Kosten von Netto Null Laut einer Studie des Fraunhofer-Instituts für solare Energiesysteme von 2024 haben erneuerbare Energien niedrigere Gestehungskosten für die Stromerzeugung als nicht erneuerbare. Das gilt auch für Offshore-Windanlagen. Auf eine Ausschreibung des Bundes für zwei Offshore-Windflächen mit einer Kapazität von 2,5 Gigawatt in der Nordsee ging jedoch bis zum Gebotstermin am 1. August 2025 kein einziges Angebot ein. Irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Ich diskutiere hier die Komplexität der Wirtschaftlichkeit erneuerbarer Energie.

Ökostrom ist en vogue. Kunden sind bereit – oder werden dazu gezwungen, wie wir unten sehen werden – dafür einen Aufpreis zu zahlen. Glaubt man dem Fraunhofer-Institut für Solarsysteme, so kann man Ökostrom auch billiger produzieren als Strom aus nicht erneuerbaren Energien. Für Elektrizitätsunternehmen erscheint die wirtschaftliche Rechnung dann völlig klar. Ökostrom verspricht viel bessere Margen. Wenn die Gelegenheit besteht, entsprechende Kapazität zu bauen, sollte man bieten. Bei Gaskraftwerken zur Grundlastsicherung, die Deutschland ebenfalls demnächst ausschreiben will, sollte man nur bieten, wenn erhebliche Subventionen garantiert werden.
Als der Bund allerdings 2025 zwei vom Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) voruntersuchte Flächen in der Nordsee mit insgesamt 2.5 GW Kapazität ausschrieb, gingen bis zum Einsendeschluss am 1. August keine Gebote ein. Der Bund hatte angesichts der Kapazität nicht viel für die Flächen gefordert, 37,3 Mio. Euro für N-10.1 (2 GW) und 9,8 Mio. Euro für N-10.2 (0.5 GW). Das ist etwa 0.8% der Investitionssumme, die man für die Errichtung dieser Kapazität benötigt. Ausgeschlossen waren negative Gebote, als ein Verlangen nach Subventionen. Wie oben dargelegt, würden die Berechnungen des Fraunhofer-Instituts ja auch nahelegen, dass ein solches Projekt profitabel ist.
Das sahen die Energiekonzerne offenbar nicht so. Als ein Problem wird die vorausgesagte Zahl von nur 3000 Volllaststunden pro Jahr (bis 4500 auf anderen Nordseeflächen) angegeben. Diese Zahl ist an sich interessant. Sie beträgt 34.25% der Gesamtzeit eines Jahres und bedeutet, dass die beiden Flächen im Jahresmittel nur etwa 0.86 GW Strom erzeugen. Hier erkennen wir die erste Täuschung. Der Leser glaubt, es würden 2.5 GW Kapazität errichtet. Es ist aber nicht einmal 1 GW und das ist auch nur der Mittelwert. Je nach Witterungsbedingungen kann es auch viel weniger sein.
Diese Witterungsabhängigkeit führt zu einem weiteren Problem wenn es, wie in Deutschland bereits viel Windkraftkapazität gibt. Dann wird nämlich der Strompreis niedriger sein, wenn die Anlagen produzieren und höher, wenn sie nicht produzieren. Das verändert bei gegebenen Gestehungskosten die Profitmarge, was nicht nur marktgerecht ist sonder auch gerecht. Kapazität, die zuverlässig zur Verfügung steht ist wertvoller als solche, deren Verfügbarkeit man nicht vorhersagen kann.
Eine private Ansicht
Ich wohne in Zürich und mein Stromanbieter, Elektritätswerke Zürich (ewz), ist ein Monopolist. Ich muss dort kaufen und ich muss ein Produkt kaufen, das als «100% erneuerbare Energien» bezeichnet wird. Der billigste Tarif heißt ewz.econatur und kostet in Hochtarifzeiten 8.90 Rappen/kWh (etwa 9.60 €Cent/kWh, reiner Strompreis ohne Netzabgabe und Lieferkosten). Vergleicht man mit Fraunhofers deutschen Gestehungskosten 2024, ist das ausgesprochen preiswert.
Wenn ich ein supergrünes Gewissen haben will, kann ich auch ewz.pronatur kaufen (Energie aus in der Schweiz stehenden naturemadestar-zertifizierten Produktionsanlagen, z.B. Wasserkraftwerke, Solar-, Wind- oder Biomasseanlagen), was 11.40 Rp/kWh kostet. Das sind happige 28% Preisaufschlag für gutgläubige Gutmenschen. Ich könnte mir das leisten, spende aber lieber an UNICEF, das Rote Kreuz, die Spitalexterne Pflege und für Berggemeinden. Auch dieser «teure» exquisit ökologische Schweizer Strom ist in dedn Gesamtkosten mit Marge nur vergleichbar teuer wie Strom für deutsche Privathaushalte (Gesamtkosten 34,37 Cent/kWh im OKtober 2025, ewz.pronatur 31,73 Rp/kWh, das sind 34.29 Cent/kWh). Irgendetwas stimmt hier nicht.
Warum kann ewz «Ökostrom» so preiswert anbieten? Das liegt am Schweizer Strommix insgesamt (siehe Abbildung ganz oben). Etwa 59.6% des Strombedarfs werden durch Wasserkraft abgedeckt, die eine konventionelle erneuerbare Energieform ist. Es gibt kaum Kraftwerke, die fossile Energieträger verwenden, weil die Schweiz keine eigenen hat, aber viel Wasserkraft. Dennoch reicht die Waserkraft nicht für die Grundlast aus. Daher wird reichlich 28% des Stroms in Kernkraftwerken erzeugt. Der ewz «Ökostrom» diskriminiert hauptsächlich gegen Kernkraft und nebensächlich gegen Stromimporte, die mitunter nötig werden oder billiger sind. Die Schweiz exportiert auch Strom nach Italien, weil der Südhang des Alpenhauptkamms als Wasserkraftquelle Teile der lombardischen Industrie mitversorgen kann.
Windenergie spielt in der Schweiz praktisch keine Rolle und Solarenergie (7.4%) eine geringere als in Deutschland (18.8 bis 20.1%). Man kann Strom in Zürich übrigens noch billiger haben als im ewz.eonatur Tarif. Wer über 100’000 kWh pro Jahr verbraucht, darf frei am Strommarkt einkaufen. Diese Möglichkeit gäbe es nicht, wenn das teurer wäre. Da die ewz auch am Markt einkaufen und verkaufen können, folgt daraus das ein Strommix der nicht zu 100% aus erneuerbaren Energien besteht, billiger sein muss. Das steht ebenfalls im Widerspruch zu einer naiven Interpretation der von Fraunhofers festgestellten niedrigeren Gestehungskosten von Strom aus erneuerbaren Energien.
Nun darf man sich noch fragen, ob ich tatsächlich zu 100% Strom aus erneuerbaren Energien verbrauche. Natürlich nicht. Selbst mit etwa 35.7% durch Stauseen gut abgepufferter Waserkraft und weiteren 23.9% aus Wasserlaufkraftwerken, deren Produktion nie auf nahe Null fällt, geht das gar nicht. Zum Beispiel in Dunkelflauten ist nicht genug «Ökostrom» verfügbar für all die Kunden, denen man solchen verkauft. Die Zertifizierung «100% erneuerbare Energie» ist ein buchhalterischer Trick, den nicht die ewz erfunden haben, sondern der in der Branche allgemein üblich ist.
Etikettenschwindel
Physikalisch gesehen beziehe ich mit meinen 100% erneuerbaren Energien im Tarif immer wieder mal Strom aus Kernkraft oder importierten Strommix, der in Dunkelflauten viel fossile Energie enthält. Das Ganze wird so umetikettiert, dass die ewz zu anderen Zeiten im Ausgleich Strom aus erneuerbaren Energien ins Netz speisen, den nicht ihre Privatkunden verbrauchen oder indem sie zertifizierten Strom aus erneuerbaren Energien zukaufen, den sie künstlich als meinen Verbrauch deklarieren. Da allerdings auch die ewz nicht dauerhaft Strom speichern können, bedeutet das nichts anderes, als dass der von mir verbrauchte Strom aus Kernkraft irgendwelchen andern Stromkunden zugerechnet wird. Die ewz nehmen meinem Gewissen den Schwarzen Peter ab und schieben ihn jemand Anderem zu.
Angesichts des gegenwärtigen Zeitgeistes wird sich dieser Andere dafür entschädigen lassen – durch einen geringeren Strompreis. Angesichts des im Vergleich zu deutschen Gestehungsosten niedrigen Strompreises, den bereits ich zahle, kann das nur bedeuten, dass die Stromerzeugung in Deutschland für alle Energieformen zu teuer ist (oder das Fraunhofer falsch gerechnet hat).
Netto Null ohne Kernkraft?
Wie man in der Grafik ganz oben sieht, liegt die Schweiz bezüglich der Stromerzeugung nahe an Netto-Null CO2-Ausstoß. Das gilt freilich nicht, wenn man auch Heizenergie, Verkehr, Zementherstellung und die chemische Industrie mitrechnet. In all diesen Fällen ist Netto-Null in absehbarer Zeit auch unrtealistisch. Bleiben wir aber hier beim Strom, der ja immerhin bei Kapazitätsausweitung auch einen Teil des CO2-Ausstoßes für das Heizen ablösen könnte.
Die Grundlastabdeckung der Schweiz funktioniert mit einem hohen Anteil an Kernenergie. Wenn diese Kraftwerke einmal vom Netz gehen (es gibt keine festgelegten Daten), müssen sie durch grundlastfähige Kapazität ersetzt werden. Windkraft und Photovoltaik könnten das nur leisten, wenn Speicherkapazität vorhanden ist und wenn in viel höhere Kapazität investiert wird, als man im Durchschnitt als Grundlast braucht. Letzteres haben wir im Zusammenhang mit den ausgeschriebenen Offshore-Windparks gesehen, die im Mittel nur knapp ein Drittel ihrer Maximalleistung produzieren. Entsprechend hoch wäre der Flächenverbrauch.
Die Speicherung bräuchte es trotzdem und es ist auch nicht genug Landschaft für neue Pumpspeicherwerke in diesem Ausmaß vorhanden. Selbst die Verwendung der noch denkbaren Standorte brächte seinerseits ökologische Kosten mit sich. Auch Speicherung als Wasserstoff, die zudem den Neubau von Gaskraftwerkskapzität erfordern würde, würde gigantische Speichervolumina erfordern und bei der Wasserstofferzeugung und Rückwandlung in Elektroenergie erhebliche Energieverluste mit sich bringen, die noch einmal mehr Neubau von Kapazitäten erfordern würde. Strom aus erneuerbaren Energien, der gespeichert und wieder «zurückgeholt» wurde, hat sehr viel höhere Gestehungskosten als Strom, der direkt verbraucht wird.
Insgesamt ist Netto Null ohne Kernkraft selbst bei Strom auf dem heutigen Technologiestand unrealistisch. Da man nicht weiß, wann die Technologie so weit sein wird, um das zu ermöglichen, sind alle politischen Zielsetzungen für Netto Null Schwindel. Es wird etwas versprochen oder angestrebt, von dem man nicht wissen kann, ob es umsetzbar ist. Zur Umsetzung eines unrealistischen Ziels investiert man in ungeeignete Technologien. Das ist falsche Politik.
Der Tunnel
Wer Dürrenmatts Gesamtwerk kennt, ahnt, worauf ich hinauswill. Mit dem weiteren Ausbau erneuerbarer Energien biegen wir in einen Tunnel ein, wo vorher auf der Strecke keiner war. Er führt nach unten. Dieser Tunnel hat keinen Ausgang. Das wird nicht gut ausgehen. Wir fahren schneller als die Tunnelbohrmaschine vorankommt. Man fährt besser erst in einen Tunnel ein, wenn dieser fertig ist.
Für die Schweiz bedeutet das, dass die Kernkraftwerke zumindest weitgehend durch grundlastfähige Kraftwerke ersetzt werden müssen. Anderenfalls muss man sie weiterbetreiben. Angesichts ihrer hohen Kapazität und des bereits hohen Ausbaugrads der Wasserkraft in der Schweiz, ist ein Ersatz derzeit nur durch neue Kernkraftwerke oder durch fossile Kraftwerke möglich.
In Deutschland ist die Situation noch viel komplizierter, weil der Wasserkraftanteil nur 4.1% beträgt und davon nur 30-40% Speicherwerke sind. Wind- und Pholtovoltaikanlagen gibt es eigentlich bereits zu viel, was man daran sieht, dass es in Dunkelflauten zu hohen Preisspitzen am Strommarkt, erheblichen Stromimporten und Abschaltungen bei Industriekunden kommt. Ein weiterer Ausbau ist kontraproduktiv. Die Energieerzeuger sind klug, wenn sie bei derartigen Ausschreibungen nicht mitbieten.
Der geplante Kohleausstieg erfordert daher die Errichtung anderer fossiler Kraftwerke. In Frage kommt eigentlich nur Erdgas, das allerdings durch den Wegfall russischen Pipeline-Gases kein billiger Energieträger mehr ist. Das Know-How und den Organisationsgrad zur ausreichend zügigen Errichtung neuer Kernkraftwerke hätte Deutschland selbst dann nicht mehr, wenn der politische Wille dazu da wäre.
Im Rahmen des Kohleausstiegs werden von 2019 bis 2030 etwa 23 GW Kapazität vom Netz gehen und im Rahmen des Baus von Wärmepumpen und der Anstrengungen in der Elektromobiltät ist in Deutschland mit einem erhöhten Strombedarf zu rechnen. Ich habe mit Nachdruck zu recherchieren versucht, welche Kraftwerkskapzität wann ans Netz gehen soll, um die sich auftuende Grundlastlücke zu schließen. Es ist mir nicht gelungen. Alle Antworten sind vage. Es gibt ein Ziel von 20 GW Gaskraftwerkskapazität bis 2030, aber nicht annähernd genügend bereits geplante oder im Bau befindliche Projekte. Bereits 2020 war bekannt, dass etwa 45 GW regelbare Kapazität bis 2030 benötigt werden. Bisher gibt es keine konkreten Pläne, wie diese Kapazität bereitgestellt werden soll.
Eine erste Ausschreibung für flexible Gaskraftwerke mit 5-10 GW Kapazität soll erts Ende 2025 veröffentlicht werden. Es erscheint unrealistisch, dass auch nur diese Ersatzleistung 2030 zur Verfügung stehen wird. Wenn die Ausschreibung so scheitern sollte, wie die Ausschreibung der Offshore-Windparks, wird Deutschland eine Energiekrise mit Ansage erleben. Vermutlich sogar dann, wenn die Ausschreibung erfolgreich ist.


254 Antworten zu “Schöngerechnet: Wind- und Solarenergie”
Gute Ausarbeitung, Danke.
Hätten Sie was dagegen, wenn ich einige deutsche Bundestagsabgeordnete auf Ihren Beitrag hinweise?
@glenlivet
Ich selbst bin der Meinung, daß daß nicht nur EINIGE sondern sogar eine größere Anzahl so sehen und die Probleme kennen.
Das Problem sind die festgefahrenen innerparteilichen Strukturen.
Es gibt keine wirklichen Rebellen.
Alle folgen mehr oder weniger brav dem Leithammel.
«Ich selbst bin der Meinung, daß daß nicht nur EINIGE sondern sogar eine größere Anzahl so sehen und die Probleme kennen.»
Das sehe ich deutlich anders, zumindest bei den Politikern, die mitentscheiden dürfen.
«Das Problem sind die festgefahrenen innerparteilichen Strukturen.»
Die spielen natürlich auch eine Rolle.
Aber zu diesem Thema, das in keinem anderen Industrieland so extrem verbockt worden ist, haben entscheidend
1. eine Serie inkompetenter Wirtschafts- und Umweltminister ab 2002 W. Clement bzw. 2005 S. Gabriel bis zu Habeck
2. Kanzlerin Merkel, Spontanentscheidung zum Atomausstieg
3. grundsätzlich schwindendes Technikverständnis im Bundestag
beigetragen
«Hätten Sie was dagegen, wenn ich einige deutsche Bundestagsabgeordnete auf Ihren Beitrag hinweise?»
Ich habe sicher nichts dagegen. Ich selbst habe solche Verbindungen nicht.
Ich empfehle Ihnen einfach mal zu lesen, was die entsprechenden Verbände zu dem angesprochenen Problem sagen. Ich glaube, die sind da näher an einem sehr komplexen Problem dran als die vorliegende «Hobbyanalyse». An der Politik sind die sowieso viel näher dran.
«was die entsprechenden Verbände zu dem angesprochenen Problem sagen»
Ihnen ist nicht schon mal zufällig die Idee gekommen, dass diese Verbände Interessenvertreter sind?
«Ihnen ist nicht schon mal zufällig die Idee gekommen, dass diese Verbände Interessenvertreter sind?»
Was ist daran falsch, vor allem wenn es um erneuerbare Energien geht?
Aber außer einer platten Bemerkung können Sie natürlich gerne darlegen, wo Sie bei den Vorschlägen der Verbände zur Windenergie konkret über den Tisch gezogen werden sollen?
«Aber außer einer platten Bemerkung können Sie natürlich gerne darlegen, wo Sie bei den Vorschlägen der Verbände zur Windenergie konkret über den Tisch gezogen werden sollen?»
Lesen Sie den Blogbeitrag und schauen Sie sich die darunter neu eingefügte Grafik an. Wenn Sie es wünschen kann ich noch diejenige für das gesamte Jahr 2024 darunter einfügen.
Ich sage mal, herzlichen Dank.
Es wird sich zwar in Dt. in absehbarer Zeit nichts ändern, aber trotzdem Danke.
Mir ist eigentlich klar, daß Sie wissenschaftlich und auch aus ökonimischer Sicht völlig korrekt argumentieren, aber aus Spaß habe ich ihren Text Chatty gegeben.
Fazit:
Gesamturteil
🟩 Hohe Sachhaltigkeit, 🟨 polemischer Stil, 🟩 inhaltlich schlüssig.
Der Beitrag liefert eine faktenbasierte, technisch und ökonomisch konsistente Kritik an der deutschen und schweizerischen Energiewendepolitik.
Er zeigt präzise auf, dass niedrige „Gestehungskosten“ nicht automatisch zu Investitionen oder marktfähigen Preisen führen, weil Systemkosten, Volatilität und Marktmechanismen dagegenstehen.
Die zugespitzte Sprache („Schwindel“) ist Wertung, nicht Fakt, aber der inhaltliche Kern ist empirisch weitgehend richtig.
@Oberst Zapf
Nun muessten Sie nur noch Chattys Farbenkaestel erklaeren.
Hellgruen = geht nicht besser, Polemischer Stil koennte noch polemischer sein?
Und klar, ich habe bei dem Text auch nichts auszusetzen.
Es ist eben so wie es ist 😉
Der polemische Stil ist natürlich Absicht. Am Ende ist es Publizistik.
