Caracas Die USA entführen den venezolanischen Präsidenten samt Ehefrau und begründen das mit Erdölinteressen. Im Widerspruch zu westlichen Propagandabehauptungen steht keine Opposition für die Machtübernahme bereit. Was es an Opposition gibt, wird durch die Aktion diskreditiert. Die venezolanische Staatsmacht bleibt bestehen. Wenn Maduros Mitstreiter die Nerven behalten, steht Trump vor einem riesigen Problem.

Am 24. Februar 2022 versuchte Russland, die ukrainische Regierung im Handstreich abzusetzen. Wenige Stunden nach Angriffsbeginn flogen russische Kampfhubschrauber über Kiew. Russische Luftlandetruppen hatten das Flugfeld der Antonow-Flugzeugfirma besetzt. Nach wenigen Tagen kontrollierten russische Truppen das größte Kernkraftwerk Europas bei Saporischschija und die Großstadt Cherson. Von Norden vorgedrungene russische Panzerspitzen standen am Stadtrand Kiews. Kaum ein Militärbeobachter hätte der ukrainischen Regierung noch mehr als zwei Wochen gegeben.
Bekanntlich kam es anders. Putin hatte statt auf einen Angriff mit überwältigender Kraft auf den Erfolg einer Spezialoperation gesetzt. Nachdem das Überraschungsmoment verpufft war und die Operation entweder aufgegeben oder zum Krieg ausgeweitet werden musste, genügten die bereitgestellten Truppen nicht für einen schnellen Sieg. Im September 2022 fanden sie sich in der Defensive wieder.
Auf den ersten Blick war die gestrige US-Operation gegen Venezuela erfolgreicher. Die USA hatten ausreichend Aufklärungsinformation und hinreichend kompetente Spezialkräfte, um den Präsidenten Nicolas Maduro aufzuspüren und samt Ehefrau zu entführen. Parallel griffen sie einzelne Militärobjekte mit starker Feuerkraft an.
Als sich der Rauch verzog, befand sich Maduro mit dunkler Sonnenbrille, dicken Kopfhörern und Handschellen auf einem US-Kriegschiff und neutrale Beobachter rieben sich die Augen. Es hatte keinen wirklichen Machtwechsel in Venezuela gegeben. Maduros Vizepräsidentin Delcy Rodríguez kontrollierte Militär und Polizei und bestand öffentlich darauf, dass Maduro nach wie vor Präsident sei. In Caracas gingen regierungstreue Demonstranten auf die Straße, von der Opposition war nichts zu sehen. Die Armeeführung verkündete in einem Video Widerstand.
Derweil hatte Trump behauptet, dass Rodríguez kooperativ sei, sich gegenüber dem US-Außenminister Rubio dankbar gezeigt habe, und gesagt habe, sie würde alles tun, was die USA bräuchten. Gleichzeitig sagte Trump, die US-Firmen sollten die Erdölproduktion in Venezuela wieder zum Laufen bringen. Sein Vizepräsident Vance behauptete derweil, Venezuela müsse den USA «das gestohlene Erdöl zurückgeben». Für die venezolanische Opposition käme es danach einem politischen Selbstmord gleich, die US-Aktion zu bejubeln. Tatsächlich waren bei der Nationalisierung der Erdölfelder in Venezuela unter Hugo Chavez Investitionsentschädigungen an US-Firmen gezahlt worden, nur nicht in der Höhe, in der diese das gefordert hatten.
Trump sagte auch: „Wir werden das Land so lange regieren, bis wir einen sicheren, ordnungsgemäßen und vernünftigen Übergang gewährleisten können.“ Doch dieser Satz ist nur heiße Luft. Regieren könnten die USA Venezuela, wenn sie dort das Gewaltmonopol hätten. Sie haben dort aber derzeit nicht einmal eine permanente Militärpräsenz.
Den Willen der USA könnte nur Rodríguez durchsetzen. Sie allerdings bezeichnete nach Trumps Rede in Mar-a-Lago den Angriff der USA als „beispiellose militärische Aggression“ und forderte die „sofortige Freilassung“ von Maduro und seiner Frau. Das venezolanische Volk sei „empört über die illegale und unrechtmäßige Entführung des Präsidenten und der First Lady“. Rodríguez betonte, dass das Land „nie wieder eine Kolonie sein wird – weder von alten Imperien, noch von neuen Imperien, noch von Imperien im Niedergang“. Rodríguez steht übrigens auch dem venezolanischen Geheimdienst vor.
Ein Versuch, nach Maduro auch noch Rodríguez (und ihren Bruder) zu entführen, dürfte nicht sehr aussichtsreich sein. Das Überraschungsmoment für eine derartige Aktion ist verpufft. In dieser Situation müssten die USA die Spezialoperation zum Krieg ausweiten, wenn sie sich durchsetzen wollten. Die bisher bereitgestellten Truppen werden kaum ausreichen, um Venezuela tatsächlich unter Kontrolle zu bekommen. Ein Krieg würde nicht wie die Spezialoperation verlustfrei ablaufen. Die Truppen müssten auch einige Zeit in Venezuela bleiben. Das würde für Trump ein innenpolitisches Problem sein. Es wäre auch strategisch töricht, in der gegenwärtigen Weltlage einen substantiellen Anteil der US-Militärkapazität in Venezuela zu binden.
Andererseits kann Trump nach seiner vollmundigen Erklärung und derjenigen von Vance nicht tolerieren, dass die venezolanische Regierung einfach weiter macht wie bisher, nur ohne Maduro. Dieser Gesichtsverlust wäre selbst für einen Trump eine Nummer zu groß. Trump versteht die Psychologie US-amerikanischer und europäischer Politiker meisterhaft. Von derjenigen lateinamerikanischer Politiker scheint er wenig Ahnung zu haben.
365 Antworten zu “Noch eine gescheiterte Spezialoperation”
Abwarten. Der Widerstand der Bevoelkerung gegen Maduros Entfuehrung schien mir ja nicht gerade gross zu sein. (Gab’s den ueberhaupt?)
Vielleicht gibt’s ja doch noch Regimewechsel.
«Gab’s den ueberhaupt?»
Die ARD-Tagesschau hatte gestern Bilder von einer Pro-Maduro-Demonstration in Caracas.
Im Uebrigen ist die Frage, wer Polizei und Militär kontrolliert.
«von einer Pro-Maduro-Demonstration in Caracas.»
Das würde ich kaum als Demonstration bezeichnen,wenn ich das mit den Massen vergleiche, die noch vor ein paar Tagen Maduro zujubelten.
«Die ARD-Tagesschau hatte gestern Bilder von einer Pro-Maduro-Demonstration in Caracas.»
Na ja, gestern und die ganze Woche hab‘ ich keine Tagesschau oder sonstwas im Guckkasten gesehen. War u.a. da, wo der Tyrannenmord gescheitert ist und im Allgemeinen da. Stellung halten an der Ostfront im tiefsten Winter eben. 😆
Aber jetzt bin ich wieder daheim im schoenen Elbflorenz.
Es gab ja auch Gegner von ihm und so mancher wird über die Entwicklung froh sein.
Was kommt ist fraglich.
Die USA können auch mit einer neuen Diktatur gut leben, wenn sie ihnen dient.
Daher ist es wurscht aus welchen Richtung die kommen kann.
An einem souveränen Land haben die USA kein Interesse. Das könnte gegen US Interessen agieren und dagegen hat man schon immer etwas unternommen.
Das Öl gehört dem Volk?
Nein, vielleicht 5%, so sieht man das eher.
Erst Kriegsschffe vor der Küste, dann zwei Geseln entführt: Ich hab keine Ahnung wqie es weiter gehen soll.
Trump hat ja angekündigt, die USA würden zunächst selber die Regierung ünernehmen wollen. Das ist plausibel weil man keinen Pinochet zur Hand het, den man als Statthalter einsetzen kann.
Es kann ja sein, dass der Präsident keinen Plan hat. aber dass CIA & Militär nicht wissen wie sie weiter vorgehen wollen kann ich mit nicht vorstellen. Die USA haben noch nie aufgegeben, wenn ein «regime change» geplant war.
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«Tatsächlich waren bei der Nationalisierung der Erdölfelder in Venezuela unter Hugo Chavez Investitionsentschädigungen an US-Firmen gezahlt worden, nur nicht in der Höhe, in der diese das gefordert hatten.»
Ich denke, es geht nicht um Geld, sondern darum, dass US-Konzerne wieder in Eigenregie velezolanisches Öl fördern wollen, unbehelligt von einer Regierung.
Man darf gespannt sein, wie die USA die Regierung übernehmen wollen ohne massiv präsent zu sein.
Das geht eigentlich nur, wenn man alte Strukturen benutzt und einen genehmen Präsidenten einsetzt der die Fäden zusammenhält.
Sonst wäre das Risiko eines Bürgerkriegs nicht gerade gering.
Laut Trump sollen die Kosten der USA in Bezug auf die Übernahme der Verwaltung durch Öleinnahmen bezahlt werden.
Wie können Sie T ernst nehmen? Der erzählt gern mal irgendwas.
Beim Zugriff auf fremdes Geld nehme ich ihn ernster.
«Sonst wäre das Risiko eines Bürgerkriegs nicht gerade gering.»
Selbst für einen Bürgerkrieg wie in Libyen braucht man ja erst mal eine Opposition, die eine Chance wittert und hinreichend organisiert und bewaffnet ist.
Krieg ist die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln (Clausewitz). Wenn aber schon hinter der Politik keine ausreichende Ueberlegung steckte, kann das beste Militär nichts rausreissen.
Ich warte mal ab, welche Fronten sich bilden, auf welcher Seite das Militär steht, wie es mit Milizen aussieht, was das amerikanische Bodenpersonal veranstaltet, wie die Bevölkerung reagiert.
«Es kann ja sein, dass der Präsident keinen Plan hat. aber dass CIA & Militär nicht wissen wie sie weiter vorgehen wollen kann ich mit nicht vorstellen.»
Ich schon. Hat Trump eigentlich «Mission accomplished.» gesagt? War da mal was?
Und wie war das in Afghanistan? Und welches Land unterhält reichlich ein Jahr nach Assads Sturz in Tartus in Syrien immer noch eine Marinebasis, wenn auch mit reduzierter Präsenz?
Hat jemand erwogen, dass Rodríguez der CIA eine Falle mit Maduro als Köder gestellt haben könnte? Je nach ihren Ambitionen könnte sie damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben. Heutzutage könnten die USA so etwas nicht einmal mit einer echten Audio- oder Videoaufnahme beweisen, denn wer glaubt 2026 noch, dass eine derartige Aufnahme echt ist?
@izi
>>>Hat jemand erwogen, dass Rodríguez der CIA eine Falle mit Maduro als Köder gestellt haben könnte? Je nach ihren Ambitionen könnte sie damit zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen haben.<<<
Sie haben sich wohl für das neue Jahr vorgenommen, nicht mehr nur analyisch sondern auch mal etwas mit VT zu arbeiten? 🤣😅😂
Also wenn überhaupt, könnte ich mir das dann eher von Seiten der CIA vorstellen…
«Tatsächlich waren bei der Nationalisierung der Erdölfelder in Venezuela unter Hugo Chavez Investitionsentschädigungen an US-Firmen gezahlt worden, nur nicht in der Höhe, in der diese das gefordert hatten.»
Immer diese gierigen Amerikaner? Kein Wunder, dass das die amerikanische Google KI anders sieht :
«Internationale Schiedsgerichte, wie das ICSID der Weltbank, haben US-Konzernen Entschädigungen in Milliardenhöhe zugesprochen. Venezuela hat die meisten dieser Zahlungen jedoch jahrelang verweigert oder aufgrund politischer Instabilität und Sanktionen nicht geleistet»
«Immer diese gierigen Amerikaner?»
Scheint mir offensichtlich, dass Sie die USA weiterhin als unverzichtbare Größe gegenüber allem Bösen dieser Welt setzen.
Allerdings übersehen Sie dabei wohl die lange Geschichte der USA, die wenig mit friedlichen/demokratischen Mitteln weltweit vorgegangen ist und intern mit genozidaler Vorgehensweise sich ihr von Gott gegebenes Land übernommen hat.
Und natürlich gilt (nur) das als legal, was die USA in ihrem Interesse durchsetzen will. Letztlich gilt einfach: Yes, we can!
Aber schon amüsant, was man von Ihnen so lesen kann. Auch davon lässt sich ja lernen. lol
«Scheint mir offensichtlich, dass Sie die USA weiterhin als unverzichtbare Größe gegenüber allem Bösen dieser Welt setzen.»
Der Schein trügt Sie.
Aber können Sie mir verraten, warum diesmal niemand alles relativiert, so wie beim Überfall Russlands auf die Ukraine?
Dabei liegen eine Reihe von Fakten doch klar auf der Hand:
– eine seit Jahren offene antiamerikanische Politik
– eine unverhohlene Diktatur mit wohl etwa 7 Millionen Vertriebenen
– eine offene Bedrohung für seine Nachbarn
– Aufrüstung durch Russland
– Aneignung amerikanischen Eigentums (Nationalisierung)
– …
Also alle Putinversteher müssten doch auch Trumpversteher sein.
„Also alle Putinversteher müssten doch auch Trumpversteher sein.“
„Verstehen“ würde ich zunächst einmal als basale politische Fähigkeit voraussetzen, unabhängig davon, ob man etwas gutheißt oder nicht.
Ich habe weder die Diktatur in Venezuela bestritten noch Maduro verteidigt.
Mein Punkt war ein anderer: Die USA, insbesondere unter Trump, machen ihre Außenpolitik nicht von Demokratiefragen abhängig, sondern von eigenen Interessen (hier Öl).
Dass Venezuela autoritär ist, ändert daran überhaupt nichts. Beides kann also gleichzeitig zutreffen und spielt nur dann in den politischen Statements eine Rolle, wenn es von Vorteil ist. Wobei T. letztlich auch das völlig egal ist.
Hier werden also moralische Bewertung (Diktatur) und geopolitische Motivation (US-Interessen) miteinander vermischt.
«…spielt nur dann in den politischen Statements eine Rolle, wenn es von Vorteil ist.»
Heißt es nicht hier im Forum immer, dass man die Vorgeschichte eines Konfliktes betrachten muss und hat dann volles Verständnis für Putin und gar kein Verständnis für die Ukraine? Was ist plötzlich bei dem Konflikt zwischen Venezuela und den USA anders?
«Was anders ist?»
Ganz abgesehen davon, dass sich der Westen seiner speziellen ‚Werte‘ rühmt (die für mich längst prioritär als Profite/Macht zu erkennen sind), also besonderen rechtlichen Ansprüchen genügen sollte, ist ein Land wie Venezuela einfach keine Gefahr für die USA.
Außer einer von wirtschaftlicher Bedeutung, was den freien Zugriff der USA auf das venezuelanische Öl betrifft. Also die Aneignung fremder Ressourcen mit Gewalt.
Ich würde den Europäern nun empfehlen, unter dem Label russischer Bedrohung (das ja behauptet die NATO angreifen will), französische und britische Atomwaffen auf Grönland zu stationierten (natürlich im Einverständnis mit Grönland und Dänemark), um halt in der Rückhand den NATO-Verpflichtungen nachkommen zu können.
Also ein rein passiver Akt zur Selbstverteidigung. Denn hier geht es um bloße Abschreckung letztlich gegenüber den USA.
@pleifel
Jetzt gehen aber die Gäule mit Ihnen durch 😉
Europäische Atomwaffen reichen gerade für minimale Eigenabschreckung –
nicht für nukleare Geopolitik gegen die USA.
Europäische Atomwaffen sind extrem knapp, politisch gebunden und nicht modular.
Und auch Nordkorea ist keine militärische Bedrohung für die USA als Staat,
sondern eher ein politisches und regionales Sicherheitsproblem.
Und wird von den USA auch dazu benutzt.
«Und auch Nordkorea ist keine militärische Bedrohung für die USA als Staat, …»
Reicht aber völlig aus, um den USA ihre ‚kleinen Abenteuer‘ zu verleiden. Mehr ist auch nicht erforderlich und dient anderen Staaten als berechtigter Grund/Anlass, selbst welche anzuschaffen.
@pleifel
>>>Reicht aber völlig aus, um den USA ihre ‚kleinen Abenteuer‘ zu verleiden. Mehr ist auch nicht erforderlich und dient anderen Staaten als berechtigter Grund/Anlass, selbst welche anzuschaffen.<<<
Damit scheint aber zumindest der Iran Probleme von ALLEN Seiten zu haben.
So einfach ist es nun auch wieder nicht…
@ pleifel
Es reicht nur aus, wenn man dem jeweiligen Staat alles Boese zutraut.
Bei Israel ist oder meinetwegen auch war (Ich persoenl. denke, nur weil das paar rechtsextreme Minister gefordert haben, ist das trotzdem keine reale Option.) das z.B. nie der Fall.
«Heißt es nicht hier im Forum immer»
Was mich betrifft (und ich denke, das gilt für die meisten anderen auch), steht ausser Frage dass der Angriff Putins auf die UKraine ein Völkerrechtsbruch war. Dennoch kann man diskutieren, inwiefern Selenskiy dazu beigetragen hat, dass die UKraine in diese Lage geraten ist.
Genau das Gleiche gilt auch hier. Die Militäraktion der USA ist ein Völkerrechtsbruch. Dennoch kann man diskutieren, inwiefern Maduro dazu beigetragen hat, dass Venezuela in diese Lage geraten ist.
«Noch eine gescheiterte Spezialoperation»
Also hoeren’Se mal, das koenn’Se doch nicht mit der SPO von P. vergleichen!
Zuallererst ging’s darum, einen «Voelkermord» im Donbass zu verhindern. Dann ging’s um irgendwelche berechtigten Sicherheitsinteressen und nicht zuletzt wollte man die Ukrainer vom Naziregime befreien.
Also sagen’Se das mal den Putin. Da ist nichts gescheitert! Alles verlaeuft nach Plan.
Der wuerde Ihnen die Ohren langziehen 🤣
«Der wuerde Ihnen die Ohren langziehen»
Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts. Vor allem kommt P an meine Ohren nicht heran.
🐇🐇🐇
«Mein Name ist Hase, ich weiss von nichts.»
Eben! Den Eindruck hab‘ ich auch.
Sorry! War wirklich nur Spass.
Bitte nicht persoenlich nehmen 😉
Und dieses Jahr ist Ihr Jahr 🐎
Jedenfalls in China.
https://feng-shui.de/astrologie-aktuelles-jahr/
«Dann ging’s um irgendwelche berechtigten Sicherheitsinteressen…»
Nur um das nochmals klarzustellen, es ging immer, und geht weiterhin ausschließlich darum („berechtigten Sicherheitsinteressen“), denn alles andere hängt daran, eben auch der Frieden.
Einer Atommacht diese zu verweigern bedeutet mit absoluter Gewissheit Krieg! Jeder Politiker mit nur einem kleinen Rest von Realitätssinn weiß das. Die US- und NATO-Politik seit Clinton/Albright („indispensable nation“) war diesbezüglich idiotisch und kriegstreiberisch, mit dem Resultat schlagen wir uns jetzt rum.
Ihre „Firlefanz“-Beiträge haben übrigens in letzter Zeit sehr an Unterhaltungswert eingebüßt.
@glenlivet
>>>Ihre „Firlefanz“-Beiträge haben übrigens in letzter Zeit sehr an Unterhaltungswert eingebüßt.<<<
Vergraulen Sie nicht die paar Frauen, die wir hier noch haben…😲
https://blog-samstagern.ch/2026/01/04/noch-eine-gescheiterte-spezialoperation/#comment-29238
@glenn
«Ihre „Firlefanz“-Beiträge haben übrigens in letzter Zeit sehr an Unterhaltungswert eingebüßt.»
Nun ja, man wird ja auch aelter im Laufe der Jahre. Irgendwann kann man dann das hohe Niveau nicht mehr durchhalten. Sieht man ja auch bei den Anderen 😉
«Nur um das nochmals klarzustellen, es ging immer, und geht weiterhin ausschließlich darum („berechtigten Sicherheitsinteressen“)»
Aber das ist nun wirklich Putin’scher Firlefanz. Mir glauben’Se das ja nicht. Aber fragen Sie einfach mal den Hausherrn.
Die Operation gegen Maduro wurde auf alle Fälle hochprofessionell ausgeführt: präzise Aufklärung, offenbar neutralisierte Luftabwehr, schneller Zugriff, minimale Reaktionszeit.
Das spricht für langfristige Vorbereitung, nicht für Aktionismus.
Ich würde also stark davon ausgehen, dass es „einen Plan für danach“ gibt.
In der US-Praxis war ein „Danach“ nie sofort sichtbar, sondern gestuft:
erst Schock, dann Loyalitätsprüfung, dann Übergang.
Dass Trump derzeit keinen Oppositionskandidaten offen präsentiert, ist kein Gegenbeweis, sondern eher logisch.
Ein früh benannter „US-Kandidat“ wäre innenpolitisch verbrannt.
Übergänge funktionieren über formale Kontinuität, nicht über sofortige Personalisierung.
Aussagen von Delcy Rodríguez wie: „es gibt nur den einen Präsidenten“ sichern genau diese Zwischenphase: Verwaltung, Militär und Justiz bleiben handlungsfähig.
Das aktuelle Durcheinander wirkt daher weniger wie Planlosigkeit als wie bewusst erzeugte Unschärfe.
Klarheit mobilisiert Gegner, Unklarheit bindet sie.
Entscheidend ist nicht der erste Schnitt, sondern ob in den nächsten Wochen Strukturen folgen: Anerkennungsverschiebungen, wirtschaftliche Signale, ein Wahlfahrplan.
Erst dann entscheidet sich, ob es ein gescheiterter Handstreich war – oder Phase 1 eines kontrollierten Übergangs.
Und da die CIA federführend war, denke ich ganz stark, dass die nächste Phase sehr bald kommen wird…
Zudem könnnte Trump mit Verweis auf den Konflikt in Venezuela auch die Einstellung jeglicher Ukraine-Hilfen nicht als Rückzug, sondern als strategische Neupriorisierung verkaufen.
«Und da die CIA federführend war, denke ich ganz stark, dass die nächste Phase sehr bald kommen wird…»
Zeitlich zielt die Aktion in Venezuela/Karibik/Südamerika sehr wahrscheinlich auf die Midterms, die finden erst im November statt. Es wird bis dahin also noch ein zwei Überraschungen geben, entsprechende Planungen dafür hat man in Washington sicherlich schon in der Schublade.
Thematisch kann es doch nur ums Öl und China gehen. Und dazu fällt mir zuallererst nicht Kuba oder Mexico ein sondern der Panamakanal. In Venezuela selbst dürfte schon auch noch was passieren.
“gescheiterte Spezialoperation“ würde ich dazu noch nicht sagen. Und selbst wenn es so kommen sollte, die US-Kapitalisten ignorieren das einfach.
@glenlivet
Natürlich geht es um Öl.
Und eigentlich ist es auch ein Schlag gegen China, dass ja sehr viel Öl aus Venezuela bezogen hat.
Ich denke auch nicht, dass es eine «gescheiterte» Spezialoperation war.
Ich selbst hätte nicht gedacht, dass das so problemlos ablaufen könnte.
Venezuela hat ja auch Abwehrmöglichkeiten, dachte ich zumindest.
Aber das wurde ja alles ausgeschaltet.
Also rein militärisch war das beeindruckend.
Und für später wird die CIA sorgen oder schon gesorgt haben…
«ein Schlag gegen China, dass ja sehr viel Öl aus Venezuela bezogen hat.»
