vertrag (2002): Von den USA gekündigt – das war der erste große Bruch des Rüstungskontrollrahmens.

              KSE-Vertrag (konventionelle Streitkräfte in Europa): Von Russland 2007 suspendiert, 2015 endgültig verlassen.

              Open Skies (Beobachtungsflüge): USA 2020 ausgestiegen, Russland 2021 nachgezogen.

              → Auch hier: wechselseitige Erosion, kein einseitiger Schuldiger.

              🔹 3. Fazit

              Die Demontage der europäischen Sicherheitsordnung ist das Ergebnis gegenseitiger Enttäuschung und Machtverschiebung – nicht allein russischer Aggression oder amerikanischer Dominanz.
              Die USA haben den institutionellen Rahmen ausgehöhlt, Russland hat ihn militärisch infrage gestellt.
              Wer also die eine Seite nennt, muss die andere mitdenken – sonst bleibt die Analyse selektiv.

              Dem ist nichts hinzuzufügen…

  27. ***Ich habe heute in einem längeren Telefonat den ukrainischen Präsidenten gebeten, dafür zu sorgen, dass insbesondere die jungen Männer aus der Ukraine nicht in großer Zahl (…) nach Deutschland kommen, sondern dass sie den Dienst in ihrem Land versehen. Da werden sie gebraucht.***

    Aktuelle Aussage von Führer Friedrich zur Situation, das wieder vermehrt ukrainische Männer zwischen 18-22 Jahren den Weg nach Deutschland finden.

    Derweil alle nach Prokowsk schauen gibt es aktuell etwas größere Landgewinne im Oblast Saporischja/Dnipro, von Ost nach West. Siehe ukrainischer Kartendienst.

    Ein Kreml-Falke gibt ein Interview

    • «Der russische Politikwissenschaftler und Historiker Sergej Karaganow ist seit Jahrzehnten als Berater der politischen Elite Russlands tätig und sitzt in einflussreichen außen- und wirtschaftspolitischen Gremien.»

      …haelt einen Atomkrieg mit Sieg fuer Russland als moeglich.

      «Wir haben es, vor allem in Europa, mit absolut Wahnsinnigen zu tun. Die europäische Elite, in deren Kreisen ich aufgewachsen bin und die nun der Vergangenheit angehört, ist degeneriert. Soweit ich das verstehe, regieren in einer Reihe von Ländern Menschen mit „Hyänengehirnen”, die sich der Folgen ihres Handelns überhaupt nicht bewusst sind. Deshalb ist ein Dialog mit ihnen sinnlos. Sie müssen nur eines fürchten – körperliche Schmerzen.»

      Danach habe ich erstmal aufgehoert zu lesen.

      Yo, ein Falke. Ein geisteskranker Falke, wuerde ich praezisieren.

      • «Wir verkünden, dass Geist, Ehre und Gewissen die höchsten und unveränderlichen Werte unserer Gesellschaft sein müssen. Was die Anwendung von Gewalt angeht, so ist sie in bestimmten Fällen zweifellos notwendig. Wenn wir es mit einem Geschöpf Satans zu tun haben, müssen wir gegen Satan Krieg führen. Und das heutige Europa in seiner gegenwärtigen Form ist eine Schöpfung des Satans, und dies ist ein heiliger Krieg.»

        Ich korrigiere mich: Karaganow ist kein Geisteskranker und auch kein Spinner.

        «Was vor einigen Jahren noch radikal erschien – die Notwendigkeit von Präventivschlägen oder sogar nuklearer Vergeltung – ist heute die vorherrschende Meinung. Meine früheren Äußerungen, die Unbehagen hervorgerufen haben, spiegeln nun einen breiten Konsens wider: Nach meiner Einschätzung teilen bis zu 90 Prozent der Bevölkerung und 95 Prozent der militärisch-politischen Elite diese Meinung.»

        Sollte das der Fall sein und wenn ich mir die Fotos bei Multipolar anschaue…

        Russland verstehen und mit diesen Machthabern reden…

        Na dann – Gute Nacht!

        • Sie haben einen totalen Knall…lesen Sie den Text von Angang bis Ende, der ist dann zwar immer noch bescheuert, aber nicht so bescheuert wie die Fragmente, die Sie auswählen, um sich so richtig echauffieren zu können…

          • Und das reicht Ihnen schon?

            Davon wuerde sich wohl jeder normale Mensch, der noch alle Tassen im Schrank hat, distanzieren.

            Allerdings das TASS-Foto von Karaganov mit einem laechelnden Putin ist lt. Multipolar von Juni 2024

            • «Allerdings das TASS-Foto von Karaganov mit einem laechelnden Putin ist lt. Multipolar von Juni 2024»

              Ja, sicher, die beiden kennen einander recht gut, etwa so wie Wolodymyr Selenskiy und Timur Mindich. Elemente der früheren Karaganov-Doktrin haben sehr wohl Eingang in Putins Denken gefunden.

              Aber dann müssen Sie schon differenzierter diskutieren und auf diese Argumente eingehen, nicht eine «Kontakschuld»-Argumentation bezüglich der extremesten Vorschläge aufbauen.

              Und selbst mit Karaganov könnte (und sollte) man reden. Reden ist allemal besser als schiessen.

              • Ja natuerlich, man muesste auch mit einen – aus meiner Sicht – durchgeknallten Nazi reden (der selber gar nicht reden will*) und der einen Genozid an den Europaeern propagiert.

                * Karaganov: «Soweit ich das verstehe, regieren in einer Reihe von Ländern Menschen mit „Hyänengehirnen”, die sich der Folgen ihres Handelns überhaupt nicht bewusst sind. Deshalb ist ein Dialog mit ihnen sinnlos. Sie müssen nur eines fürchten – körperliche Schmerzen.»

                • Ja. Da redet der Topf über den Tiegel.

                  Gleichwohl hat selbst Karaganov selbst in diesem Satz mit einem Satzteil recht. In der EU regieren tatsächlich in vielen Ländern Politiker, «die sich der Folgen ihres Handelns überhaupt nicht bewusst sind».

                  • Na, meiner Meinung stellen Sie da jemand, der menschenverachtendes wirres Zeug in vollem Ernst von sich gibt auf die gleiche Stufe mit meinetwegen, nennen Sie es so, europaeischen Idioten an der Macht.

                    Zuviel Apfel-/Birnenkompott scheint Ihnen nicht gut zu tun. 😉

                    • «auf die gleiche Stufe»

                      Woraus schliessen Sie jetzt das?

                      Ich esse gerne 🍐 Ich esse gerne 🍎

                      Daraus können Sie nicht schliessen, dass ich Apfel-Birnen-Kompott mag.

                      Konkreter: Das Bild stimmt hier schon deshalb nicht, weil Sie einen Politikberater mit Staatschefs vergleichen. Karaganov ist nicht an der Macht.

                      Wie war das nochmal mit dem Mischkompott?

                    • Na, Moment mal. Den Vergleich haben Sie gemacht.

                      KI sagt:

                      «Die Redewendung «Da redet der Topf über den Tiegel» bedeutet, dass sich jemand über die Fehler anderer lustig macht, obwohl er selbst nicht besser ist. Es ist eine Form der Heuchelei. Das Sprichwort ist eine deutsche Entsprechung des englischen Ausdrucks «the pot calling the kettle black» und hat ähnliche Varianten wie «Wer im Glashaus sitzt, sollte nicht mit Steinen werfen»»

                      «Wie war das nochmal mit dem Mischkompott?»

                      «…nichts spricht dagegen, diese beiden Obstssorten in einem Kompott zu mischen.»

                      Eben. Also mir bekommt’s. Und Ihnen wuensche ich guten Appetit bei Ihrem Bratapfelkuchen.

