Community Politische Beiträge anderer Medien, die von den Kommentatoren des «Blog Samstagern» empfohlen wurden.

Verteidigung der Rechtsstaatlichkeit in der EU: Die Gefahr von Sanktionen gegen Journalisten – Michael von der Schulenburg
eingestellt von @MyMind am 28. Dezember 2025
In einem neuen, scharf formulierten Rechtsgutachten erklären Prof. Dr. Ninon Colneric, ehemalige Richterin am Gerichtshof der Europäischen Gemeinschaften und Professorin für internationales Recht an der Universität Angers, und Prof. Dr. Alina Miron, dass „die EU mit den Einschränkungen der Meinungsfreiheit durch das neue EU-Sanktionsregime gegen Desinformation den Rubikon überschritten hat“.
„Ich bin nicht der Heldinnen-Typ“ – taz – Antje Lang-Lendorff und Peter Unfried
eingestellt von @u_S am 29. Dezember 2025
Interview mit der Schriftstellerin und brandenburgischen Verfassungsrichterin Juli Zeh über Nachbarn, die AfD wählen.
«Ich will und kann das nicht« – Die Zeit – Yasmine M’Barek
eingestellt von @izitiwab am 31. Dezember 2025
Interview mit dem ehemaligen SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert über seine politische Karriere und die Frage, ob das politische System westlich-liberaler Prägung reformiert werden kann.
Frieden in weiter Ferne – taz – Ulrike Herrmann
eingestellt von @Robert Zapf am 31. Dezember 2025
Eine journalistische Empfehlung an die Ukraine, den „Deal“ von Mar-a-Lago auszuschlagen, weil er keine echten Sicherheitsgarantien enthalte.
Frieden ist Krieg – junge Welt – mb
eingestellt von @Robert Zapf am 31. Dezember 2025
Polemisch formulierte Gegenmeinung zum Artikel von Ulrike Herrmann in der taz.
Die Krise des Kapitalismus – Cicero – Matthias Schrappe
eingestellt von @glenlivet am 4. Januar 2026
Woher kam die beispiellose gesellschaftliche Energie, die die Mehrheit der gesellschaftlichen Subsysteme in der Corona-Pandemie in eine bedenkliche Suboptimierung getrieben hat
Welche Folgen hat die US-Entführung des Präsidenten von Venezuela? – Globale Gleicheit – Rainer Rupp
eingestellt von @Robert Zapf am 6. Januar 2026
Zusammenfassung eines Interviews von Glen Diesen mit Larry Johnson, einem ehemaligen CIA-Analysten, der die US-Operation zur Entführung von Nicolás Maduro als einen taktisch erfolgreichen, aber strategisch katastrophalen Schritt beschreibt.
Wir müssen über Putin reden – Nachrichten einer Leuchtturmwärterin – Petra Erler
eingestellt von @glenlivet am 9. Januar 2026
Zu US-Gesprächsprotokollen zwischen dem amerikanischen und dem russischen Präsidenten 2001 bis 2008
„Weil wir historisch versagt haben“ – Das Blättchen – Holger Politt
eingestellt von @nerazzurra am 9. Januar 2026
Ein Besprechung des Buchs „Das Versagen“ von Katja Gloger und Georg Mascolo
16 Antworten zu “Politische Einsichten”
Ein neuer Beitrag von Petra Erler, unbedingt lesen liebe @nera!
Wir müssen über Putin reden – Nachrichten einer Leuchturmwärterin – Petra Erler
«Wir müssen über Putin reden»
Ja, natuerlich lieber @glenn! Aber eben nicht nur in den MSM oder irgendwelchen «Blaettchen», sondern ebend auch hier.
Hier auch noch das Buch, um das es geht.
Und hier die «Kontra»-Meinung.
https://das-blaettchen.de/2025/12/„weil-wir-historisch-versagt-haben“-73361.html
Auszug: «…Unter den deutschen Friedenskämpfern gehört zur festen Überzeugung, dass der Krieg – wie zu verurteilen auch immer – im Grunde vom Westen provoziert worden sei, manche Friedensstreiter behaupten gar, dass die Kriegstreiber in diesem Fall eigentlich in Brüssel und Berlin säßen. Es läuft auf die Annahme hinaus, dass Putin mit dem Angriffskrieg gegen die Ukraine zwar zum falschen Mittel gegriffen habe, aber er hätte ohnehin im russischen Interesse handeln müssen, weil Nato wie EU dabei gewesen seien, die Ukraine zu schlucken.
