Politik als Cosplay


Kevin Kühnert Eine bemerkenswerte journalistische Arbeit von Yasmine M’Barek («Die Zeit») hat meine Einschätzung des ehemaligen SPD-Generalsekretärs in mehreren Punkten geändert. In einem wichtigen Punkt allerdings hat sich Kühnert der Meinung angeschlossen, die ich vorher über ihn hatte. Seine Erkenntnis weist über seinen persönlichen Fall hinaus.

Viel Vergangenheit im Nebel und ein einziger Kran.

Wir werden ihre Häuser erben
Aber keine neuen bauen

Rainald Grebe, Dreißigjährige Pärchen

Das Interview

Yasmine M’Barek hat am 14. März 2023 die Podcast-Reihe «Ehrlich jetzt?» der altehrwürdigen linksliberalen Wochenzeitung «Die Zeit» ins Leben gerufen. Der Anspruch dieser Reihe ist es, Fragen zu diskutieren, für die in Talkshows und Nachrichtensendungen «kein Raum ist». Da ich die Serie nicht mache, kann ich das unverblümter sagen. «Ehrlich jetzt?» bietet einen wohltuenden Kontrast zu der ideologisierten Meinungsmache, die man allzuhäufig in Nachrichtensendungen antrifft und zu den oberflächlichen Unterhaltungssendungen, welche die meisten Talkshows sind.

Der erste Gast von M’Barek war 2023 der damalige SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Der Beitrag hieß «Warum Linke nach Macht streben müssen» und ging von der These aus «Wer nicht regiert, kann schwer die Verhältnisse ändern.» Am 23. Dezember 2025 hat M’Barek Kühnert erneut interviewt, der nun Lobbyist des Finanzwende e.V. ist. Dieser Beitrag heißt «Ich will und kann das nicht». Er widmet sich der Grundfrage «Sind die westlichen Demokratien wie Deutschland noch dafür gewappnet, den globalen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen?»

Wer politisch interessiert ist, verschwendet keine Minute, wenn er sich den reichlich einstündigen Podcast in voller Länge anhört. M’Barek stellt sehr kluge Fragen. Kühnert wirkt erheblich gebildeter, reflektierter und intelligenter als ich ihn während seiner Zeit als SPD-Generalsekretär in Nachrichtensendungen und Talkshows wahrgenommen habe.

Bisher war Kühnert für mich ein Beispiel dafür, was im deutschen politischen System schief läuft. Jemand, der es nie zu einem Berufsabschluss gebracht hat, aber zu einem Spitzenamt in der Politik. Jemand, der aufgab, als mit der Ampelkoalition das erste große politische Projekt scheiterte, das er maßgeblich mitgeprägt hatte. Mein Unbehagen war ein doppeltes: Zum Einen mit einem System, das keine besseren Besetzungen findet als ihn und ähnliche Vertreter seiner Generation und zum Anderen mit Kühnerts Selbstüberschätzung sowie seiner politischen Erfolglosigkeit.

Das Interview vom 23. Dezember hat die Summe meines Unbehagens nicht verringert, sondern eher vergrößert. Dieses Unbehagen ist nun aber anders verteilt. Kühnert ist niemand (mehr), der sich selbst überschätzt. Vermutlich ist er sogar wirklich eines der größten politischen Talente seiner Generation, was auch M’Barek so zu sehen scheint. Das politische System, das ihn zunächst in unfertigem Zustand an die Spitze holte und dann verschliss, wird wohl nicht mehr zu retten sein. Dieser Podcast weist über die Causa Kühnert hinaus. Er wirft ein Schlaglicht auf den Zustand der westlichen Demokratien. M’Barek hat die Scheinwerfer so aufgestellt, dass die Schäden ins Auge fallen.

Aufstieg und Abstieg des Kevin Kühnert

Kühnert wurde wenige Monate vor der «Wende» am 1. Juli 1989 in Westberlin geboren. Dort wuchs er auch auf, denn man darf wohl sagen, dass Lankwitz und Zehlendorf, bis in seine Jugendjahre hinein Westberliner Milieu blieben. Beide Eltern arbeiteten im öffentlichen Dienst. Kühnert strebte früh in die Politik. Er trat nach eigener Aussage mit 15 Jahren in die SPD ein und war Schülersprecher am Beethoven-Gymnasium Berlin-Lankwitz. Seine Abiturnote von 2.5 traf exakt den Berliner Durchschnitt seines Abiturjahrgangs 2008.