                      Uebrigens: Vielleicht koennen Sie auch dabei noch mal im Kaffeessatz rumstochern. Scheint mir spannender zu sein, Lawrow aufzuspueren als in der Vergangenheit eines mittelmaeszigen Schauspielers (Verzeihung: @Petro!) rumzuwuehlen.

                      Nichts genaues weiss man nicht. Hier das Neuste (ganz oben).

                      https://www.merkur.de/politik/geruechte-um-das-schicksal-von-putins-aussenpolitik-strippenzieher-wo-ist-sergei-lawrow-zr-94033592.html

                      Aber ich denke, Sie haben da ganz andere Moeglichkeiten, da mal der Sache auf den Grund zu gehen.

                    • @nera
                      Dieser Merkur Beitrag ist eigentlich so ein wunderschöner Artikel, der eigentlich nichts beweist, aber für Ihre Bedürfnisse an wirklichen Journalismus ausreichend ist?

                      Der Merkur-Artikel über das „mysteriöse Verschwinden“ Lawrows ist ein gutes Beispiel für ein journalistisches Muster, das in den letzten Jahren immer häufiger geworden ist: Es werden ausschließlich Gerüchte, Mutmaßungen und diffuse Wahrnehmungen berichtet – und daraus wird ein Stimmungsbild konstruiert, das beim Leser am Ende wie eine wahrscheinliche Entwicklung wirkt, obwohl der Text selbst keine belastbaren Informationen enthält. Die Struktur ist klar erkennbar: „Lawrow wurde zuletzt nicht gesehen“, „es gibt Spekulationen in Moskau“, „Beobachter mutmaßen“, „möglicherweise deutet dies auf…“ – aber nirgendwo findet man eine Primärquelle, ein Dokument, eine Bestätigung oder auch nur ein überprüfbares Faktum.

                      Der Artikel berichtet somit nicht über Lawrow, sondern über das „Nichtwissen über Lawrow“. Und dieses Nichtwissen wird so gedeutet, dass beim Leser ein bestimmter Eindruck entsteht: Instabilität, Machtkämpfe, Schwäche, Geheimhaltung. Dies ist ein klassisches Stilmittel der Stimmungs- und Deutungsberichterstattung. Formal bleibt der Artikel sauber, indem er alles als „Gerücht“ oder „Spekulation“ kennzeichnet — die suggestive Wirkung entsteht aber trotzdem: Wenn man etwas oft genug als „unklar“ oder „möglich“ beschreibt, entsteht beim Leser das Gefühl, es sei „wahrscheinlich“.

                      Inhaltlich trägt der Text jedoch nichts zur tatsächlichen Sachlage bei. Keine Quelle wird verlinkt, keine Belege geliefert, kein Fakt nachgewiesen. Der Artikel zeigt damit weniger die Situation in Russland als vielmehr den Zustand eines Journalismus, der Nachrichtenlücken mit Interpretationen füllt und die Interpretation dann selbst zur Nachricht macht. Wenn man es nüchtern betrachtet, bleibt nur eine korrekte Zusammenfassung: Man weiß nichts — aber man deutet das Nichtwissen so, als wäre es selbst schon ein Indiz.

                    • Genauso ist es.

                      Und deshalb koennte unser «Kriminalexperte» da mal der Sache auf den Grund gehen. Er hat ja ganz andere Verbindungen als Unsereiner.

                      Andererseits gebe ich ja zu, dass das ein Zeitproblem ist.

                      Muss man mal gucken, ob er in den naechsten Wochen auch mal live auf den Bildschirmen aufkreuzt oder eine Pravda bestuerzt vermeldet, dass er versehentlich aus dem Fenster gestuerzt ist 😟

                    • @nera

                      «als in der Vergangenheit eines mittelmaeszigen Schauspielers»

                      Da tun Sie ihm Unrecht. «Diener dees Volkes» ist unter dem Zitat verlinkt. Schauen Sie mal rein. Als Schauspieler war er gut.

                      Er wäre mal besser dabei geblieben.

                    • Sie haben Recht!

                      Ich habe den bis zum jetzigen Zeitpunkt noch nie als Schauspieler gesehen.

                      Aber ehrlich gesagt, das nysteriose Verschwinden von Lawrow interessiert mich mehr. (Und immer noch nichts Neues.)

                      Ist spannend wie ein Politthriller.

                    • @nera

                      Fragen Sie den künstlich intelligenten Chinesen aus Hangzhou. Der wird Sie auf ein Interview Lavrovs vom 10. November verweisen, das die «Kyiv Post» referiert. Das ist nicht das RIA-Novosti-Interview, das hier schon mal angezweifelt wurde.

                      Es kommt dann darauf an, wie weit Sie der «Kiyv Post» vertrauen. Deren Artikel ist betitelt mit: «Lawrow taucht wieder auf und beschuldigt Großbritannien und die baltischen Staaten, einen Krieg zwischen Russland und der NATO zu provozieren.»

                      Die «Kyiv Post» wiederum zitiert TASS, zweifelt deren Meldung aber nicht an.

                      Ein weiteres Interview gab Lavrov danach dem italienischen «Corriere della Sera», der sich allerdings weigerte, es zu veröffentlichen. Veröffentlicht hat es am 14. November «La Verita». Das ist eine konservative (manche sagen rechtspopulistische) Zeitung.

                      Wenn Sie lieber auf English lesen, als die mässige Browser-Uebersetzung aus dem Italienischen zu verwenden, hat TASS die Hauptpunkte des Interviews mit dem «Corriere della Sera» bereits am 13. November referiert.

                      Wussten die anonymen Journalisten des «Merkur» und des «Telegraph» das alles etwa nicht? Hätten sie nicht in der Lage sein sollen, das genau so schnell gegenzuchecken wie ich? Würde TASS ein Interview nach dem anderen eines in Ungnade gefallenen Aussenministers referieren?

                      Vielleicht hat er ja gerade ein Ekzem im Gesicht. Es kann tausend Gründe geben, warum er seit einem halben Monat nicht in der Oeffentlichkeit präsent ist. Der wahrscheinlichste ist eine planmässige Operation wegen irgendetwas.

                    • «Wussten die anonymen Journalisten des «Merkur» und des «Telegraph» das alles etwa nicht?»

                      Weitere Fragen:

                      Haben die irgendwann mal das Handwerkliche ihres Berufs gelernt? Wenn ja, wann und warum haben sie es wieder vergessen?

            • «Im Jahr 2024 klingt Putin, als Karaganov ihn fragen darf, schon nicht mehr so kategorisch.

              http://kremlin.ru/events/president/news/74234»

              Häh? Was genau meinen Sie da?

              In diesem Artikel geht es doch überhaupt nicht um diese Frage, nicht mal um dieses Thema.

              Diese Frage sollten Sie übrigens besser beantworten können. Das fällt nämlich sonst nicht mehr unter Seelöwen-Verhalten, sondern unter Troll-Verhalten. Wenn Sie keine gute Antwort haben, haben Sie bewusst Falschinformation verbreitet.

              • «Wenn Sie keine gute Antwort haben, haben Sie bewusst Falschinformation verbreitet.»

                Wenn Sie keine Geduld haben Putins Stuss zu lesen, dürfen Sie mir daraus keinen Vorwurf machen!

                Nur eine Antwort Putins zu den bestimmt «zufälligen» Fragen des Scharfmachers: «Unsere taktischen Atomwaffen sind viermal stärker als die amerikanischen Bomben gegen Hiroshima und Nagasaki, drei- bis viermal. Wir haben viele von ihnen, viel mehr – und auf dem europäischen Kontinent bezogen, und selbst wenn die Amerikaner ihre eigenen aus den Vereinigten Staaten bringen, haben wir noch viele Male mehr.»