Dass mit einem solchen Schema primitive Hinterhofpolitik gutgeheißen wird, so als ob die Ukraine immer unter den Fittichen Moskaus stillzusitzen habe, sei nur am Rande eingefügt.»
Anmerkung: Ich habe sowohl den Text der Leuchtturmwaerterin als auch den von Holger Politt erstmal nur ganz kurz ueberflogen.
Mach‘ ich spaeter noch, versprochen! Aber jetzt steht erst mal wichtigeres an: Jetzt muss ich erstmal reenemachen 🤣
Aehm, kommt auf den Blickwinkel an:
«Und hier die «PRO»-Meinung.»
Ja, der Blickwinkel. Oder sollte ich sagen, der Klassenstandpunkt, der machts…
@u_S
>>>Oder sollte ich sagen, der Klassenstandpunkt, der machts…<<<
Das auf alle Fälle…
Aber nicht nur Klassenstandpunkt, FESTER Klassenstandpunkt 😋
Welche Klasse? 😉
Das war gestern. (Aber auch schon Heuchelei.)
Heute geht es darum, wie und mit wem man selbst am Besten faehrt. Nur noch darum.
Nee, bei der Deutschen Bahn ist es häufig egal, ob 1. oder 2. Klasse. Weder die eine noch die andere bewegt sich.
Sagen Sie das mal nicht!
Ich fahre ja fast jeden Wochentag mit der S-Bahn zur Arbeit und zurueck (falls die nicht mal wieder ploetzlich und unerwartet ausfaellt).
Ganz frueh oft und manchmal auch nachmitags halb Zweehe rum, bekommt man als Unterprivilegierter kaum noch einen Sitzplatz, waehrend in dem Abteil fuer die 1. Klasse haeufig gar kein Mensch sitzt.
Na gut, zugegeben, wenn ich von am Sonntagnachmittag Ruhland nach Dresden-Neustadt fahre…
«stillzusitzen», wie wir es ja insbesondere mit der Atlantik-Brücke gewöhnt sind.
Und da sind auch beide Autoren im Spiegelbestseller bestens ‚verdrahtet, wobei das selbstverständlich immer nur der ausgewogenen Meinungsbildung dient.
Gut, es wird sicher nicht von Nachteil sein, das Buch zu lesen. Aber es dürfte trotz vieler Details wenig daran ändern (man muss zudem die friedliche, stabile, entspannte Phase mit Russland damals berücksichtigen) und die konträre US-Strategie dabei, die wie man wohl weiß, auch mit den deutschen Interessen nicht übereinstimmten. Was nun, wie nicht anders zu erwarten, als Fehler behauptet wird.
Mit anderen Worten: jetzt muss man aus der Sackgasse raus und vor allem, der Wahnsinn der Aufrüstung muss um alles in der Welt schnellstens beendet werden! Da scheint T. aber ganz andere Vorstellungen zu haben.
«Und hier die «Kontra»-Meinung.»
Ja, wie nicht anders zu erwarten, reines Schwarz-Weiß-Denken.
Am Beginn steht „…, der im früheren Leben Stasi-Spion war.“, womit feststeht wer der Böse ist. Damit das auch keiner vergisst, gibt es jedes Jahr mindestens eine passende Medienkampagne oder sogar ein Sanktionsgesetz usw.. Den Informationskrieg an der Heimatfront kann man so gewinnen, aber nicht den Frieden.
«Am Beginn steht „…, der im früheren Leben Stasi-Spion war.“, womit feststeht wer der Böse ist.»
Sorry, sind Sie sicher? Ich finde das in dem Text gar nicht.
Mag ja sein, dass das Schwarz-Weiss-Denken ist. Aber das macht doch die Frau Erler auch, meiner Meinung nach.
