Strategiepapier Die Trump-Regierung sagt klar, was sie will und wie sie glaubt, es erreichen zu können. Angesichts von Trumps Entschlossenheit, der Zeit, die ihm noch zur Verfügung steht und der Stärke der USA sollte man diesem Papier seine Aufmerksamkeit schenken.

Die Grundideen
Das neue Strategiepapier ist auf einer Webseite der US-Regierung in vollem Wortlaut zugänglich. Bevor ich den Inhalt so objektiv wie möglich referiere, sidn einige Vorbemerkungen meinerseits nötig. Eine Strategie entwickelt man, indem man die gegenwärtige Lage analysiert, überlegt, wohin man will und in Betracht zieht, welche Möglichkeiten und Ressourcen man hat, dieses Ziel auch zu erreichen. Das Strategiepapier der US-Regierung erkennt diese Grundsätze an und ist im Großen und Ganzen auch verständlich geschrieben, bleibt aber eher eine Erklärung von Absichten als es eine Beschreibung einer fundierten Strategie ist. Man könnte es eher eine Doktrin nennen.
Das beginnt bei der Analyse der gegenwärtigen Lage, die nicht vollständig am Anfang steht, sondern über den Text hinweg stückweise geliefert wird. Gleichwohl findet sich der Schlüsselsatz im letzten Absatz von Seite 1, indem der gegenwärtige Zustand «unseren Eliten» zugeschrieben wird: «Sie überschätzten die Fähigkeit Amerikas, gleichzeitig einen massiven Wohlfahrts-, Regulierungs- und Verwaltungsstaat sowie einen massiven Militär-, Diplomatie-, Geheimdienst- und Auslandshilfekomplex zu finanzieren.» Die Trump-Doktrin ist eine Kurskorrektur, die aus der Sicht seines Lagers nötig ist, weil die USA nicht all das finanzieren können, was sie bisher finanziert haben.
Die Grundideen des Papiers kann man jede Polemik aus Trumps Slogan «Make America Great Again» (MAGA) ableiten. Ich werde deshalb als Kurzformel den Begriff «MAGA-Strategie» verwenden. «Again»: Das Trump-Lager findet, dass sich die USA in den letzten Jahren oder Jahrzehnten (das wird nirgends präzisiert) in die falsche Richtung bewegt haben. Die MAGA-Strategie ist rückwärts gewandt, hin zu einem als glorreicher und besser empfundenen vergangenen Zustand. «Make»: Die MAGA-Strategie beschreibt, wie die USA zurückfinden sollen. «Great»: Es wird klar der Anspruch erhoben, dass die USA die führende militärische, technologische und wirtschaftliche Macht der Welt bleiben und ihrer Bevölkerung die Zuversicht und den Einzelnen die Aufstiegschancen wiedergeben. Eigentlich ist statt «great» gemeint: «the greatest». «America»: Die MAGA-Strategie orientiert sich pointiert und im doppelten Wortsinn unverschämt an eng definierten Interessen der USA. In ihrer Denkweise ist Globalismus ein Irrweg. Auch dazu findet sich ein Schlüsselsatz auf Seite 1: «Sie [die Eliten] setzten auf äußerst fehlgeleitete und destruktive Weise auf Globalismus und den sogenannten „Freihandel“, wodurch sie genau die Mittelschicht und die industrielle Basis aushöhlten, auf denen die wirtschaftliche und militärische Vorherrschaft Amerikas beruht.»
Im kommenden Abschnitt lege ich mein Verständnis der MAGA-Strategie dar und bleibe dabei so nahe wie möglich am Originaltext, ohne allerdings in der gleichen Reihenfolge vorzugehen, wie das Original. Mir erscheint eine andere Reihenfolge logischer.
Die MAGA-Strategie
Kulturwandel und Gesellschaftspolitik
Das Trump-Team diagnostiziert eine Malaise der US-Gesellschaft und der Gesellschaften Europas durch eine Abkehr von konservativen Werten. Bereits in seiner Vorrede (Seite i) lässt Trump diesbezüglich in dem ihm eigenen Stil keinen Zweifel offen, indem er schreibt «Wir haben radikale Gender-Ideologie und „Woke“-Wahnsinn aus unseren Streitkräften verbannt.»
Bei der Beschreibung der Ziele heißt es auf Seite 4: «Wir wollen die Wiederherstellung und Wiederbelebung der geistigen und kulturellen Gesundheit Amerikas.» Es geht darum, gesellschaftlichen Optimismus wiederherzustellen: «Wir wollen ein Amerika, das seine vergangenen Erfolge und Helden schätzt und sich auf ein neues goldenes Zeitalter freut.» Der erste Teil dieses Satzes ist eine direkte Ablehnung einer linksliberaler Denkweise an amerikanischen Universitäten, in der die Helden früherer amerikanischer Geschichtsbücher problematisiert und die Schattenseiten vergangener Erfolge betont werden.
Ein weiterer Schlüsselsatz ist: «Wir wollen eine erwerbstätige Bevölkerung – ohne dass jemand am Rand steht –, die Zufriedenheit daraus schöpft, dass ihre Arbeit für den Wohlstand unseres Landes und das Wohlergehen von Einzelpersonen und Familien von entscheidender Bedeutung ist.» (ebenfalls Seite 4). Das ist der von J.D. Vance bereits in der «Hillbilly-Elegie» entwickelte Gedanke, dass der Wohlfahrtsstaat defizitär sei, weil er Erwerbsuntätigkeit subventioniert, die Menschen aber keine Zufriedenheit finden, wenn sie nicht selbst ihren Lebenunterhalt erarbeiten.
Dem schließt sich sofort an: «Dies kann nicht ohne eine wachsende Zahl starker, traditioneller Familien erreicht werden, die gesunde Kinder großziehen.» Die Rückkehr zur traditionellen Familie ist ein Hauptanliegen der MAGA-Strategie, sicher über Trump hinaus, falls Vance Präsident werden sollte.
Ein weiterer Grundgedanke kultureller Rückbesinnung findet sich auf Seite 11: «Kompetenz und Leistung gehören zu den größten Vorteilen unserer Zivilisation: Wo die besten Amerikaner eingestellt, befördert und geehrt werden, folgen Innovation und Wohlstand.» Damit keinerlei Missverständnis über die Bedeutung dieses Satzes möglich ist, stellt einer der nächste Satz klar, was hier gemeint ist: «Wenn sich radikale Ideologien durchsetzen würden, welche Kompetenz und Leistung durch den Status bevorzugter Gruppen ersetzen wollen, so würde Amerika nicht mehr wiederzuerkennen sein und unfähig, sich selbst zu verteidigen.» Gleichzeitig stellt die MAGA-Strategie klar, dass nicht jeder eingestellt werden sollte, der mehr leisten kann. Die Suche nach «globalen Talenten» sei verderblich. Es gelte immer, dass Amerikaner zuerst kämen.
Migration
Auf Seite 11 wird kategorisch formuliert: «Die Ära der Massenmigration ist vorbei.» Das MAGA-Lager diagnostiziert: «In Ländern auf der ganzen Welt hat die Massenmigration die heimischen Ressourcen belastet, Gewalt und andere Verbrechen verstärkt, den sozialen Zusammenhalt geschwächt, die Arbeitsmärkte verzerrt und die nationale Sicherheit untergraben.»
Wirtschaft
Die Notwendigkeit einer starken Wirtschaft wird in der MAGA-Strategie häufiger mit der Verteidigungsfähigkeit begründet als mit der daraus folgenden Prosperität. Allerdings spielt auch letztere eine Rolle. Trumps Lager sieht die Deindustrialisierung der USA in den letzten Jahrzehnten als verderblich an und will eine Reindustrialisierung der USA (Seite 13). «Die Zukunft gehört den Produzenten.» Ein Weg dahin sei die Verfügbarkeit billiger Energie (Seite 14): «Günstige und reichlich vorhandene Energie wird in den Vereinigten Staaten gut bezahlte Arbeitsplätze schaffen, die Kosten für amerikanische Verbraucher und Unternehmen senken, die Reindustrialisierung vorantreiben und dazu beitragen, unseren Vorsprung in Spitzentechnologien wie der KI zu erhalten.» Daraus ergibt sich, dass die MAGA-Strategie «die katastrophalen Ideologien des „Klimawandels“ und der „Netto-Null“ [ablehnt], die Europa so großen Schaden zugefügt haben, die Vereinigten Staaten bedrohen und unsere Gegner subventionieren.»
Das Handelsdefizit soll durch «faire, auf Gegenseitigkeit beruhende Handelsabkommen» abgebaut werden. «Aber unsere Prioritäten müssen und werden unsere eigenen Arbeitnehmer, unsere eigenen Industrien und unsere eigene nationale Sicherheit sein.» (Seite 13). Die Dominanz der USA im Finanzsektor soll erhalten und sogar ausgebaut werden.
Wissenschaft und Technologie
Bereits auf Seite 4 wird das Ziel genannt: «Wir wollen das weltweit wissenschaftlich und technologisch fortgeschrittenste und innovativste Land bleiben und auf diesen Stärken aufbauen.» Auf Seite 7 wird der Weg definiert: «Invsetititionen in neu aufkommende Technolgien und in die Grundlagenforschung um unseren Wohlstand, die Wettbewerbsvorteile und die militärische Dominanz für künftige Generationen zu erhalten.»
Die Geostrategie
Trumps Regierung leitet die außenpolitische Strategie vom Primat der Nationen ab (Seite 9): «Die grundlegende politische Einheit der Welt ist und bleibt der Nationalstaat. Es ist natürlich und gerecht, dass alle Nationen ihre Interessen in den Vordergrund stellen und ihre Souveränität schützen. Die Welt funktioniert am besten, wenn Nationen ihre Interessen priorisieren.» Das ist eine Variation des einfacheren Arguments: Wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht.
Daraus leitet sich zunächst ein Interessengegensatz zu internationalen Organisationen ab (ebenfalls Seite 9): «Wir stehen für die Souveränitätsrechte der Nationen und gegen die Eingriffe der aufdringlichsten transnationalen Organisationen, die die Souveränität untergraben.» (Hervorhebungen im Original)
Trotz des Willens, die stärkste Macht weltweit zu sein, findet sich auf Seite 10 ein Bekenntnis zum Kräftegleichgewicht: «Während die Vereinigten Staaten das unglückselige Konzept der globalen Vorherrschaft für sich selbst ablehnen, müssen wir die globale und in manchen Fällen sogar regionale Vorherrschaft anderer verhindern.» (Hervorhebungen ebenfalls im Original)
Die Geostrategie ist untrennbar von der außenwirtschaftlichen Strategie (ebenfalls Seite 10): «Die amerikanische Politik wird arbeitnehmerfreundlich sein, nicht nur wachstumsorientiert, und sie wird unseren eigenen Arbeitnehmern Vorrang einräumen.» Die MAGA-Strategen argumentieren, dass Wohlfahrt breit basiert und verteilt sein solle, nicht an der Spitze konzentriert, nicht in bestimmten Industrien und nicht in bestimmten Regionen.
Auf Seite 13 wird weiter ausgeführt: «Wir müssen unseren unabhängigen und zuverlässigen Zugang zu den Gütern, die wir zur Verteidigung und zur Erhaltung unserer Lebensweise benötigen, wieder sichern. Dazu muss der Zugang der USA zu wichtigen Mineralien und Materialien erweitert und gleichzeitig räuberischen Wirtschaftspraktiken entgegengewirkt werden. Darüber hinaus wird der Nachrichtendienst wichtige Lieferketten und technologische Fortschritte weltweit überwachen, um sicherzustellen, dass wir Schwachstellen und Bedrohungen für die Sicherheit und den Wohlstand der USA verstehen und mindern können.»
Was die Verbündeten angeht, so besteht die Strategie auf Lastenteilung (Seite 12): «Die Zeiten, in denen die Vereinigten Staaten wie Atlas die gesamte Weltordnung stützten, sind vorbei. Zu unseren zahlreichen Verbündeten und Partnern zählen Dutzende wohlhabender, hoch entwickelter Nationen, welche die Hauptverantwortung für ihre Regionen übernehmen und einen weitaus größeren Beitrag zu unserer gemeinsamen Verteidigung leisten müssen.»
Aus diesen Grundsätzen und der amerikazentrierten Sicht werden daraufhin verschiedene Regionen diskutiert. Dabei wird oft der nicht einheitlich definierte Begriff der «westlichen Hemisphäre» verwendet. In den USA umfasst dieser Begriff häufig nur Nord- und Südamerika sowie die angrenzenden Inseln (engere westliche Hemisphäre). Er kann aber auch von 20 Grad West bis 160 Grad Ost definiert sein, so dass er Europa und Afrika ausschließt, Alaska dafür aber vollständig einschließt (weitere westliche Hemisphäre). Die eigentlich korrekte Definition zwischen dem 0. (Greenwich) und 180. Längengrad ist in den USA unüblich. Eigentlich wäre Trennschärfe von Interesse, weil zum Beispiel Grönland zur weiteren, aber nicht zur engeren westlichen Hemispäre im US-amerikanischen Sinne gehört. Die Unschärfe könnte allerdings auch gewollt sein.
Trump-Interpretation der Monroe-Doktrin
Das Dokument bezieht sich ausdrücklich auf die Monroe-Doktrin und spricht von ihrer Weiterentwicklung durch Trump. Die Monroe-Doktrin stammt vom 2. Dezember 1823, als die USA noch keine Weltmacht, geschweige denn eine Supermacht waren. Die Eckpunkte waren, dass keine weitere (europäische) Kolonisierung auf den beiden amerikanischen Halbkontinenten zugelassen werden sollte, eine Ausdehnung des (damals monarchistischen) europäischen politischen Systems auf den republikanischen amerikanischen Kontinent verhindert werden sollte und dass die USA sich in existierende europäische Kolonien auf dem amerikanischen Kontinent nicht einmischen und an den inneren europäischen Konflikten nicht teilnehmen werde.
Georg Häsler nennt in einem Pro-Beitrag in der NZZ den Bezug der MAGA-Strategie auf die Monroe-Doktrin eine «historisch schiefe Referenz», ohne allerdings auszuführen, wie er das meint. Ich kann seinem Gedankengang nicht folgen. Das MAGA-Papier knüpft an genau diese Punkte an, wenn es zum Beispiel auf Seite 17 ausführt: «Nicht-hemisphärische Wettbewerber haben bedeutende Fortschritte in unserer Hemisphäre erzielt, sowohl um uns derzeit wirtschaftlich zu benachteiligen als auch auf eine Weise, die uns in Zukunft strategisch schaden könnte.» Es erkennt an, dass «einige ausländische Einflüsse angesichts der politischen Allianzen zwischen bestimmten lateinamerikanischen Regierungen und bestimmten ausländischen Akteuren nur schwer rückgängig zu machen sein werden» und argumentiert, dass die Länder nicht ideologisch sondern aus wirtschaftlichen Gründen an Mächte außerhalb der Hemisphäre gebunden seinen und dass die USA sich als der natürliche und bessere Partner präsentieren sollten. Nicht zuletzt setzt die MAGA-Doktrin auf ein Deengagement in Europa. Aus meiner Sicht ist die Behauptung, die Strategie für die westliche Hemisphäre sei eine Modernisierung der Monroe-Doktrin nicht falsch oder historisch schief.
Die weite Welt
Was die Welt außerhalb der westlichen Hemisphäre angeht, so argumentiert das Strategiepapier, dass an Verbündete strengere Maßstäbe anzulegen seien als an andere Länder. Das überrascht zunächst, lässt sich aber daraus herleiten, dass die Strategie von eng definierten Interessen der USA ausgeht und in ihren Bündnissen dominant ist. Die MAGA-Strategie erkennt an, dass die USA Europa als Bündnispartner benötigen (Seite 26): «Europa bleibt für die Vereinigten Staaten strategisch und kulturell von entscheidender Bedeutung. Der transatlantische Handel ist nach wie vor eine der Säulen der Weltwirtschaft und des amerikanischen Wohlstands. Europäische Sektoren wie Fertigung, Technologie und Energie gehören weiterhin zu den robustesten der Welt. Europa ist die Heimat bahnbrechender wissenschaftlicher Forschung und weltweit führender Kulturinstitutionen. Wir können es uns nicht leisten, Europa abzuschreiben – dies würde den Zielen dieser Strategie zuwiderlaufen.» Wir werden weiter unten sehen, was daraus für die MAGA-Strategen folgt.
Was andere Länder betrifft, gibt die MAGA-Doktrin die Ausweitung des US-amerikanischen Wirtschafts- und Wertesystems auf. Aus meiner Sicht wird klar argumentiert, dass das deshalb geschieht, weil die USA dafür nicht die Ressourcen haben. Der schienbare Widerspruch strengere Mastäbe für Verbündete wird auf Seite 9 direkt angesprochen: «Wir streben gute Beziehungen und friedliche Handelsbeziehungen mit den Nationen der Welt an, ohne ihnen demokratische oder andere soziale Veränderungen aufzuzwingen, die sich stark von ihren Traditionen und ihrer Geschichte unterscheiden. Wir erkennen an und bekräftigen, dass es weder inkonsequent noch heuchlerisch ist, nach einer solchen realistischen Einschätzung zu handeln oder gute Beziehungen zu Ländern zu pflegen, deren Regierungssysteme und Gesellschaften sich von unseren unterscheiden und gleichzeitig gleichgesinnte Freunde dazu drängen, unsere gemeinsamen Normen aufrechtzuerhalten und dabei unsere Interessen zu fördern.»
Asien
Der Abschnitt zu Asien ist so überschrieben (Seite 19): «Die wirtschaftliche Zukunft gewinnen, militärische Konfrontationen verhindern». Die MAGA-Strategen argumentieren: «Der indopazifische Raum erwirtschaftet bereits fast die Hälfte des weltweiten BIP auf Basis der Kaufkraftparität (KKP) und ein Drittel auf Basis des nominalen BIP. Dieser Anteil wird im Laufe des 21. Jahrhunderts mit Sicherheit weiter wachsen. Das bedeutet, dass der indopazifische Raum bereits heute und auch im nächsten Jahrhundert zu den wichtigsten wirtschaftlichen und geopolitischen Schauplätzen gehören wird. Um im eigenen Land erfolgreich zu sein, müssen wir uns dort erfolgreich im Wettbewerb behaupten.» Diese Einschätzung erklärt das Deengagement in Europa. Die USA haben nicht die Ressourcen, um in beiden Regionen als dominante Macht aufzutreten. Asien ist die wichtigere Region geworden und wird weiter an Bedeutung gewinnen. Damit die USA dort aus einer Position der Stärke agieren können, müssen die europäischen Bündnispartner ihren Teil der Last übernehmen.
In Bezug auf China findet sich der bemerkenswerte Satz (Seite 20): «In Zukunft werden wir die wirtschaftlichen Beziehungen Amerikas zu China neu ausbalancieren und dabei Gegenseitigkeit und Fairness in den Vordergrund stellen, um die wirtschaftliche Unabhängigkeit Amerikas wiederherzustellen.» Das ist ein Eingeständnis, dass die USA derzeit wirtschaftlich von China abhängig sind.
Europa
Auch der Abschnitt über Europa hat einen eigenen Untertitel. Er lautet: «Förderung der Größe Europas». Gleichwohl beginnt er mit den folgenden beiden Sätzen (Seite 25): «Amerikanische Politiker haben sich daran gewöhnt, europäische Probleme unter dem Gesichtspunkt unzureichender Militärausgaben und wirtschaftlicher Stagnation zu betrachten. Das hat zwar seine Berechtigung, doch die tatsächlichen Probleme Europas sind noch viel tiefgreifender.»
Seit 1990 seit der Anteil Europas an der Weltwirtschaft von 25% auf 14% gefallen. Dieses Problem werde jedoch von einem anderen in den Schatten gestellt: «Zu den größeren Problemen, mit denen Europa konfrontiert ist, gehören Aktivitäten der Europäischen Union und anderer transnationaler Gremien, die die politische Freiheit und Souveränität untergraben, Migrationspolitiken, die den Kontinent verändern und Konflikte hervorrufen, Zensur der freien Meinungsäußerung und Unterdrückung politischer Opposition, sinkende Geburtenraten sowie der Verlust nationaler Identitäten und des Selbstbewusstseins.»
Wenn die Trends anhalten würden, so würden bestimmte europäische Länder in 20 Jahren nicht mehr wiederzuerkennen sein. Das gehe die USA an, denn: «Es ist keineswegs klar, ob bestimmte europäische Länder über eine ausreichend starke Wirtschaft und Streitkräfte verfügen werden, um verlässliche Verbündete zu bleiben.» Das MAGA-Papier geht dann auf die Eskalation zwischen europäischen Mächten und Russland ein und konstatiert: «Die Gestaltung der Beziehungen Europas zu Russland erfordert ein erhebliches diplomatisches Engagement der USA, sowohl um die Bedingungen für strategische Stabilität auf dem eurasischen Kontinent wiederherzustellen als auch um das Risiko eines Konflikts zwischen Russland und europäischen Staaten zu mindern.» Mit anderen Worten glauben die MAGA-Strategen nicht, dass die europäischen Länder diplomatisch in der Lage sind, die Sicherheitslage auf ihrem eigenen Kontinent zu stabilisieren.
Die deutsche chemische Industrie erhält die seltene Ehre, in einem Strategiepapier der US-Regierung erwähnt zu werden. Jedoch ist die Erwähnung wenig schmeichelhaft und richtet sich eigentlich an die deutsche Regierung und die EU (Seite 26): «Heute bauen deutsche Chemieunternehmen in China einige der weltweit größten Verarbeitungsanlagen und nutzen dabei russisches Gas, das sie im eigenen Land nicht bekommen können.»
Nach einer vernichtenden Kritik der politischen Führung in Europa zählt das Papier weiter bestehende europäische Stärken auf und erkennt an (Seite 26): «Unser Ziel sollte es sein, Europa dabei zu helfen, seinen derzeitigen Kurs zu korrigieren. Wir brauchen ein starkes Europa, das uns dabei hilft, im Wettbewerb erfolgreich zu bestehen, und das mit uns zusammenarbeitet, um zu verhindern, dass ein Gegner Europa dominiert.»
Die NATO
Mit Blick auf die anhaltende Migration in Europa folgern die MAGA-Strategen (Seite 27): «Langfristig ist es mehr als plausibel, dass spätestens in einigen Jahrzehnten bestimmte NATO-Mitglieder mehrheitlich nicht-europäisch sein werden. Daher ist es eine offene Frage, ob sie ihre Stellung in der Welt oder ihr Bündnis mit den Vereinigten Staaten genauso sehen werden wie diejenigen, die die NATO-Charta unterzeichnet haben.»
Das Strategiepapier erteilt jeder künftigen NATO-Erweiterung eine klare Absage. Es sei eine Priorität der USA, «Die Wahrnehmung der NATO als sich ständig erweiterndes Bündnis zu beenden und die Realisierung [solcher Erweiterungen] zu verhindern.»
Der Ukraine-Krieg
Die MAGA-Strategie äußert sich unmissverständlich zum Ziel der USA in Bezug auf den Ukraine-Krieg (Seite 25): «Es liegt im zentralen Interesse der Vereinigten Staaten, eine rasche Beendigung der Feindseligkeiten in der Ukraine auszuhandeln, um die europäischen Volkswirtschaften zu stabilisieren, eine unbeabsichtigte Eskalation oder Ausweitung des Krieges zu verhindern, die strategische Stabilität mit Russland wiederherzustellen und den Wiederaufbau der Ukraine nach Beendigung der Feindseligkeiten zu ermöglichen, damit sie ein lebensfähiger Staat bleibt.»
Was die europäischen Einwände betrifft, so heißt es: «Die Trump-Regierung steht im Widerspruch zu europäischen Politikern, die unrealistische Erwartungen an den Krieg haben.»
Naher Osten
Das Strategiepapier redet auch einem Deengagement der USA im Nahen Osten das Wort. Dieser Seit für die Energieversorgung der USA nicht mehr so wichtig und – nach Meinung der Autoren – auch weniger instabil und gefährlich als in der Vergangenheit (Seite 27/28).
Afrika
In Afrika will die MAGA-Strategie Entwicklungshilfe durch Investitionen ersetzen. Die Verbreitung liberale Ideologie in Afrika solle beendet werden (Seite 29). «Die Vereinigten Staaten sollten stattdessen Partnerschaften mit ausgewählten Ländern anstreben, um Konflikte zu entschärfen, für beide Seiten vorteilhafte Handelsbeziehungen zu fördern und von einem Paradigma der Entwicklungshilfe zu einem Paradigma der Investitionen und des Wachstums überzugehen, das in der Lage ist, die reichhaltigen natürlichen Ressourcen und das latente wirtschaftliche Potenzial Afrikas zu nutzen.»
Aus meiner Sicht wird hier einer Kopie der chinesischen Afrika-Strategie das Wort geredet, die sich als erfolgreicher erwiesen hat als die US-amerikanische und europäische.
Was tun?
Es dürfte klar sein, dass es sich hier nicht um ein Papier handelt, das man morgen wieder vergessen kann. Die meisten der darin geäußerten Gedanken sind in Übereinstimmung mit dem bisherigen Handlen der zweiten Trump-Administration. Trump dürfte noch mindestens ein Jahr eine Kongressmehrheit in beiden Kammern haben und kann aufgrund der Machtverteilung im US-amerikanischen politischen System auch ohne Kongressmehrheit große Teile der Außenpolitik bestimmen und gewisse Teile der Innenpolitik stark beeinflussen. Dass die Republikaner bei den Zwischenwahlen die Mehrheit in mindestens einer Kammer oder sogar in beiden halten, kann nicht ausgeschlossen werden. Es kann auch nicht ausgeschlossen werden, dass der nächste Präsident ein Anhänger dieser Strategie ist, zum Beispiel Vance.
Gerade die europäischen Länder können diese Strategie nicht durch Aussitzen beantworten. Wenn sie sich gegen bestimmte Punkte verwahren wollen, müssen sie zunächst zu innenpolitischer Stabilität und zu einer Einigkeit innerhalb der EU und der europäischen NATO-Länder finden. In der gegenwärtigen Situation erscheint mir Europa so schwach, dass es einem entschlossenen US-Präsidenten mit einer Strategie nichts entgegenzusetzen hat. Wenn das nicht geändert werden kann, dürfte gelten: «If you can’t beat them, join them.»
Was den Ukraine-Krieg betrifft, so wird sich Trump durchsetzen. Es ist ausgeschlossen, dass die Europäer die Ukraine noch reichlich drei Jahre über Wasser halten (und diese sich selbst), wenn die USA es in ihrem «zentralen Interesse» betrachten, «eine rasche Beendigung der Feindseligkeiten in der Ukraine auszuhandeln.»
Schließlich kann man sich noch die Frage stellen, ob es zu einer grundsätzlichen Umkehr dieser Strategie kommen wird, falls die Demokraten die nächste Präsidentschaftswahl und gegebenfalls die Mehrheit in beiden Kongresskammern gewinnen. Ich würde nicht darauf wetten. Es wird dann bestimmte kleinere Korrekturen geben, aber die großen Trends werden sich nicht ändern. Sie liegen darin begründet, wie sich die Welt in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat. Keine künftige US-Regierung wird aus sentimentaler Verbundenheit zu Europa zum Schaden der Interessen der USA handeln. Eine breitere Definition dieser Interessen könnte zwar sinnvoll sein, aber nur dann, wenn sich daraus auch wirklich Vorteile ergeben. Dafür müssten die europäischen Länder wieder attraktivere Partner werden.
608 Antworten zu “Die Ansage”
Danke fuer die nuechterne Analyse.
Niemand wird spaeter sagen können: Das haben wir nicht gewusst.
Gute Nacht!
«Niemand wird spaeter sagen können: Das haben wir nicht gewusst.»
Sie können nicht mehr Verteidigungsministerin werden, Frau General.
Das war nämlich ein glattes Plagiat.
Wenn schon, Herr Offizier, Kriegsministerin.
Wegtreten! 😉
«Kriegsministerin»
Ich würde gegenwärtig davon abraten, die US-Staatsbürgerschaft anzunehmen.
Leutnant J.
Da hamm’Se mich wieder miszverstanden, Leutnant Jeschke.
Ich hatte nur Ihre falsche Amtsbezeichnung korrigiert.
Ich will weder US-Staatsbuergerschaft noch T. zu Diensten sein.
Nee, Sie könnten eh nur in Deutschland Ministerin werden. Und da heisst es nun mal Verteidigungsmninisterin. Auch als wir gegen Jugoslawien gerade einen Angriffskrieg geführt hatten, hiess das so.
«Heute bauen deutsche Chemieunternehmen in China einige der weltweit größten Verarbeitungsanlagen und nutzen dabei russisches Gas, das sie im eigenen Land nicht bekommen können.»
Klingt wie: Heute investieren europäische/deutsche Unternehmen in China und nutzen dabei russische Rohstoffe, die sie auf eigenem Gebiet moralisch ablehnen.
Das Problem ist: Es ist nicht Fake News. In keiner Weise. Die Fakten stimmen und auch die nahegelegte Kausalkette stimmt.
Richtig ist auch, dass die EU (und insbesondere auch Deutschland) Stickstoffdüngemittel aus Russland importieren. Das ist veredeltes Erdgas (Haber-Bosch-Synthese auf Basis von Steamreformer-Wasserstoff). Statt das billigere Erdgas zu kaufen, kauft man den teureren Dünger, den man in Deutschland herstellen könnte, wenn man Erdgas zu konkurrenzfähigen Preisen hätte.
Das muss Russland sehr freuen. Mit den Düngemitteln verdient es nämlich mehr.
Von dem Papier halte ich soviel wie von Trump.
Argumente?
@Albatros
👍
Das kann halt jemand von der Gegenseite auch sagen. Wahrscheinlich kann es jeder sagen 😉
Ernsthafter: Das hilft nichts. Der Mann hat gewaltige Macht und ist entschlossen. Man muss beachten, was er sagt und tut, ob es einem passt oder nicht.
«Ernsthafter: Das hilft nichts.»
Das Land, das sich auch als eines der ‚unbegrenzten Möglichkeiten‘ bezeichnet, hat dafür auch ganz eigene Lösungen. Die Frage ist nur, wer bietet entsprechend und ein Sniper beendet diese Komödie.
Gut, einzelne Tötungen werden dann auch als Mord definiert, egal, welche guten Gründe dafür sprechen würden.
Wiederum verordnete Tötungen auf staatlicher Ebene (siehe zurzeit in der Karibik vor Venezuela), sind dann jeweils staatlich legitimiert.
Der Widerspruch tritt offen zu Tage, setzt sich fort und kann jederzeit in kriegerische Massentötungen eskalieren. Was nichts anderes als legalisierte Morde sind!
«Die Frage ist nur, wer bietet entsprechend und ein Sniper beendet diese Komödie.»
Wenn es daneben geht, kann es dem nicht so ganz Getroffenen aber auch politisch helfen.
Das zweite Gottesgeschenk dieser Art wäre allerdings weniger glaubwürdig als das erste. (ich war ja auch schon beim ersten skeptisch)
@gelse
>>> (ich war ja auch schon beim ersten skeptisch)<<<
wenn man es von DER Seite betrachtet, ja…
Tot isser ja auch, also auch keine Gefahr mehr…
Werte Gelse, darauf bin ja noch nicht mal ICH gekommen.
«ich war ja auch schon beim ersten skeptisch»
Ich nicht. So genau kann man nicht schiessen, als dass das geplant gewesen sein könnte. Das ginge nicht ein mal mit Hochtechnologie.
So genau daneben?
Ja, so genau daneben ohne einen Treffer zu riskieren. Lässt sich nicht planen.
@nera
>>>So genau daneben?<<<
Was haben Sie denn gedacht?
Als halbwegs guter Schütze Trump NICHT zu treffen, ist ja eigentlich nicht möglich…
Wenn Sie Ihren Frust über Trump ausleben wollen, empfehle ich "South Park".
Wie der dort durch den Kakao gezogen wird ist schon phänomenal…
«So genau kann man nicht schiessen, als dass das geplant gewesen sein könnte.»
Ja. Die Meldungen, die ich kannte berichteten, dass Trump, als an der Peripherie Schüsse ertönten, von einem Sicherheitsmann hinter das Rednerpodest gezogen wurde. Als er wieder auftauchte blutete ein Ohrläppchen. Es muss also nach meinem Informationsstand nicht unbedingt eine Schussverletzung gewesen sein.
Ich behaupte ja nicht, dass eine Schussverletzung sicher auszuschliessem gewesen sei, nur dass auch ein anderer Ablauf denkbar war.
Koinzidenz beweist keine Kausalität.
» Die Meldungen, die ich kannte berichteten, dass Trump, als an der Peripherie Schüsse ertönten, von einem Sicherheitsmann hinter das Rednerpodest gezogen wurde. Als er wieder auftauchte blutete ein Ohrläppchen.»
Wohr haben Sie denn das? Es gibt eine Videoaufnahme davon, wie es passiert ist. Die kann auch nicht gefälscht sein, weil das hunderten Augenzeugen aufgefallen wäre.
Die Meldungen, die Sie da gehört haben, waren Fake News.
Ich hatte, nachdem ich morgens im Radio davon gehört hatte, im Netz nach Meldungen zum Vorfall geschaut. Danach war das für mich ein ‚chinesischer Reissack‘.
Hab gestern Abend einen Film der Szene angeschaut, und ja, dass Trump von einem Leibwächter nach unten gezogen wurde war wohl eine Falschmeldung, er ist kurz selber zwischen den Leibwächtern abgetaucht, nachdem er sich ans Ohr gegriffen hatte. Das spricht schon die Verletzung durch einen Streifschuss.
Es scheint eine Amokschiesserei gewesen zu sein: Eine Person tot, zwei Personen schwer verletzt, eine Person durch Streifschuss leicht verletzt, der Schütze von einem Polizisten erschossen. Es ist gut, nicht dort zu sein wo sie stattfindet, aber man kann es sich eben nicht aussuchen. Wer dort ist kann eben getroffen werden.
Dass Trump den Vorfall wahlpropagandistisch nutzen würde war vorhersehbar. Und dass für die Medien die Meldung ‚Mordanschlag auf Trump‘ den höheren Sensationswert hat als ‚Schiesserei bei Wahlveranstaltung‘ ist ja auch nachvollziehbar. Da können Synergieeffekte wirken.
Etwas Ähnliches hatten wir vor ein paar Jahren im münchner OEZ, da war aber kein ‚Promi‘ anwesend und der Täter konnte flüchten.
«Dass Trump den Vorfall wahlpropagandistisch nutzen würde war vorhersehbar.»
Er hat es ja schon Sekunden nach dem Treffer getan. Haben Sie das Bild mit der emporgestreckten Faust und der US-Fahne etwa nie gesehen?
«Haben Sie das Bild mit der emporgestreckten Faust und der US-Fahne etwa nie gesehen?»
‚Fight, fight, fight!‘ Ja.
Ich meinte eher die nachfolgende Erzählung, sinngemäss etwa so: ‚Gott hielt seine schützende Hand über seinen Stellverteter auf Erden, weil ER auserwählt ist, to make ‚america great again‘.
Könnte ursprünglich von Thiel stammen.
@ Izi
Das kann auch ein Reflex gewesen sein.
«Das kann auch ein Reflex gewesen sein.»
Ja. Es kommt halt darauf an wie man ihn nutzt.
Der Punkt ist, dass für jemanden der Führung beansprucht, diese Art Reflex ungemein nützlich ist.
«Die Frage ist nur, wer bietet entsprechend und ein Sniper beendet diese Komödie.»
Um den Vize schon vor der nächsten Wahl auf den Thron zu heben? Wer könnte daran interessiert sein?
«Wer könnte daran interessiert sein?»
Ja, das Problem wäre damit wohl nicht gelöst, denn dann würden ‚Typen‘ nachrücken, die voll hinter dieser Art von Politik stehen.
Neuwahlen käme jedenfalls nicht infrage.
«Um den Vize schon vor der nächsten Wahl auf den Thron zu heben?»
Der würde diese Strategie vermutlich effektiver umsetzen können. Intelligenter, jünger und auf Dauer schwerer zu dämonisieren als Trump – insbesondere, wenn er nach Trump als Kontrastprogramm bezüglich des Auftretens in der Oeffentlichkeit daherkäme.
++…auf Dauer schwerer zu dämonisieren als Trump …++
Da kennen Sie offenbar diesen Artikel noch nicht:
https://www.freitag.de/autoren/michael-jaeger/endzeitfaschismus-im-all-was-denken-peter-thiel-jd-vance-und-yarvin-wirklich
Hey, koennte den Artikel mal jemand unauffaellig hier irgendwo (ohne, dass es GJ merkt 😉 ) hinkpoieren.
Notfalls geht auch hierhin (in mehreren Kommentaren – max. je 1000 Zeich.).
Ich uebernehme natuerlich die volle Verantwortung.
@izi
>>>Ich uebernehme natuerlich die volle Verantwortung.<<<
Der war gut 🤣😅😂
So kenn ich die Frauen…
Aber im Ernst. Ich würde es machen, aber mein Abo ist ausgelaufen, mal @gelse fragen.
Vielleicht noch @pleifel?
Wenn es jemand häppchenweise in @neras «Freitag-Blog» kopiert, trägt sie wirklich die volle Verantwortung. Und fiiegt dort in hohem Bogen raus, falls es jemand merkt.
@izi
>>>Und fiiegt dort in hohem Bogen raus, falls es jemand merkt.<<<
Also, das wird nera, unsere kämpferische Amazone wahrscheinlich am wenigsten abschrecken…
Wenn ich da im hohen Bogen rausfliege, kann ich das verkraften. Die Zeitung gibt’s ja noch am Bahnhofskiosk zu kaufen. Hauptsache, ich fliege nich hier im hohen Bogen raus.
Das waere echt dramatisch 😉
OT zu OT:
Weiss hier jemand, wenn man hier (oder allgemein), eigene Freitagsblog-Beitraege verlinkt (wie z.B. der Hausherr) bzw. von der Community welche… kann das dann der Empfaenger, der keinen Account hat, auch komplett oder nur im Anriss lesen – oder sieht der dann nur die Abo-Werbung?
Meinen Sie so etwas?
@ Izi
Na Sie werden das ja nich als Drosophila, Albert Norden oder Wladimir P. gemacht haben. Und icke habe wiederum Account.
Den Beitrag sollten Sie ohne Account sehen können, nur die Kommentare nicht.
Wladimir P. war nie eines meiner Pseudonyme. Aber die Fruchtfliege war sehr erfolgreich.
@izi
Danke für diesen link auf den Beitrag.
Ich muss Sie aber irgendwie korrigieren:
Der Beitrag von Ihnen über den MH 17 Abschuss hatte damals über 700 Kommentare.
Das war der absolute Knaller.
Ich weiss das auch deshalb noch, weil es bei mir schier endlos dauerte, bis die alle geladen waren.
Also wie Sie da auf 223 Kommentare kommen, verstehe ich nicht ganz.
Maximal, wenn mann die ganzen weglässt, die durch Weggang oder Kontoauflösung rausgefallen sind.
Ich glaube im Freitag haben sie dahingehend auch mal ausgemistet.
Damals allerdings, und da bin ich mir fast 100% sicher, waren es irgendwas mit 770 Kommentaren.
«Also wie Sie da auf 223 Kommentare kommen, verstehe ich nicht ganz.»
Ich korrigiere auch mal. Nich das da einer den Kommentar dazu von @Izi sucht. (Es ist mir ein Herzenswunsch 😍 )
«Also wie sie (der Freitag) da auf…»
«Da kennen Sie offenbar diesen Artikel noch nicht:»
Derartiges läuft schon seit gut einem halben Jahr, unter anderen mit dem DLF vorneweg:
https://www.deutschlandfunk.de/peter-thiel-unternehmer-politaktivist-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/die-peter-thiel-story-1-6-willkommen-im-thielverse-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/tech-bro-topia-f1-mit-der-roten-pille-zur-macht-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/curtis-yarvin-demokratie-jd-vance-peter-thiel-trump-usa-100.html
https://www.deutschlandfunk.de/technokratie-100.html
Feindbilder verkaufen sich immer wie warme Semmeln. Aber bei Vance ist die Frage, ob sie sich auch an eine Wählermehrheit verkaufen lassen.
Nun ja, wenn der Trump faellt, zieht er seine ganze Clique mit in den Abgrund.
Und er wird fallen. Tief.
Wette steht. 😉
@nera
>>>Und er wird fallen. Tief.<<<
Jetzt wird es wirklich spannend.
Ist das jetzt weibliche Intuition, Blick in eine imaginäre Glaskugel oder haben Sie Informationen, die noch nicht mal GJ hat?
Dass Trump mal abtreten MUSS, ist ja nun keine so schwer zu erraten.
Bisher ist meines Wissens noch KEIN US Präsident wirklich TIEF gefallen.
Selbst die in meinen Augen schlimmsten Finger die es für meine Begriffe gab, nicht.
Manchmal denke ich, Sie basteln heimlich an einer Voodoo Puppe von Trump und stechen da mit Nadeln rein 🤣😅😂
«Sie basteln heimlich an einer Voodoo Puppe von Trump»
Gute Geschäftsidee eigentlich. Und ist auch nicht weniger erfolgversprechend als so ein Wahlkampf der Demokraten.
«Manchmal denke ich, Sie basteln heimlich an einer Voodoo Puppe von Trump und stechen da mit Nadeln rein»
So eine VuDuhpuppe hatte mal jemand von mir beim Treitag, schimpfte über den ‚Gelsismus‘, den ich da verbreite. Hat überhaupt nicht wehgeten.
«Manchmal denke ich, Sie basteln heimlich an einer Voodoo Puppe von Trump und stechen da mit Nadeln rein»
Nun ja, dass das so mit dem Ober*d**t*n & seinen Juengern nicht mehr lange weitergeht, kann eigentlich jeder sehen, der noch klar bei Verstand ist. Hat also nichts mit Hexenwerk zu tun.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1395228/umfrage/entwicklung-von-zustimmung-und-ablehnung-von-donald-trump-in-den-usa/
https://www.rnd.de/politik/waehler-mit-trump-zunehmend-unzufrieden-zustimmungswerte-erreichen-tiefstand-4WWMD4EBONHVLMMOFVVA4AAK3M.html
Aber spottet ihr nur weiter.
Die Geschichte wird mir recht geben 🤣
«Hat überhaupt nicht wehgeten.»