                • Schön. Jetzt kann ich darauf eingehen, was wirklich gesagt wurde, ohne stundenlang durch einen Text wühlen zu müssen, der mich nicht interessiert.

                  Als Karaganov weit unten im Frage-/Antwort-Teil auf diese Frage zu sprechen kommt, antwortet Putin:

                  «Zur atomaren Eskalation: Wir haben diese Rhetorik nicht begonnen. Ich erinnere mich schon gar nicht mehr an den Namen dieser Dame, der ehemaligen Premierministerin Großbritanniens. Bevor sie Premierministerin wurde, sagte sie, sie sei bereit, den Atomknopf zu drücken.

                  Das haben wir nie gesagt. Damals fing alles an…

                  Wir haben eine nukleare Doktrin und darin steht alles… Die Anwendung ist im Ausnahmefall möglich – im Falle einer Bedrohung der Souveränität und territorialen Integrität des Landes.

                  Ich glaube nicht, dass ein solcher Fall gekommen ist – es gibt keine solche Notwendigkeit.»

                  Ihre Textstelle ist BBC-artig aus dem Zusammenhang gerissen. Der Kontext des von Ihnen zitierten Satzes ist dieser:

                  Putin: «Wenn es, Gott bewahre, zu einigen Schlägen kommt [gemeint ist hier eindeutig eine von der (west)europäischen Seite ausggehende Eskalation], dann sollte das jeder verstehen: Russland hat ein SPRN-System – System zur Warnung vor Raketenangriffen… In Europa gibt es kein entwickeltes System, sie sind in diesem Sinne mehr oder weniger wehrlos. Das ist das erste.

                  Das zweite ist die Macht der Schläge. Unsere taktischen Atomwaffen sind viermal stärker als die amerikanischen Bomben gegen Hiroshima und Nagasaki. Wir haben mehr davon, selbst wenn die Amerikaner ihre eigenen nach Europa verlegen.»

                  Putins Antwort auf Karaganov ist hier ganz klar. Er sagt, Russland müsse keinen Erstschlag führen, weil es erstens gute Warnsysteme und zweitens höhere Kapazitäten für Gegenschläge habe.

                  Er räumt am Anfang der Antwort auch ein, dass man von europäischen Politikern derartiges logisches Denken nicht unbedingt erwarten darf (stimmt ganz offensichtlich), aber er weist gleichwohl Karaganovs Erstschlagsidee auch 2024 zurück, so wie er sie 2023 zurückgewiesen hat.

                  • «aber er weist gleichwohl Karaganovs Erstschlagsidee auch 2024 zurück, so wie er sie 2023 zurückgewiesen hat.»

                    Nein. Keine Ahnung, warum die Putinversteher sich dann doch hartnäckig weigern, ihn zu verstehen.
                    In der Doktrin steht drin, dass Russland jederzeit atomare Waffen einsetzen kann, wenn es sich bedroht fühlt. Wir wissen mittlerweile, wie schnell sich Russland durch Phantomschmerzen bedroht fühlt. Außerdem betont Putin, dass man die Doktrin jederzeit anpassen kann. Also, auch wenn Putin beschließt, dass die Europäer eskalieren. Es muss nicht nuklear sein.

                    Sie sind doch immer so stolz auf sich, dass Sie als gelernter DDR-Bürger zwischen den Zeilen lesen können. Diese Fähigkeit scheint bei Putin zu versagen. Oder glauben Sie, dass für ein Wirtschaftsforum dieses der geeignetste Moderator war, der auf einem Wirtschaftsforum rein zufällig Fragen zu einem nuklearen Erstschlag stellt?

      • «FF sorgt sich wohl, dass niemand mehr für die ´Drecksarbeit´ zu haben ist.»

        Und die Führung der Ukraine sorgt sich erstens, dass die Stimmung dann ganz kippen könnte und sagt sich zweitens, dass eine Ukraine so ganz ohne eine nächste Generation von Ukrainern keinen Sinn ergibt.

  28. «Es muss einen Angriff auf seine Souveränität oder territoriale Integrität geben.»

    Die USA haben sich nie vertraglich verpflichtet, als erste keine Atomwaffen einzusetzen. Und deshalb behält sich die US-Regierung einen Erstschlag auch vor, um die nationalen Interessen der Vereinigten Staaten und ggf. die ihrer Verbündeten zu verteidigen.

    Also, hier wird das Thema aus beabsichtigten Gründen verschoben (nicht von Ihnen), zudem sollte unvergesslich bleiben, wie skrupellos die USA die Bombe eingesetzt haben!

  29. Die Verzichtserklärung der Sowjetunion war ohnehin nur eine einseitige Maßnahme und wurde von anderen Atommächten nicht mit einem solchen Schritt beantwortet.

    Und die russischen Gründe für die Rücknahme waren plausibel und nachvollziehbar.

    • @pleifel
      Über das Thema werden Sie mit Petrowitsch nie zu einer Einigung kommen.
      Er wird auch nie irgendwie geringfügig auf Sie zukommen können.
      Ist wie bei uns beiden zum Thema Corona damals beim Freitag. 😉

    • @pleifel
      Das ist ein wirklich guter Satz:
      «Herrschaftsideologie sichere sich, indem sie sich selbst partiell widerspreche. »Scheinbar linke Stimmen« im Feuilleton dienten der FAZ dazu, sich den Anschein kritischer Pluralität zu geben, während der Grundkonsens aus Kapitalismus, Staatsräson und NATO-Treue – auch im Feuilleton – unangetastet bleibe. Kritik werde so funktional für die Herrschaft. Die Zeitung stehe »fest im bürgerlich-reaktionären Lager«.»

      Das kann ich nur aus tiefstem Herzen bestätigen…

      • @ Robert Zapf

        «Herrschaftsideologie»

        Man lebt ja innerhalb dieser Verhältnisse und ist darin aufgewachsen. Warum ‚wir‘ nun in der Lage sind, diesen kritischen Blick zu entwickeln (und andere wiederum nicht), lässt sich sicher individuell erklären, bleibt aber (für mich) ein Rätsel, warum es der Fall ist und z.B. familiär eher ein ‚Ausreißer‘ ist.

        Ich hatte ja zu der Schweizer Abstimmung zur Erbschaftssteuer kommentiert (über die Höhe muss sich diskutieren lassen) und mich gewundert, warum ich bei Izi Zustimmung dazu lese, als ob es in der Sache desaströse Folgen für Familienunternehnen gehabt hätte.

        Den Lobbyisten/dem Kapital gelingt es doch immer wieder, vor allem über die mit ihnen verbundenen Medien (und das sind alle größeren Medienkonzerne), die Schwerpunkte der Argumentation so zu setzen, dass selbst die Mehrheit der dadurch betroffenen darauf einschwenkt/zustimmt und sich selbst damit belastet.

        Man kennt zwar die Gründe für diesen jeweiligen Erfolg des Kapitals, aber es ist zum ‚Haare raufen‘, dass es so weiter durchgezogen werden kann.

        Seltsam nur (wiederum auch nicht!), wenn es in den Branchen der an den Börsen vertretenen Konzerne krieselt (und das ist ja bereits der Fall, wenn die Profitrate schwächelt), dann wiederum ist es kein Problem von jenen zu nehmen, die mit ihrer Arbeit alle Leistungen erbringen (müssen!).

        So bleibt das gewünschte Ungleichgewicht erhalten und die Folgen jeder weiteren Krise können einseitig verteilt werden.

        • «als ob es in der Sache desaströse Folgen für Familienunternehnen gehabt hätte»

          Hätte es. In den meisten Fällen steckt fast das gesamte Vermögen in der Firma. Wenn eine Erbschaftssteuer von 50% anfällt, kann man nur einen grossen Teil der Firma verkaufen (bzw. an den Kapitalmarkt bringen), weil man die Steuer sonst nicht aufbringen kann. Spätestens nach der zweiten Vererbung ist es dann kein Familienunternehmen mehr.