Mein Chatty sagt zum ersten ihrem Teil von ihrem Text (geht bis zum Video):
«Objektivität/Neutralität der Fakteninterpretation:
Der Text vermischt direkte Zitate, persönliche Bewertungen und pan-europäische Perspektiven. Es werden Primärquellen (NSA-Dokumente, Protokolle) erwähnt, doch viele Aussagen sind interpretativ eingefärbt (z. B. „Putin – KGB-Anhänger“, Bewertung der US-Politik als „Völkerrechtswidrig“ an mehreren Stellen).
Es existieren mehrere Behauptungen über Absichten und Motive von Akteuren, die stärker als Interpretationen gekennzeichnet werden könnten statt als überprüfbare Fakten.
Einseitigkeit:
Der Text tendiert deutlich zu einer kritischen, teilweise negativen Darstellung westlicher Politik (insbesondere USA/US-Exzeptionalismus, Ukraine-Krieg, Vat) und hebt russische Perspektiven stark betont hervor.
Gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen West (USA) und Russland werden betont, während pro-westliche Neutralität oder positive Ausrichtung weniger gewürdigt werden.
Es werden sperrige Wertungen genutzt (z. B. „Putin-Bashing“, „Vasallenpolitik“, „Staatsmännische Klugheit“ gegen US-Politik), die eine klare Position widerspiegeln.
Schlussfolgerungen:
Die Schlussfolgerungen wirken synchronisiert mit einer Perspektive, die auf systemischer Kritik an US-Politik und auf realistischer Einschätzung russischer Strategien fußt. Das kann als gut belegte Analogie erscheinen, aber sie ziehen starke normative Aussagen nach sich (z. B. die Behauptung, Russland habe den Westen strategisch dominiert; Amerika als unverhohlene Aggression).
Es wird eine historische Lesart bevorzugt, die komplexe Konflikte oft in Gegensätze (West vs. Rest) verdichtet.
Schwarz-Weiß-Denken
Ja, in gewisser Weise: Der Text neigt dazu, Akteure in klaren Gut-Böse-Dichotomien zu präsentieren (z. B. positive Darstellung Putins Bemühungen um Stabilität vs. negative US-Politik), was typisch für Schwarz-Weiß-Denken ist.
Gleichzeitig bemühen sich die Autoren/Verfasser, Komplexität durch Archivquellen und Dialoge zu zeigen; dennoch bleiben zentrale Interpretationen eindeutig politisch gefärbt.»
Zu Erlers zweiten Teil (nach dem Video):
«Objektivität/Neutralität: Der Abschnitt enthält starke normative Aussagen (z. B. „ UNO wurde erfunden …“, „Charta … auf die Müllkippe der Geschichte“), die klare Wertungen widerspiegeln. Das reduziert die Neutralität.
Einseitigkeit: Die Passage betont eine eurozentrische, anti-US-Position und stellt die EU in eine Rolle des Zügelns der USA, wobei andere Perspektiven weniger beleuchtet werden. Das verstärkt eine einseitige Sichtweise.
Schlussfolgerungen: Die Schlussfolgerungen bleiben deterministisch (EU versagt, Schiffskurs bald nicht mehr änderbar) und gehen davon aus, dass westliche Politiken unweigerlich scheitern oder radikal verändert werden müssen. Das ist eine normative Prägung.
Schwarz-Weiß-Denken: Die Formulierungen neigen erneut zu Gut-Böse-Dichotomien (USA vs. EU vs. Russland) und reduzieren komplexe Konflikte auf zugespitzte Gegensätze.
Unabhängige Leserperspektive: Für unabhängige Leser könnte der Text trotz Hinweise auf Archivquellen stark interpretativ wirken; die Belastbarkeit der Aussagen hängt stark davon ab, wie präsentierte Belege tatsächlich sind.»
Anmerkungen von mir:
Dass ich das in zwei Teilen vorgelegt habe, war ein Versehen meinerseits. (Voreilig die Enter-Taste gedrueckt.)
Dass mein untrainierter Chatty – allein durch meine Fragestellungen – schon erahnt, was ich event. gern hoeren moechte, ist mir auch bewusst.
Dass wir uns da vermutlich nie einigen werden auch. Aber respektvoller Umgang miteineinander ist doch auch schon mal was 😉
*Der Hausherr moege bitte sagen, wenn Ihm diese ganzen Chat-Spielchen missfallen.