Ich glaube, China wird den Schlag verkraften. Ich weiß nicht, ob China 4% des Rohölimports, so wie Sie, als viel bezeichnen würde.
Manch einer will sogar schwindendes Interesse Chinas an Venezuela festgestellt zu haben.
https://www.dw.com/de/nicht-china-sondern-chevron-rettet-venezuela-usa-sanktionen-rohoel-oeltanker-opec/a-75111395
Hier eine meiner Meinung nach gute Einschätzung der Lage:
https://www.jungewelt.de/artikel/515043.us-imperialismus-die-monroe-doktrin-ist-wieder-da.html
Michael Hollister auf Overton:
Libyen 2.0: Die operative Vorbereitung der Venezuela-Intervention
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/libyen-2-0-die-operative-vorbereitung-der-venezuela-intervention/
Venezuela: Wer profitiert, wer plant, wer zahlt?
https://overton-magazin.de/hintergrund/politik/venezuela-wer-profitiert-wer-plant-wer-zahlt/
Tanja Stopper
Venezuela: Es geht um`s Öl, nicht um Recht
https://overton-magazin.de/top-story/venezuela-es-geht-ums-oel-nicht-um-recht/
Die Weltkarte ändert sich. Katie Miller ist die Ehefrau des Stabschefs des Weissen Hauses.
Werden die USA nun den dänischen Botschafter vor Gericht stellen, weil der auf Millers Post kritisch reagiert hat?
Müßte die EU Grönland nicht aufrüsten und Truppen zur Verteidigung stationieren?
Hm, scheinbar reicht besorgt zu sein auszureichen.
Bedroht werden wir von Russland, ein Krieg naht.
Praktisch scheint die Bedrohung aber aus dem eigenen Verein, unserem Freund zu kommen.
Eine Kunst der Politik dazu einen Kommentar zu formulieren. Es wird wohl kein Kunstwerk werden können.
«…scheinbar reicht besorgt zu sein auszureichen.»
Ja. «Das finden wir aber nicht besonders nett», mehr geht nicht.
Na, wenn wir ehrlich sind, wissen wir vom Leben der Bevoelkerung in Venezuela nichts.
Da war Putsch-Praesident Chavez noch von ganz anderen Kaliber. Zumindest fuer die armen Massen in der Bevoelkerung.
Aber vielleicht hatte ich auch nur damals noch zu viel «junge Welt» gelesen… 🤣
«Na, wenn wir ehrlich sind, wissen wir vom Leben der Bevoelkerung in Venezuela nichts.»
Das ist nicht von Belang. Niemand hat das Recht, in einem Land den Regierungschef zu entführen, weil er (vorgeblich) meint, es ginge der Bevölkerung nicht gut. P nicht und T nicht.
Deutschland wartet auf die Argumentation der US Regierung, liest man.
Würde man nicht Öl und die Nähe erwähnen, müßte man sofort Saudi-Arabien und weitere 20 Länder angreifen.
Insofern sind die Gründe die Trump nannte Unsinn.
Die anderen, mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit, wahren Gründe werden in Zukunft wohl als Blaupause benutzt. Inclusive die amerikanische Begründung.
Gut, neu ist das Ganze nicht, eher sehr offen und anschaulich.
Früher mußte man mehr spekulieren, ein DIN A4 Blatt beschäftigte die Leute.
Das scheint überflüssig zu sein, da es keine negativen Folgen gab.
@ Izi
Stimmt, das ist nicht von Belang, und eigentlich ging es mir auch nur darum welchen Rueckhalt Maduro in der Bevoelkerung geniesst. Und ja, da war ich wieder ein bisschen vereinnahmend: Ich weiss es nicht. Bei den meisten anderen hier aus dem fernen Europa wuerde ich das aber auch bezweifeln.
Aber freut mich, dass Sie mal wieder die ethischen Aspekte in den Vordergrund stellen, obwohl die ja noch nie von Belang waren.
Unrecht ist Unrecht ist Unrecht. Und niemals eine Legitimation dafuer, dass man das dann auch tun darf/ durfte, weil es andere tun/ getan haben.
«Stimmt, das ist nicht von Belang,..»
Ich finde die Frage schon interessant.
Ich für meinen Teil war schon verblüfft, wie einfach man es den USA gemacht hat. Maduro hat noch vor Kurzem von tausenden Stingern (bzw. dem russischen analog dazu) mit ausgebildeten Schützen gesprochen. Für solch eine Waffe sind Hubschrauber ein leichtes Ziel, wie man im Krieg in der Ukraine gesehen hat. War das jetzt Angeberei, Unfähigkeit oder hatten die Schützen plötzlich keine Lust mehr, weil alles mehr Schein als Sein war.
@Petrowitsch
Da muss ich Ihnen jetzt wirklich mal zustimmen.
Alles reichlich nebulös. 🤔
Auf alle Fälle hatte die CIA schon einige Leute in unmittelbarer Nähe von Maduro plaziert gehabt.
Anders als Putin bei Selenski…
Eine Variante ohne CIA können Sie sich nicht vorstellen?
@Petrowitsch
Nee, nicht wirklich.
Aber bitte, erhellen Sie mich…
@Petro
Na mich wuerde wirklich mehr interessieren, als dass die Aktion voelkerrechtswidrig war (was wir ja alle wissen), wie die Bevoelkerung in Venezuela sich dazu verhaelt.
Aber hier von der Sofakante ist das vermutlich unmoeglich. Im Westfernsehen siehste denen ihre Propaganda und der chin. Eisvogel kennt ja nichmal die realen Fakten, der macht wahrsch. gleich ganz dicht.
Hm. Einfach zu bloed…Da weiss ich gar nicht, ob ich den «Sozialismus des 21. Jhdt.» noch jemanden empfehlen kann 🤣
@nera
Es ist wirklich nicht einfach mit Ihnen 😢
Alle versuchen, das Geschehen zu verstehen oder zumindest eine Erklärung dafür zu finden, warum es in der Form ablief.
Sie versuchen es mal wieder damit, es einfach NICHT verstehen zu müssen.
Ich weiss nicht, was die Stinger-Diskussion (eigentlich Igla oder Verba) mit dem Leben der Bevölkerung zu tun haben soll.
Eine Igla oder Verba deckt eine Kreisfläche von 113 km2 ab (6 km Reichweite). Wenn alle Systeme in Bereitschaft wären, könnte man mit ein paar Tausend davon Venezuela tatsächlich ziemlich gut gegen Kampfhubschrauber verteidigen.
Man kann aber nicht ständig alle Systeme in Bereitschaft haben. Die Ukraine musste am 24. Februar 2022 mit einem russischen Angriff rechnen. Die Drohkulisse stand seit Monaten. Biden hatte öffentlich gesagt, dass Russland angreifen würde, Trotzdem flogen am 24. Februar 2022 zwei russische Kampfhubschraueber unbehelligt über Kiew.
«Ich weiss nicht, was die Stinger-Diskussion»
Das System wird von einem einzelnen Soldaten bedient, der entscheidet ob er abdrückt oder lieber nicht.
In der Nähe des Präsidenten hätte ich solche Systeme vermutet.
Warum brauchte Maduro kubanische Leibwächter?
@Petrowitsch
>>>Warum brauchte Maduro kubanische Leibwächter?<<<
Kann es sein, dass Sie sich des öfteren DUMM stellen?
@gelse
Man biegt und windet sich gerade, unglaublich wie schnell man seine Restglaubwürdigkeit verliert.
China hat jetzt die Begründung für die Wiedervereinigung mit Taiwan bekommen.
Und Andere machen sich sicher Kopien der US Argumentation in der Presse und UN.
Kann man sicher einmal benötigen.
Für die Stürmung des Gebäudes in dem sich Maduro aufhielt wurde ein Nachbau in USA errichtet um die Aktion zu üben.
150 Fluggeräte sollen beteiligt gewesen sein.
Eine Tötung hätte man auch in Kauf genommen, laut Trump.
Man kann also davon ausgehen, die Planung startete nicht lange nach Trumps Amtsantritt.
Wie es bei Grönland aussehen würde, wenn beides NATO Länder sind, muß ich mal nachlesen.
Trump würde das allerdings wenig bremsen.
Wie eine solche Vorgehensweise in Taiwan bewertet würde, dürfte klar sein.
Man kann wohl davon ausgehen, daß weitere Pläne bestehen und einige Länder werden sicher reagieren. Mehr Überwachung um US Agenten zu entdecken, mehr Rüstung, stärkere Zusammenarbeit potentiell bedrohter Länder.
Außerhalb Europas.
Denn Grönland werden wir nicht verteidigen.
Vielleicht ist Panama das nächste Ziel.
Mexiko soll zur Energieversorgung einen Tanker nach Kuba geschickt haben. Das könnte auch Reaktionen auslösen.
Wer wohl die 50.000.000 Dollar Kopfgeld bekommt, das für Maduro ausgesetzt war?
Unter den Toten sollen laut Meldungen, 32 kubanische Sicherheitskräfte sein.
Über die weiteren Toten ist noch nichts bekannt.
++Für die Stürmung des Gebäudes in dem sich Maduro aufhielt wurde ein Nachbau in USA errichtet um die Aktion zu üben.++
Woher wussten die US-Amis in welchem Gebäude sich Maduro in der fraglichen Nacht aufhalten wird? Wenn das sein permanenter Wohnsitz ist, war er mehr als leichtsinnig, dort angesichts der Bedrohungslage weiterhin zu übernachten.
Ferner stellt sich die Frage, wie die Pläne der betreffenden Residenz samt Bunker in US-Finger gelangten. Ohne diese Planunterlagen hätte man keinen präzisen Nachbau errichten können.
@Mymind
>>>Woher wussten die US-Amis in welchem Gebäude sich Maduro in der fraglichen Nacht aufhalten wird? Wenn das sein permanenter Wohnsitz ist, war er mehr als leichtsinnig, dort angesichts der Bedrohungslage weiterhin zu übernachten.<<<
Da gibt es noch andere Punkte.
Maduro hatte dort einen "safe room", konnte sich aber zum zeitpunkt des angriffes nicht dorthin zurückziehen, weil entweder sich die Tür nicht öffnen oder nicht schliessen liess.
Das deutet für mich stark auf einen Maulwurf im inneren Zirkel hin.
Da hat die CIA wieder einmal ganze Arbeit geleistet.
Ich denke auch, dass für das weitere Vorgehen dort exakte Pläne ausgearbeitet wurden.
Wenn es den Amis gelingt, dass Volk zu beruhigen, ist dort eigentlich schon alles gelaufen…
Solche Fehleinschätzungen, wie Putin in Bezug auf die Ukrainer, könnten dann auch dort fatal sein.
Eine direkte Invasion mit Bodenkräften wäre nicht sonderlich erfolgreich…
Man sollte im Westen einmal bis ins Detail diskutieren, inwieweit man sich von anderen Ländern unterscheidet.
Im Bereich Demokratie, Recht, Soziales, Kommunikation, Meinungsfreiheit.
Die Entwicklung geht ins Negative, schleichend.
Es ist mittlerweile dringend notwendig Entwicklungen zu erkennen und gegenzusteuern.
Der Wille dazu ist in keiner Gesellschaftsschicht zu erkennen. Man kann spekulieren, wohin die Entwicklung geht. Aber die Richtung ist eindeutig.
Beschwichtigende Äußerungen sind fehl am Platze. Die Realität läuft uns davon.
Merz hat in dieser Hinsicht die Erwartungen bestätigt. Ein Fremdschämen schleicht sich ein. Können wir uns in der heutigen Zeit solches Personal erlauben?
Ich denke nicht.
Wenn die sogenannte politische Elite Arbeitsverweigerung betreibt, sollte man das auch der Bevölkerung zugestehen. Leider gibt es für diese entsprechende Repressalien, ….
Marco Rubio hat klar ausgesprochen, dass es weder um Maduro, noch um Drogen, noch um die venezolanische Bevölkerung geht. Rubio zu NBC:
„Was wir nicht zulassen werden, ist, dass die Ölindustrie in Venezuela von Gegnern der Vereinigten Staaten kontrolliert wird. Man muss verstehen, warum China ihr Öl braucht. Warum braucht Russland ihr Öl? Warum braucht der Iran ihr Öl? Sie befinden sich nicht einmal auf diesem Kontinent“, sagte Rubio. „Dies ist die westliche Hemisphäre. Hier leben wir, und wir werden nicht zulassen, dass die westliche Hemisphäre zu einer Operationsbasis für Gegner, Konkurrenten und Rivalen der Vereinigten Staaten wird.“
Es war übrigens sehr interessant, wie lange ich brauchte, das NBC-Link (als Gegenrecherche zu einer ARD-Tagesschau-Meldung) aus DeepSeek herauszuholen. Selbst nachdem ich die Tagesschau-Meldung verlinkte, die direkt NBC erwähnte, bekam ich eine falsche Antwort (Rubio habe das nicht gesagt, es handele sich da nur um Analyse).
Die Passage würde sich übrigens leicht ins Russische übertragen lassen.
«Was wir nicht zulassen werden, ist, dass die Ölindustrie in Venezuela von Gegnern der Vereinigten Staaten kontrolliert wird.»
Das wäre nun eine gute Vorlage für eine Entführung von S., denn:
«Was wir nicht zulassen werden, ist, dass die für uns strategisch wichtigen Gebiete in der Ukraine von Gegnern Russlands kontrolliert werden.»
Und natürlich wäre das auch eine Vorlage für China, was Taiwan betrifft. usw. usw.
Nachtrag:
Aber so neu ist das für die USA wiederum nicht, auch wenn die Dreistigkeit/Ignoranz von T. gegenüber den eigenen Institutionen wohl eine neue Größenordnung angenommen hat.
T hatte ja unverblümt ausgedrückt, was implizit längst von den sogenannten Verbündeten, mehr oder weniger widerspruchslos, hingenommen wird:
«Trump erklärte, die US-Dominanz in der westlichen Hemisphäre werde «nie wieder infrage gestellt».»
Nun, wer oder was sollte sich ihm dann wohl in Grönland entgegenstellen?
Undenkbares vielleicht, wenn sich nun, zumindest der westliche Teil Europas mit Russland und/oder mit China verbünden würde.
«Abschreckung» wäre dann der Begriff und dazu würden auf Grönland dann auch entsprechende Waffen aufgestellt.
«Undenkbares vielleicht, wenn sich nun, zumindest der westliche Teil Europas mit Russland…verbünden würde.»
Das koenn’Se sich abschminken. Mit einem Regime, das die westl. polit. Elite als Nazis mit Hyaenengehirnen, Dreckschweine usw. bezeichnet, wuerde ich mich an deren Stelle nie verbuenden. Und das man sich auf die jemals wieder verlassen kann: Ha, ha, ha.
Da hofft man dann doch lieber auf besseres Wetter. Ich denke, der verrueckte Trump & sein DJ sind sowieso schon bald wieder Geschichte.
Man muss es eben aussitzen 😉
@nera
>>>Da hofft man dann doch lieber auf besseres Wetter. Ich denke, der verrueckte Trump & sein DJ sind sowieso schon bald wieder Geschichte.<<<
Auf „besseres Wetter“ zu hoffen oder darauf, dass Trump „bald Geschichte“ sei, ist Realitätsverweigerung. Europa ist nicht Opfer der aktuellen Lage – es ist Mitverursacher.
Die EU hat jahrelang aktiv an der Aushöhlung internationaler Regeln mitgewirkt: Jugoslawien ohne UN-Mandat, Libyen, extraterritoriale Sanktionen, selektive Auslegung von Völkerrecht. Das alles war nur möglich unter dem militärischen Schutz der USA. Europa konnte Normen brechen, ohne selbst Macht tragen zu müssen.
Genau dieser Schutzschirm ist unter Trump nicht mehr garantiert. Damit fällt der Deckmantel weg, unter dem Europa Moral predigte und zugleich Interessenpolitik betrieb.
Der Ukrainekrieg legt das schonungslos offen: Europa pocht auf Regeln, deren Durchsetzung es weder militärisch noch strategisch leisten kann – und die es zuvor selbst relativiert hat.
Trump ist kein Ausrutscher, sondern der Moment der Abrechnung: Regelbruch ohne eigene Macht funktioniert nur so lange, wie andere sie absichern.
Das ist kein Wetterumschwung. Das ist der Preis jahrelanger Selbsttäuschung und eigener Verlogenheit in dieser Sache.
«Man muss es eben aussitzen»
Nun, auch aus Deutschland ließen sich Stimmen zitieren, die von einer gewissen ‚Abgedrehtheit‘ schließen lässt. Daraus auf D. selbst zu verallgemeinern, fällt mir eher nicht auf.
Auch wenn vieles gegenüber Russland behauptet wird, Verträge sind jedenfalls eingehalten worden! Ins Knie hat sich D. selbst geschossen und natürlich mit freundlicher Motivationshilfe dabei von den USA.
Hochgeschaetzter @ pleifel:
«Auch wenn vieles gegenüber Russland behauptet wird, Verträge sind jedenfalls eingehalten worden!»
Der 😈 liegt im Detail: «Und das man sich auf die JEMALS WIEDER verlassen kann…»
Allerdings solange man ueber jede Schweinerei hinwegsieht und vielleicht die AfD ans Ruder laesst, koennten Sie sogar recht haben 😉
«Ich denke, der verrueckte Trump & sein DJ sind sowieso schon bald wieder Geschichte.»
Hoffen und Harren…
Im Uebrigen, wenn die in dem Tempo weitermachen, kommt die nächste Präsidentschaftswahl für die Grönen zu spät.
Yo, der Eisvogel (der ausserhalb des Orwell-Universums ein Wal ist) ist wirklich nicht fuer abweichende Fakten zur Parteilinie zu gebrauchen. Aber immer mal wieder testen, schadet ja nicht. Sie haben ja wenigstens auch noch Alternativen.
Gibt’s da eigentlich auch ein russ. Pendant? Oder benutzen die dort in Russland alle das chines. Modell?
@nera
>>>Gibt’s da eigentlich auch ein russ. Pendant? Oder benutzen die dort in Russland alle das chines. Modell?<<<
🇷🇺 Russland
Yandex
Produkt: YandexGPT
Stärken: Sprache, Technik, Alltagsthemen
Blinder Fleck:
Ukrainekrieg
russische Innenpolitik
geopolitische Selbstkritik
➡️ Ähnlich wie China: gut – mit klarer Tabuzone.
Ah ja, Yandex-Browser oder wie man das Ding nennt, benutze ich ja selber. Wusste nur nichts von YandexGPT.
Allerdings wenn der nur China-gut ist, ist der mir nicht gut genug 😉
@nera
>>>Allerdings wenn der nur China-gut ist, ist der mir nicht gut genug 😉<<<
Der ist sehr gut.
Hat halt, wie Sie auch, leider seine blinden Flecken…😋
Allerdings hätten Sie sowieso keine Chance:
YandexGPT ist in Europa aufgrund von EU-Sanktionen gegen russische Technologieunternehmen (seit 2022 verschärft) nicht direkt verfügbar für Endnutzer oder Unternehmen
Ich bestreite ja gar nicht, dass da bei 2 + 2 tatsaechich 4 rauskommt. Allerdings russ. Propaganda kann ich auch einfacher haben.
(Und das mit den blinden Flecken bei mir, verstehe ich jetzt gar nicht. Mir war so, als haetten Sie noch vor Wochen gesagt, Sie koennten mich lesen wie ein offenes Buch oder so aehnlich.🤣)
++Mir war so, als haetten Sie noch vor Wochen gesagt, Sie koennten mich lesen wie ein offenes Buch oder so aehnlich.++
Der war gut! 🙂
@nera
Sehnse, dass ist dann eben der GROSSE Unterschied.
Lesen und Verstehen…
Is bei Frauen nicht einfach 🤪
Ochschwerbleede…
Das ist ein Missverständnis. Die possierliche KI hat nicht die chinesische, sondern die US-amerikanische Linie vertreten.
Und noch eine Anmerkung:
Es wird dem Bemühen weiterer Länder, sich Atomwaffen anzueignen, neuen Antrieb verschaffen, denn man kann ja an Nordkorea ‚ablesen‘, warum sich dieser Staat/dieses Regime bisher noch behaupten konnte.
Petra Erler auf Substrack:
https://substack.com/home/post/p-183539390
Zum US-Angriff auf Venezuela und der «nationalen DNA»
John Bolten: Besser spät als nie
«Mit dem unverhüllten Griff nach Venezuela und dessen riesigen Rohstoffreserven (allesamt den USA gestohlen, wie Trump behauptete) erweist sich einmal mehr, wer die sogenannte „regelbasierten“ Ordnung regelmäßig mit Füßen tritt. Im Namen der „nationalen Sicherheit“ wird das Recht des (militärisch) Stärkeren ausgeübt. Wer von „Faustrecht“ spricht, irrt: In einem Faustkampf stehen sich zwei Auge in Auge gegenüber. Regime-change Operationen oder Enthauptungsschläge sind sehr viel heimtückischer.»
Nun ja, das schreibt die Leuchtturmwaerterin…Mal zugespitzt «immer» auch mit ’nen Seitenhieb auf S.
Die Meinung kann man ja auch haben. Im Westfersehen kann man aber vielleicht noch «staerkere» Meinungen sehen:
https://www.welt.de/videos/video695b9699b0086aa64be6ef6d/rechtsanwalt-joachim-steinhoefel-was-fuer-eine-fantastische-aktion-von-trump.html
Vielleicht sollte ich dazusagen, da blieb selbst mir die Spucke weg 😉
Zusammenbruch des Völkerrechts: Weltweite Medien zur US-Operation gegen Venezuela:
Die Ergreifung Maduros und die US-Militäroperation in Venezuela haben eine weltweite diplomatische Krise ausgelöst. Medien bezeichnen Trumps Vorgehen als „Verstoß gegen das Völkerrecht“ und „Bruch juristischer Tabus“, ja sogar als „faschistischen Akt“ zur Aneignung von Öl. Die Operation zielt angeblich darauf ab, Zugang zu den größten Ölreserven zu erhalten und Russland und Iran zu verdrängen. Beobachter warnen vor der Gefahr eines Bürgerkriegs und einer Flüchtlingswelle in die USA und nach Lateinamerika.
The Washington Post:
Dieses strategische Abenteuer mit unvorhersehbaren Folgen in einer Region mit tiefen Spaltungen verändert die Sicherheitsdynamik auf dem gesamten Kontinent grundlegend. Die Angriffe haben sowohl Amerikas Verbündeten als auch seinen Gegnern sofort deutlich gemacht, dass die Bedrohung durch die US-Militärmacht unbestreitbar real ist.
The New York Times:
Eine plausible Erklärung für die Angriffe findet sich in Trumps kürzlich veröffentlichter Nationaler Sicherheitsstrategie, die sein Recht auf Vorherrschaft in Lateinamerika untermauert. Venezuela scheint das erste Land zu sein, das von diesem neuen Imperialismus vereinnahmt wird. Dieser Kurs offenbart Amerikas gefährliche und illegitime Vorstellung von seiner Rolle in der Welt.
The New York Times:
Trump machte eines deutlich: Diese Militäroperation wurde nicht nur durchgeführt, um einen wegen Drogenhandels angeklagten Machthaber zu stürzen, sondern auch, um den USA einen besseren Zugang zu Venezuelas Ölreserven zu verschaffen.
The Wall Street Journal:
Für einen Präsidenten, der seinen Vorgängern jahrelang vorgeworfen hat, Länder verändern zu wollen, deren Wesen sie nicht verstanden, markierte die Operation in Venezuela eine radikale Kehrtwende.