          Praktisches Beispiel. Ich gönne mir gern immer mal ein paar Tage im «Waldhaus» in Sils-Maria. Das ist seit fünf Generationen, seit 1908, ein Familienbetrieb. Die gesamte Anlage würde im Wert sicher über der Freigrenze der Juso-Initiative (50 Millionen CHF) liegen. Alles, was über die Freigrenze hinaus geht, würde mit 50% besteuert.

          Das kann der Betrieb nicht tragen. Das Hotel hätte schon nach der nächsten Vererbung nicht mehr den gleichen Charakter und wäre nach der übernächsten Vererbung ein gesichtloses Hotel wie die meisten anderen Hotels auch.

          So konkret sind diese Dinge. Es sieht bei einem spezialisierten Maschinenhersteller und dessen Verantwortungsgefühl seiner Gemeinde gegenüber nicht anders aus. Wenn das erst Teil einer riesigen AG ist, wird schnell mal entschieden, in Billigusistan zu produzieren.

          So etwas macht man eine Weile und die Schweiz sähe aus wie Deutschland. Warum sollten die Schweizerbürger sich das antun?

          • «So etwas macht man eine Weile und die Schweiz sähe aus wie Deutschland.»

            Es wurde argumentiert, dass die Steuer vermögende Familien und Unternehmen dazu veranlassen würde, die Schweiz zu verlassen und ins Ausland abzuwandern, was der gesamten Wirtschaft geschadet hätte.

            Warum sollte mir aber nach einem Freibetrag von bereits 50 Mio darüber hinaus noch ein Vermögenswert zugestanden werden?

            Wenn tatsächlich anhand der Personalkosten nachgewiesen werden kann, dass für die Produktion/Aufrechterhaltung des Betriebs die Familienangehörigen allein tätig sind (tätig waren), dann ließe sich von einer ‚familiären‘ Vergesellschaftung sprechen und dann wäre anders über die «Erbschaftssteuer» zu diskutieren.

            Das dürfte aber wohl nur in Ausnahmefällen zutreffen, je umsatzstärker, desto weniger Familienbetriebe.

            • «Warum sollte mir aber nach einem Freibetrag von bereits 50 Mio darüber hinaus noch ein Vermögenswert zugestanden werden?»

              Das Argument ist unsinnig. Das Geld ist nicht in Jachten, Zweit- und Drittwohnungen und Maseratis. Es steckt in einem Unternehmen, auf das andere Menschen für ihren Lebensunterhalt angewiesen sind und das durch seinen Betrieb Steuern zahlt.

              Und ja, die Dietrichs arbeiten in ihrem Unternehmen. Der Arbeitstag ist lang. Man sieht auch die Vorgeneration (Dietrich-Kienberger) immer noch.

              Das ist kein Einzelfall. Viele Leute, die ein Familienunternehmen haben, arbeiten lange Tage und zeigen Verantwortung für ihre Angestellten und ihre Region. Das ist nicht die BASF.

              • Ein guter Überblick Schweizer Verhältnisse:

                https://www.fuw.ch/familienunternehmen-schweiz-29-erwaegen-verkauf-186696157102

                Nun, dann müsste steuerlich halt mit einem hohen Prozentsatz zugegriffen werden, wenn aus dem Unternehmen Gewinne privat entnommen werden. Und die sollten allemal dem Spitzensteuersatz für Arbeitnehmer entsprechen.

                Und falls das Familienunternehmen verkauft wird, unter Berücksichtigung von Freibeträgen, eine weitgehende steuerliche Abschöpfung.

                Diese Gedanken beinhalten gesellschaftliche Vorstellungen, die jedenfalls keine Differenzen mehr von Armut und Reichtum wie heute akzeptieren. Da wäre jedenfalls kein Raum mehr für Luxusyachten!

                • «die jedenfalls keine Differenzen mehr von Armut und Reichtum wie heute akzeptieren. Da wäre jedenfalls kein Raum mehr für Luxusyachten!»

                  Was ist denn noch erlaubt, Herr @pleifel?

                  Darf ich nächstes Jahr ein Carbon-Gravelbike kaufen oder doch nur eines aus Stahl? Oder gar keins, weil ich ja schon ein Reiserad habe? Der sgrail-Triathlon ist bei dieser Anmeldegebühr ja ohnehin verbotener Luxus, da brauche ich auch kein Gravelbike.

                  Muss ich meinen Brentford-PC mit den 64 cores und der Grafikkarte verkaufen, den Erlös weitgehend dem Zürcher Finanzamt überweisen und mir einen Abakus zulegen?

                  Und warum funktioniert in der Schweiz trotz niedriger Steuern die Daseinsvorsorge so viel besser als in Deutschland – auch auf dem Dorf und zum Beispiel mit subventionierten Postautos (Bussen)?

                  Fragen über Fragen.

                  • Fragen über Fragen.»

                    Ihre Beispiele sind da wohl eher von der rhetorischen Art.

                    Es geht um ganz andere Werte, um Millionen/Milliardensummen und nicht um linke Spinnerei (bzw. Alltagsspielzeug).

                    Es gibt aber keinerlei Probleme bei den politischen Vertretern des Kapitals, die Existenzbedingungen auf minimaler Basis zu definieren und meistens auch erfolgreich durchzusetzen.

                    Sobald aber der Hebel in der anderen Richtung, zur Limitierung des Profits/der Vermögen umgelegt werden sollte, beginnt das große Lamentieren.

                    Ich hatte das mal so formuliert: Auch Reiche haben das Recht, unter Brücken zu 😴,aber man findet sie dort nicht.

                    D. hat prozentual übrigens keinen größeren Unterschied zur Schweiz, was Familienunternehmen betrifft. Und auch die Argumente gegen höhere Besteuerungen liegen nahe beieinander. Zufall ist das sicher nicht.

                    • «Auch Reiche haben das Recht, unter Brücken zu 😴,aber man findet sie dort nicht.»

                      Man findet dort allerdings auch keine Armen. In Zürich wenigstens nicht.

                      Im Uebrigen wollten die Heiliger-Martin-Jusos der Schweiz den halben Erbschaftsmantel auch nicht den Bettlern geben.

                      Und angenommen ich wäre 80 Jahre alt und hätte 100 Millionen und die Juso-Initiative wäre angenommen worden. Was hätte ich wohl getan? Wenn ich 100 Millionen Franken hätte, nähme mich jedes Land auf. Und keines davon hat 50% Erbschaftssteuer auf alles über 50 Millionen Franken (umgerechnet).

                      Die Idee konnte nicht funktionieren, selbst wenn das Schweizervolk mit Ja gestimmt hätte.

            • Im Uebrigen gibt es in der Schweiz bereits eine Vermögenssteuer mit viel niedrigerem Freibetrag. Beispiel für den Kanton Zürich:

              Freigrenze für Alleinstehende 80’000 Franken.
              Spitzensteuersatz 3% ab etwa 3.3 Millionen Vermögen

              Da kommen über eine Generation die 50% bei über 50 Millionen Vermögen übrigens zusammen.

              Besteuert werden alle Vermögenswerte (Bankguthaben, Aktien, Immobilien, Fahrzeuge etc.) mit Ausnahme von Hausrat und angesparten Pensionen.

              Und jetzt kommt der Punkt: Das gilt auch für das Betriebsvermögen von Familienunternehmen. Das Betriebsvermögen von Kapitalgesellschaften wird hingegen nicht besteuert. Familienunternehmen tragen also mehr zum Gemeinwohl bei als Kapitalgesellschaften, die ja auch ausländische Anteilseigner haben, die ihr Aktienvermögen nicht in der Schweiz versteuern.