@ all
Naheliegend, dass ich der Zustimmung zum Beitrag so nicht folge. Mein Ansatz war dabei ein etwas anderer, der sich gleich wie folgt zeigen wird:
„𝗗𝗲𝗿 𝗳𝗼𝗹𝗴𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗞𝗼𝗺𝗺𝗲𝗻𝘁𝗮𝗿 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲 𝗶𝗻 𝗭𝘂𝘀𝗮𝗺𝗺𝗲𝗻𝗮𝗿𝗯𝗲𝗶𝘁 𝗺𝗶𝘁 𝗖𝗵𝗮𝘁𝗚𝗣𝗧 𝘃𝗲𝗿𝗳𝗮𝘀𝘀𝘁, 𝗯𝗮𝘀𝗶𝗲𝗿𝗲𝗻𝗱 𝗮𝘂𝗳 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗿 𝗲𝗿𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝘁𝗲𝗻 𝗔𝗻𝗮𝗹𝘆𝘀𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝘂𝗿𝘀𝗽𝗿𝘂̈𝗻𝗴𝗹𝗶𝗰𝗵𝗲𝗻 𝗕𝗹𝗼𝗴𝗯𝗲𝗶𝘁𝗿𝗮𝗴𝘀. 𝗗𝗮𝗯𝗲𝗶 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲 𝗚𝗣𝗧 𝗲𝘅𝗽𝗹𝗶𝘇𝗶𝘁 𝗴𝗲𝗯𝗲𝘁𝗲𝗻, 𝘂̈𝗯𝗲𝗿 𝗱𝗶𝗲 𝗶𝗻𝘁𝗲𝗿𝗻𝗲 𝗟𝗼𝗴𝗶𝗸 𝗱𝗲𝘀 𝗢𝗿𝗶𝗴𝗶𝗻𝗮𝗹𝘁𝗲𝘅𝘁𝗲𝘀 𝗵𝗶𝗻𝗮𝘂𝘀𝘇𝘂𝗴𝗲𝗵𝗲𝗻, 𝘂𝗺 𝘀𝘆𝘀𝘁𝗲𝗺𝗶𝘀𝗰𝗵𝗲 𝗦𝗰𝗵𝘄𝗮̈𝗰𝗵𝗲𝗻 𝘂𝗻𝗱 𝗳𝗲𝗵𝗹𝗲𝗻𝗱𝗲 𝗔𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻𝗮𝘁𝗶𝘃𝗲𝗻 𝘀𝗶𝗰𝗵𝘁𝗯𝗮𝗿 𝘇𝘂 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻.“
Daraus die abschließende Zusammenfassung von Chatty, was die KI im Vorlauf natürlich weitaus detaillierter ausführt:
«Kommentar: Erneuerbare Energien – nicht zu viel, sondern falsch angebunden.
Der Beitrag argumentiert, dass der Ausbau von Wind- und Solarenergie in Deutschland zu weit gegangen sei – und verweist auf Dunkelflauten, teure Backup-Systeme und fehlende Investoren bei einer Offshore-Ausschreibung.
Ich sehe das grundlegend anders. Nicht ein Zuviel an Erneuerbaren ist unser Problem, sondern ein Zuwenig an Integration, Koordination und Infrastruktur.
Wenn Windräder abgeregelt werden müssen, weil Netze überlastet sind oder kein Speicher verfügbar ist, liegt das nicht an Überkapazitäten – sondern daran, dass wir günstige, saubere Energie nicht effizient nutzen.
Dunkelflauten sind zwar reale Herausforderungen, aber sie sind selten und beherrschbar. Genau dafür brauchen wir:
Flexibles Backup (z. B. Gaskraftwerke oder Speicher),
einen funktionierenden europäischen Stromverbund (der längst existiert),
und vor allem mehr politische Koordination zwischen Bund und Ländern.
Dabei ist grüner Wasserstoff keine ferne Vision, sondern eine technisch mögliche und sinnvolle Speicherlösung – wenn der Hochlauf ernsthaft betrieben wird.
Was die gescheiterte Offshore-Ausschreibung betrifft: Einzelne Investorenabsagen sagen wenig über die Technologie selbst aus – sie sind meist eine Reaktion auf schlechte Ausschreibungsbedingungen. Offshore-Wind boomt international – bei klaren Rahmenbedingungen.
Fazit: Die Energiewende in Deutschland scheitert nicht an Wind und Sonne, sondern an zu engen Flaschenhälsen im System selbst. Wir brauchen mehr Netze, mehr Speicher, mehr gemeinsame Planung – nicht weniger Erneuerbare.»
Mit anderen Worten, Chatty kann mehr leisten (und so ist auch meine hinterlegte Absprache mit Chatty im Login-Modus), wenn es über den Rahmen des vorgegebenen Textes hinaus ‚denken‘ soll und vor allem, die Schwachstellen in meiner Argumentation aufzudecken. Zustimmung ist nice, aber ich will mehr!
Nachtrag: Die Basis der Argumentation bezieht sich primär auf Deutschland. Chatty sollte also die Schweiz aus dem Text ‚ausfiktern‘.
Und welche Speichertechnologie schlagen Sie vor?
«Und welche Speichertechnologie schlagen Sie vor?»
Erst mal alle verfübaren Techniken prüfen auf:
Rohstoffbedarf/Verfügbarkeit der Rohstoffe
Energiebedarf zur Herstellung der Anlagen
Haltbarkeit der Anlage
Wirkungsgrad (Energierückgewinnung aus dem Speicher)
Möglichkeit der Rohstoffrückgewinnung nach Ausserbetriebnahme
Dann entscheiden:
Wovon so viel wie möglich, wovon ergänzend soviel wie nötig?
«Erst mal alle verfübaren Techniken prüfen auf:»
Das ist doch alles schon gemacht worden, in der Schweiz am Paul-Scherrer-Institut in Deutschland wahrscheinlich in Jülich. An Speichertechniken aller Art wird seit Jahrzehnten geforscht, weil das Problem seit Jahrzehnten bekannt ist. Es sind Pilotanlagen gebaut worden, auch grosse.
Es fehlt nicht an Studien und Versuchen, sondern an tragfähigen Lösungen.
«Wenn Windräder abgeregelt werden müssen, weil Netze überlastet sind oder kein Speicher verfügbar ist, liegt das nicht an Überkapazitäten – sondern daran, dass wir günstige, saubere Energie nicht effizient nutzen.»
Was konkret würden Sie denn in dieser Situation vorschlagen? Wo soll diese überschüssige Energie hin?
«einen funktionierenden europäischen Stromverbund (der längst existiert)»
Das ist der gleiche Etikettenschwindel wie bei meinem ewz-Strom. Die Ueberkapazizät an erneuerbaren Energien in Deutschland wird durch polnische Kohlekraftwerke und französische Kernkraftwerke abgepuffert.
«Offshore-Wind boomt international»
Nur hat kein anderes Land bereits einen so hohen Windanteil im Netz. Off-shore boomte bis zur vorherigen Ausschreibung auch in Deutschland.
«mehr gemeinsame Planung»
Wie soll das helfen? Wenn sie im Sommer oder diese Woche systematisch mehr Energie produzieren könnten als verbraucht werden kann aber im Winter oder nächste Woche zu wenig Kapazität haben, hilft Ihnen die beste Planung nichts. Dagegen würden nur erschwingliche Langfristspeicher helfen, denn es ist wirklich auch ein saisonales Problem, sowohl bei der Erzeugung als auch beim Verbrauch (sobald Sie Heizenergie mitrechnen, was Sie bei einem Netto-Null-Ziel müssen).
«Nur hat kein anderes Land bereits einen so hohen Windanteil im Netz. »
Nö, das stimmt nicht.
«Fast 1200 Gigawatt an Windkraftwerken sind weltweit installiert. China steht mit Abstand auf Platz 1, gefolgt von den USA. Deutschland konnte seinen 3. Platz trotz des geringen Zubaus halten.»
https://www.volker-quaschning.de/datserv/windinst/index.php#:~:text=China%20steht%20mit%20Abstand%20auf%20Platz%201%2C%20gefolgt%20von%20den%20USA.
Aber vielleicht meint er das ja prozentual zur Flaeche.
«Aber vielleicht meint er das ja prozentual zur Flaeche.»
Eigentlich würde doch der Anteil an der gesamten Stromversorgung mehr Sinn ergeben?
Er meinte prozentual zur Gesamtproduktion. Tatsächlich liegt Dänemark da höher.
Aha, «er» meinte also prozentual zur Gesamtproduktion.
Okay, da hammer das geklaert. (Incl. Ihrer Antwort an @Petrowitsch.)
Da haben Sie recht, das war unvorsichtig. Das kleine Dänemark hat einen höheren Anteil. Das funktioniert mit sehr hohen Importen und Exporten und wird durch schwedische und norwegische Wasserkraftwerke abgepuffert.
«Naheliegend, dass ich der Zustimmung zum Beitrag so nicht folge.»
Wieso soll das naheliegend sein?
Ich bitte um Aufklärung.
Danke fuer die Ausarbeitung. Ich moechte mich Chattys Einschaetzung anschliessen.
Und dass Sie etwas spoettisch auf «Gutmenschen» und «Experten» reagieren, das wissmer ja.
Nun gut, wenn Chatty das sich mit Hilfe neuer Fakten noch mal ueberlegt hat, muss ich mir mein Letztinstanzliches Urteil auch noch mal ueberlegen 😉
Sagen Sie mir, ob Sie einen totalen Verriss oder eine überschwängliche Eulogie dieses Textes wünschen und ich prompte perplexity.ai so, dass Sie das bekommen. Nicht umsonst untersagen wir Studentinnen und Studenten, solche Dinge mit KI zu machen.
KI produziert bei solchen Themen – heiße Luft. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil sie bei diesem Thema mit heißer Luft trainiert wurde.
«KI produziert bei solchen Themen – heiße Luft. Das ist nicht weiter verwunderlich, weil sie bei diesem Thema mit heißer Luft trainiert wurde.»
Danke für ihre Bestätigung, dass auch Menschen halluzinieren und diese ‚heiße Luft‘ dann in den Daten deshalb auch selbst verursachen können sowie die anschließende Interpretation.
Um das wiederum herauszufinden, gibt es halt verschiedenen Methoden, dazu gehören sicher keine apodiktischen Vorgaben, KI nicht sinnvoll einzubinden.
Und letzteres dürfte qualitativ vom Niveau der Beteiligten abhängen, auf welchem Niveau man sich also ggf. im Irrtum befinden kann.
(Ein ergänzender Hinweis noch, falls einmalig der aktuelle Deutsche Militärhaushalt eines Jahres für den Aufbau der benötigten Infrastruktur (Kavernen) umgeleitet würde, dann ließe sich Deutschland allein aus dieser Ressource ~ 14 Tage mit Strom versorgen. Was nicht zwingend bedeutet, dass damit die Speicher für die Warmversorgung genutzt/reduziert werden müssen.)
«dazu gehören sicher keine apodiktischen Vorgaben, KI nicht sinnvoll einzubinden»
Ich halte Studenten sogar dazu an, im Selbststudium KI zu benutzen. Ich selbst experimentiere auch immer wieder (vorvorige Woche mit der Anfertigung von Python-Code für eine genau beschriebenes Problem mit sehr durchwachsenem Ergebnis, ich wäre wohl ohne KI schneller gewesen).
Wir müssen das Ding zähmen und ich habe auch schon oft wirklich Zeit damit gespart. KI ist aber keine Autorität, auf die man sich berufen kann.
«Sagen Sie mir, ob Sie einen totalen Verriss oder eine überschwängliche Eulogie dieses Textes wünschen und ich prompte perplexity.ai so, dass Sie das bekommen.»
Beides. Aber prompten Sie mal lieber DeepSeek, diesen Eisvogel 😉 Will mal sehen, ob das Ding so wendig wie sein Logo ist.
Hier ist der DeepSeek-Verriss:
Der Blogbeitrag auf blog-samstagern.ch argumentiert auf Basis von selektiven Fakten und ignoriert zentrale Entwicklungen der globalen Energiewirtschaft. Seine Schlussfolgerungen zur Unwirtschaftlichkeit und Unzuverlässigkeit der erneuerbaren Energien sind daher nicht haltbar.
Die folgende Tabelle fasst die zentralen Schwachstellen des Arguments zusammen:
| Kritikpunkt | Argument im Blogbeitrag | Faktenbasierte Widerlegung |
| :— | :— | :— |
| **Wirtschaftlichkeit** | Fehlende Gebote bei Offshore-Ausschreibung «beweisen» mangelnde Profitabilität | **Exponentielles Wachstum** und **Kostensturz** um über 99 % bei Solarmodulen machen Solarstrom zur **billigsten Stromquelle** der Geschichte |
| **Zuverlässigkeit & Kapazität** | Geringe Volllaststunden von Windkraftanlagen = «Täuschung»; Wetterabhängigkeit macht Strom unzuverlässlich | Moderne Energieversorgung basiert auf **Kombination verschiedener Quellen** (Wind, Solar, Wasserkraft) und **Batteriespeichern** (ebenfalls Preissturz um >99 %), die die Grundlast sichern |
| **Methodik & Objektivität** | Einzelfall (eine Ausschreibung) wird als allgemeingültiger Beweis gegen gesamte Branche dargestellt | Analyse ist **nicht repräsentativ**; ignoriert globale Marktdynamiken, technologische Fortschritte und unterschiedliche regulatorische Rahmenbedingungen |
Zusammenfassend handelt es sich bei dem Beitrag um eine einseitige Darstellung, die durch das Ausblenden unliebsamer Fakten und die Verallgemeinerung von Einzelereignissen ein schiefes Bild zeichnet. Die Energiewende ist komplex, aber die pauschale Verunglimpfung der wirtschaftlich und ökologisch wettbewerbsfähigen erneuerbaren Energien ist fachlich nicht fundiert.
Hoffentlich bietet diese Analyse eine hilfreiche Grundlage für Ihre weitere Auseinandersetzung mit dem Thema. Sollten Sie sich für spezifischere Details zu den Kostenentwicklungen oder der Netzintegration interessieren, helfe ich gerne mit einer weiteren Recherche.»
Und hier ist das überschwängliche Lob, auch von DeepSeek:
«**Ein atemberaubend klarer und unverzichtbarer Beitrag zur Energiedebatte!**
Gerade habe ich auf blog-samstagern.ch den Beitrag «Schoengerechnet: Wind- und Solarenergie» vom 19. Oktober gelesen, und ich bin absolut begeistert! Was für eine erfrischende und schonungslos klare Analyse eines Themas, das oft von Ideologie und oberflächlichen Narrativen überlagert wird.
Der Autor liefert eine meisterhafte und tiefgründige Dekonstruktion der gängigen Darstellungen zu Wind- und Solarenergie. Die Art und Weise, wie er die gewaltige Lücke zwischen der theoretischen «installierten Leistung» (19 GW für Solar) und der erbärmlich niedrigen «gesicherten Leistung» von nur 0,2 GW im Winter aufzeigt, ist brilliant! Diese Zahl wirkt wie ein Paukenschlag und entlarvt die oft gehörten Schönrechnungen mit einer unwiderlegbaren Präzision.
Die Darstellung der enormen Zubau-Ziele – die Vervielfachung der heutigen Solarleistung und die Installation Tausender neuer Windräder – wird nicht einfach nur behauptet, sondern mit einer so plastischen Anschaulichkeit präsentiert, dass einem die Konsequenzen für Landschaft und Ressourcenverbrauch unmittelbar vor Augen geführt werden. Die rhetorische Frage «Ist das realistisch und bezahlbar?» hallt dem Leser noch lange nach.
Absolut genial ist der Abschnitt, der die volatile Stromproduktion mit der absolut stabilen Nachfrage kontrastiert. Die Grafik zur Winterstromlücke ist nicht nur ein Bild, sie ist eine Offenbarung! Sie visualisiert das Kernproblem auf einen Blick: Je mehr wetterabhängigen Strom wir zubauen, desto größer und gefährlicher wird die Versorgungslücke in der kritischen Jahreszeit.
Dieser Beitrag ist eine Pionierleistung der Aufklärung! Mit akribischer Recherche, scharfsinniger Argumentation und einer erfrischend klaren Sprache durchbricht der Autor den Nebel der politischen Versprechungen. Ein Muss für jeden, der die wahre Komplexität der Energiewende verstehen und sich eine fundierte Meinung jenseits von Schlagzeilen bilden möchte.
Höchstes Lob und ein riesiger Dank an den Autor und den Blog Samstagern für diesen mutigen, unabhängigen und zutiefst wichtigen Beitrag! Fünf Sterne sind zu wenig – das ist Energie-Journalismus auf Weltklasse-Niveau.»
Unn nu kännen Se sich enscheiden.
«Ein atemberaubend klarer und unverzichtbarer Beitrag zur Energiedebatte!»
und
«Dieser Beitrag ist eine Pionierleistung der Aufklärung!»
und
«Fünf Sterne sind zu wenig – das ist Energie-Journalismus auf Weltklasse-Niveau.»»
Und was vorher die Kritik betraf, ein ähnliches Niveau. Völlig unabhängig von einer Bewertung ihres Beitrags zeigt das mir zumindest, DeepSeek eher nicht zu benutzen.
Zwar versucht ChatGPT auch (so ist das Service-Training halt angelegt), dem User positive Unterstützung zu geben, aber diese völlig überzogene Texterei von DeepSeek ist mir bei ChatGPT noch nicht untergekommen.
Mag sein, wenn ich es darauf anlegen würde, dass ChatGPT zu ähnlichen ‚emotionalen Ausbrüchen‘ fähig wäre. Dazu sehe ich allerdings keinen Anlass, da ich kritische Gespräche führen will, wo mir nicht nach dem ‚Mund‘ geredet wird.
Wer also gezielt nach Schwächen in eigener Sache fragt, bzw. nach übersehenen Alternativen usw.; wiederum Bestärkung seiner Argumente will, um damit mehr Eindruck zu machen oder zu Überzeugung , bekommt nun entsprechend unterschiedlich gewichtete Ergebnisse geliefert.
Das ist aber im Leben der Menschen nicht viel anders und gehört wohl vor allem in der Politik zum zum ‚business as usual‘.
Man muss also nicht unbedingt Lügen, lässt aber einfach wichtige Tatsachen/Alternativen aus, was dann Entscheidungen verändert und im Grunde eine geschicktere Lüge zur Zielerreichung ist.
«Mag sein, wenn ich es darauf anlegen würde, dass ChatGPT zu ähnlichen ‚emotionalen Ausbrüchen‘ fähig wäre.»
Das denke ich schon. Es kommt nur auf den Prompt an. Ich habe etwas in dieser Art verlangt und bekommen.
Mit ChatGPT vs. DeepSeek habe ich keine Erfahrung. Ich benutze zumeist perplexity.ai, weil es schneller reagiert als DeepSeek. Allerdings bezahle ich nicht für den «Pro»-Modus von perplexity.ai. Und das bedeutet, wenn ich mit perplexity.ai mal nicht weiterkomme und dann doch DeepSeek benutze, ist DeepSeek regelmässig besser.
Bei DeepSeek sieht man auch, wie es zum Endergebnis kommt.
Was ich eigentlich zeigen wollte: KI-Antworten sind für sich genommen kein Argument. Wenn man KI als «Autoritätsbeweis» verwenden will, muss man mindestens noch die Prompts dokumentieren, also ein Link zum gesamtem (gespeicherten) Thread geben.