Venezolana de Television:
Im Kontext der US-Militäroperation gegen Venezuela muss klar sein, dass die USA ihre Ölreserven erschöpft haben. Heute ist ein neuer Tag angebrochen, an dem das venezolanische Volk lautstark seine Ablehnung der Bombardierungen durch die US-Regierung und seine volle Unterstützung für Präsident Nicolás Maduro zum Ausdruck bringt.
La Nación:
Die Operation in Venezuela fügt sich in eine abrupte Wende in der amerikanischen Außenpolitik ein, die auf Trumps Weltbild eines Systems von Einflusssphären basiert. Für den republikanischen Magnaten ist die westliche Hemisphäre seine exklusive Kontrollzone, was viele Analysten als Rückkehr und Radikalisierung der Monroe-Doktrin werten.
La Nación:
Es geht hier um die Einmischung in die inneren Angelegenheiten eines souveränen Staates … Die USA haben die gläserne Wand durchbrochen, das Prinzip, dass die Einmischung in die Angelegenheiten eines anderen souveränen Staates als inakzeptabel galt … Möglicherweise hat eine neue historische Ära begonnen.
O Globo:
Die US-Aktionen zur Festnahme Maduros schaffen einen gefährlichen Präzedenzfall in der internationalen Geopolitik … Fast alle sind sich einig, dass Trumps Vorgehen völkerrechtswidrig war. Venezuela hat die USA nicht angegriffen.
Folha de S.Paulo:
Die US-Militäraggression gegen Venezuela reißt eine dunkle Phase in den Beziehungen zwischen der Supermacht und ihren regionalen Nachbarn wieder auf. Trump hat die internationale Ordnung völlig missachtet, um seinen Willen durchzusetzen.
Granma:
Die Aggression gegen Venezuela ist nichts Geringeres als ein faschistischer Akt, der darauf abzielt, das Land auszuplündern und seine Bodenschätze zu rauben… Das war eine Operation gegen eine legitime Regierung und ein Land, das noch nie ein anderes angegriffen hat.
El Universal:
Keinem Land, in dem die USA militärisch interveniert haben, ging es nach der Intervention besser als vorher. Eine Invasion Venezuelas birgt für den Kontinent das Risiko einer beispiellosen humanitären Krise… Das Land könnte in einen blutigen Bürgerkrieg gestürzt werden, der Millionen von Flüchtlingen entweder in den USA oder in lateinamerikanischen Ländern zur Folge hätte.
El Universal:
Was geschehen ist, entbehrt jeglicher internationaler Legitimität und Rechtsgrundlage… Wieder einmal handelt der US-Präsident nicht aus dem Wunsch heraus, Demokratie oder Institutionen zu verteidigen, sondern aus wirtschaftlichen und politischen Interessen, die ihm und seinen Verbündeten zugutekommen.
La Jornada:
Der sogenannte „Regimechange“ ist der Versuch, einen Marionettenherrscher einzusetzen, der den USA die Bodenschätze des Landes ausliefert.
Le Figaro:
Niemand weiß, ob die Gefangennahme des venezolanischen Präsidenten zum Sturz des Regimes führen wird. Vorerst bleibt das Regime an der Macht und das Militär ist Maduro treu ergeben. Die politischen und militärischen Ziele der USA bleiben unklar… Die Enthauptung der venezolanischen Regierung ist bereits zu einer Lehre und einem Signal an den Rest der Welt geworden. Diese Lehre bestätigt, dass Trump Gewalt anwenden will, wenn er es für notwendig hält.
Le Monde:
Maduros Entführung ist eine Machtdemonstration Trumps und eine Botschaft an die Welt… Trump hat nie ein Geheimnis daraus gemacht, dass sein Hauptziel der Zugang zu Venezuelas Ölreserven ist, den größten der Welt.
The Guardian:
Trump ändert die Regeln nicht mehr, er bricht sie, und die Folgen reichen weit über Caracas hinaus … Der Angriff auf Venezuela zeigt, dass ihn fremde Ländereien, Öl und Bodenschätze mittlerweile mehr reizen als der Nobelpreis.
Handelsblatt:
Die Festnahme Maduros und die Bombardierung von Caracas sind klare Verstöße gegen das Völkerrecht. Dass die führende Macht des „freien Westens“ sich nicht mehr um internationale Normen wie territoriale Integrität und staatliche Souveränität schert und dies nicht einmal zu verbergen versucht, ist ein weiterer Tabubruch.
Der Spiegel:
Trump hat den US-Imperialismus in Lateinamerika rasant wiederbelebt. Nun stellt sich die Frage, wie die verschiedenen Kräfte in Venezuela reagieren werden. Wird es zu einer US-Bodenoperation kommen?
NTV:
Trump setzt auf eine Politik des Rechts des Stärkeren. In Europa und Deutschland gab es kaum Sympathie für Maduro … Doch die US-Militäroperation und Maduros Festnahme lösten in der EU Schockwellen aus.
La Vanguardia:
Für einen Präsidenten, der zu Beginn seiner zweiten Amtszeit erklärte, er möge keinen Krieg und wolle die USA nicht in ausländische Konflikte hineinziehen, war sein erstes Jahr im Weißen Haus von Gewalt in der internationalen Politik geprägt (unter anderem im Jemen, in Nigeria und zuvor im Iran). Und es sind nur zwölf Monate vergangen.
Svenska dagbladet:
In Trumps neuer Weltordnung reicht der US-Einfluss weit über Lateinamerika hinaus … Trump äußerte expansionistische Ambitionen gegenüber Kanada sowie gegenüber Grönland, das zwar zu Dänemark gehört, aber geografisch in der westlichen Hemisphäre liegt.
La Repubblica:
Venezuela verfügt über die größten Ölreserven der Welt: 303 Milliarden Barrel (17 % der globalen Gesamtmenge), verglichen mit Saudi-Arabiens 240 Milliarden Barrel. Reicht das aus, um eine Intervention zu rechtfertigen, die das gesamte globale Gleichgewicht stört?
Corriere della Sera:
Die USA gehen ein erhebliches Risiko ein, indem sie ihre Absicht erklären, dieses riesige Land, einen Ölgiganten, zu regieren. Und es geht hier nicht um Drogen. Es geht um Trumps neoimperialistischen Ansatz.
Der Standard:
Trump beabsichtigt, die Kontrolle über Venezuela zu übernehmen und sich dessen Öl anzueignen … Vom Weltpolizisten zum Weltherrscher: Die kommenden Tage werden zeigen, ob Trumps riskante Argumente Unterstützung finden … Bislang konnte er seinem Volk nicht klar erklären, warum die USA militärisch in Venezuela eingreifen müssen.
Nepszava:
Es gibt wahrscheinlich keinen Artikel des Völkerrechts, den die USA mit dieser Aktion nicht verletzt haben.
Global Times:
Der Sturz der Maduro-Regierung ist seit Langem das Ziel der USA, doch die Gefangennahme eines amtierenden Staatsoberhaupts auf diese Weise kann als rücksichtslos bezeichnet werden. Sie verstößt nicht nur gegen internationales Recht, sondern hat auch keine Rechtsgrundlage, selbst nach US-amerikanischem Recht.
Xinhua:
Dieser Angriff widerlegt die jahrzehntelange amerikanische Rhetorik, die die USA als Hüter internationaler Regeln positionierte. … Das Vorgehen gegen den Führer einer souveränen Nation hat der Welt deutlich gezeigt, wer die wahren Völkerrechtsverletzer sind.
Nikkei Shimbun:
Der bewaffnete Angriff der Trump-Regierung auf Venezuela schafft einen neuen Brennpunkt militärischer Spannungen in der Welt. … Sollte sich das Gebiet der Konflikte nach Lateinamerika ausweiten, würde dies das gesamte globale Sicherheitssystem, einschließlich Asiens, erschüttern.
The Nation:
Die USA zeigen wenig Respekt vor der Souveränität von Ländern, die sich ihren strategischen Interessen widersetzen. Von Lateinamerika bis zum Nahen Osten werden Interventionen als Kreuzzüge zur Förderung von Demokratie, zum Schutz der Menschenrechte und zur Stärkung der globalen Sicherheit dargestellt. Dabei sind ihr Ziele in Wirklichkeit die Kontrolle über Bodenschätze und Regimechanges.
Birgn:
Von nun an wird kein Staatschef, auch nicht die Verbündeten der USA, mehr sicher sein. Trump erkennt weder internationale Regeln noch juristische Traditionen an. Doch Trumps Motivation beschränkt sich nicht allein auf Öl. Sein Hauptziel ist die vollständige Beseitigung des chinesischen und russischen Einflusses in ganz Lateinamerika und die Abbruch aller Handels- und diplomatischen Kontakte.
Al-Masry al-Youm:
Die Verhaftung des venezolanischen Präsidenten ist der Versuch der USA, andere Länder der Region einzuschüchtern. Die Ereignisse in Caracas verstoßen gegen das Völkerrecht. Mit ihrer Operation in Venezuela versuchen die USA erstens, Iran und Russland aus Lateinamerika zu verdrängen, und zweitens senden sie ein Warnsignal an andere Länder der Region, wie beispielsweise Kolumbien, sich besser nicht mit Washington anzulegen.
Meine Frage am Ende dieser Zeitungsschau:
Glaubt Irgendwer, dass sich die USA dadurch in irgend einer Weise beeindrucken lassen? 😱🥵🤔
Nun ja, so schreiben eben die Linksextremen.
Der von GJ wegen seiner disruptiven Art hochgeschaetzte Milei (so mein Eindruck zumindest) sagt das:
«DIE FREIHEIT SCHREITET VORAN, ES LEBE DIE FREIHEIT VERDAMMT NOCHMAL»
https://live.deutsche-boerse.com/nachrichten/Milei-feiert-Maduros-Festsetzung-durch-die-USA-91727562-4f1f-44a7-b825-52ceab4a6421
Jetzt zu Ihrer Frage:
Nee. Warum sollten sie? Wir wissen ja spaetestens(!!!) seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine, dass das Recht des Staerkeren gilt.
«Der von GJ wegen seiner disruptiven Art hochgeschaetzte Milei»
Sie verstehen einfach keine Bilder von Menschen, die nicht völlig schwarz oder völlig weiss sind.
Knut Hamsun kann ein bedeutender Schriftsteller gewesen sein, auch wenn er Adolf Hitler in einem Nachruf (!) als «reformatorische Persönlichkeit» gewürdigt hat.
Milei kann eine vernünftigere Wirtschaftspolitik gemacht haben als seine Vorgänger, auch wenn er gesellschaftspolitisch von vorvorgestern ist.
Was ist daran so schwer zu verstehen?
@ Izi
Hey, was sind Sie denn so gereizt? Das tut ja richtig weh!
Ich habe doch nur den Oberst wg. seiner Auswahl an Kommentaren (T. wuerde die als linksextrem bezeichnen) mal auch einen Kommentar von der anderen Seite eingestellt. Und dass Sie Mileis «Kettensaegenpolitik» (nicht nur meiner Meinung nach) als vernuenftg betrachten, haben Sie doch eben auch bestaetigt – oder was?
Hm, schwarz-weiss…in betimmten Faellen mag ich eben keine Relativierungen: Hitler, Stalin, Mao, Pol Pot, andere noch? (Kann gern ergaenzt werden) alles Massenmoerder des 20.Jhdt. Okay, man koennte da noch nach bestimmten Kriterien sortieren…
Allerdings ist mir da egal, ob die auch irgendwelche Verdienste hatten.
Aber ich denke, Sie sind da genauso bei bestimmten Dingen mit schwarz-weiss-Denken. Sie wissen es vermutlich nur nicht. (Und der treue Oberst wird Ihnen wie stets zur Seite springen.)
Und im Uebrigen ist das menschlich.
++ Wir wissen ja spaetestens(!!!) seit dem Einmarsch Russlands in der Ukraine, dass das Recht des Staerkeren gilt.++
Nein, das wissen WIR schon lange.
Natuerlich! Darum auch meine drei Ausrufezeichen. Ich wuerde sogar sagen, das war schon immer so.
Nur manche wollen das eben nicht wahrhaben 😉
Warum ich jetzt RUS gebracht habe, ist allerdings deswegen, weil ich bzgl. dieses voelkerrechtswidrigen Angriffskrieges immer wieder darauf hingewiesen wurde.
Der schwächere Part sollte wissen was wie geht, um sich gegen den stärkeren zu behaupten. Vor allen Dingen sollte er wissen, wann er keine Chancen mehr hat, den Kampf noch zu bestreiten & er sollte spüren, wann er verloren hat. Das muss ja nicht das Ende der Geschichte sein…Aber das ist nicht nur für die deutsche Regierung zu komplex.
Ja, danke.
Nee, das ist ganz einfach: Im aktuellem Fall waere eben die Vize-Praesidentin von Venezuela (Rodríguez) gut beraten, sich T. zu beugen. Ansonsten hat er schon Schlimmeres angedroht. (Und die EU sollte sich nicht gegen T. stellen, weil die sind ja ohne T.’s Wohlwollen ein Nichts.) Die neutrale Schweiz macht es da schon mal richtig: Vorsorglich Gelder von Maduro einfrieren.
https://de.euronews.com/2026/01/05/schweiz-blockiertvermogenswerte-maduro
«Das muss ja nicht das Ende der Geschichte sein…»
Also ja, muss nicht. Aber der ewige Kampf ums Dasein, keine Ruecksicht auf die Schwachen…meine Sache ist das nicht. (D.h. solange es nicht mein «Krieg» ist, muss ich das ja nicht akzeptieren. Egal wer da der Staerkere ist.)
…achso, bevor ich wieder eins vorn Latz geknallt bekomme, wenn es sich bei den Schwaecheren z. B. um ’ne Moerderbande handelt (muesste man freilich erstmal definieren, sonst bekomme ich noch eins vor den Latz.)… aber z.B. die Spitze der Hamas (Da kann man sich doch wenigstens hier einigen? Oder?)…also dann koennte man ja nochmal diskutieren.
Allerdings nicht in diesem Blogbeitrag. Sonst bin ich dann K.O. 🤣
++Nee, das ist ganz einfach: Im aktuellem Fall waere eben die Vize-Praesidentin von Venezuela (Rodríguez) gut beraten, sich T. zu beugen.
Nicht beugen, aber auslavieren was geht & Zeit gewinnen, um sich intern zu formieren & die Möglichkeiten der Gegenwehr zu eruieren. Trump zögert, US-Truppen in Venezuela einmarschieren zu lassen, dafür wird er Gründe haben. Zudem ist er bereit mit einer Interimspräsidentin zu kooperieren, die seit Jahren auf der US-Sanktionsliste steht (nicht nur der). Bislang gab es stets 2 Gründe, wenn eine US-Regierung mit unliebsamen Politikern zusammenarbeiten wollen: Entweder sie sind gekauft, erpresst, bedroht worden oder werden als das kleinere Übel angesehen. Ferner werden die oppsitionellen Kräfte in Venezuela auch von EU-Staaten gepampert & beeinflusst, aber Trump will diese Kräfte hier ebenfalls nicht dulden. Hätten andere US-Präsis auch nicht gewollt.
++…achso, bevor ich wieder eins vorn Latz geknallt bekomme, wenn es sich bei den Schwaecheren z. B. um ’ne Moerderbande handelt …++
Ich habe nie behauptet, dass Schwächere immer im Recht sind. Aber wenn ich mich genau erinnere, ist es nicht so lange her, dass Sie für Solidarität mit den Schwächeren plädiert haben? Ich habe seinerzeit aus Zeitgründen nicht darauf regaiert & hole es nun nach: Das kann man pauschal nicht so festlegen, es ist immer eine Einzelfallprüfung.
«Glaubt Irgendwer, dass sich die USA dadurch in irgend einer Weise beeindrucken lassen?»
Ich verschärfe die Frage etwas: Glaubt irgendwer, dass sich Friedrich Merz und Johann Wadephul dadurch in irgendeiner Weise beeindrucken lassen? Für die ist das alles viel komplexer.
@izi
>>>Ich verschärfe die Frage etwas: Glaubt irgendwer, dass sich Friedrich Merz und Johann Wadephul dadurch in irgendeiner Weise beeindrucken lassen? Für die ist das alles viel komplexer.<<<
Indem Sie meine Frage auf Merz und Wadepfuhl runtergebrochen haben, wurde dadurch eher nichts VERSCHÄRFT…🤥🥴😵💫
Eigentlich wurde damit der Rahmen einer seriösen Diskussion verlassen 😂🤣😅
«Eigentlich wurde damit der Rahmen einer seriösen Diskussion verlassen»
Dieses Problem scheint mir bei jeder Sitzung des deutschen Bundeskabinetts zu stehen.
👍
++Glaubt Irgendwer, dass sich die USA dadurch in irgend einer Weise beeindrucken lassen? ++
Nein. Ist der Ruf erst ruiniert, lebt (& klaut) es sich ganz ungeniert.
Danke für diesen medialen Überblick zum Thema. Viele Erklärungen, Folgrungen & Einschätzungen sind stimmig. Doch warum erfolgt der Angriff gerade jetzt? Kann die Erklärung darin liegen, das die Trump-Regirung aufgrund der schleppenden Ukraine-Verhandlungn untr Druck steht & in Venezuela ein Ventil gesehen wurde, Dampf abzulassen? Zumal die Eindämmung linksgrichteter, südamerikanischer Regierungen immer wieder bzw. latent auf der Agenda der US-Politik stand, somit Trump Pluspunkte sammeln kann.
@Mymind
Hier hat Rainer Rupp seine Gedanken dazu geschrieben:
https://www.globale-gleichheit.de/welche-folgen-hat-die-us-entfuehrung-des-praesidenten-von-venezuela/
«Die Entführung Maduros und seiner Frau sei von einer US-Spezialeinheit der „Delta Force“ durchgeführt worden. Johnson ist überzeugt, dass der reibungslose Ablauf der Operation nur mit Hilfe von „Insidern“ aus Maduros Abwehr und Apparat zum Schutz des Präsidenten möglich war»
Das ist auch ganz stark meine Meinung.
Dazu passt auch das Detail mit dem verwehrten Zugang zu Maduros Safe Space…
Ich wäre sehr vorsichtig damit, irgendwelche Details zu glauben, die von den USA kolportiert werden. Das sind aller Wahrscheinlichkeit nach Legenden; bewusste Desinformation.
Glauben sollte man in einem Kriminalfall nur, was unabhängig von den Behauptungen des Täters gegenrecherchiert werden kann.
«Kann die Erklärung darin liegen, das die Trump-Regirung aufgrund der schleppenden Ukraine-Verhandlungn untr Druck steht & in Venezuela ein Ventil gesehen wurde, Dampf abzulassen?»
Es gibt für die Wahl des Zeitpunkts einer solchen Aktion in der Regel nicht nur einen Grund. Ich nehme allerdings auch an, dass dieser Grund eine gewisse Rolle gespielt haben dürfte.
Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, kann sich nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro auch eine Entführung von Bundeskanzler Merz nach Russland vorstellen. Dabei nennt er das Vorgehen der USA als Vorbild.
Nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Nicolás Maduro hat der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrates und frühere russische Präsident Dmitri Medwedew offen von einer Entführung von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) gesprochen.
Das sollte ganz ernst genommen werden…Zum Glück hat Medwedew nicht die Entführung von Charlotte Merz ins Spiel gebracht.
@Mymind
Aber den alten Mann mit den weissen Haaren könnten sie dabei aber auch gleich mitnehmen.
Vor dem gruselts mich immer…🥶 🥴
Der Eule?
@Mymind
Der Vampir!
Da gehe ich mit & Charlotte darf zu Hause bleiben 🙂
@kilowadd
Nun ja, noch so ein Kistenkasper, der immer mal wieder aus der Kiste huppt.
Hatte ich auch gelesen. Aber was wollen die denn mit FF?
Nee, den kannste wirklich nicht ernst nehmen 😉
Gruss 😉
Ich könnte mich immer wieder darüber beömmeln, dass Med seinerzeit als ´gemäßigter´ Politiker hierzulande gefeiert wurde.
Merz?
Der ist sicher.
Das war keine Drohung. Wozu sollte man Merz entführen?
Er kämpft selbst hier um Anerkennung und seine Beliebtheitswerte…..na ja.
Eben, manche Maenner willste nicht geschenkt 😂
Seit wann sind Männer ein Geschenk???
@Mymind
Schon über Jahrhunderte haben Frauen Männer als Geschenk beschrieben – nicht romantisch, sondern funktional: als Gefährten, Träger von Verantwortung und Stabilität.
Simone de Beauvoir, Virginia Woolf, George Eliot oder Margaret Mead haben Männer ausdrücklich nicht als Problem, sondern als notwendige Ergänzung gesehen.
Wenn ich das mal so als Mann einwerfen darf.
Dürfen Sie. Keiner meiner Männer war einfach so ein Geschenk, als «Gefährten, Träger von Verantwortung und Stabilität» haben sie sich allerdings nicht sonderlich bewährt. Das mag an meinem miesen Casting-Kriterien liegen, aber selbst ist die Frau.
Der Spruch sollte witzig sein, kein Aufruf zum dusseligen Geschlechterkampf 🙂
👍
Der Kistenkasper Medwedew ist für die provokativen Bemerkungen zuständig. Eine Art Hofnarr.
«Der stellvertretende Vorsitzende des russischen Sicherheitsrats, Dmitri Medwedew, kann sich nach der Festnahme des venezolanischen Präsidenten Maduro auch eine Entführung von Bundeskanzler Merz nach Russland vorstellen.»
Ich habe über meine Haltung zu dieser Frage nachgedacht, weil man ja in politischen Fragen eine Haltung haben sollte.
Es handelt sich hier um ein komplexes Problem, für dessen Analyse ich noch weitere Zeit benötige.
«Es handelt sich hier um ein komplexes Problem,..»
und
«Kistenkasper».
Dat gefällt mir jetzt aber echt jut!
«Ich habe über meine Haltung zu dieser Frage nachgedacht…»
Wenn’s der Wahrheitsfindung dient, sehr gern!
(Allerdings koennten Sie ueber Ihre Haltung auch zu anderen Fragen…Nee, jetzt mal Ruhe. Ich habe das leider immer noch nicht verstanden. 🤣)
@nera
Ich selbst muss da eigentlich nicht lange nachdenken und für so komplex halte ich die Sache auch nicht.
Eigentlich ist es relativ einfach:
Der Prozess des völkerrechtlichen Nihilismus begann mit der Intervention und Zerschlagung des alten Jugoslawiens und der völkerrechtswidrigen Anerkennung der jugoslawischen Teilrepubliken 1991/92.
Fortgesetzt mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der NATO 1999 und 2003 mit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg der von den USA geführten „Koalition der Willigen“ gegen den Irak.
Es folgten Libyen, Syrien und nun Venezuela mit den gewaltsamen Regimewechseln.
Hinzu kommt eine Vielzahl von den USA begangenen illegalen militärischen Schlägen, Interventionen und illegalen Hinrichtungen von Gegnern – darunter auch Zivilisten – durch Drohnen.
Dazwischen auch der rechtswidrige Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine.
Habe ich etwas vergessen?
Sicher doch. Die Geschichte fing nicht erst mit dem Niedergang des realen Sozialismus an.
Ist vielleicht dann doch komplexer?
«Wenn’s der Wahrheitsfindung dient»
Es diente dazu, exakt den angemessenen Grad an Solidarität mit dem potentiell von der Entführung Betroffenen zu finden. Deshalb habe ich mich ganz in seinem Sinne geäussert und sogar seine Worte gewählt.
Yo, auch wenn ich den genauen Wortlaut von FF nicht mehr im Kopf hatte, hatte ich es dennoch auch ausnahmsweise mal verstanden. (Und mehr sage ich jetzt nicht dazu.)
Pace✌️ Wenigstens bis morgen?
«Wenigstens bis morgen?»