Kühnert begann nach dem Zivildienst 2009 «irgendetwas mit Medien» (Publizistik- und Kommunikationswissenschaft) an der Freien Universität Berlin zu studieren. Dieses Studium brach er bereits 2010 ab und hielt sich bis 2014 mit einem Callcenter-Job finanziell über Wasser. Dann arbeitete er bis 2016 im Abgeordnetenbüro der damaligen Berliner Senatorin für Arbeit, Integration und Frauen, Dilek Kalayci (SPD) und von 2016 bis 2019 im Abgeordnetenbüro von Kalycis persönlicher Referentin Melanie Kühnemann-Grunow. Kühnemann-Grunow kannte Kühnert bereits seit seinem Parteieintritt 2005. Ebenfalls 2016 begann Kühnert ein Studium der Politikwissenschaften an der Fernuniversität Hagen. Er brach es im November 2017 nach seiner Wahl zum Bundesvorsitzenden der Jusos ab (Ehrlich jetzt!). Die offizielle Sprachregelung, die man in der Wikipedia immer noch findet, war, dass dieses Studium «ruhe».

Im Dezember 2019 wurde Kühnert im Alter von gerade 30 Jahren zu einem der stellvertretenden Bundesvorsitzenden der SPD gewählt. Knapp zwei Jahre später gewann die SPD am 26. September 2021 die Bundestagswahl. Der designierte Bundeskanzler Olaf Scholz war 2019 bei der Basis als Kandidat für den Co-Parteivorsitz durchgefallen. Die neuen Machtverhältnisse mussten durch eine Neubesetzung der Parteispitze zementiert werden. Dafür wurde der bisherige Generalsekretär der SPD, Lars Klingbeil, als Co-Parteivorsitzender benötigt.

Was dann geschah, beschreibt Kühnert in «Ehrlich jetzt?» mit den Worten, dass Spitzenämter in Parteien nicht mit einem Assessment Center besetzt würden. Man vergleiche nicht über längere Zeit mehrere Kandidaten und wähle dann die oder den bestgeeignete(n) aus. Es wird Gründe gegeben haben, warum Kühnert am 11. Dezember 2021 Generalsekretär der SPD wurde. Wenn meine Exegese seiner Interviewantworten stimmt, hält Kühnert diese Gründe inzwischen selbst nicht mehr für die besten.

In den folgenden knapp drei Jahren trat Kühnert in der Öffentlichkeit als braver Parteisoldat auf. Aufgrund dieser Auftritte bildete ich damals meine Meinung über ihn. Parallel durchlebte Kühnert, in Blickweite der höchsten Spitzenpositionen von Partei und Staat, eine tiefgehende Desillusionierung bezüglich seiner Wirkmöglichkeiten. Der junge Mann – und das habe ich wirklich erst beim Hören dieses Podcasts erkannt – war nicht in erster Linie an Karriere interessiert, sondern daran, politisch etwas zu bewegen. Er war also eigentlich doch einer, der in eine Spitzenposition gehört. Aber Kühnert konnte selbst nicht sehen, dass er etwas bewegte. Einiges verlief sich im Sande, obwohl man sich im Koalitionsvertrag darauf geeinigt hatte. Anderes führte zu irgendeinem Ergebnis, etwa einem Gesetz, aber Kühnert fand im Endprodukt nicht mehr seinen Beitrag.

Die Ampel-Koalition, in der er als einer der Drahtzieher der SPD mitwirkte, funktionierte auch im Menschlichen nicht. Das galt allgemein und das galt auch aus Kühnerts Sicht. Er elebte Enttäuschungen mit vielen Personen, die er zuvor als Mitstreiter betrachtet hatte. Kühnert ging im Tagesgeschäft völlig auf. Er selbst drückt das so aus, dass er abends schon einschlief, bevor er die horizontale Position völlig erreicht hatte. Dennoch begriff er, dass das Gefühl fehlender Wirkmacht nicht an seinem fehlenden politischen Handwerkszeug lag. Er fand keine Rollenmodelle, die es besser konnten als er.