  30. Die Idee konnte nicht funktionieren, selbst «wenn das Schweizervolk mit Ja gestimmt hätte.»

    Korrekt, wenn niemand damit beginnt, wird es auch so bleiben wie es ist. Falls zumindest die EU einheitlich/gerecht aufgestellt wäre, müsste der oder die betreffende dann schon Container bestellen.

    In den USA gibt es die ‚Giving Pledge‘ Bewegung von Superreichen, die da schon ein Stück weiter sind. Man kann zwar kritisieren, was die Ziele ihre Stiftungen betrifft, aber zumindest sind die Gründe für die Nichtvererbung plausibel, allein schon nach dem neoliberalen Leistungsprinzip (was bei den Größenordnungen allerdings mehr als fraglich ist).

    • «In den USA gibt es die ‚Giving Pledge‘ Bewegung von Superreichen, die da schon ein Stück weiter sind.»

      Das, finde ich, ist etwas ganz Anderes. Wenn jemand frei entscheidet, was mit Vermögen geschieht, das nicht in einem Unternehmen steckt und frei entscheiden kann, wofür das Geld verwendet wird, ist das in Ordnung.

      Verstehen Sie mich nicht falsch. Ich denke auch, dass die Einkommensspreizung zu hoch ist und dass Spekulationsgewinne leistungslos sind und deshalb weitgehend umverteilt werden sollten.

      Nur den von den Schweizer Jusos vorgeschlagenen Umverteilungsmechanismus mit generell hohen Erbschaftssteuern auch auf Betriebsvermögen finde ich bereits ethisch falsch und obendrein halte ich ihn für nicht praktikabel.

      • «Das, finde ich, ist etwas ganz Anderes.»

        Mir geht es darum Grenzen zu setzen für private Vermögen, die gewisse Größen überschreiten können.

        Und damit einseitige Möglichkeiten eröffnen, die anderen versperrt sind. Damit bin ich aber nicht für die Nivellierung jeglicher Leistung!

        Nur, es sollte gesellschaftlich möglich sein zu verhindern, dass es einzelnen möglich ist über gewaltige Vermögen zu verfügen.

        Ich belasse es mal allein auf die Milliardärsebene bezogen. Diese Schicht muss ‚abgezockt‘ werden. Schlupflöcher darf/sollte es für jene nicht mehr geben.

        • «Und damit einseitige Möglichkeiten eröffnen, die anderen versperrt sind. Damit bin ich aber nicht für die Nivellierung jeglicher Leistung!»

          Finden Sie nicht, dass sich die beiden Sätze widersprechen?

          Natürlich habe ich schon auf dem Niveau meines Reichtums Möglichkeiten, die anderen versperrt sind. Ich weiss das deshalb, weil ich Möglichkeiten habe, die mir früher versperrt waren.

          Das lässt sich ohne Nivellieren kaum vermeiden. Wie hoch dürfte denn nach Ihrem Geschmack die Lohnspreizung sein? Also, um einen wie grossen Faktor dürfte das maximale Gehalt über dem Mindestlohn liegen?

          Schweizweit gibt es über alle Branchen gesehen keinen Mindestlohn, auch im Kanton Zürich nicht, aber in der Stadt Zürich schon. Da ich mehrheitlich auf Zürcher Stadtgebiet arbeite, falle ich darunter. Der Stundensatz ist 23.90 CHF. Ich arbeite Vollzeit. Das liefe auf einen Monatsmindestlohn von 4346 CHF hinaus (Wochenarbeitszeit von 42 Stunden).

          Wie hoch dürfte mein Monatsgehalt nach Ihren Vorstellungen höchstens sein?

          • «Wie hoch dürfte mein Monatsgehalt nach Ihren Vorstellungen höchstens sein?»

            Warum verschieben Sie die Problematik auf eine Ebene, die so gut wie nichts damit zu tun hat?

            Ob Sie nun 10 oder 20 T. im Monat an Gehalt bekommen, ist völlig irrelevant!

            Auffallend also, Sie führen Lohn als alleinigen Bezug auf, während das behandelte Thema das umfassendere Gesamteinkommen der bereits Vermögenden betrifft (und vor allem selbst darüber entscheiden können!).

            In D. lief das unter der Ablenkung ’schwäbische Hausfrau‘, wobei damit die vermeintliche Bedrohung des Häusles bei der Erbschaftssteuerdiskussion gemeint war.

            Also, wie kommt es jetzt zu dieser ‚Fehlinterpretation‘ in der Sache?

            • «Also, wie kommt es jetzt zu dieser ‚Fehlinterpretation‘ in der Sache?»

              Es ist keine Fehlinterpretation. Irgendwo müssen Sie in Ihrer Denkweise die Linie ziehen, ab der Einkommen oder Vermögen zu hoch sind. Wenn Sie eine flexible Regelung im Sinn haben, so gibt es die mit der Steuerprogression ja bereits. Sie müssten dann argumentieren, warum eine höhere Steuerprogression gerechtfertigt wäre.

              In der Schweiz war irgendwann mal eine maximale Einkommensspreizung von 12:1 im Gespräch (ich liege da weit drunter, wenn Sie es wissen wollen). Aber warum 12:1 und nicht 5:1 oder 20:1? Wo ist die Grenze? Wie ist sie zu rechtfertigen?

              Es wird gern von «leistungslosem» Einkommen geredet, aber das ist ein Propagandabegriff. In den wenigsten Fällen ist die Leistung Null. Investitionsgelder in Kanäle zu leiten, wo sie Gewinn abwerfen, kann durchaus nützlich für die Gesellschaft sein (im Vergleich dazu, Investruinen zu schaffen).

              Umgekehrt: Ja, ich arbeite. Aber leiste ich so viel mehr als meine Mitarbeiter, dass der Gehaltsunterschied gerechtfertigt ist? Oder ist meine Produktivität vielleicht sogar so viel höher, dass die Gehaltsspreizung zu gering ist? Wie wollen Sie das berechnen?

              • «Es wird gern von «leistungslosem» Einkommen geredet, aber das ist ein Propagandabegriff.»

                Damit dürfte klar sein, wo die ‚Geister sich trennen‘.

                Nochmals: es geht nicht um die abhängigen/angestellten Arbeitnehmer und ihre unterschiedliche Gehälter (das wird tarifvertraglich geregelt).

                Die Ebene ist eine andere und hinreichend bestimmt.

              • ++Aber leiste ich so viel mehr als meine Mitarbeiter, dass der Gehaltsunterschied gerechtfertigt ist? Oder ist meine Produktivität vielleicht sogar so viel höher, dass die Gehaltsspreizung zu gering ist? ++

                Diese Fragen können Sie besser beantworten. Durch die Gehaltsunterschiede werden i.d.R. verschiedene Ambitionen bei Menschen getriggert: Ehrgeiz, mehr Arbeitseinsatz zeigen & nicht zuletzt durch die Gier nach noch mehr Moneten oder Anerkennung usw.

                • «Ehrgeiz, mehr Arbeitseinsatz zeigen & nicht zuletzt durch die Gier nach noch mehr Moneten oder Anerkennung usw.»

                  Ja, es ist ein zweischneidiges Schwert. Spirituell ist es richtig, dass wer «des Genügens Genügen kennt, immer genug hat» (Lau-dse, Dau-De-Dsching, Uebersetzung von Erwin Rousselle). Es gilt auch umgekehrt, dass wer des Genügens Genügen nicht kennt, nie genug hat.

                  Andererseits bin ich in der DDR aufgewachsen, wo die finanziellen Anreize für mehr Engagement gering waren (erstens nominell und zweitens, weil auch mit mehr DDR-Geld nicht so viel mehr gekauft werden konnte). Die Resultate waren nicht so gut.