Das kann ich 21:48 Uhr risikolos versprechen.
Versprechen halten Sie ja, soweit ich weiss 😉
Prima! Dann lasse ich dann spaeter endlich mal wieder die Vernunft schlafen.
beim Feindsender gelesen
«Das sollte ganz ernst genommen werden…»
Ist das jetzt Ironie?
Wie kommen Sie darauf? Friedel & Charlotte sollte dringend Asyl in einem sicheren Land ihrer Wahl gewährleistet werden.
Wo wir gerade vom Scheitern reden: Der Brandenburger Finanzminister Robert Crumbach (bisher BSW) tritt aus seiner Partei und Fraktion aus und will sich als Parteiloser der Fraktion des Regierungs»partners» SPD anschliessen. Der Chef der SPD-Landtagsfraktion in Brandenburg, Björn Lüttmann, hat Bereitschaft signalisiert, ihn aufzunehmen.
Gleichzeitig erwartet die SPD, die Koalition mit dem BSW weiterführen zu können.
Es lebe die Postmoderne!
Vielleicht sollte man dazu anmerken, dass die SPD mit Crumbach eine neue Regierungsmehrheit mit der CDU bilden könnte, wenn auch nur mit einer Stimme Mehrheit im Landtag.
Na ja, ich wuerde da mal wieder spekulieren: Das ist genau der Punkt.
Denn, dass der Crumbach als jetzt Ex-Finanzminister vom Buendnis fuer u.a. soziale Gerechtigkeit (was fuer ein schoenes Wortpaar!) nicht rechnen kann, das wuerde ich ihm nicht gerade unterstellen.
Und wie man weiss, wuerde sich weder von der SPD noch von der CDU jeder gleich die Hand abhacken, wenn er die auch dem jeweils anderen reichen koennte.
Ja, ja: Die Welt ist eben nicht � � � schwarz-weiss…
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2026/01/brandenburg-spd-bsw-koalitionskrise-crumbach-austritt.html
«Die Welt ist eben nicht � � � schwarz-weiss…»
Nee, aber Brandenburg demnächst schwarz-rot. Die Farben passen, denn das ist die Flagge der Anarchie und wenn man im ländlichen Raum von Brandenburg unterwegs ist…
Ja, ich weiss. Anarchie wuerde ich auch allen anderen jemals versuchten Herrschaftsformen vorziehen, wenn die funktionieren wuerde.
Also nicht.
Exakt. Das ist das Problem.
…ist wohl zu Ende. Wegen was überhaupt und warum, bin noch im Urlaub. Aber: wer innerhalb eines Jahres in welcher Konstellation auch immer von außen betrachtet nüscht zu Stande bringt außer Krawall, der hat es nicht anders verdient.
Ach Sahra – in Thueringen ist es noch stabil, aber lern erst mal im Dreck vor Ort zu arbeiten anstatt für den Dreck über den Wolken.
@u_S
Mit dem Mann dort ist es wie mit der Frau in Thüringen.
Der eine kam von der SPD, die andere von den Linken.
Für meine Begriffe wird BSW DRINGEND gebraucht.
Mal abwarten…
Und Sahra vom Himmel? JaNeIsKlar….wenn das BSW gebraucht werden will dann soll es mal überlegen warum es gebraucht wird und wie.
So, muss mich um den Kamin kümmern, zweiter HeiligAbendHeute.
«So, muss mich um den Kamin kümmern, zweiter HeiligAbendHeute.»
Ihnen ist aber auch nichts heilig. Da wird gleich alles mitgenommen.
Aber recht hamm’Se ja: der Geburtstag, den einst Julius (der im Uebrigen die Komplexitaet des Sonnenjahrs nicht richtig verstand) festlegte, wird wohl auch dann nicht stimmen, wenn man die zehn (+ x) Tage wieder dazurechnet, die der herzlose Gregor einfach in die Tonne schmiss.
Also dann nochmal schoene Festtage! Hauptsache Sie denken nicht, Sie waeren das Jesuskind 🤣
Hat’s schon einer gesehen?
Das mit dem Cesaer war natuerlich Quatsch. Der ist dem Jesus vermutlich nicht mal im Himmel begegnet. Aber der dachte eben auch, er sei der Mittelpunkt der Welt.
(Passiert eben, wenn man altklug daherquatscht 🤣)
«Für meine Begriffe wird BSW DRINGEND gebraucht.
Mal abwarten…»
Das, wofür das BSW ursprünglich antreten wollte, würde dringend gebraucht. Der abgesprungene Tiger ist aber nicht mal als Bettvorleger gelandet, er hat sich noch in der Luft selbst zerfleischt.
Wenn jeder ein grösseres Ego hat, als in den zur Verfügung stehenden Sitzungszimmern überhaupt Platz ist, kann man sich halt auf nichts einigen.
@izi
Sie haben da mit allem nicht unrecht.
Es hat aber eigentlich auch viel gegen BSW gearbeitet.
Sie dürfen auch nicht vergessen, wie die Lage der Linken 2021 zu BTW war.
Nur über die Direktmandatsklausel geschafft.
Da war Wagenknecht wie die heilige Maria.
Wagenknecht wollte aus dieser Ideologiesekte wieder eine Partei machen.
Mit der Ausrichtung, die auch ich vertreten würde und die für mich auch die EINZIG sinnvolle ist.
Die Beteiligungen an den Landesregierungen in Thüringen und Brandenburg waren vielleicht auch übereilt.
Was aber BSW WIRKLICH den Einzug gekostet hat, war damals die Inszenierung von CDU und FDP im Bundestag Ende Januar 2025.
Da ist BSW voll in die Falle getappt.
«Wagenknecht wollte aus dieser Ideologiesekte wieder eine Partei machen.»
Was sie wollte, war richtig. Was sie konnte, zu wenig.
Und was könnte wohl der tiefere Grund dafür gewesen sein, dass Meloni das Mercosur-Abkommen blockiert hat?
Achso, hat jetzt noch Keener aufgeloest, und Ihre Gehirnwindungen sind mir zu komplex:
Was ist den nun der tiefere Grund?
…scheint doch alles tutti paletti zu sein?
https://www.deutschlandfunk.de/italien-will-offenbar-mercosur-abkommen-unterzeichnen-100.html
«tutti paletti»
Aber nicht tout baigne. Wenn am Freitag Frankreich überstimmt wird und auch noch nach einem Zugeständnis an die italienischen, nicht aber die französischen Bauern, hat die EU ein Problem.
Stimmt schon, aber nach ewiger Suche im Netz reicht (wenn ich das richtig verstanden habe) Frankreich (incl. der ueblichen Verdaechtigen) allein nicht aus, um es zu verhindern.
Ganz mal davon abgesehen, dass die Ursel da beim Verteilen der Gelder bestimmt auch an den kleinen Napoleon denken wird.
Und Probleme hat die EU doch immer mit bockigen Staaten 😉
@nera
Meine Einschätzung bzw. der KI:
Für ein „Pro“ braucht es eine qualifizierte Mehrheit im Rat und später die Zustimmung aller Mitgliedstaaten.
Bereits heute existiert eine realistische blockierende Minderheit.
Das Abkommen wird am Freitag eher nicht beschlossen, sondern politisch eingefroren oder vertagt.
Das halte ich in dem Fall auch für vernünftig. Wenn man Frankreich derart verprellen würde, hätte man in der Zukunft noch grüssere Schwierigkeiten als so schon.
«Frankreich, Polen, Ungarn, Österreich und Irland votierten dagegen.» (Quelle: DF)
Na ja, ich hatte das gefunden:
«Österreich, Frankreich, Ungarn, Italien, Irland, die Niederlande und Polen – die zusammen etwa 45 Prozent der EU-Bevölkerung repräsentieren – haben das Abkommen öffentlich in Frage gestellt oder erklärt, dass sie sich ihm widersetzen würden.
Aufgrund ihrer Größe würde die Unterstützung Italiens oder Frankreichs ausreichen, um das Abkommen über die Ratifizierungsschwelle zu bringen.»
https://de.oliveoiltimes.com/business/eu-delays-mercosur-trade-deal-after-italy-and-france-withhold-support/142990
Und wenn Italien jetzt zustimmt…
Mal sehen, was passiert 😉
Das Ding scheint durch zu sein. Oder?
https://www.n-tv.de/wirtschaft/Weg-fuer-Mercosur-Handelsabkommen-ist-frei-id30221473.html
Ja, scheint so. Wird dem Donald nicht in den Kram passen.
Wenn Italien doch zustimmt (diese Meldung hatte ich gestern früh noch nicht gesehen), war meine Vermutung falsch. Ich hatte angenommen, Meloni habe Trump einen Gefallen getan, für den sie irgendeine nicht offen angekündigte Gegenleistung bekommen würde.
Das Mercosur-Abkommen der EU passt jedenfalls nicht zur Donroe-Doktrin.
Nun ja, ich wuerde sagen, die ganze EU passt nicht mehr zur Donroe-Doktrin.
https://de.euronews.com/2026/01/06/orban-ungarn-eu-trump
Reaktionen auf den Grönland-Anspruch der USA:
„Schwedens Premierminister Ulf Kristersson, Norwegens Premierminister Jonas Gahr Støre, Finnlands Präsident Alexander Stubb und Islands Premierministerin Kristrún Frostadóttir haben sich in dieser Frage öffentlich hinter Dänemark und Grönland gestellt.“
https://polarkreisportal.de/erst-venezuela-dann-groenland
Weiter südlich brüllendes Schweigen dazu.
Kann sich ein neuer Riss in der EU auftun: Im Süden die treuen Vasallen, die Grönland den USA bereitwillig in Rachen stecken wollen? Und eine Nordallianz, die das nicht schweigend akzeptieren will?
–
https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland#/media/Datei:Greenland_on_the_globe_(Greenland_centered).svg
Man beachte, wie massiv die USA mit dem Besitz von Grønland ihren Festlandsockel („Schelf“) im arktischen Meer vergrössern könnten.
Da tun sich Möglichkeiten auf….
Rohstoffe, Fischfang, Militär, Anbauflächen, Abschiebelager, Müllentsorgungshalden, ….
Einiges natürlich erst in Zukunft. Aber man kann ja auch mal langfristig denken.
Alaska als Vorbild.
Beim Blick auf diese Karte bemerkt Donald, dem ja bekanntlich die westliche Hemisphere gehört, dass man diese Hemisphere nur so definieren kann, dass Grönland dazu gehört, wenn man sich nicht mit der Atommacht Russland anlegen will.
Da haben die Skandinavier halt Pech gehabt. Hätten sie sich rechtzeitig Atomwaffen zulegen müssen.
Kann man so sehen.
Aber wenn ein Land das versucht, ist es ja auch nicht recht.
Schwierig also.
Trump ist der neue westliche Diktator und das Fußvolk stützt ihn.
Bis er eben das Fußvolk fallenläßt, weil er auch das nicht mehr benötigt.
Und die Leute in Gaza sind wie erwartet ganz vergessen.
Waren nur 100.000 Tote und keine Rohstoffe.
Nicht mal die sogenannten Seltenen Erden.
Seerecht bei Trump wird angeführt, bei Israel erkennt man die Heuchler.
@Albatros
>>>Nicht mal die sogenannten Seltenen Erden.<<<
Aber irgendwas war doch mit Gas oder Ölvorkommen vor deren Küste?
Da war mal was, aber das könnten und dürften die Palästinenser eh nicht ausbeuten.
Wundert mich, daß Grönland nicht schon besetzt ist.
Trump muß Europa doch nicht fürchten.
Das könnte recht geräuschlos vonstatten gehen.
Und Panama ebenso.
Fehlt im Norden nur noch Kanada.
Ist dann aber eher was für die nächste Regierung, wenn sie ähnliche Ambitionen hat.
Der dänische Militärgeheimdienst hat die USA erstmals als Teil der Bedrohungslage für Dänemark erwähnt. Der aussenpolitische Ausschuss des dänischen Parlaments tagt in einer Dringlichkeitssitzung zum Verhältnis Dänemarks zur USA. Er tut das in einem fensterlosen Hochsicherheitsraum.
Quelle: NZZ
Die Drohungen wirken offenvar:
«Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen hofft, dass es gar nicht erst soweit kommt. Wie er am Montagabend in einer Pressekonferenz deutlich machte, will er die frühere Zusammenarbeit wieder herstellen und mit den USA intensiver kooperieren.»
https://polarkreisportal.de/groenland-im-visier-donald-trumps-ohne-chance?unapproved=29543&moderation-hash=392a038eef81c36c675bcabb38d80712#comment-29543
Na ich denke mal, am Ende wird der Irre im WH sich die Insel einfach kaufen. Die Groenen bzw. Daenen sollten sich dabei nur nicht ueber’n Tisch ziehen lassen und ’nen ordentlichen Preis aushandeln 😉
Und jetzt waere erst mal Kuba dran, wenn es nach den Wuenschen seines Aussenministers (mit kuban. Wurzeln) gaenge. (Allerdings ist der bei T. nur zweite Wahl.)
«…die Insel einfach kaufen.»
Die autonome Republik Kalaallit Nunaat/Grønland ist keine dänische Provinz, aber Teil des Königreiches Dänemark. Im Falle eine Verkaufes wäre also der König der Verkäufer. Grönland wäre dann Eigentum des Staates USA, eine Kolonie. Die USA könnten den Grönländern eine Eingliederung ihrer Insel als US-Bundesstaates in Aussicht stellen, aber sie könnten sich damit, wie im Falle Alaska ziemlich viel Zeit lassen. Das Königreich Dänemark hätte übrigens keinen Grund, den Grönländern vom Erlös ein paar Dollar abzugeben. Warum sollte Dänemark eine US-Kolonie subventionieren?
Ich denke, es wird den Grönländern bewusst sein, dass sie die Verlierer des Deals wären.
Man könnte auch wie in Hawaii vorgehen.
Die Einwohner wären leicht zur Minderheit zu bringen.
Es werden zwar mit den Minenkonzernen Amis auf die Insel kommen: in Grönland gibt es ja gar nicht so viele Arbeitskräfte wie die brauchen, zumal ein Teil der Grönländer sich wohl nach Dänemark verflüchtigen würde. Aber Grönland ist für die Meisten als dauerhafter Wohnsitz bei weitem nicht so attraktiv wie Hawaii.
Der dänische König kann Grönland nicht ohne Weiteres verkaufen. Es ist keine Kolonie.
Als der Zar Alaska 1867 an die USA verkaufte, war die Leibeigenschaft in Russland erst seit wenigen Jahren abgeschaftt (1861, für die Staatsbauern erst 1866) und die formelle Abschaffung der Sklaverei in den USA war auch noch taufrisch (18 Dezember 1865). Das Denken in solchen Kategorien war noch «normal».
Nach der dänischen Verfassung (Abschnitt 19) muss erstens das Parlament (Folketing) jeglicher Gebietsabgabe zustimmen. Für eine eventuelle Unabhängigkeit Grönlands wird ausserdem ein Referendum in Grönland verlangt. Die vorherrschende Rechtsmeinung ist, dass ein solches Referendum auch erforderlich wäre, wenn Grönland an einen anderen Staat übergehen würde.
Daraus folgt, dass der Versuch, Grönland ohne Referendum zu verkaufen, in Dänemark eine Verfassungskrise auslösen würde, selbst wenn der Folketing zustimmen würde (was auch schon unwahrscheinlich ist).
Wie auch immer, T. braucht jedenfalls die Insel.
https://www.watson.ch/international/usa/554009345-rubio-treffen-der-usa-mit-daenemark-zu-groenland-naechste-woche
Aehm…Sie koennen doch Trump dekodieren.
Es wird ja ueberall viel geraetsaelt:
«Die erste Option des Präsidenten war schon immer die Diplomatie.»
Was heisst denn das denne im Klartext?
¦¦ «Die erste Option des Präsidenten war schon immer die Diplomatie.»
Was heisst denn das denne im Klartext? ¦¦
Mir wäre es lieber, wenn Ihr Grönland freiwillig rausrückt. Dann könnt Ihr im Gegenzug auch was dafür haben, Geld oder die Sicherheitsgarantien für die Ukraine, auf die die EU so scharf ist.
Aber wenn nicht, dann nicht. Ihr wisst ja, dass ich mehr Waffen und Munition habe.
Danke. Aehm…jetzt mal wieder die Gretchenfrage:
Koennte man JETZT (d.h. nach knapp einem Jahr im Chefsessel) Trump als Faschisten bezeichnen? 🤔
https://blog-samstagern.ch/2024/11/09/warum-das/#comment-12296
***Koennte man JETZT (d.h. nach knapp einem Jahr im Chefsessel) Trump als Faschisten bezeichnen? 🤔***
Warum nicht, wenn Sie wollen. Die Gedanken sind frei.
Ich wäre eher für der Donroist, dessen Staaten von Amerika, nicht Nordamerika von Argentinien im Süden bis Grönland im Norden reichen. Ein Teil der neuen multipolaren Weltordnung.
Na ja, der Typ der ist mir einfach zu komplex. Und wenn ich daran denke, wie unverfroren der Begriff u.a. von den russ. Eliten verwendet wird, um einen brutalen Angriffskrieg zu legitimieren, da moechte man schon im Umfeld, in dem man sich befindet, nicht ganz daneben hauen.
Es ist ja auch nicht jeden Tag Venezuela 🤣
«Koennte man JETZT (d.h. nach knapp einem Jahr im Chefsessel) Trump als Faschisten bezeichnen?»
Nein, so weit würde ich nicht gehen.
Trump ist nationalistisch und seine Bilanz der ersten Amtsperiode, als einer von wenigen US-Präsidenten seit dem 2. Weltkrieg niemanden bewaffnet überfallen zu haben, ist zerstört. Er ist ein hochproblematischer Staatsführer und er ist in keinem Sinne ein Demokrat.
Ich würde sogar einräumen, dass er eine Tendenz zu den Kernmerkmalen des Faschismus hat: Autoritärer Führungsanspruch, Ultranationalismus, Verherrlichung von Gewalt, Totaler Anspruch auf die Gesellschaft. Es ist aber vorerst eine Tendenz. Was die Verherrlichung von Gewalt und den totalen Anspruch auf die Gesellschaft betrifft, trennen Trump und die Republikaner Welten von Mussolini, Franco oder Hitler.
«Was die Verherrlichung von Gewalt und den totalen Anspruch auf die Gesellschaft betrifft, trennen Trump und die Republikaner Welten von Mussolini, Franco oder Hitler.»
Aber…Wehret den Anfaengen?
War nicht ernst gemeint. Mir ist das «*rschl*ch» vielleicht auch nur zu unsympathisch.
Ich wäre schon auch für wehren. Nur sehe ich moemntan auf unserer Seite nur Kaninchen, die in die Augen der Schlange starren. Ausser beim Mercosur-Abkommen, das überrascht mich positiv.
@izi
>>>trennen Trump und die Republikaner Welten von Mussolini, Franco oder Hitler.<<<
Allerdings trennen Mussolini und Franco auch Welten von Hitler.
Das ist alles etwas verzwickt, vor allem in Deutschland:
Landgericht Köln (Az. 28 O 193/17, 2018): Ein Zeuge nannte Höcke „Faschistenführer“ – das Urteil schützte dies als zulässige Meinungsäußerung (Art. 5 GG), da es als Werturteil über seine Positionen plausibel sei.
Amtsgericht Bamberg (Az. 31 Cs 193 Js 171013/20, 2021): „Nazi!“ gegen Höcke wurde als Beleidigung (§ 185 StGB) gewertet und mit Geldstrafe belegt. Das Gericht: „Nationalsozialist“ impliziert eine strafbare Gleichsetzung mit der NS-Diktatur, was über Kritik hinausgeht.
OLG Bamberg (Bestätigung 2022): „Faschist“ bleibt geschützt, „Nazi“ bleibt strafbar.
Müssen Sie, in der Schweiz lebend, nicht unbedingt wissen.
In Deutschland muss da aufpassen…🤣😅😂
Obwohl es eigentlich nicht lustig ist.
Hierzulande heisst die Fussballnationalmannschaft verniedlichend «Nati». Raten Sie mal, wie man das ausspricht…
«„Faschist“ bleibt geschützt, „Nazi“ bleibt strafbar.»
Da ist allerdings schon etwas dran, dass eine Gleichsetzung mit Mussolini weniger ehrenrührig ist als eine Gleichsetzung mit Hitler.
Andererseits kann ich mir kaum vorstellen, dass im italienischen Fernsehen fast jeden Abend auf irgendeinem Kanal irgendeine Sendung über Mussolini oder seine Weggefährten läuft.
Der Führerkult ist in Deutschland paradoxerweise sehr langlebig. Ich werde allerdings nicht verifizieren können, ob tausend Jahre lang.
Na ja Google-Hupp sagt: Faschismus ist der Oberbegriff. Nationalsozialismus ist spezifisch deutsch.
Und die Deutschen waren bekanntlich die Schlimmsten.
Dass man dann den «Nazi» dem Hoecke nicht einfach so (wg. ein paar Provokationen) hinterherschreien duerfen sollte, das kann ich schon verstehen.
Ja. Der Könog wäre theoritisch der Verkäufer, aber er ist kein «L’État, c’est moi»-Herrscher, der einfach eine Deal mit der US-Regierung abschlissen kann. Ich denke auch, der Trump ab und zu geässerte Kaufwunscdas h ist eher ein Test europäischer Reaktion auf US-Übernahmeziel.
Die eigentliche Strategie dürfte wohl eher in der Ingangsetzung und Unterstützung einer «Bewegung», die eine vollständige Souveränität Grönlands propagiert. Grönland verlöre damit die ökonomische Unterstützung aus Dänemark und müsste sich auf Gedeih&Verderb an die USA ausliefern. Eher Verderb als Gedeih: Zu starke Abhängigkeit von USA ist noch keinem Land gut bekommen, siehe Südamerika.
Ich glaube, das greift zu kurz. Trump will kein unabhängiges Grönland im US-Orbit. Er will das Territorium der USA erweitern. Der Mann denkt in solchen Kategorien. Er will damit in die Geschichte eingehen.
«Trump will kein unabhängiges Grönland im US-Orbit.»
Ja. Es gibt einige Gründe, das auf der Prioritätenliste ganz oben zu platzieren:
Kontrolle über Erdöl&Gas über die ganze Kostenlänge des amerikanischen Kontinentes, freien Zugang zu Rohstoffen auf dem grönländischen Festland (Lanthanoide, Uran, Molybdän, Kupfer, Edelmetalle…), Kontrolle über Schifffahrtsrouten, militärische Kontrolle über das ganze Gebiet. Auch Landwirtschaftliche Perspektiven gibt es, Grönland (und Antarktis) könnten eventuell in der ferneren, aber nicht sehr fernen Zukunft.auf dem Kontinent verlorene Agrargebiete ersetzen. Eventuell würden auch Siedlungsgebiete mit noch erträglichem Klima erschlossen. Eher jedenfalls als auf dem Mars.
Das Gesamtpaket der Gründe spricht er nicht öffentlich an, sondern erweckt den Eindruck, die Europäer und Grönländer könnten mit dem Angebot einer intensivierten militärischen Kooperation via NATO die Begehrlichkeit abwenden. Sie sollen erst aufwachen wenn es zu spät ist.
–
Die autonome Republik Kalaallit Nunaat/Grønland ist von dänischen Subventionen abhängig. Mit der Souveränität verlöre Grönland diese ökonomische Unterstützung. Welche ökonomischen Möglichkeiten gäbe es dann noch, ausser sich bedingungslos an US-Konzerne und Militär auszuliefern? Das wäre billiger eine militärische Eroberung, die ausserdem den Nachteil hat, dass man die Bevölkerung und europäische Regierungen nicht einschläfern kann.