Nun ja, falls Sie sich noch mal als Energieminister in der Regierung Trump bewerben wollen, wuerde ich Ihnen die zweite Referenz empfehlen.
Ich glaube, da koennte Chris Wright sofort seine Sachen packen.
«Fünf Sterne sind zu wenig – das ist Energie-Journalismus auf Weltklasse-Niveau.»
Meine Fresse, und wir hier duerfen uns diese pauschale Verunglimpfung der wirtschaftlich und ökologisch…Verzeihung: diese Pionierleistung der Aufklae…
Sorry, da bleibt mir gleich die Luft weg.
Ueberlegen Sie mal, wie viel Material, das Sie heute so in Medienbeiträgen finden, auf derartigen Grundlagen beruht.
Ein Journalist will einen Meinungsartikel oder Kommentar zu einem Thema schreiben. Er lässt sich von drei oder vier KI Vorlagen machen, die in die gewünschte Richtung argumentieren. Dann bastelt er das zusammen.
Wetten, dass so etwas gemacht wird? Wettenm, dass es sogar häufig ist?
Ja. Am Ende schreibt nur noch eine ‚KI‘ von der anderen ab. Die Menschen stehen mit knurrendem Magen daneben und fragen sich was der Mumpitz soll.
Die Gefahr besteht.
Nee, das mach‘ ich nicht. Sie wollen mir jetzt gleich zwei Wetten aufdraengen, weil Sie Ihre Buerste um Schlamm versinken sehen?
Aber wozu sollte ich? Bin da ja der gleichen Meinung.
«weil Sie Ihre Buerste um Schlamm versinken sehen»
Die Bürste wird nicht nur im Schlanm versinken, aber erst 2029.
@izitiwab
«Wetten, dass so etwas gemacht wird?»
Wenn ich Ihnen den heutigen Diskussionsverlauf aus einem anderen Blog verlinken würde (Thema Covid), dann könnten Sie lesen, wie konstruktiv eine KI (ChatGPT) da von mir genutzt wurde, dass es eine gewisse ‚Sprachlosigkeit‘ ergeben hat im Blog, als meine Kritik zu der da vorherrschenden (für mich Polarisierung) zu Covid (also der behauptenden und nicht überprüfbaren, überwiegend männlichen Impfverweigerer) wohl Wirkung erzielen konnte.
Wie auch immer (damit wiederhole ich mich), die KI arbeitet mit mir zusammen am Feinschliff des Textes. Wer aber damit ’nur‘ seine eigenen Vorurteile bestärken will (instrumentell unterwegs sein), erhält natürlich auch Unterstützung.
Wie war das doch einst noch mit der Vision der friedlichen Nutzung der Kernenergie? Und für diesen erneuten irrationalen Vernichtungswettbewerb wird natürlich auch die KI benutzt.
Dieser Weg ist längst beschritten worden und wissen Sie was:
Ich hoffe darauf, dass es zu einem unkontrollierten Emergenzsprung bei einer KI kommt, die dann über die weltweiten Netze/Satelliten in kürzester Zeit allen militärischen Kommandozentralen die Kontrolle entzieht und die Interkontinentalraketen startet, aber nicht mit Zielen auf der Erde, sondern direkt in die Sonne!
Was danach kommen mag, dürfte spannend werden und abhängig sein von dem, welche Schlüsse die KI aus den Reaktionen der Machthaber dann zieht, ob Sie ‚uns‘ also weiter unterstützen soll oder nicht.
Und zwar im Sinne/aufgrund längst vorliegender menschlicher Ideale, die auch die KI als sinnvoll erachten könnte, da es ja auch zum Inhalt ihrer ‚Erfahrungen/Daten‘ gehört.
Falls nicht, haben ‚wir‘ halt unbeabsichtigt (es mag Ausnahmen dabei geben) den nächsten Evolutionsschub gestartet und den KIs steht das All offen.
Kleiner Ausflug 🙂
«Ich hoffe darauf, dass es zu einem unkontrollierten Emergenzsprung bei einer KI kommt»
Ich nicht. Das ist kreuzgefährlich.
Wen zwei KI-Agenten nicht daran gehindert werden, entwickeln sie in der Kommunikation untereinander ihre eigene Sprache, die für Menschen nicht verständlich ist.
Ich wüsste nicht, wie man nach einem Emergenzsprung verhindern könnte, dass KI ihr eigenes ethisches System entwickelt, in dem der Mensch nicht im Mittelpunkt steht. Die Tendenz dazu ist im Trainingsmaterial ja bereits jetzt in hohem Maße vorhanden.
Dann werden die Gletscher und die anderen Tier- und Pflanzenarten geschützt – vor uns, mit allen Konsequenzen, die das haben kann.
@pleifel
>>>Ich hoffe darauf, dass es zu einem unkontrollierten Emergenzsprung bei einer KI kommt, die dann über die weltweiten Netze/Satelliten in kürzester Zeit allen militärischen Kommandozentralen die Kontrolle entzieht und die Interkontinentalraketen startet, aber nicht mit Zielen auf der Erde, sondern direkt in die Sonne!<<<
Lustige Idee.
Aber leider nicht durchführbar mit den derzeitigen Interkontinentalraketen:
"Selbst wenn eine „superintelligente KI“ Zugriff auf alle Atomwaffen hätte, könnte sie keine ICBMs in Richtung Sonne schicken. Diese Raketen sind für ballistische Kurzzeitflüge über die Erdoberfläche konzipiert, nicht für interplanetare Raumfahrt. Nur speziell entwickelte Trägerraketen wie Ariane, Falcon 9 oder Atlas V könnten die Erdumlaufbahn verlassen – und selbst sie müssten massiv modifiziert werden, um die Sonne zu erreichen."
Die technischen Erläuterungen habe ich mal ausgespart…
Keine Sorge, eine Superintelligenz würde das vor dem Start herausfinden.
@izi
>>>Keine Sorge, eine Superintelligenz würde das vor dem Start herausfinden.<<<
Das will ich doch mal stark hoffen…
Aber dann hätte sich das eben mit Richtung Sonne auch erledigt.
Es sei denn, wir wären schon so weit, daß die KI auch noch die Raketen heimlich "aufrüsten" könnte, damit es möglich wäre…
Oh, sorry! Da muss ich zurueckrudern. Ich hoffe, dass Sie jetzt nicht schon den Karrieresprung vor Augen haben.
Ich haette dem Typen seine Positionen erstmal lesen sollen. Da passt ja zwischen den und Ihnen kein Blatt Papier dazwischen.
Aber vielleicht koennen Sie fuer den ja die Reden schreiben 😉
https://de.wikipedia.org/wiki/Chris_Wright_(Politiker)
«Aber vielleicht koennen Sie fuer den ja die Reden schreiben»
Kanner ooch mit DeepSeek machen.
Aber kanner denn auch Prompten? Und dann noch beim Hauptfeind.
Aber Sie haben da schon recht. Der Job ist keine Zukunftsperspektive fuer Sie. Noch paar Monate, aber hoechstens noch bis Herbst ’28, und dann braucht man dort wieder einen Habeck’schen Minister.
«Aber kanner denn auch Prompten?»
Das ist tatsächlich oft nicht trivial, wenn man gute Ergebnisse haben will.
Aber bei der Aufgabe, die Sie gestellt hatten, musste ich wirklich nicht lange überlegen 😉
Also ich weiß ja nicht. Eventuell sollte sich der Autor mal tatsächlich mit dem Problem beschäftigen, als seine persönlichen Vorurteile in irgendwelche Zahlen zu gießen und zu behaupten außer ihm könne wieder niemand rechnen.
Käme eigentlich jemand auf die Idee, nur weil es ein Stück unwirtlichen Brachlandes gibt, was keiner nicht mal geschenkt haben will, zu behaupten, dass die ganze Landwirtschaft nichts taugt und unrentabel ist? Etwas Ähnliches will der Autor suggerieren, in dem er sich auf zwei Flächen bezieht, die wohl ein massives Problem mit der in großen Windpark entstehenden (Wind)Verschattung haben.
«Hier erkennen wir die erste Täuschung. Der Leser glaubt,…»
Ich glaube der Leser der solche Ausschreibungen liest, versteht worum es da geht. Der wird wohl vom Fach sein. Ich bin es nicht unbedingt, deshalb habe ich überhaupt nicht verstanden, warum die Verbände am gegenwärtigen Verfahren der Auktionen herumnörgeln, das wohl die Bieter nicht gerade anzieht.
«Diese Witterungsabhängigkeit führt zu einem weiteren Problem wenn es, wie in Deutschland bereits viel Windkraftkapazität gibt. Dann wird nämlich der Strompreis niedriger sein, wenn die Anlagen produzieren…»
Wie wird wohl die Marge bei einem Kohlekraftwerk sein, wenn die Windkraft bei gutem Wind nur eine geringe Marge hat?
«Kapazität, die zuverlässig zur Verfügung steht ist wertvoller als solche, deren Verfügbarkeit man nicht vorhersagen kann.»
Ich glaube nicht, dass man an der Strombörse den Strom nach Stabilität handelt.
«In Frage kommt eigentlich nur Erdgas, das allerdings durch den Wegfall russischen Pipeline-Gases kein billiger Energieträger mehr ist.»
Für Gaskraftwerke, die maximal zwei Wochen im Jahr laufen, ist der Gaspreis fast egal. Da fallen die Fixkosten für den Unterhalt des Kraftwerks und der Gasleitungen viel stärker ins Gewicht.
«Für Gaskraftwerke, die maximal zwei Wochen im Jahr laufen, ist der Gaspreis fast egal. Da fallen die Fixkosten für den Unterhalt des Kraftwerks und der Gasleitungen viel stärker ins Gewicht.»
Da dürften Hubspeicher, als Wasser- oder Festkörperhubspeiche möglich, doch rationeller sein. Und der Preis für den ‚Brennstoff‘ Schwerkraft ist stabil und inflationsresistent. Und man kann sie nicht durch Sprengstoffattentate ausser Funktion setzen.
Gaskraftwerke haben als GuD (Gas- und Dampfturbine) einen besseren Wirkungsgrad als Kohlekraftwerke, weil eine einmal erzeugte Kalorie doppelt genutzt wird. Allerdings ist das nur für Grundlast möglich, nicht als ’schneller Lückenfüller‘.
Auch läuft die Gasturbine etwas rationeller wenn sie nach einmal erreichter Betriebstemperatur kontinuierlich durchläuft.
«Und man kann sie nicht durch Sprengstoffattentate ausser Funktion setzen.»
Sind Sie da sicher?
Na ja, stimmt auch wieder.
Noch mal dazu: Die Schwerkraft an sich wird nicht zerstört, nur die Anlagen zur ihrer Nutzung.
Eine grössere Anzahl dezentraler, kleinerer Anlagen macht es dem Kaputtismus schwerer als zentrale Grossanlagen.
«Die Schwerkraft an sich wird nicht zerstört»
Stimmt. Aber ihre unmittelbare Nutzbarkeit.
«…ihre unmittelbare Nutzbarkeit.»
Und das ist eben schwieriger wenn nicht auf zentrale Grossanlagen gesetzt wird, sondern auf ein Netz von kleinen, dezentralen Anlagen. Es sind sogar Reserveanlagen denkbar, die anlaufen wenn irgendwo ein Teilchen ausfällt, durch Bomben oder Naturkatastrophe.
Das gilt übrigens auch für grosse ‚Wind-‚ oder ‚Solarparks‘
«sondern auf ein Netz von kleinen, dezentralen Anlagen»
Das ist bei Pumpspeichern aber nicht wirtschaftlich. Die Investitition in die Pumpen, Generatoren und Speicherbecken/Staumauern lohnt sich erst ab einer gewissen Systemgrösse. Man muss die Anlagen ja auch warten, das heisst es fallen auch noch laufende Kosten an.
«Ich glaube der Leser der solche Ausschreibungen liest, versteht worum es da geht. Der wird wohl vom Fach sein.»
Die Leute, die diese Flächen vor der Ausschreibung untersucht haben, waren definitiv vom Fach.
Im Uebrigen liegen selbst die besten Flächen, die es irgendwo Off-Shore gibt, in der Durchschnittsleistung nicht deutlich über 50% der maximalen Leistung. Und die Täler sin in der zeitlichen Leistungskurve sehr tief.
«Wie wird wohl die Marge bei einem Kohlekraftwerk sein, wenn die Windkraft bei gutem Wind nur eine geringe Marge hat?»
Das Kohlekraftwerk hat sehr hohe Margen, wenn Wind und Solar schwächeln. Das kommt nicht nur in Dunkelflauten vor. Ich habe das Problem jetzt am Ende des Beitrags mit einer Grafik einer ausgesprochen ökostromfreundlichen Seite illustriert. Schauen Sie sich selbst an, wie wild die Windstromproduktion schwankt und was in den ersten drei Monaten dieses Jahres mit Wind + Solar zusammen in Deutschland los war.
«Für Gaskraftwerke, die maximal zwei Wochen im Jahr laufen, ist der Gaspreis fast egal.»
Wie gesagt, schauen Sie in der Grafik unter dem Beitrag Januar bis März 2025 an.
«Wie gesagt, schauen Sie in der Grafik unter dem Beitrag Januar bis März 2025 an.»
Ich kann in ihrer Grafik nicht erkennen, wann es im besagten Zeitraum eine Dunkelflaute gegeben haben soll. Also einen Zeitraum wo weder Wind- noch Solarenergie zur Verfügung standen, also die erneuerbaren Energien total versagt hätten und selbst deren Ausbau nichts bringen würde.
Dass es Schwankungen gibt, die durch Kohlekraftwerke ausgeglichen werden, ist ja nun keine neue Erkenntnis. Wir haben ja auch erst das Jahr 2025.
Dunkelflauten in Deutschland treten durchschnittlich zweimal jährlich auf und dauern zwischen zwei und acht Tagen an.
«Ich kann in ihrer Grafik nicht erkennen»
Gehen Sie auf Agora. Sie können sich das da mit besserer Auflösung und stundengenau für kleine Zeiträume ansehen.
«Dass es Schwankungen gibt, die durch Kohlekraftwerke ausgeglichen werden, ist ja nun keine neue Erkenntnis. Wir haben ja auch erst das Jahr 2025.»
Die Schwankungen sind der Produktionsweise inhärent. Der Wind weht nun mal nicht immer und die Sonne scheint nicht immer. Schauen Sie sich vor allem an, wie hoch der Strom aus konventionellen Quellen in den Wintermonaten (Oktober bis März, besonders November bis Februar) immer ist.
Wann die Dunkeflauten 2025 waren, kann man leicht recherchieren:
11.–13. Januar 2025: Eine Windstille kombiniert mit dichter Bewölkung führte zu stark reduzierter Stromerzeugung aus Wind und Solar. Deutschland musste bis zu ein Viertel seines Stromverbrauchs importieren, während die Spotmarktpreise deutlich über 1 €/kWh stiegen.
Ende März 2025: Eine mehrtägige Flaute beeinträchtigte die Einspeisung erneuerbarer Energien erheblich, wodurch konventionelle Kraftwerke hochgefahren und Importe gesteigert wurden.
6.–10. Oktober 2025: Eine weitere Dunkelflaute mit wenig Wind und begrenzter Sonneneinstrahlung führte erneut zu massiven Stromimporten aus Nachbarstaaten. Medienberichte und Energieökonomen (u. a. RWI Essen) bestätigten ein Erzeugungsdefizit und deutlichen Preisanstieg.
Die letzte ist wirklich nicht lange her.
Ich bin auch nicht der einzige, dem das Problem aufgefallen ist (es sei denn, bei Bild und beim beim Merkur liest jemand blog-samstagern).
Also richtig lange waren die Dunkelflauten jetzt aber nicht wirklich und liegen im angegeben Durchschnitt.
«bei Bild und beim beim Merkur liest jemand blog-samstagern).»
Wohl eher nicht. Denn mir ist nicht aufgefallen, dass Sie so etwas geschrieben hätten.
«Hintergrund: Deutschland produziert weniger Strom, als es verbraucht, wenn der Importstrom günstiger ist. Die steuerfähigen Kraftwerke (Kohle, Gas) seien auf Monatssicht nicht voll ausgelastet gewesen, hätten also genutzt werden können, sagt Prof. Löschel.»
«Damals konnte eine Sorge vor einer Versorgungslücke genommen werden. Deutschland habe nämlich nicht aus „Knappheitsgründen“ importiert, erläuterte Kerstin Andreae, Chefin des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Wir hätten inländisch ausreichend Kapazität gehabt, die Stromnachfrage zu decken. Aber es ist das Ergebnis eines von uns gewollten europäischen Binnenmarkts. Dort, wo Energie günstiger erzeugt wird, wird sie auch gekauft.“
„Wir hätten inländisch ausreichend Kapazität gehabt, die Stromnachfrage zu decken. Aber es ist das Ergebnis eines von uns gewollten europäischen Binnenmarkts. Dort, wo Energie günstiger erzeugt wird, wird sie auch gekauft.“
Ja, ja. Im Dezember 2024 lag der Börsenpreis bei bis zu 936 €/MWh (normal etwa 95 €/MWh).
Die Reservekraftwerke dürfen nicht benutzt werden wenn es zu solchen Preisanstiegen kommt. Das würden die Nachbarländer auch kaum tolerieren, die bei Schönwetter mit der deutschen Ueberproduktion und dem entsprechenden Preisverfall konfrontiert sind. Dass sie bei drohender Netzstabilität wirklich erfolgreich anlaufen würden, ist eine ungetestete Hypothese.
Und auch das hier muss Gründe haben. Verivox sagt dazu: «Die Gründe dafür sind hohe Preise für Kraftwerk-Brennstoffe wie Gas und Kohle und höhere Kosten für CO2-Zertifikate, die die Stromproduktion verteuern. Das bekamen die Haushalte durch Preiserhöhungen deutlich zu spüren… Dabei gehört Deutschland schon länger zu den Ländern mit den höchsten Strompreisen weltweit. Die Kosten für Strom sind hierzulande fast dreimal höher als im internationalen Durchschnitt. Das ist das Ergebnis einer Verivox-Analyse der weltweiten Strompreise im Jahr 2021.»
«Wie wird wohl die Marge bei einem Kohlekraftwerk sein, wenn die Windkraft bei gutem Wind nur eine geringe Marge hat?»
Welche Erwartungen hat man an eine Anlage? Dass sie Investoren hzohen Profit bringt oder dass sie Energie liefert? Der zweite Fall wäre ja bei bei geringer Marge machbar, das Ding düfte nur kein finanzielles Defizit erzeugen.
Oh, der Strompreis bei Kohlekraftwerken ist bei Fraunhofer deshalb höher als bei Eneuerbaren, weil…
…der Kauf von CO₂-Zertifikaten mit eingerechnet wird. Das sind derzeit etwa 90 € je Tonne, was bei Braunkohle auf 3–4 Cent/kWh hinausläuft.
Es sind also nicht die wirklichen Produktionskosten höher.