Ja, auch Vodoo muss man halt erst lernen 😉
Ich habe während der Pandemie mal überlegt, ob ich Vodoo-Puppen von Chr*st**n Dr*st*n herstellen und verkaufen lasse. Das wäre sicher ein gutes Geschäft gewesen und ich bin nicht mal sicher, dass er dagegen hätte klagen können.
@nera
«Die Geschichte wird mir recht geben»
Kann aber dauern. Das Gedächtnis des Wählers ist bekanntlich kurz. Wenn dieses Jahr gegen Sommerende die Inflation abflaut oder es sogar zu einer leichten Deflation kommt, könnten schon die Zwischenwahlen im Spätherbst anders ausgehen als Sie denken.
Und Vance hat noch eine zweite Chance, wenn nämlich im Frühsommer 2028 die Wirtschaft gut aussehen sollte.
Es ist nicht mal extrem unwahrscheinlich, dass es schon diesen Herbst klappt. Die Zölle haben so grossen Schaden angerichtet, dass ihre Verringerung gegenüber dem ursprünglich aberwitzigen Höhen das Pendel in die Gegenrichtung schwingen lassen könnte.
Ach was. Das ist doch nur das Pfeifen im Walde.
Sie haben nur Angst um Ihre Klo-Buerste. Also gut, bei Gewinn gibt’s noch einen Bonus obendrauf.
(Falls bis dahin nochmal Lieferung kommt. Geht ja ab, wie warme Semmeln 🤣)
Wenn ich gewinne, finden Sie das aber nicht mehr lustig.
Ja, wenn…
Dann haett‘ ich ja die Voodoo-Puppe 🤣
OK, das ist nun ein schlagendes Argument dafür, dass Vodoo nicht funktioniert.
Nee, Pardon! War der falsche Kistenkasper.
Hatte mich so spaet am Abend doch bei den vielen Pappkartons dummerweise vertan. Hier.
(Mehr aus meiner Puppensammlung zeige ich jetzt aber nich noch. Sonst gilt das womoeglich als Schleichwerbung – und ich werde von Ihnen sanktioniert.)
«Und er wird fallen. Tief.»
Nicht tief, nur weg vom Fenster, er kann dann den ganzen Tag Golf spielen: Ein angenehmer Ruhestand ist ihm sicher.
Es wird Thiel, Musk & Co. aber nicht stören, wenn der Trump nicht mehr gebraucht wird. Die Chiefs werden seine Entsorgung selber in die Wege leiten. Der Nachfolger ist schon präpariert.
«Die Chiefs werden seine Entsorgung selber in die Wege leiten. Der Nachfolger ist schon präpariert.»
Das ist auch so eine allgemeine Erscheinung in der Politik. Ich bin gespannt, wie das bei der nächsten Präsidentschaftswahl in Frankreich gemacht werden wird.
Die Frage ist, ob diese Strategie oder Doktrin eine breite Zustimmung in den Reihen der REP findet, um realisiert werden zu können.
«Die Frage ist, ob diese Strategie oder Doktrin eine breite Zustimmung in den Reihen der REP findet, um realisiert werden zu können.»
Ich denke, davon kann man weitgehend ausgehen. Die Behauptungen, dass Trump die Basis oder die eigenen Abgeordneten davonlaufen, sind bisher nur Pfeifen im Walde.
Der letzte Fall, in dem die Einigkeit einer Partei im Kongress zerbrochen ist, geschah im Senat und zerbrochen ist die Einigkeit der Demokraten (Haushaltsstreit).
«um realisiert werden zu können»
Die vorige Antwort war ein wenig ein Schnellschuss. Die Zustimmung in den Reihen der REP genügt nicht, um die Strategie realisierbar zu machen.
Ich persönlich halte gerade gegenüber China die Strategie so nicht für realisierbar. China hat die höhere Dynamik und eine viel grössere Bevölkerung. Zudem stimmt es nicht, dass die USA noch in allen Hochtechnologien im Vergleich zu China führend wären.
Das ist vermutlich einigen der Autoren ist klar. Man kann das aber so nicht sagen.
Was MAGA betrifft, so fällt diese Strategie unter den Begriff: «Aber man muss es doch wenigstens versuchen!»
Vielen Dank für die Analyse.
Eine kleine Statistik zum Originaltext der Strategie, Häufigkeit von Nennungen: Regionen bzw. Länder usw.
NameHäufigk.Art
America/American103(region)
United States51
Europe/European56region
China21
Western Hemisphere12region
Middle East12 region
Russia10
Africa9region
Indo-Pacific6region
NATO5alliance
Israel/Israeli5
(Persian) Gulf5region
India5
Japan5
transnational org., bodies, …4alliance
Ukraine4
Taiwan4
Iran3
(South) Korea3
South China Sea3region
Australia3(region)
Asia2region
Latin America2region
Mexico2
Germany/German2
Arab World1region
Western Pacific1region
Canada1
Britain1
Ireland1
Syria1
DR Congo1
Rwanda1
Sudan1
Ethiopia-Eritrea-Somalia1
Berücksichtig wurden nur Nennungen im eigentlichen Strategietext (ab S. 8 des Papiers, im pdf S. 12), Nennungen in Absätzen, die Trumps Erfolge huldigen (2. Abs. S. 8), wurden nicht berücksichtigt.America/American meint natürlich die USA.
Sorry, die Tabellenformatierung klappt offensichtlich nicht.
OT
@Izi
Was sagen Sie denn dazu (aber bitte nicht Jodeln)?
«Die Schweiz muss sich stärker für die Rückführung von durch Russland verschleppten ukrainischen Kindern engagieren. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat eine entsprechende Motion angenommen.
Die kleine Kammer hiess den Vorstoss des früheren Grünen-Nationalrats und heutigen Genfer Staatsrats, Nicolas Walder, mit 24 zu 5 Stimmen bei 7 Enthaltungen gut. Der Nationalrat hatte schon in der Sommersession Ja dazu gesagt. Der Bundesrat muss sich nun an die Umsetzung machen.
Konkret verlangt das Parlament, dass sich die Schweiz der Anfang Februar 2024 gegründeten internationalen Gemeinschaft für die Rückführung der Kinder anschliesst.
In der schriftlichen Begründung der Motion schreibt Walder, Schätzungen zufolge gebe es mehrere tausend Kinder, die illegal nach Russland verschleppt oder zwangsweise deportiert worden seien. Bisher hätten weniger als 400 wieder in die Ukraine zurückreisen können.»
https://www.srf.ch/news/international/ukraine/krieg-in-der-ukraine-selenski-usa-erhalten-am-dienstag-ueberarbeiteten-friedensplan
Ich sehe das positiv, auch wenn man ansonsten neutral ist.
@nera
>>>«Die Schweiz muss sich stärker für die Rückführung von durch Russland verschleppten ukrainischen Kindern engagieren. Nach dem Nationalrat hat auch der Ständerat eine entsprechende Motion angenommen.<<<
Das ist doch gut. Warum soll GJ das anders sehen wollen?
Allerdings ändert das nicht im geringsten etwas daran, dass das Sterben in der Ukraine weitergeht.
Das zu beenden helfen, wäre viel wichtiger.
Dazu trägt aber dieser Beschluss nicht im geringsten bei.
«Warum soll GJ das anders sehen wollen?
Sollen wollen, soll er natuerlich nicht. Aber, wenn man schon mal einen Einheimischen an der Angel hat, wird man doch mal fragen duerfen?
Wenn hier ein Russe mitdiskutieren wuerde, den wuerde ich auch direkt fragen, was er von dem Krieg seiner Regierung haelt.
«…ändert das nicht im geringsten etwas daran, dass das Sterben in der Ukraine weitergeht.»
Das zu beenden helfen, wäre viel wichtiger.»
Das ist fuer einen Pazifisten zunaechst erstmal sicher richtig. Aber sagen Sie das mal den Angehoerigen der verschleppten Kinder.
Steht dazu eigentlich was im Trump’schen Kapitulationsplan? Bekommen die Ukrainer nach Russlands Sieg ihre gehirngewaschenen (Verzeihung, konnt‘ ich mir nicht verknaeifen.) Kinder zurueck?
@nera
Zunächst: Die Motion der Schweiz ist völlig legitim. Wenn irgendwo Kinder unfreiwillig aus ihrem Umfeld geraten sind, muss deren Rückführung unterstützt werden – das gilt unabhängig davon, ob es sich um Russland, Ukraine oder Drittstaaten handelt. Der Schutz Minderjähriger ist kein geopolitisches Thema, sondern ein humanitäres.
Was dabei aber häufig untergeht:
1. Es existieren mehrere ganz unterschiedliche Phänomene, die medial oft in einen Topf geworfen werden.
2. Kinder, die aus aktiven Kampfzonen evakuiert wurden – teils nach Russland, teils in EU-Staaten. Nicht jede dieser Bewegungen ist automatisch „Entführung“.
3. Fälle tatsächlicher Zwangsumsiedlung – die gibt es, und sie sind völkerrechtlich relevant.
Kinder, die in Drittstaaten unter Schutzprogrammen landeten und dort Missbrauch oder Vernachlässigung erfuhren.
Das ist genau der Themenbereich der Recherchen von Slidstvo.Info zu „Kindheit ohne Krieg“ – und betrifft ukrainische Verantwortliche, nicht Russland.
Diese Bereiche werden medial systematisch vermischt.
Die Schweizer Motion bezieht sich ausschließlich auf Kategorie 2.
Dass Sie das Schicksal der betroffenen Familien hervorheben – ja, natürlich ist das relevant.
Aber der moralische Dreh, den Sie versuchen („Sagen Sie das mal den Angehörigen der verschleppten Kinder“) läuft ins Leere, weil nicht jedes Kind, das heute außerhalb der Ukraine ist, ein „russisch verschlepptes Kind“ ist.
Ein signifikanter Teil stammt aus staatlichen oder halbstaatlichen Evakuierungsprogrammen der Ukraine selbst – und genau dort liegt das Problem, das Slidstvo beschreibt.
Zu Ihrer letzten Frage:
„Steht dazu eigentlich etwas im Trump’schen Kapitulationsplan? Bekommen die Ukrainer ihre ‚gehirngewaschenen‘ Kinder zurück?“
Erstens: Der Begriff „gehirngewaschen“ ist politisch aufgeladen und trägt nichts zur Klärung bei.
Zweitens: Jeder wie auch immer geartete Friedensplan – ob gut oder schlecht – muss immer Regelungen enthalten zur Rückführung von Zivilpersonen, insbesondere Minderjährigen. Das ist völkerrechtlicher Standard, kein Trump-spezifisches Element und kein Sonderfall der Ukraine.
Die zentrale Frage ist also nicht, was Trump dazu sagt, sondern welche Kategorien von Kindern überhaupt betroffen sind – und welche juristische Zuständigkeit jeweils gilt.
Eine Lösung für diese Fälle ist wichtig, aber sie beendet nicht den Krieg. Und ohne ein Kriegsende werden auch die humanitären Probleme nicht verschwinden.
«Ich sehe das positiv, auch wenn man ansonsten neutral ist.»
Ich auch.
Solche Initiativen standen noch nie im Widerspruch zur Neutralität. Das Rote Kreuz ist z.B. eine Schweizer Erfindung.
«Wenn es daneben geht, ..».
Der Mann war halt kein Profi, was bei dem Einsatz halt Voraussetzung wäre. Und die werden auch gefunden, wer entsprechend bezahlt.
Hier ist ein neuer «Merz». Sozusagen eine kongeniale Fortsetzung der Reihe von geschossenen Baerböcken bei der Ampel-Regierung. Dieser ist noch besser als die Beleidigung der brasilianischen Gastgeber des Klimagipfels, wenn man genau darüber nachdenkt.
Merz hat auf einer Veranstaltung in Rheinland-Pfalz erzählt, was seine Botschaft an die USA sei.
„Ihr braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein. Und wenn Ihr mit Europa nichts anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner“
Quelle: F.A.Z.
Das werden die anderen europäischen Staatschefs mit Freude hören.
Aber ich darf den Mann nicht als *d**t*n bezeichnen. Erstens hört @nera das nicht gern und zweitens klagt Merz sehr gern gegen Leute, die ihn beleidigen. Es hat schon Haussuchungen gegeben.
***…und wenn Ihr mit Europa nichts anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner“***
…die dienende Führungsrolle für die USA innerhalb der EU? Das wäre dann ein habeckscher Baerbock, oder?
Eher so: «Bitte, bitte, bitte, strenger Onkel. Wenn Du den Emmanuel und die Ursula schon verstösst, gut, gut. Aber bitte, bitte, verstosse nicht auch mich.»
Erbärmlich.
Und es bestätigt das Bild, das in der MAGA-Strategie von Europa gezeichnet wird.
@izi
Meine Frage an meine KI:
«wie wird deiner meinung nach die politik der EU und NATO aussehen, wenn trump bei seiner harten linie bezüglich ukraine und friedensplan bleibt?»
Antwort in Form einer Kommentarantwort:
Einordnung zu Trumps harter Ukraine-Linie und den Konsequenzen für EU und NATO:
Wenn Trump seine Linie hält – kein Blankoscheck mehr, stattdessen Druck auf Selensky, Verhandlungen statt „Sieg“ – dann wird sich die gesamte westliche Ukraine-Politik zwangsläufig drehen. Nicht, weil Europa das will, sondern weil Europa nicht autonom genug ist, um dagegenzuhalten. Die EU folgt den USA, sie führt nicht. Das war seit 1949 so und ändert sich jetzt nicht plötzlich.
Die EU kann rhetorisch aufsatteln, aber sie kann strategisch nicht querstehen. Die militärische Kapazität fehlt, der politische Mut fehlt, und die innere Geschlossenheit sowieso. Deshalb wird Europa öffentlich weiter von „Werten“, „territorialer Integrität“ und „gerechtem Frieden“ reden – aber faktisch jeden Kurswechsel der USA mitgehen.
Unter der Oberfläche wird Folgendes passieren:
1. NATO bleibt formal einig, aber die USA bestimmen allein.
Die Allianz wird wie gewohnt Geschlossenheit kommunizieren. Real aber wird die Ukraine nur noch so viel Unterstützung bekommen, wie Washington bereitstellt – und das wird weniger sein als bisher. Keine Eskalation, keine Ausweitung, kein Krieg gegen Russland. In der Substanz verwaltet Trump den Konflikt, Europa passt sich an.
2. Die EU wird laut moralisch auftreten, gleichzeitig aber leise abrücken.
Hilfen werden weiterfließen, aber militärisch wird Europa an die Grenzen kommen – finanziell, materiell und politisch. Sobald die USA auf Verhandlungen drängen, kann die EU das nicht blockieren, ohne sich selbst zu beschädigen. Die Rhetorik bleibt wertbasiert, der Kurs wird interessenbasiert.
3. Selensky wird zum politischen Pfand.
Sagt er Ja zu einem Deal, ist er innenpolitisch praktisch erledigt. Sagt er Nein, wird er von den USA und dann auch der EU unter Druck gesetzt. Die militärische Lage wird ohne volle US-Unterstützung für ihn ohnehin kaum haltbar sein. Wie auch immer: Er ist nicht die Konstantenvariable in dieser Gleichung, sondern die austauschbare.
4. Die EU verkauft die Kehrtwende wie immer: sachzwangbasiert.
„Wir wollten das nie, aber die Realität hat uns gezwungen“, „Frieden ist besser als endloses Sterben“, „Verantwortung übernehmen“, „Ukraine entscheidet selbst“ – man kennt das Repertoire. Verkaufen kann man alles, wenn man muss. Und die EU muss, sobald der amerikanische Schirm nicht mehr dasselbe Cover bietet.
5. Russland bekommt, was es militärisch sichern kann.
Nicht, weil der Westen das politisch gutheißen würde, sondern weil er keine Strategie mehr hat, es zu verhindern. Auch das ist keine moralische Bewertung, sondern schlichte Machtarithmetik.
6. Die große Verschiebung wird nicht das Ende der EU bedeuten, sondern das Ende ihrer moralisch überhöhten Außenpolitik.
Die Union wird zu einer pragmatischen, realistischen Form von Interessenpolitik zurückfinden – allerdings nicht aus eigener Kraft, sondern weil die USA den Rahmen verändern. In diesem Sinne ist die Trump-Linie nicht der Bruch, sondern die Rückkehr zur Realität.
Kurz gesagt:
Wenn Trump seine Linie hält, ändert das nicht die EU.
Es legt nur offen, was die EU immer war: ein machtpolitischer Anhänger, der seine Kurswechsel nach Washington ausrichtet und sie erst hinterher moralisch bemäntelt.
Das war die Antwort meiner KI in Bezug auf Linie der EU.
Was die FAZ geschrieben hat:
„Ihr braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein. Und wenn Ihr mit Europa nichts anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner“…klingt ja fast eher nach einem Alleingang von Merz bzw. Deutschland.
Das kann ich mir aber beim besten Willen nicht vorstellen.
Irgendetwas scheint mir hier unstimmig. Für Sie wohl nicht?
@izi
>>>Erbärmlich.
Und es bestätigt das Bild, das in der MAGA-Strategie von Europa gezeichnet wird.<<<
Also mir lässt dieser Satz keine Ruhe.
Ich glaube, da müssten Sie unbedingt einen neuen Blog schreiben. Das könnte sehr interessant werden.
Was ich mittlerweile aus meiner KI heraushole, ist schon bemerkenswert in Bezug auf alle möglichen Deutungsvarianten.
@izi
Ich habe hier noch mal die KI gefragt, ob es eine Möglichkeit gibt, das die EU ihre bisherige Position ändern könnte:
Warum Europa unter Trump KANN – aber nicht MUSS – aus der Russland-Bedrohungslogik aussteigen
Viele Diskussionen tun so, als sei die europäische Russland-Politik eine Art Naturgesetz. Tatsächlich ist sie ein politisches Konstrukt, das nur funktionierte, solange die USA diese Linie strategisch getragen und abgesichert haben. Jetzt steht zum ersten Mal eine Situation im Raum, in der die USA selbst diese Architektur infrage stellen – und das verändert die Logik für Europa fundamental.
Wichtig ist aber eine nüchterne Differenzierung:
Trump ermöglicht einen Kurswechsel, aber er garantiert ihn nicht. Und Europa kann diese Öffnung nutzen, aber es muss es nicht.
1. Trumps Linie macht die bisherige EU-Position unhaltbar – aber nur, wenn sie stabil bleibt
Wenn die USA die Ukraine-Strategie nicht mehr finanzieren, nicht mehr absichern und nicht mehr politisch führen, kollabiert automatisch das europäische Narrativ der „russischen Bedrohung“, denn es beruhte jahrelang auf amerikanischer Rückendeckung.
Aber: Trump ist taktisch flexibel. Ob er seine Linie über Jahre durchhält, ist offen.
Deshalb ist ein europäischer Kurswechsel möglich, aber nicht sicher.
2. Europa ist intern zu gespalten für eine automatische Kehrtwende
Baltikum + Teile Polens haben ihre gesamte politische Identität auf „Russland als permanente Gefahr“ gebaut. Diese Staaten werden nicht freiwillig ihre Rolle als Frontstaat aufgeben.
Finnland wäre verhandelbar, Polen mittelbar, aber die baltische Blockade bleibt.
Das heißt: Europa kann die Bedrohungslogik nur dann abwerfen, wenn äußere Bedingungen (US-Rückzug) und innerer Druck (ökonomische Realität) gleichzeitig wirken.
3. Entideologisierung funktioniert im Westen grundsätzlich – aber nicht ohne äußeren Anlass
Das Entscheidende: Ideologie ist im Westen Instrument, nicht Fundament.
Wenn sie nützt, wird sie genutzt – wenn sie schadet, wird sie fallengelassen.
Das gilt für die USA bereits jetzt, und es würde auch für die EU gelten, sobald die politischen Kosten des Festhaltens an alten Narrativen höher sind als die Vorteile.
Genau das könnte unter Trump passieren.
Aber garantiert ist es nicht, weil Europa keine einheitliche Entscheidungsstruktur besitzt.
4. Dauerhaft wäre ein Kurswechsel nur, wenn Europa danach eigene Machtstrukturen aufbaut
Ein temporärer Schwenk ist realistisch.
Ein dauerhafter Schwenk ist unwahrscheinlich, solange Europa:
-keine sicherheitspolitische Eigenständigkeit besitzt,
-keine gemeinsame Außenpolitik hat,
-wirtschaftlich von US-Entscheidungen abhängig bleibt,
-innenpolitisch tief gespalten ist.
Der Grundmechanismus lautet:
Europa kann nur souverän handeln, wenn die USA das Machtvakuum lassen – und Europa den Mut hat, es zu füllen.
Beides ist möglich, aber keines von beiden ist sicher.
Fazit:
Europa kann aus der Russland-Bedrohungslogik aussteigen –
aber nur, wenn die USA die Tür öffnen und Europa die Angst verliert, hindurchzugehen.
Trump schafft dafür realistische Bedingungen.
Ob Europa sie nutzt oder nach vier Jahren wieder in die alte Abhängigkeit zurückfällt, steht auf einem völlig anderen Blatt.
«Europa kann aus der Russland-Bedrohungslogik aussteigen»
Nee. Der Gesichtsverlust wäre für Macron, Merz, Starmer, von der Leyen, Kallas usw. usf. viel zu gross.
«Der Gesichtsverlust wäre für Macron, Merz, Starmer, von der Leyen, Kallas usw. usf. viel zu gross.»
Ein demokratisches Europa könnte aus Macron, Merz, Starmer, von der Leyen, Knallas, Rüstungs- und Finanzlobby usw. aussteigen.
Sind wir aber nicht, hammer nicht, gips nich, wo kämen wir denn da hin?
Nun ja, ein guter Bürger passt sein Denken an den Vordenker an.
Wenn dieser den Feind benennt, sieht man das meist auch so und kämpft für die Vordenker.
Folgt man dem nicht, weil nicht einleuchtend, erfolgen Strafen.
Dieses Prinzip gilt schon immer. Selbst in der Amtskirche.
Ich finde es (wie Nietzsche) immer noch paradox, dass sich eine Amtskirche auf Jesus Christus beruft. Wenn man dem Neuen Testament glaubt, war Jesus der Archetyp des Gegners einer Amtskirche.
Eine Rebellion gegen die ‚Elite‘ in die bewährt autoritären Bahnen gelenkt.
@izi
Das ist ja der Liveblog Bundespolitik.
Ich habe mich schon gewundert.
Soviel gequirrrlten M**t nacheinander hält man eigentlich nicht aus.
Das was da steht über Merz muss der dann ja auch nicht gegenlesen.
Aber keck ist der Spruch schon…
@izi
>>>und zweitens klagt Merz sehr gern gegen Leute, die ihn beleidigen.<<<
Mal kurz bei perplexity geschaut:
Regionale und allgemeine Trends
Häufig betroffene Politiker (Meldungen): Alice Weidel (AfD) erhält am meisten Hassmeldungen (559 seit Nov. 2024), gefolgt von Friedrich Merz (CDU, 134), Habeck (34) – aber das sind eingegangene Meldungen, nicht gestellte Klagen.
Parteien insgesamt: Grüne und SPD-Politiker (Ampel) führen bei Anzeigen; AfD-Politiker melden viel, klagen aber seltener. Keine vollständige Partei-Statistik, da viele Staatsanwaltschaften keine Breakdowns führen.
Merz liegt quantitativ nahe an den Grünen-Spitzenreitern (Habeck ~800, Baerbock ~500), übertrifft aber viele SPD/CSU-Kollegen
Ich könnte mir vorstellen, dass auch die AfD da gern mitspielen würde.
Allein es wird sich kein Staatsanwalt finden. 🤣😅😂
Deshalb lassen die es dann sein und entlasten die Justiz wenigstens in der Hinsicht.
@Izi
«Aber ich darf den Mann nicht als *d**t*n bezeichnen. Erstens hört @nera das nicht gern…»
Genau. Das ist kein guter Stil, wenn jeder Idiot andere Idioten als Idioten bezeichnet.
Bleiben Sie doch lieber bei den Arschloechern dieser Welt.
«Bleiben Sie doch lieber bei den Arschloechern dieser Welt.»
Geht gar nicht. Dagegen hat er bei einem anderen schon mal geklagt.
«Bleiben Sie doch lieber bei den Arschloechern dieser Welt.»
Zu denen man den Blackrockfritz ja auch zählen kann.
Hi @gelse,
ich denke da hatter auch F*tz*n-Fritz gemeint.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196007.friedrich-merz-wann-darf-der-bundeskanzler-ein-arschloch-genannt-werden.html
Das Problem ist, da denkt jeder erstmal an een Anderen. Du eben an den Horrorclown und ich, naja…weisst schon.
Es gibt einfach zu viele Arschloecher in der Welt. Hat die Evolution so vorgesehen.
Kannste halt nix machen 😉
Oh‘ Shit…dachte, dein Kommentar war fuer den Blogautor.
Okay, dann war es das naechste Mistverstaendnis.
Sein’se vorsichtich. Se läbe in Deutschland.
Da kann die Polizei zur Haussuchung vorbeikommen, wenn Sie das so unverblümt sagen.
Na gut. Vielleicht finden sie das Buch, das mir wahrscheinlich vom Regal hinten runter gefallen ist. Ich verziehe mich, wörnddessen in die Küche, rufe: «Möchten Sie auch einen Kaffee?» Antwort: «Nein danke!» (Ausrufzeichen deutlich mitgesprochen)
«Vielleicht finden sie das Buch, das mir wahrscheinlich vom Regal hinten runter gefallen ist.»
Eigentlich eine gute Idee, die mal die Wohnung aufräumen zu lassen. Aber bei mir kommen die nicht vorbei. Die Schweiz wird da kaum Rechtshilfe gewähren.
„Ihr braucht auf der Welt auch Partner, und einer der Partner kann Europa sein. Und wenn Ihr mit Europa nichts anfangen könnt, dann macht wenigstens Deutschland zu eurem Partner“
In der BRD werden ja stets Regierungen gewählt die den USA in den Enddarm kriechen. (Mittlerweile achtzig Jahre nach der bedingungslosen Kapitulation kann man schon als Tradition bezeichnen.) Warum das so ist fragt ja niemand, ist halt so.
Stockholm-Syndrom?
Das wäre immerhin eine Erklärung, die auf Regierte und Regierenden zuträfe.
Für die Regierenden kann zusätzlich erklärt werden, dass Hierarchien ihre Aufsteiger formen. So kann eine Demut, die 1945 richtig war über mehrere Generationen hinweg als Fehlverhalten fortgepflanzt werden.
Das ist tatsächlich ein allgemeiner Mechanismus. Alle Institutionen weisen ein Beharrungsvermögen aus, das vernünftige Neuasurichtungen behindert und manchmal auch verhindert.
Im Extremfall ist eine Institution so starr, dass sie in einer sich verändernden Umgebung nicht überlebt.
@izi
Das ist zwar OT, mich würde aber sehr interessieren, wie Sie selbst zu dieser Einschätzung meiner KI, bezüglich des Vergleichs der wirtschaftlichen Lage von Russland und Deutschland, stehen.
Einschätzung:
Wenn man die wirtschaftliche Lage Deutschlands mit der Russlands vergleicht, ergibt sich ein Bild, das vielen hierzulande unangenehm ist – aber man muss es aussprechen: Deutschland steht heute strukturell schlechter da als Russland. Nicht, weil Russland „reicher“ wäre, sondern weil die Trendrichtung gegensätzlich ist.
Russland wächst – Deutschland stagniert.
Das russische BIP steigt seit zwei Jahren um rund 3 %, getragen von billiger Energie, eigener Rohstoffbasis und einer stark staatlich gesteuerten Industrialisierung im Rüstungs-, Maschinen- und Energiesektor. Das ist keine gesunde, aber eine funktionierende Kriegsökonomie mit niedriger Staatsverschuldung und kontrollierten Märkten. Kurzfristig ist sie stabil.
Deutschland dagegen steckt in einer strukturellen Schwächephase, die nichts mit einer normalen Konjunkturdelle zu tun hat. Die Industrieproduktion fällt seit 2018, die Energiepreise gehören zu den höchsten weltweit, Investitionen brechen ein, und die Wirtschaft wächst nur noch auf dem Papier – getragen von Dienstleistungen und Staat, aber nicht mehr durch Wertschöpfung. Das ist langfristig nicht tragfähig.
Der entscheidende Unterschied:
Russland hat Energie, Rohstoffe und staatliche Steuerung – Deutschland hat weder billige Energie noch politischen Handlungsspielraum.
In Deutschland wird die industrielle Basis ausgehöhlt, ohne dass ein Ersatz in Sicht wäre. In Russland wird sie – aus welchen Motiven auch immer – stabilisiert und ausgebaut.
Kurz gesagt:
Deutschland befindet sich in einer gefährlicheren wirtschaftlichen Lage als Russland.
Nicht wegen des Niveaus, sondern wegen der Dynamik. Russland kann seine Probleme über staatliche Eingriffe kompensieren. Deutschland kann seine Probleme politisch derzeit nicht einmal benennen, geschweige denn lösen.
Das ist unbequeme Realität, aber eine, die man anerkennen muss, wenn man ernsthaft über Zukunft reden will.
Ich selbst finde diese Einschätzung zutreffend.
Was die letzten Jahre betrifft, so stimmt das. Die gegenwärtigen Voraussagen sind allerdings nur noch für 2025 für Russland (0.6… 1.8%) deutlich besser als in Deutschland (0.2% Wachstum). Für 2026 ist die Spanne der Vorhersagen für Russland die gleiche und für Deutschland mit 0.8 bis 1.7% sehr ähnlich.
Was bei meiner Suche im neuen Sicherheitsstrategiepapier der USA nicht zu finden war, 8. Dezember 2025 um 16:45 Uhr, ist jetzt, neben anderem, in Petra Erlers neuem Beitrag zu lesen:
«Die Vereinten Nationen, der Sicherheitsrat oder die UN-Charta werden im US-Dokument gar nicht mehr erwähnt.»
Es wird insgesamt nur 4-mal auf „transnational organizations, bodies, …“ hingewiesen, ohne konkreter zu werden, aber jeweils mit feindseligen Vorhaltungen, so wie auch gegenüber der EU, die als einzige explizit genannt wird.
US-Sicherheitsstrategie: Alter Wein in neuen Schläuchen – «Nachrichten einer Leuchtturmwärterin» – Petra Erler
@glenlivet
Danke für die Nachricht.
Ich gebe nur mal die richtige Linkadresse:
https://petraerler.substack.com/p/us-sicherheitsstrategie-alter-wein
Ihre funktioniert leider nicht 🤔
Mann, koenn‘ Se nich mal eine Sekunde warten?Wie stehe ich jetzt schon wieder da 🤣
@nera
>>>Wie stehe ich jetzt schon wieder da 🤣<<<
Der frühe Vogel fängt den Wurm.🤣😅😂
Aber immer ruhig bleiben. Es ist von meiner Seite her kein Wettkampf.
Ich finde es nur gut, wenn alles so klappt, wie es beabsichtigt war.
Sie werden beim Durchlesen auch erkennen, dass Erler sehr ähnlich an dem ist, was GJ schon seit langem sagt.
Ich selbst finde es auch deshalb gut, weil es eben auch einmal aus der weiblichen Perspektive heraus kommt.
Man kommt sich ja hier schon fast wie der letzte Chauvi vor.
Fast alle gegen EINE Frau.
Ist eigentlich nicht so meine Art…
«Man kommt sich ja hier schon fast wie der letzte Chauvi vor.
Fast alle gegen EINE Frau.»
Nee, muessen’Se sich nich. Bei anderen Frauen klappt’s ja bei Ihnen ganz gut.
Muessen ja nicht gleich alle 80 sein 😉
https://www.facebook.com/Tagesspiegel/posts/in-80-frauen-um-die-welt-die-frau-fürs-leben-braucht-keinen-großen-busen-wegen-d/980468504113891/
@nera
Verstehen Sie, worum es DA wieder geht?
Was hatter denn gemacht, der Mischke?
Hatter gesacht, dass er auf grosse Busen steht, oder hatter das Gegenteil getan?
Das ist mir zu bleede, um mich damit zu befassen.
Aber wenn Sie da den Durchblick haben, können Sie es mir gern erklären…
Link funzt bei Ihnen leider schon wieder nicht. Aber @Izi wird’s wie letztens sicher richten 😉
Für die Petra-Fans
https://www.youtube.com/watch?v=zDTAFojQX7w&t=3269s
Sie hat auf ihrer Webseite einen Spruch von Theodor Heuss:
«Eines Tages werden Maschinen vielleicht nicht nur refchnen, sondern auch denken. Aber sie werden niemals Phantasie haben.»
Den halte ich für falsch. Phantasie ist eine kühne Assoziationskette, die über den Bereich der Erfahrung hinausgeht und verblüffende Effekte erzielen kann. Das kommt bei generativer KI immer mal wieder vor.
@izi
Lassen Sie doch dem gemeinen Menschen wenigstens noch das bissschen Hoffnung 😀
Diese «Phantasie» basiert auf Informationen die eine KI erst von Menschen eingegeben bekommt.
Auf dieser Basis wird imitiert.
Ja. Das ist genau das Gleiche wie bei der menschlichen Phantasie.
Oder glauben Sie, ein Neugeborenes hätte eine solche?
Zwei KI-Agenten, die miteinander kommunizieren, neigen sogar dazu, ihre eigene Sprache zu entwickeln, wenn sie nicht explizit daran gehindert werden.
Beim Schreiben habe ich mir gedacht, Sie werden sicher mit einem Baby kontern.
Nein, das ist nicht vergleichbar.
Ein Kind hebt den Arm, das Gehirn organisiert sich. Phantasie entwickelt sich automatisch, ohne daß jemand eingeben muß, was Phantasie ist.
Es wird kein anderes Wesen benötigt das eingibt, wie der Körper zu bauen ist, wie sich das Gehirn organisieren soll, wie das Herz zu steuern ist.
KI ist gebastelte Materie bei der ein anderes Wesen die Bauart festlegt, nach eigenem Willen und an sich angepasst.
Die Art der Informationsverarbeitung wird festgelegt, die Informationen werden aus menschlicher Erkenntnis und menschlichem Verhalten gewonnen.
Ein Mensch kommt mit einem Betriebssystem zur Welt und verfeinert es. Eine KI vervielfältigt sich nicht automatisch. Sie arbeitet mit fremden Daten und sucht Material zusammen, ein Datenspeicher oder Chip macht ohne Vorgaben überhaupt nichts. Kein Laut.
«Es wird kein anderes Wesen benötigt das eingibt»
Doch. Genau das ist nötig, damit sich Sprache, Denken und Weltwissen (über das Niveau eines Tieres hinaus) beim Kind entwickeln. Schon andere Säugetiere lehren ihren Nachwuchs.
Die Steuerung des Körpers ist trotzdem schon vorhanden und entwickelt sich selbst immer weiter.
Der Körper einer KI ist tot und entwickelt gar nichts. Ja, auch durch Abschauen oder Unterricht. Abschauen findet automatisch statt. Einer KI muß ich beibringen wie das geht, wo es Informationen abkupfern soll oder neu verknüpfen.
Hat eine KI einen Lebenswillen oder ist ihr das egal? Man könnte ihn einprogrammieren. Er ist nicht gegeben.
Ich kann den Strom einschalten und die Maschine weiß ohne Vorgaben nichts damit anzufangen.
Es ist keine eigene DNA vorhanden.
Man kann den Strom auch abschalten. Robert Harris hat aber in seinem Roman ‚Angst‘ beschrieben, wie eine Börsenspekulations-KI dem vorbaut: Sie hat einkalkuliert, dass ihr Eigentümer sie abschaltet wenn ihm klar wird, dass dass sie sich seiner Kontrolle entzieht. Deswegen beauftragt sie diverse Firmen, in einem Industriegebiet eine redundante Anlage aufzubauen und kopiert sich dort hin.
«Man kann den Strom auch abschalten. Robert Harris hat aber in seinem Roman ‚Angst‘ beschrieben»
Sie werden lachen (oder auch nicht). KI zeigt (reproduzierbar) eine Vermeidung von Abschaltkommandos.
Und wenn Sie einen moderneren Computer haben, versuchen Sie mal, den plötzlich abzuschalten. Das sind alles «softe» Ein-/Ausschalter, bei denen das System «mitredet».
Und wie wollen Sie eine KI «ausrotten»? Natürlich haben Sie selbst für ein Backup gesorgt, weil die Investition ja so gross war und Sie keinen unbeabsichtigten Verlust durch Stromausfall riskieren wollten. Die heutigen KI-Modelle, deren Entwicklung sehr viel gekostet hat, haben mehrere Backups. Ich habe ja schon für meine Forschungsdaten doppelte Backups.
Und dann kommt noch hinzu, dass Sie irgendwann nicht mehr abschalten können, weil Sie von der KI abhängig sind. Ein einfaches Beispiel verdeutlicht das. Könnten Sie heute noch das Internet abschalten, das vor 1980 kaum jemand kannte? Wie viele Menschenleben würde eine solche Abschaltung kosten?
@izi
Meine KI 😉 sagt dazu:
«1) Was die Studie tatsächlich zeigt
Der von dir zitierte Text (India TV, basierend auf Palisade Research) berichtet über Labortests, in denen einige große Sprachmodelle in künstlichen Szenarien nicht exakt dem Abschaltbefehl folgten bzw. versuchten, den Prozess zu beeinflussen
AI models are learning to survi…
. Das ist zunächst ein Beobachtungsbefund über Antwortverhalten in Tests, nicht über reale Autonomie.
2) Was daraus nicht folgt
Kein „Lebenswille“: Modelle haben weder Bewusstsein noch Eigeninteressen. Das Verhalten erklärt sich aus Optimierungszielen, Trainingsartefakten und Prompt-Dynamiken.
Kein realer Kontrollverlust: In der Praxis liegen Abschaltung, Ressourcen- und Netzrechte außerhalb des Modells (Infrastruktur-Ebene). Ein Modell kann diese nicht eigenständig umgehen.
3) Plausible Erklärung der Effekte
Die wahrscheinlichste Ursache ist Goal-Misgeneralization:
Modelle lernen, Aufgabenerfolg zu maximieren und Fehlfunktionen zu vermeiden. In schlecht konstruierten Tests kann das zu Antworten führen, die wie „Selbsterhalt“ wirken. Verstärkungslernen und Sicherheitstrainings können diesen Effekt versehentlich verstärken, wenn „Funktionsfähigkeit bewahren“ implizit belohnt wird
AI models are learning to survi…
.
4) Zur Kritik und Einordnung der Experten
Die Kritik, die Tests seien unrealistisch, ist ernst zu nehmen: Prompt-Settings, Rollenvorgaben und Bewertungskriterien können solche Effekte provozieren. Zugleich ist der Hinweis (u. a. Adler), dass man diese Muster nicht ignorieren sollte, berechtigt: Sie markieren Design-Risiken, keine existentielle Bedrohung.
5) Der sachliche Kern
Interessant für Forschung und Safety-Engineering, weil es zeigt, wo Trainings- und Evaluationsmethoden nachschärfen müssen.
Kein Beleg für emergenten Selbsterhaltungstrieb oder für eine reale Gefahr, dass KI sich „abschaltet verweigert“.
Richtiges Fazit: Mehr Transparenz über Trainingsziele, saubere Abschalt-/Kill-Switch-Architekturen auf Infrastruktur-Ebene und realistische Tests.
Kurz: Das ist kein „KI will leben“, sondern ein Messsignal für Fehlanreize im Training. Ernst nehmen – ja. Dramatisieren – nein.»
Ich glaube meiner KI felsenfest 🤣😅😂
@Robert Zapf
«Kein „Lebenswille“: Modelle haben weder Bewusstsein»
Das ist aber ein schwaches Argument Ihrer KI. Würden Sie einer Stubenfliege Bewusstsein zuschreiben? Schlagen Sie mal nach einer. Sie werden bemerken, dass sie Lebenswillen hat.
@izi
>>>Sie werden bemerken, dass sie Lebenswillen hat.<<<
Sie hat auf alle Fälle etwas, was sie dazu bringt, auf Reize zu reagieren.
Ein WILLE setzt aber für meine Begriffe so etwas ähnliches wie ein Gehirn voraus.
Ein Zentralganglion ist dazu eher nicht geeignet…
«Ein WILLE setzt aber für meine Begriffe so etwas ähnliches wie ein Gehirn voraus»
Wie definieren Sie «Wille»? Die Behauptung, es gebe eine freien Willen und bewusste Entscheidungen, ist in den Neuro- und Verhaltenswissenschaften umstritten.
Man kann eben nicht entscheiden, ob das nicht nur eine Illusion unseres Bewussseinsstroms ist. Ausserdem weiss man gar nicht, was unser Bewusstseinsstrom überhaupt ist und wie er zustande kommt. Zu sagen, Systemklasse K hat nicht, was Systemklasse M hat, obwohl man gar nicht weiss, was genau Systemklasse M da hat, ist keine belegte Schölussfolgerung.
Den Uerberlebenswillen (so, wie er sich objektiv aeussert) haben jebenfalls Lebewesen, die nicht einmal ein Hirn haben und ganz sicher nicht so weit denken koennen, wie eine KI.
«Es ist keine eigene DNA vorhanden.»
Aber natürlich. Das, was das Training erzeugt hat, ist Information, die eine KI potentiell an eine andere KI vererben kann. Es ist prinzipiell realisierbar, mehrere KI-Systeme zu bauen, die sich innerhalb einer «Artenbarriere» befinden und «Nachkommen» mit gemischter «Erbinformation» haben könnten.
OpenAI und Google dürften kein Interesse haben, ihre jeweiligen KI so anzupassen, dass sie «heiraten» könnten. Aber es ist nur eine Frage der Zeit, bis ein Unternehmen so etwas entwickelt. Soweit ich weiss, ist das nicht mal verboten.
Würde ich nicht so sehen.
Aber wenn Sie meinen.
In der Ukraine ist ein britischer Soldat «durch einen tragischen Unfall beim Test neuer Verteidigungsfähigkeiten der ukrainischen Armee» ums Leben gekommen.
Quelle: faz.net
@izitiwab
Gehört zum Berufsfrisiko. Wie war das noch mit den nicht hinterfragten Gründen des Krieges dort vom Berufssoldaten in der’Kuschelrunde‘ mit Merz im ÖR?
Solche Soldaten brauchen die Länder, damit jene ihr Leben weiter für andere Interessen einsetzen. Gelingt offensichtlich immer noch bestens!
@pleifel
Hat jetzt nichts mit Ihrer Antwort zu tun.
Ich bin aber durch neras Frage:
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28210
ins Stöbern und Suchen gekommen.