Währenddessen war Kühnert in der Partei nicht unpopulär. Auf dem Bundesparteitag 2021 war er mit 77.8% der Stimmen zum Generalsekretär gewählt worden. Zwei Jahre später wurde er am 8. Dezember 2023 mit 92.6% in diesem Amt bestätigt. Am 7. Oktober 2024, etwa einem Monat vor dem Scheitern der Ampel-Koalition, trat Kühnert von diesem Amt zurück. Die Sprachregelung lautete diesmal «Gesundheitsgründe». Sein Bundestagsmandat übte Kühnert bis zur Konstitution des neuen Bundestags am 25. März 2025 aus. Zu den vorgezogenen Neuwahlen trat er nicht mehr als Kandidat an. Es war kein Zurücktreten ins zweite Glied. Kühnert verließ den politischen Apparat ganz.

Im April 2025 gab er eine zweite Begründung für seinen Ausstieg; auch damals gegenüber «Die Zeit». Er habe ein Gefühl von Bedrohung aus dem rechtsextremistischen Lager gehabt. Kühnert beklagte, dass es der Gesellschaft an Wehrhaftigkeit dagegen fehle. Im politischen Diskurs gehe zunehmend der Respekt für die Meinungen Andersdenkender verloren.

Nach einem Selbstfindungsjahr fand Kühnert Ende 2025 drei neue Beschäftigungen. Am 31. Oktober veröffentlichte er seine erste Kolumne in der deutsche Ausgabe des «Rolling Stone». Diese Kolumnen unter dem Titel «Teilnehmende Beobachtung» erscheinen nun zweiwöchentlich. Am 11. Dezember gab die Bürgerbewegung Finanzwende e.V. bekannt, dass Kühnert dort nun Bereichsleiter für Steuern, Verteilung und Lobbyismus ist. In «Ehrlich jetzt?» kann man erfahren, dass er dort bereits vorher im Homeoffice im Stillen gewirkt hatte. Ab Februar 2026 wird er zudem einer der Moderatoren der gehobenen politischen Talkshow «Missverstehen Sie mich richtig!» sein, die Gregor Gysi begründet hatte. Diese drei Jobs passen nicht zu den beiden Begründungen, die Kühnert zuvor für seinen Politikausstieg angegeben hatte.

Mene, mene, tekel, upharsin

Es sind schon viele aufgestiegen und wieder gefallen. Kühnerts Vorgängerin als Juso-Vorsitzende, Johanna Uekermann, fiel bei der Parteispitze so in Ungnade, dass sie ausgebootet wurde. Dadurch war Kühnert überhaupt ins Amt des Juso-Vorsitzenden gekommen. Uekermann hat Ende 2023 die Politik verlassen. Man könnte das als Einzelfälle abtun. Noch solche ein Einzelfälle sind Robert Habeck, der die Politik mit 56 Jahren verlassen hat und Ricarda Lang, die im Alter von 30 Jahren als Parteivorsitzende zurücktrat. Hört man allerdings dem Gespräch M’Bareks mit Kühnert zu, erkennt man, dass es nicht um einzelne Personen geht. Das System funktioniert nicht mehr. Kühnert lässt mehrfach durchblicken, dass er dessen Tage für gezählt hält.

Gewogen und für zu leicht befunden

«»Ich habe ein bisschen die Befürchtung, dass ich Teil einer Generation gewesen bin, die Politik in vergleichsweise gemütlichen Zeiten gelernt hat und die heute Politik cosplayt zum Teil.» sagt Kühnert zu M’Barek. Beim Cosplay verkleidet man sich als Figur eines Videospiels oder Manga-Zeichentrickfilms. Dadurch wird das Leben nicht zum Videospiel und man selbst nimmt nicht die Eigenschaften der Figur an. Das Ganze ist eine schöne Freizeitbeschäftigung. Die Realität bleibt davon unberührt.

Trotz der Beschwichtigungen («ein bisschen», «vergleichsweise», «zum Teil») ist der Satz bemerkenswert. M’Barek hat ihn nicht ohne Bedacht für den Anriss ausgewählt. Ein 36-jähriger Mann hat sich selbst gewogen und für zu leicht befunden für das Ziel, das er eigentlich in seinem Leben angestrebt hatte. Er meint nicht nur sich, sondern eine ganze Generation von Politikern. Selbst damit verkennt Kühnert aus meiner Sicht noch die Tragweite seiner Erkenntnis. Es ist nicht nur seine Generation, die in westlichen Demokratien Politik als Cosplay betreibt.