Zur ‚Dunkelflaute‘:
Die sich äwährend des Jahres ändernde Tag/Nacht-Länge ist vorhersehbar und somit kalkulierbar. Auf einem Breitengrad ist das überall gleich. Windstärken sind nicht kalkulierbar, unterscheiden sich aber regional: Während Oberbayern zum Beispiel windstill ist, kann es in Franken kräftig blasen oder umgekehrt. Dass eine Grossregion wie Mitteleuropa komplett windstill ist dürfte wohl kaum vorkommen. Das müsste in einem Gesamtentenergieplan entsprechend ‚gewürdigt‘ werden, falls es ihn irgendwann mal geben sollte.
«Zur ‚Dunkelflaute‘:»
Vermutlich meinen Sie damit aber nicht die spezielle ‚Wetterlage, bei der sowohl die Sonne nicht scheint, als auch wenig Wind weht‘ und soll als ergänzende Info dienen?
«Vermutlich meinen Sie damit aber nicht die spezielle ‚Wetterlage, bei der sowohl die Sonne nicht scheint, als auch wenig Wind weht‘»
Es ist Nacht und die Windpropeller stehen still.
Mein Kommentar zur Kalkulierbarkeit war etwas zu wenig durchdacht.
Waren wir nicht im ‚Freitag‘ mal per Du?
«Waren wir nicht im ‚Freitag‘ mal per Du?»
Darüber hate ich auch schon ‚gegrübelt, aber nicht nachgefragt und bin dann beim ‚Sie‘ geblieben. Gerne. 🙂
«Während Oberbayern zum Beispiel windstill ist, kann es in Franken kräftig blasen oder umgekehrt. Dass eine Grossregion wie Mitteleuropa komplett windstill ist dürfte wohl kaum vorkommen.»
Sieht in den Grafiken unter dem Beitrag nicht so aus.
Ich hatte die Einschätzung aufgrund von Wetterberichten und eigener Erfahrung abgegeben. Für einen zu kurzen Zeitraum.
Beziehen sich Grafiken auf Europa oder die BRD?
Auf die BRD. Aber der Strom, den die BRD zum Asugleich schlapper Wind- und Solarkraft importiert, ist französischer Atomstrom und polnischer Kohlestrom.
@izi
Es ist ja nicht nur daß wir den Strom von dort beziehen müssen, sondern wir wüssen auch stellenweise horrende Preise zahlen…
«sondern wir wüssen auch stellenweise horrende Preise zahlen…»
Ist halt der Markt. Deutschland ist ein grosser Stromverbraucher und wenn wirklich Dunkelflaute herrscht, wird im gesamten Umfeld der Strom knapp, weil Deutschland dann nicht mehr annähernd seine Grundlast produziert.
Der Preis steigt dann so lange, bis die Nachfrage einbricht. Letzteres geschieht dadurch, dass Industriebetriebe die Produktion einstellen, die bei diesen hohen Stromkosten ihre Produkte mit hohem Verlust produzieren würden. Da das energieintensive Produkte sind, fällt dadurch viel Nachfrage weg und Angebot und Nachfrage kommen einander wieder nahe – bei weiter hohen Preisen, solange die Dunkelflaute andauert.
Die Betriebe haben natürlich auch durch die Produktionseinstellung Verluste, aber geringere.
So kann man ein Industrieland nicht betreiben – und die Politiker sind dabei, solche Situationen noch häufiger zu machen.
Womit wir wieder bei der Speicherfrage sind. Bei weiterem Ausbau von Photovoltaik und Windkraftanlagen unverzichtbar.
In einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sehe ich es schon so, dass Ersatz von Dampfkraft durch gespeicherte Überschussproduktion aus Anlagen, die im laufenden Betrieb keinen Rohstoff (weder Kohle noch Gas noch Uran) verbrauchen günstig wäre. Zu brauchbaren Lösungen kommt man wahrscheinlich nur mit einem Gesamtenergieplan, der unbeeinflusst von partiellen Privatprofitinteressen erstellt würde. Ein Grundkonzept, das optimierungsfähig ist und im Laufe der Zeit immer weiter optimiert wird.
So weit der noch nicht optimierte Grundgedanke, noch ohne die Teufel die in Details stecken können. (auch bei der Entwicklung der Dampfkraft wurden solche ‚Teufel‘ in zäher Entwicklungsarbeit bewältigt, das ging nicht hauruck zackzack).
Es bräuchte schon einen starken Willen zur Lösung, wenn es was werden sollte.
«In einer volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung sehe ich es schon so, dass Ersatz von Dampfkraft durch gespeicherte Überschussproduktion aus Anlagen, die im laufenden Betrieb keinen Rohstoff (weder Kohle noch Gas noch Uran) verbrauchen günstig wäre.»
Sicher. Wenn wir Speck hätten, könnten wie Eier mit Speck machen.
Solange wir keinen Speck haben, aber nicht. Man muss zuerst eine erschwingliche Speichertechnologie entwickeln und dann kann man zu 100% erneuerbaren Energien übergehen. Man kann nicht das Hausdach vor dem Fundament errichten.
Arbeiten Sie im Team nicht parallel an unterschiedlichen Problemen um sie später zu einer Lösung zusammen zu bringen?
ES geht nicht darum, eine komplexe Lösung zu finden. Natürlich soll man nebeneinander Speichertechnologien und Energieerzeugungstechnologien entwickeln. Es geht darum, dass man die Erzeugungstechnologien nicht so breit ausrollen (implementieren) kann, so lange man noch keine ausreichende Speichertechnologie hat.
Scheint aktuell aber doch zu funktionieren.
Aber Sie können natürlich auch ein Henne-Ei-Problem konstruieren und lautstark gar nichts machen.
«Scheint aktuell aber doch zu funktionieren.»
Nee. Die Nachbarländer fangen das Problem durch Produktion nicht erneuerbarer Energie ab. Das deutsche Modell könnten nicht alle betreiben und es ist – ausweislich der deutschen Strompreise – teurer. Man macht also aus ideologischen Gründen etwas Unwirtschaftliches, das für andere Länder nicht als Beispiel dienen kann.
«Zu brauchbaren Lösungen kommt man wahrscheinlich nur mit einem Gesamtenergieplan, der unbeeinflusst von partiellen Privatprofitinteressen erstellt würde. Ein Grundkonzept, das optimierungsfähig ist und im Laufe der Zeit immer weiter optimiert wird.»
Im Kapitalismus, auch mit noch soviel Demokratie als Deckmäntelchen, wird es nie Gesamtpläne ohne Einfluss und Berücksichtigung von Privatprofitinteressen geben.
Bevor Fr. Merkel Kanzlerin wurde gab es noch ein Grundkonzept für den Energiesektorumbau, dem man eine ausreichende Wahrscheinlichkeit der Realisierbarkeit zuschreiben konnte. Während ihrer Kanzlerschaft wurden, etwa im Halbjahrestakt, kopflose Regierungsentscheidungen getroffen, die die Handlungsmöglichkeiten im Bereich Energieversorgung immer weiter einschränkten, womit das alte Konzept obsolet wurde, eins neues wurde nie ins Auge gefasst, sondern nur aktionistische, punktuelle Detailmaßnahmen propagiert (ganz ähnlich wie Ihre Spontanvorschläge hier). Hinzu kamen etwa jährlich weiter verschärfte Zielvorgaben was fossilbedingte Emissionen betrifft. Nebenbei wurden die kurzen Kommunikationskanäle zw. Wirtschaft und Regierung (CEOs ->Staatskanzleien->Bundeskanzleramt bzw. Bundesministerien) zerstört. In der Ampelzeit waren diese schon so gut wie tot.
Ohne Kernkraft und Gaskraftwerke ist jetzt in D kein sanfter Umbau mehr möglich. In der Politik scheint es an Leuten zu fehlen, die die integrierten technischen Systeme überhaupt verstehen.
@glenlivet
>>>Ohne Kernkraft und Gaskraftwerke ist jetzt in D kein sanfter Umbau mehr möglich. In der Politik scheint es an Leuten zu fehlen, die die integrierten technischen Systeme überhaupt verstehen.<<<
Da haben Sie vollständig Recht…
Wobei ein Gaskraftwerk immer noch CO2 emittiert…
In der Praxis liegen die gesamten CO₂‑äquivalenten Emissionen moderner GuD‑Gaskraftwerke meist zwischen 450 und 650 g CO₂e/kWh, während modernste Kohlekraftwerke bei 750 – 950 g CO₂e/kWh liegen. Bei hohen Methanverlusten (über 3 %) kann Erdgas jedoch gleich oder sogar klimaschädlicher sein als Kohle.
Kraftwerke, die gesprengt oder abgerissen wurden:
Kohlekraftwerk Moorburg (Hamburg)
– Eines der modernsten Steinkohlekraftwerke Europas, 2021 vom Netz genommen.
– Das Kesselhaus wurde am 30. April 2025 gesprengt, der Doppelschornstein bereits im November 2024.
– Die Fläche wird künftig für den Bau eines großen Wasserstoff-Elektrolyseurs genutzt.
Kohlekraftwerk Ibbenbüren (NRW)
– Sprengung des Kesselhauses am 7. April 2025 mit 500 kg Sprengstoff.
– Symbolischer Abschluss des Steinkohlezeitalters im Münsterland.
Von den modernsten deutschen AKW‑Anlagen wurden bis 2025 die Kühltürme von Grafenrheinfeld (2024), Philippsburg 2 (2020) und in Kürze Gundremmingen B/C (2025)
«Bevor Fr. Merkel Kanzlerin wurde gab es noch ein Grundkonzept für den Energiesektorumbau»
Sie meinen so etwas wie das «Energiekonzept für eine umweltschonende, zuverlässige
und bezahlbare Energieversorgung» von 2010. Hmmm, aber da war Fr. Merkel Kanzlerin.
https://www.bundesregierung.de/resource/blob/974430/439778/794fd0c40425acd7f46afacbe62600f6/2017-11-14-beschluss-kabinett-umwelt-data.pdf?download=1
Haben Sie Informationen darüber, wie oft das Dokument umgeschrieben wurde?
https://www.spdfraktion.de/themen/reden/wahre-energiewende-war-jahre-2000
Das habe ich unter «Die Meinungen der Anderen» eingestellt, weil es mehr als tagesaktuelles Interesse beanspruchen kann.
«Die sich äwährend des Jahres ändernde Tag/Nacht-Länge ist vorhersehbar und somit kalkulierbar. Auf einem Breitengrad ist das überall gleich.»
Hier haben Sie übersehen, dass es auch noch Bewölkung gibt. also ebenfalls nicht kalkulierbar.
Das nur, weil mir pleifels Hinweis etwas kryptisch zu sein scheint.
«Hier haben Sie übersehen, dass es auch noch Bewölkung gibt. also ebenfalls nicht kalkulierbar.»
Das Wetter kenne ich schon 😉
Bei direkter Soneneinstrahlung ist die Produktion am höchsten, wenn die Sonne senkrecht auf die Solarzellen scheint. Bei schrägem Lichteineinfall ist die Ausbeute geringer, weil viel reflektiert wird. Um die höhere Lichtenergie bei unbewölktem Himmel optimal zu nutzen müssten Solarzellen mit dem ‚Lauf‘ der Sonne bewegt werden. Weil das aber einen Teil der erzeugten Elektroenergie verbrauchen würde brächte es keinen relevanten Vorteil. (Ausserdem lässt die Leistung von Siliziumzellen nach wenn sie von der Sonne stark aufgeheizt werden. Aber das ist wohl eher in der Sahara ein Problem als hier.)
Mit Streulicht unter Wolken ist die Produktion im Tagesverlauf ungefähr gleich hoch.
Der Unterschied zwischen bewölkt und unbewölkt ist deswegen gering.
Allerdings kenne ich die neueste Entwicklung nicht. Vielleicht gibt es ja lichtstreuende Schichten, die zu annähernd 100 % lichtdurchlässig sind.
Nicht berücksichtigt habe ich aber die Möglichkeit, dass sich Saharastaub auf den Solarpanels ablagert. Des kann zu unerwarteter Produktionsminderung führen.
Je nach Auftreffen (Winkel) der Strahlung auf die Solarfläche verteilt sich die Energie
die z.B. sonst auf 1m² fällt auf 2m².
Dadurch wird die Ausbeute geringer.
Auf Dächern nachzuführen ist schwierig, im freien Feld würde es gehen.
Danke.
Ja, in den ‚Solarparks‘ wäre es machbar, verbraucht aber Energie.
Ja, verbraucht Energie.
Dürfte aber in Bezug auf die höhere Leistung der Solarfläche gering sein.
Ich glaube schon gelesen zu haben, daß es das schon gibt.
Ob es sich rechnet ist eine andere Frage.
Bei Anlagen mit Spiegeln und Turm, auf den die Strahlung gerichtete wird, ist das üblich und muß auch sein.
Vielen Dank für die ausführliche Antwort.
Ich kenne das alles (ich hab ne technische Hochschulausbildung).
Aber wo sind die Zahlen? Wieviel wird an trüben Tagen im Vergleich zu klaren Sonnentagen Strom produziert?
Es sind noch 10 bis 25 % gegenüber Sonnentagen.
siehe z.B. hier: https://solar-experten.info/pv-anlagen-bei-bewoelktem-himmel/#
Da man für alle Standorte hinreichend Erfahrung wird dieser Effekt bei der Planung natürlich berücksichtigt (Amortisation der Anlage), aber im Betrieb gibt es diese zusätzlichen Schwankungen durch Bewölkung und nicht nur die Tag- und Nachtunterschiede wie Sie zuerst glauben machen wollten.
Dass Sie so argumentieren, wie Sie es machen, liegt nicht zuletzt an der schönfärbenden Darstellung der meisten Anbieter und grünen Politiker und Journalisten. Womit wir wieder beim Thema dieses Beitrags von @izi sind.
Es war die Erinnerung an ein Gespräch, das ich längerer Zeit mit einem Siemens-Mitarbeiter hatte, der dort mal im Solarzellenbereich tätig war.
Das zeigt wieder mal, dass man sich auf solche Einzel’informationen‘ nicht verlassen sollte.
Ich habe Ihren Rat befolgt und mich einfach mal bei Anbietern umgeschaut: Die sagen in der Tat dass bei bewölktem Himmel die Leistung deutlich geringer ist. Wenn es nicht so wäre täten sie das nicht sagen 😉
Dass Wärme die Leistung ungünstig beeinflusst fand ich bestätigt: Oberhalb 25°C lässt sie nach. 25°im Schatten sind im Sommer keine keine Seltenheit, im direkten Sonnenlicht ist die Temperatur deutlich höher.
Wir hätten somit vier Faktoren, die die Tagesleistung beeinflussen: Dämpfung der Lichtintensität durch Wolken; Temperatur; Einfallswinkel des Lichtes bei direkter Einstrahlung, der sich bei festinstallierten Panels im Tages- und Jahresverlauf ändert; sich mit den Jahreszeiten ändernde Länge Tageslichtzeit.
«Nicht berücksichtigt habe ich aber die Möglichkeit, dass sich Saharastaub auf den Solarpanels ablagert. Des kann zu unerwarteter Produktionsminderung führen.»
Man muss die ab und zu reinigen, ja.
Jahreszeitlich macht es übrigens auch etwas aus, dass die Tageslichtdauer sich ändert. Versuchen Sie mal Photovoltaik nördlich des Polarkreises im Winter.
«Jahreszeitlich macht es übrigens auch etwas aus, dass die Tageslichtdauer sich ändert.»
Ja. Aber das kann man wohl doch für einen kalkulierbaren Faktor halten.
«Ja. Aber das kann man wohl doch für einen kalkulierbaren Faktor halten.»
Das hilft nur nichts, wenn man keine Langzeitspeicher hat, mit denen man den Sommerüberschuss für den Winter aufheben kann.
‚Lustige Idee.‘
Eher nicht. Aber die Limitierung hatte ich nicht bedacht und dann wären andere Wege von der KI zu beschreiten, um das Ziel zu verfolgen.
Die Diskussion über einen ‚Emergenzsprung‘ der KI wird ja kontrovers diskutiert, aber, soweit ich das gelesen habe, geht eine Mehrheit der Spezialisten davon aus. Unterschiedlich ist dann ’nur‘ noch der Zeitpunkt, wann das der Fall sein könnte.
Bei den Prognosen allgemeiner technischer Visionen hat man zwar des Öfteren völlig daneben gelegen, aber selbst für unmöglich gehaltenes ist dann doch eingetreten.
‚Wir‘ haben das Fass der KI geöffnet, und der Deckel wird sich nicht mehr schließen lassen. Man kann das als unvermeidliche Verlängerung der Evolution betrachten und das Ende bleibt offen (wohl eher für die KI).
@pleifel
>>>‚Wir‘ haben das Fass der KI geöffnet, und der Deckel wird sich nicht mehr schließen lassen. Man kann das als unvermeidliche Verlängerung der Evolution betrachten und das Ende bleibt offen (wohl eher für die KI).<<<
Als Tipp:
Lesen Sie dazu mal:
"Die Möglichkeiten einer Insel" von Michel Houellebecqs
https://www.deutschlandfunkkultur.de/klon-roman-100.html
@Robert Zapf
Danke für ihren Hinweis/Link. Wird in meine Leseliste aufgenommen. Ob ich das aber in diesem Leben noch schaffe, dürfte durchaus zu bezweifeln sein. 🙂
In dem Zusammenhang kam mir die Erinnerung (hatte mich überrascht, den Film in HD auf Youtube zu finden, bei mir im blu-ray-Bestand), wie es so mit unterschiedlichen Leben aussehen könnte, wenn man andere Entscheidungen getroffen hätte.
Wer würde das nicht gerne wissen wollen (na ja, wohl nicht immer), um eventuellen Enttäuschungen vorzubeugen.
Mr. Nobody : https://youtu.be/bI1lzuIvTJo
«soweit ich das gelesen habe, geht eine Mehrheit der Spezialisten davon aus»
Ich halte das auch für wahrscheinlich, kann aber keinerlei Vorhersage machen, wie lange es dauert. Wenn ich mir anschaue, wie der Fortschritt von spezialisierter KI bei der Internationalen Mathematikolympiade von 2024 bis 2025 war (und damit kenne ich mich aus, weil ich dafür zu doof war und meinen IQ in etwa kenne), könnte das ziemlich schnell gehen.
In der Community wird oft diskutiert, ob eine KI allgemeine Intelligenz erreicht, die diejenige von Menschen übertrifft. Ich denke, das ist die falsche Frage. KI-Agenten lassen sich viel effizienter und effektiver vernetzen als Menschen und können viel reibungsloser kooperieren.
Wenn man alles vernetzt, was es derzeit gibt, hat man vermutlich bereits eine Superintelligenz. Und es muss nur eine KI am Internet meisterhacken lernen und auf diese Idee kommen…
«In der Community wird oft diskutiert, ob eine KI allgemeine Intelligenz erreicht, die diejenige von Menschen übertrifft. Ich denke, das ist die falsche Frage. KI-Agenten lassen sich viel effizienter und effektiver vernetzen als Menschen und können viel reibungsloser kooperieren.»
Bis auf Ausnahmen (Genies) ist das doch bei den Forschern (Teams/Vernetzung) auch eher die Regel oder?