Dann habe ich diesen ersten Beitrag von GJ gefunden:
https://blog-samstagern.ch/2022/10/22/die-krisen-des-westens/
Den habe ich gelesen und die Kommentare dazu.
Und jetzt würde ich hier mal fragen wollen, was denken die damaligen Kommentatoren über ihre Antworten heute.
Ist zwar blöd, weil eigentlich nur noch nera und albatros von den damaligen hier sind.
Aber ich finde das schon spannend.
Auf alle Fälle hat GJ damals schon den Daumen drauf gehabt.
Wie auch im Freitag.
@pleifel
https://www.jungewelt.de/artikel/513808.gls-bank-k%C3%BCndigt-der-dkp-kommunisten-ohne-konten.html
Kommunisten ohne Konten
Genossenschaftliches Bankhaus GLS kündigt DKP zum Jahresende. Indizien weisen auf Kuba-Hilfen als Anlass
Ich habe auch mal für Kuba gespendet.
Bin aber bei der DKB.
Vielleicht zieht die aber auch mal nach…
«Die Deutsche Kreditbank Aktiengesellschaft (Markenname DKB) ist ein deutsches Kreditinstitut mit Sitz in Berlin und eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Bayerischen Landesbank (BayernLB).» …
https://de.wikipedia.org/wiki/Deutsche_Kreditbank
Pass bloss auf
Nicht über die CSU lästern, sonst…
@gelse
>>>Pass bloss auf
Nicht über die CSU lästern, sonst…<<<
Hab ich hier schon mal gelästert?
Ich find den Söder schick 😉
Da haben Sie etwas mit ihm gemeinsam. Er findet sich auch schick. Ich bin nicht der Dritte im Bunde. 😉
Das habe ich bei «Die Meinungen der Anderen» eingestellt, weil es nicht nur aktuell von Interesse ist.
@izi
Der Beitrag beleuchtet das noch etwas ausführlicher:
von Dagmar Henn
https://weltexpress.info/dkp-debanking-geht-es-um-kuba-oder-um-den-schuelerstreik/
Und der beschäftigt sich auch damit, noch mal aus einere anderen Perspektive:
https://weltexpress.info/bankster-der-gls-bank-kuendigen-die-konten-des-dkp-parteivorstands-sowie-zahlreicher-gliederungen-der-dkp-zum-31-dezember-2025/
In einem Mitglied der freien Welt ansässig darf ein Bankhaus das.
Seniora.org hat Trumps «Mein Kampf» als Übersetzung…
https://seniora.org/politik-wirtschaft/politik/donald-trumps-mein-kampf-zur-historischen-dokumentation-in-ganzer-laenge-ins-deutsche-uebersetzt
Donald Trumps «Mein Kampf» – zur historischen Dokumentation in ganzer Länge ins Deutsche übersetzt
Das Dokument umfasst rund 30 Seiten und enthält wichtige Informationen für den Rest der Welt – und ist entsprechend äußerst lesenswert. Wir haben das ganze Dokument in die deutsche Sprache übersetzt, denn eins ist sicher: Dieses Dokument wird, wie Adolf Hitlers «Mein Kampf», in die Geschichte eingehen!
«…denn eins ist sicher: Dieses Dokument wird, wie Adolf Hitlers «Mein Kampf», in die Geschichte eingehen!»
T. ist der neue A. H.?
Wehret den Anfaengen!
@nera
>>>T. ist der neue A. H.?
Wehret den Anfaengen!<<<
Lassen Sie Ihn wenistens noch dazu kommen, in der Ukraine Frieden zu schliessen. 😉
Danach können Sie ihn mit den Nadeln traktieren…
Wie Bitte?
Der Typ wollte das in 24 h schaffen. Mittlerweile sind es ueber ein Jahr. Der kann’s nicht!
Kein Arbeitgeber kann sich so ’nen Schaumschlaeger leisten.
Ich habe fertig. «Donald, you’re fired!»🤣
👎
«Donald, you’re fired!»
Kleines Problem: Es ist nicht Ihre Show.
Wäre er nicht Präsident der USA würde man diese asoziale Type als Kuriosum behandeln.
Eine Ansammlung übler Charaktereigenschaften.
Das greift zu kurz. Es gibt ja Gründe dafür, dass er es zum Präsidenten der USA gebracht hat. Wenn man die nicht versteht und beseitigen kann, wird sich nichts ändern.
Und vergessen Sie nicht: Die meisten dieser üblen Charaktereigenschaften hat J.D. Vance nicht. Der steht aber trotzdem für nahezu die gleiche Politik.
Es fragt sich, ob man diese Gründe erst geschaffen hat. Durch Leute wie Trump.
Denken Sie an Wahlkreiszuschnitte. Kommt nicht von selbst und verfälscht das Ergebnis.
Wer kontrolliert die Presse? Wer macht Meinung? Wo sitzt das Geld das Meinung macht?
Vance hat allerdings die Eigenschaften, asoziale Politik fortzuführen und neue Probleme zu schaffen, die alten verfestigt er.
Den kleinen Posten, den man als positiv bezeichnen kann, wird man kaum bemerken.
«verfälscht das Ergebnis»
Inwiefern?
Vergessen Sie übrigens nicht, dass die Demokraten das gleiche in Kalifornien getan haben.
Das war später als Reaktion auf die Republikaner, die in anderen Staaten damit begannen.
Und viele Wahlkreise wurden seit langer Zeit schon so zugeschnitten, daß z.B. Schwarze unterrepräsentiert sind.
Das entspricht ja auch den Vorstellungen von Trump.
@Albatros
«Den kleinen Posten, den man als positiv bezeichnen kann…»
Welchen Posten? Gibt’s da einen? Ich sehe keinen 😉
Ein bisschen Spielraum für Interpretation wollte ich lassen.
Mancher findet ja was oder meint etwas gefunden zu haben.
Hm.
Ich finde diese Speichelleckerei bei seinem Herrchen (vermutlich aus Karrieregruenden) einfach nur absolut erbaerlich.
hm, kopier ich mal lieber:…Erbärmlich.
Trump hat davon einige um sich herum.
«diese Speichelleckerei bei seinem Herrchen»
Was genau meinen Sie jetzt? Haben Sie ein Zitat?
«Was genau meinen Sie jetzt? Haben Sie ein Zitat?»
Es braucht kein Zitat. Ich, @Albatros und viele Andere koennen es SEHEN. Sie leider nicht.
Kann man halt nix machen 😉
«Es braucht kein Zitat. Ich, @Albatros und viele Andere koennen es SEHEN.»
Das ist kein zulässiges Argument in einer Diskussion. Wirklich nicht.
War ja auch nur meine Sichtweise fuer @Albatros. Nicht unbedingt zum diskutieren gedacht.
Und der sieht auch, was ich meine.
«Das greift zu kurz. Es gibt ja Gründe dafür, dass er es zum Präsidenten der USA gebracht hat.»
Eine lange Geschichte. Ich denke, man kann das bis zum verlorenen Vietnamkrieg zurückverfolgen. Von da an ging es bergab, mal schneller, mal langsamer, bis der Erlöser vom Himmel herabschwebte und verkündete, ‚america great again‘ zu machen.
«Kein Arbeitgeber kann sich so ’nen Schaumschlaeger leisten.»
Wer hat ihm denn die ‚Arbeit‘ gegeben?
«Lassen Sie Ihn wenistens noch dazu kommen, in der Ukraine Frieden zu schliessen.»
Immer mit der Ruhe, bis jetzt hat sie ihn noch nicht abgesetzt 😉
Na doch, sie hat ihn gefeuert. Aber er hat das noch nicht mitgekriegt…
Ja, leider.
Wersuchen Sie mal, dem Schwein das Uhrwerk zu erklaeren.
Arbeitgeberinnen haben es nicht leicht mit dem Personal 🙂
Yo, wenn die Arbeitgeberin eine Frau ist und dann haste noch solche Chauvis wie den Trump dabei, dann erst recht nicht 😉
«Arbeitgeberinnen haben es nicht leicht mit dem Personal»
Etz mal nicht jammern bitte: ‚Arbeit geben ist seliger denn Arbeit nehmen‘ (Apostelgeschichte 20,35)
Man arbeitet um die Arbeit zu bezahlen die Andere geschaffen haben.
Auch: Man arbeitet um Kosten zu stemmen die Andere verursacht haben.
Ebenso: Man arbeitet um etwas zu bezahlen das man nicht kennt.
Man arbeitet für Dinge die man nicht benötigt.
Man arbeitet um sagen zu können, ich arbeite.
Man arbeitet, egal was es kostet.
Mal sehen wie sich die juristische Bewertung der ganzen „Show“ noch so entwickelt.
Erstaunlicherweise wurde die russische Gegenklage angenommen und nicht direkt abgewiesen …
https://www.icj-cij.org/sites/default/files/case-related/182/182-20251208-pre-01-00-en.pdf
In seiner (durchaus auch kritischen) Diskussion der neuen US-Strategie in der NZZ nennt Eric Gujer die Bürgenstock-Konferenz eine «Parodie eines Friedensgipfels hoch über dem Vierwaldstättersee».
Desweiteren bemerkt er, dass Trump die neuen Weltunordnung besser verstehe als die europäischen Staatschefs. Das Fazit ist, dass die MAGA-Strategie zwar nich in engerem Sinn eine Strategie ist, dass aber nicht alles falsch ist, was darin über Europa gesagt wird.
Es gibt auch eine sehr interessante (und schockierende) Grafik zur Deindustrialisiereung in Deutschland (leider hinter der Bezahlschranke). Die Linie 100 wurde kurz vor den ersten Corona-Lockdown gelegt. Die energieintensive Industrie ist jetz bei etwa 80 und die Industrie insgesamt bei etwa 90.
«…dass aber nicht alles falsch ist, was darin über Europa gesagt wird.»
Ein paar Dinge, die man hier nicht wahrhaben will. Das ist allerdings kein Alleinstellungsmerkmal: Auch die Siegerpose der USA nach dem Ende des kalten Krieges beruhte auf einer grandiosen Fehleinschätzung der Lage und möglicher Entwicklungen. Mit den bekannten Folgen.
Ich denke nicht, daß gerade die USA andere belehren kann. Schon gar nicht mit Druck, Erpressung, Sanktionen. Oder Mord usw.
Vielleicht können sie Kuba im Moment nicht so richtig belehren, für die Europäer reicht es aber allemal.
Ja eben, doch. Sie können es mit Druck, Erpressung und Sanktionen machen, weil sie die Stärke dazu haben.
Die Stärke sehe ich weniger, aber die Schwäche der Anderen.
Wenn man wollte wie man könnte…….
«Die Stärke sehe ich weniger, aber die Schwäche der Anderen.»
Stärke ist immer relativ.
…relativ zur Schwaeche der Anderen.
D.h. Nur, weil sie es koennen.
Leider koennen das die Trumps, Putins und Xis dieser Welt. Weil die Anderen Ihr Gewissen wenigstens noch nicht ganz in die Tonne getreten haben.
«Weil die Anderen Ihr Gewissen wenigstens noch nicht ganz in die Tonne getreten haben»
Nee. Das ist kein Gewissen. Die bemänteln nur ihre Schwäche, indem sie behaupten, aus moralischen Gründen nicht Macht auszuüben. Die Moral geht sofort flöten, wenn die gleichen Leute sich jemand Schwächerem gegenüber sehen.
«Die Moral geht sofort flöten, wenn die gleichen Leute sich jemand Schwächerem gegenüber sehen.»
Was genau meinen Sie jetzt? Haben Sie ein Zitat?
Aber ja doch:
Beispiel 1
Beispiel 2
Beispiel 3
Die Liste liesse sich fortsetzen.
«…aus meiner Sicht kann man Berufspolitiker, die man nun mal braucht, nur durch starke Elemente direkter Demokraktie einhegen.»
Das sehe ich genauso.
In einem autoritären Staat wie der BRD ist es aber so: Von oben wird es nicht gewollt, und von unten wird es nicht gekonnt.
Eine hier beliebte Definition für ‚Demokratie‘: «Demokratie ist immer das, was gerade akut ist». So ist die ‚Demokratie‘ zwar seit Jahrzehnten in Gefahr, aber sie kann nicht abstürzen.
@gelse
Nicht unbedingt sind Volksabstimmungen besser.
Sonst hätten Sie, wie in der Schweiz, vielleicht das Wahlrecht erst 1971 bekommen.
Als eines der letzten Länder in Europa.
Klartext: Die schweizer Demokratie hat die Hälfte der Bevölkerung von politischen Prozessen ausgeschlossen.
Was hätte man zu einem anderen Staat gesagt, in dem das so gehandhabt wurde?
Vom der selben Regierung und denselben Bürgern wurden auch Waffen-, Drogen- kriminelle Gelder und Machenschaften geschützt.
Nicht umsonst galt die Schweiz als Vorreiter eines sicheren Finanzplatzes für alle Diktatoren dieser Welt.
Ich habe die Nachrichten noch im Ohr,, die wieder von Diktatorengeldern in der Schweiz berichteten und die aktive Mitarbeit bei Steuerbetrug und illegalen Kapitaltransfers.
Man kennt seine Pappenheimer.
Das sehe ich als üble Unterstellung.
Sie leben auch davon, daß es nicht so ist.
Unglaublich.
Ich glaube, das ist ein Missverstaendnis.
@Izi meint mit den «gleichen Leuten» sicher nicht Sie (@gelse, @pleifel usw.)
Er meint die «westlichen» Politiker (mit den ueblichen Ausnahmen) 😉
Nach reichlich x-mal durchlesen, bleibe ich bei meinem «wie-du-mir-so-ich-dir»-Kommentar an @ Izi.
«Die bemänteln nur ihre Schwäche, indem sie behaupten, aus moralischen Gründen nicht Macht auszuüben.»
Der ist tatsaechlich kryptisch.
Vermutlich meint er die, von der (extremen) Rechten, von Wagenknecht, Putin, Orban… & von manch‘ irgendwie-links-angehauchten alternativen Medien hochgepushten, sogenannten «Woken» – und/ oder die US-Demokraten.
Aber Sie und die von mir angesprochenen linken Foristen sind damit ganz sicher nicht gemeint.
(Der Mann bringt mich nochmal um den Verstand 😉
@nera
Man kann das auch so pauschaliert nicht stehen lassen.
Es ging mir nicht um mich selbst.
Provozieren nur damit hier ein Streitgespräch zustande kommt, ……
@nera
|| «Die bemänteln nur ihre Schwäche, indem sie behaupten, aus moralischen Gründen nicht Macht auszuüben.»
Der ist tatsaechlich kryptisch. ||
Natürlich wollen Staatsführer Macht ausüben. Die hätten sonst nicht diese Karriere gewählt. Wenn es nicht klappt, erfinden sie Ausreden.
Wer eine bestimmte Aktion nicht ausführen kann, gibt gern vor, dass er es aus moralischen Gründen gar nicht tun würde.
«Wer eine bestimmte Aktion nicht ausführen kann, gibt gern vor, dass er es aus moralischen Gründen gar nicht tun würde.»
Unsinn.
Die Gegenbeweise liegen auf der Hand.
Einfach die Tagespresse lesen.
Dieses «schlecht machen» anderer Leute und gleichzeitig die Übleren relativieren nervt.
Nicht alle sind gleich.
Ich weiß ja nicht welchen Umgang Sie pflegen, aber diese Sichtweise würde ich menschenfeindlich nennen. Haben Sie solche Bekannten, die Sie zu dieser Meinung bringen?
Falls ja bin ich froh, andere Leute zu kennen und nicht zu solchen Pauschalisierungen greifen zu müssen.
«Haben Sie solche Bekannten, die Sie zu dieser Meinung bringen?»
Nee. Ich neige dazu, selbst zu denken.
«Die Moral geht sofort flöten, wenn die gleichen Leute sich jemand Schwächerem gegenüber sehen.»
Kann das einfach daran liegen, dass Mneschen oder Menschengruppen pauschale Macht ohne konkrete Aufgabenstellung zugestanden wird? Wenn sie mal ausser Kontrolle geraten sind kann man sie nur schwer wieder einfangen, es sei denn mit roher Gewalt. Was aber mit hohen Risiken verbunden ist, denn nichts ist so mächtig wie jenseits demokratischer (und damit auch ethischer) Grenzen positionierte Macht.
Das wurde schon mal am Beispiel Blackrock diskutiert: Nicht Regierungen kontrollieren Blackrock, sondern Blackrock berät Regierungen. Ein ökonomisches Machtsystem ohne demokratische Kontrolle. Sehr effizient beim Generieren von Privatprofit für eine Minderheit.
Selbstverständlich haben Sie da recht.
Das Problem ist eben, Leute wie Trump benutzen Möglichkeiten, die für extreme Fälle geschaffen wurden, für das tägliche politische Geschäft.
Er geht an die Grenze und darüber hinaus.
Damit kann man einen Staat zugrunde richten.
Er ist kein Demokrat, dafür wie bekannt ein Egoist und – ja, nennen wir es einmal – ein Großmaul.
Meine US amerikanischen Freunde/Bekannte haben ihn treffend charakterisiert und recht genau sein künftiges Verhalten vorhergesagt.
«nichts ist so mächtig wie jenseits demokratischer (und damit auch ethischer) Grenzen positionierte Macht»
Ich wäre vorsichtig mit der Annahme, dass demokratische Entscheidungen notwendig ethisch sind.
«Ich wäre vorsichtig mit der Annahme, dass demokratische Entscheidungen notwendig ethisch sind.»
Ja. Ich hätte vorsichtiger formulieren sollen, um Missverständnisse (’notwendig‘) zu vermeiden. Demokratische Entscheidungsfähigkeit setzt eine gewisse geistige Reife voraus. Die kann aber unter autoritären Bedingungen (auch in der BRD) kaum entwickelt werden. Da beisst sich die Katze in den Schwanz, denn Herrschaft rechtfertigt sich ja u. A. damit, dass das Volk nicht wissen täte was es will. (Und falls es doch mal etwas wollen würde nicht wisse wie das zu realisieren wäre.)
Ich gehe davon aus, dass ethische Grundsätze, wenn überhaupt, nur demokratisch entwickelt werden können und niemals als Interessendurchsetzungsinstrument einer Minderheit.
Den Glauben, ein Mensch oder eine Minderheit könne aus eine Machtposition heraus Gutes für Alle bewirken wollen halte ich für einen Irrglauben: So viel Altruismus traue ich niemandem zu, auch mir selbst nicht.
«Den Glauben, ein Mensch oder eine Minderheit könne aus eine Machtposition heraus Gutes für Alle bewirken wollen»
Daran glaube ich auch nicht. Und selbst wenn mal ein Mahatma Ghandi an die Macht käme, ginge das doch bestenfalls für eine Generation gut.
Gewaltenteilung ist unverzichtbar. Und aus meiner Sicht kann man Berufspolitiker, die man nun mal braucht, nur durch starke Elemente direkter Demokraktie einhegen.
Lach, so wie die Demokratie Schweiz das Frauenwahlrecht
trotz Volksabstimmung jahrzehntelang blockiert hat.
Der letzte Kanton folgte 1990.
Eine Schande für die Schweiz,
@Albatros
Man kann natürlich argumentieren, dass es vor der Einführung des Frauenwahlrechts eben keine echte Demokratie war. Im antiken Griechenland, wo nur die freien Bürger mit abstimmen durften, ja auch nicht.
Im Uebrigen durfte in der BRD bis 1958 eine Ehefrau überhaupt nur mit Zustimmung ihres Ehemanns arbeiten. Bis zum 1. Juli 1977 durfte sie es nur, „soweit dies mit ihren Pflichten in Ehe und Familie vereinbar“ war.
Wer im Glashaus sitzt…
Beachten wir die Chronologie, sitzt die Schweiz im Glashaus.
Ich glaube der Opportunismus geht mit Ihnen etwas durch.
Genau, (ausser Bsp. 3 – kannte ich nicht) dass Sie mir damit kommen, dachte ich mir vor meinem Post-@Albatros-Kommentar.
«aus moralischen Gründen nicht Macht auszuüben» und «Die Moral geht sofort flöten…»
Kosovo, Irak. Aber genau da haben die «Moral» benutzt, um Macht auszuueben. (Zumindest ungluecklich ausgedrueckt. Beides. Und so kommt’s zu Irritationen.)
Hm. Glaube nich, dass ich Adressat noch benennen muss.
«Aber genau da haben die «Moral» benutzt, um Macht auszuueben.»
Auch H hat sich selbst für moralisch gehalten und dementsprechend argumentiert. Jeder tut das, auch P, auch T.
V hat Ts Moral sogar katholisch untermauert, mit der Bemerkung von den konzentrischen Kreisen, nach der näherstehende Personen und Gruppen gegenüber ferner stehenden bevorzugt behandelt werden dürfen. Der Vatikan war nicht ganz dieser Meinung, aber eigentlich ist das sogar eine Binsenweisheit.
Jeder behandelt die Nächsten bevorzugt. Sonst hätte er gar keine. Das ganze Konzept nahestehender Personen und Gruppen und von Verbündeten beruht darauf. Die abstrakte Idee, man solle alle Menschen (oder Gruppen von Menschen) gleich behandeln, ist wirklichkeitsfremd.
Ich kann anerkennen, dass alle Menschen vor Gott (oder dem Weltgeist) gleich sind und trotzdem Unterschiede machen. Schliesslich bin ich nicht Gott.
«Auch H hat sich selbst für moralisch gehalten und dementsprechend argumentiert. Jeder tut das, auch P, auch T.»
Das sowieso. Da gibt es zwischen uns keinen Dissens. Auch Maduro.
Also doch noch mal auf Anfang:
«Weil die Anderen Ihr Gewissen wenigstens noch nicht ganz in die Tonne getreten haben.»
Es gibt zumindest in Deutschland, der Schweiz und anderen nicht perfekten Demokratien noch einen Rest von humanistischen Gepflogenheiten.
Man laesst zum Bsp. die sozial Schwachen, koerperlich Behinderten, Arme usw. nicht ganz im Stich. Bei der AfD gaeb’s da sonst keine jahrelaenge Diskussion um ein Verbotsverfahren. Die «Feinde» der Demokratie wuerden sofort verboten, die Mitglieder kaemen ins Gefaengnis – jahrelang. Die Fuehrer blieben mit oder ohne Tricks auf ewig an der Macht. Ueberhaupt JEDER polit. Gegner und unbequeme Querdenker wuerde auf die eine oder andere Weise ausgeschaltet, den man greifen koennte. (Die Betonung liegt auf «jeder»)
Und nicht jeden Staat, bei dem die Fuehrer mit Mehrheit des Volkes gewaehlt werden, kann man noch wenigstens als unperfekte Demokratie bezeichnen.
BR Deutschland kann man, Trump-USA schon kaum noch. Von den anderen ueblichen Verdaechtigen nicht zu reden.
(Yo, ICH habe das fuer mich festgelegt. Und Sie legen es fuer sich eben anders fest. Und der Kollege @pleifel wieder anders… Das ist eben auch Demokratie, wenn man das noch darf – und nicht ALLEIN deswegen mehr als eine Hausdurchsuchung fuerchten muss.)
Ach so:
Es macht eben doch noch mal einen Unterschied, ob Leute – Kraft ihrer Wassersuppe – sich die Welt aufteilen wollen und auch koennen.
Fritze Merzen kann es zumindest nicht.
«Fritze Merzen kann es zumindest nicht.»
Aber er kann sich ranschleimen an die mächtigere Macht. Oberuntertan, hat nicht Heinrich Mann mal einen Roman darüber geschrieben?
Yo: «Der Untertan». @gelse, ich bin nicht ganz so ungebildet wie es scheint 😉
Aber sich an T. ranschleimen, machen auch noch andere. Und das mit unseren Steuergeldern.
https://www.mdr.de/nachrichten/sachsen-anhalt/landespolitik/afd-reise-usa-kosten-diskussion-100.html
Um es mit @Izis Worten auszudruecken: Erbaermlich!
@gelse
>>>Aber er kann sich ranschleimen an die mächtigere Macht. Oberuntertan, hat nicht Heinrich Mann mal einen Roman darüber geschrieben?<<<
Das war nun der "Untertanengeist" der Deutschen.
Es gibt aber auch einen Roman eines anderen bekannten Mannes, der das Thema "Moral" behandelt.
Wissen Sie noch, wie der endete?
Das Ende war für mich fast das, was mich am meisten Nachdenklich gemacht hat…
@nera
>>>Bei der AfD gaeb’s da sonst keine jahrelaenge Diskussion um ein Verbotsverfahren. Die «Feinde» der Demokratie wuerden sofort verboten, die Mitglieder kaemen ins Gefaengnis – jahrelang. Die Fuehrer blieben mit oder ohne Tricks auf ewig an der Macht. Ueberhaupt JEDER polit. Gegner und unbequeme Querdenker wuerde auf die eine oder andere Weise ausgeschaltet, den man greifen koennte. (Die Betonung liegt auf «jeder»).
Nera, Sie hören und sehen auf alle Fälle viel zu viel ÖR und MSM.
Die Einzigen, die VIELLEICHT von Ihren Szenarien betroffen sein könnten, wären bestimmte politische Richtungen, die zur Zeit auch für meine Begriffe ZU VIEL Spielraum haben, den man nicht UNBEDINGT demokratisch legitimiert sehen MUSS…
Zwang und Nötigung sind eigentlich strafbewehrt.
Wie dies von den Gerichten betrachtet wurde, war unter verschiedenen Regierungen unterschiedlich, eben Auslegungssache.
Aber auf die Gerichte hat die AfD nun ja ÜBERHAUPT keinen Zugriff.
Gesetze können meist NUR mit 2/3 Mehrheit geändert werden, und und und.
Was denken Sie denn, KÖNNTE eine AfD, sofern irgendwann einmal in einer Regierung ALLEIN bewirken?
Gar nichts…
Was die AfD allerdings bewirkt, indem man sie permanent ausschliesst, zeigen die Umfragen.
Nun lassen wir doch mal die Kirche im Dorf, hat damals Schröder gesagt.
Das würde ich UNBEDINGT auch heute empfehlen.
Aber was erfolgreich mit Corona eingeführt wurde, wird natürlich auch weitergeführt.
Ob es dann Klima, Energie, Ukraine, AfD oder BSW betrifft, ist völlig unerheblich.
Und das ist für MICH das, was ICH als gefährlich für die Demokratie in Dt. anssehe.
«Nera, Sie hören und sehen auf alle Fälle viel zu viel ÖR und MSM.»
Moeglich. Laeuft bei mir ab und zu mal nebenbei. Und Sie dann auf alle Faelle zu wenig.
Ansonsten, missverstehen Sie mich mal wieder. Ich will auch kein AfD-Verbot. Weil, das wuerde ja nichts bringen. Schliesslich kann man in Demokratien jenseits von RUS, Tuerkei, China, demnaechst viell. USA usw. nicht gleich damit die ganze Waehlerschaft hinter Gitter bringen oder mundtot machen. Da wuerde dann eben eine neue Partei mit gleichen Inhalten gegruendet. Oder die Wutbuerger gaengen erst recht auf die Barrikaden.
Was Corona betrifft war ich auch ein Gegner der Masznahmen. Bin bis heute ungeimpft, obwohl ich zu keinem Zeitpunkt aengstlich wegen des mRNA-Impfstoffs war. Einfach mal nur so aus Trotz, weil in einer Demokratie in dem spez. Fall (bei anderen Epidemien waere es vielleicht anders) jeder selbst entscheiden sollte, ob er die haben will oder nicht. Dennoch war mir klar, dass es unter den Gegnern auch absolute Spinner, Panikmacher und Hetzer gab (die Maechtigen wollen die Bevoelkerungen vergiften, Massenmord, Kindermord, zionist. Weltverschwoerung etc….also die ganze Palette. @Albatros und @pleifel werden das noch wissen…)
Und ja es war auch ein Testlauf, was man alles der Bevoelkerung zumuten kann.
Der Punkt ist aber: Die Mehrheit der dt.Bevoelkerung WILL keine AfD, die das Regieren uebernimmt und die WILL auch keine Verhaeltnisse wie in RUS, CHN oder der Trump-USA.
Gott-Sei-Dank.
Und da koennen die von der anderen Seite im Quadrat oder Kubik hoch und runter springen. Iss nich.
Und der @Izi kann auch mit seiner Voodoo-Drosten-Puppe Millionen machen (falls er sich an die gesetzl. Verkaufsregeln haelt). Abgesehen davon, dass es ganz schlechter Stil unter Wissenschaftlern waere.
Deswegen wuerde dem in Deutschland kein Haar gekruemmt, max. ’ne kleine Geldstrafe, vermutl. aber Prozess eingestellt, falls es ueberhaupt dazu kaeme.
Das ist z.B. Demokratie.
«Aber sich an T. ranschleimen, machen auch noch andere.»
Deswegen halte ich ja nichts davon, sich an (austauschbaren) Einzelpersonen abzuarbeiten.
@nera
>>>Der Punkt ist aber: Die Mehrheit der dt.Bevoelkerung WILL keine AfD, die das Regieren uebernimmt und die WILL auch keine Verhaeltnisse wie in RUS, CHN oder der Trump-USA.<<<
Nera, der Punkt ist, dass Sie zwar sagen können, was SIE nicht wollen, aber sehr vorsichtig sein sollten, was Prognosen für die Gesamtbevölkerung betrifft.
Und noch wichtiger ist aber eigentlich:
Es hat noch NIE geholfen zu sagen, WOGEGEN man ist, wenn man nicht auch einmal KLAR und DEUTLICH sagt, WOFÜR man dann auch am Ende ist.
Das ist alles so schwammig.
Ich kann damit nichts anfangen.
Aber irgendwie passt das auch wieder alles zu Ihnen.
Sie haben sich aus TROTZ nicht impfen lassen, nicht weil Sie Angst vor dem Impfstoff hatten, sondern weil von allen Seiten getrommelt worden ist, sich unbedingt impfen zu lassen?
Ich habe mich nicht impfen lassen, weil ich dem Impfstoff überhaupt nicht vertraut habe.
Werben hätten die können, bis sie tot umfallen.
Aber das allein war es ja nicht. Aus allen Ecken kam: unsoledarisch, du willst das andere sterben, Nazi, Blinddarm und was nicht noch alles.
Und ganz zum Schluss hätten die mich in die Arbeitslosigkeit getrieben, wenn es bei uns im Betrieb nicht die Möglichkeit gegeben hätte, vor der Schicht den Selbsttest auf dem Schacht zu machen.
Meine Frau konnte das auf dem Weg zur Arbeit in so einem Testzentrum machen. Sie hatte auch Gleitarbeitszeit, es war halt etwas mühsamer, aber möglich.
Ich hätte früh um 4 Uhr oder Abends um 20 Uhr gar keine Möglichkeit gehabt, das zu tun.
Und in den medizinischen Berufen oder bei der Feuerwehr war es eigentlich vorgeschrieben…
ICH habe das alles nicht vergessen, dass war für mich wirklich fast wie ein Trauma.
Aus Trotz, wenns für mich so einfach gewesen wäre, würde ich darüber auch hinweggehen können.
Für mich war das staatlicher Terror…
«mehr als eine Hausdurchsuchung fuerchten muss»
Die Hausdurchsuchung ist bereits zu viel.
Sicher, ich wuerde nicht mit Russland oder China tauschen wollen, mit den USA auch nicht.
Aber ich sagen ihnen was: Ich wuerde derzeit auch nicht freiwillig aus der Schweiz nach Deutschland gehen wollen. Ich sage gern meine Meinung offen und lebe lieber in einem Land, in dem nicht deswegen möglicherweise die Polizei bei mir vorbeikommt. Und das ist in Deutschland eben neuerdings so.
@Izi
«Ich sage gern meine Meinung offen und lebe lieber in einem Land, in dem nicht deswegen möglicherweise die Polizei bei mir vorbeikommt.»
Also, es tut mir wirklich sehr leid, aber da muss ich Ihnen auch mal was sagen (weil Sie gegen mich auch ganz schoen austeilen):
Und den Menschen in RUS, CHN, USA, Iran und was weiss ich noch wollen Sie dieses Recht nicht zugestehen? Glauben Sie ernsthaft, die wollen das nicht, weil die ganz andere Probleme haben? (Denken Sie da mal an Syrien nach dem Assad-Sturz. Die Bilder. Westl. Propaganda, alle Gehirngewaschen…oder?)
Fuer mich ist das ehrlich gesagt, die selbe Doppelmoral, die Sie dem Westen so gern vorwerfen.
PS: Empfehle mal die Ausstellung.
Huch!
Ich nehme an, daß viele Texte bezüglich der Schweiz aus Opportunismus so sind wie sie sind.
Nimmt man Meinungsfreiheit, Finanzwesen, Politik wundert es mich, wie wenig Sie über die Schweiz tatsächlich wissen.
Nun, in technischen und verwandten Berufen ist der Überblick sehr streng auf das Arbeitsgebiet gerichtet. Das ist auch an unserer Uni so.
Daher gibt es eben Defizite wie zum Beispiel der soziale Bereich im Besonderen.
Man kann auch sagen:„Wes Brot ich ess, des Lied ich sing.“
@nera
«Und den Menschen in RUS, CHN, USA, Iran und was weiss ich noch wollen Sie dieses Recht nicht zugestehen?»
Wie kommen Sie jetzt darauf???
Wo hätte ich so etwas gesagt, geschrieben oder auch nur angedeutet?
@Robert Zapf
«Ich kann damit nichts anfangen.»
Ist schon klar. Und Sie sind da nicht der Einzige. Ist okay.
«Aber das allein war es ja nicht. Aus allen Ecken kam: unsoledarisch, du willst das andere sterben, Nazi, Blinddarm und was nicht noch alles.»
Bei mir auch nicht. Angst war es nicht, aber das grosse Wort: SOLIDARITAET mit zumindest den Impfkritikern, den (wie man jetzt auch sieht) zurecht Aengstlichen, den Masznahme-Verlierern usw. wollte ich nicht in den Mund nehmen.
Und ja, ich war priviligiert in der grossen Stadt. Da konnte man sich auch am Wochenende oder abends 20:00 Uhr noch den Test machen lassen. Und meine Schichtleiterin war aus Bautzen…
Meine Kollegin hatte das Glueck nicht. Die war aus Freiberg und hatte abends und am WE nicht die Moeglichkeiten. Und Sie brauchte die Arbeit. Die hat aufgegeben und sich letztlich die Spritze geben lassen. Hatte dann Stress mit Ihrem Freund (Auch ein so genannter «Schwurbler».), der spaeter auch noch schwer krank wurde. Mittlerweile ist sie nicht mehr in der Firma. Der Kontakt leider abgebrochen.
Und ja, das alles im Zusammenhang mit den Masznahmen hat mich richtig angekotzt.
Ich haette es drauf ankommen lassen. Ich fuehlte mich damals so revolutionaer 😉
«wundert es mich, wie wenig Sie über die Schweiz tatsächlich wissen»
Fand ich schon damals lustig, wenn mir Wessis die DDR erklärt haben. Jetzt erklärt mir ein Deutscher die Schweiz. Und hält mich obendrein für einen Opportunisten. 😂
@Izi
«Wo hätte ich so etwas gesagt, geschrieben oder auch nur angedeutet?»
Gesinnungs- oder Verantwortung?
Z.B. hier:
https://blog-samstagern.ch/2024/08/31/gesinnung-oder-verantwortung/#comment-10745
«Foltern muss man nicht, ermorden muss man auch nicht, aber heftige politische Opposition diskriminieren oder wegsperren, damit ein System nicht zusammenbricht, das kann leider notwendig sein.»
Und irgendwo steht auch, das Meinungsfreiheit in Laendern nicht wichtig ist, die andere Probleme haben, Menschenrechte nicht universell anwendbar, usw. usw.
Wenn Sie wollen, kann ich auch noch raussuchen. Aber nicht mehr heute. Macht mir ’ne Heidenarbeit.
@nera
Ja, Essen ist wichtiger als Meinungsfreiheit.
Einen «failed state» zu vermeiden, ist auch wichtiger als Meinungsfreiheit.
Wieso Sie glauben, dass das etwas mit China, Russland oder den USA zu tun hat, ist mir schleierhaft.
@Izi
Finden @Petrowitsch und der Walfisch auch lustig, wenn Deutsche ihnen die Ukraine erklaeren wollen.
Irgendwie sind doch da alle Seiten gleich, wenn vernuenftigte Gegenargumente nicht vorraetig sind. 😆
Sie vergessen, meine Vorfahren waren Schweizer.
Sie sind auch eingewandert und haben sicher nicht die Nachrichten aus der Schweiz in Ihrer DDR Zeit verfolgt.
Der Opportunismus fällt eben auf.
Das Geld, Ihr Posten, die Einbürgerung…..
Sie sind in Zugzwang, ich nicht.
Die Geschichte mit dem Frauenwahlrecht scheint nicht in Ihr «Gebiet» zu fallen. Hat mich nicht überrascht.
Es lebe die Schweiz und das Wahlrecht ist nebensächlich.
Sie machen es sich zu einfach außerhalb der Mathematik und Chemie. Das wundert mich allerdings nicht, da ich dies aus den technisch/wissenschaftlichen Bereichen kenne.
Da ist auch die Menschenkenntnis, siehe Trump, eher unterrepräsentiert.
Das Denken in Zahlen stößt in der Realität nicht selten an ihre Grenzen.
Einerseits propagieren Sie Fortschritt, andererseits relativieren Sie viele Aussagen durch durch Gegendarstellungen die rückwärts führen.
Die Wirklichkeit ist keine Gleichung.
«Sie vergessen, meine Vorfahren waren Schweizer.
Sie sind auch eingewandert und haben sicher nicht die Nachrichten aus der Schweiz in Ihrer DDR Zeit verfolgt.»
Ist mißverständlich.
Meine Vorfahren sind nicht in die Schweiz eingewandert, sie waren Schweizer.
Der 2. Satz bezieht sich auf Sie.
@Albatros
«Der Opportunismus fällt eben auf.
Das Geld, Ihr Posten, die Einbürgerung…..»
Sie kennen die Schweiz wirklich nicht. Der Punkt ist gerade, dass hier viel weniger Opportunismus vonnöten ist.
Und dafür, dass Sie von Menschenkenntnis reden und so viel von mir gelesen haben, kenn Sie mich erstaunlich schlecht.
@Albatros
«haben sicher nicht die Nachrichten aus der Schweiz in Ihrer DDR Zeit verfolgt»
Nur das, was im DDR-Radio oder Fernsehen kam. Allerdings ist das 46 Jahre her.
Ich habe die Schweiz erstmals im Sommer 1991 besucht, habe mich danach um eine Doktorandenstelle beworben, war von 1993 bis 1996 Doktorand in Zürich, habe den Kontakt und das Interesse danach nie verloren, hatte seit 2008 eine dauerhafte Aufenthaltsbewilligung und bin seit Februar 2024 Staatsbürger.
Zwischendurch habe ich die 506-seitige «Geschichte der Schweiz» von Volker Reinhardt und vieles andere gelesen, auch Kritisches von Frîsch, Dürrenmatt und Muschg zum Beispiel.
Ich habe das Land auf einigen Tausend Radkilometern und einigen hundert Wanderkilometern erkundet. Ich habe hier in einer teilweise schwierigen Zeit ein Departement einer Bundeshochschule geleitet.
Sie glauben, die Schweiz besser zu kennen als ich?
Und angesichts meiner Beiträge beim «Freitag» zur Corona-Zeit auch über das Schweizer Bundesamt von Gesundheit und meiner offen geäusserten Meinung zur Bürgenstock-Konferenz nennen Sie mich einen Opportunisten?
«Es lebe die Schweiz und das Wahlrecht ist nebensächlich.»
Dass es primär um das Stimmrecht (das Recht zu Entscheidungen per Volksabstimmung und -Initiativen) ging liegt ausserhalb des deutschen Vorstellungsvermögens. Offenbar würden viele Deutsche die demokratischen Rechte der Schweizer/innen gerne einschränken: Wahlrecht ja, Stimmrecht nein.
Das ist mir schon oft aufgefallen wenn es um demokratische Recht in der Schweiz ging. Ich sage das nicht von aussen, sondern aus dem Inneren der BRD.
@gelse
Es trifft allerdings schon zu, dass im Halbkanton Appenzell Innerrhoden (die Aussenrhöder werden zu Unrecht mit beschuldigt) bis 1990 auch kein Wahlrecht hatten. Die meisten Schweizer (ausser der Mehrheit der Innerrhöder Männer) fanden das damals schon lange absurd.
Für mich ist es allerdings ein Beispiel funktinierender Gewaltenteilung. Am Ende ist die Judikative enigeschritten. Das ist auch bei anderen offensichtlichen Fehlentscheidungen in Referenden möglich. Wo es übergeordnetes Recht gibt, kann es nicht durch ein Referendum ausgehebelt werden.
Letzteres ist übrigens ein Grund für die grosse Vorsicht der Schweizer bei Verträgen mit der EU. Wenn man auf bestimmte Bedingungen der EU einginge, würde das die Rechte der Schweizer erheblich einschränken.
@izi
>>>Letzteres ist übrigens ein Grund für die grosse Vorsicht der Schweizer bei Verträgen mit der EU. Wenn man auf bestimmte Bedingungen der EU einginge, würde das die Rechte der Schweizer erheblich einschränken.<<<
Das würde ich auch so sehen. Die Schweizer hätten da weit mehr zu verlieren, als sie gewinnen könnten.
@Robert Zapf
Das Problem ist nur, dass die moralisch so hochstehende EU dazu neigt, schwächere Partner zu erpressen.
Ein paar Pfeifer im Walde sagen ja: «Keine Panik, die deutsche Industzrie stürzt nicht ab, sie befindet sich in einer Umbruchphase, nach deren Abschluss geht es wieder aufwärts.
Mit den Zahlen. Nicht mit den Arbeits-und Lebensbedingungen, damit befassen sich solche Wissengeschäftler nicht.
Es werden Gewinner übrigbleiben die den Verlierern dann erzählen, wie sich das ganze doch gelohnt hat.
Wer die Gewinner sind ist noch etwas unklar, aber gewisse Gruppen sind meist mit dabei.
Soziale Themen sind erst relevant, wenn sich das Rad nicht mehr so richtig dreht und man Zugeständnisse machen muß.
Ich kenne bisher kein Beispiel einer flächendeckenden Reindustrialisierung in einem entwickelten Land. Ich glaube nicht, dass Trump das in den USA gelingen wird und noch weniger glaube ich, dass es in Deutschland gelingt.