Klima, Migration, Pandemien und autokratische Herrscher, die die internationale Ordnung infrage stellen. Sind die westlichen Demokratien wie Deutschland noch dafür gewappnet, den globalen Herausforderungen der Gegenwart zu begegnen? Kevin Kühnert ist skeptisch, dass Politiker, die alle vier Jahre für ihr innenpolitisches Programm geradestehen müssen, das leisten können.

Yasmine M’Barek, «Die Zeit»

M’Barek hat verstanden, was Kühnert ihr eigentlich offenbart hat. Die Worte, die sie da im Anriss wählt, hat Kühnert so nicht gesagt. Die Paraphrase geht etwas weiter als seine Aussagen; aber sie geht nicht zu weit. Der ehemalige SPD-Generalsekretär hat tatsächlich das politische Handeln autoritär geprägter Politiker, auch dasjenige Donald Trumps, mit der politischen Willensbildung in Deutschland verglichen. Diese sei für das jetzige Tempo der Veränderungen zu langsam. Zudem wollten die Wähler, dass die Politik liefere. Ich habe nicht ganz verstanden, ob Kühnert diesen Wunsch der Wähler für eine Zumutung hält oder nur ausdrücken wollte, dass die Politiker im gegenwärtigen System gar nicht liefern können, während das in einem autoritären System wenigstens prinzipiell möglich sei.

M’Bareks Paraphrase überzieht auch deshalb nicht, weil Kühnert mehrfach andeutet, dass er in Deutschland einen Trend in Richtung einer rechten Autokratie erkennt. Er schätzt das Kräfteverhältnis so ein, dass sich dieser Trend vermutlich durchsetzen wird. Hier trifft sich sein heutiger Erkenntnisstand mit seinem Denken vom April 2025. Die Situation könnte bereits so verfahren sein, dass sie sich nicht mehr grundlegend verbessern lässt, wenn alle vier Jahre gewählt wird. Dadurch werden die notwendigen Veränderungen wieder in Frage gestellt – oder, sie werden im vorauseilenden Gehorsam gegenüber dem Souverän der Deomkratie aus Angst vor dem Machtverlust gar nicht in Angriff genommen.

Im abstrakten Sinn ist Demokratie nach wie vor beliebt. Vertrauen in ihre Institutionen und die jetzigen Politiker haben in Deutschland und Frankreich nur Minderheiten. Die Demokratie ist nach diesem Befund nicht stabil und so wie Kühnert sehe ich derzeit keinen Weg, sie zu stabilisieren.

Kühnert, der vor reichlich einem Jahr sein persönliches Problem in diesem System lösen musste, hat die Lage so analysiert. Der Typ Politiker, der auf der demokratischen Seite in den nächsten Jahren gebraucht werde, sei er nicht. Daher kommt der Titel des Podcasts: «Ich will und kann das nicht.» Es ist Kühnerts Einschätzung seiner eigenen Befähigung zu politischen Spitzenämtern. Gleichzeitig wird immer wieder deutlich, wie genau er das politische System kennt, wie gut er Machtverhältnisse und das Spiel um Positionen einschätzen kann. Kühnert lässt durchblicken, dass er davon mehr versteht als Jens Spahn. Diese Ansicht ist von bekannten Fakten gedeckt. Wer also wird es können, wenn es ein Kühnert nicht kann?

Cosplay als psychologischer Schutzmechanismus

Ich habe keine sehr schmeichelhafte Meinung von den Politikern, die in Deutschland im Gegensatz zu Kühnert in ihren Spitzenämtern verblieben sind oder solche neu übernommen haben. Was sie tun, steht in einem groben Missverhältnis zu den Forderungen unserer Zeit. Teilweise treffen sie Entscheidungen, die offensichtlich den Interessen der deutschen Bevölkerung zuwiderlaufen. Das gilt gerade in der Außenpolitik.

Ich habe lange geglaubt, sie täten das ausschließlich, um an der Macht zu bleiben. Kühnert meint, das sei bei vielen von ihnen nicht so. Sie würden nicht «an ihren Sesseln kleben». Angesichts dessen, wie authentisch Kühnert in diesem Podcast herüberkommt, und dass er keine großen Rücksichten mehr nehmen muss, bin ich bereit, ihm zu glauben. Dann aber muss ich schließen, dass die gegenwärtigen Spitzenpolitiker unter Realitätsverlust leiden.