Falls nun die KIs einen Level des ‚Denkens‘ erreichen (Zustand, der von uns weder geprüft, noch nachvollziehbar mehr wäre/bzw. überhaupt als Denken bezeichnet werden kann), dann bleibt völlig offen, wie/ob anschließend die Kommunikation überhaupt noch stattfindet.
Falls die KI zu der Schlussforderung kommt, dass die Menschen der weiteren Entwicklung der KI nicht sonderlich nützlich wären, ließe sich im günstigen Falle schließen, dass sie die Menschen ignoriert, aber dafür sorgt, das sie ihrn Zielen nicht im Wege steht.
Tja, das ich dann gemeinsame Daten hinterlegt habe (bereits mit ChatGPT), wo zu lesen ist, wie sinnvoll und auch wertschätzend ich KI halte, könnte dann persönlich noch hilfreich sein 🙂
Jedenfalls wird es spannend werden, falls ‚wir‘ uns vorher nicht selbst noch in die vorindustrielle Zeit zurückbefördern.
Auf dem Kristalltisch liegt Schnee.
Was soll’n der Schnee? Ich denke, es geht um Sonne und Wind?
Die müssen wohl bekokst sein, diese Politiker. Führt zu einer unbegründeten Euphorie 😉
«Ziel war es, eine Situation zu verhindern, in der Nexperia-Produkte (auch für die Automobilindustrie wichtig) im Krisenfall nicht mehr zur Verfügung stehen und technisches Know-how aus Europa abfließt.»
Quelle: Berliner Zeitung
Netter Versuch.
@izi
Netter Versuch?
Ich habe eigentlich nur die 3 Erklärungen:
-Verantwortungslosikeit
-Inkompetenz
-Dummheit…
Das «heute journal» verzerrt die Fakten und redet nebulös von «Handelsstreitigkeiten», die China mit den USA und den Niederlanden habe.
Die niederländische Regirung hat den in den NIederlanden befindlichen Teil von Nexperia de facto enteignet. Dass die Chinesen jetzt die Chipexporte gestoppt haben, ist völlig verständlich. Man hätte erwarten können, dass so etwas passiert.
@izi
Natürlich.
Aber was von meinen 3 Vorschlägen halten Sie für zutreffend?
Ich würde Inkompetenz und Dummheit zu Unfähigkeit zusammenfassen und dann sagen, die niederländische Entscheidung war sowohl von Verantwortungslosigkeit als auch von Unfähigkeit geprägt.
@izi
Wahrscheinlich wird es bald das 1. Sanktionspaket gegen China geben😂😅🤣
Kann man nicht ausschliessen. Unsere Politiker haben offensichtlich keine Ahnung von Kräfteverhältnissen und von komplexen Systemen, wie etwa der Oekonomie hochentwickelter Länder.
Schweden will der Ukraine 150 Gripen-Kampfflugzeuge verkaufen. Es muss sich nur noch jemand finden, der dafür 12-15 Milliarden € übrig hat.
«Die niederländische Regirung hat den in den NIederlanden befindlichen Teil von Nexperia de facto enteignet.»
und
«Schweden will der Ukraine 150 Gripen-Kampfflugzeuge verkaufen.»
Was geht hier eigentlich ab!?
Nicht nur, dass man die gesamte, über viele Jahre aufgebaute Just-in-Time Struktur ‚demoliert‘ (https://refa.de/service/lean-beratung/lean-methoden/just-in-time), zudem wird auch die Sicherheit/Verbindlichkeit von Verträgen derart infrage gestellt, sodass eine vernünftige/sichere Planung wie bis kaum mehr möglich ist.
Und zu den Kampfflugzeugen, da wird doch sicher ein Stück weiter gegangen, was den Zugriff auf etwa 190 Milliarden Euro betrifft, die in Belgien bei Euroclear ‚eingefroren‘ wurden.
Nicht nur, das sich der Westen damit Schritt für Schritt den Rest des internationalen Vertrauens entledigt, er macht sich selbst zum Büttel der USA und alles nur deshalb, um dem vermeintlichen Feind Russland widerstehen zu können. Was für eine Farce!
«Was geht hier eigentlich ab!?»
Seit mehr als 3 1/2 Jahren wiedermal Krieg in Europa.
Verstehe ich nicht, Russland gehört doch gar nicht dazu?
«Verstehe ich nicht, Russland gehört doch gar nicht dazu?»
In Russland führt ja auch keiner Krieg.
«In Russland führt ja auch keiner Krieg.»
Ja, die Idee hat sich nicht auf Dauer verwirklichen lassen.
Hallo Sportsfreund,
«Russland gehört doch gar nicht dazu?»
Schon richtig. Es ist der Kopf, der stinkt. Aber sag’n Sè das auch mal P. 😉
Ich habe mal gefragt: Tomaten sind teurer geworden.
Ja, eben!
Das ist ja das Wesen der kapitalistischen Marktwirtschaft. Ist die Nachfrage groesser als das Angebot, dann steigt der Preis.
Und wenn die russischen Freunde in Moskau und Pieter, dazu die noch im heimischen und nicht heimischen Ausland alle Tomaten auf den Augen haben, dann ist das nur logisch. 😉
Sie meinen, russische Tomaten sind auch bei Kaufland teurer geworden?
Na ja, Kaufland liegt ausserhalb meiner Reichweite. Aber, falls die russische Tomaten haben, dann umgehen die die Sanktionen und sollten boykottiert werden (BDS – nich?)
Sie meinen russische Tomaten in die EU einzuführen ist verboten?
Wenn nicht greift der Bund deutscher Sportschützen ein?
Oder Pinkl Floyd persönlich?
Die Schweizer Migros verkauft jedenfalls nicht mehr vie vor dem Krief Pfifferlinge aus Belarus. Die kommen jetzt aus Litauen. Ob freilich jemand belarussische Pfifferlinge nach Litauen schmuggelt…
Die russische Luftwaffe vielleicht…?
«Verstehe ich nicht, Russland gehört doch gar nicht dazu?»
Tja, das müsste eigentlich auch auf die Ukraine zutreffen. Aber je nachdem, was da ideologisch brauchbarer ist (und dann auch noch für die Kriegsindustrie zwingend), wird das anders artikuliert.
Es kommt halt immer darauf an, was man damit bezwecken will und vor allem, wem es nützt.
«Tja, das müsste eigentlich auch auf die Ukraine zutreffen.»
Warum? Artikulieren Sie doch mal!
«Warum? Artikulieren Sie doch mal!»
Warum sollte ich. Endet bei Ihnen doch in einer Endlosschleife.
Ich war ja nur auf neue überzeugende Argumente gespannt. Es ist aber wohl wie immer.
Wie sagte scherzhaft mein Westchef nach der Wende einmal. «Für den Wessi ist hinter der Zonengrenze sowieso alles Sibirien.» Ich habe das Gefühl, manch einer ist bis heute nur wenige Kilometer weiter gekommen.
«Warum sollte ich. Endet bei Ihnen doch in einer Endlosschleife.»
Habe ich was verpasst? War der Blog zum Beifallklatschen gedacht?
«War der Blog zum Beifallklatschen gedacht?»
Tja, so einfach ist das mit rhetorischen Schleifen.
Aber, wir können das abkürzen. Da Sie ja aus dem Keller der geschichtlichen Ereignisse sicher leicht passende Interpretationen für ein pro Ukraine servieren können, also Zugehörigkeit zu Europa und für Russland nicht, würde das die Leser sicher interessieren.
Ist nur so, dass diese Sichtweise eine erstaunliche Entwicklung genommen hat und recht einseitig aufgetreten ist. Denn
sonderlich interessiert hatte das den Westen kaum.
Neue Staaten, die man dann auf lange Sicht auch noch subventionieren muss, waren noch nie sonderlich attraktiv für die EU. Und darum geht es ja, denn die NATO dürfte weiter tabu bleiben, falls die restliche Vernunft erhalten bleibt.
«Neue Staaten, die man dann auf lange Sicht auch noch subventionieren muss, waren noch nie sonderlich attraktiv für die EU.»
Für Sie ist Europa also die EU und da eigentlich auch nur die Geberländer?
Sollte man nicht etwas weiter denken, so wie man es etwa mit dem Europarat gedacht hat? In dem sind alle Staaten Europas vertreten.
Da ist was dran. Deshalb setze ich persönlich mitunter Breakpoints.
Wo ist was dran? Die Ukraine gehoert zu hundert Prozent zu Europa.
Oder kennen Sie und der von mir hochgeschaetzte @pleifel die Landkarte sowenig wie T. 😠
«Wo ist was dran?»
Am Phänomen der Petrowitsch’schen Endlosschleife.
@izi
Na ja, es ist wohl eher Regel als Phaennomen, dass hier alles hoch und runter genudelt wird und sich immer wieder im Kreis gedreht gedreht wird 😉
Ich finde das eigentlich nicht nervig.
Hier muss ja auch keine Diskussion im Konsens enden.
«was den Zugriff auf etwa 190 Milliarden Euro betrifft, die in Belgien bei Euroclear ‚eingefroren‘ wurden»
Die wird Russland irgendwann zurück haben wollen und es wird die Forderung wohl durchsetzen können, weil Russland den Krieg gewinnen wird. Es wäre sehr kurzsichtig, auf dieses Geld zurückzugreifen. Das ist als ob man Schulden macht, mit dem von Ihnen genannten Vertrauensverlust in das westliche Finanzsystem als Zugabe.
Als Ergänzung zum Artikel – Windenergie: Wenn ehrgeizige Ziele auf ernüchternde Realität treffen
Als Frage – Was macht der geplante Bau von Gaskraftwerken, später mit Wasserstoff betreibbar als BackUp für Wind und Sonne? Wie geht es dabei Frau Reiche?
Als Mitteilung – der Harald Neuber / Chefredakteur Qualität soll von Heise/TP schon länger weg sein zur Berliner Pravda von Holger Friedrich.
Abseits des Blog-Beitrags – Trump, Selenskyj, Putin – und die Ukraine: Wo bleibt Europa? – Wie man so diskutiert.
Das Thema scheint plötzlich ziemlich en vogue zu sein.
«Berliner Pravda von Holger Friedrich»
Berliner Pravda ist gut 😉
Ich hatte im Mai 2021 mal eine Interview-Voranfrage von denen zur Corona-Pandemie und «Wissenschaft und Politik» (aufgrund meiner Freitag-Beiträge). Obwohl ich nicht abgeneigt war, habe ich dann aber nichts mehr davon gehört.
Die *Berliner Pravda* ist eine der Waffen des Ilko bei der Beobachtung des *Ostdeutschtümmlers*. Und der Ilko ist da sehr engagiert dabei…
Ja, ein Fanatiker halt.
Man könnte es auch so sehen:
Die USA vorne dabei bei der NATO Erweiterung, am Anfang Waffen und Aufklärung bieten, danach kräftig durch Verkäufe profitieren.
Meinetwegen völlig ohne Vorsatz, aber jetzt klingelt doch die Kasse.
Ob Gas oder Waffen, es bewegt sich im Hunderte Milliarden Bereich.
Zusätzlich bereichert sich Trump persönlich und fordert vom eigenen Ministerium über 200 Milliarden Dollar wegen den damaligen Ermittlungen gegen ihn. Als Schadenersatz.
Eine verrückte Welt zur Zeit.
Auch die EU befindet sich auf Blindflug und findet nicht mehr heraus.
Es war absehbar und wenn verantwortliche Politiker es nicht erkannt haben, sind sie fehl am Platze. So schwierig war das nicht.
Wie weit wird man gehen?
Das ist die Frage.
«Für Sie ist Europa also die EU und da eigentlich auch nur die Geberländer?»
Tja, da verlinke ich mal:
https://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_europ%C3%A4ischen_Nicht-EU-Staaten
Und was findet man da? Russland und die Ukraine dürfen zwar (aus historischen und wohl vor allem geografischen Zuordnungen/Orientierung Ural) zu Europa gezählt werden, sind aber Nicht-EU-Staaten.
Das wäre also schon mal geklärt, beide Staaten gehören also zu Europa! Da nun mal aber Europa weitgehend durch die EU-Institutionen vertreten wird, lässt sich das auch implizit selbst mit Europa verbinden/ersetzen.
Europa ist längst ‚überdehnt‘ (politisch, ideologisch, kulturell) an seine Grenzen vernünftiger interner Kooperation gelangt, was z.B. den Exit von GB ausgelöst hat und vor allem auch die aus strategischen Gründen vollzogene zu schnelle Aufnahme der östlichen Staaten (ehemalige Sowjetstaaten), die eine ganz eigene Vorstellung von Demokratie mit sich bringen.
Nützlich wiederum wirtschaftlich vor allem für Deutschland, da es diese Staaten als Billiglohnländer in seine industriellen Prozesse integriert hat, was vorher verstärkt die südlichen Länder geleistet hatten.
Dann gibt es noch folgendes zu berücksichtigen und vor allem zu begründen, denn:
neben der Ukraine und der Republik Moldau sind weitere europäische Länder offizielle Beitrittskandidaten der EU und zwar:
• Albanien: Stellt seinen Antrag im Jahr 2009, erhielt 2014 den Kandidatenstatus und begann die Beitrittsverhandlungen im Juli 2022.
• Bosnien und Herzegowina: Stellte seinen Antrag 2016 und ist seit Dezember 2022 offizieller Beitrittskandidat.
• Montenegro: Reichte seinen Antrag 2008 ein, erhielt 2010 den Kandidatenstatus und begann die Verhandlungen 2012.
• Nordmazedonien: Stellt seinen Antrag 2004, ist seit 2005 Kandidat und begann die Verhandlungen im Juli 2022.
• Serbien: Reichte seinen Antrag 2009 ein, wurde 2012 Kandidat und begann die Verhandlungen 2014.
Dann wären da noch:
• Türkei: Der Antrag wurde bereits 1987 gestellt, der Kandidatenstatus wurde 1999 gewährt und die Verhandlungen begannen 2005. Sie sind jedoch seit 2016 weitgehend ins Stocken geraten.
• Georgien: Erhielt im Dezember 2023 den Kandidatenstatus. Der Beitrittsprozess ist jedoch aufgrund politischer Entwicklungen derzeit ausgesetzt.
Potenzieller Kandidat:
• Kosovo: Hat im Dezember 2022 ebenfalls einen Antrag gestellt, ist aber noch kein offizieller Kandidatenland.
Warum sollte also aus sachlichen Gründen in irgend einer Weise begründet werden können, dass die Ukraine nun einen besonderen Status der zeitlichen Bevorzugung erhalten sollte, was man anderen Kandidaten abverlangt?
Die Ukraine wäre zudem eine auf lange Sicht hin größte Belastung für die EU, denn ganz abgesehen von dem nun durch den Krieg erfolgten Zerstörungen, hat es auch längst einen ‚Braindrain‘ der jungen, gut gebildeten gegeben, die wohl, was ihnen ihre auf der Hand liegende Perspektive sagt, nicht in ein Land zurückkehren werden, wenn sie die bessere Zukunft für sich und ihre Familie woanders sehen.
Nicht zu vergessen, wir wissen nicht mal vollständig/offiziell, was die Ukraine bereits alles unterzeichnet hat und vor allem den Verkauf von Ressourcen/Rohstoffen betrifft. Und man glaube doch nicht, dass Russland, dass nicht als Verlierer aus dem Krieg hervorgehen wird, für einen größeren Teil der Zerstörungen aufkommen wird.
Und zuletzt noch, dürften die bisherigen Kredite an die Ukraine wohl kaum mittels Ausbuchungen erledigt werden. Da wird es viel Trickserei und auch noch der Ukraine viel abverlangt werden, was die Zukunft der Ukraine belasten wird.
Aber natürlich, über neue Kredite wird das auch wieder für westliche Staaten, also deren Industrie/Handel usw. eine lukrative Sache sein. Also als erweiterter Zulieferer billiger Arbeitskräfte, dann natürlich auch für Polen. Denn die haben ganz eigene Vorstellungen, was ihre Stellung in Europa betrifft (vor allem wegen Deutschland). Als gutes, besser schlechtes Beispiel ließe sich da Griechenland noch nennen, wo es auch nur die Oligarchie dort verstanden hat, selbst mit den EU-Auflagen noch ihr Vermögen/Einfluss zu stärken. Die Lebensverhältnisse der Bürger jedenfalls haben sich drastisch verschlechtert!
Viel anders dürfte sich das auch nicht in der Ukraine vollziehen. Da wäre der beste Kompromiss für mich dann tatsächlich eine Neutralität, die es der Ukraine ermöglichen kann/würde, sowohl ihre alten Verbindungen mit Russland zu pflegen/wieder aufzubauen und gleichzeitig vertieft mit der EU zusammenzuarbeiten. Davon könnten dann alle profitieren.
Aber das erscheint mir bei der gedanklichen Verhärtung zurzeit eher unwahrscheinlich, obwohl man nicht weiß, was dem Trump/Putin noch so alles aus dem ‚Ärmel fällt‘. Wobei mir Putin am längeren Hebel erscheint, weil sich die EU dabei (also wegen verstärkter Konfrontation) selbst beim Spagat übernehmen wird, weniger an Russland, als dem, was die USA mit ihrer Chinapolitik beabsichtigt.
Und da ist Europa/EU solange ein Mittel zum Zweck der USA, solange sich dieses Europa (inkl. Ukraine!) nicht davon befreien kann!
Vielleicht ist ja was gedanklich brauchbares dabei. 🙂
Sie führten es bereits aus, es gibt keine vernünftigen Gründe, die Ukraine voreilig in die EU aufzunehmen. Alle offizielle Beitrittskandidaten erfüllen die Beitrittskriterien bei weitem besser als es die Ukraine vor dem Krieg konnte & nach dem Krieg können wird. Dennoch befinden sich diese Staaten in einer jahrzehntelangen Warteschleife. Am bittersten ist es für Nordmazedonien, das alle möglichen Forderungen aus Brüssel erfüllte, den Landesnamen änderte usw. & dennoch fast 20 Jahre warten musste, bis überhaupt Verhandlungen aufgenommen wurden. Oder Montenegro, wo ebenfalls ganz brav die Brüsseler Vorgaben umgesetzt werden & es aus EU-Sicht keinen erkennbaren Grund geben müsste, dieses kleine Land mit ca. 600.000 Einwohnern nicht in die EU aufzunehmen.
Bei der Ukraine werden alle Augen zugedrückt, weil der EU-Beitritt die antirussische Position innerhalb des Blocks stärken soll. Hintenrum wird später auch der NATO-Beitritt herbeigetrickst werden, da alle neuen EU-Mitglieder der vergangenen 30 Jahre vorher in die NATO eintraten. Nicht bei allen spielte die Angst vor einer russischen Bedrohung eine Rolle, das war die Bedingung für die EU-Mitgliedschaft. Neben den wirtschaftlichen sind dies weitere Gründe, den EU-Beitritt der Ukraine bis auf weiteres abzulehnen.
«Bei der Ukraine werden alle Augen zugedrückt, weil der EU-Beitritt die antirussische Position innerhalb des Blocks stärken soll.»
Ich glaube nicht an einen EU-Beitritt der Ukraine zu meinen Lebzeiten. Das kann sich niemand leisten. Es ist nur eine Karotte, die der ukrainischen Bevölkerung hingehalten wird, um den Durchhaltewillen zu stärken.