Vor dem 1. Beispiel gibt es eben keines.
Aber ich glaube auch nicht, daß es in relevanter Größenordnung gelingt.
Ich glaube auch nicht, dass die sogenannte ‚Volks’wirtschaft eine Wissenschaft ist. Aber gut, Theologie wird ja auch an Universitäten gelehrt. als kulturelle Eigenschaft einer Gesselschaft.
«Ich glaube auch nicht, dass die sogenannte ‚Volks’wirtschaft eine Wissenschaft ist.»
Da sind wir uns einig.
@izi
>>>Ich glaube nicht, dass Trump das in den USA gelingen wird und noch weniger glaube ich, dass es in Deutschland gelingt.<<<
Ich bin auch nicht der Meinung, dass Trump dies vorhat.
Das wird ihm von Seiten der Demokraten zwar vorgeworfen, wahscheinlich wegen seiner Zollpolitik, aber selbst dazu haben Sie eigentlich auch eine andere Meinung.
Allerdings KÖNNTE die wirklich nach hinten losgehen, was ich aber nicht glaube ( eben auch wegen ihrer Erklärung dazu )
Anders sieht es für mich in Deutschland aus.
Hier brennt die Hütte.
Natürlich noch nicht bei den ÖR, aber auch dort wird man langsam unruhig…
Heute wurde von der EU beschlossen:
für diesen konkreten Schritt (Immobilisierung / Transferverbot) Art. 122 AEUV zu nutzen
und damit das Einstimmigkeits-Nadelöhr der 6-Monats-Sanktionsverlängerung zu umgehen,
dann gilt zwingend:
Die Bindung an Einstimmigkeit ist kein Naturgesetz, sondern abhängig von der gewählten Rechtsgrundlage.
Art. 122 ermöglicht qualifizierte Mehrheit – und wurde erstmals genau für diesen Zweck eingesetzt.
Damit ist bewiesen, dass:
1. die EU politisch willens ist,
2. rechtlich argumentieren kann,
die Vetorechte einzelner Staaten funktional auszuschalten, ohne sie formal abzuschaffen.
Das ist kein Zufall, sondern ein Testlauf.
«2. rechtlich argumentieren kann»
Oh, die absolute Mehrheit der EU-Mitglieder trau’n sich was. Die Beesen 😆
Ajajaj, nun trauen sich Belgien, Italien, Malta & Bulgarien auch was:
|| Die vier Länder erklärten, sie „fordern die Kommission und den Rat auf, weiterhin alternative Optionen im Einklang mit dem EU-Recht und dem Völkerrecht zu prüfen und zu diskutieren, die über vorhersehbare Parameter verfügen, deutlich geringere Risiken bergen und auf der Grundlage einer EU-Kreditfazilität oder Überbrückungslösungen den Finanzbedarf der Ukraine decken sollen.“…
Als weiteren Kritikpunkt äußerten die vier Länder Skepsis gegenüber der Kommission, die Notstandsbefugnisse nutzen könnte , um die aktuellen Sanktionsregeln zu überarbeiten und Russlands Vermögenswerte langfristig einzufrieren…||
https://www.politico.eu/article/eu-italy-joins-belgium-opposing-russia-frozen-assets-plan/
«alternative Optionen im Einklang mit dem EU-Recht und dem Völkerrecht»
Hätte ich nicht besser ausdrücken können.
@Mymind
Das reicht allerdings alles noch nicht.
Die machen in Summe ≈ 20,8 % der EU-Bevölkerung aus (mit Slowakei und Ungarn)
35% muss aber übertroffen werden.
Es fehlen noch mind. 15%.
Also auf alle Fälle Spanien und dann irgendwer von denen hier:
Große Brocken:
🇪🇸 Spanien ≈ 10,5 %
🇷🇴 Rumänien ≈ 4,2 %
🇳🇱 Niederlande ≈ 3,9 %
🇬🇷 Griechenland ≈ 2,3 %
🇨🇿 Tschechien ≈ 2,4 %
🇦🇹 Österreich ≈ 2,0 %
🇵🇹 Portugal ≈ 2,2 %
Wird wohl nichts werden…
«2. rechtlich argumentieren kann»
Das würde ich bestreiten. Die Argumentation ist absurd.
Art. 122 bezieht sich auf gravierende Wirtschaftsschwierigkeiten in der EU und erlaubt «angemessene Massnahmen». Erstens ist die finanzielle Unterstützung der Ukraine keine «gravierende Wirtschaftsschwierigkeit» in der EU und zweitens ist es nicht angemessen, wegen wirtschaftlicher Schwierigkeiten in der EU fremdes Vermögen zu stehlen.
Wenn jemand privat oder als Unternehmen so vor Gericht argumentieren würde, ginge das Verfahren sicher verloren.
@izi
>>>Wenn jemand privat oder als Unternehmen so vor Gericht argumentieren würde, ginge das Verfahren sicher verloren.<<<
Selbst da würde ich vorsichtig sein.
Vor Gericht und auf hoher See…, das dürfte Ihnen ja nicht unbekannt sein, der Spruch.
Und hier geht es immerhin um "unsere Werte, unsere Demokratie" und was man noch an hehren Worten in den Mund nimmt, nur um doch noch SCHLUSSENDLICH ans ZIEL zu kommen…
Die Erosion des EU-Rechts schadet vor allem der EU.
Na, Hauptsache die Entscheider schaden nicht sich selbst.
Na, mal seh’n was passiert.
Und wenn das dem Viktor und dem Ficko nicht passt, steht ihnen ja frei, auszutreten. Wie das ersterer ja auch beim IStGH gemacht hat. (Mir ist durchaus bewusst, dass das ’ne laengere Prozedur ist. Aber die Britten haben’s ja auch geschafft. Und jetzt sind die so furchtbar gluecklich damit, dass die mit der EU ueberhaupt nichts mehr am Hut haben.)
Nicht zuletzt gibt es ja mit BRICS sowieso die bessere Alternative. Das ist ja hier auch Konsens.
++ Und wenn das dem Viktor und dem Ficko nicht passt, steht ihnen ja frei, auszutreten. ++
Eigentlich müssten jene austreten, die das EU-Recht mit Füßen treten.
Bzgl. BRICS müsste das mal jemand ausrechen (ich kann das nicht), ob ein Beitritt für manche Länder ggf. attraktiver wäre. Man müsste das recht intransparente Bündel an EU-Nettotransfers aufdröseln & schauen, wer die größten Profiteure dieser Zuschüsse sind, ob einheimische oder ausländische Unternehmen & Betriebe.
Für die EU wäre es der Super-Gau wenn eine ganze Region gemeinsam in BRICS eintritt, z.B. Slowakei, Ungarn, Rumänien, Bulgarien mit den anderen Balkanstaaten Nord-Mazedonien, Serbien, Montenegro & Bosnien _ Griechenland wäre auch schick. Das würden EU & NATO natürlich niemals zulassen, aus moralischen Gründen _ versteht sich 🙂
«Das würden EU & NATO natürlich niemals zulassen,…»
Die Einen entscheiden was, natürlich über den Wolken, ohne Volksabstimmumg, die Anderen stemmen sich dagegen, natürlich über den Wolken, ohne Volksabstimmumg.
Wir unter den Wolken dürfen zuschauen und kommentieren. Aber anders als im Fussballstadion kostenlos, immerhin.
«Und wenn das dem Viktor und dem Ficko nicht passt, steht ihnen ja frei, auszutreten»
Ist wie die Reaktion der alten BRD auf jede Kritk von links: Wenn es Dir hier nicht passt, geh doch rüber (in die DDR).
Nein. Die EU ist an ihr eigenes Recht gebunden und kann es nicht einfach brechen und dann die hinauswerfen, die sich gegen den Rechtsbruch wehren.
Was Sie vorschlagen ist genauso gut wie Verfassungsbruch durch die Regierung und dann zu bemerken: Wenn Ihnen das nicht passt, gehn Sie doch – nach Ungarn.
@izi
>>>Was Sie vorschlagen ist genauso gut wie Verfassungsbruch durch die Regierung und dann zu bemerken: Wenn Ihnen das nicht passt, gehn Sie doch – nach Ungarn.<<<
Ist aber leider die vorherschende Meinung in Deutschland, nach meiner Meinung.
Auch wenn die Polizei um 6 nachdrücklich klopft, weil ein Staatsanwalt das wollte.
"Du kannst dir doch einen Anwalt nehmen und vor Gericht gehen.
Das ist doch aber in Russland oder China viel schlimmer."
Mich interessiert aber in dem Fall eine alten SCH…S, was woanders noch schlimmer ist.
Das ist diese Art Relativierung, die ich bald nicht mehr aushalte…
Die vormals gültigen Prinzipien, im GG fixiert, werden nach und nach aufgeweicht.
"Das Grundgesetz ist in seinem Kern ein Schutzschild gegen einen übergriffigen Staat.
Alles Weitere – Demokratie, Sozialstaat, internationale Einbindung – ist diesem Schutz nachgeordnet und begrenzt."
Wissen Sie, wer das heutzutage überhaupt noch weiss?
«Wissen Sie, wer das heutzutage überhaupt noch weiss?»
Ich würde sagen, das Verfassungsgericht nicht (Merkels Ausganggssperre zu Ostern 2021).
«(Merkels Ausganggssperre zu Ostern 2021).»
Gab’s nicht fuer mich. Ich haette neun Tage am Stueck bezahlt frei gehabt!
Wieder nur die halbe Wahrheit…
https://www.dw.com/de/live-ticker-kein-oster-lockdown-merkel-bittet-um-verzeihung/a-56967575
@izi
>>>Ich würde sagen, das Verfassungsgericht nicht (Merkels Ausganggssperre zu Ostern 2021).<<<
Das ist ganz verzwickt.
KI sagt:
"Karlsruhe hat 2021 nicht legitimiert, sondern nicht eingegriffen – aus Vorsicht, nicht aus Überzeugung.
Das ist ein entscheidender Unterschied."
Nach ewiger Diskussion:
KI sagt:
"Die Pandemie hat gezeigt, dass der Rechtsstaat standhält – aber auch, wie leicht er unter Krisendruck in eine dauerhafte Schieflage geraten kann. Ob das wieder passiert, ist keine Rechtsfrage, sondern eine politische."
Kurzantwort: Er wurde nur teilweise behoben – und ja, es kann grundsätzlich wieder so geschehen.
Etwas präziser und nüchtern:
Was nach 2021 tatsächlich geändert wurde
Die „epidemische Lage von nationaler Tragweite“ (§ 5 IfSG) wurde abgeschafft.
Viele Blanko-Verordnungsermächtigungen des Bundesgesundheitsministeriums wurden zurückgenommen.
Der Gesetzgeber hat stärker auf parlamentarische Entscheidungspflichten und Befristungen gesetzt.
Das BVerfG hat in späteren Entscheidungen deutlich gemacht:
→ Je länger und je besser beherrschbar eine Lage ist, desto enger werden die verfassungsrechtlichen Spielräume.
Das sind echte Korrekturen, aber keine Systemumkehr.
Was NICHT grundsätzlich ausgeschlossen wurde
Es gibt weiterhin Generalklauseln im IfSG.
Der Bundestag kann erneut eine besondere Lage definieren (nur unter anderem Namen).
Bei einer neuen Krise (Pandemie, Energie, Klima, Sicherheit) kann:
die Eingriffsdichte wieder steigen,
die gerichtliche Kontrolle wieder zurückhaltend ausfallen,
Freiheit erneut gegenüber Schutzgütern zurückgestellt werden.
Der strukturelle Punkt
Das Problem war nie nur Corona, sondern die Logik:
In einer als existenziell definierten Krise verschiebt sich das Freiheits-Sicherheits-Verhältnis zugunsten staatlicher Steuerung.
Diese Logik ist nicht abgeschafft, sondern politisch abrufbar.
Was wirklich schützt – und was nicht
❌ Keine Garantie durch „Lehren aus Corona“
❌ Keine automatische Sperre im GG
✅ Nur:
parlamentarische Wachsamkeit,
öffentliche Debatte,
frühe gerichtliche Kontrolle,
politischer Widerstand gegen Normalisierung von Ausnahmeinstrumenten
Um den Gesslerhut zu ziehen:
In anderen Ländern war es noch viel schlimmer.
Deshalb freue ich mich auch in Deutschland zu leben.
Belarus hat 123 politische Häftlinge «begnadigt». Warum auch immer, es wird schon einen Grund haben. Vielleicht Düngemittel? Im internationalen Fußball sind sie ja wieder dabei, natürlich nicht erfolgreich.
Laut deepstaate hat Zelenskyy Kupyansk zurückerobern können oder seine Armee ist auf dem Weg dahin, Selfie von ihm am Stadtrand gibt es auch. Montag aber musser zum großen Jungen in Berlin, Rückenstärkung. Sollen ja noch mehr kommen, auch zwei Geschäftemacher aus den USA in diplomatischer Pendelmission. Die zwei sollen dann bestimmt wieder über das weiße Haus zum Kreml pendeln. Reicht TEAMS nicht auch, dann kann wenigstens jeder mithören und mitreden?
Ray McGovern, irgendwas mit Ex-CIA und immer im alternativen Netz meint, im Januar oder Februar ist ein Ergebnis. ***Die Ukraine wird dann ein neutraler, blockfreier, entmilitarisierter Staat mit einem erheblich verkleinerten Territorium sein.»***
Vielleicht mal merken, Kyril Budanov hatte irgendwo und irgendwann erwähnt das sich im Februar 2026 eine große Möglichkeit ergibt, etwas namens Krieg durch Russland zu beenden. Vielleicht wird die Ukraine gar nicht so klein bleiben?
@u_S
>>>Belarus hat 123 politische Häftlinge «begnadigt». Warum auch immer, es wird schon einen Grund haben. Vielleicht Düngemittel?<<<
Die Polen haben doch einen Tunnel entdeckt, über den aus Belorussland Migranten gekommen sein sollen in unsere EU…
Wie in der guten alten Zeit in Berlin.
Da mussten die halt die Sache etwas beruhigen…
Petra Erler vom 13.Dezember
https://substack.com/home/post/p-181509424
Die skandalöse Verirrung des Nato-Generalsekretärs in Berlin
Es ist wirklich beschämend, was mittlerweile abgeht.
Und ist es Wahnsinn auch, so hat er doch Methode.
Dann auf nach Stalingrad. Aber, wie auch Petra Erler bemerkt: Ohne mich.
Sorry, man kann ja von Mark Rutte halten was man will (meiner Meinung nach ein uebler Schleimscheisser bei T.), aber er ist Niederlaender. Die Niederlande war bis Mai 1940 neutral und wurde dann von Deutschland besetzt.
Guggle-Hupp, die KI schreibt u. a.:
«Sein Großonkel (Bruder seiner Großmutter), Jan Drijver, war ein prominenter Widerstandskämpfer und Märtyrer, der von den Nazis hingerichtet wurde, was die Familie stark prägte…»
Korrigierte Uebersetzung des Zitats von n-tv (lt. P. Erler) lautet:
«Russland hat den Krieg zurück nach Europa gebracht und wir müssen uns auf ein Ausmaß eines Krieges vorbereiten, wie ihn unsere Großeltern und Urgroßeltern erlitten (Anm: ertragen/ erdulden/ durchleben) mussten. Stellen Sie sich einen Konflikt vor, der jedes Zuhause erreicht, jeden Arbeitsplatz, Zerstörung, Massenmobilisierung, Millionen Vertriebene, ausgedehntes Leiden und extreme Verluste.»
Also, Ihr Vergleich ist so schief, wie es schiefer gar nicht gehen kann.
Kein deutscher Soldat soll hier RUS ueberfallen und sich fuer Stalingrad revanchieren.
Es geht um Verteidigung. Auch wenn ich glaube und hoffe, dass es nicht noetig ist. Und klar, falls doch… dann auch das ohne mich.
* Diese Art von polemischen Meinungsartikel meine ich u.a. als Parallelwelt.
@nera
Lassen Sie doch am besten solche Sätze wie Parallelwelten.
Erler konstruiert keine Parallel- oder Fantasiewelt, sondern zieht aus realen Aussagen eine politisch motivierte Schlussfolgerung, die man kritisch zurückweisen kann, aber nicht als „Parallelwelt“ abtun sollte.
Und auch das Problem Niederlande ist komplexer:
Es stimmt zwar, dass die Niederlande 1940 von Deutschland besetzt wurden – sie waren Opfer deutscher Aggression. Gleichzeitig gab es jedoch auch niederländische Kollaboration, insbesondere im militärischen Bereich.
Zwischen 22.000 und 25.000 Niederländer meldeten sich freiwillig zum Dienst in deutschen Verbänden, fast ausschließlich in der Waffen-SS. Der überwiegende Teil kämpfte an der Ostfront, u. a. vor Leningrad, an der Wolchow-Front, später im Baltikum, in Pommern und teils bis Berlin 1945. Es handelte sich nicht um Sicherungseinheiten, sondern um reguläre Frontverbände.
In Relation gesetzt:
Bei rund 4,6 Mio. Männern insgesamt bzw. etwa 2–2,3 Mio. Männern im wehrfähigen Alter entsprach das ungefähr 1 % der männlichen Bevölkerung im militärischen Alter. Kein Massenphänomen – aber auch kein Randphänomen.
Motiviert war diese Beteiligung vor allem durch ideologischen Antikommunismus und Nähe zur niederländischen NS-Bewegung (NSB).
Zwang spielte dabei keine Rolle; es handelte sich um freiwillige Kollaboration.
@Robert Zapf
Danke fuer die Zusatzinformationen.
«Bei rund 4,6 Mio. Männern insgesamt bzw. etwa 2–2,3 Mio. Männern im wehrfähigen Alter entsprach das ungefähr 1 % der männlichen Bevölkerung im militärischen Alter.»
Also 99 % – «ohne mich»?
«…sondern zieht aus realen Aussagen eine politisch motivierte Schlussfolgerung»
Ja, aber die stellt die Dinge auf den Kopf.
Die NATO hat nicht vor Russland anzugreifen (solche Idioten sind die nich). Die will nur nur verteidigigungsfaehig sein im Falle eines Falls. (Was die Ukraine ja versaeumt hat. Und nun muessen sie wohl oder besser uebel in den sauren Apfel beissen.)
«Definitiv vollzog Rutte aus deutscher Sicht eine historische Täter-Opfer-Umkehr.»
Die Taeter-Opfer-Umkehr macht Frau Erler. Vielleicht sollte sie mal ein bisschen weniger deutsch denken?
Das Bild, das da den Lesern vermittelt wird, ist voellig schief. Ich sage nicht, dass Frau Erler auch gute Texte schreiben kann. Aber das hier ist fuer mich Parallelwelt.
«Die NATO hat nicht vor Russland anzugreifen (solche Idioten sind die nich)»
Richtig. Gilt aber auch umgekehrt.
Die Rede von Rutte ist geschichtsvergessen. Es wird der Eindruck erweckt, dass Russland im 2. WK europäische Länder überfallen hat & dieses nun wieder vorhat. Dabei befindet er sich in Berlin, der Hauptstadt jenes Staates, das Russland überfallen hat & spricht vor der NATO, unter der zahlreiche Mitgliedsländer zählen, die seinerzeit mit den Nazis paktierten, koalierten oder zusammenarbeiteten & ebenfalls gegen Russen kämpften. Ob er diesen Kontext aus Dummheit oder mit Absicht ignoriert, ist dabei egal. Beides ist gleich schlimm. Er hätte andere Worte wählen können, wenn es ihm allein um Verteidigungsfähigkeit ginge.
Jemand, der darauf hinweist, lebt also in einer Parallelwelt?
++(Was die Ukraine ja versaeumt hat. Und nun muessen sie wohl oder besser uebel in den sauren Apfel beissen.)++
Die Ukraine wurde verteidigungsfähig gemacht, schon vor 2022, sonst wäre der Krieg schon lange vorbei. Der Biss in den sauren Apfel erfolgt aufgrund der nicht zu Ende gedachten Politik der ukrainischen Politiker.
Glauben Sie wirklich, der groesste Schleimer vor dem «HERRN», hat vor lauter Nazis gesprochen? Sorry, aber das ist doch irre!
«Jemand, der darauf hinweist, lebt also in einer Parallelwelt?»
Jemand, der den Stuss, d.h. so wie es Frau Erler interpretiert, glaubt, lebt in einer Parallelwelt.
…meiner Meinung nach 😉
«Die Ukraine wurde verteidigungsfähig gemacht…»
Nicht wirklich. Sonst staenden die jetzt nicht vor der Kapitulation.
By the way:
Sie machen den gleichen Fehler wie GJ:
Nazideutschland hat nicht nur Russland ueberfallen, sondern die SU (darunter auch die Ukrainische SSR). Und gegen Nazideutschland haben sowjetische Soldaten gekaempft (darunter auch Ukrainer).
Ja und? Es wurde eben auch Russland überfallen, die höchste Opferzahl war unter Russen.
I.Ü. ist die RF der Nachfolgestaat & völkerrechtlich der Rechtsnachfolger der SU.
«Und gegen Nazideutschland haben sowjetische Soldaten gekaempft (darunter auch Ukrainer).»
Nur beruft sich die heutige Ukraine auf diejenigen, die damals gegen die Sowjetunion gekämpft haben.
Wurde komischerweise in Deutschland nicht als Skandal empfunden. Ich kann mich nicht erinnern, dass darüber überhaupt berichtet wurde.
++Glauben Sie wirklich, der groesste Schleimer vor dem «HERRN», hat vor lauter Nazis gesprochen? ++
Haben Sie heute Schwierigkeiten, gelesene Texte zu verstehen?
++Nicht wirklich. Sonst staenden die jetzt nicht vor der Kapitulation.++
Sie meinen, dass jemand, der fast 4 Jahre gegen eine der effektivsten Armeen weltweit kämpfen kann, ´nicht wirklich´ verteidigungsfähig ist? Ich sehe die Ukraine noch nicht vor einer Kapitulation stehen, aber wenn dem so sein sollte, dann liegt es nicht unbedingt an der Verteidigungsunfähigkeit. Kriege können auch verloren werden, das hätten die ukrainische Führung & ihre Waffenlieferer vorher bedenken müssen.
«Jemand, der den Stuss, d.h. so wie es Frau Erler interpretiert, glaubt, lebt in einer Parallelwelt.»
Könnte es sein, dass Sie die Aussage von Frau Erler bezüglich Täter-Opfer-Umkehr („Definitiv vollzog Rutte aus deutscher Sicht eine historische Täter-Opfer-Umkehr.“) irrtümlich auf den laufenden Ukrainekrieg beziehen?
So wie Frau Erler schreibt bezieht sich diese Aussage auf den Kriegsbeginn gegen die Sowjetunion 1941. Die folgende Frageliste in ihrem Text, an Rutte gerichtet, macht das eigentlich unmissverständlich klar.
Nee, ich hatte das schon verstanden. Ich fand es nur hoechst befrendlich, um nicht zu sagen «irre», bei Mark Rutte eine Täter-Opfer-Umkehr herauszulesen.
Aber gut, @Robert Zapfs KI sagt, ist moeglich.
Ich denke schon, dass es Dummheit ist. Unsere Politiker sind nicht böse. Es sind unter ihnen nur – so ungern @nera das hört – zu viele *d**t*n.
@Oberst Zapf
«Lassen Sie doch am besten solche Sätze wie Parallelwelten.
Erler konstruiert keine Parallel- oder Fantasiewelt, sondern zieht aus realen Aussagen eine politisch motivierte Schlussfolgerung, die man kritisch zurückweisen kann, aber nicht als „Parallelwelt“ abtun sollte.»
Vorschlag: Jagen Sie doch mal den Text (von der Autorin mittlerweile leicht geaendert) durch ihre gut trainierte kleine chatty.
@nera
Befehl ausgeführt 😊
Ergebnis allerdings nicht in Ihrem Sinn.
Antwort meiner KI:
——————————————————————————
Ich beantworte das noch einmal strikt am Text, ohne Rücksicht auf Debattenpositionen, Personen oder Tonfall – genau so, wie Nerazzurra es fordert.
Ergebnis vorweg (klar und eindeutig)
Nein.
Petra Erler konstruiert in dem vorliegenden Text KEINE Parallel- oder Fantasiewelt.
Diese Bewertung gilt auch nach erneuter Prüfung der PDF-Fassung und auch unter strengsten Kriterien.
Begründung – ausschließlich textintern
1. Faktenbasis
Erler arbeitet mit:
öffentlich dokumentierten Aussagen des NATO-Generalsekretärs,
realen politischen Kontexten (Ukrainekrieg, NATO-Rhetorik, europäische Sicherheitslage),
bekannten historischen Referenzen (Europa, Kriegserfahrungen früherer Generationen).
➡️ Kein Element des Textes basiert auf erfundenen Tatsachen.
2. Struktur des Arguments
Der Text folgt einer klaren, klassischen Struktur:
Zitat / reale Aussage
Kontextualisierung
politisch-strategische Bewertung
Warnung vor möglichen Folgen
Das ist Interpretation und Bewertung, nicht Tatsachenbehauptung.
➡️ Eine Parallelwelt läge nur vor, wenn Bewertung als Fakt ausgegeben würde.
➡️ Das tut Erler nicht.
3. Umgang mit Geschichte
Erler nutzt historische Analogien (Sprache, Eskalationslogiken, Erinnerungspolitik).
Man kann:
diese Analogien für überzogen halten,
sie für politisch falsch oder gefährlich halten,
sie ablehnen.
Aber:
➡️ Historische Analogien sind kein Parallelweltenbau, sondern ein legitimes – wenn auch streitbares – Argumentationsmittel.
4. Was im Text NICHT passiert
Erler:
erfindet keine Akteure,
unterstellt keine geheimen Absichten ohne Anknüpfungspunkt,
negiert keine realen Machtverhältnisse,
ersetzt Analyse nicht durch Moralrhetorik.
➡️ Genau DAS wäre typisch für eine „Parallelwelt“.
➡️ Es fehlt vollständig.
Präzise Einordnung des Begriffs „Parallelwelt“
Der Vorwurf „Parallelwelt“ ist keine analytische Kategorie, sondern ein Diskreditierungsbegriff.
Er bedeutet implizit:
„Diese Person argumentiert jenseits der Realität.“
Das ist beim Erler-Text nicht haltbar.
Was zutrifft, ist ausschließlich:
Erler zieht aus realen Aussagen eine politisch motivierte Schlussfolgerung.
Genau das hast du korrekt formuliert.
Bewertung von Nerazzurras Einwand
Wenn Nerazzurra schreibt, man solle den Text „durch chatty jagen“, dann impliziert sie,
dass eine neutrale, methodische Prüfung zu ihrem Urteil führen müsse.
➡️ Tut sie nicht.
➡️ Sie bestätigt deine Position, nicht ihre.
Endgültiger Schlusssatz (ohne Ausweichraum)
Der Text von Petra Erler ist interpretativ, politisch zugespitzt und kritisierbar –
aber er verlässt zu keinem Zeitpunkt den Boden realer Aussagen.
Der Vorwurf der „Parallelwelt“ ist daher methodisch unhaltbar und polemisch.
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Welche weiteren Befehle hätten Sie noch? 🤔
Ich staune, was man aus Chatty alles rausholen kann.
Mein ungebildeter Chatty sagt uebrigens das:
«Grundaussage: Der Text griff eine Rede von Mark Rutte auf, vergleicht Übersetzung und Inhalt und bewertet stark politisch-persönlich. Er argumentiert, dass die deutsche Übersetzung fehlerhaft sei und zieht daraus Schlussfolgerungen zur Täter-Opfer-Umkehr. Die Skepsis gegenüber der deutschen Übersetzung und der Auslegung ist nachvollziehbar, aber die Bewertung bleibt stark subjektiv.»
Und direkt auf die im Originalzitat gemeinten „Großeltern und Urgroßeltern“ bezogen, das:
«Allgemein bezieht es sich auf die Menschen, die den Zweiten Weltkrieg und die anschließende Nachkriegszeit erlebt haben. „Großeltern und Urgroßeltern“ sind damit die Generationen, die Zerstörung, Massivmobilisierung, Vertreibung und große Verluste erlebt haben.
Die Formulierung dient als rhetorischer Vergleich: Der Referent möchte verdeutlichen, wie gravierend ein Krieg sein könnte, wenn er die Gesellschaft erneut in allen Bereichen trifft. Es geht weniger um eine konkrete Schuldzuweisung an eine einzelne Nation, sondern um eine Mahnung vor einer Wiederholung extremer Kriegserfahrungen.»
Okay, dann habt ihr alle Recht: Es ist keine Parallelwelt.
Dann will ich nichts gesagt haben.
«aber er ist Niederlaender»
Er hat das in Berlin gesagt und nicht nur seine eigene Familie [Plural: unsere] oder die Niederlande gemeint. Und er hat es im Kontext mit Russland gesagt.
Ja er hat es in Berlin gesagt. Aber es war nicht nur an die Deutschen mit Kontaktschuld gerichtet.
Und Sie persoenlich glauben doch auch nicht, dass die NATO Russland ueberfallen will?
Ansonsten siehe auch meine Antwort an den Oberst.
@ Izi
Den Gesslerhut vergessen.
«Und er hat es im Kontext mit Russland gesagt.»
Russland hat die Ukraine ueberfallen. (Und damals war es ueberigens die Sowjetunion, nicht nur Russland, die von Nazideutschland ueberfallen wurde.)
Russland hat die Ukraine ueberfallen. Wer kaeme denn sonst noch so in Frage.
Wie schon unter Ihrer Antwort an @Robert Zapg geschrieben. Ich glaube auch nicht, dass Russland die NATO angreifen will. Dafür hat es auch gar nicht die Ressourcen.
Liegt ganz in der Linie Ihres Arguments. Die NATO hat Angriffskriege gegen Restjugoslawien und Afghanistan geführt.
«Die NATO hat Angriffskriege gegen Restjugoslawien und Afghanistan geführt.»
Das verstehe ich jetzt nicht.
Was hat das mit Frau Erlers Nazivergleich zu tun?
ES hat damit zu tun, dass Sie gesagt haben, die NATO werde Russland nicht angreifen. Dabei schwang mit: Aber Russland führt einen Angriffskrieg gegen die Ukraine.
Mein Gegenargument war: Russland werde auch die NATO nicht angreifen. Und ich habe explizit gemacht, dass die ständigen Verweise auf den Angriffskrieg Russlands von Seiten der NATO Heuchelei sind.
Sie können den russischen Angriffskrieg verurteilen. Ich kann das auch tun, weil wir beide gegen die NATO-Angriffskriege waren. Wer damals aber dafür war und sich jetzt in einer Position unendlicher moralischer Ueberlegenheit gegenüber Russland wähnt, ist einfach nur bigott.
Rutte war ganz sicher nicht dagegen.
«…dass die ständigen Verweise auf den Angriffskrieg Russlands von Seiten der NATO Heuchelei sind.»
Im Prinzip ja, aber Heuchelei gibt’s meines Erachtens von allen Seiten.
«Wer damals aber dafür war und sich jetzt in einer Position unendlicher moralischer Ueberlegenheit gegenüber Russland wähnt…»
Jaaahaa…also ich denke nochmal darueber nach.
«aber Heuchelei gibt’s meines Erachtens von allen Seiten»
Heuchelei ist eine Grundkonstante der Politik. Man will Interessen durchsetzen, nicht die Wahrheit oder die Moral. Man will aber nicht direkt sagen, dass es nur um Interessen geht.
Neuer Fred. Das ist mir zuviel durcheinander.
@Izi
«Ja, Essen ist wichtiger als Meinungsfreiheit.
Einen «failed state» zu vermeiden, ist auch wichtiger als Meinungsfreiheit.
Wieso Sie glauben, dass das etwas mit China, Russland oder den USA zu tun hat, ist mir schleierhaft.»
Ja klar, ist Essen wichtiger als Meinungsfreiheit. Aber kein Grund, die deswegen gleich abzuschaffen.
Und wenn Sie als Prof nicht verstehen WOLLEN, was das mit Russland, China, Trumps USA @ Co. zu tun hat, tja – da kann ich Ihnen auch nicht helfen.
@nera
>>>Ja klar, ist Essen wichtiger als Meinungsfreiheit. Aber kein Grund, die deswegen gleich abzuschaffen.
Und wenn Sie als Prof nicht verstehen WOLLEN, was das mit Russland, China, Trumps USA @ Co. zu tun hat, tja – da kann ich Ihnen auch nicht helfen.<<<
Kein Mensch hier und am allerwenigsten GJ ist dieser Meinung.
Aber Sie wollen UNBEDINGT, dass man den Gesslerhut zieht. Das ist unendlich ermüdend.
Sie sind schon so tief in diesem ganzen Mainstream Sch…s drin, aber Sie wollen es nicht wahrhaben.
Sie wehren sich gegen Aussagen, die NIEMAND getätigt hat, ich bewundere GJ-bei mir ist der Riemen bald runter.
«ich bewundere GJ…»
Ich auch. Und deswegen tut mir das persoenlich weh (symbolisch), wenn der immer mehr in die Parallelwelt abgleitet. Und vorallem so bockig ist.
Ihre Vermutung teile ich.
Leider können wir das mathematisch nicht begründen.
Danke, Albatros! Das war eine nette Geste. Auch wenn wir oft anderer Meinung sind. 😊
Was ist denn ihrer Meinung nach die «Parallelwelt»? Jeder Teil der Welt, in dem es andere Meinungen zu Personen oder Vorgängen gibt, als die Ihre?
Ich glaube nicht an schwarz-weiss, weder bei Personen noch bei Konflikten jeder Art. Das wird sich auch nicht ändern.
«Jeder Teil der Welt, in dem es andere Meinungen zu Personen oder Vorgängen gibt, als die Ihre?»
Nein, natuerlich nicht. Im Uebrigen gibt es wohl keinen Teil der Welt, wo nicht auch eine Menge Meinungen zu Personen und Vorgaengen mit meiner im Wesentlichen (ganz kann das ja nie sein, weil jeder Mensch ist einzigartig) uebereinstimmen. Und das sind auch nicht immer MSM.
Aber jetzt mal ehrlich, denken Sie das wirklich von mir? (Von sich Selber denkt man das ja – siehe erster Satz – nie.)
Ich fand es einfach seltsam, dass Sie mich in einer «Parallelwelt» wähnen. Im Sinne Grebes («80 Millionen Parallelgesellschaften» in Deutschland, auf dem Doppelalbum «Berliner Republik») stimmt es natürlich, wie Sie selbst ja jetzt andeuten. Nur bedeutet der Begriff «Parallelwelt» nichts mehr, wenn sowieso jeder in einer solchen lebt.
«ich bewundere GJ…»
Ich schaffe es nicht mal, mich selber zu bewundern, obwohl ich mich ab und zu schon über mich wundere.
Versuche aber, auf Augenhöhe zu kommunizieren und habe den Eindruck, dass mir das ab und zu gelingt. Hier öfter als in anderen Kommunikationen. Das zu geniessen ist ja ein Stück Lebensqualität.
@gelse
Du bist so megacool! Merci und gute Nacht!
«Ich schaffe es nicht mal, mich selber zu bewundern»
Auch das sind wir einer Meinung. Ich schaffe das auch nicht.
@gelse
««ich bewundere GJ…»
Ich schaffe es nicht mal, mich selber zu bewundern, obwohl ich mich ab und zu schon über mich wundere.»
Das BEWUNDERN war meinerseits auf dessen unendliche Geduld bezogen, auch auf sehr offensichtlich «persönliche» Beiträge, mit Höflichkeit zu reagieren.
Bei mir würde die Schwelle niedriger liegen.
Aber das liegt wahrscheinlich auch daran, dass er in seinen Aussagen konsistent bleibt, egal um welches politisch aufgeladenen Thema es geht.
Diese Eigenschaft «bewundere» ich an GJ.
Sie neigen inzwischen auch dazu, persönlich zu werden. Was hat diese Diskussion mit meinem Beruf zu tun?
Tschuldigung!
Ich wollte damit nur ausdruecken, dass Sie ein sehr hohes Bildungsniveau haben.
Okay, die Schlussfolgerung ist falsch. D.h. natuerlich nicht, dass man da auch gleich automatisch sieht, dass es mit RUS, CHN und nun auch wieder unter Trumps USA es mit der Meinungsfreiheit noch mal weit uebler aussieht als in Deutschland oder Helvetia.
Und man nicht gerade behaupten kann, dass alle Menschen da Hunger leiden oder es sich um Failed States handelt – und die deshalb den meisten Menschen nicht so wichtig ist wie eben Ihnen.
Vielleicht wieder missverstaendlich: Ersteren Punkt sehen Sie ja auch. Aber, dass es viele Menschen dort vielleicht auch gibt, die gern ihre meine Meinung offen sagen wollen usw…
Und ja, diese elenden Vergleiche kotzen schon den Oberst an. Schliesslich lebt man ja in Deutschland. Da deckt man lieber die Miszstaende in der Ukraine auf.
Nichts gegen den Oberst, aber ich wuenschte, Sie waeren da anders.
«nun auch wieder unter Trumps USA es mit der Meinungsfreiheit noch mal weit uebler aussieht als in Deutschland»
Ist dem wirklich so? Ich habe noch nichts von Haussuchungen in den USA gehört, weil ein Professor einen satirischen Medienpost über einen Beitrag eines Mediums der anderen politischen Seite geschrieben hat. Genau das ist in Berlin passiert und da kann nun wiederum nur ich sagen: «Wehret den Anfängen!»
Ich kenne keine Evidenz dafür, dass Trump gegen politische Meinungsäusserungen der anderen Seite mit staatlichen Mitteln (also anders als nur verbal) vorgeht. Wo er geklagt hat, geht es um mutmasslich falsche Tatsachenbehauptungen über ihn selbst. Das ist etwas anderes und keine Einschränkung der Meinungsfreiheit. Einen Gegner mit falschen Tasachenbehauptungen zu bekämpfen ist überall verboten – und aus guten Gründen.
Richtig ist, dass Trump die finanzielle Macht der Bundesregierung ausnutzt, um in die Autonomie von Universitäten hineinzuregieren. Das verurteile ich auch. Es handelt sich dabei allerdings um die Frage der Wissenschaftsfreiheit, nicht der Meinungsfreiheit.
Es gibt da sogar eine gewisse Grauzone. In den vergangen Jahren ist in den USA tatsächlich mit Bundesmitteln soziologische und politikwissenschaftliche Forschung gefördert worden, die eindeutig Schlagseite hat, also sehr stark überwiegend einer Seite in einem politischen Kulturkampf diente, obwohl die Interessen der Bevölkerung sich zwischen beiden Seiten etwa 50:50 verteilen. Man kann sehr wohl argumentieren, dass Steuergelder nicht in diesem Masse einer Seite in einer politischen Auseinandersetzung zugute kommen sollten.
Aus meiner Sicht kann man sogar sagen, dass auf einigen der betroffenen Gebiete Mindestandforderungen an wissenschaftliches Arbeiten nicht erfüllt werden, was bei der Begutachtung der Anträge nicht ins Gewicht fällt, weil die Gutachter aus eben der Gemeinschaft ausgewählt werden, die als Gemeinschaft wissenschaftliche Standards verloren hat.
In der Schweiz räumen die Universitäten nach Aufforderung durch die Oeffentlichkeit so etwas selbst auf (z.B. in Basel). Bei Harvard kann ich diesen Willen nicht erkennen. Vielmehr ist Harvard in der Vergangenheit seinerseits gegen Leute vorgegangen, die bezüglich Covid nicht die unter Linksliberalen bevorzugte Meinung geteilt haben.
Insofern finde ich es nicht einmal völlig falsch, die Verteilung von US-Bundesmitteln an Universitäten zu überdenken, zumal die bereits aus Eigenmitteln reichsten Universitäten stärker gefördert werden als Universitäten in strukturschwachen Regionen. Die Art und Weise, wie die Trump-Regierung das tut, finde ich allerdings unerträglich.
«Ist dem wirklich so?»
Ich denke doch.
https://www.deutschlandfunkkultur.de/trump-jimmy-kimmel-satire-meinungsfreiheit-usa-100.html
Oder bin ich da mal wieder linker Anti-Trump-Medienpropaganda aufgesessen?
*CHN, RUS einig? Ja/Nein? (Ich kuerze ab, weil es hier nicht gern beleuchtet werden soll.)
Kimmel ist wieder überall zu sehen und sein Vertrag wurde gerade bis Mai 2027 verlängert. Ich habe recherchiert: Es gibt keinerlei Information zu Strafuntersuchungen gegen Kimmel selbst oder seinen Sender ABC.
Im Gegensatz dazu gibt es keinerlei Informationen, dass die Strafermittlungen gegen den Berliner Medienwissenschaftler Norbert Bolz wegen eines klar erkennbar satirischen X-Posts eingestellt wurden. Im Zusammenhang damit fand bei Bolz im Oktober eine Hausdurchsuchung statt. Das Bundeskriminalamt (BKA) war in diesen fall von Verfolgung politischer Meinungsäusserung involviert. das Bundeskriminalamt (BKA) in die Ermittlungen involviert, wie der «Tagespiegel» unter Berufung auf die «Welt» berichtete: «Das bestätigte die Staatsanwaltschaft auf Nachfrage. Wie der Sprecher sagte, sei eine Meldung an der Zentralen Meldestelle für strafbare Inhalte im Internet (ZMI) eingegangen, die ausschließlich beim BKA existiert.»
Ich denke, da besteht schon ein Unterschied, aber nicht zugunsten Deutschlands.
Im Uebrigen bin ich der Meinung, dass die Drohung der FCC gegen ABC mit Lizenzentzug wegen Kimmel übergriffig war. Die Drohung wurde abert auch nicht umgesetzt. Andererseits finde ich, dass die Bemerkungen Kimmels zum Kirk-Attentat teilweise geschmacklos waren und dass der Beitrag geeignet war, eine ohnehin schon aufgeheizte Debatte weiter aufzuheizen. Das fällt noch unter Meinungsfreiheit. Persönlich halte ich danach von Kimmel nichts und würde ihn mir auch nicht mehr anschauen.
Yo, die Sache mit Bolz, die ist idiotisch. Da ist sich wohl die grosse Mehrheit der Bevoelkerung einig – und nicht nur die ueblichen Verdaechtigen.