«Das wäre billiger eine militärische Eroberung…»
=
Das wäre billiger ALS eine militärische Eroberung
Noch ein Tipppfelher:
«Kontrolle über Erdöl&Gas über die ganze Kostenlänge des amerikanischen Kontinentes,…»
=
Kontrolle über Erdöl&Gas über die ganze KÜstenlänge des amerikanischen Kontinentes,
Ich denke, auch das greift zu kurz. Das Zauberwort ist vielmehr `Nordostpassage´.
An einem anderen Ort (ihr wisst schon…) geht die Diskussion zum Thema Grönland weiter.
Ausschnitt aus einem Kommentar dort:
„Also schon mal präventiv zur See einen engen Verteidigungsring vor Nuuk ziehen, dasselbige zu Land sowie eine effektive Luftabwehr in Stellung bringen, auf diese Weise Stärke und Durchsetzungswillen demonstrieren.“
Antwort von mir:
„Das ist das Eine. Das Andere wäre, dass die EU Dänemark bei der ökonomischen Subventionierung Grönlands unterstützt mit dem Ziel, Lebensqualität und Naturschutz weiter zu optimieren. Dazu die klare, begründete Aussage: «In den USA hättet ihr das nicht.»
Ich denke, dass die „soft power“ durchaus der „Souveränitätsbewegung“ Wind aus den Segeln nehmen könnte.
Und dass man das Thema Grönland nicht als „chinesischen Reissack“ behandeln sollte, es berührt sehr direkt europäische Interessen.
„Also schon mal präventiv zur See einen engen Verteidigungsring vor Nuuk ziehen, dasselbige zu Land sowie eine effektive Luftabwehr in Stellung bringen, auf diese Weise Stärke und Durchsetzungswillen demonstrieren.“
Ich habe Trump lange nicht mehr so lachen gehört.
Also ehrlich, die Situation ist wie 2014 auf der Krim. Die Seite, die übernehmen will, muss keine militärische Landeoperation unternehmen (was sie gegen jede denkbare Gegenwehr auch könnte), sie ist schon da.
Die Pituffik Space Base (ehemals Thule Air Base) wird ganzjährig betrieben. Will das NATO-Land Dänemark den Flugverkehr auf einer Luftwaffenbasis eines vielfach überlegenen NATO-Partners blockieren?
Die bewohnten Teile der Westküste einschliesslich Nuuk können gegen US-Widerstand von Dänemark aus gar nicht versorgt werden.
„Also ehrlich, die Situation ist wie 2014 auf der Krim.“
Das ist nicht 1:1 vergleichbar: Die Krim hat eine Fläche von 26 844 km², Grönland
2 166 086 km². Eine militärische Eroberung wäre teuer, Verteidigung kaum möglich.
Billiger ist politische Vereinnahmung, deswegen unterstützen die USA die „Souveränitäts“-Bewegung, die sie wahrscheinlich auch selber in Gang gesetzt haben.. Politische Verteidigung wäre leicht möglich, wenn die EU wollen würde.
Noch was zum „geografischen „Argument“: Der nächstgelegene Nachbarstaat Grönlands ist Kanada, nicht USA. Die USA sind von Grönland ähnlich weit entfernt wie Europa:
https://de.wikipedia.org/wiki/Gr%C3%B6nland#/media/Datei:Greenland_on_the_globe_(Greenland_centered).svg
«Eine militärische Eroberung wäre teuer, Verteidigung kaum möglich.»
Erzählen Sie noch so einen?
Das Einzige, was es da zu erobern und zu verteidigen gibt, sind zwei schmale Küstenstreifen, einer im Westen und einer im Osten. Der dritte Punkt ist die Militärbasis, welche die USA bereits besitzen.
Der westliche Küstenstreifen ist für die USA logistisch sehr viel besser erreichbar als für Dänemark. Das würde sogar gelten, wenn die USA nicht waffentechnisch und zahlenmässig so überlegen wären. Angesichts dieser Ueberlegenheit (auch der Marine) könnte Dänemark aber auch den östlichen Küstenstreifen nicht verteidigen. Nichts an den Militäroperationen wäre aus US-.Sicht teuer.
Im Gegenzug irgendwo auf den 2 166 086 km² zu landen gibt keinen Sinn, mal ganz abgesehen davon, dass die USA die Luftherrschaft haben, wenn sie wollen.
Teurer als die politische Vereinnahmung ohne militärische Gewalt. Und es geht sicher um die Kontrolle über die ganze Insel und den Schelf rundum. Im Meeresboden Öl und Gas, und das abschmelzende Inlandeis wird mehr «Bodenschätze» zugänglich machen als heute erreichbar sind.
Weitere Militärbasen werden eher auf Ostseite errichtet werden als auf der Kanada zugewandten Seite, denke ich.
«Teurer als die politische Vereinnahmung ohne militärische Gewalt.»
Das ist richtig. Nur ist Trump wohl wirklich von der Art, die das Territorium der USA vergrössern will. Es geht ihm um den Eintrag in den Geschichtsbüchern, dass Grönland unter Präsident Trump Teil der USA wurde.
«Es geht ihm um den Eintrag in den Geschichtsbüchern, dass Grönland unter Präsident Trump Teil der USA wurde.»
Das ist mir ein bisserl zu psychologeleiapopeia. Es geht um Kontrolle über ÖL&Gas im Schelf und um diverse Erze auf der Insel, zum Beispiel Seltenerdmetalle, Uran, Molybdän, Kupfer, Edelmetalle…
Das abschmelzende Inlandeis wird weitere Lagerstätten freisetzen. Goldrausch in der Arktis.
Die Aussicht, dass profitierende Konzerne etwas zu den Grönländern «downtricklen» lassen könnten ist zu vage, um ernstgenommen zu werden. Wer in Falle sitzt braucht keinen Köder mehr.
«Das ist mir ein bisserl zu psychologeleiapopeia.»
Ich habe auf verschiedenen Ebenen verschiedene Gruppen von Menschen geführt. Die Idee, dass Menschen rational und objektiv ihre Interessen verfolgen würden, ist falsch. Sie ist auch für Gruppen von Menschen falsch. Individuen sind von ihrer psychologischen Disposition getrieben und Gruppen neigen zu Gruppendenken, also dazu, nicht zu denken.
Das ganze Gerangel um Polargebiete (nicht nur Arktis, auch Antarktis) beruht also nicht auf bislang ungesvchürften Bodenschätzen, es sind nur psychische Blähungen von ein paar Egomanen?
Was Grönland angeht, denke ich, dass es in Dänemark genügend pychiatrische Expertise gibt, die das Problem lösen könnte.
@gelse
«es sind nur psychische Blähungen von ein paar Egomanen?»
Es ist ein Gemisch von Motiven. Bodenschätze, Kontrolle über den nördlichen Seeweg, der in Zukunft durch den Klimawandel offen wird, militärstrategische Erwägungen und Ego.
Wegen des Egofaktors wird Trump mit ziemlichem Nachdruck versuchen, Grönland zu einem Teil der USA zu machen. Ob ihm das gelingt, ist noch fraglich.
«Bodenschätze, Kontrolle über den nördlichen Seeweg, der in Zukunft durch den Klimawandel offen wird, militärstrategische Erwägungen»
Motive, ja.
«Ego»
Geblähte Egos hauen Sprüche raus und provozieren Gegensprüche.
Weniger aufgelähte Egos würden stiller agieren. Das Opfer steht dann vor einem Ergebnis, das es nicht kommen sah, auf das es nicht vorbereitet ist.
Stilles Anpirschen ist bei jeder Jagd erfolgreicher als lautes Gebrüll.
«Stilles Anpirschen ist bei jeder Jagd erfolgreicher als lautes Gebrüll.»
Mal ist das Eine richtig, mal das Andere. Mir scheint, dass Trump mit seinem Gebrüll bisher ziemlich weit gekommen ist, weil die Anderen kein Mittel gegen ihn finden. Wenn sie sich einig und weniger ideologisch wären, könnten sie ihm schon Grenzen setzen.
«Der dänische Militärgeheimdienst hat die USA erstmals als Teil der Bedrohungslage für Dänemark erwähnt.»
Und dem sollte sich der Rest der NATO anschließen und zügig mit der Kündigung amerikanischer Stützpunkte beginnen. Dann lautet das neue Motto halt: Amerikaner raus!
Wer dann von denen eine Staatsbürgerschaft beantragt und/oder über relevantes Know-how verfügt, kann gerne in Europa bleiben.
Analog Aufgabe Goldstandard, Bretton Woods, 1971 sollte dann Europa die USA eher früher, als später auch aus SWIFT abkoppeln, was sicher kurzfristig (vielleicht auch noch mittelfristig) mit Nachteilen verbunden wäre. Dahingehend bedarf es weitgehende Datenhoheit und Unabhängigkeit von US-Konzernen.
Europa würde wieder glaubwürdiger in der Welt und könnte sich wesentlich breiter aufstellen, was echte demokratische Werte und Politik betrifft. Daraufhin muss prioritär die UNO und der Sicherheitsrat ‚umgebaut‘ und das auch mit Verlegung des Sitzes außerhalb der USA verbunden werden/sein.
Die USA ist ja bereits isolationistisch angelegt/aufgebaut (zudem physikalisch abgegrenzt durch zwei Weltmeere) und das sollte man einfach verstärken, da das bisherige institutionelle Gerüst archaisch verblieben ist und wie man mit Trump sieht, jederzeit zur äußeren und inneren Gefahr werden kann.
Eines gilt für mich ganz klar: Es geht nicht mehr ohne ungewohnte neue Risiken ab und auch alte Denkweisen müssen dabei aufgebrochen werden, wenn es demokratische (zumindest stabile) neue internationale Beziehungen für Europa geben soll.
Denn viele Länder sind es nicht (mehr), denen man qualitative Demokratie zusprechen kann. Nostalgie, Ängste, aber auch alte Bequemlichkeit sollte dabei nicht verhindern, dass es eine Abkopplung von diesem US-System von Dominanz und willkürlicher Vorgaben geben muss.
So wie bei Israel oder USA würde ich da nicht viel erwarten.
Beide sind unsere Freunde und Partner. Egal was sie tun.
Da müßte die USA schon Frankreich direkt angreifen.
«Da müßte die USA schon Frankreich direkt angreifen.»
Ja. Grönland ist kein Grund, die Kriechtüchtigkeit gegenüber USA aufzugeben.
«Kriechtüchtigkeit»
Das ist klasse formuliert! 👍
Wobei es gerade jetzt an der Zeit wäre, klare Sprache zu sprechen. Auch wenn Europa (zieht leider nicht an einem Strang) alles andere als schwach ist, um T. nicht in den A. zu treten.
Spätestens dann, wenn man beginnt, den USA einzelne (wichtige) Stützpunkte zu kündigen, dürfte T. umschwenken. Und falls nicht, bietet man halt im Mittelmeer China an, gewisse Lücken zu füllen. Das ergäbe einen ungemeinen ‚Motivationsschub‘ für die USA, zurückzustecken.
«Spätestens dann, wenn man beginnt, den USA einzelne (wichtige) Stützpunkte zu kündigen, dürfte T. umschwenken.»
Keineswegs. Das ist die gleiche Idee wie bei sadduzäischen Suizidkommando (Leben des Brian, Monty Python). Die europäischen NATO-Staaten haben von Russland nichts zu befürchten – genau so lange, wie sie die militärische Unterstützung der USA haben.
«Und falls nicht, bietet man halt im Mittelmeer China an, gewisse Lücken zu füllen.»
Das würde die chinesische Führung öffentlich höflich ablehen und intern den Kopf über so viel Unverstand der Europäer schütteln. Die russische Führung hingegen würde so ein Angebot annehmen. Und intern den Kopf noch heftiger schütteln. Ueber einem Glas Krimsekt.
@pleifel
Alle nette und auch für mich völlig nachvollziebare Gedanken.
ABER:
Sie wissen doch sicher, wo UNSERE Eliten sozusagen SOZIALISIERT wurden?
Da wäre noch sehr viel Arbeit zu leisten, ehe es zu solchen Szenarion kommen könnte.
Und ehrlicherweise glaube ICH nicht mehr daran…
Ich hatte zur damaligen Amtseinführung von Kanzler Scholz seine Vorwahlversprechen von keine mehr Militärausgabe und damals nette noch nichtmal 2% vom BSP. im Ohr. Als er dann im Jan. nach seiner Amtseinführung zum «Briefing» nach Washington geladen wurde, kam er mit diesen komischen 150 Mlrd Sondervermögen und 100 Aufstockung zurück. Bitte verbssern Sie mich wenn ich gedankich in Erinnerung etwas daneben liege. Ich hab das jetzt nicht nochmal recherchiert. Aber dazu: glauben Sie wirklich, daß im aktuellem (ich würde es fast noch als Besatzerstatus verstehen) deutschen Abhängigkeitsverhältnis zu US irgendeine solche von Ihnen aufgeführte Veränderung möglich wäre. Ich traue da eher einem Ausbruch der Campi Flegrei, einem Chicxulub Einschlag oder Ausserirdischen eine Veränderung der aktuellen USDominanz zu. Aber bekanntlich kommt alles anders als man denkt, nämlich schlimmer.
«Dahingehend bedarf es weitgehende Datenhoheit und Unabhängigkeit von US-Konzernen.»
Eben. Geht also für die nächsten zwanzig Jahre schon mal nicht. Und wenn man die Regulierungswut weiter wüten lässt, für die nächsten hundert Jahre nicht.
@pleifel
«Europa würde wieder glaubwürdiger in der Welt und könnte sich wesentlich breiter aufstellen, was echte demokratische Werte und Politik betrifft»
Woher nehmen Sie diese Hoffnung?
Es ist doch eher so, dass gerade Europa durch diese ewige Betonung der WERTE, dies immer mehr zerstört.
Weil diese WERTE für Europa eigentlich doch gar nicht EXISTENT sind.
Trump scheisst doch darauf und gibt das mittlerweile auch mehr oder weniger unverhohlen zu.
Was ist denn nun für Sie schlimmer?
Für mich ist es diese unsägliche VERLOGENHEIT unserer europäischen Führer.
«Nostalgie, Ängste, aber auch alte Bequemlichkeit sollte dabei nicht verhindern, dass es eine Abkopplung von diesem US-System von Dominanz und willkürlicher Vorgaben geben muss.»
Es geht doch nicht um eine Abkopplung vom USA System der Dominanz.
Keinen Konzern interessiert doch das in irgendeiner Weise.
It’s economy, stupid!
Karl-Marx wird ja der Spruch zugeschrieben:
„Kapital hat einen Horror vor Abwesenheit von Profit oder sehr geringem Profit, wie die Natur vor der Leere. Bei einem Profit von 10 % wird es überall angewendet; bei 20 % wird es lebhaft, bei 50 % ist es tollkühn, bei 100 % stampft es alle menschlichen Gesetze unter seinen Fuß, bei 300 % existiert kein Verbrechen, das es nicht riskiert, selbst auf Gefahr des Galgens.“
Da interessiert doch keinen Grosskonzern, wer in den USA Präsident ist.
Die interessieren sich nur für Rendite.
Aus russischer Sicht besteht keine Eile bezüglich eines Vertragsabschlusses im Ukraine-Konflikt, wenn die andere Seite sich gerade mit einer Reihe von Problemen beschäftigt, bei denen sie uneins ist.
Die Zukunft der NATO ist ungewiss. Abmachungen mit Trump sind Papiere ohne Wert. In dieser Situation wird sich Putin schwerlich auf irgendetwas festlegen.
Und englische oder französische Stützpunkte in der Ukraine sind für Russland sowieso Anathema.
Na, dass RUS keine Eile zum Frieden hat, sollte sich eigentlich mittlerweile allgemein rumgesprochen haben. Zumal sich die russ. Soldaten – sozusagen im Auftrag des HERRN – auf heiliger Mission befinden.
«Zumal sich die russ. Soldaten – sozusagen im Auftrag des HERRN – auf heiliger Mission befinden.»
Es mag ja einen ‚Bodensatz‘ geben (wie wohl in den meisten Armeen), wo jene ihr Leben immer noch für Gott und Vaterland (freiwillig?) opfern.
Also der traditionelle Teil, der nationalistisch/religiös oder gar völkisch aufgestellt ist (in den USA erkennt man diese Klientel zumeist an den aushängenden Flaggen am Haus, ärmeren Gegenden mit hoher Arbeitslosigkeit).
Gut, da könnte man zynisch sagen, eine gewisse ‚Bereinigung‘ auf dem Feld könnte da positive Auswirkungen haben. Denn wenn es jene betreffen sollte, die sich gehobeneren Schichten zuordnen können, dann gerät das Machtgefüge in Gefahr.
Und zum Anfang zurück, ich kenne kein anderes Land, was sich als ‚Gods own Country‘ in dieser speziellen Art und Weise selbst mehr legitimiert sieht, als die USA.
Ich bin da hier sehr vorsichtig geworden, weil ich jetzt keine Lust habe, noch nach einer Originalquelle zu suchen, aber das soll so in etwa der oberste Herr der Russischen Foerderation angeblich gesagt haben.
«In seiner Ansprache zog er einen Vergleich zwischen Jesus Christus und dem russischen Militär. Beide erfüllten, so der Präsident, ihren Auftrag «wie im Auftrag Gottes», nämlich «das Vaterland und sein Volk zu retten».»
https://de.euronews.com/2026/01/07/putin-russlands-soldaten-heilige-mission
Aber sicher kann man das auch anders deuten 😉
Lieber Admin Herr J. + Mitschreibende, Frage: ich habe in letzter Zeit und aktuell komplett keine Möglichkeit mehr, auf Blog Samstagern per VPN aus D. zuzugreifen. Aus anderen Ländern funzt es immer sofort? Gibt es irgendwelche behördliche Repressalien aus D. die Mann wissen sollte, oder hat der wordpress Server da Beschränkungen die ich nicht verstehe? Betrifft das evtl. nur mich oder geht das Anderen ähnlich? Vorab, ich habe weder paranoid einen Aluhut auf der Flurgarderobe griffbereit, auch ist mir die physikalische Entstehungsweise von Kondensstreifen hinter Strahltriebwerken durchaus geläufig.
@kilowadd
Verstehe ich nicht ganz. Sie haben doch gerade gepostet?
Also geht es manchmal doch?
Ich habe gesucht, speziell wordpress.com betreffend:
Bei der Nutzung von WordPress.com (der Hosting-Plattform) über ein VPN gibt es spezifische Punkte zu beachten. Im Gegensatz zu reinen Streaming-Diensten blockiert WordPress VPNs nicht grundsätzlich, da sie den Dienst sogar selbst als Werkzeug gegen Zensur empfehlen.
Hier sind die konkreten Auswirkungen für das Jahr 2026:
1. Login-Probleme und Sicherheitsabfragen
Geteilte IP-Adressen: Da sich viele VPN-Nutzer dieselbe IP-Adresse teilen, kann WordPress diese Adresse als «verdächtig» einstufen, wenn von ihr aus zu viele Anfragen kommen. Dies führt häufig zum Fehler 429 («Too Many Requests»).
Zusätzliche Verifizierung: WordPress erkennt den Standortwechsel (z. B. von Deutschland nach USA). Dies kann dazu führen, dass Sie Ihr Login per E-Mail oder 2FA (Zwei-Faktor-Authentifizierung) bestätigen müssen, da das System einen Fremdzugriff vermutet.
2. Zugriff auf den Admin-Bereich (wp-admin)
Automatisierte Blockaden: Sicherheits-Plug-ins oder die Firewall von WordPress.com können VPN-IP-Adressen temporär sperren, wenn diese auf «Blacklists» für Spam oder Bot-Aktivitäten stehen.
Lösung: Falls der Zugriff verweigert wird, hilft oft das Wechseln des VPN-Servers innerhalb Deutschlands, um eine «saubere» IP zu erhalten.
3. Performance
Editor-Verzögerungen: Da der WordPress-Editor (Gutenberg) viele Daten in Echtzeit synchronisiert, kann eine langsame VPN-Verbindung zu Verzögerungen beim Speichern von Beiträgen führen.
Warum nehmen Sie VPN wenn Sie HIER schreiben?
@Oberst Zapf
«Verstehe ich nicht ganz. Sie haben doch gerade gepostet?»
Vielleicht nicht aus Deutschland?
@ Nerazzurra, genau Schnellverbinden ist meißt D. oder manuell aus einem gewähltem Land-soisses. Komisch aber kann damit leben
Ich selbst hatte dieses Problem jedenfalls nicht, als ich kürzlich in Deutschland war. Allerdings war mein VPN ein schweizerisches und ich bin Hausherr.
Mit sind keine Einschränkungen bekannt. Es könnte höchstens sein, dass Ihr VPN-Dienst auf irgendeiner schwarzen Liste steht, von der ich nichts weiss.
https://www.n-tv.de/politik/USA-bringen-russischen-Oeltanker-unter-Kontrolle-id30213257.html
Was sollte Russland eigentlich daran hindern, US-Hubschrauber abzuschießen? Und im Übrigen würde ich an Stelle Russlands Soldaten mit gewissen Abwehrwaffen mitfahren lassen, damit die USA ihre einseitigen ‚Spielchen‘ nicht mehr so einfach durchziehen könnten.
Artikel gelesen?
Sie schreiben, russischer Tanker.
Im Artikel:
«Tanker, der ursprünglich den Namen «Bella-1″ trug und unter guyanischer Flagge fuhr»
Der Tanker fährt angeblich seit einer Woche unter russischer Flagge.
Sie schreiben:»an Stelle Russlands Soldaten mit gewissen Abwehrwaffen mitfahren lassen,»
Im Artikel:»In der Nähe des Einsatzortes befänden sich ein russisches U-Boot und ein Kriegsschiff»
«Artikel gelesen?»
10 Punkte: Sie können sich den Gutschein bei mir abholen.
@ pleifel
«Was sollte Russland eigentlich daran hindern, US-Hubschrauber abzuschießen?»
Die guten Beziehungen zu T.?
Es ist nun mal SEINE Hemisphaere.
Eine Analyse zu Venezuela
https://www.youtube.com/watch?v=kOlA-Qb2A98
«Eine Analyse zu Venezuela»
Danke, war sehr aufschlussreich.
@ Robert Zapf
oh lieben Dank, das ist sehr umfangreich einiges ist mir schlichtem Geist zu hoch, bzw kompliziert, so tief stecke ich nicht in der Materie. Zu Ihrer Frage warum VPN, ich bin mir immer garnicht weiter bewußt, die läuft im Hintergrund und hält großzügig diverse Werbe banner fern. Es gibt einige Feindsender Seiten die im meinungsfreiheitlichem Euroraum ohne VPN Schleier schlicht nicht aufgerufen werden können. Und ein kleiner Teil des älteren Herrn ist sogar etwas paranoid und wünscht sich naiv, daß nicht jeder meine Meinung mitlesen kann 🙁 Aber lieben Dank für Ihre bemühten Ausführungen.
@kilowadd
Also ich surve seit gefühlt ewigen Zeiten mit
BRAVE
War mal eine Empfehlung von Ebertus…
Hält mir auf viel Spam vom Hals und ist nicht VPN.
«Und ein kleiner Teil des älteren Herrn ist sogar etwas paranoid und wünscht sich naiv, daß nicht jeder meine Meinung mitlesen kann»
Wenn Sie in Deutschland sitzen, haben Sie vermutlich sowieso den Bundestrojaner auf dem Computer.
«Wenn Sie in Deutschland sitzen, haben Sie vermutlich sowieso den Bundestrojaner auf dem Computer.»