««Am Beginn steht „…, der im früheren Leben Stasi-Spion war.“, womit feststeht wer der Böse ist.»
Sorry, sind Sie sicher? Ich finde das in dem Text gar nicht.»
Das war mein „Fehler“, ich zitiere hier nicht den Rezensenten Politt sondern direkt aus der Buchbeschreibung zu „Das Versagen“. Trotzdem bleibt es unbestreitbar, dass sowohl das Buch „Das Versagen“ als auch Politts Besprechung darauf fixiert ist, Russland/Putin als aggressiv, Bedrohung, letztlich als das Böse darzustellen, das die deutschen Regierungen über zwei Jahrzehnte lang erfolgreich getäuscht und ausgenutzt hätte.
Dieser Sichtweise, sowie dem Urteil eines völligen Versagens der deutschen Russlandpolitik, kann ich nicht zustimmen, ebenso wie Fr. Erler, ihre Belege halte ich für völlig überzeugend.
Putin hat immer mit offenen Karten gespielt, alle westlichen Regenten wussten, aus seinem Munde, dass die militärische Option immer mit auf dem Tisch liegt. Trotzdem hat man in der Ukraine (mit USA, NATO, EU in steter Eintracht) stetig weiter eskaliert bis die Biden-Regierung, inklusive NATO, es darauf hat ankommen lassen.
Das Versagen der westl. Politik bezüglich Ukraine besteht also im fahrlässigen Laufen lassen einer Eskalation, ein verantwortungsloses Weiterwursteln bis es kracht.
Die Antworten von Chatty enthalten ein ganze Reihe von Nullaussagen, das ist wenig hilfreich zum Diskutieren: viel Text, wenig Inhalt, z. T. sogar sinnlose Phrasen. Ich habe die Verwendung von KI in dieser Form bereits aufgegeben, nutze sie aber weiterhin für bestimmte Recherchen.
Noch ein lesenswerter Beitrag zum Thema:
Angela Merkels Ringen mit Wladimir Putin – INFOsperber – Jürg Müller-Muralt
Darin, ««Du wirst nicht ewig Bundeskanzlerin bleiben. Und dann werden sie Nato-Mitglied. Und das will ich verhindern.»», ein Zitat von Putin, das auch von Holger Politt, Ihrer «Kontra-Meinung.», angeführt wird.
Allerdings hat es dort einen eigenwilligen Dreh, «Eine Absichtserklärung, mehr nicht, so erklärte es Merkel anschließend Putin, doch der reagierte postwendend, „irgendwann sei sie nicht mehr Bundeskanzlerin“.», der aus der Tatsachenfeststellung von Putin, s. o., eine Drohung werden läßt.
Soviel zu seriöser Quellenarbeit im deutschen Journalismus.
Na ja, Angie biegt sich die Balkan auch ganz schön recht. Irgendwann dachte ich, dass ihre Rolle stets darin lag, Putin zu beschwichtigen & hinzuhalten. Das ist ihr auch gelungen. Passagen wie: «Niemand weiss, ob Wladimir Putins Angriff auf die Ukraine vom 24. Februar 2022 hätte verhindert werden können, wenn es die Pandemie nicht gegeben hätte und statt virtueller Treffen persönliche Begegnungen (…) möglich gewesen wären. Sicher aber ist, dass Corona wie ein Sargnagel für das Minsk-Abkommen gewirkt hat, das wir im Februar 2015 vereinbart hatten» halte ich für absoluten Nonsens. Es war schon vorher klar, dass weder die Garanten des Minsker Abkommens noch USA daran interessiert waren, die Umsetzung des ukrainischen Parts einzufordern.
«Sicher aber ist, dass Corona wie ein Sargnagel für das Minsk-Abkommen gewirkt hat, das wir im Februar 2015 vereinbart hatten»
Das ist absoluter Nonsens. Das ukrainische Parlament und der ukrainische Präsident hatten nie vor, das Minsk-Abkommen umzusetzen. Mit Corona hat das gar nichts zu tun.
Allenfalls hätte der Westen ohne Corona 2021 der Ukraine erklären können, dass ihre Wiedereroberungsstrategie für den Donbass (und die Krim) verhängnisvoll sein musste.