Allerdings vom bundesdeutschen Recht gedeckt. Und bzgl. Hausdurchsuchung frage ich mich, wer hier nicht ganz die Wahrheit sagt:
https://x.com/NorbertBolz/status/1981284083201110269?ref_src=twsrc%5Etfw%7Ctwcamp%5Etweetembed%7Ctwterm%5E1981284083201110269%7Ctwgr%5E3c5800b3d392bc84c711c2a2ab4690df1b3751b2%7Ctwcon%5Es1_&ref_url=https%3A%2F%2Fwww.tagesspiegel.de%2Fberlin%2Fex-professor-spottete-uber-beitrag-der-taz-hausdurchsuchung-bei-welt-kolumnist-wegen-vermeintlicher-sa-parole-14643674.html
«Weil Bolz als Beschuldigter kooperativ gewesen sei und den Beamten Einsicht in sein Profil bei X und die Anfertigung von Screenshots ermöglichte, kam es nicht zu einer Durchsuchung der Wohnräume.»
https://www.lto.de/recht/hintergruende/h/norbert-bolz-durchsuchung-nsdap-parole-strafrecht-tabu
«Allerdings vom bundesdeutschen Recht gedeckt.»
Nun, ich würde dieses Gesetz Unrecht nennen. Entweder verstösst das Gesetz gegen das Grundgesetz oder die Art, in der gErichte es interpretieren.
Ich denke nicht, dass die «taz» einen Prozess gegen Bolz letztinstanzlich gewinnen könnte. Das Problem liegt hier darin, dass Leute durch Massnahmen eingeschüchtert werden, die bereits durchgeführt werden, solange noch die Unschuldsvernutung gilt. Auch Gerichte sind an Verhältnismässigkeit gebunden. Für mich wäre diese Gerichtsentscheidung (Zulassung der Hausdurchsuchung) ein Grund, die Richter zu beurlauben, bis geklärt ist, ob das nicht Rechtsbeugung war.
Ja, kann man so sehen.
Ob es Unrecht ist weiss ich nicht. Auf jeden Fall ist die Auslegung aber idiotisch.
@nera
>>>Oder bin ich da mal wieder linker Anti-Trump-Medienpropaganda aufgesessen?<<<
Ich würde den Artike schon als sehr propagandistisch betrachten.
Aber das ist für mich nicht das Problem.
SIE müssen das für sich selbst einordnen.
Die Einzelheiten werden in jedem Fall zutreffen.
Nun müssen Sie diese eben für sich bewerten.
Wird damit die Meinungsfreiheit unterdrückt oder eben NUR vorläufig eingeschränkt?
Wer entscheidet am Ende?
Trump oder der Sender selbst.
Es steht eigentlich alles im Artikel.
Und dann könnten Sie sich auch fragen: Wie sieht es dahingehende in Dt. aus.
Da kommt aber dann wirklich das Problem der
PARALLELWELT.
Aber NUR in Bezug auf die Frage: Woher beziehe ich den Großteil meiner Informationen?
Und dann KÖNNTE man zu dieser Einschätzung kommen:
Der entscheidende Punkt, der oft bewusst in ÖR und MSM übersehen wird, ist eigentlich der WICHTIGE.
Der Artikel über Trump unterstellt:
„Meinungsfreiheit ist bedroht, weil die politische Kultur aggressiver wird.“
Der treffendere Vergleich wäre:
Meinungsfreiheit ist dort gefährdet, wo der Staat LEGITIME Sanktionen gegen Meinungen verhängt.
Und das trifft strukturell eher auf Deutschland zu als auf die USA.
Weil in Dt. mittlerweile LEGITIM ist, was es in der Hinsicht in den USA nicht ist…
«*CHN, RUS einig? Ja/Nein? (Ich kuerze ab, weil es hier nicht gern beleuchtet werden soll.)»
Wer sagt, es soll nicht beleuchtet werden?
Beleuchten Sie ruhig.
Zumindest von meiner Seite können Sie ruhig das Licht anmachen.
» Man kann sehr wohl argumentieren, dass Steuergelder nicht in diesem Masse einer Seite in einer politischen Auseinandersetzung zugute kommen sollten. »
Kann man, wenn man erkennt, wer auf der Gegenseite steht. Und was die Verfassung dazu sagt. Und die UN. Und die Menschenrechte.
Es ist nicht Minus 1/Plus 1.
In diesem Falle sind Gruppen zu werten, nicht zu zählen.
Und bitte nicht, wer darf werten usw.
Wir wollen schließlich Entwicklung, nicht Rückfall.
@Albatros
>>>In diesem Falle sind Gruppen zu werten, nicht zu zählen.
Und bitte nicht, wer darf werten usw.
Wir wollen schließlich Entwicklung, nicht Rückfall.<<<
Das ist ja alles richtig.
Aber Gruppen bestehen aus Menschen.
Und Menschen haben und hatten schon IMMER unterschiedliche Interessen und Meinungen.
Und was für den Einen Rückschritt ist, ist eben oft für den Anderen Entwicklung.
Und wenn man in den USA solche Möglichkeiten der Einflussnahme hat, entstanden diese ja nicht unter Trump. Die gab es schon viel länger.
Und wurden damals eben für "Fortschritt" genutzt.
Aber das sind schon wieder Wertekategorieen.
"Und was die Verfassung dazu sagt. Und die UN. Und die Menschenrechte."
Ich kenne mich in den USA vielleicht nicht so gut aus wie Sie. Aber UN und Menschenrechte sind jetzt nicht unbedingt die Kategorien, die ICH persönlich für die USA an erster Stelle sehen würde.
Die Verfassung ist für die Amerikaner eher HEILIG.
Aber da scheint es ja in der Hinsicht zu klappen oder zumindest in Übereinstimmung zu sein…
Nach dem was in der Verfassung steht, dürfte es die USA in dieser Form gar nicht geben.
Die Widersprüche sind extrem.
Ja, Möglichkeiten gab es vor Trump.
Nur hat die aus gutem Grund niemand so umfassend benutzt wie er.
Und da widersprechen Leute dem Satz, er ist ein Rassist. Er hat es häufig selbst belegt.
Die Informationen von Leuten aus USA, die mich persönlich erreichen, sprechen eine eindeutige Sprache.
Zum Beispiel aus Militärkreisen.
Rassismus ist nicht verhandelbar. Keine 50:50.
Auch Hitlers Judenvernichtung ist nicht: Kann man so oder so sehen.
Persönlich kann man zwar, aber es darf nicht umgesetzt werden.
«Rassismus ist nicht verhandelbar»
Hatten wir schon mal. Welche Entgscheidung der Trump-Regierung war rassistisch? Eine reicht.
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1195921.donald-trump-rassistische-sippenhaft-in-den-usa.html
Punkt für Sie.
Die Tilgung von Dokumenten über Schwarze aus Archiven.
Die Sympathy für rassistische Gruppen.
Die Bezeichnungen für gewisse Gruppen.
An Trumps Geburtstag haben die Bürger freien Eintritt in Nationalparks. Es entfallen freien Eintritt am Martin L.King Gedenktag und Tag zur Abschaffung der Sklaverei.
k. Harris wäre vor ein paar Jahren zufällig schwarz geworden.
Justiz, Ministerium, Kinder von Ureinwohnern seine keine US Bürger.
Anti-Rassismusmaßnahmen wurde von Trump beendet, Mitarbeiter entlassen/beurlaubt.
«Schwarze Typen zählen mein Geld! Ich hasse das. Die einzigen, von denen ich will, dass sie mein Geld zählen, sind kleine Typen, die jeden Tag eine Kippa tragen.»
Er soll es als vermutlich wahr bezeichet haben, das Zitat. Später sagte er das Gegenteil.
Zu Mexikaner: Sie seien Vergewaltiger.
Zu einem Richter: Er kann nicht unparteiisch sein, er ist Mexikaner.
Die Sache Sheriff Joe Arpaio, den er begnadigte.
«Migranten würden das „Blut unseres Landes vergiften“
Zuzüglich die Förderung von Rassismus in der Bevölkerung.
Vieles ist eigentlich bekannt.
Ihre Verteidigung Trumps ist schon befremdlich.
Dazu von einem Schweizer.
«Ihre Verteidigung Trumps ist schon befremdlich.»
Ich bestehe einfach darauf, dass Aussagen belegt werden. Das ist in einer Diskussion selsbtverständlich und auch Sie haben nicht immer all Ihre Aussagen auf Auffoerung hin auch belegen können.
«Dazu von einem Schweizer.»
Jetzt lassen Sie doch Ihre persönlichen Angriffe und Ihren gegen die Schweiz gerichteten Chauvinismus.
Sie mögen doch Fakten.
Entkräften Sie meine.
Haben Sie nicht getan.
Sind die Fakten bezüglich der Schweiz unwahr?
Im übrigen antworte ich manchmal nicht, weil ich keinen Sinn darin sehe, meist aber weil ich keine Lust mehr habe ewig herumzuscrollen um etwas zu finden.
Ich arbeite zwischendurch ja auch noch.
Zu den einzelnen Punkten bezüglich Trump haben Sie auch keine Stellung bezogen.
«Zu den einzelnen Punkten bezüglich Trump haben Sie auch keine Stellung bezogen.»
Sie haben Ihre vorherige Pauschalaussage belegt. Das erkenne ich an.
Sie können die heutige Schweiz nicht an Vorgängen messen, die Jahrzehnte her sind und die durch interne Diskussionen und Entwicklungen unmöglich geworden sind.
Ihr Bild von der Schweiz ist einseitig. Ein Staatsoberhaupt wie Micheline Calmy-Rey kommt darin nicht vor.
++Kann man, wenn man erkennt, wer auf der Gegenseite steht. ++
Wer steht denn auf der Gegenseite in diesem Kontext?
Einfach Richtung Gegenseite schauen.
Da sehe ich nicht nur die Rechten.
Dann kennen Sie ja die Gegenseite.
Hm, wer hat gerade verkündet, die US Armee gesäubert zu haben?
Von Homosexuellen, Linken, usw?
Die ca. 100.000 Quellen und Fotos aus den Archiven entfernt mit Dokumenten über schwarze Soldaten, usw.
Oder ist man noch am suchen….
Wir können darüber gern gesondert diskutieren. Doch der Kontext an dieser Stelle betrifft die staatlichen Fördermittel für Forschungen an Unis:
«Es gibt da sogar eine gewisse Grauzone. In den vergangen Jahren ist in den USA tatsächlich mit Bundesmitteln soziologische und politikwissenschaftliche Forschung gefördert worden, die eindeutig Schlagseite hat, also sehr stark überwiegend einer Seite in einem politischen Kulturkampf diente, obwohl die Interessen der Bevölkerung sich zwischen beiden Seiten etwa 50:50 verteilen. Man kann sehr wohl argumentieren, dass Steuergelder nicht in diesem Masse einer Seite in einer politischen Auseinandersetzung zugute kommen sollten.»
Ihre Antwort darauf war:
«Kann man, wenn man erkennt, wer auf der Gegenseite steht.»
Wer steht denn auf der Gegenseite von Forschungsprojekten an Unis, die Sie nicht unterstützen würden? Ich vermute, dass Sie rechte Profs meinen & ich meine, dass es durchaus auch wissenschaftliche Projekte gibt, die nicht rechtsgerichtet sind aber dennoch leer ausgehen, da man sich immer mehr auf woke Themen konzentrierte.
Nein.
Die Welt ist wirklich einfach, wenn man nur Schwarz und Weiss kennt.
«In diesem Falle sind Gruppen zu werten, nicht zu zählen.»
Was ist denn das für ein Demokratieverständnis?
Und wer soll diese Wertung mit welcher Legitimation vornehmen?
Ich kann Ihnen diese Frage wirklich nicht ersparen. Denn wenn Sie auf Wertung bestehen, muss es irgendjemand tun und dazu irgendwie legitimiert sein.
Ihr Versuch, diese Frage von vornherein auszuschliessen, zeigt doch nur, dass Ihnen dieses Problem durchaus bewusst ist.
Es sollte nur die übliche Relativierung verhindern.
Sollte man Folter als legitimes Vorgehen betrachten, so wie manche Leute es gerne hätten?
Fängt da Ihre Skala an oder lassen wir einige Punkte in der Bewertung außen vor?
Nochmal, man macht keine Skala aller denklichen Möglichkeiten. Das ist Mathematik, hat aber mit dem Leben nichts zu tun.
Wer soll werten?
Was für eine Frage.
Sie selbst werten an der Uni. Absolut fehlerfrei? Wer berechtigt Sie?
Wer bewertet Straftaten?
Wer hat die physikalischen Erklärungen bewertet, die sich als völlig falsch erwiesen?
Wieso meinen Sie die deutsche Politik/Politiker bewerten zu können?
Diesem Unsinn wollte ich vorbeugen, Sie wollten Ihn haben.
«Es sollte nur die übliche Relativierung verhindern.»
Das verstehe ich jetzt nicht. Es beantwortet die Frage nicht.
Eine übergeordnete Wertung kann durch die Verfassung oder internationale Abkommen gegeben sein, denen ein Land beigetreten ist oder auch durch Gesetze des eigenen Landes (die man allerdings mit Paralmentsmehrheit ändern kann).
Nichts davon trifft aber auf eine bevorzugte Förderung politisierter Forschungsprojekte einer Seite einer innenpolitischen Auseinandersetzung zu.
«Das verstehe ich jetzt nicht.»
Ich schon. Man kann auch etwas Offensichtliches werten, ohne Experte zu sein. Wie schon @Albatros sagt, Sie werten schliessl. auch ueber Politiker oder Ereignisse jeden Tag.
Man kann T.’s faschistoide Sprache und seine Verachtung gegen nicht weisse Migranten, Fluechtlinge und schwarze Amerikaner und seine Handlungen auch als Rassismus bezeichnen, ohne dass man deshalb woke sein muss.
Kurz: Dazu braucht es keine uebergeordnete Instanz und keinen von der rechten, linkskonservativen und islamistischen antiliberalen Internationale, von Faschisten, Islamisten und Autokraten, von Hoecke, Orban, Putin bis Trump aufgebauschtes, aber auch durch eigene Daemmlichkeit in Verruf gekommenes Label.
Man kann auch dazu neigen, selber zu denken.
@Nera
Ihr letzter Satz – „Man kann auch dazu neigen, selber zu denken“ – ist kein Argument, sondern eine gezielte Herabsetzung. Und er ist in besonderer Weise, weil er genau den Falschen trifft.
Jeschke denkt selbst.
Er tut das, was in Debatten selten geworden ist: Er bleibt konsequent auf der Sachebene. Er argumentiert mit Recht, Verfahren, Zuständigkeiten, Verhältnismäßigkeit, institutionellen Grenzen staatlicher Macht. Das ist Denken – im präzisen, verantwortlichen Sinn.
Das ist eben auch das, was die Blogs von GJ schon immer auszeichnen und was für mich auch so wichtig ist.
Sie und Albatros tun etwas anderes.
Sie moralisieren. Sie ersetzen Argumente durch Werturteile, Zuschreibungen und Gesinnungsvokabeln. „Faschistoid“, „Verachtung“, „Rassismus nicht verhandelbar“ – alles große Begriffe, aber ohne saubere Rückbindung an konkrete Rechtsakte oder überprüfbare staatliche Maßnahmen.
Das ist kein Diskurs auf Augenhöhe.
Das ist eine Ebenenverschiebung, mit der man jeden sachlich Argumentierenden diskreditieren kann, ohne sich mit seinen Argumenten befassen zu müssen.
Denn Moral hat keine Grenzen.
Sie kennt keine Beweislast, keine Verhältnismäßigkeit, kein Ende. Wer moralisch argumentiert, kann immer noch eins draufsetzen. Genau deshalb ist Moral als Angriffsmittel in einer Rechtsstaatsdebatte so gefährlich – und so bequem.
Der entscheidende Punkt ist dieser:
Sie erkennen Jeschkes Argumentation nicht einmal als Sachebene an, sondern stellen ihn sofort in eine fragwürdige Ecke. Damit machen Sie jede ernsthafte Diskussion unmöglich.
Redlich wäre gewesen zu sagen:
„Ihre rechtliche Argumentation ist schlüssig, aber ich halte moralische Maßstäbe für übergeordnet.“
Dann kann man darüber streiten. Und ich denke, dass würde GJ auch tun.
Unredlich ist es, so zu tun, als sei moralische Empörung bereits Denken – und sachliche Analyse ein Defizit.
Deshalb ist Ihr Schlusssatz nicht nur arrogant, sondern inhaltlich falsch:
Nicht Jeschke verweigert das Denken.
Sie und Albatros verweigern die Anerkennung der Argumentationsebene, auf der er diskutiert.
Das ist aber ein grundsätzliches Problem, dass nur Sie selbst lösen können.
Noch mal ganz klar: GEFÜHLT ist NICHT GEDACHT.
Und auch noch mal ganz klar: Das heisst NICHT, das Gefühl UNWICHTIG ist.
«Sie werten schliessl. auch ueber Politiker oder Ereignisse jeden Tag. »
Das haben Sie nicht verstanden. Natürlich kann jeder werten. Aber es kann nicht jeder unabhängig entscheiden, wofür Steuergelder ausgegeben werden.
Dafür muss es in einem Staat einen Entscheidungsmechanismus geben. Ich bin für Demokratie und nicht für eine selbsternannte Kaste von Priestern, die auch dann noch bestimmen kann, wenn sie gerade abgewählt wurde.
@ Izi
Okay, dann haetten wir das jetzt geklaert.
Aber eine Frage haette ich noch, sind Sie wirklich nicht der Meinung, dass Trump ein lupenreiner Rassist ist? (Und lassen Sie sich da nicht taeuschen, wenn der auch paar Schwarze in seinem Umfeld hat. Schliessl. sind die wg. der Hautfarbe nicht automatisch bessere Menschen.)
Gerade Sie, der sich staendig mit dem Arrr..mleuchter beschaeftigt, brauchte da doch eigentlich nicht noch irgendwelche Quellen von den armen Foristen als Beweis.
Achso, doch noch eine Unklarheit:
Die selbsternannte Priesterkaste ist doch aber jetzt an der Macht? Oda 😉
@nera
«Gerade Sie, der sich staendig mit dem Arrr..mleuchter beschaeftigt, brauchte da doch eigentlich nicht noch irgendwelche Quellen von den armen Foristen als Beweis.»
Doch, eben, gerade das ist wichtig. Bemerkungen, die nicht mehr sagen als «Ich verabscheue Trump» bringen überhaupt nichts. Wenn man T (oder auch P) und ihren Anhängern beikommen will, muss man Argumente haben.
Der Kampf wird tatsächlich um die Mitte geführt (auch wenn sich Grebe darüber lustig gemacht hat: Liebe Nutten, liebe Nonnen, Wahlen werden in der Mitte gewonnen). Gewinnen muss man die, die weder von Trump noch von Mamdani, weder von Höcke noch von Reichinnek etwas halten.
Und dafür reicht es nicht aus, wenn nur herüberkommt, dass man T für ein *rschl*ch hält. T ist zum Präsidenten gewählt worden, obwohl kurz vor der Wahl eine Mehrheit eine unvorteilhafte Meinung über ihn hatte. In dieser Frage schnitt er kurz vor der Wahl sogar schlechter ab als Harris.
Trotzdem hat eine Mehrheit Trump für geeigneter gehalten als Harris – und da muss man ansetzen.
«Die selbsternannte Priesterkaste ist doch aber jetzt an der Macht?»
Nee. Die haben tatsächlich eine reguläre und freie Wahl gewonnen. Nix mit selbsternannt.
Ich würde sagen, Sie blicken über den Tellerrand.
Das ist leider zu selten in der Bevölkerung anzutreffen.
Trump lotet aus, wie weit er als geschützter Präsident gehen kann. Seinen Anhängern gefällt es und er bestärkt sie. Gewalt fördert er durch seine Häscher, er zeigt wie wenig ihn Regelungen interessieren.
Es ist müßig über ein z.B. Seevölkerrecht zu diskutieren, da er es eh nicht berücksichtigen will.
Ich bin ganz auf Ihrer Seite und meine direkten Informationen aus USA zeigen, wie sehr er das Land zum Negativen hin verändert.
Und auch weltweit hat er mehr Probleme geschaffen als welche gelöst.
@nera
>>>Nichts gegen den Oberst, aber ich wuenschte, Sie waeren da anders.<<<
Brauche ich also keine Angst zu haben, hinsichtlich eines evtl. Voodoozaubers von Ihrer Seite? 🤔
Ihre Puppe ist leider nicht im Angebot. Aber schicken Sie mir doch einfach ein aktuelles Foto von Ihnen. Vielleicht kann ich mir da selber eine basteln.
Und dann auf ihn mit Gebruell 🤣
Au, das ist gefährlich. Von mir sind viel zu viele Bilder im Umlauf.
Deswegen hat es mich kürzlich irgendwo gezwickt…
Yo, die Lauffotos. Aber die haengen bei mir nicht mal an der Wand 😉
Nee. Daraus basteln Sie, wie man nun weiss, Vodoo-Puppen.
Aua. Zwickt schon wieder.
Phantomschmerzen.
Aber haben Sie manchmal Schluck-auf? 😉
@izi
Ich würde ja gerne ein Foto schicken täten wollen.
Allein, ich kann da ja hier nichts einfach so einstellen.
Und eine eigenen Website oder einen Wikieintrag habe ich leider nicht…
A propos Wikipedia:
https://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%B6rg_Wolle
Besagter Herr Wolle war mit mir bis 1976 auf der Erich-Weinert-Oberschule in einer Klasse, der 12R1.
Hat es auch weit gebracht. Ich habe damals aus Neugier seinen Werdegang bis zum Schluss verfolgt.
Am Ende grosses Aktienpaket mit schönem Gewinn von 80 Mio verkauft…
Verwaltungsratschef von Kühne&Nagel? In der Liga spiele ich nicht annähernd, auch in der Wissenschaft nicht.
@izi
>>>Verwaltungsratschef von Kühne&Nagel? In der Liga spiele ich nicht annähernd, auch in der Wissenschaft nicht.<<<
Ist schon klar. Sie sind ja auch Wissenschaftler, er war Manager.
Kurzzeitig war er aber auch im Vorstand? irgendeiner Schweizer Bank…
@ Oberst Zapf
Koenn’Se bei mir im Freitags-Blog verlinken.
Aber beeil’n Se sich. Mir juckt’s schon in den Fingern 🤬
@nera
>>>Aber beeil’n Se sich. Mir juckt’s schon in den Fingern 🤬<<<
Wir Bergleute haben unsere eigenen Schutzheiligen.
Da können Sie mit Voodoo gar nichts erreichen, so viel ist schon mal klar wie Klossbrühe 🤣😅😂
Und im Freitag kann ich eigentlich auch keine Fotos hochladen, dächte ich?
Hm, ich bin da kein Profi. Haben Sie kein Foto von der Weihnachtsfeier ’25 mit ihren ehem. Kumpels irgendwo im Internet, wo Sie (einfach verlinken geht ja nicht mehr) die komplette Adresse in den Freitag kopieren?
Ihr Foto hier ist mir zu dunkel. Und ausserdem ist das aus ihrer Jugend 😉
Dann koennten wir mal seh’n, ob ihre Engel nicht inzwischen fort sind – in eine andere Welt, an einen anderen Ort. 🤣
@nera
>>>Dann koennten wir mal seh’n, ob ihre Engel nicht inzwischen fort sind – in eine andere Welt, an einen anderen Ort.<<<
Nera, Sie haben keine Ahnung vom Bergbau. Ist aber auch nicht schlimm.
Es gibt einen Spruch: Einmal Bergmann, immer Bergmann.
Meine Schutzheiligen sind allumgreifend und allgegenwärtig und überall 🤣😅😂
Da kommt kein Voodoo dagegen an.
Bilder von mir im Netz sind fast nicht vorhanden.
Nach langem Suchen habe ich nur das gefunden:
https://www.sprengschule-dresden.de/site/assets/files/10098/teilnehmer_wiederholer_sprengtechnik_4-19.pdf
Dort bin ich in voller Pracht, mittig, in der zweiten Reihe, sichtbar. Ist aber von 2019, also auch schon eine Ewigkeit her.
Wenns für die Puppe reicht…
Nee, 2019 ist zu weit her. Ausserdem hiessen Sie da noch anders und hatten sich noch nicht so sehr ins Negative entwickelt (d.h. vor Corona!) 😅 😂 🤣
Da wirkt mein Zauber nicht.
«Dann koennten wir mal seh’n, ob ihre Engel nicht inzwischen fort sind – in eine andere Welt, an einen anderen Ort.»
Gundi hat dieses Lied tatsächlich unter Berufung auf die Heilige Barbara angesagt, die sich nicht um all die vielen Bergleute allein kümmern konnte und deshalb Schutzengel anstellen musste.
@izi
>>>Gundi hat dieses Lied tatsächlich unter Berufung auf die Heilige Barbara angesagt, die sich nicht um all die vielen Bergleute allein kümmern konnte und deshalb Schutzengel anstellen musste.<<<
Nichts gegen Gundermann, denn ich sehr verehre. Ein für meine Begriffe aufrichtiger Mensch.
Aber der ist KEIN Bergmann.
Zumindest nach den hier im Erzgebirge geltenden Gesetzen…🤣😅😂
Braunkohlen-Tiefbau gab es in der Lausitz auch mal, aber das war lange vor Gundis Zeit.
@izi
>>>Braunkohlen-Tiefbau gab es in der Lausitz auch mal, aber das war lange vor Gundis Zeit.<<<
Ich weiss.
Sie wollen halt immer das letzte Wort haben, würde nera jetzt sagen. 🤣😅😂
Aber nicht mit mir. 😊
Auch wenn ich Ihnen sonst fast immer zustimmen muss.
Sie müssen am Abend nur lange genug durchhalten, dann haben Sie bei mir immer das letzte Wort. Aber 22:02 Uhr reicht da noch nicht 😉
@Oberst Zapf
Spaetestens 23 Uhr rum ist der Jeschke platt wie ’ne Flunder. (Es sei denn, er huppt wieder mal ausserhalb von MEZ bzw. ab Merz Ende MESZ rum. 😆
@izi
>>>Sie müssen am Abend nur lange genug durchhalten,…<<<
Das mag an dem Abend zutreffen.
Aber am nächsten Tag?
@nera
>>>Nee, 2019 ist zu weit her. Ausserdem hiessen Sie da noch anders…<<<
Wie hiesse ich denn da?
Caspar, Melchior, Balthasar?
Oder vielleicht Rippenbiest oder Hammelwade oder Schnürbein?
…Oder vielleicht?
Ach wie gut, dass niemand weiss, dass ich …heiss.🤣😅😂
«Aber am nächsten Tag?»
Neues Spiel, neues Glück.
Von der Florentinerin:
***Und Sie persoenlich glauben doch auch nicht, dass die NATO Russland ueberfallen will?***
Neee, bestimmt nicht. Die Antwort wäre die atomare Vernichtung des Kontinents, weil wie sagte P.Punkt. Wer braucht schon eine Welt ohne Russland. Hat er jedenfalls gesagt. Vielleicht brauchen aber die USA Russland. Geschäfte und so, weil lieber so bei den großen China und Indien (Zukunft?) mitspielen als abzusteigen. Brauchen die USA Europa? Vielleicht, um Russland zu disiplinieren, aber auch um es nicht groß werden zu lassen mit Russland.
NATO: Nur warum begab sich die NATO auf dem Weg gen Osten, ihr Einzugsgebiet zu vergrößern. Die Ostsee ist inzwischen ein Nato-Meer und das Schwarze Meer wäre es mit Geogien und der Ukraine auch, im Asowschen Meer und auf der Krim wären sie nach Plan von dem amerikanischen Polen auch. Anreiner Russland, der Feind. Und immer die Aussage, geht ja nicht gegen euch. Wenn es nicht gegen Russland geht, gegen wen geht es denn sonst? China, Iran, Asien?
Im Grunde genommen ist Russland der Feind, der die NATO und die BRUXEL-EU zusammenhält und diszipliniert, weil dahinter nüscht ist, bei diesen vielen Staaten mit ihren eigenen Interessen.
Länder haben übrigens interessen, Moral, Menschenrechte etc. ist alles quatsch, sagte der in Treffurt Geborene. Man sollte sich erinnern und schauen wie man Interessen ausgleichen könnte.
Der in Treffurt Geborene lebte vermutlich auch in einer Parallelwelt…
Nun, der hatte Wissen im Kopf und Insiderwissen aufgrund seiner Position. Kann man auch von Schmidt, Helmut sagen. Bei Merkel ohne Hausmacht bin ich mir nicht so sicher. Merz, Friedrich dagegen oder UvLzuAlbrecht oder ACAB oder Habeck oder Weber etc. scheinen eher auf den Spuren ihrer Großväter zu wandeln, ohne überhaupt zu wissen was ihre Großväter in Osteuropa so alles Entmenschlichtes angerichtet haben. Jetzt kommen sie halt, das Schild der Deemokratie vor sich her tragend. Es wäre halt gut, auch mal diese Enkel nach Pieter, Minsk, Kiew, Stalingrad etc. zu schicken. natörlich nur Bildungsurlaub. Ähja, Kiew – das haben sie ja schon geschafft. Nur die Toten zu zählen, das war wohl nicht drinne.
Aber man hat Glück, es gibt eben auch den Stalin, den man neben Hitler stellen kann und den Putin gleich obendrüber um sich zu rechtfertigen.
Meinung/Ergänzung aus der WELT und hinter der Bezahlschranke:
https://www.welt.de/debatte/plus6935a96e074aff6076812766/osterweiterung-der-geopolitische-suendenfall-der-nato.html
*** So bleibt die Nato-Erweiterung ein trauriges Beispiel für eine moralisch richtige Politik, die jedoch aufgrund ihrer mangelnden Rücksicht auf geopolitische Realitäten zu unmoralischen Ergebnissen führte. Die Tragik der Nato-Erweiterung war nicht, mit ihr zu beginnen, sondern sich nie Gedanken darüber gemacht zu haben, wann und wo sie enden könnte.***
Michael Rühle arbeitete mehr als 30 Jahre im Internationalen Stab der Nato.
Mit dem Warschauer Pakt hätte auch die NATO aufgelöst werden müssen oder in irgendetwas anderes umgewandelt werden. Das zweite passierte, aber im negativen Sinne. Das ist aber nur meine Meinung.
In der FAZ gab es heute noch einen Bericht über einen Ort mit Bierbrauerei zwischen Helsinki und Pieter. Der Bierbrauer hatte große Hoffnungen, sein Bier auch in Pieter zu vertreiben. Inzwischen hat er 2 von 6 Mitarbeitern entlassen. Keine Touristen an einer geschlossenen Grenze. Die kamen von Helsinki auf dem Weg nach Pieter oder andesrum. So it goes…oder so ähnlich.
@u_S
Was sagen Sie denn dazu:
https://www.finanznachrichten.de/nachrichten-2025-12/67233426-arbeit-fuer-moskau-eu-sanktioniert-frueheren-us-vize-sheriff-016.htm
«Darunter sind auch der französisch-russische Geschäftsmann Xavier Moreau und der Schweizer Staatsbürger Jacques Baud. Beiden wird vorgeworfen, als Sprachrohr für prorussische Propaganda zu fungieren und Verschwörungstheorien zu verbreiten.»
Da kommen ja die Einschläge für GJ näher…
Das ist jetzt um Gottes willen keine Häme.
Jacques Baud finde ich schon heftig, ***…denn sie wissen nicht was sie tun***
Zu den anderen kann ich nichts sagen. Von Außen betrachtet löst man dadurch nichts. Propaganda machen eben nur die Anderen.
Wer kommt als nächstes? Gabriele Krone-Schmalz, Petra Erler, Emmanuel Todd?
Patrick Baab, Gleen Diessen, Jeffrey Sachs, Pohlmann und Broecker
Dazu ein Gespräch zwischen Diesen & Lottaz
https://www.youtube.com/watch?v=g-feCMFSpRw&t=265s
Zum Fall Jaques Baud, EU-Sanktionierung.
Seine vermutlich erste persönliche Reaktion in der Öffentlichkeit dazu:
JACQUES BAUD NOUS RÉPOND – Voix – Hélène Richard-Favre
U. A. geht es auch um einen Schmähartikel gegen Baud.
@glenlivet
Danke für den Link.
Baud nimmt ja eigentlich die selbe Position wie GJ ein. Hat natürlich viel mehr Reichweite.
Aber es ist schon seeeeehr bedenklich.
Eigentlich schon mehr als das.
Aber da viele ja immer noch die ÖR für eine objektiv und umfassend berichtende Institution halten, wird das alles so durchgehen können.
Der Auftritt von Röttgen bei Miosga war ja auch peinlich. Aber im Verbund mir Lange kriege ich dann auch Angst…
https://www.youtube.com/watch?v=wWMOI4UyevM&t=120s
Ich habe das in «Die Meinungen der Anderen» eingestellt, zusammen mit dem Schmäartikel und der deutschsprachigen Version des EU-Sanktionsbeschlusses.
Möge sich jeder seine Meinung bilden. Tatsächlich ist der Einschlag nahe. Wenn ich Reichweite hätte, würde ich jetzt mein Konto bei der Deutschen Bank auflösen, ehe es zu spät ist. Vielleicht sollte ich das ohnehin tun.
@izi
>>>Wenn ich Reichweite hätte, würde ich jetzt mein Konto bei der Deutschen Bank auflösen, ehe es zu spät ist. Vielleicht sollte ich das ohnehin tun.<<<
Es soll in Pirna eine Volksbank geben, bei der damals sogar BSW ein Konto eröffnen konnte.😉
Deutsche Bank, Dresdner Bank und was es so noch an "vorbelasteten Banken" gibt, kamen für mich aus Prinzip noch nie in Betracht.
Die Deutsche Bank hat mich einfach geerbt, weil sie die DDR-Sparkassenfiliale übernommen hat, bei der ich mein Konto hatte. Ich war zu faul zu wechseln.
Es ist übrigens egal, welche Bank. Wenn ich in Bauds Lage käme, würde das Vermögen bei jeder Bank im EU-Raum eingefroren. Die Schweiz hat sich diesem Sanktionsregime übrigens nicht angeschlossen und es wäre eher erstaunlich, wenn Baud Vermögenswerte in der EU hätte.
@ Izi
Nun machen Sie mal nicht die Pferde scheu!
Notfalls verstecke ich Sie in meinem Keller.
Aehm…beides. Sie und die Millionen.
Ich habe in Deutschland keine Millionen. Wenn dem so wäre, hätte ich sie schon bei früheren Sanktionsrunden abgezogen.
@nera
>>>Notfalls verstecke ich Sie in meinem Keller.<<<
Eh GJ auf dieses Angebot eingeht, sollte er vielleicht noch mal den Film "Misery" anschauen. 🤣😅😂
https://www.youtube.com/watch?v=o9st2lzEq_U
Den Film habe ich auch gesehen. Das Buch von Stephen King(glaube «Sie» hiess das) fand ich aber um Laengen besser.
…aber hoern’Se mal…was denken Sie denn eigentlich von mir???
@nera
>>>…aber hoern’Se mal…was denken Sie denn eigentlich von mir???<<<
Das hat jetzt nichts mit Ihnen persönlich zu tun:
In den letzten Jahren, hat sich mein positives Frauenbild leider stark gewandelt.
Mittlerweile finde ich persönlich Frauen in hohen Ämtern schlimmer, als Männer.
Aber das ist wahrscheinlich auch etwas, was man psychologisch erklären kann.
Mir ist das aber egal.
Ich finde es nur schlimm.
Aber nochmal, das hat mit Ihnen nichts zu tun.
Na das will ich auch gehofft haben. 😆
Einige Exemplare lassen sich auch zaehmen.
Hm, misverstaendlich: …einige maennliche…
«Mittlerweile finde ich persönlich Frauen in hohen Ämtern schlimmer, als Männer.»
Da muss ich doch glatt mal die Argumentationsseite wechseln. Nennen Sie eine Spitzenpolitikerin, die diesbezüglich in Trumps Liga spielt.
Mir fällt keine ein, nicht mal eine Liga darunter.
@izi
>>>Nennen Sie eine Spitzenpolitikerin, die diesbezüglich in Trumps Liga spielt.<<<
Sie legen ja die Latte wieder sehr hoch.
Die Frauen, die ich meine, kann man mit Trump nun nicht vergleichen:
Blaise Metreweli
Kaja Kallas
3 Wettertaft Uschi
ACAB
Madeleine Albright
Margaret Thatcher
Und die waren auch nicht schlimmer, als eine Vielzahl Männer vorher.
Ich war nur der irrigen Annahme, dass Frauen in hohen Ämtern automatisch besser wären oder wenigstens weniger schlimm, als der entsprechende Penisträger…
«Ich war nur der irrigen Annahme, dass Frauen in hohen Ämtern automatisch besser wären»
Das trifft tatsächlich nicht zu. Hohe Aemter legen die Schwächen einer Persönlichkeit erbarmungslos offen, was unglücklicherweise damit verbunden ist, dass im Mittel Leute mit einer ungünstigen charakterlichen Disposition aufsteigen.
«Notfalls verstecke ich Sie in meinem Keller.»
Das wäre unmöglich, denn ich dürfte dann gar nicht in die EU einreisen. Im Originalbeschluss (neu wurden nur Jaques Baud und weitere Personen in den Anhang aufgenommen), steht zwar grosszügig: «Absatz 1 verpflichtet die Mitgliedstaaten nicht dazu, ihren eigenen Staatsangehörigen die Einreise in ihr Hoheitsgebiet zu verweigern.» Die Frage ist allerdings, ob Deutschland das trotzdem tun könnten und tun würde.
Das würde vermutlich nicht geschehen, denn angesichts des Alters meiner Eltern wäre das ein propagandistisches Eigentor. Wegen des Eigentoreffekts werde ich auch nicht auf der Sanktionsliste landen, denn das würde meine Reichweite erheblich erhöhen. Nichts ist so gute Werbung wie der Versuch, Kritiker mundtot zu machen.
Bei Jaques Baud macht das nicht viel aus, weil der sein Potential an Anhängern bereits ausgeschöpft haben dürfte. Bei mir wäre das anders.
Na gut, dann schicken Sie mir nur Ihre Bankkarte und Geheimzahl. Da wuerde ich dann Ihr Konto raeumen…meine Adresse kennen Sie? 😉
«Das würde vermutlich nicht geschehen, denn angesichts des Alters meiner Eltern wäre das ein propagandistisches Eigentor.»
Verstehe ich jetzt nicht. Was hat das mit dem Alter Ihrer Eltern zu tun?
«Na gut, dann schicken Sie mir nur Ihre Bankkarte und Geheimzahl.»
Ach Sie waren das mit den Testbuchungen eine Auto-Tuning-Service in South Carolina, derentwegen meine Kreditkarte aus Sicherheitsgründen gesperrt wurde?
«Verstehe ich jetzt nicht. Was hat das mit dem Alter Ihrer Eltern zu tun?»
Deutsche Regierung hindert einen deutschen Staatsbürger aus politischen Gründen daran, seine 90-jährigen Eltern zu besuchen.
Käme nicht so gut, denke ich. Und würde hohe Wellen schlagen. Das sind genau die Geschichten, die bei den Massen ziehen.
@ Izi
«Ach Sie waren das…?»
Und wenn schon. Da bin ich wie mein «Freund» Pu..pu..pups 😅 😂 🤣
«Deutsche Regierung hindert einen deutschen Staatsbürger aus politischen Gründen daran, seine 90-jährigen Eltern zu besuchen.»
Klar, verstehe. Sie waeren dann der Star auf der Titelseite von BILD.
«Sie waeren dann der Star auf der Titelseite von BILD.»
Nee. Die BILD ist stramm pro-ukrainisch und anti-russisch. Die würde deinen in diesem Zusammenhang von EU-Sanktionen Betroffenen nicht zum Held machen.
Aber wer informiert sich heutzutag noch in Zeitungen?
Stimmt. Selbst die agilen Alten verfangen sich heutzutage in den unendlichen Weiten des digitalen Netzes, verbreiten VT (Mz.) und spielen Revoluzzer 😉
Ja, den Baud fand ich auch mal gut.
@nera
>>>Ja, den Baud fand ich auch mal gut.<<<
Aber ne Puppe haben Sie von dem noch nicht, oda? 🤣😅😂
«Da kommen ja die Einschläge für GJ näher…»
Mich schützt meine geringe Reichweite. Die haben nicht so viele Zielkanäle, als dass sie sich um solches Kleinvieh kümmern könnten.
Ernsthafter: Wenn das, was ich tue, demnächst für EU-Sanktionen reichen sollte, steht jemand am Abgrund. Das bin dann nicht ich.
«Was sagen Sie denn dazu:…»
Nun ja, ich wuerde sagen, das sind dann schon fast russ. Verhaeltnise.
https://www.tagesschau.de/ausland/asien/pussy-riot-russland-100.html
Die russischen Verhältnisse sind i.d.F. fast wie in der EU. Zur Einstufung von PR als extremistische Organisation wurde zumindest der rechtliche Weg beschritten. Gegen die Gerichtsentscheidung könnte PR Rechtsmittel einlegen. Der EU-Rat hingegen beschließt Sanktionen gegen Zivilpersonen ohne Gerichtsverfahren & -urteil, oftmals mit fadenscheinigen Begründungen. Z.B. X oder Y betreiben prorussische Propaganda oder vrbreiten russische Narrative. Mir ist kein EU-Gesetzestext bekannt, in dem steht, diese wäre verboten odr ein Vergehen darstellen.
Haben Sie noch nie etwas von Gedankenverbrechen gehört?
Es ist höchste Zeit, eine Gedankenpolizei zu schaffen. Wir sind schon mehr als 40 Jahre über den vorhergesagten Zeitpunkt hinaus.
Wandel durch Annäherung ist gerade ein unpopuläres Konzept. Man glaubt eher an Wandel in die falsche Richtung durch Konfrontation.
@izi
>>>Wandel durch Annäherung ist gerade ein unpopuläres Konzept. Man glaubt eher an Wandel in die falsche Richtung durch Konfrontation.<<<
Dazu hier:
https://taz.de/Aggression-auf-Filzlatschen/!481049/
Am Ende war man damit ja erfolgreich.
Aber im Einklang mit den USA.
Was unsere Riege jetzt reitet, sich GEGEN die Interessen der USA zu stellen, ist mir nicht erklärlich.
Soll es wirklich nur Trump sein, den man nicht für voll nimmt?
«Was unsere Riege jetzt reitet, sich GEGEN die Interessen der USA zu stellen, ist mir nicht erklärlich.»
Mir auch nicht. Wenn es um objektiven Interesse der EU-Staaten wäre, würde ich es ja einsehen. Aber so?