  31. Das **schönste Gesicht des Sozialismus** feiert heute ihren 60zigsten. Ob man die Göre aus Gorl-Morchs-Stodt nu mag oder nicht, Respekt für ihre Leistung in Sport und Buisness. Sie hat mit der Jutta als Trainering gezeigt, das sich Leistung lohnt, und ja – sie hat den Kaputalismus genutzt und er sie auch. Inwieweit sie was zurückgegeben hat, das mag dann die Geschichte sagen. Den US-Amerikanern hat es damals jedenfalls auf dem Eis gefallen und sie haben es ihr mit Beifall und Respekt gezeigt.

    Eine aktuelle zu euphorische DOKU gibt es in der ARD-Mediathek.

    • Ich fand sie schon in Ordnung. Sie hat hart gearbeitet und ich fand sie, in Bezug auf die Möglichkeiten, die sie hatte, nicht abgehoben.

      Natürlich hatte sie Glück mit ihrem Aussehen und ihrer Ausstrahlung. Beides kann man nur bedingt beinflussen. Ich glaube allerdings, dass alle, die es zu solcher Prominenz bringen, auch Glück haben.

    • @izi
      Ich finde Ihre Einschätzung völlig zutreffend: Das Interview ist – trotz des reißerischen Titels – tatsächlich lesenswert, gerade weil Barberowski sehr viel differenzierter argumentiert, als die t-online-Rahmung vermuten lässt.

      Er weicht den schwierigen Fragen nicht aus, aber er liefert auch keine der üblichen Alarmformeln.
      Im Gegenteil:
      Er entkräftet mehrfach die gängigen politischen Narrative, etwa dass Russland auf eine Ausweitung seiner Einflusszone nach Europa ziele oder dass Moskau militärisch zu einem Großangriff auf NATO-Staaten bereit wäre.
      Barberowski macht klar: Es geht Russland um Sicherheit und Einfluss an seinen Grenzen, nicht um Expansion nach Westeuropa.
      Diese Nüchternheit fehlt in großen Teilen der deutschen Debatte – und genau deshalb sticht das Interview heraus.

      Lesenswert ist es auch deshalb, weil Barberowski die strategischen Dilemmata offen benennt:
      – Die Ukraine kann militärisch nicht gewinnen.
      – Der Westen ist politisch wie materiell erschöpft.
      – Russland hat eine enorme Leidens- und Durchhaltefähigkeit.
      – Und am Ende wird es Verhandlungen geben müssen – egal, wie unangenehm dieser Gedanke politisch auch sein mag.

      Das alles wird ohne Pathos, ohne moralische Überhöhung und ohne die sonst üblichen Schwarz-Weiß-Deutungen formuliert. Es ist eines der seltenen Interviews, das nicht versucht, die Realität in ein vorgegebenes politisches Raster zu pressen.

      Gerade deshalb lohnt es sich, über die t-online-Verpackung hinwegzusehen: Der Titel sagt Kriegserzählung – der Text sagt Machtanalyse. Und diese Diskrepanz macht das Interview aus meiner Sicht umso wertvoller.

      • «– Der Westen ist politisch wie materiell erschöpft»

        Eigentlich nur politisch und vom Selbstverständnis her.

        Es ist nicht so, dass der Westen zu wenig produziert, um sich über Wasser zu halten und politisch agieren zu können. Es gibt nur festgefahrene Vorstellungen, wofür man Geld ausgeben sollte und keinen Willen, diese Vorstellungen auf den Prüfstand zu stellen.

        Die Ansprüche sind grösser als die Möglichkeiten, aber die Möglichkeiten sind derzeit noch nicht schlecht.

        Problematisch ist, wie die Möglichkeiten sich entwickeln. Es gibt lauter Bedenken gegenüber Veränderungen und neuen Technologien. China baut die Netze zur Uebertragung des Stroms aus erneuerbaren Energien mit Ultrahochspannungsleitungen. Versuchen Sie das mal hier!

        Andere Ländern sehen erst einmal, was mit KI geht, die EU ist Weltmeister der Regulierung. Es kann zwar sein, dass man Regulierung braucht, aber so wie die EU das macht, funktioniert es nicht. Wenn man nicht weltweit reguliert, hat man trotzdem unregulierte KI und dann nutzen wird die entweder oder wir werden abgehängt und irgendwann abhängig.

        Unser politisches System ist in dieser Form nicht zukunftsfähig. Das äussert sich eben auch im Umgang mit Russland. Auch da sind die Ansprüche grösser als die Möglichkeiten.

    • @nera
      Die knallharte Analyse meiner KI lautet:

      Wenn man deine Grundhaltung ernst nimmt („harte Analyse ohne Narrativ, ohne Schonung“), dann würde ich sagen:

      Der Text ist ein gut geschriebener, fachlich fundierter,
      aber deutlich interessengeleiteter Beitrag,
      der die realen strukturellen und globalen Risiken von GoF-Forschung
      rhetorisch nach unten und ihren Nutzen nach oben skaliert.

      Das ist nur der letzte Teil eines längeren Textes dieser Analyse.

        • Komisch, ich sehe den Beitrag. Aber vielleicht lesen sie zuviel «Spektrum» 😉 und dkie Schranke geht bei Ihnen deshalb eher runter.

          Ich fand die Qualität dort so heterogen, dass ich da nicht regelmässig reinschaue. Wenn ich mich mit dem Gebiet auskenne, brauche ich den Artikel eigentlich nicht und wenn nicht, ist mir das Risiko zu gross, fehlinformiert zu werden.

          • «Aber vielleicht lesen sie zuviel «Spektrum»»

            Nee, das konnte ich lesen. Nur bei der Gegenprobe, ob der Link auch funktioniert, gab es dann die Schranke.

            Ich bekomme die Inhalte der verschiedenen Spektren noch als Muell…eh Mail, weil ich irgendwann mal fuer die Informationsliste (oder wie das heisst) ein Haeckchen gemacht hatte.

            Ansonsten geht mir’s wie beim Freitag. 99,9 % kann ich ausser max. Anriss nicht lesen. Das hier war Zufall.

        • @nera
          >>>Oh, konnte den ihre chatty den Beitrag ueberhaupt lesen? Denn beim Verlinken ging dann die Schranke runter.<<<
          Ich habe den aufgerufen, als pdf drucken lassen, und dann chatty gegeben. Das ging.

          Als ich ihn heute früh noch mal aufgerufen habe, kam gleich Bezahlschranke.
          Keine Ahnung, woran das liegt?
          Entweder man kann den Beitrag nicht mehrmals aufrufen, oder, oder, oder?
          Jedenfalls ging es beim ersten mal noch und da ich den Beitrag gleich gespeichert hatte als pdf, konnte Chatty loslegen…

              • «Nehme nicht an, dass… in der naechsten Woche Russlands Krieg gegen die Ukraine real beendet sein wird»

                Ich auch nicht. Allerdings scheint Trumps Verhandlungsansatz nicht gescheitert zu sein. Russland hat offen Njet zu den europäischen Aenderungsvorschlägen gesagt. Was im Detail in Moskau herausgekommen ist, ist unklar. Jedenfalls verhandelt die Ukraine danach imer noch.

                Der Grund dürfte der folgende sein: Die ukrainische Front steht zwar noch nicht kurz vor dem Zusammenbruch, ihre Energieversorgung aber womöglich schon.

                    • Stimmt. Passiert ja jeden Tag.

                      Nur wenn die Ukraine Russlands Schattenflotte angreift. Da kann man das auch zweimal sagen.

                      Gruss @Smerdjakow. Ich dachte eigentlich, ich waere nett 😉

                    • @izi
                      Schreiben Sie doch einfach am Ende jedes Kommentars folgenden Satz:
                      «Ceterum censeo Russiam esse delendam.» 😋😉

                    • Na, na. Bei allem Respekt Oberst, aber @Izi wuerde in dem Fall niemals luegen. Auch mirzuliebe nicht 😉

                    • «Nur wenn die Ukraine Russlands Schattenflotte angreift. Da kann man das auch zweimal sagen.»