Auch Merz betreibt Cosplay. Kühnert nimmt ihn sogar etwas in Schutz. Zu viele Probleme würden auf dem Tisch von Merz landen, die eigentlich die Ebenen unter ihm selbständig in seinem Sinne lösen sollten. Nur können die es nicht. Und Merz seinerseits kann die Probleme auch nicht lösen.

Macron, Starmer und Merz treten vor der Kamera auf, als seien sie Staatsleute. Wenn sie tatsächlich welche wären, wüssten sie um ihren politischen Spielraum. Sie würden diesen ausreizen, ohne Ansprüche anzumelden, die sie nicht durchsetzen können und ohne Vorhaben anzukündigen, die notwendig scheitern müssen. Ihre Kostüme sitzen schlecht.


Eine Antwort zu “Politik als Cosplay”

  1. Dor Ramelow hat mich gekickt. Also beim Gesichtsbuch, dem virtuellen Stammtisch. Ich glaub ich hatte an seinem Stammtisch mal gefragt warum er seine Partei hinterm Wahlplakat versteckt als er für sich als nächster Ministerpräsident warb, letzte Wahl muss das gewesen sein. Muss lange her sein, habs nicht mitbekommen. Jetzt ist er in seine Paralellwelt abgetaucht.

    Dor Ilko-Sascha hat mich auch kalt gestellt. An seinem Stammtisch. Ich hab so drei seiner Beiträge über Ostdeutsche Tümmler mit nem Lach)))-Smiley bewertet, das war es.

    Mir Egal. Kauf ich mir ihr gemeinsames Buchwerk nicht. Hätt mich schon interessiert. Bleibe ich halt bei DR.Flake Lorenz und seinem Humor. Der Algo verschont damit meine Nerven, will ich doch nur wissen was so musikalisch so abgeht.

    Dor Kemmerich, Kurzzeit-Vogt a.D., jetzt mit der Frauke, ehemals AFD im neuem Team Freiheit unterwegs wollt in Weimar gut im Haus zum *Schwarzen Bären* zu Mittag speisen. Haben sie ihn mit seinem Sohn nicht beachtet. Nach Nachfrage warum er nicht bedient wird. Weil er der Herr Thomas Kemmerich ist, werde er hier nicht bedient und musste hungrig abziehen. War wohl im Herbst 2025.

    Dor Bodo Ramelow ist dann in seiner Freizeit nach seinem Nach- bzw. Vorfolger als Vorsteher der Vogtei Thüringen och hin zum Essen. Hat natürlich demonstrativ die ganze Welt teilhaben lassen. Selfie, ich wurde hier gut bedient. Authentisch, die Werbung. Dezember war das wohl.

    Den Beginn machte aber KGE, die letzte Grüne aus Thüringen und für Thüringen im Tag zu Berlin war im Sommer 2025 wandern. Die wollte mit ihrem Wandergastgeberfreund, dem Nationalvorsteher Hörselberg-Hainich (H-H geht eigentlich gar nicht, kulturelle Aneignung des Bösen) auch einkehren, in der Hainichbaude zum Crauler Kreuz und seinem Gastgeber und Fan für Tiroler Kultur, gleichzeitig seit Jahren Botschafter des Nationalparkes. Er hat ihr nach Einkehr gleich vor großer Besucherzahl erklärt und begründet, sie werde hier nicht bedient. Er verwies auf eine Äußerung der Gothscheen, einige Jahre zurück. Damals habe sie sich im Tag zu Berlin abwertend über die Ostdeutschen geäußert und diese teils mit Migranten gleichgesetzt, obgleich sie doch selbst ein Kind der DäDäEr sei, so der Wirt. Für ihn eine Beleidigung der Ostdeutschen Seele.

    Retourkutsche vom Nationalvorstehers Haus: Zollkontrolle, da leg ich aber nicht die HAnd ins Feuer und Entzug als Partner vom Nationalpark. Das Vertrauenverhältniss ist gestört. Hat der Tiroler Thüringer das Schild abschrauben müssen, auch in der Talstation.

    KGE wird in der Thüringer Allgemeine dazu zitiert, die Szene hätte so auch mit jeder anderen Person passieren können – es gehe eben nicht um sie persönlich, sondern um etwas Grundsätzliches: darum, wie wir in dieser Gesellschaft miteinander umgehen.

    Guten Rutsch nochmals an alle. Bis nächstes Jahr. Bleibts gesund und sauber. Der Kevin muss warten. Die Menscheit auf dem Planeten wird halt nicht klüger. Wär ja auch schlimm.

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