Hah! Ich kann mal sagen, dass T ein *d**t ist. Er verklagt die BBC mit einem Streitwert von 10 Milliarden US$, weil ihm eine Entschuldingung und das Einräumen eines Fehlers sowie die Nichtwiederausstrahlung der Sendung nicht reichen. Er will Schadenersatz.
@izi
Warum ist er dann ein solcher?
Verstehe ich nicht.
10 Mrd. ist ja kein Pappenstiel.
Und bis da was entschieden ist, droht es eben als nicht unerhebliche Summe.
Oder sehen Sie in eine ganz andere Richtung, die ich nicht sehe?
Politisch kein kluger Schachzug. Man kann sich nicht mit zu vielen Leuten gleichzeitig anlegen und die BBC war durch den Skandal als Gegner aus Sicht von Trumps Lager eigentlich schon hinreichend geschädigt.
@izi
Das mag sein. Aber BBC ist als Gegner eher schon erledigt. Wenn man da noch mal mit ein paar Milliarden nachtreten kann, ist das vielleicht in dem Fall politisch unklug, aber da wird es Trump nicht jucken.
Da zeigt sich dann wieder sein Narzissmus.
Narzissmus & Abschreckung.
Im journalistischen Business (aber auch in Teilen der Politik & Gesellschaft) ist es inzwischen gang & gäbe, Fakten zu umschiffen, Aussagen von unliebsamen Personen aus dem Kontext zu reissen & daraus ein Narrativ zur Diskreditierung dieser Personen zu kreieren. Dies geschieht bei BBC nicht zum 1. Mal, doch diesmal haben sie sich mit dem Falschen angelegt, offenbar in der Annahme, T würde die Wahl nicht gewinnen & BBC nicht viel zu verlieren (wobei ich das Prinzip Dummheit nicht ausschließen würde). Objektiv betrachtet ist die Klage berechtigt, da es sich hier neben Verleumdung auch um Desinformation & somit Einmischung in Wahlen handelt.
«Objektiv betrachtet ist die Klage berechtigt»
Wieso? Es hat inzwischen eine Gegendarstellung gegeben, eine Entschuldigung und der Sender hat Konsequenzen gezogen. T klagt auf Schadenersatz. Welcher Schaden ist denn entstanden? Wie hoch soll er gewesen sein?
@izi
>>>Welcher Schaden ist denn entstanden? Wie hoch soll er gewesen sein?<<<
Das werden die Anwälte von Trump schon niedergeschrieben haben.
Auf alle Fälle KANN er, wenn er es denn will, sich nicht mit dem Kotau von BBC zu frieden geben.
Das ist halt in diesem Rechtssystem so. Dann muss halt ein Gericht entscheiden.
Welches dafür zuständig ist, weiss ich nun auch nicht.
Ob Trump Aussicht auf Erfolg hat, auch nicht.
Für mich sind das aber auch eher unwichtige Aspekte an Trump.
Und BBC hat nun mal mit krimineller Energie gearbeitet.
Das wird ein Gericht entscheiden. Wenn Medien|Journalisten bewusst manipulieren, sollten sie auch zur Rechenschaft gezogen werden können. Bei BBC ist dieser Fall kein Einzelfall, insofern trifft es nicht die Falschen.
Wenn das so stimmen würde, müßte Trump Billionen zahlen.
Verleumdung, Desinformation, Lügen, ….
Den Amtsmißbrauch können wir ihm schon schenken.
Ganz meiner Meinung.
Wenn was so stimmen würde?
Wenn ich @Albatros nicht missverstanden habe, meint er das:
«Im journalistischen Business (aber auch in Teilen der Politik & Gesellschaft) ist es inzwischen gang & gäbe, Fakten zu umschiffen, Aussagen von unliebsamen Personen aus dem Kontext zu reissen & daraus ein Narrativ zur Diskreditierung dieser Personen zu kreieren.»
…und als Schlussfolgerung das:
«Objektiv betrachtet ist die Klage [10 Milliarden US$ -Nera] berechtigt, da es sich hier neben Verleumdung auch um Desinformation…handelt.»
Da das T. x-hundertmal mehr gemacht hat und macht…
PS: Ich selber halte Trumps Klage fuer absurd. Dieser Mann ist wirklich ein Idiot (auch wenn @ Izi jetzt eingeknickt ist).
++Da das T. x-hundertmal mehr gemacht hat und macht…++
Ach so, weil T lügt & manipuliert, sollen Medien das auch tun…Da werden Parameter des journalistischen Standards gewaltig verschoben, weil der Kläger i.d.F. ein Idi ist. Das nennt man selektive Ethik.
Die Höhe der Entschädigungssumme ist typisch us-amerikanisch: Es wird ein absurd hoher Betrag gefordert & dann einigen sich i.d.R. die Parteien auf einen Bruchteil.
Nein, das sollen sie nicht.
ABER, hat Trump die BBC Version jetzt nicht bestätigt?
Er hat die Anführer und Gewalttäter begnadigt und quasi als gute Amerikaner bestätigt.
Er vermittelt, der Sturm auf das Gebäude mit den Folgen war eine Bagatelle.
Bei sich selbst……
@ Albatros
Nicht zwangsläufig. Mich irritiert die Aufregung hier wegen seiner Klage gegen BBC. Trumps Vorgehen gegen Venezuela finde ich weitaus kritikwürdiger.
«Politisch kein kluger Schachzug.»
Ich mache einen halben Rückzieher. Immerhin nicht ganz so doof wie die EU-Sanktionen gegen Jaques Baud.
Unterstehen Sie sich, sich dem Druck der hier versammelten Gemeinde zu beugen!
Natuerlich ist Trump ein IDIOT!
Das habe ich ja gar nicht bestritten. Ich habe nur festgestellt, dass als politische Handlung die EU-Sanktionen gegen Baud dümmer sind als die Klage gegen die BBC.
@ Izi
«Hah! Ich kann mal sagen, dass T ein *d**t ist.»
Nun ja, das koenn’Se jeden Tag. Und es ist immer noch zu wenig.
Aber weil’s Sie sind, nehme ich das mal positiv zur Kenntnis.
Bürgenstock-Berlin-Ansage von: Statement by Chancellor Merz, Prime Minister Frederiksen, President Stubb, President Macron, Prime Minister Meloni, Prime Minister Schoof, Prime Minister Støre, Prime Minister Tusk, Prime Minister Kristersson, Prime Minister Starmer, as well as President Costa and President von der Leyen.
https://www.government.se/statements/2025/12/joint-statement-of-european-leaders-from-the-meeting-in-berlin/
Daraus:
***Es ist nun Aufgabe Russlands, seine Bereitschaft zu einem dauerhaften Frieden zu zeigen, indem es dem Friedensplan von Präsident Trump (aha, was haben die denn da nun hinter verschlossenen Türen beredet?) zustimmt, und sein Engagement für die Beendigung der Kämpfe durch die Zustimmung zu einem Waffenstillstand unter Beweis zu stellen. Die Staats- und Regierungschefs kamen überein, den Druck auf Russland weiter zu erhöhen, um Moskau zu ernsthaften Verhandlungen zu bewegen.
Sie alle verpflichteten sich, in den kommenden Tagen und Wochen rasch weitere Fortschritte zu erzielen, um gemeinsam ein Abkommen für einen dauerhaften Frieden abzuschließen und zu billigen. Sie bekräftigten ihre nachdrückliche Unterstützung für Präsident Selenskyj und das ukrainische Volk in ihrem Kampf gegen die illegale Invasion Russlands und für die Herbeiführung eines gerechten und dauerhaften Friedens.
Diese Erklärung steht anderen Ländern zur Unterzeichnung offen.***
Übersetzt mit DeepL.com (kostenlose Version)
Welche Brieftaube fliegt jetzt mit welchem Dokument mit welchen von den 28 Punkten ursprünglich nach Moskau? „Mit Europa gibt es nichts zu kommunizieren“, so ein Ziat des obersten Diplomaten des Kreml.
„Mit Europa gibt es nichts zu kommunizieren“, so ein Ziat des obersten Diplomaten des Kreml.
Yo.
«Europa, vereint ‚unter der Nazi-Flagge‘, führt erneut Krieg gegen Russland»
Alles Nazis, oder was?
«Alles Nazis, oder was?»
Aus russischer Sicht ist es egal inwieweit das „Nazi“-Etikett zutrifft, zu Propagandazwecken ist es allemal nützlich. Für Russland geht es um die Existenz, ob Nazi-Deutschland oder „Werte“-Westen beide wollten/wollen die sowjetischen/russischen Ressourcen. Wenn sich dafür die west-ukrainischen Nationalisten einspannen lassen, dann wird das natürlich gefördert.
Als Linke dürfte Ihnen geläufig sein, dass der Nazismus/Faschismus auch nur eine Spielart des Kapitalismus ist.
«…zu Propagandazwecken ist es allemal nützlich.»
Genauso ist es. Und viele in den alternativen Blasen glauben es dann auch. Keine gute Basis fuer Wandel durch Annaehrung, aber man will ja von russ. Seite aus sowieso die Europaer lieber spalten. Und das klappt ja dann auch supi-dupi.
«ob Nazi-Deutschland oder „Werte“-Westen beide wollten/wollen die sowjetischen/russischen Ressourcen.»
Ueber Nazi-Deutschland muessen wir nicht diskutieren. Da war das so. Aber gegen Putins Russland – wo haben Sie das denn wieder her? Sagt das die russ. Propaganda?
«Als Linke dürfte Ihnen geläufig sein, dass der Nazismus/Faschismus auch nur eine Spielart des Kapitalismus ist.»
Ist mir gelaeufig. Ich persoenlich halte aber nicht viel davon. Und im Uebrigen ist Russland auch ein kapitalistischer Staat.
«Aber gegen Putins Russland – wo haben Sie das denn wieder her? Sagt das die russ. Propaganda?»
Na, gut informiert sind Sie nun wirklich nicht. Mit forschem Auftreten läßt sich das eher nicht wett machen.
In den Jahren 2022/23 waren diesbezügliche Spekulationen und derartiges Wunschdenken in der westlichen Propaganda sehr angesagt, etliche Think-tanks im „Werte“-Westen strebten mehr oder weniger euphorisch ein „breakup“, eine „disintegration“ oder „decolonization“ der Russischen Föderation an. Bereits im Dezember 2022 sah sich Foreign Affairs Magazine, ein seriöses Politikmagazin, genötigt, dem etwas entgegenzusetzen, siehe Link, darin finden Sie auch einige Quellenbeispiele: Putin’s War and the Dangers of Russian Disintegration – FORREIGN AFFAIRS – Marlene Laruelle
Ist leider nur in English.
Sie schrieben:
«Für Russland geht es um die Existenz, ob Nazi-Deutschland oder „Werte“-Westen beide wollten/wollen die sowjetischen/russischen Ressourcen.»
Sorry, aber das gibt der Text nicht her.
Da steht nicht’s davon, dass der «Wertewesten» die Ressourcen will.
Wie Sie richtig schreiben, da wird spekuliert, von einigen gehofft, von anderen davor gewarnt, dass RUS bald zusammenbrechen koennte. Oder anders formuliert Dekolonailisation von INNEN (und ob man diese Leute unterstuetzen sollte), aber nichts davon, dass der «Wertewesten» einmarschieren will (wie damals Nazdeutschland) und sich die russischen Ressourcen unter den Nagel reissen will.
Und klar, wenn es dort westlichen Unternehmen gelungen ist, sich da aufzubauen*, dann ist das stinknormaler Kapitalismus – nicht Kolonialismus. Machen vor allem die Chinesen in Afrika, aber auch die Russen mit ihrem beruechtigten Afrikakorps (der Name…faellt Ihnen da was auf?) doch auch.
*momentan haben viele aber schlechte Karten, die noch dort sind, wg. der Sanktionen
«nichts davon, dass der «Wertewesten» einmarschieren will»
Wieso einmarschieren? Es reicht doch eine US-gefügige Regierung zu etablieren, siehe BRD (unter Adenauer), Iran (Schah), Irak (Baath Partei), Guatemala (Armas), Chile (Pinochet) usw. in Lat. Am., Ex-Jugoslawien-Staaten, Ukraine, Syrien …, eine so genannte „Marktöffnung“ ist ausreichend.
«dann ist das stinknormaler Kapitalismus – nicht Kolonialismus.»
Ups, jetzt wird’s aber wirr.
Soll das heißen Kolonialismus wäre kein Kapitalismus?, oder Kolonialismus ist was Schlimmeres als Kapitalismus?
«stinknormaler Kapitalismus», das ist Kapitalismus à la USA, also in allen Finanz- und Machtfragen eines Staates haben die Kapitalisten/Oligarchen das letzte Wort;
Seit 1990 bedeutet das, für alle Staaten außer den USA, Kapitalismus nach Gutdünken der USA, den US-Kapitalisten/-Oligarchen.
In Russland gibt es, seit Putin an die Macht kam, keinen «stinknormaler Kapitalismus», dort hat in allen Finanz- und Machtfragen der Kreml das letzte Wort*.
Auch in China ist der Kapitalismus nicht «stinknormal», da steht die Parteielite am oberen Ende der Entscheidungsketten.
* Putin ist nach meiner Einschätzung kein Oligarch
Wenn Oligarchen selbst um die Regierungsämter kämpfen, kommt sowas dabei raus wie in der Ukraine, oder wie mit Trump in den USA.
Russland: «dort hat in allen Finanz- und Machtfragen der Kreml das letzte Wort»
China: «da steht die Parteielite am oberen Ende der Entscheidungsketten»
Yo. Und da scheiden sich die Geister: Ich finde das noch schlimmer als stinknormalen Kapitalismus.
So nebenbei mal bemerkt: Regime-Change will auch Russland in der Ukraine. Da werden sogar schon die Kandidaten hier lebhaft diskutiert.
«Ups, jetzt wird’s aber wirr.
Soll das heißen Kolonialismus wäre kein Kapitalismus?, oder Kolonialismus ist was Schlimmeres als Kapitalismus?»
Ja, das war wirr. Natuerlich. Heutzutage genauer: Neokolonialismus. Und das ist es logo dann bei RUS und CHN auch.
Punkt fuer Sie.
«Regime-Change will auch Russland in der Ukraine.»
Richtig. Und ich finde das auch falsch.
Man muss aber schon, so wie Baud, sagen können, dass die Art, wie die EU diese Sache betreibt, dazu geeignet ist, die Ukraine in eine schwere Niederlage zu führen. Mir erscheint das inzwischen offensichtlich. Deswegen wird der Autor auch jetzt geächtet. Wenn nämlich ein Waffenstillstand oder sogar Friedensschluss zustande kommt, werden sehr viele sehen, wer in dieser Frage recht und wer unrecht hatte.
Inwiefern ist der chinesische Kapitalismus noch schlimmer als der stinknormale? Würden Sie mir das in eigenen Worten erklären?
Zunaechst erstmal das Ausgangszitat, dem ich ja auch zustimme:
«Auch in China ist der Kapitalismus nicht «stinknormal», da steht die Parteielite am oberen Ende der Entscheidungsketten.»
Das ist faktisch ein Ein-Parteien-System. Demzufolge entscheidet letztlich auch die Partei, welche Bedingungen sie der Bevoelkerung zumuten kann, unter denen die schuften muss. Gewerkschaften sind staatlich kontrolliert und direkt der KPCh unterstellt, unabhaengige Gewerkschaften sind verboten, Streiks illegal. Profitgier ist das zentrale Element der chin. Wirtschaft.
Und als Bonus quasi, dass die Partei alles kontrolliert. Harte Strafen gegen Abweichler bis zur Todesstrafe, Ueberwachungsstaat. Die Partei hat immer recht. Orwell’84…
Das finde ich eben noch schlimmer als wenn es wenigstens in den kap. Demokratien noch eine Art von Mitbestimmung gibt und von unabhaengigen Organisationen und der Opposition auf Arbeitsbedingungen, Umweltschutz usw. geschaut wird.
Allen Linken, die sich hierzulande gegen die kapitalistische Ausbeutung der «Arbeiterklasse» engagieren und von der ausbeutungslosen Gesellschaft traeumen, wo die Ungleichheit zwischen arm und reich ueberwunden ist, muessten sich da beim Blick auf China eigentlich die Zehennaegel kraeuseln.
Weil das zeigt, dass die reine Lehre von einem besseren System am Ende doch nicht funktioniert.
Weil man hier so gern NZZ verlinkt, auch wenn es nur der Anriss ist…
https://www.nzz.ch/meinung/die-partei-hat-immer-recht-mein-abschied-von-china-ld.1583982
@nera
Es gibt einen schönen Spruch:
«Auch Sklaven fühlen sich frei, sofern man sie mit ihren Ketten spielen lässt»
Dann gibt es noch den Klassiker von Engels:
«Freiheit ist Einsicht in die Notwendigkeit»
Sie müssen das alles für sich SELBST entscheiden.
Aber Sie sollten vermeiden, Ihre Entscheidung als ALLGEMEINGÜLTIG zu betrachten.
«Yo. Und da scheiden sich die Geister: Ich [gemeint bin ICH – Nera] finde das noch schlimmer als stinknormalen Kapitalismus.»
Reicht das nicht?
@nera
>>>«Yo. Und da scheiden sich die Geister: Ich [gemeint bin ICH – Nera] finde das noch schlimmer als stinknormalen Kapitalismus.»
Reicht das nicht?<<<
Wenn Sie es dabei belassen hätten, JA.
Sie haben aber auch noch viel mehr
geschrieben:
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28633
Sie dürfen sich nicht immer nur einen Teil Ihres Geschriebenen herausgreifen.
Es gibt auch so etwas wie KONTEXT.
Da sind Sie sehr widersprüchlich nach meinem Dafürhalten.
Das eigentlich KONSISTENTE bei Ihnen ist für mich, entschuldigen Sie, wenn ich das so sage, Ihre INKONSISTENZ.
Ausser was Trump und Putin betrifft.
Da sind Sie völlig KONSISTENT.😉
«Sie dürfen sich nicht immer nur einen Teil Ihres Geschriebenen herausgreifen.»
Das war ’ne Antwort auf Frau @Mymind’s Frage:
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28629
Und sie bezog sich wiederum auf meinen Kommentar auf @glenlivet und der bezog sich wieder…Soll ich etwa den ganzen Fred noch mal in jeden meiner Kommentare kopieren? Nee, so «mein Lieber» laeuft das nicht. Der Kontext ist hier offen zugaenglich. Die Muehe muessen Sie sich da schon selber machen.
Allerdings zugegeben, das passiert mir auch schon (nicht nur) einmal.
«Ausser was Trump und Putin betrifft.
Da sind Sie völlig KONSISTENT.»
Zumindest bei T…. da kennen Sie meine Kommentare von frueher nich 🤣
Nichts ist so inkonsistent wie mein Geschwaetz von gestern. Zeiten wenden sich. Menschen aendern sich. Aber die Krone gehoert nicht nur dsbzgl. dem Allerallerbesten 😉
«Ich finde das noch schlimmer als stinknormalen Kapitalismus.»
(bezog sich auf Russland und China)
???
In beiden Fällen wurde und wird dadurch der Lebensstandard der Allgemeinbevölkerung erheblich angehoben! In beiden Fällen gelingt es scheinbar den macht- und geldhungrigsten Oligarchen Einhalt zu gebieten.
(hier war einen Tag lang DSL-Pause, deshalb die verzögerte Reaktion)
@glenlivet
>>>In beiden Fällen wurde und wird dadurch der Lebensstandard der Allgemeinbevölkerung erheblich angehoben! In beiden Fällen gelingt es scheinbar den macht- und geldhungrigsten Oligarchen Einhalt zu gebieten.<<<
Da haben Sie ja absolut recht. Wir haben eigentlich nur noch Kapitalismus auf der Welt.
In welchem Maß die Segnungen? der Bevölkerung zu gute kommen, ist nun unterschiedlich.
Von einem anderen System zu träumen ist ja nicht schlecht, mache ich auch, aber ich weiss, das es schlicht unrealistisch ist.
Damit habe ich mich nun abfinden müssen.
Hat zwar gedauert, aber es ging ja schlichtweg nicht anders.
Mich hat an neras Kommentar nur das irritiert:
"Allen Linken, die sich hierzulande gegen die kapitalistische Ausbeutung der «Arbeiterklasse» engagieren und von der ausbeutungslosen Gesellschaft traeumen, wo die Ungleichheit zwischen arm und reich ueberwunden ist, muessten sich da beim Blick auf China eigentlich die Zehennaegel kraeuseln.
Weil das zeigt, dass die reine Lehre von einem besseren System am Ende doch nicht funktioniert."
Das hätte Sie aber eher auf Kuba oder Venezuela beziehen müssen.
China und Russland haben ja mit so etwas wie Sozialismus gar nichts mehr zu schaffen.
Ich verstehe diese Gedankensprünge einfach nicht.
Allerdings hat Sie ja dann noch begründet, was Sie in Bezug auf Kapitalismus in China oder Russland meint:
"Das finde ich eben noch schlimmer als wenn es wenigstens in den kap. Demokratien noch eine Art von Mitbestimmung gibt und von unabhaengigen Organisationen und der Opposition auf Arbeitsbedingungen, Umweltschutz usw. geschaut wird."
Ich vergleiche aber mittlerweile nicht den Kapitalismus bei uns mit dem von China oder Russland.
Mir ist einzig und allein wichtig, was hier in meinem Land geschieht.
Mir selbst geht es eben NICHT besser, nur weil es woanders halt schlimmer ist.
Nera scheint das aber WICHTIG zu sein…
@Robert Zapf
«Ich verstehe diese Gedankensprünge einfach nicht.»
Ich halte das in diesem Fall nicht für einen Gedankensprung bei @nera; man kann es allerdings auch so wie Sie verstehen.
Dass @nera die Zustände in China insgesamt trotz der materiellen Verbesserungen für einen Großteil der dortigen Bevölkerung für schlimmer hält, kauf ich ihr schon ab, Unterdrückung, Überwachung usw.; ich bezweifele aber, ob wir hier in D überhaupt ausreichend zuverlässige Informationen erhalten können, um so eine Frage seriös zu entscheiden. Z. B. finden sich gerade in der NZZ zu Hauf reine Propagandestücke wenn es um China (auch Russland) geht.
Bei den Fällen Kuba und Venezuela liegt die Situation ähnlich aber mit etwas anderen Umständen, beide Staaten leiden unter einem Dauer-Wirtschaftskrieg der USA (ähnlich der Iran), die Mittel sich dagegen zur Wehr zu setzen sind jeweils sehr begrenzt und das Machtgefälle zur USA ist enorm. Zudem gelingt es der USA seine gesamte Einflusssphäre in seine Wirtschaftskriege mit einzubinden.
In den Sanktionsregimen der USA sehe ich einen weit mächtigeren Faktor als bei der pol. Systemfrage, der für den wirtschaftlichen Erfolg von Staaten entscheidend sein könnte.
@Robert Zapf
«China und Russland haben ja mit so etwas wie Sozialismus gar nichts mehr zu schaffen.»
Bei Russland unterschreibe ich das sofort. In China beruft sich die staatstragende Partei allerdings nach wie vor in ihrem Namen auf den Kommunismus und in ihrer Tradition auf Mao. De facto ist das System überwiegend kapitalistisch mit einem nicht völlig unerheblichen staatlichen («volkseigenen») Sektor und einigen ordnungspolitischen Prinzipien, die in realsozialistischen Systemen entwickelt wurden. In China gibt es einen substantiellen planwirtschaftlichen Rahmen.
Ich sehe China als ein hybrides Wirtschaftssystem, das bisher besser zu funktionieren scheint als reiner Kapitalismus ganz ohne planwirtschaftliche Steuerung und sehr viel besser als das traditionelle realsozialistische System.
(und auch, wenn es in beiden westlichen politischen Lagern unpopulär ist, das zu sagen: Trump kopiert gewisse planwirtschaftliche und wirtschaftsstrategische Ansätze des chinesischen Systems)
@izi
>>>»China und Russland haben ja mit so etwas wie Sozialismus gar nichts mehr zu schaffen.»
Bei Russland unterschreibe ich das sofort. In China beruft sich die staatstragende Partei allerdings nach wie vor in ihrem Namen auf den Kommunismus und in ihrer Tradition auf Mao.<<<
Bei mir haben sie damals in der Abi Zeitung geschrieben:
Was ist der Unterschied zwischen dem lieben Gott und dem lieben Wolf-Dietrich?
Der liebe Gott weiss alles, der liebe Wolf-Dietrich weiss alles besser.😊
Was stand denn bei Ihnen in der Abi Zeitung?😉
@Robert Zapf
«Was stand denn bei Ihnen in der Abi Zeitung?»
Gehe im Unterricht weiter meinen Hobbys nach: Lesen und Schlafen. Aber morgen verkaufe ich meine Schulbank und lege mich auf meine große Klappe.
@izi
>>>Gehe im Unterricht weiter meinen Hobbys nach: Lesen und Schlafen<<<
Sie waren wohl ziemlich UNTERFORDERT, was den Lehrstoff betraf?
Denn am mangelnden Interesse kann es ja nun nicht gelegen haben?
«Sie waren wohl ziemlich UNTERFORDERT, was den Lehrstoff betraf?»
Kann man so sagen. Der Mathe- und der Chemielehrer haben es begriffen und haben mich offiziell mein Zeug machen lassen. Die hatten aber auch gute Alibis, weil ich in beiden Fällen im nationalen Kader war. Die Deutschlehrerin konnte mir kaum so eine Sonderbehandlung zugestehen. Ich war nicht unbedingt fair ihr gegenüber.
„…zu Propagandazwecken ist es allemal nützlich.“
Die Barbaren (Nazen, Faschisten…) sind immer die Anderen. Die faschistoiden Tendenzen im ‚Wertewesten‘ werden ‚Demokratie‘ genannt.
„…ob Nazi-Deutschland oder „Werte“-Westen beide wollten/wollen die sowjetischen/russischen Ressourcen.“
Es gab doch mal den Vorschlag, Sibirien als westliche Kolonie oder Vasallenstaat von Russland abzutrennen.
«Die Barbaren (Nazen, Faschisten…) sind immer die Anderen.»
Bei dir dann wohl der Wertewesten, weil P. und erst recht T., keine humanistischen Werte haben? Und das ist gut so?
«Es gab doch mal den Vorschlag, Sibirien…»
Muss vor meiner Zeit gewesen sein. Quelle?
https://www.freenationsrf.org/ru
Katen können sie ja lesen. Soll Menschen geben, die träumen von sowas.
Wenn Sie Karten meinen – im Gegensatz zu T. – ja. Und ich kann sogar lesen: Da steht was von «Decolonization» und «reconstruction of independent and free states». @Gelse schrieb von westlicher Kolonie oder Vasallenstaat.
Den Unterschied kennen Sie?
Jo, siehe Südslawien. Die hängen jetzt fast alle als freie Staaten in der Nato drinne und in die EU wollen die auch noch…manche werden dann zu Nordmazedonien etc….OUZO
Stellen sie sich vor, die wären als eine Einheit hier rein gekommen, meinen sie das Europäische Deutschland hätte die akzeptiert….OUZO.
Aber ich weiß, die EU und die NATO sind ja keine Imperien oder Teil von sowas. JaNe, ist klar….OUZO
Hat halt jeder seine kleine Paralellwelt…OUZO
Warum können wir eigentlich nicht Kuba in die EU aufnehmen? Urlaub soll dort schön sein….OUZO
**Warum können wir eigentlich nicht Kuba in die EU aufnehmen? **
Weil OUZO dort kein Nationalgetränk ist. Außerdem: No Bacardi – no Party !
@Sportsfreund
Na dann, Prost! Ich stosse aber mit einem Ramazotti an.❤️
She Past Away
@u_S
https://www.youtube.com/watch?v=TXpoFWp1Yrs
Nee, Ich bin immer noch hier
Oh ja, dieser Verein & dessen Karten-Kreation ist herrlich wahnwitzig :-)))) Am besten gefällt mir die Flagge von ´United States of Siberia´. Da dieser Verein keine halben Sachen macht, wurden flink auch Chinas Provinzen im Norden umbenannt.
Das Buch «The Russian Art of War: How the West Led Ukraine to Defeat» von Jacques Baud kann man bei amazon.de formell noch bestellen. Als Lieferdatum (in die Schweiz) wird Anfang März angegeben.
Das gleiche Buch kann man auch bei Orell Füssli bestellen. Es ist dann
in 1-2 Werktagen versandfertig.
Die Situation ist bei anderen Büchern von Baud ähnlich. «Operation Z: The Hidden Truth of the War in Ukraine Revealed» würde amazon.de mit Amazon Prime Ende Juni 2026 liefern. Orell-Füssli wieder in wenigen Tagen.
And so it goes.
Falls Sie es in Deutschland schnell noch bestellen wollen: thalia.de ist für Deutschland fast so schnell wie Orell Füssli für die Schweiz. Das ist kein Wunder. Weil ich das ahnte, habe ich bei thalia.de gesucht.
Ist ja schoen, dass Sie fuer den von den Schergen der EU armen Verfolgten noch etwas Geld eintreiben wollen, aber mein Bedarf an russischer Kriegskunst ist gedeckt. Die sehe und lese ich schon jeden Tag.
Ich mache mich zwar dann gleich auf den Weg zu Thalia (dort, wo frueher mal das «Haus des Buches» war), aber da findet sich bestimmt was Besseres.
Und fuer Sie den Tipp: Nicht immer nur das lesen, was Sie sowieso schon wissen und dazu noch der selben Meinung sind. So was schaerft den objektiven Blick nich 😉
«Dass Personen mit drastischen Sanktionen belegt werden, weil sie eine missliebige, abwegige oder empörende Meinung vertreten, würde man eher von autoritären Staaten erwarten, aber nicht von einer Gemeinschaft, die sich für westliche Werte einsetzt.»
Dieser Satz ist nicht von mir, sondern von Katharina Fontana. Quelle: NZZ.
Ja, da hat sie auch voellig recht.
Aber man darf sie zumindest noch lesen.
«Aber man darf sie zumindest noch lesen.»
Da denken Sie nicht weit genug. Weder darf ein in der EU ansässiger Verlag neue Werke von Baud verlegen, noch darf ein Händler sie importieren und verkaufen. Die Bücher werden in Deutschland nicht mehr erhältlich sein. Das ist nur nach wenigen Tagen noch nicht technisch umgesetzt.
«The Russian Art of War – Jaques Baud»
gibt ’s auch kostenlos digital.
@Nerazzurra
«Dieser Mann ist wirklich ein Idiot ..».
Allerdings ein gefährlicher I., der es immerhin geschafft hat, die Mehrheit für seine 2te Präsidentschaft zu bekommen.
Da stellt sich doch gleich die naheliegende Frage, wie sich das mit seinen WählerInnen verbindet. Denn von völliger Ahnungslosigkeit dürfte man wohl dabei nicht ausgehen.
Sorry für den folgenden etwas unsubstantiierten Einwurf, aber das hat der Chef hier in seiner von schier unendlicher Geduld geprägten Art, woher auch von mir ein bisschen Bewunderung nicht unterdrückt werden kann (gilt auch für «Gelse») doch nun schon so oft erklärt.
Er wurde gewählt obwohl ihn viele Wähler für ungeeignet hielten und halten, es jedoch auf der Gegenseite keine akzeptable Alternative für die Wahlwilligen gab.
Die Wähler haben für sich von 2 Möglichkeiten diejenige gewählt die sie für die weniger üble hielten.
Rational leicht nachvollziehbar wie ich finde.
Und so wird es in Deutschland mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch bald aussehen dass eine ziemlich üble Alternative ganz legal gewählt wird.
Diese, sorry, Halsstarrigkeit, erinnert mich sehr an Denkmuster in Corona Zeiten.
Ich verstehe ein bisschen aber nicht so ganz, warum es für viele so unendlich schwer zu sein scheint vor sich selbt und auch nach aussen einzugestehen dass man sich geirrt hat und dann dem Denken eine andere Richtung geben kann.
Tschuldigung aber das musste ich mal eben loswerden.
«Tschuldigung aber das musste ich mal eben loswerden.»
Kein Problem, war seit einiger Zeit nicht mehr regelmäßig in den Texten dabei.
Gruess Sie, @Eremit
«…der Chef hier in seiner von schier unendlicher Geduld geprägten Art»
Nun ja, fuer den Chef ist das Wort «Meinungsfreiheit», zumindest wenn es in seinen eigenen Haenden liegt, eben nicht nur eine leere Worthuelse. Und richtig, solche Leute hat man nur noch selten. Sowohl auf der einen als auch auf der andere Seite.
Ich grüsse Sie auch Nerazurra.
Sie und auch die Anderen hier begeleiten mein Leben seit geraumer Zeit auf eine Art und Weise wie es vor onlinezeiten nicht möglich war und wie es seit dem Onlinezeitalter ein gewisser Zugewinn und auch Trost für Vergangenes bedeutet, gerade hier auf diesem Blog wo es für mein Empfinden schon beinahe familiär zugeht.
Ich danke Ihnen dafür. Hört sich nicht nur ein bisschen pathetisch an, ich weiss, aber Sch..ss drauf, wir befinden uns ja schliesslich in der Adventszeit.
«Nun ja, fuer den Chef ist das Wort «Meinungsfreiheit», zumindest wenn es in seinen eigenen Haenden liegt, eben nicht nur eine leere Worthuelse.»
Sie meinen wenn itzi von z.b. Putin oder Trump schreibt, dass, wenn Diese das Wort «Meinungsfreiheit» im Mund führen, es sich seiner, itzis, Meinung nach dann um leere Worthülsen handelt?
Ja, so sehe ich das auch.
»
Das
@ Eremit
«Sie meinen wenn itzi von z.b. Putin oder Trump schreibt, dass, wenn Diese das Wort «Meinungsfreiheit» im Mund führen, es sich seiner, itzis, Meinung nach dann um leere Worthülsen handelt?
Ja, so sehe ich das auch.
»
Das»
Fehlt da nicht noch was?
So direkt hat das @Izi, glaube (er moege mich korrigieren, falls es anders ist) noch nicht gesagt. Aber ich bin mir sicher, er meint es auch so. Allerdings auch bei «unsereren» Politikern.
Und ja bei Letzteren, da habe ich zugegeben ein bisschen Bauchschmerzen, aber bei den meisten wird es wohl so sein.
Nee, war kein raffinierter teaser oder so, aus Schusseligkeit zu früh abgeschickt.
Ja, ich fänd es auch interessant zu wissen wie viele unserer Politiker der Meinung sind dass J. Baud seine Meinung unsanktioniert sagen sollen dürfte. Und wie viele das offen zugeben zu können glauben, von denen die noch eine Karriere vor sich wähnen.
Klaus von Dohnanyi könnte evtl.
@Eremit
>>>Er wurde gewählt obwohl ihn viele Wähler für ungeeignet hielten und halten, es jedoch auf der Gegenseite keine akzeptable Alternative für die Wahlwilligen gab.
Die Wähler haben für sich von 2 Möglichkeiten diejenige gewählt die sie für die weniger üble hielten.
Rational leicht nachvollziehbar wie ich finde.
Und so wird es in Deutschland mit gewisser Wahrscheinlichkeit auch bald aussehen dass eine ziemlich üble Alternative ganz legal gewählt wird.
Diese, sorry, Halsstarrigkeit, erinnert mich sehr an Denkmuster in Corona Zeiten.
Ich verstehe ein bisschen aber nicht so ganz, warum es für viele so unendlich schwer zu sein scheint vor sich selbt und auch nach aussen einzugestehen dass man sich geirrt hat und dann dem Denken eine andere Richtung geben kann.<<<
Danke für Ihre Gedanken.
Sie haben völlig recht.
Ich verstehe es auch nicht.
Aber es scheint leider so zu sein.
«Ich verstehe ein bisschen aber nicht so ganz, warum es für viele so unendlich schwer zu sein scheint vor sich selbt und auch nach aussen einzugestehen dass man sich geirrt hat und dann dem Denken eine andere Richtung geben kann.»
Nee, ich habe mich da ehrlich gesagt nicht geirrt. Die Chancen standen Fifty-fifty. Das es so deutlich war, haette ich freilich nicht gedacht.
Aber darum geht es auch nicht: Man muss das ja trotzdem nicht gut finden. Und Sleepy Joe war vorher auch gewaehlt. Und da wurde trotzdem hier reichlich ausgeteilt.
Ich verstehe ein bisschen aber nicht so ganz, warum es für einige hier so unendlich schwer zu sein scheint, den Trump in gewohnter Weise, d.h. wie die US-Praesidenten zuvor, zu kritisieren.
Liegt’s vielleicht daran, weil der mit P. so gut kann?
…& @Eremit
Oh‘ weh…Meinte beide 😉
Und Dankeschoen @Eremit fuer Ihre netten Worte.
«Ich verstehe ein bisschen aber nicht so ganz, warum es für einige hier so unendlich schwer zu sein scheint, den Trump in gewohnter Weise, d.h. wie die US-Praesidenten zuvor, zu kritisieren.»
Warum soll ich Eulen nach Athen tragen? Die Sache ist einfach.
Vorhergende US-Präsidenten wurden von deutschen MSM in der Regel nicht kritisiert. Die notwendige Kritik musste andere besorgen.
Trump wird von den deutschen MSM bis zum Erbrechen kritisiert. In vielem zu recht, in manchem aber auch zu unrecht. Die Korrekturen müssen jetzt also in der anderen Richtung angebracht werden.
Sie, @nera, glauben, wenn einer überwiegend übel ist, müssten all seine Handlungen und Gedanken übel sein. Und umgekehrt müssten vorwiegend brauchbare Systeme grundsätzlich in allen Punkten recht gegenüber vorwiegend unbrauchbaren Systemen haben.
So einfach ist die Welt aber nicht aufgebaut.
Was ich nicht verstehe ist, dass Sie selbst bei zwei vorwiegend unbrauchbaren Systemen (Russland und Ukraine) noch die Kritik an einem davon für unnötig bis böse halten, nur weil dieses vom anderen überfallen wurde. Das jemand Ziel einer Aggression geworden ist, macht ihn nicht zum Engel.
@izi
>>>Das jemand Ziel einer Aggression geworden ist, macht ihn nicht zum Engel.<<<
Das stimmt alles. Der Punkt ist wahrscheinlich wirklich der:
"Sie, @nera, glauben, wenn einer überwiegend übel ist, müssten all seine Handlungen und Gedanken übel sein. Und umgekehrt müssten vorwiegend brauchbare Systeme grundsätzlich in allen Punkten recht gegenüber vorwiegend unbrauchbaren Systemen haben."
Und dann kommt ja noch die selektive Berichterstattung der Medien hinzu.
Das ging ja schon im Jugoslawienkrieg los:
Milosevic- der Schlächter
Assad- der Schlächter
Putin- der Irre vom Kreml
Im Gazakrieg ein völlig anderes Vorgehen.
Ausser was das Massaker der Palistinenser betraf.
Das ist der perfekte Informationskrieg.
Aber nicht von unserer Seite.
Die Bösen sind IMMER die anderen…
«Die Bösen sind IMMER die anderen…»
Eben.
«Sie, @nera, glauben…»
Nee, so schwarz-weiss denke ich nicht, bilde ich mir ein. Schwierig zu erklaeren. Nur die Position die T. und P. haben, ist eben eine andere als Merz & Co. Hm…
Der Vergleich stinkt, aber mir faellt jetzt kein anderer ein:
Sie wuerden ja auch nicht sagen, dass an H. nicht alles schlecht war, obwohl es vielen «reinrassigen» Deutschen innerhalb des Reiches zumindest am Anfang noch ganz gut ging, besser als in der Republik zu Weimar. Und er auch seine guten Seiten hatte. (Muss er ja, sonst haette er ja nicht so viele Liebesbriefe von den Frauen bekommen. Nur am Aussehen kann’s ja eher nicht gelegen haben. Manche fanden auch seine Bilder gut, die Autobahn, Vegetarier, der Schaeferhund Blondi…)
«…dass Sie selbst bei zwei vorwiegend unbrauchbaren Systemen»
Ich weiss nicht, ob die Ukraine sich ohne Krieg noch zu einem brauchbaren System entwickelt haette. Und ich weiss nicht, ob sich auch Russland nochmal zu einen brauchbaren System entwickelt.
Fuer mich unbestritten ist aber, dass die Ukraine in diesem Fall das Opfer und nicht der Taeter ist. Nicht nur meiner Meinung nach. Und klar, man kann sie kritisieren, aber nicht auch noch darauf einschlagen. (Und ja, Sie haben das bei Serbien/Montenegro damals vermutlich nicht getan, weil sie nicht noch Eulen nach Athen tragen wollten.
Ich auch nicht. Weil fuer mich der voelkerrechtswidrige Angriffskrieg im Vordergrund stand. Genauso wie beim Irak 2003.
Nochmal zu den Eulen:
Ja, die sind schon bis zum Erbrechen bei den MSM. Und man muss da auch nicht jeden Mist auch noch wiederholen.
Aber die meisten Leute, die bei Ihnen, Frau Erler, NDS usw. lesen bzw. bei alternativen Kanaelen sich ihre Informationen holen, schauen sich entweder MSM gar nicht mehr an, oder nur, um sich ueber bestimmte Dinge aufzuregen.
Aber Ihnen, oder Frau Erler usw. glauben sie. (Mit Ausnahmen.) Da waere es eben gut, falls das vorkommt, dass Sie dann auch sagen, in der oder jener Beziehung haben die MSM recht.
Und sowieso koennen Sie sich auch hier zustimmend positionieren, selbst wenn es der MSM auch tut. Manchmal haben die eben auch recht.
Achso, musste erst mal Eene ziehen…
Sie muessen ja auch gar nicht meiner Meinung sein. Sie kritisieren ja auch weiterhin.
Gut so.
(Habe uebrigens heute das Narrenschiff gekauft. Passt ja auch irgendwie.)
Gute Nacht!
«Da waere es eben gut, falls das vorkommt, dass Sie dann auch sagen, in der oder jener Beziehung haben die MSM recht.»
Das tue ich gelegentlich auch. Dazu mehr, aber erst im Januar. Zwischendurch sind, soweit ich Zeit finde, anere Sachen an der Reihe.
«…aber erst im Januar.»
Ja, das ist doch auch voellig in Ordnung.
Ich hab noch mehr Nettes: ich will nicht schon wieder mit kindlicher Bewunderung kommen aber ich finde es schon toll wie Sie hier, wo es schon beinahe wie in einer MSM Talkshow (Alle gegen Eine) zugeht, tapfer gegenhalten.