Ouups Naivität kann ein Segen sein, Das würde mich ja jetzt ma wirklich intressiern. Ich halte mich zwar für überdurchnittlich aufmüpfig aber bin prinzipiell weder Staatsfeind, Nazi, Reichbürger oder AFD Wähler oder was der der BND sonstnoch paranoid für Interessengruppen vertritt. Ich mußte eben erstmal Perplexi fragen was das ist, so unbeleckt bin ich selbsterstaunt. Wie kommen Sie darauf? Denken Sie wenn Mann bisweilen zur Breitumschau auch Feindsender ließt oder VPN verwendet wird man grundsätzlich getrackt? Das würde mich allgemeinwissend sehr intressieren? Lieber Gruß aus Sachsen
Also, formell erfordert die Installation des Bundestrojaners auf Ihrem Gerät einen richterlichen Beschluss und der ist an schwere Straftaten (Terrorismusverdacht) gebunden.
Ich halte es allerdings für naiv anzunehmen, dass sich Geheimdienste mit solchen Petitessen aufhalten. Weitgehende Ueberwachung war schon im Kalten Krieg nicht das Privileg einer Seite und nicht einmal dasjenige der Kalten-Kriegs-Gegner.
«Ich halte es allerdings für naiv anzunehmen, dass sich Geheimdienste mit solchen Petitessen aufhalten.»
Hatte mit Chatty darüber diskutiert und das ist schon ganz schön aufwendig, wenn man sich davon befreien will, zumal, da man die jeweilige ‚Infektion‘ nicht sicher bestimmen kann.
@ izitiwab
Ich habe mal Perplexi nach Möglichkeiten der Ident und entfernen gefragt:
Beachten Sie: Das Entfernen eines legalen Staatstrojaners kann strafbar sein und Beweise vernichten 🙁
Rechtliche Hinweise
Der Einsatz ist auf schwere Verbrechen beschränkt und unterliegt strenger Kontrolle; Betroffene werden oft nachträglich informiert. Bei Verdacht konsultieren Sie einen Anwalt oder IT-Forensiker, statt selbst zu handeln.
«Das Entfernen eines legalen Staatstrojaners kann strafbar sein»
Nun ja, legal ist er tatsächlich nur, wenn zumindest der Verdacht besteht, dass Sie an schweren Verbrechen beteiligt sind und dieser Verdacht ein Gericht überzeugt hat. Falls Sie in Berlin leben sollten, handelt es sich um das Amtsgericht Tiergarten. Dann wünsche ich Ihnen schon mal viel Glück.
@ pleifel
«Was sollte Russland eigentlich daran hindern, US-Hubschrauber abzuschießen?»
Ich denke und hoffe, daß der soo verteufelte P. doch etwas vorausschauender Konfliktpotenziale abwägt wenn er bisweilen von ,,chirurgischen Operationen» mit denen in der Ukraine vorgegangen wird, spricht. Ich bin mir dessen bewußt daß es einen Aufschrei provoziert, wenn ich bemerke, daß er P. doch nicht in einen großen Krieg mit EU , Nato oder in dem Falle der US escalieren möchte. Also nur eine Annahme
@kilowadd
>>>Ich bin mir dessen bewußt daß es einen Aufschrei provoziert, wenn ich bemerke, daß er P. doch nicht in einen großen Krieg mit EU , Nato oder in dem Falle der US escalieren möchte.<<<
Warum sollte das einen Aufschrei provozieren?
So laut ist nun selbst @nera nicht 😅😂🤣
Eben. Habe Halsschmerzen 🤣
(Die Kaelte aus dem Osten hat mich erwischt. Sonst waere ich schon seit MO abend wieder auf Nachtschicht.)
«Wir leben in einer Welt, die durch Stärke und Macht regiert wird. Das sind die eisernen Gesetze seit Anbeginn der Zeit.»
Stephen Miller, Stellvertretender Stabschef des Weissen Hauses
Quelle: NZZ
@ izitiwab,
«Stephen Miller, Stellvertretender Stabschef des Weissen Hauses»
da ist ja erstaunlich «viel» passiert an Zivilisation seit wir irgendwann mal von den Bäumen gestiegen sind.
Ich halte es da eher mit Nietzsche, der sinngemäss irgendwo geschrieben hat, Tiere würden Menschen als Wesen betrachten, die auf gefährliche Weise den gesunden Tierverstand verloren haben.
Würde mich mal interessieren, wie im Falle eines Falles die sogenannte Feindstaatklausel (UN) interpretiert würde.
Diese soll angeblich nach späteren Verträgen nicht mehr Gültigkeit besizen.
Aber gestrichen wurde sie nie.
Man wollte dies vor vielen Jahren zwar tun, aber Deutschland pochte nicht darauf.
Nun wäre die Frage, gilt etwas, wenn es noch geschrieben steht, oder gibt es eindeutige, gültige, spätere Vereinbarungen die diesen Passus juristisch ad acta legen?
Dies würde auch die Frage berühren, inwieweit Deutschland tatsächlich und umfassend souverän ist.
Falls jemand Interesse hat, hier ist eine die Petition für Jacques Baud:
https://www.nachdenkseiten.de/?p=144473
Es folgt ein Aufruf zugunsten von Jacques Baud, den eine große Zahl von engagierten Menschen unterzeichnet hat. Hier ist auch der Link zum Aufruf: free-baud.org.
Auch nicht schlecht der Beitrag im ND:
https://www.nd-aktuell.de/artikel/1196690.bundesweite-sabotage-prozent-gegen-millionen.html
0,00000067 Prozent gegen 80 Millionen
»Angry Birds« bekennen sich zu schwerwiegendem Anschlagsversuch in NRW und spekulieren zu Sabotagenetzwerk mit koordinierten Taten
Hat aber nichts mit Berlin zu tun…
Werde mich mal etwas zurückziehen.
Sind ja jetzt mehr Schreiber als die ehemals 2 vorhanden.
Bin in anderen Foren aktiv die mir näher liegen und eher meine Themen behandeln.
Bin aber nicht ganz weg.
Schade.
Hm, das Leben ist zu kurz…
Na dann viel Glueck! Denken Sie vor allem an Ihre Gesundheit und kommen Sie bitte wirklich ab und zu hier rueber. 😢
Bei Gesundheit ist nicht viel zu machen.
Gut, gebe zu ich kümmere mich gerade auch nicht sehr darum.
Die Einschränkungen sind schon gravierend, aber ich nehme nur Rücksicht darauf, wenn es nicht mehr geht. Ich denke wenig darüber nach.
«…aber ich nehme nur Rücksicht darauf, wenn es nicht mehr geht»
Yo, so denken die meisten. Aber das ist das Problem.
Nun ja, sei’s drum. Also noch mal: Alles Gute!
Und erzaehlen Sie hier nicht zu viel. Feind liest mit 😉
@nera
>>>Und erzaehlen Sie hier nicht zu viel. Feind liest mit 😉<<<
Das ist jetzt aber wieder einmal "Pächtig möse" von Ihnen, so was hier zu schreiben…
Pächtig, pächtig möse!
Aber Oberst, lassen Sie mal schoen Ihren Zapfen in der Hose.
Ich meinte die Fichten! Aeh, jetzt haben Sie mich durcheinander gebracht: Die Stasi mit Ihren Fichen ‚tuerlich. 🤣
«Bin aber nicht ganz weg.»
Das wollen wir doch sehr hoffen 😉
Nee, schaue schon mal rein.
Will schließlich Ihre Texte lesen.
Nur der Schwerpunkt verändert sich.
«Werde mich mal etwas zurückziehen.»
Ok, da sind Sie aber nicht allein. 🙂
Treten Sie in den Foren mit gleichem Pseudonym auf? Wäre jedenfalls von Vorteil, wenn ich Sie ‚erkennen‘ könnte.
VG
Bin unterschiedlich unterwegs.
Bezeichnungen sind meist besetzt.
Wir diskutieren mehr Soziales, Alltag, Israel,
Technik, …
Bessere Software, eher etwas mehr links orientiert aber nicht dogmatisch, weniger Militärdetails, Corona….
Schaue aber auch in den rechten Sektor und da tun sich Abgründe auf. Freisler hätte seine helle Freude daran. Gut zu wissen, wie man dort tickt.
@pleifel
Wir werden uns wohl erkennen, würde mich freuen.
«Bin in anderen Foren aktiv die mir näher liegen und eher meine Themen behandeln.»
Wühlen Sie aber bitte nicht so viel im «Sumpf», das bringt weder Erkenntniszugewinn noch ist es Ihrer Gesundheit zuträglich.
Alles Gute weiterhin.
Auch von meiner Seite alles Gute – und: Man sieht sich.
@ Albatros
Werde mich mal etwas zurückziehen.
Sind ja jetzt mehr Schreiber als die ehemals 2 vorhanden.
Lieber Albatros, hoff bin nicht Teil/ Grund Ihres Weggehens? Fühle mich als Neuzugang fast etwas angesprochen. Ich bin ohne Geltungsbedürfnis im fühlbar sich aktuell schnell änderndem politischen Weltgefüge, zum Verstehen, Meinungsäussern und Lernen hier. Mit artigsten Grüßen
Aber nein, das hat mit Ihnen gar nichts zu tun.
Mehr als 2….läuft also auch mit weniger Text der «Alten» weiter.
Habe nur gerade Themen, die ich auf sozialerer Grundlage diskutieren möchte.
Gaza, fortschrittliche Entwicklungen, Geldströme, Gesellschaft, Praxis technischer Abläufe/Entwicklungen, und andere Fragen sind mir wichtiger als z.B. das Kaliber einer ukrainischen Einheit.
Ich tendiere mehr zu Veränderungen als z.B. bei Trump mit Gewalt etwas Positives hinein zu interpretieren.
Diesbezüglich habe ich einige Portale gefunden, die sich auch viel schneller bedienen lassen. Das Suchen nach Komm. entfällt. Spart Zeit für Diskussionen.
Werde hier aber immer mal wieder einhaken, aber nicht als mein «Hauptspielfeld».
Wenn es noch irgendwelche Zweifel an der willkürlichen Politik Ts. geben sollte, der lese hier:
https://www.jungewelt.de/artikel/515349.grenzenlose-macht.html?sstr=Grenzenlose%7Cmacht
@pleifel
Weiss nicht, ob das willkuerlich ist. Ich denke eher, das hat Strategie (und immer seinen Kronprinzen dabei mitdenken) – auch wenn ich ihn gern als «Irren» bezeichne.
Was die «junge Welt» betrifft, die lese ich eigentlich nach jahrelanger Abstinenz nur noch hier. Und ich muss sagen, da hat sich nichts geaendert. Da ist das Schwarz-Weiss-Denken (welches man auch mir immer mal wieder bescheinigt), zementiert. So zumindest mein Eindruck.
PS: Iran erinnert mich gerade an die letzten Tage der DDR. (Leider nicht so friedlich.)
Aber da kann ich mich auch taeuschen.
An welchen Kronprinzen denken Sie? JD oder Marco?
Wenn es nach Trump geht, JD. Der ist erstens näher an Trumps Linie und zweitens politisch das grössere Talent.
Ja. Ich dachte, das sei allen mittlerweile klar.
Und der ist schlau genug zu warten, bis seine Zeit gekommen ist.
(Rubio als Trumps Latino ist doch nur nuetzlich, wenn es gegen die Regimes in Lateinamerika geht, die noch mit der realsozialistischen Flagge wedeln.)
++PS: Iran erinnert mich gerade an die letzten Tage der DDR. (Leider nicht so friedlich.)++
Woran machen Sie das fest? An der hiesigen Berichtserstattung oder sind Sie live in Teheran?
Der war gut!
Sind Sie denn in der Ukraine live an der Front? Waren Sie in Syrien, im Irak, in Afghanistan live dabei zu Zeiten der voelkerrechtswidrigen Angriffskriffskriege? Die anderen hier beim Genozid in Gaza?
Wie sagt @ Izi immer: Ich lege keine Eier…
Und wie gesagt, ich kann mich auch taeuschen. Vielleicht wird’s auch wieder nur ein himmlischer Frieden.
Trump will wohl den Schah-Sohn installieren. Ich bin da eher skeptisch. Es gibt eben auch sehr viele Leute, die hinter dem islamistischen Regime stehen und die haben die Waffen.
In der DDR gab es eine revolutionäre Situation. Die Herrschenden konnten nicht mehr so weiter wie bisher. Viele von ihnen wussten oder ahnten das auch.
Soweit ich sehe, steht der Iran nicht an diesem Punkt. Man kann aber auch das anhand der Nachrichten nicht so genau wissen. Die schnellen Zusammenbrüche in Afhghanistan und Syrien hätte ich in dieser Form auch nicht erwartet.
«In der DDR gab es eine revolutionäre Situation. Die Herrschenden konnten nicht mehr so weiter wie bisher. Viele von ihnen wussten oder ahnten das auch.»
Sie und @Mymind haben natuerlich recht. Vielleicht ist dieser Artikel (siehe Link) wie auch viele andere aus dem westl. Lager nur Propaganda.
https://www.deutschlandfunk.de/iran-inflation-krise-protest-diktatur-100.html
Und ich haette eher schreiben sollen wie der Anfang vom Ende der DDR. Aber spontan kam mir es dann doch so vor, dass sich dieses Regime nicht mehr retten kann genauso wenig wie die DDR spaetestens nach dem Mauerfall.
Zumal Russland genauso wie beim ersten Angriff Trumps auf den Iran, bei Syrien und Venezuela derzeit anders beschaeftigt ist 😉
Na jut, wir werden es wohl in wenigen Wochen sehen, welchen Rueckhalt die Sharia-Republik noch hat und ob es ihr auch diesmal wieder gelingt, die Proteste im Blute zu ersticken.
Ach, was schreibe ich da denn wieder fuer ein Zeugs bzgl. DDR. Nicht der Mauerfall war der Punkt: Nach dem 9. Oktober ’89 in Leipzig war der Drops gelutscht.
(Und damals in jungen Jahren war ich nur verwundert, wie rasend schnell das gehen kann.)
Nach dem 09.11.1989 und einem Land, dessen Jugend, jedenfalls der größte Teil schon lange vor dem Leipziger Protestmarsch mit der DDer abgeschlossen hatte.
Mal schauen was die heutige Jugend so hinbekommt – in einem Land wo Infrastuktur auf 3 Tage Winter trifft.
Yo, ich habe mir den Otze angeguckt. Aber so extrem drauf war nur ein kleiner Teil der Jugend nach meinem damaligen Empfinden.
Da wuerde ich dann doch der Westlerin Juli Zeh recht geben: Man wurschtelte unter dem Radar, grenzte sich von Politik ab und setzte nicht so große Hoffnungen in sie.
Man muss doch nicht extrem drauf sein um mit der DDR abgeschlossen zu haben, oder? Es gab nicht nur die Punks, Blueser, Metalheads, Gothics, Simsons, Popper, Modler, Ärzte etc…..es gab einfach nicht den Planet Hollywood im Sozialismus mehr.
Otze ist ne andere Geschichte, mit dem Ende der DDR rafften ihn am Ende die Drogen des Kapitalismus dahin. Wir hatten nen guten Kumpel in der Szene, als der endlich von den Drogen weg war und den Sinn in ner Arbeit und Weiterbildung wieder fand starb er zu jung an einer Blutvergiftung, beim Wandern geholt. Jetzt sind wir eben nur zu zweit, die Bomberjacke mit seiner Punkerin und der Fan von Eldritch, der nie ein Gothic war.So sind sie, die Dinge des Lebens.
«Man wurschtelte unter dem Radar, grenzte sich von Politik ab und setzte nicht so große Hoffnungen in sie.»
Teils, teils. Ich hielt das System für veränderbar. War es dann ja auch, in einem anderen Sinne.
«wo Infrastuktur auf 3 Tage Winter trifft»
Das ist nett gesagt. Wenn mal Wetter ist, stellen wir bundesweit den Fernverkehr der Bahn ein.
Ich empfehle Aitmatows Roman «Der Tag zieht den Jahrhundertweg», in dem unter anderem die Bahnstation «Schneesturm-Boranly» vorkommt. Oder die Winterbahnszene in Japan mit Pius Gesell in Muschgs Roman «Im Sommer des Hasen».
«…in einem Land wo Infrastuktur auf 3 Tage Winter trifft.»
In den 60er Jahren gab es eine Bundesbahnwerbung: «Alle reden von Wetter, wir nicht» Im Bild eine Lokomotive, die durch das Schneegestöber fährt.
Man muss aber dem neuen Bahnmanagent zugestehen, dass es erkennt, dass die Deutsche Bahn AG eine Wetterlage, die damals normal war heute nicht mehr gewachsen ist. Mit Reparaturen wurde zwar endlich mal begonnen, aber der neue Autobahmminister hat schon das Ende der Sanierungen angekündigt.
Ich finde die neue DB-Chefin auch gut. Die ist ja nicht schuld an der Misere und kommt da auch nicht so schnell heraus, auch wenn sie alles richtig machen sollte.
«Nach dem 9. Oktober ’89 in Leipzig war der Drops gelutscht.»
Den Eindruck hatte ich damals auch. Ich war an dem Abend in der Kreuzkirche in Dresden, wo dann eine Delegation ankam, die in Leipzig an der Demonstration teilgenommen hatte und berichtete.
Sobald klar wurde, dass die Staatsmacht zurückgewichen war und dass es wohl eine Wende geben würde, begannen sich die anwesenden verschiedenen Oppositionsgruppen darüber zu streiten, wie denn diese Wende aussehen solle.
Ich habe an dem Abend so viel über Politik gelernt, wie nie sonst im Leben in so kurzer Zeit.
@izi
>>>Ich habe an dem Abend so viel über Politik gelernt, wie nie sonst im Leben in so kurzer Zeit.<<<
Ich nehme aber in dem Fall an, dass dies an dem Abende eher sehr ernüchternd für Sie gewesen sein muss?
Ent-Täuschung setzt voraus, dass man sich vorher getäuscht hatte.
@izi
>>>Ent-Täuschung setzt voraus, dass man sich vorher getäuscht hatte.<<<
Jetzt muss ich mal Erbsenzählen…
Ich sprach nicht von ENTTÄUSCHUNG, sonderen von ERNÜCHTERUNG.
Na jut, dann war man halt vorher trunken 😉
«auch wenn ich ihn gern als «Irren» bezeichne»
Das eben ist das Problem, das fast die gesamte linke Seite mit Trump hat. Sie fällt auf die absichtliche Zurschaustellung von widersprüchlichen und primitiven Aussagen herein und glaubt, das sei Trumps Denken.
Ist es aber nicht. Das ist nur seine Art von Kommunikation, um das zu erreichen, was er erreichen will. Und damit ist er bisher ziemlich erfolgreich. Die andere Seite findet einfach kein Mittel.
Sollte Trump ein Mittel für einen (wenn auch bescheidenen und kurzlebigen) wirtschaftlichen Aufschwung für die Massen ab Mitte 2026 finden, könnten die Midterm Elections ganz anders ausgehen, als die meisten Linkien jetzt hoffen. Es ist nämlich so, dass die Linke immer noch keine eigenen Politik hat. Sie ist nur Kontra-Trump.
«Es ist nämlich so, dass die Linke immer noch keine eigenen Politik hat. Sie ist nur Kontra-Trump.»
Das will ich gar nicht bestreiten. Aber Kontra-Trump ist nicht automatisch links.
Und manchmal reicht genau das.
«Und manchmal reicht genau das.»
Mir würde scheinen, dass es im Herbst 2024 auf dramatische Weise nicht gereicht hat.
Wer eine Harris aufstellt, braucht sich nicht zu wundern, wenn er einen Trump bekommt.
Mir fallen auf Anhieb fünf Demokraten und Demokratinnen ein, die das Zeug haben, gegen J.D. Vance eine Präsidentschaftswahl zu verlieren (Harris nicht mitgezählt). Der gegenwärtige Gouverneur von Minnesota ist einer davon. Allerdings war Harris Vizepräsidentschaftskandidat zuletzt etwas glücklos und ist selbst zum Schluss gekommen, dass er sich angesichts der Ergebnisse seiner Amtsführung besser nicht um eine Wiederwahl zum Gouverneur im Herbst 2026 bewerben sollte. Er wird uns wohl kaum als Präsidentschaftskandidat 2028 wiederbegegnen.
Wenn Sie einen 500-Millionen-US-Dollar-Schaden besichtigen wollen, dessen Entstehungsgeschichte die meisten von Trumps innenpolitischen Argumenten stützt – das ist er.
Yo, da truebt Ihr Schein nicht.
Aber mir wuerde scheinen, dass davor die Demokraten regiert hatten. Fuer die Mehrheit wohl mehr schlecht als recht. Und davor Trump 1.0. mehr schlecht als recht.
Und na ja jetzt regiert Donroe…
Muster schon erkennbar? 😉
Das verstehe ich jetzt nicht. Es geht um Minnesota.
Na, aber 😉
Was gibt es denn daran nicht zu verstehen?.
«In langen Interviews mit dem Sender Fox News und der Tageszeitung New York Times (NYT) hat Trump in den vergangenen Tagen reichlich Raum bekommen, die imperialistische Machtpolitik seiner Regierung zu rechtfertigen und seine Weltsicht darzulegen.»
Darum ging es, um nicht mehr und nicht weniger. Für mich zumindest reichten die Zitate bereits aus. Um ’nur‘ noch zu bestätigen, was vorher bereits klar war.
Und was das «Schwarz-Weiss-Denken» der jw betreffen soll, die doch tatsächlich immer noch für einen längst überfälligen Systemwechsel schreiben, tja da bedarf es zumindest einen Rahmen mit erkennbaren Konturen, wie man das erreichen kann und wie es dann aussehen könnte.
Nicht als starres System, sondern als einen Prozess, also mit ständigen Veränderungen an eine sich weiter entwickelnde Gesellschaft, wo die Wirtschaft genau dazu dient, dieser dynamischen Gesellschaft zu ‚dienen‘.
In dieser Hinsicht wäre ich dann auch ein «Schwarz-Weiss-Denker», da ich ziemlich klare Vorstellungen davon habe, wie eine Transformation dahingehend aussehen könnte.
Das GG selbst beinhaltet bereits Elemente dafür. Und man wendet es auch immer mal wieder an, wenn es den sogenannten ‚öffentlichen Interessen‘ dienen soll. Also z.B. dem Interesse von RWE, wenn der Tagebau ausgeweitet werden soll.
Nachtrag: ist an @Nera kommentiert.
«die doch tatsächlich immer noch für einen längst überfälligen Systemwechsel schreiben»
Das ist wohlfeil. Welcher Systemwechsel? Die jw hat ja gar kein System zum Wechseln im Angebot. Wie die Linke insgesamt keines hat.
Das Schlechtere ist der Freund des Schlechten, sozusagen.
«Das ist wohlfeil.»
Eine ungebräuchliche Formulierung, die wohl ein wenig dimmen soll, was Sie eigentlich meinen: https://www.openthesaurus.de/synonyme/wohlfeil
Nun gut, mag die Linke in ihren Augen auch keine konkrete Vorstellung mehr vom Systemwechsel haben (vielleicht trifft das sogar in der Schweiz zu), ist es gerade nicht die jw, der es daran mangelt.
Thema z.B. dieser RLK von 2019: https://www.jungewelt-shop.de/Broschuere-RLK-2019
Jedenfalls dürfte der Kapitalismus auf den jetzigen Grundlagen nicht mehr reformierbar sein.
Stimmt. Der jW mangelt es nicht an den alten Parolen mit grossem Pathos. Ich war selber bei einigen dieser Konferenzen dabei. Aber man bleibt eben dann in seiner Blase.