                      Ja, weil das eine andere Kategorie ist. Und vor allem – deshalb heisst das im Englischen «News» – weil es in dem Fall neu war.

                      Und es waren auch zwei verschiedene neue Kriegsverbrechen.

    • «Und wo, wenn nicht hier.»

      Gute Idee, aber nicht dieses Wochenende. Wenn ich morgen etwas schreibe, dann eine Zusammenfassung der neuen US-Strategie. Die habe ich im Gegensatz zu Drosten bereits gelesen und mir Stichpunkte gemacht.

      • «Wenn ich morgen etwas schreibe, dann eine Zusammenfassung der neuen US-Strategie.»

        Yo. @Mymind hatte auch eben Handelsblatt verlinkt.

        Ich zitiere mal daraus: «Der frühere schwedische Regierungschef Carl Bildt schrieb auf der Plattform X, in dem Papier werde eine Sprache verwendet, „die man sonst nur in den bizarren Köpfen des Kremls findet“. Er bezeichnete das Dokument als „rechts von der extremen Rechten in Europa“.»

        Das kann ich mir gut vorstellen. 🤣

  32. Wenn es dunkel und kalt wird in Berlin

    Ein Dokumentarfilm von Kommissar Bukowski Hübner über die *bekannteste unbekannte* bzw. *unbekannteste bekannte* Band Deutschlands, so sagte mir mein Heimatradio.

    Bis Ende Februar in der ARD-Mediathek und über die Feiertage vielleicht eine schöne Abwechselung für diejenigen, welche kein Artkino um die Ecke hatten aber mit E_O_C ein bissel Leben damals im kalten Cafe. War ja nicht nur in Börlin kalt und dunkel.

      • «feine Sahne Terrorgruppe Antifa Ost»

        Sie meinen die Judäische Volksfront, deren MItglieder bei Hitze mal mit freiem Oberkörper aufgetreten sind, woraufhin anatomisch etwas anders gebaute Personen von der Volksfront von Judäa einen Shitstorm entfachten, weil ihnen so etwas verwehrt sei?

      • *feine Sahne Terrorgruppe Antifa Ost.*

        Der Krach soll vermutlich Musik sein, klingt aber eher nach *Dritte Wahl*, eine Soße – oder? Wäre der Typ nicht linksaktiv würde die Combo nicht weiter auffallen und sich die in Ost-Ost-Ost-Deutschland-Gesänge eingruppieren. Würde dann ein Fall für ILKO werden.

        Aber schön, den Podcast kann der Hausherr in die Empfehlungen aufnehmen, vielleicht isses ja nebenbei interessant. Ihr Beitrag, Florentinerin.

        Hardcorepunk:

        *ATA, Fit, Spee, RFT
        Boxerjeans, auf die ich steh
        Kitte-Fix-Kleber, der hält
        Bei uns bekommt man was für sein Geld
        Karo, Club, F6 für Jedermann
        Mit Riesa-Zündhölzern brennen sie schnell an
        Lada, Wartburg und der Trabant
        Ein super Angebot bei uns im Land
        Das alles gibt es nur bei uns
        Ja bei uns gibt’s das nur
        Das alles, gibt es nur bei uns
        Auf unsrer Seite
        Das gibt es, das gibt es nur bei uns
        In der DDR*

        https://www.br.de/radio/bayern2/sendungen/zuendfunk/schleimkeim-doku-kritik-100.html

        • «Der Krach soll vermutlich Musik sein, klingt aber eher nach *Dritte Wahl*, eine Soße – oder?»

          Ach Krach ist das? Ich dachte Punk oder so.

          Und zugegeben, hab‘ noch nie ein einziges Stueck mir angehoert. Scheinen aber auch bei den wenigen Israelfreunden unter den Linken sehr beliebt zu sein. Konzerte hier in der dunkelsten Ecke Dunkeldeutschlands (so weit ich weiss) immer ausverkauft.

          «Man kriegt das Kotzen.

          Da stehen irgendwelche Wichser auf den Straßen und feiern es, dass Kinder, Frauen und Männer in Israel verschleppt oder ermordet werden. Da siehst du Videos, wo Menschen, man weiß nicht ob sie tot oder am sterben sind, auf Pick-Ups liegen und von Leuten angespuckt werden. Da werden Leichen geschändet und irgendwelche Freaks feiern das als „Widerstand“, „revolutionär“ oder sonstwas für einen Müll.

          Gleichzeitig kannste auch nach Teheran, Bergkarabach, Kiew „undwatweissichnicht“ schauen… Jaja, ist klar. Danke für den mega klugen Hinweis. Is richtig, ist auch erbärmlich und macht sprachlos. Keine Frage.

          „Schalt die Tagesschau immer öfter weg, weil der Schädel nur noch dröhnt“. Wir schwanken andauernd zwischen Wut, Hilf- und Fassungslosigkeit und der Frage was diese ständige Online-Empörung am Ende den Menschen wirklich hilft. Wir sind keine krassen Politfreaks, die jeden Konflikt bis aufs Kleinste erklären können oder wollen. Aber eins wissen wir:

          Scheissegal, wo die Leute herkommen, welcher Religion sie angehören, welchen Gott sie anbeten: Wir denken an all die Menschen, die unter diesem räudigen faschistischen bzw. islamistischen Terror leiden!

          Wir verachten Menschenfeinde und Überzeugungsarschlöcher. Egal, ob nun weiss, schwarz, braun, gelb…! Fahrt zur Hölle!

          Eins bleibt bestehen und das ist gefühlt oftmals der große Unterschied:

          Sie lieben den Tod und wir lieben das Leben!»

          https://www.instagram.com/p/CyJcr52tHpc/?hl=de

          Krass.

          Muss da echt mal reinhoeren.

          Yo. Schleimkeim – Letztes aus der Da Da eR. Danke fuer den Tipp.

          • *Wir denken an all die Menschen, die unter diesem räudigen faschistischen bzw. islamistischen Terror leiden!*

            Da hat er ja richtig Glück mit dem Klassenstandpunkt hier und da, so wie man ihn braucht. Glücklich im Kapitalismus seinem Hobby nachgehen. Ob er schon mal die andere Seite des Lichts gesehen hat?

            Muss zugeben, irgendwo in ttt oder so gab es mal nen Beitrag über die Combo, den ich gesehen habe. Der Rest kommt vom HörenSagen, bin viel zu alt für Krawall.

            • «Da hat er ja richtig Glück mit dem Klassenstandpunkt hier und da»

              Yo, so empfand ich am 7.Oktober 2023 auch, egal ob staatskonform oder nicht. Und den «Genozid» in Gaza gab’s bei den propalaestinenischen Linken sowieso schon immer. Das ganze zionistische Gebilde – das groesste Verbrechen an der Menschheit. Haha.

              Die Band ist mir nur im hedonistischen, linken, antifaschistischen, antirassistischen, antisexistischen, antiheteronormalistischen, (anti-)deutschen Zionistenblatt aufgefallen. Ansonsten haben die an Techno-, Punk-, Rap- und was weiss denn ich noch fuer Bands – nicht mehr viel Freude und Freunde.

              Aber, wer braucht schon Freunde?

              «Ob er schon mal die andere Seite des Lichts gesehen hat?»