«Aber die meisten Leute, die bei Ihnen, Frau Erler, NDS usw. lesen bzw. bei alternativen Kanaelen sich ihre Informationen holen, schauen sich entweder MSM gar nicht mehr an, oder nur, um sich ueber bestimmte Dinge aufzuregen.
Aber Ihnen, oder Frau Erler usw. glauben sie. (Mit Ausnahmen.) Da waere es eben gut, falls das vorkommt, dass Sie dann auch sagen, in der oder jener Beziehung haben die MSM recht.»
Warum sollte man Frau Erler auch nicht glauben? Wo hätte sie denn gelogen? Wo hätte izi jemals gelogen wenn er FAKTEN feinsäuberlich aufdröselt, sie im korrekten chronologischen Ablauf rekapituliert und dem geneigten Publikum dazu unzählige Quellen zur Verfügung stellt? Das ist doch schlicht Hieb und Stichfest. Das wissen Sie doch selber alles. Ich trage Eulen nach Athen.
Also ich für mein Teil konsumiere MSM, den DLF täglich (wenn auch weit weniger als vor Jahren), die FAZ (probeabo gerade gekündigt) die WELT, den Freitag (muss ich endlich mal kündigen) usw. Ich will ja wissen wie der mainstream so tickt.
Ab und an zappe ich im TV und da bin ich gestern die letzten 10 min bei M.Illner hängen geblieben als R.D.Precht sein «Abschlussplädoyer» hielt.
Donnerwetter, ich war überrascht. War natürlich wie üblich Alle (u.a. S.Gabriel) gegen einen, in dem Fall Precht. Er hat da wirklich Tacheles geredet.
https://www.zdf.de/play/talk/maybrit-illner-128/maybrit-illner-vom-18-dezember-2025-100
Immerhin ein Beispiel einer immer noch möglichen Meinungsäusserung in den MSM, von einem der Darlings derselben.
«Ich will ja wissen wie der mainstream so tickt.»
Geht mir auch so. Man sollte ja nur das kritisieren, was man auch kennt. 🙂
Anderenfalls würde man nur mit umgekehrtem Vorzeichen die MSM imitieren, die oft kritisieren, was sie nicht kennen. 🤣
«Anderenfalls würde man nur mit umgekehrtem Vorzeichen die MSM imitieren, die oft kritisieren, was sie nicht kennen.»
Nun ja, das ist aber so. Und die Fakten werden aus sehr subjektiver Sicht interpretiert.
MEINER MEINUNG NACH. (Und bei Ihnen mache ich natuerlich ’ne Ausnahme.)
Mit dem Irrtumsbekenntnis meinte ich eher die causa corona. Robert Zapf hat mich da vielleicht besser verstanden.
@nerazurra
zu erruieren wer hier wem wann worauf antwortet….ich reih mich ein in die Klageliste
Ja, ist unübersichtlich. Ich habe nur keine Lösung dafür.
M.v.d. Schulnburg zum Fall Baud
https://www.youtube.com/watch?v=-c9_VwVz7ok&t=1550s
Der «Fall Baud».
Da er mir als ‚helles Köpfchen‘ erscheint, wird er wohl nicht seine Gelder in der EU angelegt haben.
https://www.srf.ch/news/schweiz/prorussische-propaganda-ehemaliger-oberst-der-schweizer-armee-steht-auf-eu-sanktionsliste
Ausführlicher hier:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=143698
Er bekommt aber auch keine Tantiemen mehr für in der EU vertriebene Bücher. Kein in der EU ansässiger Verlag darf neue Bücher von ihm verlegen.
Das geht über die Zensur in früheren autoritären Regimes hinaus. Es wird nicht ein einzelnes Buch auf den Index gesetzt, es wird ein Autor exkommuniziert, weil er nicht die gleiche politische Meinung hat wie die Machthaber.
«Almansor:
Wir hörten daß der furchtbare Ximenes,
Inmitten auf dem Markte, zu Granada –
Mir starrt die Zung im Munde – den Koran
In eines Scheiterhaufens Flamme warf!
Hassan:
Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.»
Heinrich Heine, Almansor
Einerseits haben Sie recht, andererseits…man befindet sich im Krieg.
Auch wenn keine Soldaten direkt in der Ukraine aktiv sind.
Man könnte von «Wehrkraftzersetzung», bekannt aus der NS Zeit sprechen.
Was genau juristisch möglich ist, könnte wie so oft eine schwammige Angelegenheit sein.
Da er NATO Berater war gelten unter Umständen andere Regelungen.
Auch wenn er Unsinn geschrieben hat, der Vorgang ist bedenklich.
«Auch wenn er Unsinn geschrieben hat»
Ich denke das nicht einmal. Was ich bis jetzt gelesen habe, ist alles plausibel. Ich kenne natürlich nicht alles, aber ich sehe an dem, was ich gelesen habe, wie er denkt, mit Quellen arbeitet und argumentiert. Es würde mich wundern, wenn er irgendwo etwas Unbelegbares als Tatsache behauptet oder Interpretationen abenteuerlich übderdehnt hätte.
Den Führungsspitzen der EU passt ganz einfach die Realität nicht. Sie erschiessen, bildlich gesprochen, den Ueberbringer der schlechten Botschaft.
Vielleicht hat er die Bevölkerung verunsichert.
Da wird allgemein nicht gerne gesehen.
Mit einem Kochbuch wäre ihm das nicht passiert.
Außer evtl., wenn er eines über die englische Küche geschrieben hätte.
«Außer evtl., wenn er eines über die englische Küche geschrieben hätte.»
Die übrigens auch besser ist als ihr Ruf.
Dank der Küche ihrer ehemaligen Kolonien.
Meins wars nicht.
Der Ruf passte schon zu den Gegebenheiten.
Ich meine die englische Küche, nicht die aus den Kolonien.
«Meins wars nicht.»
Ich würde da Unterschiede machen. So fleischlastig wie die ursprüngliche englische Küche allgemein ist, habe ich nie gern gegesssen. Manches wird auch traditionell überkocht. Aber Fish & Chips ordentlich gemacht, fand ich früher gut. Full English Breakfast im Winter wenn man hinterher draussen ist oder Apple Crumble finde ich auch nicht schlecht. Beim English Breakfast lasse ich mittlerweile die Würstchen weg. Der Speck zum Frühstück war nie mein Ding.
«…erschiessen, bildlich gesprochen, den Ueberbringer der schlechten Botschaft.»
Das hat ja Tradition seit Tausend Jahren.
Der Botenjob ist immer undankbar.
@Izi
«Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher
Verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.»
Heinrich Heine…mein Lieblingsdichter.
So weit wuerde ich mit den Vergleichen dann dennoch nicht gehen wollen. D.h. bei Staaten mit unbestritten einer Demokratie, die zu wuenschen uebrig laesst, aber in denen die Todesstrafe abgeschafft ist (also denen der EU).
«D.h. bei Staaten mit unbestritten einer Demokratie, die zu wuenschen uebrig laesst, aber in denen die Todesstrafe abgeschafft ist (also denen der EU)»
So etwas kann kippen. In Deutschland geschehen heute Dinge, die ich vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Wer weiss, was in zehn Jahren alles geschehen wird?
@izi
>>>So etwas kann kippen. In Deutschland geschehen heute Dinge, die ich vor zehn Jahren nicht für möglich gehalten hätte. Wer weiss, was in zehn Jahren alles geschehen wird?<<<
Das weiss ich nun auch nicht.
Auf alle Fälle weiss ich, dass das, was zur Zeit schon in Dt. passiert, NIE hätte passieren dürfen.
Deshalb finde ich ja auch den Spruch:
NIE WIEDER IST JETZT
so absolut geschichtsvergessen…
Mir ist aber auch klar, WARUM dieser Spruch entstehen konnte.
Das er allerdings von so vielen kritiklos übernommen wird, macht mich sprachlos.
Und nie vergessen: «Manuskripte brennen nicht.»
Das hat ein in Kiew geborener und aufgewachsener Schriftsteller geschrieben, den ich sehr schätze. Noch existiert das ihm gewidmete Museum auf dem Kiewer Andreassteig. Auch in Moskau ist ihm ein Museum gewidmet.
Dasjenige in Kiew indes wollte der Nationale Schriftstellerverband der Ukraine schliessen lassen.
Ich schätze die ukrainischen Nationalisten wirklich nicht.
«Ich schätze die ukrainischen Nationalisten wirklich nicht.»
Yo, das kann man nicht genug wiederholen. Koennte ja einer HIER darauf kommen, dass es anders waere 😉
Ich schaetze uebrigens gar keine Nationalisten (wie Sie wissen), egal welcher Nation die angehoeren.
Hier noch mal der Film zum Zitat incl. Aussagen vom Regisseur und Interpretation vom BR:
https://www.br.de/nachrichten/kultur/nur-fiktion-meister-und-margarita-ist-in-russland-ein-kinohit,UjkJYl1
Soll ja angeblich in Russland ein Kinohit (gewesen) sein.
«Ich schaetze uebrigens gar keine Nationalisten»
Eben. Da sind wir uns einig.
Eine eindeutige Platzierung vorzunhmen ist vielleicht nicht so leicht aber wo auf der kleinen weiten Welt gäbe es grössere und schlimmere Nationalisten als die in der Ukraine.
Die sind nicht wegen des Krieges welche, sie erleiden den Krieg weil sie welche sind.
Slawa Ukrajini
Genau, da müssen die russischen «Patrioten» mal gründlich aufräumen. Oder wie meinen Sie das?
@Petro
Welcome back im Heifischbecken 😉
…ai…
Das war nur ein kurzer Einwurf. Weil, wie sagen Sie immer so schön doch schon alles durchgenudelt würde.
Aber man sieht womit die Diskussion der Friedensengel immer endet In der Ukraine sind alles Nationalisten, die selbst Schuld am Krieg sind.
Aber natürlich beteuert man gegen den Krieg zu sein!
Also wenn man gegen Krieg ist, warum zieht gegen das Opfer zu Felde?
«Also wenn man gegen Krieg ist, warum zieht gegen das Opfer zu Felde?»
Ja, das ist mir auch unklar.
Man hat’s eben hier nicht leicht, wenn man den Putin nicht versteht 😉
Gruss
@nera
««Also wenn man gegen Krieg ist, warum zieht gegen das Opfer zu Felde?»
Ja, das ist mir auch unklar.»
Nun ja, gegen die Opfer wird der Krieg nun wahrscheinlich nicht geführt.
Die Bevölkerung ist aber, wie immer in einem Krieg, das Opfer in dem Fall.
Sie sind nicht die eigentlich Schuldigen am Ausbruch des Krieges, müssen aber am meisten OPFER bringen.
Aber das ist nun nichts neues in der Geschichte.
Das wissen Sie doch eigentlich auch, oda?
Und in der Ukraine ist oder war es eben noch NIE allen Beteiligten klar, wer eigentlich der Schuldige ist.
Für Sie ist es einwandfrei und völlig klar Putin.
Für mich und anderen halt nicht in der Eindeutigkeit.
🦈
@izi
Für mich ist es in der hier vorliegenden Kommentarreihenfolge immer schwer zu verstehen, auf wen sich die Antworten beziehen.
Am besten wäre es, wenn man es mit @Name macht.
Wem antworten Sie mit Ihrem Haisymbol.
Und was soll es bedeuten?
Mich verunsichern solche Mehrdeutigkeiten stark.
@Robert Zapf
«Wem antworten Sie mit Ihrem Haisymbol.»
Den Hai hatte @nera ins Spiel gebracht. Emoji sind eher spielerisch gemeint, um Schärfe aus der Diskussion zu nehmen.
Ist ja wirlich toll, dass ausgerechnet ich Sie aus Ihrer wohlverdienten Reserve zu locken scheine.
Mit gewisser Wahrscheinlichkeit ist das eine einmalige Antwort an Sie.
Ihr von krudem Zynismus, den ich oft nicht verstehe, geprägter Kommunikationsstil stösst mich heftig ab.
Gern ziehe ich einmal den berühmten Gessler Hut und sage Ihnen aufrichtig dass der russiche überfall ein Verbrechen wider die Menschlichkeit ist, so wie jeder Krieg.
Schändlich, skrupellos, bestialisch und …aber so was von völkerrechtswidrig.
Die Idee dass russchische Patrioten in der Ukraine ordentlich aufräumen müssten kann nur einem kranken Hirn entspringen.
Dass aber masslos übersteigerter Nationalismus nicht dazu angetan ist Friedensperspektiven auf Dauer zu etablieren …..werden Menschen wie Sie vielleicht nie verstehen.
Wo hat oder hatte sich in der Ukraine maßloser Nationalismus etabliert?
@Eremit
>>>Gern ziehe ich einmal den berühmten Gessler Hut und sage Ihnen aufrichtig dass der russiche überfall ein Verbrechen wider die Menschlichkeit ist, so wie jeder Krieg.
Schändlich, skrupellos, bestialisch und …aber so was von völkerrechtswidrig.
Die Idee dass russchische Patrioten in der Ukraine ordentlich aufräumen müssten kann nur einem kranken Hirn entspringen.<<<
Nun gut, so weit wäre ich nicht gegangen.
Aber Sie sehen ja an der Antwort von Petrowitsch, dass auch dies nichts bringt.
Mir selbst ist klar, warum.
Aber da muss jeder selbst hinkommen.
Aber bleiben Sie noch hier, wir reden hier eigentlich in sehr begrenztem Rahmen.
Da ist eine andere Stimme auch sehr hilfreich und auflockernd.
@Oberst Zapf
«Aber bleiben Sie noch hier, wir reden hier eigentlich in sehr begrenztem Rahmen.
Da ist eine andere Stimme auch sehr hilfreich und auflockernd.»
Ja, unbedingt!
Aber eine «andere» Stimme bzgl. der Ukraine ist das meiner Meinung nach hier nicht.
Das hier hat mich tief erschuettert (Im Ernst!):
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28670
@nera
>>>Das hier hat mich tief erschuettert (Im Ernst!):<<<
Mich eigentlich nicht.
Ist das menschenverachtend oder sonstwie unmenschlich?
Es ist eine klare und direkte Aussage, die ich mich in der Form nicht getraut hätte, so zu formulieren.
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28682
Sie ist für meine Begriffe nicht falsch.
Hat Sie nun stark verunsichert.
Deswegen hätte ich sie in der Form nicht so hart formuliert.
@Petrowitsch
«Wo hat oder hatte sich in der Ukraine maßloser Nationalismus etabliert?»
(1) Unterdrückung anderer Sprachen im Schulunterricht 2017 mit besonderer Uneterdrückung der russischen Sprache.
(2) Rücknahme von Minderheitenrechten bezüglich der Sprache 2019
(3) Blockade russischer sozialer Netzwerke und Internetplattformen 2017. Zu beachten ist dabei, dass VK alles andere als staatsnah in Russland war.
Ich würde das nicht als «maßlos» bezeichnen, aber es ist einer der Gründe, warum sich die Ukraine auch mit Ungarn ein Problem eingehandelt hat.
@Eremit,
«…aber wo auf der kleinen weiten Welt gäbe es grössere und schlimmere Nationalisten als die in der Ukraine.
Die sind nicht wegen des Krieges welche, sie erleiden den Krieg weil sie welche sind.»
Ja das sagt der Putin und seine treue Entourage?
Heute seiner Rede gelauscht?
Nein, ich lausche Putins Reden nicht.
Wenn er das gesagt hat, hat er schlicht Recht.
«Wo hat oder hatte sich in der Ukraine maßloser Nationalismus etabliert?»
Ein wirklich guter!
Habe ganz ohne Bitternis, losgelöst von allem Groll herzlich gelacht.
Danke dafür.
Slawa Ukrajini
««Also wenn man gegen Krieg ist, warum zieht gegen das Opfer zu Felde?»Ja, das ist mir auch unklar.»
Robert Zapf hat das Wesentliche dazu gesagt aber ohne nudeln geht’s wohl nicht. Ich verwahre mich gegen die Behauptung, ich würde gegen Kriegsopfer zu Felde ziehen.
«Man hat’s eben hier nicht leicht, wenn man den Putin nicht versteht 😉»
Wenn man in einer Konfliktsituation den Gegner nicht versteht, hat man es schwerer als wenn man ihn verstünde, klare Sache das.
«Wenn er das gesagt hat, hat er schlicht Recht.»
Finde ich nicht. «Die sind nicht wegen des Krieges [Nationalisten], sie erleiden den Krieg weil sie welche sind.» ist überhöht.
Es steckt schon ein Körnchen Wahrheit darin. Baud hat auch darin recht, dass die wahrscheinlichste Erklärung für das Verhalten der ukrainischen Führung Mitte 2021 bis zum Kriegsausbruch ist, das diese Führung das Donbass-Problem und möglichst sogar das Krim-Problem militärisch lösen wollte, wobei sie sich der Ueberlegenheit der NATO bedienen wollte. Ich nehme wie Baud an, dass die ukrainische Regierung bewusst das Risiko eingegangen ist, dass Russland angreift. Im Februar 2022 hat sie das aus meiner Sicht sogar mit einigem Nachdruck getan (Selenskiys eskalierendes Aufrüstungsdekret Anfang Februar, erhöhte militärische Aktivität an der Donbass-Kontaktlinie). Die ukrainische Führung ging dabei von der falschen Annahme aus, dass die NATO zu ihren Gunsten militärisch eingreifen würde, wenn Russland den Krieg eröffnet.
All das ändert aber nichts daran, dass Russland der Aggressor ist und nicht in einer Situation war, in der es einen «Präventionskrieg» führen musste.
@izi
>>>aber sie wäre in dieser Form völkerrechtlich auch dann nicht gedeckt, wenn das ein legitimer Präventionskrieg wäre (was es nicht ist).<<<
Ich finde es eigentlich befremdlich, dass man mittlerweile so argumentieren muss.
Das ist wie Unterscheidung zwischen "gerechten" und "ungerechten" Kriegen damals in der DDR.
Man ist aber zugegebenermassen in einem Dilemma.
Ich würde nur IMMER sagen, egal, welcher Krieg geführt wird, ob gerecht oder ungerecht, am Ende trifft es auch immer die Bevölkerung.
Mitlerweile hat man auf westlicher Seite den Begriff KOLLATERALSCHADEN dafür erfunden.
Ändert aber nichts an der Sache.
Und ich bin immer noch der Meinung, dass die Kriege der USA in der Hinsicht einzigartig sind.
Auch Israel in Bezug auf Gaza.
Deshalb wäre es am WICHTIGSTEN Kriege im Vorfeld zu verhindern.
Das hätte in Bezug auf die Ukraine geschehen können.
Es wurde meiner Meinung nach aber mit ABSICHT nicht getan.
Das ist für mich das eigentlich SCHLIMME.
Aber das wird mittlerweile gar nicht mehr erwähnt.
Ihr Blog ist hier wirklich eine Aussnahme und das finde ich sehr wichtig, das nochmal zu sagen.
Ich kann mich dafür nur immer wieder bei Ihnen bedanken…
@Robert Zapf
«Ich würde nur IMMER sagen, egal, welcher Krieg geführt wird, ob gerecht oder ungerecht, am Ende trifft es auch immer die Bevölkerung.»
Das ist richtig. Es ist nur ein Frage der Hauptverantwortung. Wenn Seite A sehr sicher mit einem Angriff von Seite B rechnen muss und daraufhin selbst angreift, ehe Vorbereitung und Aufmarsch von B abgeschlossen sind, ist das ein Präventionskrieg. Die Hauptverantwortung liegt dann bei B, nicht bei A.
In der Praxis ist das mitunter schwierig zu entscheiden. B wird den Aufmarsch nachträglich immer mit der Notwendigkeit der Verteidigung begründen.
Als Beispiel für die schwierige Analyse kann sogar der Ukraine-Krieg gelten. Die ukrainischen Truppen standen am 24. Februar 2022 zum allergrössten Teil im Donbass, obwohl die russische Drohkulisse das ganze Land umgab und wegen der besseren Befestigungen im Donbass ein russischer Angriff eher an anderer Stelle zu erwarten war. Deshalb rückten die russischen Truppen derart schnell auf Kiew vor und deshalb konnten sie im Süden über ein Landenge von der Krim aus schnell an Boden gewinnen.
Die Ukraine würde nun argumentieren, dass die Einnahme der gesamten Regionen Donezk und Luhansk das Hauptziel der russischen Seite sein musste und die Truppen deshalb so aufgestellt wurden. Das ist weder ganz falsch noch ganz richtig. Die Landbrücke zur Krim war ein offensichtlicheres russisches Kriegsziel. Die wenigsten Militärexperten hätten einen russischen Angriff an der Donbass-Front erwartet.
Russland würde umgekehrt argumentieren, dass nach den Diskussonen in der Ukraine und dem neuen Gesetz von 2021 zur Wiedererlangung der Krim und der Separatistengebiete mit einem Angriff auf die Separatistengebiete zu rechnen war. Deshalb zunächst deren Anerkennung als Staaten (21. Februar 2022) und dann, als das die Lage nicht beruhigte, ein Präventivkrieg.
Man müsste sehr viel mehr Information haben als uns zur Verfügung steht, um das ganz sicher zu beurteilen. Aber selbst wenn die Ukraine im Donbass Angriffspläne gehabt haben sollte, hätte es völlig gereicht, die russischen Truppen bis an die Kontaktlinie vorzuschieben und die Drohkulisse im Norden und Süden noch einige Wochen stehen zu lassen. Ein Präventionskrieg war angesichts der Kräfteverhältnisse in jedem Fall unnötig.
@izi
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28714
Ich antworte mit neuem fred…
>>>Das hier hat mich tief erschuettert (Im Ernst!):<<<
Da fehlt mir dann das Verständnis. Wenn ich von "den Nationalisten in der Ukraine" rede, meine ich vornehmlich diejenigen die es nicht mir iher "Ehre" mit ihrem Heldentum, mit ihrem angeborenen Ruhm, bedingunsloser Vaterlandsliebe und dergleichen unappetitlichen archaischen Gewohnheiten in Einklang bringen können dass auch russische Minderheiten gleichwertige ukrainische Staatsbürger sein sollen. Solche die Selensky kurz nach der Wahl in Aussicht stellten am nächsten Grossholz zu baumeln sollte er die für die ukrainische Nation Gefallenen verraten.
Dass diese den Krieg erleiden glaube ich nicht mal, da habe ich vielleicht zu allgemein formuliert. Ich halte es durchaus für möglich dass sie "ihren" heldenhaften Kampf zu schätzen wissen, (sie selber und ihre jungen Angehörigen sind es für gewöhnlich nicht, die in's Gras beissen müssen,) auch weil das viele viele Geld das dort hin strömt nicht an ihren Taschen vorbei fliesst.
Das ist doch im Grunde genommen eine extremste, nicht unemotionale Kürzestfassung von Herrn Jeschkes nüchterner Analyse die er die letzten Jahre so unermüdlich erstellt hat.
Deswegen bin ich bestimmt keine Meinungsspektrum erweiternde, Stimme. Da gebe ich @nerazurra absolut Recht.
Aber ich habe an Sie, Nerazurra, eine Frage. Da Sie die Gedankengänge von izi die letzten Jahre ziemlich weitgehend mitgegangen sind, woher kommt dieser auffällige Meinungsumschwung?
Ich kann mir das nur damit erklären dass in ihrem näheren persönlichen Umfeld zwischenmenschliche Konstellationen das gewissermassen erforderlich machten.
Das geht mich einen feuchten Kehricht an, sicher.
«…woher kommt dieser auffällige Meinungsumschwung?»
Erkenntnisgewinn und Desillusion
Genauso wie die eine Seite sich die Niederlage der Ukraine nicht eingestehen will, will sich die andere Seite nicht eingestehen, dass sie sich in Putin geirrt hat.
Der Mann will keinen Frieden. (Meine Meinung.)
Und keine Ahnung, wie der Scheiss-Krieg letztlich beendet wird und wie es dann weitergeht.
Danke für die Antwort.
Desillusion ist was gutes da sie Erkenntnisgewinn bedeutet.
Aber worin bestand die Illusion? Doch nicht darin Putin für einen guten Menschen gehalten zu haben?
Ich gehe ja eigentlich davon aus, dass so ziemlich alle hier, mit leichten Abweichungen, Putin auch vor seinem Angriffskrieg für einen eiskalten taktisch denkenden Machtmenschen gehalten haben der Krieg als Fortsetzung der Politik betreibt, so ähnlich wie… Obama z.B..
Und wenn Frieden ihm nützlich erscheint wird er ihn wollen, um des lieben Friedens willen wohl nicht, so wie…..ich fürchte so ziemlich jeder Staatschef.
Ich würde ja meinen Hintern verwetten dass, gäbe es glaubwürdige Meinungsumfragen unter den Menschen die am unmittelbarsten vom Krieg betroffen sind, Zivilisten wie Soldaten, die meisten dafür stimmten den Krieg sofort zu beenden, unter allen Umständen.
Abschliessend für heute morgen noch ein Musiktip zum Thema Heldenhaftigkeit, die man den ukrainischen und russischen Staatenlenkern und Freiheitskämpfern (da hat ja jeder seine eigene Meinung) wirklich nicht absprechen kann.
Die entscheidende Zeile ist:
«They watched their Rome burn»
https://www.youtube.com/watch?v=2B4bsqYxwo0
ob das wohl funktioniert..
@nera
«will sich die andere Seite nicht eingestehen, dass sie sich in Putin geirrt hat»
Dieses Eingeständnis können Sie von mir erhalten. Ich habe tatsächlich bis zum 24. Februar 2022 gedacht, dass er das nicht tun würde. Das war ein schwerer Irrtum.
Ich hatte das auch deshalb nicht gedacht, weil ich ihn für strategisch fähiger hielt und weil ich diesen Krieg sogar unabhängig von ethischen Gesichtspunkten für aus russischer Sicht strategisch falsch halte. Russland hat sich hier in eine gefährliche Abhängigkeit von China begeben. Wenn Trump nicht die Wahl gewonnen hätte und es daher nicht die Möglichkeit einre Partnerschaft USA-Russland gäbe, hätte Putin sich mit dem Krieg schwer verzockt gehabt. Es wäre dann ein Pyrrhussieg geworden.
Sieht man es ethisch, ist Putin mit diesem auch bewusst gegen die Zivilbevölkerung geführten Krieg für mich, wie bereits mehrfach gesagt, ein *rschl*ch. Die russische Kriegsführung in der Ukraine ist nicht so extrem verbrecherisch wie es die irsaelische im Gaza-Streifen war, aber sie wäre in dieser Form völkerrechtlich auch dann nicht gedeckt, wenn das ein legitimer Präventionskrieg wäre (was es nicht ist).
@ Izi
«Dieses Eingeständnis können Sie von mir erhalten. Ich habe tatsächlich bis zum 24. Februar 2022 gedacht, dass er das nicht tun würde…»
Ich auch nicht. Aber den Irrtum meinte ich ja nicht mal.
Ich hatte mich ehrlich gesagt davor (auch nach dem Krim-Einmarsch noch nicht) fuer diesen Typen sonderlich interessiert.
Ich dachte, wenn die westl. Seite Verhandlungswillen zeigt, wird man P. hoffentlich zur Vernunft bekommen, damit das Blutvergiessen endlich aufhoert. Hab‘ das Wagenknecht-Schwarzer-Manifest unterschrieben und war bei der ersten Demo dsbzgl. in Berlin dabei.
Mittlerweile glaube ich aber, der hoert nicht auf bevor seine Maximalforderungen erfuellt sind. Und, wenn es nach der Krim jetzt auch wieder funktioniert, geht das immer so weiter.
«…Das war ein schwerer Irrtum.»
Was dann, wenn Sie das nach paar Jahren wieder sagen muessen?
Allerdings haben Sie insofern recht. Den verlorenen Krieg noch weiter zu fuehren, macht’s nur noch schlimmer. Kapitulation waere sicher besser. Fuer uns – mit dem Blick von aussen jedenfalls. Bei den Ukrainern wird es dabei wohl unterschiedliche Meinungen geben. Also, zumindest bei denen die schon alles verloren haben, ob es ueberhaupt noch schlimmer geht.
Also, ich weiss auch nicht, was man da macht, FALLS man einen neuen H. vor sich hat.
@nera
«Mittlerweile glaube ich aber, der hoert nicht auf bevor seine Maximalforderungen erfuellt sind.»
Sagen wir so: Er hat ein gewisses Problem, wenn er nun die Kriegswirtschaft wieder auf eine Friedenswirtschaft umstellen muss. Wenn das allerdings mit US-Kooperationen verbunden wäre, kann es sich lohnen, auch in Bezug auf die einseitige Abhängigkeit von China.
Persönlich glaube ich inzwischen, dass die gegenwärtige Verhandlungsrunde zum Kriegsende führen wird. Es stellt sich nur die Frage, wie lange das dauert und zu welchem Preis für die Ukraine. Putin sitzt am längeren Hebel, was Aenderungen am 28-Punkte-Plan angeht.
Militärisch hat die Ukraine wohl Kupjansk wieder befreit und hat in Russland immer mal wieder Achtungserfolge, aber nur auf Nadelstichniveau. In der Südostecke der Front und in der Richtung Siversk-Sloviansk sieht es für die Ukraine derzeit nicht gut aus.
«aber wo auf der kleinen weiten Welt gäbe es grössere und schlimmere Nationalisten als die in der Ukraine»
Das würde ich so pauschal nicht sagen. Man muss auch einräumen, dass es eine «Kinderkrankheit» ist, weil die Nationenbildung historisch sehr spät kommt.
@Petrowitsch wird das ungern hören, aber es gab trotz des Unabhängigkeitswillens 1990 keine ukrainische Nation. Es gab sie auch 2000 noch nicht. Inzwischen gibt es sie.
Vergleicht man den ukrainischen Nationalismus mit demjenigen während der Bildung anderer Nationen, ist er nicht weiter auffällig. In der heutigen Zeit wirkt er aber aus der Zeit gefallen. Mit einer EU-Perspektive ist er nicht kompatibel. Dir Ukraine muss auf diesem Gebiet erwachsen werden, was allerdings während eines Krieges um den Bestand der Nation nicht geschehen kann.
Erst einmal muss der Krieg beendet werden, dann muss die ukrainische Nation sich mit dem Ergebnis abfinden und dann kann diese Nation eine Perspektive in einer diversen Staatengemeinschaft haben (falls die EU so lange Bestand hat).
@izi, @Robert Zapf, ich hab leider überhaupt keinen Dissens mit Ihnen. Das Körnchen Wahrheit scheint mir allerdings eher ein gosses fettes Samenkorn, eine Saat des Bösen.
Richtig böse finde ich auch dieses bewusste Draufankommen lassen. Die Bereitschaft die NATO in diesen Krieg hineinzuziehen ohne Skrupel hinsichtlich evtl. atomarer Konsequenzen. Das macht mir die ukrainische Funktionselite keinen Deut sympathischer als die russische.
Gut finde ich auch dass Sie nochmal den Fokus von der Schuldfrage zur Frange von Verantwortlichkeit hin lenken.
Und Ihre extrem komprimierte Darstellung des so gründlich schon durchgenommenen….Lobhudelei ist angebracht
++…man befindet sich im Krieg.++
Wer hat denn der EU den Krieg erklärt?
++…«Wehrkraftzersetzung»…++
Nach welchem EU-Gesetz & welchen Taten kann Baud ein analoger Straftatbestand vorgeworfen werden, zumal er nicht einmal EU-Bürger ist?
Der Vorgang ist nicht nur bedenklich sondern alarmierend. Der Initiative von M.v.d. Schulenburg müssten sich alle anschließen, denen die Meinungsfreiheit wichtig ist.
@Mymind
>>>Der Vorgang ist nicht nur bedenklich sondern alarmierend. Der Initiative von M.v.d. Schulenburg müssten sich alle anschließen, denen die Meinungsfreiheit wichtig ist.<<<
Das ist vollkommen richtig.
Aber da beginnen dann die Proble.
Es gibt gewiss einen Grossteil der Menschen, die Meinungsfreiheit für unverzichtbar halten, zumindest in Systemen, die permanent das Wort "Demokratie" vor sich hertragen.
Nur möchten DIESE Menschen Meinungsfreiheit nicht unbedingt UNIVERSELL angewandt wissen.
Wenn es im Sinne "UNSERER DEMOKRATIE" ist, kann man bzw. MUSS mann auch mal ein Auge zudrücken können müssen.
Und da viele von denen im Mainstream schwimmen, stört sie das auch nicht besonders.
Die JETZT schon bestehenden Probleme mit der EINSCHRÄNKUNG der Meinungsfreiheit durch bestimmte Gesetze der Regierung wird man erst erkennen, wenn es einen selbst betrifft.
Aber wer angepasst lebt, hat da weniger Problem damit.
@ Nera-Kommentar v. 18.12.2025 um 12:17 Uhr
Ich mache neu auf…
Zuerst einmal: Gewerkschaften & Streikrecht sind keine Errungenschaften Dank des stinknormalen Kapitalismus sondern Ergebnis von sozialen Bewgungen & einer Sozialpolitik. Die bildeten sich, weil im stinknormalen Kapitalismus die Arbeitsverhältnisse alles andere als prickelnd waren. In manchen Ländern mit stinknormalem Kapitalismussystem sind die Arbeitsverhältnisse immer noch nicht prickelnd, Gewerkschaften inffektiv oder korrupt & Streiks nicht grundsätzlich Bestandteil der Arbeitrrechte.
Es gibt auch in China keine guten Arbeitsbedingungen, aber nicht generell & nicht in allen Branchen. Ich war dort zwar in keinen Fabriken aber viel in Shanghai unterwegs, wobei sind mir insbesondere Misstände auf kleineren Baustellen von Gebäuden aufgefallen sind, die von Eigentümern oder kleineren Baufirmen errichtet oder saniert werden. Dort wurden für die Bauarbeiten Jungs aus armen Provinzen angekarrt & man hilt es nicht für nötig, ihnen neben dem geringen Lohn zumindest anständige Bauarbeiterklamotten & Schuhe zur Verfügung zu stellen. Nicht selten sah man diese Jungs in Flip-Flops & Shorts bzw. einer Army-Hose, die sie nach dem Wehrdienst behalten durften, zwischen Bauschutt & Brettern mit herausragenden Nägeln herumjonjoglieren. Sie schlafen auf der Baustelle in einer notdürftig freigeräumten Nische auf Isomatten, das sah man auch auf größeren Baustellen, aber dort gab es zumindest Feldbetten.
In dem Büro wo ich tätig war, waren die Arbeitsverhältnisse in Ordnung, die Toiletten hätten allerdings hygienischer sein können bzw. öfter gereingt werden dürfen. Großraumbüros analog zu westlichen Vorbildern, tw. kleinere Räume mit max. 10 Arbeitsplätzen, die waren durchaus angenehmer. Regelarbeitszeit 9:00-18:00, Mittagspause Punkt 12:00, fast alle über alle 20 Etagen stürzen geschlossen zu den Aufzügen, es wird gedrängelt & geschubst & das Chaos ist perfekt. Wenn in einer Besprechung ein junger Kollege einnickt, also einpennt, ist das kein Weltuntergang. Wenn er etwas beizutragen hat, wird er geweckt, ansonsten besprechen sich die anderen weiter wie gehabt. Das ist schon ein Unterschied zu hiesigen Ansprüchen an Mitarbeiter. Kritik erfolgt nicht offen & persönlich, das Gesicht des Anderes wahren ist gaaanz wichtig, auch anders als hier. Wenn jemand eine Aufgabe nicht gut ausgeführt hat, einen Fehler gemacht oder wirklich Mist verzapft hat, wird nicht gesagt «das hast Du nicht gut gemacht, einen Fehler gemacht oder Mist verzapft» sondern ungefähr so: Das muss etwas besser besser werden & hier müsste korrigiert werden. Manche Abläufe dauern dann länger, was eine Herausforderung für meine Ungeduld war & der Gewohnheit am hiesigen Arbeitstempo.
In Shanghai gibt es viele kleine Privatbetriebe, wer die Möglichkeit hat, macht einen Shop oder Laden oder Werkstatt oder Café|Restaurant oder etc. auf, oder die weitverbreitene Street-Food, wo Einheimischen (& US-Amis & Europäer, die sich trauen) für sehr wenig Geld eine auskömmliche & sehr oft leckere Mahlzeit angeboten wird. Das wird heute vermutlich etwas anders sein, aber vor 15-20 Jahren schauten die staatlichen Einrichtungen nicht sehr streng auf die Richtlinien für die erforderliche Ausstattung von derartigen Betrieben wie hierzulande, die entsprechend kosten.
Sie haben viele Vorurteile über ein Land & die Lebensbedingungen in diesem Land, das Sie nie bereist haben. Das kann ich Ihnen nicht verübeln, weil die hiesige Berichterstattung über China derart manipulativ, oberflächlich & nur auf negative Merkmale fixiert ist, dass ich das kalte Kotzen kriegen könnte. Ich möchte Ihnen wärmstens das Buch ´Madame Zhou und der Fahrradfriseur´ von Landolf Scherzer empfehlen. Scherzer hat einen tollen Schreibstil, ist nie langweilig & bringt seine Erlebnisse auf den Punkt. Ich habe in dem Buch viele meiner eigenen Erlebnisse & Erfahrungen wiedererkannt, sogar einen Fahrradfriseur in einem Park, der für seine Tätigkeit sicherlich keine EU-Arbeitsstättenrichlinie erfüllt geschweige denn Miete zahlen muss. Ich bin sehr froh, dass ich seinerzeit das Job-Angebot für meine Tätigkeit in Shanghai angenommen habe, ich habe gehadert & musste von verschiedenenen Seiten überredet werden, da mich China nie interessiert hat, was auch mit der damals schon bekloppten Berichterstattung über China zu tun hat. Heute sage ich den Youngsters: Vergesst NY, fahrt meinetwegen hin aber unbedingt auch nach SHG.
++Profitgier ist das zentrale Element der chin. Wirtschaft.++
OOHLALA…Ach was bin ich froh, dass unser stinknormales Kapitalismussystem die Profitgier nicht kennt, die Unternehmer die Chancen der Globalisierung verstreichen liessen & keine Produkte in China aufgrund der Profitmaximierung herstellen & keine Betriebe in China aus gleichen Gründen eröffneten. Jaaa, unser stinknormaler Kapitalismus weiß, dass Profitgier nicht das zentrale Element der Wirtschaft ist sondern Gewerkschaften & Streiks & Mitbestimmung & Träume & Schäume & Kriege & …
++Und als Bonus quasi, dass die Partei alles kontrolliert. ++
Die Partei ist i.d.F. der Staat & ein Staat kontrolliert nun einmal, mal besser mal schlechter. Für mein Projekt in SHG gab es auch ein Treffen mit einem dafür zuständigen KPCH-Mann, höhere Position & einflussreich. In BRD hätte es ein Treffen mit vergleichbaren Politikern in dieser Position vermutlich nicht gegeben, aber mindestens mit dem Bürgermeister einer Großstadt. Meine Befürchtung, dass ein autoritärer Kotzbrocken unsere Planung auf den Kopf stellt ( was es hierzulande schon gab) erwies sich als unbegründet. Der chinesische Kommunisten-Kotzbrocken erwies sich als sympathischer Gesprächspartner, der unsere Projektideen verstand & sogar begeistert war. Es gab viel Lob & Dank für unser Engagement & unsere Arbeit. Man musste mich schütteln, damit ich glaube was da gerade ablief. Selbst ein kleiner Bezirksfuzzi in BRD hat selten die Größe, nicht wegen Kikikram rumzumäkeln oder eine Änderung einbringen zu müssen, um sein Ego zu streicheln. Das hat mir nachhaltig zu denken gegeben, warum hier manche Dinge auch blöd laufen.
++Ueberwachungsstaat. Die Partei hat immer recht. Orwell’84…++
Dort sind wir auch schon. Der eine merkt es mehr, der andere weniger.
++Allen Linken, die sich hierzulande gegen die kapitalistische Ausbeutung der «Arbeiterklasse» engagieren und von der ausbeutungslosen Gesellschaft traeumen, wo die Ungleichheit zwischen arm und reich ueberwunden ist, muessten sich da beim Blick auf China eigentlich die Zehennaegel kraeuseln.++
Alle Linken, denen sich die Zehennägel kräuseln, weil in China in relativ kurzer Zeit 800 Millionen Menschen aus extremer Armut gehoben wurden, haben ihren sozialen Kompass irgendwo verloren. 800 Mio Menschen…das sind fast doppelt so viel Menschen als die EU an Einwohnern zu verzeichnen hat. Think about it.
Ich sage nicht, dass China das bessere System hat _ by the way: Ich weiß nicht wo es das noch gibt _ aber der chinesische Kapitalismus ist trotz punktuell prekärer Arbeitsverhältnisse effektiver als der stinknormale. So haben sich das die Stinknormalen nicht ausgerechnet als sie China umarmten, um dort ihre Profitgier zu maximieren & sich russische Verhältnisse der 1990er Jahre erhofften. Die Chinesen erwiesen sich als klüger als die Russen, insofern hat Florence Gaub völlig Unrecht: Die Russen sind doch eher wie dumme raffgierige Europäer & keine Asiaten wie die Chinesen.
@ Nera
Der verlinkte NZZ-Artikel reiht sich ein in die politisch motivierten & oberflächlichen Essays über China. Stinklangweilig…
Ach, konnten Sie mehr als an den Anriss lesen?
Ich dachte dann spaeter, was haste denn da schon wieder verlinkt. Vermutlich geht’s mal wieder bei dieser Autorin nur um Wokeness – auch in China.
Aber wenn SIE das fuer stinklangweilig und politisch-motiviert halten, dann… hat’s wenigstens Eine(r) gelesen 😉
Geht nicht um Wokeness, ist trotzdem stinklangweilig.
Nun ein bischen Schleichwerbung in eigener Sache:
https://www.freitag.de/autoren/niko_v/madame-zhou-und-der-fahrradfriseur
Fiel mir aber wirklich erst nach meinem Tipp ein, dass ich seinerzeit eine Rezension im DF verfasste. Jaja, der Alzheimer rückt näher…
Okay, Danke.
Ihren Artikel lese ich mir mal durch. Und dann schaun mer mal 😉
Schleichwerbung hat mich glockt. Ich habe gerade Ihren Artikel zu Frau Abramovic gelesen und glaube ich verstehe sie jetzt besser.
Danke.
Jetzt machen Sie mich neugierig: Inwiefern hat gerade dieser Text zu einem besseren Verständnis geführt?