Die unterdrueckten Massen in den westlichen Demokratien erreicht man damit jedenfalls nicht. Auch nicht, wenn man da die anti-US-Autokraten aller Welt auf seiner Seite hat.
«Auch nicht, wenn man da die anti-US-Autokraten aller Welt auf seiner Seite hat.»
Sie dürfen ruhig auch etliche demokratische Staaten dazu zählen, die nach westlichem Verständnis akzeptable Wahlen durchgeführt haben.
Aber es dürfte zutreffend sein, dass gewisse Linke (Altlinke?) immer noch im sprachlichen Horizont der Vergangenheit stecken geblieben sind und daher wahrscheinlich viele Bürgerinnen dann auch nicht (mehr) erreichen, bzw. sogar gegenteilige Reaktionen verursachen.
Ganz abgesehen von den vielen Streitereien der Linken, wo Differenzen zu regelmäßigen Spaltungen geführt haben.
Mein Eindruck bei der jw ist aber schon (über den Verlauf vieler Jahre), dass sich dort vermehrt immer wieder sehr lesbare Beiträge und Hinweise finden und die ideologische Denke sich reduziert hat.
Wie gesagt, mein persönlicher Eindruck, der sich natürlich im Laufe der Jahre auch ein wenig ‚getrübt‘ haben kann. 🙂
«Sozialismus oder Barbarei» zu schreiben, finde ich angesichts der geschichtlichen Tatsachen ziemlich unverfroren.
RLK 2019 in Berlin
Plakative Formulierungen disqualifizieren nicht die zugrundeliegenden Vorstellungen, wie eine gerechtere Welt jenseits von Kapitalismus und einseitiger Macht angestrebt werden kann/sollte.
Aus teilweise negativen Erfahrungen, die Sie wahrscheinlich persönlich erfahren haben (im Westen natürlich ideologisch verzerrt einseitig dargestellt), lässt sich jedenfalls orientieren, was man also daraus gelernt und zukünftig vermeiden sollte.
Da ist jeder praktische Input willkommen, solange es zu einer Entwicklung führt, die die jetzigen Misstände zu überwinden hilft.
Allerdings nicht im weitgehend angepassten Modus deutscher Gewerkschaften, die sich mittlerweile darauf beschränken, den Prozess der ‚Entdemokratisierung‘ zu begleiten, indem sie sich in die ständige Kooperation begeben, bzw. sich mit den zeitlichen Verzögerungen der Arbeits- und Lebensverhältnisse zufrieden geben, die sie durch ihre Aktionen ‚erkämpft‘ haben.
Also sich mit den systemischen Krümeln zufrieden geben, die man ihnen noch überlässt. Das allerdings hat keine Zukunft, logischerweise dann auch nicht für solche Gewerkschaften!
«was man also daraus gelernt und zukünftig vermeiden sollte»
Ich sehe, wie die linken Aktivisten sich, z.B. in den USA, sogar untereinander, behandeln. Ich sehe in ihrem Umgang mit Leuten mit anderer politischer Meinung das, was früher geschehen ist. Die haben nicht die Macht wie unter Mao, aber bei einigen ist die Psychologie die gleiche wie in der Kulturrevolution.
Ich sehe nicht, dass irgendwo gelernt worden wäre.
Abgesehen davon sehe ich keinen Entwurf für einen Staat und für die Wirtschaft, die funktionieren könnten. Wenn Sie vom Kapitalismus weg wollen, wie genau wollen Sie denn dann die Wirtschaft und Verteilung organisieren? Wollen Sie freie Wahlen und Gewaltenteilung? Wie weit soll Privatbesitz noch gehen können? Wer soll wie die Löhne und Gehälter festlegen? Wer die Preise? Wie vermeiden Sie Mangelwirtschaft?
Ich sehe keine Antworten.
«Ich sehe keine Antworten.»
Vielleicht, weil Sie einzelne Fehlentwicklungen als Beweis verallgemeinern?
Und Sozialismus als vermutlicher Blockadegedanke bedarf wohl einer ‚Runderneuerung‘, allein schon die Vorstellung erst mal zuzulassen, dass eine grundsätzliche, volksdemokratische Diskussion begonnen wird, die sich jenseits einseitiger (trennender!) Parteigrenzen verortet, um halt diese Gesellschaft transformieren zu können.
Dabei müssen allseitig akzeptierte (und abgestimmte) Prämissen gelten, die allemal die Gewaltlosigkeit als Nr. 1 beinhaltet.
Daraus können sich auch pluralistische Entwicklungen ergeben (durchaus wahrscheinlich, die sich dann friedlich ergänzen), aber keinesfalls mehr in die kapitalistischen Extreme zurückfallen.
Nur, die beharrenden Kräfte werden dieser Entwicklung nicht gewaltlos zuschauen! Das dürfte auf der Hand liegen und dagegen bedarf es tragfähige Strategien.
«Vielleicht, weil Sie einzelne Fehlentwicklungen als Beweis verallgemeinern?»
Der war gut. Es ist eine konsistente Serie von Fehlentwicklungen. Wo immer das Experiment versucht wurde, ist es misslungen.
Mensch, Sie machen wohl Ueberminuten? Oder sitzen Sie schon wieder im Flieger?
Da haben Sie mir glatt meinen Gedanken gestohlen 😉
Allerdings da duerfen Sie um die Ereignisse rund um den Platz des himmlischen Friedens ’89 auch keinen Bogen machen, nur weil es dann eventuell den Zerfall des Riesenreiches verhindert hat.
Das Experiment mit dem Uebergang zu einer kapitalistischen Wirtschaftsform in China ist aber nicht misslungen.
«dass eine grundsätzliche, volksdemokratische Diskussion begonnen wird»
Das war doch möglich, wäre es vermutlich sogar immer noch, wenn es irgendwen interessieren würde.
In der Schweiz kann man über wesentliche Fragen direktdemokratisch abstimmen. Im Durchschnitt ist das Interesse der Stimmberechtigten mäßig.
In der Bundesrepublik D ist es grundsätzlich meistens möglich gewesen, solche Diskussionen mit Publikationsorganen oder auf Veranstaltungen zu führen, so lange das gewaltlos blieb und keine anderen Gesetze verletzte. Es ist dabei kein überzeugendes Gesamtkonzept herausgekommen.
@ Izi
«Das Experiment mit dem Uebergang zu einer kapitalistischen Wirtschaftsform in China ist aber nicht misslungen.»
Ja. Und das hatten wir schon mal diskutiert.
Es ist nur so, dass ich es nie verstehen werde, dass man wg. so eines «Experimentes» unzaehlige unschuldige Menschenleben opfern muss.
Und das nicht in aller Klarheit verurteilt.
«unzaehlige unschuldige Menschenleben opfern muss»
Sie sitzen westlicher Propaganda auf. Selbst die deutschsprachige Wikipedia, die das ganze als Massaker bezeichnet und klar verurteilt, schreibt Folgendes:
«Am Abend des 3. Juni bewegten sich Soldaten in voller Ausrüstung mit Schützenpanzern aus mehreren Richtungen auf die Innenstadt zu. Gegen 21:00 Uhr stießen diese Einheiten auf der dritten Ringstraße in der Nähe der U-Bahn-Station Gongzhufen auf eine Barrikade, von der aus sie mit Steinen beworfen wurden. Das Militär schoss mit scharfer Munition auf die Menge, wobei mehrere Personen getötet oder verletzt wurden. Zwei bewaffnete Soldaten, die von den Lastwagen abgesprungen waren, wurden daraufhin von der erzürnten Menge gelyncht.»
Insgesamt wurden einige Dutzend Sicherheitskräfte getötet. Die Demonstrationen waren nicht friedlich. Nicht alle Zivilisten, die dort ums Leben kamen, waren unschuldig.
Am 19. Mai hatten zunächst unbewaffnete Einheiten versucht, den Tian’amen-Platz zu räumen. «Armeelastwagen wurden lahmgelegt, indem die Reifen durchstochen und Verteilerkappen herausgerissen wurden.»
Verstehen Sie mich nicht falsch. Das Vorgehen des Militärs vom 2. bis 5. Juni 1989 war nicht angemessen. Die Eskalation, bei der Dutzende Sicherheitskräfte ums Leben haben, ging von der Staatsführung aus zu einem Zeitpunkt, zu dem ein Teil der Studenten die Demonstrationen bereits beenden wollte. Es ist aber auch so, dass die radikalisierten Studenten ein sehr kleiner Teil der Gesamtbevölkerung und auch der Bevölkerung Beijings waren. Dass die Staatsführung prinzipiell diese Demonstrationen nach mehr als einem halben Monat Blockade der Innenstadt auflösen lassen wollte, war abgesehen von der Art und Weise richtig.
Nee, ich verstehe Sie nicht falsch.
Die Diskussion hatten wir schon mal. (Uebrigens mit @ Sandra.) Hier:
https://blog-samstagern.ch/2024/08/31/gesinnung-oder-verantwortung/
Ich habe nur das Talent, immer wieder in alte Wunden reinzustechen. Weil ich es nicht verstehen kann, dass ausgerechnet Leute wie Sie so denken.
«Es ist aber auch so, dass die radikalisierten Studenten ein sehr kleiner Teil der Gesamtbevölkerung und auch der Bevölkerung Beijings waren.»
Ja, aber so faengt es doch immer an! Die Mutigsten oder Wuetesten preschen erstmal vor. Man selber wartet ab wie das Regime darauf reagiert. Und wenn es seine Brutalitaet zeigt, ist erstmal fuer ’ne ganze Weile Ruhe.
Ein System, dass sich nur mit brutaler Gewalt und Repressionen halten kann oder sich davor fuerchtet, dass ansonsten ihm ihre ganze Konstruktion um die Ohren fliegt, dort sollte sich jedenfalls die fuehrende Partei nicht kommunistisch nennen. Und das Land auch nicht «Volksrepublik».
Leider kommen wir da zu keinem gemeinsamen Nenner. Schade, aber dann ist das eben so.
Gibt ja auch noch andere Themen. Z.B. die Sache mit Vance 😉
++Wenn es noch irgendwelche Zweifel an der willkürlichen Politik Ts. geben sollte,…++
Ja ich habe Zweifel, dass diese Politik eine willkürliche Politik sein soll. In meinen Augen ist sie vielmehr eine systemische US-Politik. Warum das so ist, steht sogar in dem JW-Beitrag:
» Die Interessen der herrschenden Klasse in Washington stehen über dem Recht. Neu ist, dass der US-Präsident dafür keine fabrizierten Rechtfertigungen mehr vorschiebt.»
Den finde ich für eine «Medienschau» jetzt eher dünn. Ich habe ungläubig versucht weiterzuscrollen, ob da noch etwas kommt.
Zu D.T. ist doch eigentlich alles klar. Die Hinterlassenschaft des DDR Staatsbürgerkundeunterricht (dem ich ausgesetzt war) hatte wirklich viel üblen Hirnwäscheineinfluß, jedenfalls 100%ig was die Sozialismus und DDR Eigenbetrachtung betraf. Mit Blick aufs real-westliche Kapitalismusgebahren «alles für den Aktionär» ist dieser Imperialismus eigentlich schlimmer als beschrieben. Und D.T. irgendwie zu verkomplizieren halte ich für blose Gedankenverkorkung. Er ist der Elefant im Raum, der exakt personifizierte Imperialist, mit den beiden Interessen Macht, mehr Macht alle macht und Geld. Als er noch vom Testosterönschenspiegel geplagt wurde, warns auch noch Sexarbeiterinnen. Und ich sehe es genauso, daß der gefährliche Hintergrund viel diskussgewichter ist. Es gab vor Wochen eine vielteilige Podcastserie, ich glaube im MDR über solche Hintergrundmänner wie P. Thiel. Diese handelte von seinem Wertegang, Seinen Interessen und Zukunftsvorstellungen. Da wird alles reinverwurstet was genau in die Kategorie Machtzunahme und Geldmaximierung reinfällt. Ich glaube auch richtig verstanden zu haben, daß P. Thiel einst die Verbindung Vance-Trump hergestellt haben soll. Wenn das mal keine Verschwörung ist. LG aus Saxn
«über solche Hintergrundmänner wie P. Thiel»
Na, na. Ich bitte doch um mehr Respekt für den Schirrmacher-Preisträger von 2021. Leider war damals der ins Auge gefasste Laudator, der damalige österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz, kurzfristig verhindert (Reinhard Fendrich hatte wieder mal «Tango corrupti» gesungen).
Nils Minkmar, der den 2014 verstorbenen Schirrmacher aus der gemeinsamen Zeit bei der F.A.Z. kannte, befand damals, dass Schirrmacher sich im Grabe umgedreht haben musste. Ich gebe Minkmar recht, denn ich habe Schirrmachers «Ego» gelesen. Thiel verkörpert recht eigentlich das, was Schirrmacher als verderblich ansah.
Man kann halt Pech mit seinen Erben haben, bekommt das dann aber hinterher glücklicherweise nicht mehr mit.
Thiel hat damals auch eine Dankesrede gehalten. Die NZZ hat sie sogar veröffentlicht. Ich persönlich halte die Gedankenführung in dieser Rede für konfus.
Thiel ist zweifellos hochintelligent. Er ist einer der besten Schachspieler der USA. Aber ich fürchte, er ist intelligent in dem Sinne, in dem es eine KI ist – und die KI spielt dann doch noch besser Schach.
Eine hilfreiche Liste von Links und Referenzen aus dem Buch ‚Friedenstüchtig‘ von Fabian Scheidler:
https://fabian-scheidler.de/wp-content/uploads/sites/2/2025/09/anmerkungen_friedenstuechtig.pdf
«Wo immer das Experiment versucht wurde, ist es misslungen.»
‚Experimente‘ im Normalverständnis werden unter allgemein anerkannten Bedingungen getestet. Es ist quasi die Voraussetzung dafür!
Was nun diese Utopie betrifft, dürfte sie vor allem am äußeren Widerstand gescheitert sein (nicht nur!), was diese ‚Reinraumbedingungen‘ konsequent behindert, bzw. mit destabilisierenden, ggf. kriegerischen Mitteln verhindert hat.
Die Ursache des heutigen Zustands im Iran ist genau darauf zurückzuführen, also neue Wege zu beschreiten, die in der jeweiligen Epoche den Mächtigen missfallen hatten. Daran hat sich bis heute nichts geändert.
Nur, das T. es jetzt ganz unverblümt ausspricht, ohne sich dabei irgend etwas aus ‚den Fingern zu saugen‘ (was auch sporadisch von seinen Vorläufern gemacht wurde).
Es gibt in der Politik keine Reinraumbedingungen. Die Experimente sind überall daran gescheitert, dass dieses System wirtschaftlich weniger leistungsfähig ist, weil die Ressourcen nicht angemesssen gelenkt werden.
Die Ursache des heutigen Zustands im Iran ist in erster Linie in der Ideologie der dort Herrschenden zu suchen.
Rückblick, Rückblick, der heutige Zustand ist doch nicht vom Himmel gefallen.
Und auch der Schah wird nun wieder aus der Kiste geholt, wie es bereits einmal 1953 mittels GB und USA der Fall war.
Wenn Staaten Entwicklungen beschreiten, die den wirtschaftlich/politischen Interessen des Westens nicht entsprechen, dann wird halt dafür gesorgt, dass sich das ändert. Und so ist das bis heute geblieben.
Der sogenannte ‚Hinterhof der USA‘ ist das beste Beispiel dafür.
Also, der ohnehin schwierige Prozess auf dem Weg zu demokratischeren Gesellschaftsstrukturen wurde und wird immer noch durch äußeren Druck und/oder innere Eingriffe verhindert, spätestens dann, wenn sich da etwas positives, neues entwickelt und dadurch die Geschäfte der Industriestaaten beeinträchtigt werden. Zumal dann, wenn da Staaten wie China oder Russland auftauchen und die westliche Hegemonie bedrohen.
Alles kalter Kaffee.
«Wenn Staaten Entwicklungen beschreiten, die den wirtschaftlich/politischen Interessen des Westens nicht entsprechen, dann wird halt dafür gesorgt, dass sich das ändert.»
Als mathematisch interessierter Mensch finde ich, dass allgemeine Behauptungen durch ein Gegenbeispiel widerlegt werden können.
China.
Endspiel
Da ich Fussballfan bin, weiss ich, dass wir erst in der Finalrunde sind.
«China»
Auf dem hier diskutierten Gebiet gelten andere Regeln, jedenfalls nicht die, was Misserfolg im Einzelfall betrifft, um daraus zu widerlegen. Zudem gilt es zu klären, ob es primär aus den inneren Prozessen heraus erfolgte oder durch äußere Eingriffe gezielt verhindert/zerstört wurde.
China ist zudem ein besonderer Fall, aufgrund von Größe, Tradition und der Fähigkeit, langfristig zu denken und zu planen. Darin sind sie dem Westen überlegen und haben zudem genutzt, was der Westen sich früher bei der Industrialisierung mittels Schutzzöllen erreicht hat, also sich eine eigene Industrie aufzubauen.
Allerdings ist China da intelligenter vorgegangen (und musste auch erst den Kolonialismus/Honkong usw. überwinden), da sie den Spieß umgekehrt haben und den Westen selbst aufgrund derer neoliberalen Denke/Märkte in die Abhängigkeit von China gebracht hat, derart, dass westliche Konzerne die restriktiven Maßnahmen der eigenen Regierungen unterlaufen, da es andernfalls ihren Profit bedrohen würde.
Indien könnte ein weiterer Kandidat sein, bedarf dann aber wohl engerer Kooperation mit China und das bringt gewisse Probleme mit sich.
Wie auch immer, der Prozess einzelner Staaten hinsichtlich mehr Demokratie, scheitert zumeist an dem darauf folgenden Druck anderer Staaten (allemal der USA), wenn es deren Interessen beeinträchtigt: sprich, die Profite und den Einfluss reduziert.
Das dürfte nach Auflösung des Warschauer Pakts der Hauptgrund sein und natürlich auch durch die vorher installierten Regime, die in der Blockkonfrontation erzwungen wurden.
Daraus resultierte auch in diesen Ländern eine starke Klientel mit viel Geld/Macht und Beziehungen, die dann zur ständigen Unruhe und/oder Destabilisierung demokratischer Entwicklungen dienen.
Also business as usual.
Der Punkt bei China ist, dass es mit einem sozialistischen Wirtschaftssystem partout nicht funktionierte, nach Dengs Uebergang zu einem kapitalistischen aber sehr wohl.
«Dengs Uebergang»
Halt ein Mischsystem.
Darauf können wir uns einigen. Etwas mehr staatliche Planung und öffentlicher Besitz in manchen Branchen wären sinnvoll und machbar. Aber wenn alles da sein soll (und genug Zukunftsinitiative) kommt man um einen beträchtlichen Teil Marktwirtschaft nicht herum. Ich kenne zumindest keinen Fall, wo das geklappt hätte. Selbst in Kuba haben sie das in gewissem Grade eingesehen.
In Nordkorea nicht. Das Land produziert nicht einmal genug Reis und Mais für die eigene Bevölkerung. Das Bruttoinlandsprodukt pro Kopf liegt auf dem Niveau schwarzafrikanischer Länder ohne Rohstoffe. Ringsum in der Region liegt es überall viel höher, von Südkorea zu schweigen. Und nach dem 2. Weltkrieg (sogar bis etwa 1970) hatte Nordkorea die besseren wirtschaftlichen Bedingungen als Südkorea. Die unterschiedliche Entwicklung war auch nicht sanktionsbedingt. Korea ist das Paradebeispiel dafür, dass reine Planwirtschaft nicht funktioniert.
«Planwirtschaft»?
Also, ich zumindest würde es für äußerst sinnvoll halten zu wissen, ob nach Beendigung meines Studiums (als Beispiel) auch die entsprechenden Arbeitsplätze noch vorhanden wären.
Ich kenne noch die Situation in den 70ern, als z.B. in unserem Bereich der EDV überwiegend studierte tätig waren, die sich diese Alternative gesucht hatten, um nicht Taxi zu fahren (davon gab es auch reichlich).
Und einfach deshalb, weil man es dem Markt überlassen hat, wie sich das mit den Arbeitsstellen/Jobs so zufällig entwickelt.
Nun haben wir aber heute alle technischen Voraussetzungen, mit intelligenter Nutzung der Bevölkerungsdaten und dem zukünftigen Bedarf, der vor allem für die öffentliche Daseinsversorgung benötigten Personen, zu planen.
Öffentliche Zahlen/Bedarfe also der einzelnen Berufszweige (Altersstrukturen, Menge) in den Jahren aufzuzeigen, anhand dessen sich vor allem die jüngeren orientieren könnten, um es nicht dem Zufall zu überlassen.
Und zu vermeiden, etwas zu lernen, was später nicht mehr gebraucht wird, zumindest nicht im geplanten Job (man kann es natürlich trotzdem so machen). Verschwendung also in jeder Hinsicht könnte vermieden werden.
Des weiteren gilt es den großen Rahmen zu setzen, was für die zukünftige Basis als notwendig erachtet wird. Also z.B. ein staatliches Bahnsystem, das die Qualität Schweizer Verhältnisse anstrebt.
Eine weitgehend ökologisiertes Gesellschaftssystem, was auf Stabilität ausgerichtet wird und dem Zufall die Räume belässt, wo Innovation gewünscht wird.
Also eine Struktur, die beides beinhaltet, Sicherheit und Risiko so verbindet, damit niemand mehr durchs soziale Netzwerk fallen muss.
Also etwas, was von den Möglichkeiten heute in D. längst möglich wäre, aber immer noch an der neoliberalen Ideologie scheitert. Und dieser Irrweg zurzeit sogar noch verstärkt wird.
@pleifel
>>>Also etwas, was von den Möglichkeiten heute in D. längst möglich wäre, aber immer noch an der neoliberalen Ideologie scheitert.<<<
Sagen Sie doch bitte einmal konkret, was möglich wäre in Dt., aber nicht dazu führt, dass die Wirtschaft irgendwann kollabiert?
Das, was zur Zeit gemacht wird, ist doch nicht zukunftsweisend?
Oder besser gesagt, es KÖNNTE zukunftsweisend sein, aber nur GEMEINSAM.
Sehen Sie irgendwo eine GEMEINSAMKEIT, die dazu in der Lage wäre, diese Probleme, die ja wirklich existieren, in dieser Art anzugehen?
Marx hat gesagt: In den am weitesten wirtschaftlich entwickelten Industrieländern GEMEINSAM.
Was schlagen Sie vor?
Einen deutschen Sonderweg?
Gestern wurde, auch bei ARD und ZDF, behauptet, die von Russland auf die Westukraine abgeschossene Oreschnik-Rakete habe auf zivile Struktur zur Energieversorgung gezielt. Grundlage der Behauptung waren wohl Angaben auf Telegram, der Schlag habe eine unterirdische Gasspeicheranlage in Stryi in der Region Lwiw getroffen.
Das Institute for the Study of War (ISW) widerspricht dem jetzt. Tatsächlich galt der Angriff wohl einem Rüstungsbetrieb, dem staatlichen Flugzeugreparaturwerk im Südwesten der Stadt Lwiw.
ISW vermutet, dass es der eigentliche Grund für den Schlag war, europäische Staaten von der Stationierung von Truppen in der Ukraine abzuschrecken. Diese Vermutung teile ich.
Sorry, aber ich muss da mal was testen…
Und jetzt macht mal alle die Glotzen auf und zwar gleich (die vier Schlagzeilen ganz oben)
Seht ihr das, was ich sehe<? 🤣
@nera
Was ich oben sehe?
Die vier Nachrichten?
t-online
Ntv
Euronews.com
taz.de
Lösen Sie das Quiz auch auf?
«Lösen Sie das Quiz auch auf?»