              Sie meinen Mordor? 😜

              • @nera
                >>>«Ob er schon mal die andere Seite des Lichts gesehen hat?»
                Sie meinen Mordor? 😜<<<

                Ich habs gefunden:

                "Wirklich vermeiden lassen sich unangenehme Mitdemonstranten nur, wenn man ganz alleine auf die Straße geht. In Russland geschieht das in jüngster Zeit häufiger: Rechtlich gesehen gilt das dann nicht als Demonstration, so dass man für seinen Protest eigentlich nicht festgenommen werden kann. Das passiert natürlich trotzdem häufig. Man darf vermuten, dass die wenigen Leute, die sich noch trauen, in Putins Russland mit einem oppositionellen Anliegen auf die Straße zu gehen, sich wohl eher das vielzitierte breite Bündnis wünschen würden."

                Der Blick auf Modor…

              • **Sie meinen Mordor?**

                Mordor ist überall, bei Werner Holt war es die seine Hamburger Familie, und für die war der Keller und die Küche Mordorland, aber immerhin brauchbar zur Bedienung, damit die Etikette nicht aus dem steinharten bürgerlichen Gesicht fällt, wenn der Besuch kam, der Onkel der mit jedem gesunkenem U-Boot seinen Reichtum mehrte.

                Und jetzt fragen sie mal das Dickerchen, ob er Mordor schon mal in Deutschland gesehen hat.

                Alles klar?

                • Mordor heisst fuer ihn Meck-Pomm. Da, wo er zu Hause ist.

                  «Hier gehst du mit schwarzen Freunden einmal aufs Dorffest, dann nie wieder», sagt Monchi. Nach 22 Uhr sitze bei derartigen Festivitäten «der rechte Arm sehr locker…Homosexuelle, Migranten und nicht-rechte Jugendliche müssen hier immer Angst haben, auf die Fresse zu bekommen.»

                  https://www.spiegel.de/panorama/feine-sahne-fischfilet-im-verfassungsschutzbericht-mecklenburg-vorpommern-a-864974.html

                  • @u_S
                    >>>Nach 22 Uhr sitze bei derartigen Festivitäten «der rechte Arm sehr locker…Homosexuelle, Migranten und nicht-rechte Jugendliche müssen hier immer Angst haben, auf die Fresse zu bekommen.<<<
                    Dazu kann ich nichts sagen.
                    Aber zu Ostzeiten musste man auch als Sachse, und vor allem Jugendlicher, in der Gegend aufpassen. Wenns da um die Määchen ging, konnte es auch schnell haarig werden…

                    • @Oberst: Ich auch nicht, weder zum Erz-, noch im Elb-, noch irgendwo an der Ostsee, da zu jung. Aber vielleicht die Florentinerin.

                  • Oberst, Sportsfreund

                    Okay, ich kann was dazu sagen:

                    Wenn Sie beide unauffaellig sind vom Aussehen und vom Verhalten, also nicht die falsche Hautfarbe haben, falsche Kleidung, falsche Haarpracht tragen oder sonst was an sich haben, dass der Meute missfaellt und dann immer schoen mit den Woelfen heulen, dann iss meistens alles gut.

                    Meistens, weil einfach Pech gehabt, am falschen Ort zur falscher Zeit, ist nie ausgeschlossen.

                    Viele beim Nova-Festival Oktober ’23 z.B. hatten dieses Pech.

                    Tja, Shit happens 😉

  33. Substack von Wilfried

    ***Die Themen werden weiterhin Ukraine, Russland und ein wenig Belarus sein. Die Artikel werden wie früher oft lang sein und viele weitergehende Links beinhalten.***

    Den *mbert* findet die ehemalige Freitagscommunity übrigens bei Telepolis in den Kommentaren.

    Keine Wertung, nur zur Info.

    • @u_S
      >>>Keine Wertung, nur zur Info.<<<
      Danke für den Link auf Jonas.

      Ich selbst werde den Artikel von Jonas mal mit dem neuen von GJ vergleichen:

      Jeschke liefert eine geopolitische Analyse.
      Er erklärt, wie die USA denken, warum sie das Papier formulieren, wohin die strategische Reise geht.
      Er bleibt im Rahmen von Machtlogik und Interessenpolitik.

      Jonas liefert eine moralische und politische Kampfposition.
      Er liest den Plan als „Kapitulation“, „Unterwerfung“, „Barbarei“, zieht historische Analogien (1938, Hitler-Stalin-Pakt), und arbeitet maximal wertend.

      BEIDES sind legitime Texte –
      aber methodisch völlig verschieden.

        • @pleifel
          >>>Das war bereits im Freitag so und belasst beide bitte da, wo jene sich jetzt verortet haben.<<<

          Da haben Sie nach meiner Meinung auch absolut Recht.
          Allein liegt es nicht in unserer Hand.
          Wenn die beiden hier kommentieren würden wollen, bin ich auch der Meinung, dass man dies nicht verhindern sollte.
          Außerdem WEISS ich eigentlich auch, dass GJ dan NIEMALS tun würde…

          Und das ist auch völlig in Ordnung.

          • «Außerdem WEISS ich eigentlich auch, dass GJ dan NIEMALS tun würde…»

            Dem ist so. Der Samstag sollte ja gegenüber dem Freitag ein Fortschritt sein. Wenn @Petrowitsch hier wieder auftauchen sollte, würde ich ihn nicht sperren.

          • «Außerdem WEISS ich eigentlich auch, dass GJ dan NIEMALS tun würde…»

            Sicher, sonst würde ich hier nicht ✍️ können. 🙂

            Ansonsten ‚klopft‘ man ja vorher an und bekommt ’ne Starterlaubnis oder auch nicht.

            • «Ansonsten ‚klopft‘ man ja vorher an und bekommt ’ne Starterlaubnis oder auch nicht.»

              Die habe ich ausser «Ich will hier für Produkte werben» aber auch noch niemandem verwehrt.

              Und Sie schreiben doch komplett anständig und sagen ohne Beleidigung oder Abwertung anderer Ihre Meinung. Wo nicht einmal das erlaubt ist, sollte man vielleicht gar nicht kommentieren wollen.

              • «Die habe ich ausser «Ich will hier für Produkte werben» aber auch noch niemandem verwehrt.»

                Wie sieht das denn mit ‚Werbung‘ für den Krieg aus? So wird es zwar nicht gelabelt aber ich lese das zumindest aus einigen Texten einseitig heraus.

                Nicht hier, aber bei gewissen ehemaligen Foristen.

                «Und Sie schreiben doch komplett anständig ..». Danke dafür, wobei ich mir selbst dabei nicht so sicher bin. 🙂

                • @pleifel
                  >>>Wie sieht das denn mit ‚Werbung‘ für den Krieg aus? So wird es zwar nicht gelabelt aber ich lese das zumindest aus einigen Texten einseitig heraus.<<<
                  Ach pleifel, Sie wären der richtige Moderator 🤣😅😂
                  Das sind doch alles MEINUNGEN.
                  Auch wenns in Ihren Ohren anders klingt.
                  Sie müssen mal beim MDR kommentieren…
                  Da klingen Ihnen erst die Ohren.
                  Was da von manchen geschrieben werden darf.
                  Und Ihre Entgegnung wird NICHT freigeschaltet.
                  Das erzeugt wahren Frust.

                  • @ Robert Zapf

                    «Moderator»

                    In dem Vertrag müsste drin stehen, was zu keinem Abschluss führen würde.

                    Das dürfte wohl ähnlich wie bei Parteikarrieren sein. Man erwartet zwar Kritik, aber doch bitte schön keine grundsätzliche! Und vor allem darf man die Ursachen nicht auf der eigenen Seite sehen/suchen, was man auch bei dem Verhalten von Merz gegenüber Israel erkennen muss.

                    Wenn man denkt, schlimmer geht nicht mehr (präziser wohl dümmer/unverantwortlicher), dann wird man eines schlechteren belehrt.

                    Das also als kritisches Schwerpunktthema zu setzen, dürfte als Moderator kaum gelingen.

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