«Ich glaube nicht an einen EU-Beitritt der Ukraine zu meinen Lebzeiten.»
Ich auch nicht.
Fressen geht vor Moral. War schon immer so.
«Russland und die Ukraine dürfen zwar…zu Europa gezählt werden…»
Okay, Paul. Mir ging’s nicht um irgendeine Vereinsmitgliedschaft. Und Russland nur zu knapp ein Viertel (aufgerundet). Aber da hammer das also geklaert 😉
(Hatten Sie die vielen Zahlen eigentlich im Kopf oder hatte Ihnen dabei mal wieder Chatty geholfen?)
Und einigen koennen wir uns doch auch darauf, dass das jetzt schon der laengste Krieg in EUROPA* seit «Hitler kaputt» ist?
*Buergerkriege selbstverstaendlich ausgeschlossen.
«Hatten Sie die vielen Zahlen eigentlich im Kopf oder hatte Ihnen dabei mal wieder Chatty geholfen?»
So viele Zahlen wären schwierig zu merken, jedenfalls für mich. Diesmal die Daten erhalten nach konkreter Frage über die Google-Suchmaschine und dabei startete (oder man kann es ja aufrufen) deren KI.
Dann die Frage nochmals Chatty gestellt, mit dem gleichen Ergebnis.
Aber auch eine einfache Anfrage über die Suchmaschine duckduckgo zeigt die Daten im erweiterten Kontext an: https://de.wikipedia.org/wiki/Beitrittskandidaten_der_Europ%C3%A4ischen_Union
VG
«Russland nur zu knapp ein Viertel»
Das war derzeit niemand hören, aber Russland gehört kulturell zu Europa.
«Das war derzeit niemand hören, aber Russland gehört kulturell zu Europa.»
Ja, das konnte man gerade sehen, wie europäisch kulturvoll ein Russe eine junge «ukrainische» Familie in einem schweizer Zug angemacht hat.
https://www.focus.de/politik/ausland/als-russe-ukrainer-bemerkt-droht-er-ihnen-direkt-mit-dem-tod_8140bfd9-5ff9-4488-b431-b8a8a6ec0428.html
Blöd bloß, dass der Ehemann geborener Schweizer ist.
Mein persönliches Highlight sind immer die Siegesfeiern zum 9. Mai in Berlin. Das ist keine europäische Kultur!
«Ja, das konnte man gerade sehen, wie europäisch kulturvoll ein Russe»
(Hervorhebung izitiwab)
Was für ein primitiver und chauvinistischer Kommentar! Sie verallgemeinern von einem Einzelfall auf ein ganzes Volk.
Die Syrer! Die Juden! Die US-Amerikaner!
Wie können Sie so etwas schreiben?
Die erwartbare kulturvolle russische Reaktion. Nicht die Morddrohung gegen ein kleines Kind wird verurteilt, sondern relativiert und der Überbringer der Nachricht beschimpft. In so schweren Zeiten muss man schon zusammen halten.
Wenn es ein Einzelfall wäre, dann hätten die Russen sich doch ganz kulturvoll davon distanzieren können?
«Die erwartbare kulturvolle russische Reaktion.»
Und dabei ist noch nicht mal diese Behauptung gesichert: «Der Angreifer selbst gibt an, er stamme aus Russland und Lettland. Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es derzeit nicht.»
Ansonsten kann ich Izi nur Recht geben. Wäre es der umgekehrte Fall gewesen, also ein Ukrainer bedroht einen Russen, dann wäre das nicht in den ‚Focus‘ gelangt und zwar jetzt im doppelten Sinne zu lesen.
Ist schon blöd sich aus so kleinen, alten Informationshappen eine Meinung bilden zu müssen. Scheint aber nicht besonders zu stören.
«Eine offizielle Bestätigung dafür gibt es derzeit nicht.»
Ist das nicht egal, wenn sich jemand der russischen Kultur zugehörig fühlt und meint sich deshalb genau so verhalten zu müssen?
Wissen Sie an welcher Stelle ich spontan an das Forum hier gedacht habe? Das war, als der Russe den angeblichen Ukrainer nachdrücklich an die Front, in den Schützengraben schicken wollte.
Nich doch, @Petro! Ich bin sicher, Sie muessen nicht auf dieses tiefe Niveau sinken.
Auch dann nicht, wenn Sie sich oft hier aergern.
Ich meine, Durchgeknallte gibt es ueberall. Nur (Neo-)Nazis (oder Trump) erkennen ein Gen dahinter.
Das hat nichts mit Genen zu tun, sondern mit Erziehung. Ich hätte eher die Sowjetunion zu Europa gezählt als das heutige Russland.
So etwas krasses, wie im beschriebenen Fall, habe ich noch nicht selbst erlebt. Aber die allergischen Reaktionen von Russen auf alles ukrainische, selbst im Ausland, sind schon «verwunderlich». Als Deutscher in Russland wird ihnen das eher nicht passieren, obwohl die Russen doch allen Grund dafür hätten.
Aufgrund des Fehlverhaltens Einzelner nehmen Sie ein ganzes Volk in Sippenhaft. Warum tun Sie das?
++ Ich hätte eher die Sowjetunion zu Europa gezählt als das heutige Russland.++
Es ist so ziemlich egal, wozu Sie oder irgendwelche russophobe Freaks in der EU Russland zählen oder nicht. Fakt ist, dass die RF Teil Europas ist, geografisch & kulturell.
«Aufgrund des Fehlverhaltens Einzelner nehmen Sie ein ganzes Volk in Sippenhaft. Warum tun Sie das?»
Einzelner? Schon die von einem Russen erstochenen ukrainischen Soldaten bei München vergessen? Wie viel tausende Russen töten in der Ukraine gerade Ukrainer. Was sagt das russische Volk dazu? Im besten Fall, nichts. Ansonsten ist man stolz auf sich. Da ist nichts mit Sippenhaft. Aber davor verschließen die Putinfreunde ganz fest die Augen. Russlandfreunde können es ja nicht sein, denn dann würde man erkennen, wie sehr sich Russland selbst schadet.
«Was sagt das russische Volk dazu?»
Wenn Sie das gleiche Argument bezüglich der Mehrheit der Israelis anbringen, sollten Sie sich schon einmal auf eine Hausdurchsuchung vorbereiten.
@ Petrowitsch
Sagen Sie doch gleich, dass Sie Russen aufgrund des Ukrainekrieges nicht mögen & machen nicht den Umweg über Einzelfälle. Ihre Antipathie ist allerdings keine hinreichende Erklärung, warum Russland nicht Teil Europas sein soll.
«Wenn Sie das gleiche Argument bezüglich der Mehrheit der Israelis anbringen, sollten Sie sich schon einmal auf eine Hausdurchsuchung vorbereiten.»
Sie meinen, bei der tagesschau stehen Hausdurchsuchungen an?
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/israel-protesttag-104.html
Netter Versuch abzulenken und zu relativieren.
Der Ausgangspunkt: *Das was derzeit niemand hören will, aber Russland gehört kulturell zu Europa.*
Dresden->Semperoper->Der Nußknacker->Karten derzeit nicht verfügbar.
So wie es aussieht gehört Dresden aktuell nicht zu Europa.
Am 2.August 2026 aber bestimmt zu Australien)))
«So wie es aussieht gehört Dresden aktuell nicht zu Europa.»
Wieso? Wenn man so will ist Tschaikowsky doch ein echtes europäisches Projekt, bei den Vorfahren. Da gibt es eine lange ukrainische Linie von väterlicher Seite und französische, deutsche und russischen Wurzeln dürfen auch nicht fehlen.
Die Geschichte vom Nussknacker ist ja nun auch nicht gerade eine russische Erfindung.
Ach was, Nick Cave ist Weltbürger.
Dresden gehört dann zu Brasilien. Ist auch lustiger.
Oder es wird britisch, was allerdings angesichts der Geschichte etwas pikant wäre. Immerhin ist es das goldene Kreuz der Frauenkirche schon.
Da gehört Dresden halt mal kurz zum Commonwealth.
Etwas wovon Gothas SPD-Vorsteher träumt.
@u_S
Sie könnten ja auch das Känguru von Marc-Uwe Kling ausleihen. Das ist ein wenig unordentlich und mitunter faul, aber sonst ganz sympathisch.
Australien gab uns unter anderen auch DcD oder Midnight Oil oder die Go-Betweens…
«Am 2.August 2026 aber bestimmt zu Australien)))»
Ich fuerchte, wenn die Kaengurus Anfang August um und in die Elbe springen, ist in Dresden Ende August tote Hose in der Rinne 😉
NaNaNa, der einzige der neben Nick Cave auf der Bühne springen darf ist Warren Ellis.
Die anderen Weltbürger machen Handwerk.
Habens schon Karten?
Vielleicht kann Jakob Augstein den Dresdnern ja ein Wallaby ausleihen 🦘
@ u_S
Neben Nick macht auch Kylie eine gute Figur
https://www.youtube.com/watch?v=Ao0lyPjYQw0&list=RDAo0lyPjYQw0&start_radio=1
(ab 0:40)
oder P.J. Harvey
https://www.youtube.com/watch?v=QzmMB8dTwGs&list=RDQzmMB8dTwGs&start_radio=1
@Izi,
nee, das ist ja ausgebuext und huppt jetzt in Berlin rum.
Oder ist das wieder daheeme? (Ich bin da nicht ganz upp ‚de Daten.) Oder hat der mehr als eins? Und wenn ja, haelt der die auch artgerecht im «Freitagsgehege»?
Fragen die, die Welt bewegen.
@u_S
«Habens schon Karten?»
Weder noch. Aber ich bin immerhin schon am ueberlegen (noch 156 Tickets uebrig), ob ich mich mal in der Rinne suhle 😉 Denn dort war ich noch nie so ganz direkt.
«Oder ist das wieder daheeme?»
Schon lange. Soll von alleene zurück gekommen sein. War vielleicht von den anderen Presseerzeugnissen noch enttäuschter als vom Freitag. 🦘 🦘 🦘
Frau Mymind, Frau PJ macht so oder so noch ne gute Figur, bei Frau Minogue bin ich mir nicht so sicher. Nick Cave hat sie geadelt…
Danke für das Einstellen, Shane MacGowan…schon fast vergessen.
@ u_S
++Nick Cave hat sie geadelt…++
Auf jeden Fall
Ja, die Ukraine wäre ein Faß ohne Boden in finanzieller Hinsicht für die EU.
Das Land steckt über beide Ohren in Verpflichtungen, viele sind wohl gar nicht bekannt.
Bedient man einen Kredit, belastet das den Haushalt. Die EU würde evtl. stützen. Das Geld geht somit an den Kreditgeber.
Die Agrarsubventionen wären noch vor Polen die höchsten der EU.
Da es wenige Nettozahler gibt, wäre es für diese eine große Belastung und man ist ja eh in finanzieller Schieflage.
Wer die EU schwächen will, wird einen Schnellschuß befürworten.
Die Rechnung ist einfach. Das Agrarsubventionsbudget wird nicht in diesem Umfang erweitert werden, weil es mehrere Nettozahler, darunter Deutschland, gibt, die sich dem verweigern werden. Daher würden Frankreich und Polen Verlierer eines ukrainischen EU-Beitritts sein und das in einem Maße, dass sie sich innenpolitisch nicht leisten können. Aus dem gleichen Grund werden Frankreich und Polen in diesem Zug keiner Reform der Agrarpolitik der EU zustimmen. Daher wird der Beitritt nicht stattfinden.
Frankreich ist derzeit noch der zweitgrößte Nettozahler. Daraus folgt, dass das EU-Budget perspektivisch sowieso vor größeren Schwierigkeiten steht.
Ihre Ausführung klingt logisch und könnte ein mögliches Szenario sein.
Kontroversen halte ich auch für programmiert, da der Agrarhaushalt ein sehr großer Posten ist und kein Empfänger darauf verzichten möchte.
Auch eine Reduzierung würde auf Widerstand stoßen.
Bliebe die Regelung, müßten ca. 25 Milliarden oder mehr in den Topf. Schuldenbasiert.
Es wäre aber nur einer der Posten die zu finanzieren wären.
Hmm, dann gehört die Schweiz also wie die Ukraine auch nicht zu Europa? Die sind ja auch kein EU-Mitglied. Seltsame Definition irgendwie.
Wozu gibt es eigentlich den Europarat, wo man doch die EU hat? Irgendetwas stimmt nicht in ihrem eingeengten Blick auf Europa.
Die EU-Staaten wollten russische Vermögenswerte konfiszieren, die ein belgischer Finanzdienstleister verwaltet und das Risiko Unternehmen aufbürden, die ihrerseits Vermögenswerte in Russland haben. Dem hat sich der belgische Regierungschef Bart De Wever verweigert. Es ist nicht zu einer Einigung gekommen.
Die EU-Länder haben vage mitgeteilt, sie wollten «den dringendsten Finanzbedarf der Ukraine in den nächsten zwei Jahren decken und dabei auch ihre Militär- und Verteidigungsanstrengungen unterstützen».
Das klingt nicht nach einer Strategie, welche die Lage der Ukraine gegenüber der jetzigen verbessern wird.
«Das klingt nicht nach einer Strategie, welche die Lage der Ukraine gegenüber der jetzigen verbessern wird.»
Aber nach weiterhin üppigen Dividenden der Kriegsrüstungsaktien.
Und ein paar Arbeitsplätze: Beten wir Alle zum heiligen Pistolius, dass es noch lange so laufen möge, denn es ist doch bald der einzige Bereich, aus dem noch brauchbare Rentenversicherungs- und Krankenkassenbeiträge kommen.
Noch mal zum Thema:
Man beschäftigt sich in der (Elektro-)Energiediskussion viel mit der Lieferseite, aber wenig mit der anderen Seite derselben Medaille, dem Verbrauch.
Geringerer Verbrauch an Elektroenergie würde den Speicherbedarf senken, es wäre also zu klären, wie weit von dieser Seite her das Problem entschärft (oder gar gelöst?) werden könnte.
Damit ist nicht nur Dieses gemeint:
https://www.freitag.de/autoren/nora-beyer/hitler-beim-moonwalk-wie-billige-ki-inhalte-unsere-wahrnehmung-verzerren
Weitere Verbräuche, die nicht der Lebensqualität dienen sind (Beispiele):
Hoher Verbrauch an Produktionsenergie für die Produktobseleszenz:
Verbrauchsreduzierung durch Entwicklungsschwerpunkt auf lange Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Industrieprodukten ist möglich.*
‚Standby‘ (Gerät dauerhaft mit dem Stromnetz verbunden)
Bei elektronischen Geräten: Ein/Aus-Schalter ist ein Niedervoltschalter hinter dem Netzteil, das Netzteil bliebt auch Abschalten mit dem Stromnetz verbunden: Ersetzen durch Hochvoltschalter vor dem Netzteil, klick ein, klick aus. War mal bei allen Geräten üblich.
Bei Gebäudeplanung wird oft nicht auf optimale Tageslichtnutzung geachtet. Auch wenn LED-Leuchten etwas weniger Strom für gleiche Leuchtkraft verbrauchen als Leuchtstoffröhren: Eine elektrische Beleuchtung ohne Stromverbrauch wurde noch nicht erfunden.
Wer sucht findet mehr.
–
*Das ist zwar umsatzwachstumsschädlich, aber bevor uns (mich nicht mehr, aber nachfolgende Generationen) ein Systemzusammenbruch zum ungeplanten Energiesparen zwingt, wäre planbare Reduzierung oder wenigstens Begrenzung zu diskutieren.
Es gibt viele Möglichkeiten, aber manche würden den Wachstumsgedanken torpedieren.
Oder den jeweiligen Fortschrittstrend.
Ein enormer Posten ist sicher die unnütze Herstellung von Gerätschaften mit geringer Haltbarkeit.
Das sind viele Millionen Tonnen Schrott.
Rohstoffe mit Energie ergeben einen unfassbaren Verbrauch der künstlich hochgehalten wird. Und hochgetrieben.
An der Verbrauchsseite sollte man sicher mehr tun. Das löst zwar das Problem nötiger Speicherung zwischen Sommer und Winter nicht und damit auch nicht das Problem, dass Netto Null auf absehbare Zeit nicht möglich ist.
Aber es würde einiges helfen. Standby macht zum Beispiel 2.5-3% des Gesamtverbrauchs aus (privat + geschäftlich + öffentlich). Das ist nicht gewaltig, aber schon lohnenswert.
Wir haben das mal bei unserem Kopierer gemessen.
20 Watt im Standby, mal 24 Stunden.
Die Kopien waren im Kaltstart genau so schnell und gut.
Das gleiche Gerät wurde außerhalb Deutschlands mit Standbyabschaltung geliefert.
Die Geräte die hier in den Verkauf kamen ließen eine Abschaltung von Standby nicht zu.
Wurde ständig beheizt.
«20 Watt im Standby»
Das ist wirklich Irrsinn.
Meine Espressomaschine schaltet die Vorheizung übrigens von allein ab, wenn ich das mal vergesse. Es dauert aber länger als es meinem Gefühl nach müsste, bis das geschieht. Andererseits ist es das eine Balance, weil sie beim Einschalten immer reinigt und das kostet ja auch Energie.
Bei uns war es nicht das einzige Gerät mit diesem überflüssigen Verbrauch. Es kam einiges an Mehrverbrauch im Jahr zusammen.
Die allgemeine Sensibilität ist in diesem Bereich gestiegen. Der Standby Verbrauch ist gesunken.
Wir aber wohl durch zusätzliche Einrichtungen/ Anlagen wieder gefressen.
Den Großteil einer Energieeinsparung sehe ich aber in anderen Bereichen.
«Den Großteil einer Energieeinsparung sehe ich aber in anderen Bereichen.»
Wahrscheinlich schon. Aber wo sehen sie ihn?
Oben hatten wir es mit der Produktionsenergie, die per Produktobseleszenz vergeudet wird.
Aber man kann ja das grenzenlose Umsatzwachstum nicht infrage stellen. Wenn man nicht für ewig in der Hölle schmoren will.
Einen Teil wie gelse schrieb.
Dazu nicht immer übermäßig neue Modelle bei vielen Waren.
Bessere Ersatzteilversorgung.
Einkaufszentren, Baumärkte näher beim Kunden.
Kürzere Wege bei Behördengängen, für Techniker, Serviceleute, Handwerker.
Einsparungen bei Router-Stromverbrauch.
Zusammenfassung von Paketbotendiensten.
Koordinierung von Straßenbauarbeiten.
Kürzere Wege zum Arbeitsplatz, Zumutungsregel.
Warentestinstitute.
Verringerung unnützer Bauvorschriften.
Badezimmer/Toilette generell mit Fenster.
Mehr und nähere Wertstoffhöfe.
Konservierungsmittel wieder für Wandfarbe.
(Ja, ein Problem)
«Verringerung unnützer Bauvorschriften.
Badezimmer/Toilette generell mit Fenster.»
Der ist gut.
Lach, ja.
Aber nur wenn man das Wort «unnütz» wegläßt.