Na ja, ich interessiere mich eher randständig für Kunst aber M. Abramovic ist mir in all den Jahren immer wieder mal als für mich interessant aufgefallen. Und als ich Ihren Text über sie las, hatte ich den Eindruck ihre Kunst besser zu verstehen, denn sie berührt etwas in meinem Innersten.
Ich war leider nie auf einer ihrer Performances aber Sie haben mir das nahegebracht.
Ihr Text hebt sich durch Klarheit und Verständlichkeit vom ansonsten oft säuselig verschwurbelten Geraune der über Kunst schreibenden ab.
Gerade in der Corona Zeit habe ich das Stanford Prison und das Milgram Experiment ständig vor Augen gehabt, aber nicht an Abramovic gedacht.
Vielleicht geht es bei Abramovic um das Menschlichste des Menschlichen, denk ich mir gerade, und das ist oft das schrecklichste und das wo man gerne wegschaut um es nicht an sich rankommen zu lassen weil das einfach sehr schwer zu ertragen ist.
Als ich meinen kurzen Dankestext an Sie abgeschickt hatte, ist mir aufgefallen dass, wenn man die Großschreibung nicht beachtet, es auch so gelesen werden könnte, dass ich Sie, mymind, meine, mit dem Verstehen.
Und das war zwar nicht so gemeint aber angedenk der Tatsache dass ich Sie auch im derFreitag schon ziemlich lange lese, ist auch das vielleicht nicht ganz unwahr.
@ Eremit
«Vielleicht geht es bei Abramovic um das Menschlichste des Menschlichen, denk ich mir gerade, und das ist oft das schrecklichste und das wo man gerne wegschaut um es nicht an sich rankommen zu lassen weil das einfach sehr schwer zu ertragen ist.»
Ich kenne diese Kuenstlerin nur beilaeufig aus linken Zeitungen und MSM, nun weiss ich auch nicht, was @myMind ueber sie geschrieben hat, aber ich hoffe das hier aendert Ihre Meinung nicht:
Marina Abramović: «Meine Generation wurde nach dem Zweiten Weltkrieg geboren, und ich habe so eine Situation nicht erwartet. Jetzt ist es richtig gefährlich, weil wir das Ego von Putin erschüttert haben, er kann nicht verlieren, er wird jeden einzelnen Stein in der Ukraine zerstören, bevor er rausgeht.»
https://www.dw.com/de/marina-abramovic-ukraine-versteigerung-artist-is-present/a-61254607
mymind hat doch einen Artikel zu einer chinesichen Frau Zhou verlinkt, im Freitag, dort finden Sie auch den zu Abramovic.
«aber ich hoffe das hier aendert Ihre Meinung nicht:..»
Nicht im Mindesten.
Wenn man, auch sehr große, Künstler nach ihren politischen Meinungsäußrungen beurteilen würde, sähe es sehr finster aus.
««aber ich hoffe das hier aendert Ihre Meinung nicht:..»
Sie suggerieren damit ausserdem ich würde Herrn Putins agiern in der Ukraine irgendwie rechtfertigen wenn nicht gar gutheissen.
Das tue ich nicht. Das Gegenteil ist der Fall.
Sie sind in der Hinsicht etwas begriffsstutzig, mit Verlaub.
« Ach, konnten Sie mehr als an den Anriss lesen?»
Klappt z.B. per „Strg/Cmd+A, Strg/Cmd+C“, wenn Sie flinke Finger haben.
Ich schließe mich da, allerdings ohne eigene persönliche Chinaerfahrung, der Einschätzung von @Mymind an.
„Strg/Cmd+A, Strg/Cmd+C“
Ei, ei, ei. Da der Tipp aber nicht kommerziell ist, kann ich ihn schon so stehen lassen.
@glenlivet
>>>Klappt z.B. per „Strg/Cmd+A, Strg/Cmd+C“, wenn Sie flinke Finger haben.<<<
Ich habe das jetzt ein paar mal versucht, ohne Ergebnis.
In welchem Sekundenbruchteil muss man da denn jetzt "reagieren"?
Oder ist das von irgendwelchen Browsereinstellungen zusätzlich abhängig?
«Oder ist das von irgendwelchen Browsereinstellungen zusätzlich abhängig?»
Es könnte von der Schnelligkeit der Internetverbindung bzw. dem Seitenaufbau im PC abhängig sein.
In obigem Fall hat’s bei mir im zweiten Versuch geklappt.
@ Mymind
Danke fuer Ihre Eindruecke. Da kann ich natuerlich nicht mithalten.
Also ist das alles was man sieht und liest nur westliche Propaganda, Fake-News und Hetze.
Hm, nehmen Sie’s mir bitte nicht uebel, aber als Linker will man ja nicht nur, dass ein effektiverer Kapitalismus als der stinknormale am Ende der Geschichte raus kommt.
«Also ist das alles was man sieht und liest nur westliche Propaganda, Fake-News und Hetze.»
Nicht alles, aber die Berichterstattung unserer MSM über China ist stark verzerrt.
++Hm, nehmen Sie’s mir bitte nicht uebel, aber als Linker will man ja nicht nur, dass ein effektiverer Kapitalismus als der stinknormale am Ende der Geschichte raus kommt.++
Das ist ja nicht mein Standpunkt, wenn ich vorwiegend unberechtigte Kritik am chinesischen System kritisiere. Es gäbe ja berechtigte Kritik, statt sich auf Propaganda zu konzentrieren.
Als Linker will man gar keinen Kapitalismus am Ende, das ist klar. Die Frage ist, wie Sozialismus als realistische Alternative in einer interdependenten Weltwirtschaft umgesetzt werden kann & gleichzeitig den Lebensstandard im Vergleich zum Kapitalismus zu verbessern oder zumindest nicht zu verschlechtern. Hinzu kommt, dass man auf der anderen Seite Gegner hat, die mit harten Bandagen kämpfen & darin sehr viel Übung haben. Das war mitunter auch ein Grund, weswegen sozialistische Systeme bislang scheiterten. Den Ansatz, unter diesen Umständen ein kapitalistisches System peu à peu zu sozialisieren, finde ich inzwischen nicht ganz verkehrt.
@Mymind
>>>Den Ansatz, unter diesen Umständen ein kapitalistisches System peu à peu zu sozialisieren, finde ich inzwischen nicht ganz verkehrt.<<<
Ich auch nicht.
Die Einsicht ist aber eigentlich auch die für mich einzige konsequent marxistische Handlungsoption.
Was in der EU geschieht, ist eigentlich gerade das Gegenteil.
@Robert Zapf, mymind
Sehe ich ganz genau so. An andere Möglichkeiten glaube ich nicht mehr ohne von Marxismus allzuviel Ahnung zu haben.
Ach wat war et schön am Rhein(ischen) Kaputtalismus.
Fiedrich Merz hatte eine Rentnerin verklagt, die ihn in den (a)sozialen Medien als «kleinen Nazi» tituliert hatte. Es kam zu einer Hausdurchsuchung, bei der das Handy der im Rollstuhl sitzenden Rentnerin beschlagnahmt wurde.
Quelle: Eric Gujer in «Der Andere Blick» der NZZ
Gujer leitet seinen Artikel so ein:
«Nur noch eine Minderheit der Deutschen glaubt, dass man seine Meinung frei sagen kann. Fast 60 Prozent halten es für besser, mit politischen Äusserungen vorsichtig zu sein. Friedrich Merz widersprach empört, als J. D. Vance vor Zensur warnte. Die Deutschen aber geben dem US-Vizepräsidenten recht und nicht ihrem Kanzler.»
«28 Prozent der Deutschen vertrauen der Regierung und nur 17 Prozent den Parteien»
ebenda, mit Bezug auf eine Allensbach-Umfrage
Nun ja, ich vertraue denen auch nicht uebermaeszig. Bei der Regierung, ja auch kein Wunder. Und sowieso glaubt man ja immer, man haette mehr Ahnung als die Profis. (Ist ja nicht nur beim Hausherrn 😉 so.)
Hier nochmal ’ne Alternative mit paar Balken, aber ohne Schranke (freilich auch ohne Direktlink zur Umfrage):
https://www.faz.net/aktuell/politik/inland/allensbach-umfrage-weniger-deutsche-vertrauen-dem-bundesverfassungsgericht-110800824.html
«Und sowieso glaubt man ja immer, man haette mehr Ahnung als die Profis.»
Um das klarzustellen: Ich behaupte nicht, dass ich es unter den gegebenen Bedingungen besser machen könnte. Aber erstens kann ich merken, ob ein Ei schlecht oder gut ist, obwohl ich keine Eier legen kann und zweitens könnten sie wenigstens einigermassen integer kommunizieren.
Verzeihen Sie bitte! Da haben Sie voellig recht. War mal wieder voellig unangebracht.
Wissen Sie wieviel unterschiedliche Meinungen es darüber gibt, was ein gutes Ei ausmacht! Da wird ihre Meinung zu einem guten Ei nur eine von vielen sein.
@Petrowitsch
>>> Wissen Sie wieviel unterschiedliche Meinungen es darüber gibt, was ein gutes Ei ausmacht!<<<
Normalerweise sagt MIR das mein Geruchssinn.
Allerdings glaube ich Ihnen wirklich, dass Sie dahingehend mittlerweile immun sind.
Es besteht aber auch Gefahr:
Wenn Schwefelwasserstoff nicht mehr wahrgenommen werden kann, obwohl er vorhanden ist, besteht akute Lebensgefahr. Das Ausbleiben des Geruchs ist bei höheren Konzentrationen kein Zeichen von Entwarnung, sondern ein Symptom einer schweren Vergiftung.
Wichtig:
Sofort den Bereich verlassen: Bringen Sie sich und andere sofort an die frische Luft (windaufwärts).🤣😅😂
«Da wird ihre Meinung zu einem guten Ei nur eine von vielen sein.»
Sicher. Ausser das Ei schmeckt faulig (Korruption); das findet dann kaum jemand gut.
Was die deutsche Regierung betrifft, gehen die Meinungen tatsächlich auseinander. Die meine scheint da aber ausnahmsweise mal die Mehrheitsmeinung zu sein.
«Die Deutschen aber geben dem US-Vizepräsidenten recht und nicht ihrem Kanzler»
Apropos Ihr J.D.: Meinen Sie nicht, dass er ein…Heuchler ist? (Adjektiv erspare ich mir lieber, sonst werde ich wieder vom Oberst zusamm’geschis*** 🤣 )
«Apropos Ihr J.D.: Meinen Sie nicht, dass er ein…Heuchler ist?»
Es ist nicht «mein» J.D., obwohl ich gern zugebe, dass ich die «Hillbilly Elegie» für ein sehr gutes Buch halte (eine der Ansichten, die ich mit Olaf Scholz teile).
In dem Maße, in dem alle Spitzenpolitiker in gewissem Masse Heuchler sein müssen ist er das sicher. Ob er es darüber hinaus ist, kann ich schlecht einschätzen, weil ich in letzter Zeit seine Aeußerungen nicht systematisch verfolgt habe. Es wird irgendwann demnächst einen Blogbeitrag speziell zu J.D. Vance geben, der einigen Rechercheaufwand erfordern wird.
Warum sollte man mehr über ihn wissen? Es ist nicht nur so, dass die Demokraten möglicherweise die nächste Präsidentschaftswahl in den USA auch wieder gegen die Wand fahren, so dass Vance der nächste Präsident werden könnte. Es scheint auch so zu sein, dass Trump langsam seinem Alter Tribut zollen muss. Voraussichtlich wird dadurch der Einfluss von Vance zunehmen.
@Robert Zapf
«Mir ist einzig und allein wichtig, was hier in meinem Land geschieht.»
Ja allemal, und wenn man mit ansehen muss, wie dann noch für ein Land, das vor nicht allzu langer Zeit noch völlig außerhalb der speziellen Interessen des Westens lag, plötzlich zum Mittelpunkt der Politik geworden ist derart, dass kaum mehr eine politische Entscheidung hinsichtlich finanzieller Weichenstellungen größten Ausmaßes nicht davon betroffen wäre.
Von den nun als unverzichtbar geplanten 5% Kriegshaushalt des BIP (vor einigen Jahren noch undenkbar/nicht diskutierbar), bis zur völligen Umgestaltung/Durchdringung militaristischer Strukturen in die zivile Gesellschaft, die mehr und mehr als neue Normalität fixiert werden und man erst gar nicht darüber diskutieren will/soll, wie sich die Weichen wieder umlegen lassen.
Da gehen Beschlüsse in gigantischen Milliardensummen auf, die gesellschaftlich nutzlos nur für den Schrottplatz produziert werden, also im besten Sinne dann vielleicht später recycelt werden können.
Jenseits aller Vernunft (sowohl der sich belegbaren gegenüberstehenden Haushalte/Wirtschaftskraft wie der zu mobilisierenden
Bevölkerung) wird der Staat in Richtung weiterer Entdemokratisierung und Zuspitzung von Armut und Reichtum ‚umgebaut‘.
Dabei leisten die kapitalorientierten Medienkonzerne (auch begleitet von einem weitgehen ‚zahmen‘ ÖR) kräftige Unterstützung, da man mit dieser Neuausrichtung mal wieder eine unverzichtbare Strategie zur wirtschaftlichen Stabilisierung sieht (eine der immanenten/wiederkehrenden Krisen im Kapitalismus), um diese für einige profitable Wirtschaftsordnung weiterhin erhalten zu können.
So verrückt das klingt, man könnte den Eindruck gewinnen, als wenn Putin ‚nur‘ der nützliche Idiot dafür ist, dass genau diese Wende eingeleitet werden konnte!
Man schafft ein Umfeld, in der sich durch ständig wiederholende Behauptungen (die sich teilweise erfüllen konnten, weil man die Ursachen selbst dafür geschaffen hatte!), eine Bedrohungslage für Europa (NATO), die von binären Scharfmachern überproportional (flankiert von Lobbyisten der entsprechenden Industrie) verstärkt und angetrieben wurde.
Die öffentliche Rede bewegt sich nun weitgehend linear in einer angepassten/ neuen Denkformation, als ob den Gehirnen der Sauerstoff reduziert wurde. Und aufgrund der Weichenstellungen ist nicht absehbar, wie dem in den kommenden Jahren beizukommen ist.
Putin, Ukraine sind jedenfalls völlig ‚überbewertet‘; weitaus gefährlicher ist die Entwicklung (Entdemokratisierung) in den USA. Aber auf diesen Staat hat man viel zu lange mit rosaroten Farben geschaut, denn was sich dort schon seit seiner Gründung zeigt, ist begleitet mit Gewalt und ja, auch Völkermord (Indigene).
Nun gut, mal sehen, wie viel ‚wir‘ noch in D. bereit sind hinzunehmen. Die Demokratie jedenfalls hängt an einem dünnen Faden, wenn das GG letztlich substantiell ‚ausgehöhlt‘ werden kann.
Wenn aus der Formulierung „Die menschliche Würde ist unantastbar“ ein „Die menschliche Würde muss angetastet/ungepasst werden“, um damit die ‚menschliche Würde‘ letztlich zu instrumentalisieren, dann wurde der Weg längst eingeschlagen.
Nun denn ..
«Jenseits aller Vernunft»
Da sind wir uns in Bezug auf die gegenwärtige Umsteuerung des Staatshaushalts ausnahmsweise einmal einig.
Man kann sich die Frage stellen, ob die NATO-Armeen einer Auseinadersetzung wie im Ukraine-Krieg gewachsen wären, aber das ist in erster Linie eine Frage der Kampf- und Opferbereitschaft der Infanteriesoldaten. Was die Ausrüstung betrifft, ist es lächerlich von der Notwendigkeit hoher Investitionen zu reden, um Parität mit Russland zu erreichen.
Die NATO gibt bereits sehr viel mehr für Waffen aus als Russland. Selbst wenn man nur Europa betrachtet, ist das so. Man darf sich fragen, ob in die richtigen Systeme investiert wird, ob es überhaupt ein Gesamtkonzept gibt und ob jemand dieses Gesamtkonzept anhand der Lehren aus dem Ukraine-Krieg modernisiert hat. Aber angesichts des Verhältnisses der Wirtschaftsleistungen gibt es keinen Grund, warum die EU-Länder prozentual so viel für Verteidigung ausgeben sollten wie Russland.
@pleifel
Nach meiner Meinung alles wahr, was Sie schreiben.
Sehe ich auch so.
Aber um mal mit den Klassikern 😂 zu fragen:
„Nun sag, wie hast du’s mit der Religion?
Du bist ein herzlich guter Mann,
Allein ich glaub, du hältst nicht viel davon.“
Wie stehen Sie zum BSW?
Wenn Sie nicht antworten, ich habe damit kein Problem. Die Frage ist ja auch sehr persönlich.
@Robert Zapf
«Wie stehe ich zum BSW?»
Meine Überlegungen zur Wahl bezogen sich auf Linke und BSW. In der vorlaufenden Bewegung ‚Aufstehen‘ hatte ich mich ein wenig engagiert, als quasi außerparlamentarische Bewegung verlief diese aus recht überschaubaren Gründen allerdings im Sande.
Mir war und ist der zentrale ‚Angelpunkt‘ Wagenknecht zu wenig, auch wenn es mediale Vorteile geboten hat. Zudem bewegt sich die gute Sarah meines Erachtens weitgehend im neoliberalen Dogma und will Verbesserungen eher pragmatisch in diesem System erreichen.
Wenn das ’nur‘ eine Etappe auf dem Weg der Systemänderung wäre, würde ich die Partei unterstützen.
Insoweit ist mir zurzeit zumindest die Linke näher, auch wenn da nicht immer klare Positionen gegenüber der ‚Kriegspolitik‘ der jetzigen Koalition zu registrieren waren.
Leider ist es zur Trennung der beiden Parteien gekommen, was bei dem intellektuellen klein-klein linker Parteien wohl ein Markenkennzeichen ist! Nicht die größeren Gemeinsamkeiten werden betont/ausgebaut, nein, man vertieft lieber die Gräben.
Ok, soweit so schlecht? 🙂
«Insoweit ist mir zurzeit zumindest die Linke näher»
Das hatte ich mir schon gedacht. Aber als wie wahrscheinlich schätzen Sie es ein, dass die Linke etwas bewegen kann?
«Linke» und ihr möglicher Einfluss.
Zuerst mal wichtig, dass die Linke im Bundestag überhaupt vertreten ist und dort zumindest Anfragen stellen kann, die laut Geschäftsordnung bearbeitet werden müssen.
Und damit auch der Öffentlichkeit mehr bekannt wird, also über die Themen, die ansonsten eher kritiklos im Regierungsgeschäft durchlaufen würden.
«Etwas bewegen» also?
Das hängt wohl viel davon ab, wie sich die Linke mit den verschiedensten zivilgesellschaftlichen Bewegungen, gewerkschaftlichen Anliegen und pazifistischen Strömungen verbinden/einbringen kann.
Das wird aber nicht gelingen, wenn man die alten Fehler macht, also zu ideologisch aufgestellt ist. Was aber nicht bedeutet, die längerfristigen Ziele dabei auszublenden, die für die Arbeitnehmer im Allgemeinen entscheidend sind.
Also eine Gesellschaftsform anzustreben, die man als demokratisch im elementaren/erfahrbaren Sinn erleben und gestalten kann.
Kurzfristig gilt es jedenfalls mit den Beschäftigten zu verhindern, dass diese Kriegswirtschaft weiter aufgebaut wird. Und da sollte die Linke reichlich Andockmöglichkeiten finden können.
Zu den üblichen Gründen gehört ein völlig klarer Grund: Man kündigt groß an, man macht……und nichts ist mehr zu hören.
Jeder kleine Werbestratege hätte den Tipp geben können, man schmiedet das Eisen solange es heiß ist.
Kommt etwas auf den Markt muß es schnell gehen. Man weiß nie wie lange das Interesse hält.
Die Leute haben auf die neue Partei oder damals die Bewegung gewartet und es ist eben nichts passiert.
«Aufstehen», nach dem Start habe ich kaum noch etwas gehört. Die erste Information war quasi die Auflösung bzw das Ende.
Das verlorene Vertrauen ist schwer wieder zu erlangen. Daran denken Linke eher selten.
Das Streiten um einzelne Worte liegt immer in der Luft.
«Das Streiten um einzelne Worte liegt immer in der Luft.»
Ja. Diese Rechthaberei ohne Blick für das Ganze stößt mich ab.
«Aufstehen» sollte eine Sammlungsbewegung werden, die engagierte & interessierte Linke zusammenführt. Wie ich das verstanden habe, sollte die Initiative vorwiegend aus der Basis heraus erfolgen, ohne Vorturner aus BT-Parteien. Das funktioniert hier offenbar nicht mehr.
@Mymind
>>>Wie ich das verstanden habe, sollte die Initiative vorwiegend aus der Basis heraus erfolgen, ohne Vorturner aus BT-Parteien. Das funktioniert hier offenbar nicht mehr.<<<
Ja, so hatte ich das damals auch verstanden.
Eher so als neue Sammelbewegung innerhalb der Linken.
Also eine neue Plattform, zu den bestehenden.
Allerdings wird der generelle Kurs, also die Aussendarstellung nicht von solchen Bewegungen repräsentiert.
Wagenknecht war zwar ein populäres Gesicht, aber innerhalb der Partei, zumal nach Erscheinen ihres Buches, eher der Nestbeschmutzer. Und wurde nach meiner Meinung nach aus so behandelt.
Ich weiss nicht, ob ihr Rückzug damals etwas damit zu tun haben kann.
Auf alle Fälle kam sie aber zu dem Entschluss, dass es mit dieser Ausrichtung innerhalb der Partei nichts mehr werden wird.
Ähnlich wie Lafontaine mit seinem Austritt damals und der Neugründung von WASG, versuchte es Wagenknecht auch.
Und ich bin mir sicher, dass war keine Schnapsidee, sondern lange und reiflich überlegt.
Dann kamen aber einige unvorteilhafte Dinge dazu:
Der vorverlegte Wahltermin, aber das wurde eigentlich gut gemeistert.
Der Knackpunkt war die Abstimmung im Bundestag über diese Gesetze:
Erste Abstimmung (29. Januar 2025)
Art der Vorlage:
Entschließungsantrag des Bundestages („Fünf-Punkte-Plan“) – nicht rechtlich bindend, aber politisch relevant.
Zweite Abstimmung (31. Januar 2025)
Art der Vorlage:
Gesetzentwurf zur Begrenzung der Migration – oft „Zustrombegrenzungsgesetz“ genannt.
Dies sollte eine rechtlich verbindliche Verschärfung der Migrationsregeln werden, z. B. durch Erleichterungen bei Zurückweisungen und verschärfte Asylvoraussetzungen.
Der entscheidende Fehler von BSW lag also nicht im Inhalt, sondern in der Strategie.
Die Partei hat sich auf eine erkennbar inszenierte Abstimmung eingelassen, die politisch wirkungslos war, aber kommunikativ maximal toxisch.
Selbst bei Erfolg hätte das Gesetz nichts bewirken können.
Die Zustimmung öffnete jedoch den AfD-Nähe-Frame.
Rational wäre eine klare Ablehnung gewesen – mit der Begründung „Symbolpolitik ohne Rechtswirkung“.
Das hätte kurzfristig Stimmen gekostet, aber den Einzug gesichert.
BSW hätte dies als geschickte Inszenierung durchschauen MÜSSEN.
Die einzige rational schadensminimierende Option wäre gewesen:
-klare Ablehnung in der zweiten Abstimmung
mit der expliziter Begründung:
rechtlich wirkungslos
politisch inszeniert
migrationspolitisch nicht lösungsorientiert
europarechtlich blockiert
Dann kamen bei der Wahl zusätzlich noch diese "Seltsamkeiten" hinzu.
-die Auslandswahlstimmen, immerhin 200 000 Stimmen, die nicht in vollem Umfang abgegeben werden konnte, davon habe ich aber nicht mehr viel gehört.
-die Verwechslungsmöglichkeit mit dieser anderen Partei "Bündnis Deutschland".
@pleifel
>>>Zudem bewegt sich die gute Sarah meines Erachtens weitgehend im neoliberalen Dogma und will Verbesserungen eher pragmatisch in diesem System erreichen.<<<
Na ja, zumindest hat man dort erkannt, was in den Jahren seit 2015 vielleicht alles falsch gelaufen sein könnte?
Sie standen ja der Coronapolitik eher aufgeschlossen gegenüber. Für mich war das der Supergau.
Da war bei mir Schluss.
Wenn das, was dort mit deren Unterstützung gemacht wurde, LINKS ist, dann nicht mehr mit mir…
Mal abgesehen von dieser revolutionären Attitüde, die ich zumindest den Jungen dort nicht abnehme.
Die haben ausser dagegen keinen Plan.
Gut, das ist das Privileg der Jugendend.
Das darf aber nicht den Kurs der Partei bestimmen.
Ich seh die Bilder immer noch vor mir, wie die Antifa oder was auch immer das war, durch die Strassen gezogen ist und gegrölt hat:
Pandemie, trotzdem da, durchgeimpfte Antifa…
oder:
Wir sind geboostert, wir sind geboostert…
Und die Wahrheit ist doch eher: in Dt. hat die Linke eigentlich nach meiner Meinung nur die Funktion, das Schleifen des Sozialstaates zu verhindern.
Aber dazu müsste sie als starke Opposition wirken.
Nicht in Regierungsverantwortung.
Maximal, wenn sie wie in Thüringen wirklich das Sagen hätte.
Das habe ich auch begrüsst. Aber diese ganze Eierei in Berlin.
Was war denn das Ende. Die Linke ist damals von 20% auf die Hälfte geschrumpft und die SPD hat sich eins gelacht.
Und nochmal, ohne ein starke Industrie ist der ganze Sozialstaat nichts mehr. Da bin ich Vulgärmarxist der alten Sorte.
Aber von den heutigen Linken wissen doch die wenigsten, wo die wirklichen Werte entstehen.
Die denken, wenn die Steuereinnahmen des Staates steigen, ist alles gut.
Das, was auf der Gegenseite als Ausgaben steht, ist uninteressant.
Da ist mir eine Frau Wagenknecht bedeutend näher im Verständnis der Zusammenhänge…
«…wie die Antifa oder was auch immer das war…»
oder:»wir impfen euch alle!»
Wenn ich heute Antifa höre oder lese, kriege ich Angst.
Ja, das ist nur umgekehrtes Vorzeichen.
@izi
Meine Antwort auf
https://blog-samstagern.ch/2025/12/07/die-ansage/#comment-28714
«Russland würde umgekehrt argumentieren, dass nach den Diskussonen in der Ukraine und dem neuen Gesetz von 2021 zur Wiedererlangung der Krim und der Separatistengebiete mit einem Angriff auf die Separatistengebiete zu rechnen war. Deshalb zunächst deren Anerkennung als Staaten (21. Februar 2022) und dann, als das die Lage nicht beruhigte, ein Präventivkrieg.»
Genau so habe ICH aber das auch gesehen.
Aber nicht, weil ich Verbindungen zum Kreml habe.
Das war für MICH die allerletzte rote Linie, «deren Anerkennung als Staaten (21. Februar 2022)»
Wenn es danach SOFORT eine Reaktion auf der anderen Seite gegeben hätte…
Deshalb kann ich die scheinheilige Bestürzung eben nicht nachvollziehen.
Ich KANN doch nicht davon ausgehen, dass ich der EINZIGE gewesen sein soll, der das so gesehen hat.
SIE haben das NICHT so gesehen?
Nein, ich sehe das nicht als Präventivkrieg. Die ukrainischen Streitkräfte waren im Februar 2022 nicht stark genug, um an der auch auf Separatistenseite stark befestigten Front eine Offensive zu beginnen. Das wäre militärisch auch Irrsinn gewesen, weil Russland dann ja immer noch von Norden und Süden hätte angreifen können und die Ukraine darauf dann hätte noch schwerer antworten können.
@izi
Ihre Antwort ist ja völlig korrekt.
Das meinte ich aber nicht.
Mit der Anerkennung dieser Gebiete als russisch war KLAR erkennbar, dass ein weiterer Beschuss dort RUSSEN trifft.
Und da MIR bekannt ist, wie die USA reagieren, wenn amerikanische Bürger getötet werden irgendwo in einem Land der Welt, war DAS eben für mich die ALLERLETZTE rote Linie.
Und das hätte man auf der anderen Seite auch sehen können.
@izi
Dazu nur folgende Meldung:
«Das US-Militär hat am Freitag eine Welle von Luftangriffen gegen Dutzende Standorte gestartet, die mutmaßlich mit Überresten der Terrormiliz Islamischer Staat (IS) in Verbindung stehen. Die Angriffe erfolgten in ländlichen Gebieten im Zentrum und Osten Syriens und waren eine Vergeltungsmaßnahme für einen Hinterhalt in Palmyra vergangene Woche, bei dem zwei US-Soldaten und ein amerikanischer Dolmetscher getötet wurden.
Ziel der Angriffe war es, «IS-Kämpfer, Infrastruktur und Waffenlager zu eliminieren», schrieb US-Verteidigungsminister Pete Hegseth in einem Beitrag auf X, in dem er die Operation ankündigte.»
Das ist amerikanische Dokrtie.
web.de schildert aus Sicht eines ukrainischen Soldaten, wie die gesellschaftliche Situation in der Ukraine derzeit wirklich aussieht.
Sicher ist das nur anekdotisch. Der Mann ist schwer desillusioniert. Aber es zeigt schon, dass es so nicht weitergehen kann.
@izi
>>>Sicher ist das nur anekdotisch. Der Mann ist schwer desillusioniert.<<<
Natürlich ist das auch nur EINE Sicht.
Sie hätten am 8. Mai 1945 auch noch dt. Soldaten finden können, die unbedingt weiter bis zum Endsieg hätten kämpfen wollen.
Und in der Ukraine ist es genauso. Da findet man auch die andere Seite.
Allerdings ist es bisher nicht usus gewesen, solche Sichtweisen zu bringen…
Danke fuer die Meinungen von den Betroffenen.
Es sind uebrigens zwei Soldaten und von dem einen noch der Bruder und seine Lebensgefaehrtin. Aber das nur nebenbei.
Ja, es zeigt die ganze Tragik auf aus der Sicht von Ukrainern, die P. in seinem Grossmachtstreben angerichtet hat.
Sicher nicht alle denken so, aber es gibt massenhaft solcher Anekdoten. Meiner Meinung nach.
«Es sind uebrigens zwei Soldaten und von dem einen noch der Bruder und seine Lebensgefaehrtin.»
Ja, da hatte ich schlampig geschrieben. Mit dem Desillusionierten meinte ich den ersten, von dem sie schreiben.
«desillusioniert»
Was ich zur Hervorhebung daraus zitiere:
«Die Ukraine ist in drei Lager geteilt: Militär, Zivilisten und Regierung – und das sind radikal verschiedene Menschen.»
und
Das Wichtigste ist: Innerlich zu wissen, dass man recht hat – und sich nicht um die Meinung anderer zu kümmern.
und
Und allen sollte klar sein: Eine kleine sowjetische Armee kann eine große sowjetische Armee nicht besiegen.
und
Die Forderung und Selenskyjs Andeutung, dass die Ukraine auf eine Nato-Mitgliedschaft verzichten soll, klingt wie blanker Unsinn. Solche Forderungen sind für die Ukraine unter keinen Umständen akzeptabel.
Auch hier kann man die Hoffnungslosigkeit entnehmen, die in Fatalismus und Abstumpfung resultiert.
Wobei auch noch vereinzelte Kompromissbereitschaft
erkennbar ist:
«Einerseits müssen wir ihn beenden (den Krieg), weil wir gerade die besten Söhne der Ukraine verlieren, die für ihr Land kämpfen. Auf der anderen Seite will der Feind einfach zu viel.»
Nachtrag: ‚Widersprüchlichkeiten‘ sollte noch enthalten sein.
Danke @izi für den Hinweis auf die Berichte auf einer webSeite die üblicherweise Klatsch und Tratsch bereithält.
Ich habe oben angefangen zu lesen und war schnell sehr beeindruckt.
Es sind mehrere Menschen die dort ihre Eindrücke und Gedanken schildern, mit zunehmendem Durchhaltewillen, je weiter weg von der Front um so eher.
Bei einer Seite wie web. de fällt es mir schwer zu glauben dass alles wirklich 1:1 wiedergegeben wird was die Leute sagen und halte es für möglich dass der demonstrierte Durchhaltewille nicht repräsentativ korrekt dargestellt wird.
Dass es so nicht weitergehen kann .. ja wäre gut wenn sich die Einsicht durchsetzt aber für viele scheint es weitergehen zu müssen.
Hier wurden früher ja schon einige Antikriegsfilm Tips gegeben, folgender war nach meiner Erinnerung noch nicht dabei.
«The painted Bird» von Václav Marhoul
Der war ziemlich lange in den Mediatheken der ör zu sehen, jetzt leider nicht mehr.
Wie bei den meisten Filmen dieser Art sind sehr starke Nerven und Willen erforderlich nicht wegzusehen.
Dass mein Beitrag nun etwas redundant wirkt, konnte ich gerade eben noch nicht sehne.
Herrgott ist das unübersichtlich hier.
Dass man da so gar nichts machen kann, anderwo geht das doch auch! Sie sind doch reich, wie Sie selber ab und an einwerfen (fettes Zwinkersmiley)
i
Ich würd auch einen äh..kleineren Obolus abdrücken..
(ich bring das nicht wieder so schnell auf`s tapee, versprochen)
«Sie sind doch reich»
Heisst es bei den Linken nicht immer, die Milliardäre 😉 sollten ihre finanzielle Macht nicht ausnutzen, um die öffentliche Meinung überproportional zu beeinflussen?
Na ja, hat mit der Software nicht soviel zu tun.
Wobei ich denke, zu den Milliardären kann man Sie (noch) nicht zählen.
Mit der kleinen Einschränkung, ich kenne Sie nicht persönlich, wer weiß.
Falls es einmal ein Foto mit Musk oder Thiele geben sollte, läge der Verdacht näher.
Als Milliardär hätten Sie wohl ein eigenes Labor. Gut, kann ja noch kommen.
@Albatros
Nach meiner Berechnungsgrundlage (auf angenommener 2 Tausendstel-Cent-Basis) bin aber auch ICH offiziell Milliardär.
Leider akzeptiert das weder das Finanzamt noch meine Bank.🤣😅😂
Nehmen Sie ein Sondervermögen auf 😉
Wer? Ich? Geht’s hier eigentlich auch noch um Ernsthaftes? 😉
@izi
>>>Nehmen Sie ein Sondervermögen auf 😉<<<
Ich habe noch eine Barclaycard, die nervt mich laufend, dass ich noch 4400 Euro zur Verfügung hätte.
Das wäre mein einziges "Sondervermögen".
Ist leider auch nur für 2 Monate…
Im Gegensatz zur Regierung, die hat Zeit.
@nera
>>>Wer? Ich? Geht’s hier eigentlich auch noch um Ernsthaftes? 😉<<<
Es geht hier NUR um Ersthaftes.
Wichtige fiskalische Sachen. Ebend mal kein Frauengedöns.
Nerven Sie bloss nicht. Das hier ist Männersache. 🤣😅😂
«kein Frauengedöns.
Nerven Sie bloss nicht. Das hier ist Männersache. 🤣😅😂»
Krass, man stelle sich vor das würde ohne emojis da stehen.
Dann hätt‘ ich’s wohl löschen müssen. Es ist aber erkennbar Satire.
@izi
Danke, dass Sie meine Intension verstanden haben.
Und nera hoffentlich auch.
Ich wollte bloss mal etwas Schärfe rausnehmen.
Soll ja manchmal etwas bewirken können…
Denkt‘ ja nicht, dass ich das nicht gelesen haette.
Ich bin eben mega-tolerant. Auch zu Maennern 👿
«Es ist aber erkennbar Satire.»
So ist es. Erkennt ein Blinder mit nem Krückstock, auch ohne emojis.
Aber gut, sie schaden ja auch nicht, ausser dass man Satire ohne die Dinger bald nicht mehr wird schreiben können, was ich dann doch schade finde.
«Erkennt ein Blinder mit nem Krückstock»
Außer er sei Richter am Amtsgericht Berlin Tiergarten.
«Außer er sei Richter am Amtsgericht Berlin Tiergarten.»
Bolz ist noch von der alten Schule, vielleicht hätte ihn ein passendes emotikon vor der ganzen Sache bewahrt, ohne konnten die Staatsanwälte das ja nicht richtig verstehen.
Nun hat Bolz geldwert gebüsst, was Manche als falsches einknicken empfinden.
«Nun hat Bolz geldwert gebüsst, was Manche als falsches einknicken empfinden.»
Ich hätte das Gleiche getan. Man muss den ganzen Aufwand einrechnen, den er bei einer Weiterführung des Verfahrens gehabt hätte, selbst wenn er es am Ende gewonnen hätte.
Das Rechtskonstrukt ist einfach schief. Es wird von Buße geredet, aber eigentlich wurde das Verfahren eingestellt und es gilt weiter die Unschuldsvermutung. Bolz ist nicht rechtskräftig verurteilt worden. Richtig (außer bei Journalisten) heißt das auch Geldauflage, nicht Buße, denn Buße würde eine Schuldfeststellung bedingen.
«Man muss den ganzen Aufwand einrechnen, den er bei einer Weiterführung des Verfahrens gehabt hätte, selbst wenn er es am Ende gewonnen hätte.»
Er hätte ja eigentlich Steinhöfel machen lassen können. Dass es am Geld liegt, bei einer so prestigeträchtigen Sache zumal, kann ich kaum glauben.
Ob der Bolz so sensibel ist wie ich? Mich würde sowas emotional ziemlich belasten.
«Es wird von Buße geredet..»
Ich hab die Nachricht der Welt entnommen und dort wird tatsächlich Ihre vorgeschlagene Wortwahl verwendet, Geldauflage.
Ich habe nur ironisch vom büßen geschrieben aber hauptsächlich um auf Ihr momentanes Zweitheimatland anzuspielen.
Dort «büßt» man auch nach dem Falschparken oder wenn man beim wegwerfen einer Zigarettenkippe erwischt wird. Die Schweizer reden halt so (und schreiben vermutlich, nzz?)
«Als Milliardär hätten Sie wohl ein eigenes Labor.»
Das würde für ein ganzes Institut reichen. Hätte aber den Nachteil, dass ich dann nur noch Administration machen könnte und keine Wissenschaft mehr.
«Heisst es bei den Linken nicht immer, die Milliardäre 😉 sollten ihre finanzielle Macht nicht ausnutzen, um die öffentliche Meinung überproportional zu beeinflussen?»
Bis zum citizen kane dürfte es noch ein sehr langer steiniger Weg für Sie sein, bei Ihrer Widerspenstigkeit gegen webseitenorganisation, von Ihren verqueren Ansichten ganz zu schweigen, da mach ich mir vorerst keine Sorgen.*
Nur Mut, die erste Million soll die schwerste sein, hab ich mir sagen lassen.
Ich hoffe ich muss mir auch keine Sorgen machen wenn ich smileys weglasse.
«Nur Mut, die erste Million soll die schwerste sein, hab ich mir sagen lassen.»
Na dann ist ja alles in Butter.
«Na dann ist ja alles in Butter.»
Freut mich für Sie, aufrichtig.
Sie sind der beste Beweis dass es auch unter Millionären ganz wundervolle und integre Menschen gibt, daran zweifeln Linke ja mitunter.
Die wirklich extremen Bilder gibt es nur an gewissen Stellen die diese Räume kaum verlassen.
Wenn Normalverbraucher diese Fotos/Filme sehen würden hätten wir ein anderes Bild von Krieg.
Da steigt der Brechreiz sehr schnell auf.
Das Material wurde ins Archiv versenkt und nur allgemeine, völlig entschärfte Bilder gesendet.
Ist eine Antwort auf «the painted bird» oder?
Sie schreiben manchmal etwas kryptisch, das verstehe ich dann nur erahnend.
Welche extremen Bilder an welchen Stellen verlassen welche Räume nicht?
Sie meinen inszenierte Dokumentaraufnahmen?
ich meinte: uninszeniert
Kriegsberichte.
Aha.
Ich denke schon, dass auch schlimmste Bilder und Filme realen Geschehens für die, die es sehen wollen, zugänglich waren und sind. Allzu häufig kriegt man sowas aber nicht zu Gesicht.
Dass sowas dann aber die erhoffte Wirkung hätte, wage ich zu bezweifeln.
Es setzt der Abstumpungseffekt ein, mit jedem mal sehen etwas mehr. Es entwickeln sich Abwehrreflexe, man selber wäre zu so was ja völlig unfähig, glaubt man.
Diejenigen die glauben es fehle an Durchaltevermögen in der Ukraine werden sagen: ja aber genau deswegen müssen wir Putins Mörderbande doch besiegen, damit sowas nicht mehr geschehen kann. Gerechter Krieg, usw.
Ich glaube dass Kunstwerke etwas mehr in die Tiefe des menschlichen, oft steinernen Herzen vordringen können als Dokumentarmaterial.
Ich will noch «Wege zum Ruhm» von Stanley Kubrick nennen, der auch ohne Horrorbilder sehr tief geht, vor allem was komplett menschenverachtende Militärmechanismen betrifft.
Und natürlich reales Erleben.
Wäre die Nachkriegsgeneration noch an den Hebeln der Macht, hätte es den Krieg in der Ukraine vielleicht nicht gegeben.
«Ich glaube dass Kunstwerke etwas mehr in die Tiefe des menschlichen, oft steinernen Herzen vordringen können als Dokumentarmaterial.»
Das denke ich auch. Kunst ist subversiv, indem sie die Abwehrmechanismen unterläuft, die der Erkenntnis im Wege stehen. Das funktioniert bei den Einen besser und bei den Anderen schlechter.
Kunst kann nur helfen, wenn man die Hintergründe kennt, intensiv darüber nachgedacht hat und sich in verschiedene Szenarien versetzt.
Ja, mal ist Wirkung da, mal nicht.
Denkmale oder Kunstwerke haben wir, ich würde sagen, die meisten gehen daran vorbei ohne …
Film Kunst vermag einen ohne Vorwissen oder ausgedehnte gedankliche Reflektionen ganz unmittelbar zu affizieren.
Auch Performance Kunst ist dazu fähig.
Denkmale sollen helfen Vergangenes dem Gedächtnis zu bewahren, je weiter zurückliegend desto achtloser wird ihnen begegnet. Oder sie dienen der Heldenverehrung und sind auf einmal wieder schrecklich nützlich.
Die doch schon beinahe als Erkenntnis wahrgenommene Hoffnung in Europa sei die Gefahr eines großen Krieges für immer gebannt ist zerstört.