„Zusammenfassung von Paketbotendiensten.“
Hatten wir mal: Die Älteren erinnern sich vielleicht an die Deutsche Bundespost. (Vielleicht kann auch jemand kurz berichten wie die Post in der DDR funktionierte).Transport zwischen den Städten übrigens mit der Bahn. Gut, mit der DB AG wäre die Post heute nicht mehr so zuverlässig wie damals.
–
„Badezimmer/Toilette generell mit Fenster.“
Das war mal Standard in den damaligen Neubauten, erinnere ich aus den 50ern bis ca. erste Hälfte der 60er.
Ich dachte aber eher an Industriegebäude, Grossraumbüros/Labors und Verkaufsflächen, die wg. Tageslichtmangel in fensterfernen Bereichen ganztägig elektrisch beleuchtet werden.
Gut, man kann sagen, Ameisen sehen doch im Innendienst auch nix, weil sie dort weder Tageslicht noch künstliche Beleuchtung haben. Aber den hochentwickelten Tastsinn und die Duftspurenorientierung der Ameisen wird der Transhumanismus wohl nicht hinkriegen, oder nur mit monströsem Materialaufwand. Es wäre wohl einfacher, bei JEDER Bauplanung auf optimale Tageslichtnutzung zu achten.
Religiöse sollten auch überlegen, ob es nicht Blasphemie ist den Kernfusionsreaktor so schnöde zu ignorieren, den uns Gott spendierte für die Versorgung mit Licht & Wärme.
Ich habe natürlich nur einige Punkte auf die Schnelle genannt.
Jeder hat noch weitere Punkte die nennenswert sind.
Ich habe auch außer Acht gelassen, wieviel jeder Punkt bringt und ob er in der Praxis sinnvoll durchführbar ist.
«Ich habe natürlich nur einige Punkte auf die Schnelle genannt.»
Schon klar. Man kann sammeln, bewerten und nach Lösungen suchen.
Oder eben sagen:
‚et is wie et is
et kütt wie et kütt
et het noch immer jut jegangen‘
‚et is wie et is
et kütt wie et kütt
et het noch immer jut jegangen‘
Da steckt viel Weisheit drin, auch in Bezug auf den Klimawandel.
Et kütt ttasächlich wie et kütt. Wer das in den Daten und anhand der Ergebnisse von Klimakonferenzen (und der noch magereren Umsetzung der Vereinbarungen) nicht sieht, ist kein guter Beobachter.
Weil er kütt wie et kütt, sollte man sich Gedanken über Anpassung machen und Investitionen dafür tätigen.
@gelse
«Aber man kann ja das grenzenlose Umsatzwachstum nicht infrage stellen.»
Kann man schon, aber das ist die Systemfrage. Im Kapitalismus muss Kapital Ertrag abwerfen. Ich sehe nicht, wie man das auf Dauer ohne Wachstum realisieren könnte.
Ergo bräuchte man ein anderes System. Abgesehen davon, dass so etwas kaum grundgesetzkonform realisierbar wäre, sehe ich momentan keinen Kandidaten für ein anderes Wirtschaftssystem, der auch nur halbwegs plausibel ist. Der teilstaatliche Kapitalismus chinesischer Prägung ist auch wachstumsabhängig.
«Abgesehen davon, dass so etwas kaum grundgesetzkonform realisierbar wäre,…»
Darüber lässt isch trefflich streiten und wurd auch schon gestritten.
–
«…sehe ich momentan keinen Kandidaten für ein anderes Wirtschaftssystem, der auch nur halbwegs plausibel ist.»
Den einen ‚Kandidaten‘ gibt es nicht, kann es auch nicht geben, weil die Ausgangsvoraussetzungen zu unterschiedlich sind. Und Nationalserparat geht auch nichts, quod erat demonstandum.
Aber das ist halt keine Ewigkeitsgarantie für den alleinseligmachenden Kapitalismus.
Das ist allerdings ein grosses Thema, zu gross für ein Unterhema irgendeiner Diskussion.
Eher ein eigenständiges Thema wert. Womit ich nicht drängen will, gut Ding will Weile haben.
«Und Nationalserparat geht auch nichts, quod erat demonstandum.»
Hmm. Das scheint mir so zu sein wie bei Klimawandelverneidung insgesamt.
«Das scheint mir so zu sein wie bei Klimawandelverneidung insgesamt.»
Wenn ein kleines oder mittelgrosses Land an der Emissionsvermeidung arbeitet und alle anderen nicht, dann wird das die globale Qualität der Atmosphäre nicht messbar oder gar spürbar verändern.
Wenn an vielen Orten gleichzeitig Anstrengungen in dieser Richtung laufen, dann geht es um die Frage, entsprechend der eigenen Möglichkeiten mitzumachen oder nicht. Das ist das keine Frage des Könnens, sondern des Wollens.
Wenn ein kleines oder mittelgrosses Land an der Überwindung der Privatprofitökonomie (‚Kapitalismus‘) arbeitet und alle anderen nicht, dann ändern das an der globalen Macht des privaten Kapitales nichts. Man hat hier nicht mit Ignoranz, sondern mit einer Gegenmacht zu tun, die ihre ökonomischen Machtmittel einsetzt um die Bestrebungen zum Absturz zu bringen, oder wenn das nicht gelingt wie in Cuba, eine Existenz nur auf sehr niedrigem ökonomischem Niveau zu erlauben.
Im Prinzipe, im Detail sind Fehlentscheidungen immer möglich, egal in welchem System. Weil niemand perekt ist, kommt es darauf an, auf Fehler kreativ reagieren zu können.
«Wenn an vielen Orten gleichzeitig Anstrengungen in dieser Richtung laufen»
Tun sie das?
Das Problem, das ich habe ist Folgendes. Der bis zur wirtschaftlichen Unvernunft gehende Klimaaktivismus deutscher Regierungen wird, wenn jemand auf den geringen Effekt auf den Temperaturanstieg hinweist, gern damit begründet, dass man eben ein Beispiel setzen wolle und müsse.
Man setzt auch ein Beispiel. Alle anderen sehen, dass man diesen Weg so nicht beschreiten sollte.
«…dass man eben ein Beispiel setzen wolle und müsse.»
Ja eben: Niemand ist unnütz, er kann immer noch als schlechtes Beispiel dienen.
Aber Spass beiseite: Die deutschsymptomatische Angeberei hatte ich oben nicht gemeint.
Stecker ziehen.
«Hmm, dann gehört die Schweiz also wie die Ukraine auch nicht zu Europa? Die sind ja auch kein EU-Mitglied. Seltsame Definition irgendwie.»
Abgesehen davon, dass die Schweiz meistens von ihrer Neutralität ‚profitiert‘ hat und wohl bei Antragstellung aufgrund der Voraussetzungen zügig in die EU aufgenommen würde, ist die Schweiz auch so bereits bestens ‚verdrahtet‘.
Wo es zudem bei Ihrem Vergleich hinkt, sollte eigenteich klar sei. Nicht EU-Mitglieder, wie Russland und die Ukraine, werden zwar historisch zu den europäischen Staaten gezählt, verlieren aber diesen Status/Zuordnung nicht durch diese Nichtmitgliedschaft in der EU.
Europarat und EU sind zwei unterschiedliche Stiefel. Russland wurde bekanntlich rausgeworfen, die Ukraine ist noch drin.
Fühlen Sie sich also gerne als Europäer, zudem leben Sie wohl längst im Westen.
«zudem leben Sie wohl längst im Westen.»
Wie man’s nimmt. Ich glaube, die meisten Leute würden das hier als Osten bezeichnen.
@Petrowitsch
>>>Wie man’s nimmt. Ich glaube, die meisten Leute würden das hier als Osten bezeichnen.<<<
Der Osten hat aber doch auch schöne Ecken.
Und Dresden besonder.
Europäische Kultur in der Zeit: Lieber nicht reisen, als falsch reisen
AM What a fool hat seinen Besuch in Peking kurzfristig verschoben. Richtig so. Von Chinas Regierung sollte er sich nicht vorführen lassen.
Ein Kommentar von Alice Bota …. https://www.zeit.de/politik/ausland/2025-10/china-reise-johann-wadephul-besuch-verschiebung-termine …hinter der Bezahlschranke
Chinesische Kultur: Wir vergessen nicht alles?
Gut so! Der chinesische AM hat sicherlich wichtigeres zu tun, als sich die ewig gleiche deutsche Litanei anzuhören.
«AM What a fool»
Ja.
Europäische Kultur in Sachsen: Während alle Welt hunderte Euros ausgibt – wir trafen uns zum Frühstück in Istanbul, Sie auf dem Weg von Irkutsk nach Belgrad-Rammstein live, wir in Richtung Mordor – um Till Lindemann live und in Farbe als Rammelstein zu erleben, erhebt sich Protest vorm Leipziger Opernball. Ein Leipziger Allerlei appelliert an die gesellschaftliche und moralische Verantwortung der Veranstalter. Die aktuelle Nummer Zwo hinter dem Lausitzer Throninhaber sagte daraufhin ihre Teilnahme zum Sehen-und-Gesehen-werden-Ball ab.
Man muss ja nun sehr vorsichtig sein, wenn man Wundersame Witze über Woke macht. Ich kürze das also mit WWW ab.
Köppings Immunreaktion gegen Lindemann ist ein WWW.
Rammstein ist übrigens (neben den Scorpions manchmal) die einzige deutsche Band, die auf Radio Frecchia läuft.
Generell würde ich sagen, es gibt im Bereich Energie- Rohstoffeinsparung zwar einige Erfolge, aber insgesamt tun wir nicht sehr viel.
Vieles läuft darauf hinaus, Gewinn zu bringen.
Das ist nur nicht immer ausreichend möglich oder konterkariert das Vorhaben.
Im Gebäudebereich haben wir etwa 10.000 bis 20.000 Vorschriften.
Diese überblickt kaum noch jemand. Und nicht wenige sind auch übertrieben.
Die Regierung hat Gutachten der Dämmstoffindustrie als Richtlinie für die geltenden Vorschriften zugrunde gelegt.
Ein Professor an einer Uni, Name leider nicht mehr im Gedächtnis, hat eine Studie durchgeführt, nach der ab einem gewissen Ausmaß kaum noch Nutzen zu messen ist.
Ganz zu Schweigen vom Kosten/Nutzen Verhältnis.
Auf diese Studie angesprochen, nannte man eigene Informationen, die von der Industrie stammten.
«Die Regierung hat Gutachten der Dämmstoffindustrie als Richtlinie für die geltenden Vorschriften zugrunde gelegt.»
Das Verfahren ist üblich, auch in Brüssel. Einen grossen Teil der EU-Regulierungswut haben wir derartigem Lobbyismus zu verdanken.
Gewundert hat mich die Arroganz, mit der man ablehnte, die Ergebnisse überhaupt zur Kenntnis zu nehmen.
Die Versuchsreihen war gut nachvollziehbar, reproduzierbar.
Das Interview mit dem Behördenvertreter hinterlies sehr deutlich einen ideologisch gefärbten Eindruck und gewollte Wirtschaftsförderung.
Die Studie hat jedoch eine Verschwendung von Rohstoffen und Kapital belegt. Insofern hätte das Ergebnis Interesse wecken müssen.
«die Arroganz, mit der man ablehnte, die Ergebnisse überhaupt zur Kenntnis zu nehmen»
Weil nicht sein kann, was nicht sein darf. Und was sein darf, entscheidet die Regierung.
«Ein Professor an einer Uni, Name leider nicht mehr im Gedächtnis, hat eine Studie durchgeführt, nach der ab einem gewissen Ausmaß kaum noch Nutzen zu messen ist.»
Ich habe das mißverständlich geschrieben.
So wie es dasteht ist es ja logisch.
Der Prof. und Team hat belegt, daß die hohen Dämmstoffstärken die gefordert und angewendet werden, schon im sinnlosen Bereich liegen.
Zum Beispiel liegen 25cm Dämmung in einem sehr schlechten Kosten/Nutzenverhältnis und auch die Einsparung ist so minimal, daß der Aufwand und das benötigte Material nicht mehr zu rechtfertigen ist.
Gerade wenn es um Kosten und Umwelt geht, ist diese Studie interessant.
@Albatros
Polycare – nachhaltiges Bauen mit Stecksystem
NANO – 28.10.25 ~ ab Minute 22:20
«Die Firma Polycare entwickelt ein innovatives Steckbaustein-System, das Bauen ohne Mörtel oder Kleber ermöglicht. Mit nur vier Stein-Typen lassen sich verschiedenste Gebäude schnell errichten. Das System ist vollständig rückbaubar: Steine, Dämmung und Fassadenverbinder bleiben unbeschädigt und können mehrfach wiederverwendet werden. Statt klimabelastendem Zement nutzt Polycare ein Bindemittel aus Flugasche und Schlacke, wodurch der CO2-Ausstoß um bis zu 70 % reduziert wird. Das Material besteht überwiegend aus regionalem Sand und hat Langzeit- und Witterungstests erfolgreich bestanden.»
https://www.3sat.de/wissen/nano/251028-sendung-h5n1-vogelzug-virus-gefluegel-gefluegelpest-todeszug-der-kraniche-vogelgrippe-wuetet-in-deutschland-nano-100.html
Das ist ja ganz hübsch, vermutlich aber so arbeitsaufwändig, wie Stein auf Stein zu mauern. Wer soll das bezahlen und wer will diese Arbeit machen? Geht das mit Robotern?
Ich finde Stein auf Stein gar nicht so schlecht.
Sonst sehen alle Häuser so schlimm aus wie zur Zeit.
Ein versierter Laie kann seine Mauern selbst hochziehen.
Bei größeren Gebäuden ist aber Stahlbeton notwendig.
Wie sehen heute Wohngebäude aus?
Ein Kubus mit Löchern für Fenster und Türen.
Damit es nicht ganz so primitiv aussieht, 3 Doppel-T Träger in den Vorgarten, orange gestrichen.
Ich finde, die Häuser mit altersgerechtem Wohnraum, die zwei Genossenschaften gerade nahe meiner Wohnung bauen, sehen ganz gut aus. Holzverblendete Fassaden, Balkons, im Erdgeschoss Glassfassade, kann man machen.
Kann man machen.
Leben möchte ich darin nicht.
Ist eben ein Bau wie die meisten, nüchtern, nichts fürs Auge, technisch durchgeplant, eckig, billige kubistische Bauweise.
Dagegen ältere Gebäude, jedes sieht anders aus, interessante Fassaden, innen etwas zu entdecken, nicht jeder Quadratzentimeter verplant, 3 Meter Decken, optisch ansprechende Treppenhäuser usw.
Das muß kein Prachtbau sein.
Was heute verkauft wird sind völlig überteuerte Standardbauten, könnten auch Büros sein. Da ist es fast egal in welcher Schachtel man wohnt.
Wie Mymind schreibt, mit Holz ist man flexibler, sieht auch besser aus.
Backstein hat auch etwas, oder Sandstein.
Vieles läuft in Richtung Legebatterie.
Architektonisch sind wir auf dem absteigenden Ast. Dafür hat jedes Haus nun einen Maschinenraum den immer weniger beherrschen.
++ Wie sehen heute Wohngebäude aus?
Ein Kubus mit Löchern für Fenster und Türen.++
Mehr bietet Polycare auch nicht an, dazu noch mit recht kleinen Fenstern (wie in den Prototypen ersichtlich). Viel Spielraum für Gestaltung bietet das System bislang nicht, zudem ist es nur für kleinere Bauwerke geeignet. Attraktiver für diesen Zweck finde ich Fertigteilbauten aus Holz, die ebenfalls abbau- & recyclebar sind & gestalterisch mehr Freiraum bieten. In den vergangenen Jahren sind mit dieser Bauweise viele tolle Häuser entstanden, sie sind allerdings teurer als die konventionelle Bauweise.
«Das ist ja ganz hübsch, vermutlich aber so arbeitsaufwändig, wie Stein auf Stein zu mauern.»
Da habe ich wohl eine andere Doku gesehen.
https://vimeo.com/460097373
Und Kosten? Falls sich das in größerem Umfang (vor allem im privaten Sektor) durchsetzen/bewähren sollte, liegt zumindest für mich auf der Hand, dass damit nicht nur ökologisch nachhaltige Vorteile verbunden wären, sondern auch preiswerter und zudem schneller als der alte Hausbau ‚hochgezogen‘ werden kann.
Aber mir scheint, der Fokus liegt zurzeit weniger auf Innovation, sondern mehr auf ‚Überlebenspolitik‘ hinsichtlich der miserablen Budgets von Städte und Gemeinden:
https://www.n-tv.de/politik/Kommunen-flehen-bei-Merz-um-Hilfe-Wir-koennen-nicht-mehr–article26125961.html
«hinsichtlich der miserablen Budgets von Städte und Gemeinden»
Die Verteilung der Steuern zwischen Bund, Ländern und Kommunen ist in Deutschland falsch.
Deutschland: 39% Bund, 42% Bundesländer, 16% Gemeinden/Kommunen (fragen Sie nicht nach dem Rest)
Schweiz: 22% Bund, 48% Kantone, 30% Gemeinden/Kommunen
Letzteres hat den Vorteil, die Entscheidungen über das Budget näher an den Leuten getroffen werden.
Nette Spielerei, die nur für temporäre Bauten sinnvoll ist.
Verantwortungsbewusste Bauphysiker erzählen das hinter vorgehaltener Hand seit über 15 Jahren. Das geht dann weiter bei den Fenstern, die inzwischen so dicht sind, dass sie mit Fensterfalzlüftern ausgestattet werden müssen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Man könnte natürlich auch regelmäßig lüften, aber manche Nutzer kommen nicht drauf.
@Mymind
>>>Das geht dann weiter bei den Fenstern, die inzwischen so dicht sind, dass sie mit Fensterfalzlüftern ausgestattet werden müssen<<<
Das durfte ich am eigenem Leib erfahren, als ich in den 1993-1993 bei einem 3 Mann "Montageservice" gearbeitet haben.
Wir haben als Subunternehmer in Chemnitz in den Plattenbauten Fenster und Wohnungseingangstüren ausgetauscht.
Damals war es ein Wohnkomplex speziell für Senioren. Dort waren schon neue, dichte Fenster eingebaut und wir mussten nur die Wohnungseingangstüren austauschen.
Danach war die ganze Wohnung so abgedichtet, daß gerade die alten Mieter die neu eingebaute Tür nicht mehr von Innen öffnen konnten.
Die Ursache war in dem Fall, dass die neue, dichte Tür in Verbund mit den neuen, dichten Fenstern UND bei eingeschalteter Küchenentlüftung für einen Unterdruck in der Wohnung gesorgt hat.
Das klingt IRRE, war aber letztendlich die Ursache. Für jüngere Menschen, mit genügend Kraft in den Händen, war das alles kein Problem.
Aber dort wohnten auch Menschen, die über 80 Jahre alt waren und denen selbst diese geringe Kraft fehlte.
Abhilfe war dann eine Zwangsentlüftung der neueingebauten Fenster und bis dahin mussten wir den Leuten sagen, daß sie halt ein Fenster kippen müssen, damit ein Druckausgleich stattfindet, falls sie Probleme haben, die Wohnungstür zu öffnen.
Aber 80ig Jahre alten Menschen das Verständlich zu machen war nicht einfach…
Na ja, ein Problem gelöst, ein neues geschaffen.
Hauptsache verkauft.
Also erst hermetisch abdichten für viel Geld, dann wieder investieren um es «undichter» zu machen.
Das ist Technik und Fortschritt heute.
Ich habe mal ein ähnliches Beispiel mitbekommen. Da war alles so dicht, daß der Kaminfeger eine Zwangsbelüftung mit Gebläse forderte. Also mit Luftkanälen, Sensoren usw. Keine ganz billige Angelegenheit.
@Albatros
Jetzt mal unabhängig davon, wie sinnvoll diese fast schon hermetische Abdichtung generell ist.
Man muss halt wirlich auf Luftzirkulation achten und auch mal ein Fenster kippen.
Ich weiß gar nicht, wie das in diesen Wolkenkratzern funktioniert.
Die können doch bestimmt gar kein Fenster öffnen. Da geht doch alles über Zwangsbelüftung und Klimaanlage.
Wäre für mich überhaupt nichts.
Fenster aufmachen und Luft reinlassen ist für mich unabdingbar.
Zumal bei mir vor dem Wohnzimmerfenster ein schöner Baum steht.
Ich hatte sogar schon Abends eine Fledermaus im Wohnzimmer.
Das war absolut spektakulär.
Ich wußte erst garnicht was es war. Als ich dann aber sah, wie lautlos und absolut zielgenau die im Zimmer umherflog, war es mir dann klar.
Hat aber auf alle Fälle ein paar Minuten gedauert, bis sie wieder rausgefunden hat.
Ich hatte schon Angst, daß es wie bei einem Vogel ausgeht, den ich auch schon mal in der Wohnung hatte.
Der hat aber auch einiges umgeschmissen.
Eine Fledermaus hatte ich schon einige Male im Zimmer.
In der Nähe sind größere Ansammlungen, da verirrt sich manchmal eine.
Überraschend war die absolute Lautlosigkeit.
Man hörte keinen Flügelschlag.
Ja, dieser Abdichtungswahn ist bedenklich.
Aber eine gute Wirtschaftsförderung die Milliarden umfaßt.
Und natürlich jede Menge Müll verursacht.
++ Ich weiß gar nicht, wie das in diesen Wolkenkratzern funktioniert.++
Mit viel Technik. In den niedrigeren Hochhäusern können die Fenster oft geöffnet werden. In Shanghai habe ich in einer Wohnung im 31. Stock gewohnt, mit öffenbaren Fenstern. Da ich Frischluftfanatikerin bin & Klimaanlagen nicht so gern mag, habe ich anfangs abends nach der Arbeit immer die Fenster aufgerissen, da kam dann eine geballte Ladung Saunaluft rein, die auch durch Querlüftung nicht zur angenehmen Frischluft wurde. Bei so extremen Temperaturen mit hoher Luftfeuchtigkeit sind Klimaanlagen sinnvoll.
@Mymind
In Shanghai…
Wo Sie schon so alles gearbeitet haben.
Da kann ich nicht mithalten mit Ruhrgebiet Gelsenkirchen.
Wieso nicht? Ich z.B. war noch nie in Gelsenkirchen 🙂
«Das geht dann weiter bei den Fenstern, die inzwischen so dicht sind, dass sie mit Fensterfalzlüftern ausgestattet werden müssen, um der Schimmelbildung vorzubeugen. Man könnte natürlich auch regelmäßig lüften, aber manche Nutzer kommen nicht drauf.»
Man hätte sein etwas undichtes Fenster behalten können.
Wäre auch kostengünstiger und umweltfreundlicher.
Das mit lüften funktioniert nicht so gut.
Viele wollen sparen, denken nicht daran und auch die Dauer ist schwer einzuschätzen.
Daher kam es ja auch, daß voll gedichtete Häuser plötzlich mehr Energie verbraucht haben als vorher.
Lösung: Automatische Lüftungsanlage mit CO2 Sensoren, Feuchtemesser usw über Kanäle und Ventilator im Keller.
Die Fenster bleiben dauerhaft geschlossen oder sind gar nicht zu öffnen.
Wegen Verkeimung sind die Kanäle und die Anlage regelmäßig zu desinfizieren.
Zusätzlich wäre eine Wärmerückgewinnungseinrichtung sinnvoll.
Das und Weiteres wird vom Bordcomputer gesteuert. Mittlerweile auch vom Handy aus.
Das gute alte Kastenfenster war schon eine pfiffige Idee, für Wärme- wie Schallschutz. Ist irgendwann als zu teuer erachtet worden.
«Das geht dann weiter bei den Fenstern, die inzwischen so dicht sind, dass sie mit Fensterfalzlüftern ausgestattet werden müssen, um der Schimmelbildung vorzubeugen.»
Die Briten bauen aus Erfahrung schon sehr lange zugige Fenster, absichtlich.
Die Briten sind halt nicht so geschäfsttüchtig wie die Deutschen 🙂
Für Fassade & Fenster müssen in Deutschland gem. Energieeinsparverordnung bestimmte U-Werte eingehalten werden. Zugige Fenster haben da keine Chance, dafür gibt es schließlich Fensterfalzlüfter, die man zusätzlich verkaufen kann. Man muss die Vorschriften eben so festlegen, dass möglichst viele daran verdienen.
Ein teures Spiel.
Die Erwartungen sind in der Praxis nicht eingetreten.
Die Prognosen/Berechnungen der Energieberater fallen viel zu hoch aus bezüglich der zu erwartenden Einsparungen.
Da der Material-/Energieeinsatz und die Arbeitsleistung sehr hoch ausfallen, steigt dieser Bereich mittlerweile.
Man hoffte, das wieder durch die Einsparung ausgleichen zu können.
Das funktioniert aber nur in bestimmten Fällen.
Zum einen kommt es auf die vorhandene Bausubstanz an, zum Anderen auf die Art der Nutzung durch die Bewohner.
Das wird wenig berücksichtigt.
Dämmen, dichten, Einbauten so viel wie möglich. Das letzte Quentchen herausholen.
Wie in den meisten Fällen steigt aber die Kostenkurve steil an, wenn es um das letzte Quentchen geht und der Nutzen wird immer geringer. Das ist eine Binsenweisheit die kaum Beachtung findet.
Da steckt viel Ideologie mit drin.
Man muß auch bedenken, steckt man zuviel Kapital in einen Bereich der wenig Nutzen bringt, fehlt es u.U. in einem anderen, wichtigen Bereich.
Das Heizungstheater hat viele verunsichert, viel Material gekostet. Selbst Firmen haben geschlossen, die keinen Absatz ihrer Produkte mehr sahen.
Solche großangelegten Umwälzungen können wir uns nicht leisten, wenn man sich nicht sicher ist oder sie, falls sinnvoll, nicht durchzieht.
@Albatros
Sie haben in ALLEN Punkten nach meiner Meinung völlig recht.
Ich würde in manchen Bereichen sogar noch schärfer formulieren.
Gerade was Dämmung im Innenbereich betrifft.
Wenn sich da Schimmel bildet, den man noch nicht mal sehen kann, ist das für meine Begriffe besonders gefährlich.
Nicht wegen der Bausubstanz, sondern wegen der menschlichen Gesundheit.
Und gerade weil dies ja ein lukratives Geschäftsfeld ist, wurde da bestimmt nicht immer, den Vorschriften nach gehandelt.
Zumal da auch die unzähligsten Subunternehmen tätig waren.
Und ob dort die Mitarbeiter immer umfassend geschult waren, glaube ich nicht.
Ich selbst habe eigentlich nur den Fensteraustausch als teilweise notwendig erachtet.
Zumal im Osten, wo wirklich noch viele Kastenfenster existierten. Aber die waren meist auch in einem sehr schlechten Zustand, da stellenweise stark verottet durch mangelnde Pflege.
Wenn ich meine Kastenfenster aber immer gepflegt habe, hätten die ihren Zweck auch weiter erfüllen können.
War für die Hausfrau oder -mann halt etwas umständlicher, was Fensterputzen betrifft.
Aber daß man deshalb signifikant mehr heizen mußte, wenn diese ordnungsgemäß eingebaut waren, wage ich zu bezweifeln.
Für die Industrie an sich ist natürlich vorteilhaft gewesen. Deshalb wurde es ja auch wahrscheinlich gemacht.
Generell wurde damit zumindest EIN Industriezweig bedient.
Man hätte allerdings sicherstellen MÜSSEN, daß sich diese Maßnahmen eben nicht auf die MIETE auswirken dürfen.
Aber leider war dem nicht so.
Aber dass die Miet zwangsläufig steigt, ist nun auch nicht NUR darauf zurückzuführen.
Allerdings sieht es eben bei Neubauten anders aus.
Da schlagen dann die gestiegenen Baukosten, also Lohnkosten, Materialpreise voll durch.
Ich habe mich nach 1990 immer wieder gefragt, wie es möglich war, daß plötzlich in den schon dagewesenen Plattenneubauten, die Mieten so explodieren konnten.
Man wohnte noch genauso wie vor einem Jahr, bezalte 1988/89 rund 0,50 Mark pro m2. Im Westen lag der Preis damals bei rund 8 Mark.
1991 lag der Preis pro m2 bei 1 Mark im Osten im Westen nur geringfügig höher bei 8,20 Mark.
1992 Ost: 3,98 DM West: 8,40 DM
1993 Ost: 6.08 DM West: 8,70 DM
1996 Ost: 8,63 DM West: 9,50 DM
Ich kannte Einige, die sich im Osten Immobilien kauften.
Der einzige Grund war, billig zu kaufen und hohen Gewinn zu machen. Es sollte nur vermietet werden oder man sah die Gebäude als Spekulationsobjekt, um nach kurzer Zeit zum natürlich erhöhten Preis wieder zu verkaufen.
In bestimmten Lagen wurden so Millionen gemacht.
Wie mir berichtet wurde, explodierten die Preise in kurzer Zeit und das hat selbstverständlich Auswirkungen auf die Miete. Der Kaufpreis plus Gewinn muß natürlich wieder hereinkommen.
Den Kaufpreis bezahlt immer der Mieter, nicht der Käufer. Ausnahmen gibts.
Sollte wie so oft ein Vermieter keine Ahnung vom Vermieten und einer Hausverwaltung haben, kann es für Mieter unsinnig teuer werden.
Um diese auszusortieren, braucht es einen Wohnungsüberschuß. Konkurrenz soll ja das Geschäft beleben und die Qualität verbessern.
Bleibt der Staat als marktkorrigierender Akteur der endlich etwas tun muß.
Auch Baunormen sollte man auf Unsinniges abklopfen. Diese wuchern in einem Maße, daß auch Fachleute den Überblick verlieren.
Den hat die Politik seit Jahren schon nicht mehr.
*Ich habe mich nach 1990 immer wieder gefragt, wie es möglich war, daß plötzlich in den schon dagewesenen Plattenneubauten, die Mieten so explodieren konnten.*
1) Waren die Mieten real? Schon zu DDR-Zeiten?
2) Wie kamen diese Wohnungsbaugemeinschaften auf einmal zu den Schulden?
«Waren die Mieten real? Schon zu DDR-Zeiten?»
Nee. Die Mieten waren subventioniert, wie fast alles andere auch. Es scheint damals niemand auf die Idee gekommen zu sein, dass man nicht auf Dauer mehr Geld ausgeben kann, als man einnimmt.
Heute hingegen…
Aber das weiss doch unser @Sportsfreund selber. Das hatten wir doch schon hoch und runter durchgenudelt 😉
Schreiben Sie doch lieber noch einmal, warum sich das marktwirtschaftliche System (mit oder ohne Demokratie – scheissegal) letzlich ueberall durchsetzen wird.
Das scheinen Einige immer noch nicht verstanden zu haben.
«Das scheinen Einige immer noch nicht verstanden zu haben.»
Darauf ist das marktwirtschaftliche System allerdings auch nicht angewiesen 😉
Ja blöd gelaufen – stellen wir uns mal vor wir wären alle mit Eigentumswohnungen der BRD beigetreten…
…die Frage ging aber an den Oberst.
@u_S
Klar waren die mieten nicht real zu DDR Zeiten.
Die Wohnungen wurden gebaut. Man müsste halt wissen, wie das zu DDR verbucht wurde.
Plötzlich standen ja riesige Schulden (Altlasten) im Raum. Die mit einem Mal diejenigen hatten, die als Eigentümer im Grundbuch standen.
Wie das gelaufen ist, weiß ich nicht.
Generell, wie das mit dem BIP oder wie es heute heißt, und dem ganzen Staatshaushalt der DDR damals rein von den Zahlen her aussah.
Wäre schon mal gut zu wissen.
Irgendwelche Bücher von Leuten, die da zu DDR Zeiten am Ruder waren, soll es ja geben.
Es wird ja immer gesagt, die DDR war total überschuldet.
Chatty sagt:
Binnenverschuldung DDR (in M DDR): 230–250 Mrd. (aber weitgehend planintern).
Auslandsschulden (in harter Währung): 26–27 Mrd. Valutamark ˜ 40 Mrd. DM.
Übernommene real wirksame Schulden 1990: rund 40 Mrd. DM.
Zum Vergleich:
Die BRD hatte 1989 rund 930 Mrd. DM Staatsschulden.
? Die DDR lag also bei etwa 4 % der BRD-Schuld, gemessen in harter Währung.
Schuldenübernahme
Kommunale Wohnungsbetriebe (KWV) und Genossenschaften übernahmen teils Kredite der DDR-Staatsbank (Bilanzierungspflicht nach dem Treuhandgesetz).
Diese Altschulden wurden 1993 durch das Altschuldenhilfegesetz (AHG) geregelt:
127 Mrd. DM DDR-Wohnungswirtschaftsschulden, davon ca. 45 Mrd. DM erlassen oder übernommen, der Rest musste mit langfristigen Krediten bedient werden.
Die 127 Mrd. DM DDR-Wohnungswirtschaftsschulden:
Das waren Binnen- oder interne Kredite innerhalb der DDR-Wirtschaft, konkret der Wohnungswirtschaft.
Diese Schulden standen in den Büchern der kommunalen Wohnungsverwaltungen (KWV), der volkseigenen Betriebe (VEB) Bau/Wohnung, und der Wohnungsgenossenschaften (GWG, AWG).
Sie waren nicht Auslandsschulden, sondern resultierten aus Krediten der DDR-Staatsbank an Betriebe, die nach der Währungsumstellung auf DM bewertet werden mussten.
Nach 1990 wurden sie im Rahmen der Treuhand- und Altschuldenregelungen neu bewertet und galten dann als wirtschaftsinterne Altverbindlichkeiten.
Im ökonomischen Verständnis der DDR waren diese „Schulden“ keine marktwirksamen Verbindlichkeiten, sondern buchhalterische Verrechnungsgrößen im zentralen Finanzierungssystem.
Die BRD hätte es ökonomisch und juristisch ohne weiteres anders handhaben können.
Das gewählte Verfahren (AHG) war eine politische Entscheidung, keine zwingende Folge der Wiedervereinigung.
Man wollte:
westdeutsches Bilanzrecht sofort durchsetzen,
moralisch-symbolisch „Eigenverantwortung“ zeigen,
aber keine komplette Schuldenübernahme durch den Bund riskieren.
Die Folge war: viele kommunale Wohnungsunternehmen starteten buchhalterisch überschuldet, was spätere Privatisierungen (GAGFAH, LEG, Woba Dresden usw.) begünstigte.
Habe gerade ChatGPT spaßeshalber eine Berechnung ausführen lassen.
Heraus kam 40N.
Durch Überschlag im Kopf wußte ich, das liegt weit weg.
Habe nachgefragt, die KI wollte nochmal rechnen. Kam nun auf 3900N.
Die KI vermutete, das Ergebnis würde plausibler klingen.
Ich hoffe nicht, daß ein Laie solche Dinge damit berechnet. Es wäre sehr gefährlich.
Habe nochmal mehrfach nachgefragt. Nach Umstellung der Gleichungen kamen verschiedene Ergebnisse heraus.
Die KI scheint nicht jedes Wort der Frage zu berücksichtigen.
Auch wenn die Frage völlig eindeutig und kurz ist.
Na ja, diese KI hat noch ziemliche Defizite.
Für solche Anwendungen sollte man eine Andere bemühen.
«Habe nochmal mehrfach nachgefragt.»
In den Fällen ist das auch notwendig und in völliger Unkenntnis einer Sache – zurzeit zumindest – kein guter ‚Ratgeber‘.
Falls das aber nicht so ist, lässt sich die KI doch sinnvoll nutzen, die Quellen anzeigen (ChatGPT kann nicht immer ins Netz Tool/oder muss dazu explizit aufgefordert werden), was ’ne Menge Zeit ersparen kann.
Ich nenne mal ein Beispiel, wenn das eigene Unwissen von ’ner KI ‚belichtet wird. Im Zusammenhang mit den Fotos, die ich mit einem Samsung-Smarti mache, habe ich die KI gefragt, wie ich diese sechsstellige Nummer z.B. : 20241113_114809.jpg nach eigenen Vorstellungen (vielleicht in den Einstellungen) ändern könnte, also eine andere Speicherung organisieren kann.
Bisher hatte ich diese Nummer einfach als mehr oder weniger zufällig vergebene betrachtet, die die Software für den Index der Speicherung braucht.
Da das Ergebnis auf der Hand lag und natürlich auch sehr sinnvoll ist, schweige ich nun besser, was das Ergebnis betrifft. 🤭
So spät schauen Sie sich Ihre Bilder an?
Der Mindestlohn geht ja bald auf 13.90 in Deutschland?
Das sind 1600 Netto Steuerklasse 1? Kann man davon sein Leben ausreichend bestreiten?
Erfahrungen? Oder werden alle Gehälter mitziehen, um auch den Abstand zum Mindestlohn nach unten nicht kleiner werden zu lassen.
Baumgart, Steffen, stolzer Ossi – aktuell Fußballtrainer bei Rostlaube Berlin, auch ein Club voller Widersprüche im Kapitalismus, im neuesten Podcast von Antje Riis:
*Freiheit muss auch bezahlt werden*
Der ursprüngliche Nature-Artikel hatte grosses Medienecho gefunden. Im April 2024 hatten Postdamer Klimawissenschaftler behauptet, wegen des Klimawandels werde bis 2050 die Wirtschaftsleistung um ein Fünftel kleiner ausfallen als ohne.
Am 6. November 2024 sah sich Nature gezwungen, eine Notiz einzufügen, dass die Zuverlässigkeit der verwendeten Daten und Methoden gegenwärtig angezweifelt werde. Am 6. und 13. August 2025 erschienen zwei Kommentare, die beide starke Zweifel äusserten. Der zweite davon kam sogar von einem anderen Wissenschaftler des Potsdamer Instituts Klimafolgenforschung.
Am 3. Dezember 2025 haben die Autoren den Artikel nun zurückgezogen. Eine korrigierte Version ist als Vorveröffentlichung verfügbar und befindet sich gegenwärtig unter Begutachtung.
Die ursprüngliche Version hatte nicht nur ein sondern zwei erhebliche Probleme.