Und bei mir zeigt sich wiederum was ganz anderes.
@pleifel
>>>Und bei mir zeigt sich wiederum was ganz anderes.<<<
Das kann eigentlich auch nicht anders sein.
Mich würde aber brennend interessieren, welcher VERSCHWÖRUNG nera denkt, damit auf der Spur zu sein. 😂😅🤣
«VERSCHWÖRUNG»
Das ist ja die Sauerei, ständig werden die Inhalte des Links/der Seite ausgetauscht! 🙂
@pleifel
Merken Sie was?
Wir beiden sind die einzigen Bleeden, die auf nera reingefallen sind😒😖
Sie selber lacht sich eins.
So sind se halt, die emanzipierten Frauen aus dem Osten 😂😅🤣
@ pleifel & @ Oberst
Nur ganz kurz, weil der Ball rollt gerade wo anders.
hiermiet ist der Test beendet.
Alles gut! Die junge Welt mit «Raketenangriff als Signal» ist nun forte.
Ich hatte nur Sorge, dass der Russe schon google uebernommen haette 🤣
@nera
Ich kann aber auszugsweise berichten:
«Der ukrainische Abgeordnete Olexij Gontscharenko schrieb, wenn der »Oreschnik« in 15 Minuten bis nach Lwiw fliegen könne, dann sei es kein prinzipieller Unterschied, ob er in 20 Minuten Warschau erreichen könne. Zumal nach Angaben aus Minsk inzwischen Exemplare der Rakete in Belarus stationiert worden sind, was die Anflugzeiten nochmals verkürzen würde.»
Immerhin hatter nur von Warschau gesprochen.
Bis Berlin wären es nach meiner Überschlagsrechnung dann halt 25 Minuten.
Da müssense langsam die schnelle Notevakuierung im Bundestag trainieren. 🤔
«Bis Berlin wären es nach meiner Überschlagsrechnung dann halt 25 Minuten.»
Und nu? Das sind 20 Minuten mehr als die russischen Atomraken brauchen, welche seit Jahren in Kaliningrad stationiert sind.
«wo Infrastuktur auf 3 Tage Winter trifft»
Wer hat, ich glaube 78/79 den Winter miterlebt, bewußt und ist wie durchgekommen?
Ich war zwar erst 12 Jahre alt, aber mein Vater war für einen grossen Teil eines grossen Chemiewerks verantwortlich. Lustigerweise haben wir heute früh bei unserem Videotreffen darüber geredet. Weil es teilweise mit den Bussen wirklich nicht ging, wurden Fahrdienste organisiert, um die Leute aus ihren Dörfern zur Arbeit zu holen.
Der Temperatursturz ging extrem schnell. Die feuchte Rohbraunkohle fror in den Schächten des Kraftwerks fest. Die Lage war wirklich dramatisch, mein Vater kaum noch zu Hause.
Aber einen derartigen Defätismus wie in der jetzt zu Ende gehenden Woche in Deutschland gab es damals in der DDR nicht, wenigstens in Schwarzheide nicht. Es wurde mit aller Kraft gekämpft, die Dinge am Laufen zu halten oder wieder zum Laufen zu bringen. Das haben die Zürcher Verkehrsbetriebe übrigens gestern auch getan.
@u_S
>>>Wer hat, ich glaube 78/79 den Winter miterlebt, bewußt und ist wie durchgekommen?<<<
Ich war damals im letzten Dienstjahr als Uffz. an der Uffz. Schule Zwickau.
Damals fuhren Panzer raus, um das Eis auf den Strassen aufzubrechen.
Ich selbst war Silvester 78/79 in Chemnitz. Wir waren auf einer Silvesterfeier in irgendeiner grösseren Kleingartenkneipe.
Da gab es einen kurzzeitigen Stromausfall. Ich weiss nicht mehr, wie lang.
Es ging jedenfalls irgendwann weiter…
Rückzu auf dem Weg nach Hause, warteten wir dann auf die Strasssenbahn.
Ich weiss nicht mehr, ob die kam. Ich selbst konnte zu Fuss gehen.
Auf alle Fälle war es kalt, wir waren alkoholisiert und sind deshalb in eine Telefonzelle gegangen und haben dort versucht, ein Telefonbuch anzuzünden, zwecks Wärmegewinnung…
Beachte: Telefonzelle, 3 Personen darin, Telefonbuch anzünden…
Wie gesagt, der Alkohol…
Ansonsten war der Winter in der Form für mich nicht so sensationell schlimm.
Im nachhinein hat man dann aber erfahren, was im Norden los war.
Aber da hat sich eigentlich gezeigt, dass das damalige System NICHT so schlecht war.
Die Führung war allerdings unter aller Sau.
Vielleicht lag es auch nur an den mangelhaften Kommunikationsmöglichkeiten.
Ich habe nur vage Erinnerungen, wir haben es aber überlebt.
Problem: Kein Strom, später nur Stundenweise, immerhin konnte das Haus warm gehalten werden. Braunkohle auf dem Dorf war die bevorzugte Methode, auch bei Heizkörper im Zimmer. Bei uns hatte es 4 Öfen/einer davon auch einer zum Kochen an zwei Schornsteinen. Essen war kein Problem. Im Dunkel helfen nur Kerzen und Brett/Kartenspiele. War ja ab 16uhr so weit. Essen wurde vom Kühlschrank in den Vorbau ausgelagert, da war es kalt. Schee wurde in der Waschküche im Kessel aufgetaut, wer Schlachtung zu Hause betrieb kennt das ja, der Wurschtkessel.Toilette musste ja auch funktionieren.
Tagsüber wurde Schnee geschippt, um sich frei zu schaufeln, auch die Tiere im Stall brauchten ja Betreuung.
Ich kann mich an gefühlt 3 Meter hohe Schneewände erinnern, um den Weg ins Nachbardorf mit Bahnhof freizubekommen.
Heute: Ein Land in heller Aufregung: Die Deutschen haben verlernt, was Winter heisst. Die Grünen fordern in Berlin, dass der Staat die Gehwwege miträumt. Ich frage mich dann wie das damals überlebt werden konnte. Hinter der Bezahlschranke der NZZ ist das polemisch beleuchtet.
Ich frage mich, wie die Ukrainer das ueberleben. Und dort ist es hauptsaechlich menschengemacht.
Aehm…Sorry, hatte ich was gesagt?
Wollt ich nicht. Ist ja nicht unser Krieg.
*Ich frage mich, wie die Ukrainer das ueberleben. Und dort ist es hauptsaechlich menschengemacht.*
Manch eine und einer sind in Thüringen gelandet, haben ne schöne Mietwohnung, zB. im DG der …., arbeiten hart und freuen sich im kühlen Sommer auch den Heizkörper mal aufdrehen zu können.
@u_S
Ich weiss, dass es im Norden ganz schlimm gewesen sein muss.
Ich kann mir auch vorstellen, dass es in den Berglagen schlimmer war.
Chemnitz ist auf 400 üM.
An grossartigen Stromausfall kann ich mich nicht erinnern.
Allerdings war es in der Braunkohle wirklich nicht einfach.
@izi hat ja davon berichtet.
…ja, im Norden. Nun, dann haben sie in Nischeltown Glück gehabt. Aus St.Moritz, ähm Oberhof kamen ganz andere Nachrichten. Siehe MDR. Nur, es geht dann eben darum alles am Laufen zu halten, miteinander. Heute sieht das schon ein wenig anders aus.Wie, wo issen der Winterdienst? Ich nehm jetzt einfach mal die örtlichRegierung im Rathaus. Die stapfte halt, ich glaub vor 15 JAhren oder so im Schnee zur Arbeit. Räumen, weil es war wirklich viel Schnee. Ich doch nicht, und wenn der Hausmeisterdienst nicht kommt, ja dann isses halt so…
» Ich doch nicht, und wenn der Hausmeisterdienst nicht kommt, ja dann isses halt so…»
Das bringt das Problem auf den Punkt. Man geht tennisspielen, wenn im Stadtbezirk, für den man verantwortlich ist, der Strom ausgefallen ist.
Nun gut, D. und der geneigte Teil der EU-Staaten hat sehr wohl eine Alternative, sich von den USA militärisch abzukoppeln, was man wegen der atomaren Fähigkeit Russlands ja bestreitet.
Es bedarf nun man keiner ‚Overkill‘-Potenziale, um die hinreichende Abschreckung zu erzielen. Und diese kann unter den gegebenen Verhältnissen (dann auch inkl. D.) natürlich auch den neuen Verhältnissen angepasst werden.
https://www.n-tv.de/wissen/Diese-Atomwaffen-hat-Frankreich-id30213456.html
Mit Frankreich und Großbritannien ist eine theoretisch hinreichende Abschreckung vorhanden.
Praktisch fehlt:
-gemeinsame Souveränität,
-gemeinsame Entscheidungsgewalt,
-gemeinsame Haftung.
Eine Abkopplung von den USA wäre kein militärisches, sondern ein politisches Großprojekt, vergleichbar mit einer EU-Verfassung 2.0 – nur unter Sicherheitsdruck.
Zusammengefasst in einem Satz:
Europa besitzt mit Frankreich und Großbritannien genug nukleare Macht zur Abschreckung – aber nicht genug politische Einheit, um sie glaubwürdig unabhängig von den USA einzusetzen.
«Europa besitzt mit Frankreich und Großbritannien genug nukleare Macht zur Abschreckung.»
Das hängt ganz von GB ab, ob sie weiter in dieser Rolle von den USA ‚bespielt‘ werden wollen.
Habe mal mit Chatty darüber diskutiert (Frankreich allein und mit GB) und es gab dazu interessante Resultate.
Die Abschreckung würde völlig ausreichen (jedenfalls eindeutig mit GB), aber bei der zurzeitigen Uneinigkeit in Europa weniger Eskalationsstufen beinhalten. Und das würde Europa aus diesen Gründen (unnötig!) schwächen.
@pleifel
>>>Habe mal mit Chatty darüber diskutiert (Frankreich allein und mit GB) und es gab dazu interessante Resultate.<<<
Ich habe das auch getan.
Worin sehen Sie da aber INTERESSANTE Resultate?
Das EINZIGE, was mir die KI als Unterschied angeboten hat, ist dies:
"Für die USA ist Verantwortung ein Entscheidungsproblem.
Für Europa ist Verantwortung ein Legitimationsproblem."
Und das, so denke ich auch, ist der EINZIGE Unterschied.
In den USA entscheidet EIN Präsident und muss sich DANACH der eventuell "verantworten".
Beim Atombombenabwurf 1945 wissen wir ja, wie die Verantwortung dahingehend ausging…
Europa würde erst GAR NICHT zu einer Entscheidung gelangen.
Das kann man jetzt nun als Gut oder Schlecht betrachten.
Aber das wäre eben der UNTERSCHIED.
«Habe mal mit Chatty darüber diskutiert»
Da haben wir unterschiedlich mit der KI diskutiert. Mir ging es um die Alternativen ohne die USA, was Europa (für mich zumindest) zukünftig weitaus mehr Unabhängigkeit/Möglichkeiten bieten würde.
Und nicht zu vergessen, Kanada betrachtet sich mehr und mehr Europa zugehörig, was noch sehr wichtig werden dürfte.
@pleifel
>>>Mir ging es um die Alternativen ohne die USA, was Europa (für mich zumindest) zukünftig weitaus mehr Unabhängigkeit/Möglichkeiten bieten würde.<<<
Am Ende kommt es aber trotzdem darauf an, dass EINER entscheiden MUSS.
Und da habe ich Ihnen den Unterschied aufgezeigt.
In den USA drückt EINER auf den Knopf, in Frankreich passiert in den Fall dann WAS?
«In den USA drückt EINER auf den Knopf, in Frankreich passiert in den Fall dann WAS?»
Das setzt voraus, dass es mit Frankreich eine gemeinsame Koordination, präziser Einsatzzentrale gibt. Und wenn D. oder F. atomar angegriffen werden, es keinerlei Unterschied ausmacht, welchen Staat es betrifft, um den ‚Knopf‘ zu drücken.
Offen bliebe dann noch, wenn über den Ersteinsatz entschieden werden soll, falls D. und F. die Bedrohung unterschiedlich bewerten würden.
@pleifel
Ich weiss jetzt nicht so richtig, was wir hier besprechen.
Sollte es bei den Militärs zu der Einschätzung kommen, dass die Russen Raketen losgeschickt haben, kann in den USA der Präsident innerhalb von Minuten entscheiden.
Was macht Europa in dem Fall?
Das Parlament zu einer Sondersitzung einberufen?
Darum geht es doch.
«Was macht Europa in dem Fall?»
Offensichtlich spielt heute Europa bereits eine untergeordnete Rolle, wenn eine schnelle Entscheidung in den USA gefällt wird.
Und da ist es bereits eine Verbesserung, wenn ein europäischer Staat, also in dem Fall in Frankreich, ausschließlich der Präsident der Republik über einen dringenden, schnellen Einsatz von Atomwaffen entscheiden kann.
Wenn man das ändern will, um zumindest D. noch einzubinden, bedarf es der mehrfachen Freigabe/Authentifizierung, wie das halt in den USA auch der Fall ist. Würde also deutsche Mitbeteiligung voraussetzen.
Anders aber als in den USA, würden dann nicht nur Codes und Authentizität geprüft, sondern auch exekutiv mit entschieden. Wer das nicht will, muss vorher klären, wer in diese (gewählte!) Verantwortung zeitlich eingesetzt wird, inkl. Stellvertreter.
«Würde also deutsche Mitbeteiligung voraussetzen.»
Das heisst, Deutschland sollte eine Veto beim Einsatz französischer oder britischer Kernwaffen haben? Oder Litauen ein Mitspracherecht, ob Grossbritannien im Fall eines konventionellen russischen Angriffs mit Kernwaffen antwortet?
Das wird nie geschehen. Ich würde in so etwas als französischer oder britischer Staatschef oder Parlamentarier auch nicht einwilligen.
«In den USA drückt EINER auf den Knopf,…»
Die Vorstellung vom «roten «Atomknopf» auf dem Schreibtisch des Präsidenten ist falsch. Der kann ja auch mal im Bett liegen und schlafen, hat er dort auch einen «roten Knopf»?
@gelse
Die populäre Vorstellung vom einen roten Knopf ist technisch falsch, trifft aber den Kern: Die Entscheidung ist extrem stark personalisiert auf eine Person, die faktisch allein entscheidet, egal ob sie im Büro, im Flugzeug oder im Schlafzimmer ist.
Das ist wirklich der grosse Unterschied.
Das ist auch bei den Russen so.
Wir, als Europäer, hätten hier dann nur das Nachsehen.
Aber wahrscheinlich wäre das sowieso das ENDE.
Deswegen ist ja für mich auch das Zündeln so gefährlich.
Es gab ja auch schon beinahe Fehlauslösungen:
Die gefährlichste Fehlalarm‑Situation war der sowjetische Nuklear‑Fehlalarm am 26. September 1983.
Petrows Entscheidung verhinderte sofortigen Vergeltungsschlag; Bodenradar bestätigte später Fehlalarm.
Ich selbst kann mich nicht daran erinnern, in den Medien damals diesbezüglich informiert worden zu sein…
Und ich finde es unerträglich, dass dieser Scheiss Ukrainekrieg mit den ständigen Eskalationen in Richtung Moskau vielleicht wieder zu so einem Szenario führen könnte.
Ich hätte NIEMALS gedacht, dass es wieder in so eine Richtung gehen könnte…
«Die Entscheidung ist extrem stark personalisiert auf eine Person, die faktisch allein entscheidet»
Da kann auch angesichts der kurzen Vorwarnzeiten nicht anders sein. Niemand hat das Dilemma dieser Person und die Notwendigkeit glaubwürdiger Abschreckung besser beschrieben als Cixin Liu in seiner «Trisolaris»-Trilogie.
«Einen deutschen Sonderweg?»
Ist D. die bevölkerungsreichste, wirtschaftlich stärkste Kraft in Europa. Ist es nicht längst so, dass ohne D. in Europa nicht viel läuft?
Da das so ist, dürfte D. sowohl die Möglichkeiten, wie auch (noch) die wirtschaftliche Stärke haben, ein anderes, auf weniger Privatwirtschaft und Konkurrenz aufgebautes Gesellschaftssystem zu errichten.
Was in Europa ja bereits mehrfach hinsichtlich mehr Neoliberalismus (Thatcher, Blair, Schröder) auch gelungen ist, sollte sich auch wieder umkehren lassen.
Dazu bedarf es halt wohl genau wieder solcher anders ‚gepolter‘ Typen, die uns in diese Verhältnisse geführt haben. Denn ohne überzeugende Repräsentanten, die sich auch gegen die ‚beharrenden Kräfte‘ behaupten/durchsetzen können, wird es wohl nicht gelingen. Jedenfalls nicht auf einem transformativen, friedlichen Weg.
@pleifel
>>>Da das so ist, dürfte D. sowohl die Möglichkeiten, wie auch (noch) die wirtschaftliche Stärke haben, ein anderes, auf weniger Privatwirtschaft und Konkurrenz aufgebautes Gesellschaftssystem zu errichten.<<<
Pleifel, noch mal. Man kann das tun.
Woher sollen dann aber die Mittel kommen, das auch sozialverträglich umzusetzen?
Das was Dt. jetzt macht, läuft darauf hinaus, die Grundlagen dessen, was SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT war, zu zerstören.
«Das was Dt. jetzt macht, läuft darauf hinaus, die Grundlagen dessen, was SOZIALE MARKTWIRTSCHAFT war, zu zerstören.»
Ja, natürlich! Und wenn man diesen Irrweg weiter beschreitet, wird es auch nur Zerstörung ergeben.
Sie haben ja bereits die Antwort darauf gegeben, wo die Mittel zu entnehmen/umzulenken wären.
Ganz abgesehen von den steuerlichen Änderungen (auch KV betreffend, was alle mit Einzahlungen betrifft), um die Einnahmeseite sowohl zu bestärken, als auch die Gewichte umzuverteilen.
@pleifel
>>>Sie haben ja bereits die Antwort darauf gegeben, wo die Mittel zu entnehmen/umzulenken wären.<<<
Nicht dass wir aneinander vorbeireden.
Wo hätte ich das getan?
Weil ich von SOZIALVERTRÄGLICH gesprochen habe?
Aus dem von Ihnen zitierten Text hatte ich geschlossen, das diese Zerstörung halt dadurch verhindert werden kann, entsprechende Mittel halt wieder umzuwidmen.
Dazu allerdings bedarf es einer neuen ‚Erzählung‘, dass das neue/alte Feindbild Russlands normalisiert, also wieder von der Ideologie zur Realität zurückfindet.
«dürfte D. sowohl die Möglichkeiten, wie auch (noch) die wirtschaftliche Stärke haben, ein anderes, auf weniger Privatwirtschaft und Konkurrenz aufgebautes Gesellschaftssystem zu errichten»
Sollte es dazu kommen, werde ich heilfroh sein, mir das von der schönen Schweiz aus anschauen zu können.
@izi
>>>Sollte es dazu kommen, werde ich heilfroh sein, mir das von der schönen Schweiz aus anschauen zu können.<<<
Ich weiss nicht, ob jetzt Hähme angebracht ist.
Auch die Schweiz hat wirtschaftliche Beziehungen zu Dt.
Was in der Hinsicht passieren würde, wäre noch mal zu analysieren.
Ich würde sogar denken, dass wenn Dt. in Schwierigkeiten steckt, das auch Auswirkungen auf andere Staaten haben wird.
Sozusagen ein Schneeballeffekt eintreten könnte…
«Ich würde sogar denken, dass wenn Dt. in Schwierigkeiten steckt, das auch Auswirkungen auf andere Staaten haben wird.»
Das Problem hat die Schweiz mit Deutschland jetzt auch schon. Es ist ein wichtiger Handelspartner, der sich da gerade in einer Abwärtsspirale befindet.
Das war nicht Häme (mein Bruder und meine Eltern, mein Patenkind sowie Freunde leben in D), sondern Sarkasmus.
@izi
>>>Das war nicht Häme (mein Bruder und meine Eltern, mein Patenkind sowie Freunde leben in D), sondern Sarkasmus.<<<
Ja, tschuldigung, das weiss ich doch.
Ich wollte nur darauf hinweisen, dass hier mittlerweile Abhängigkeiten bestehen.
Eigentlich müssten alle europäischen Staaten eine Sondersitzung bezüglich dieser seltsamen Vorreiterrolle Dt., die Rettung des Weltklimas betreffend, einberufen.
Weil ganz zum Schluss hat ein Scheitern Dt. auch Auswirkungen auf Gesamteuropa.
«Da das so ist, dürfte D. sowohl die Möglichkeiten, wie auch (noch) die wirtschaftliche Stärke haben, ein anderes, auf weniger Privatwirtschaft und Konkurrenz aufgebautes Gesellschaftssystem zu errichten.»
Einer der möglichen Wege* wäre der Aufbau einer Kooperativwirtschaft. Es gibt dafür ein Modell das ich zwar nicht für eine 1:1-Kopie empfehlen mag (hat auch ein paar Macken), aber als Grundlage, auf der ein solides Rückgrat für demokratisches Wirtschaften entwickelt werden kann: Der Kooperativenverbund von Mondragon.
Man müsste sich aber auf heftiges Störfeuer von privatkapilistischer Seite einstellen, weil solche Kooperativen nicht für externe Privatinvestoren offen sind.
*es gibt nicht den EINEN Weg, man sollte schon nach diversen beschreitbaren Wegen suchen.
@gelse
Ich verstehe Ihre Sehnsucht schon.
Und vielleicht WÄRE das auch eine Möglichkeit, die man hätte im Westen weiterentwickeln hätte können.
DAMALS
Hat man aber damals AUCH schon NICHT getan.
Und leider ist der Weg 1990 nun vollständig zerstört worden.
Man kann zwar immer noch davon TRÄUMEN, aber REALISTISCH ist er nicht mehr.
Das war ja auch für mich damals das Schlimme, dass 1990 der mögliche Traum von einer ANDEREN Welt, NACHHALTIG zerstört wurde.
Und mittlerweile bewegen wir uns leider auf einem Weg, der noch viel schlimmer enden könnte…
«wäre der Aufbau einer Kooperativwirtschaft»
Es ist ja nicht verboten, Kooperativen zu gründen. Aber woher bekommen Sie das nötige Geld für die Anfangsinvestitionen?
@izitiwab
Mist, finde zurzeit einfach nicht meinen Kommentar und ihre Nachfrage darauf zu dem Video von Fox.
Daher hier: Nein, ich sehe keine Bedrohung der zwei ICE-Agenten und das Auto bewegte sich mit nach rechts gedrehten Reifen langsam von dem vorderen Agenten weg.
Aufschlussreich übrigens die vielen eindeutigen Kommentare dazu:
Nur ein Beispiel:
«One front view make it look worse than it is, the side view you can see he is in no danger. Also the acceleration due to her DYING. He actually made the vehicle MORE dangerous. All they have to do was let her through. This was a murder and the guy was totally emotionally unaffected. The guy was a psychopath.»
(92 Daumen hoch, keiner runter.)
@pleifel
>>>Mist, finde zurzeit einfach nicht meinen Kommentar und ihre Nachfrage darauf zu dem Video von Fox.<<<
Das liegt daran, dass Sie im Falschen Beitrag sind:
https://blog-samstagern.ch/2026/01/10/der-gefallene-engel/#comment-29548
Sie müssen dortin gehen 😉
Danke, war ich auch drin und wohl ‚geblendet‘ von den Kommentaren. 😉
Wäre schön, wenn man seine eigenen Kommentare auflisten könnte.
@pleifel
Das einzige, was halbwegs geht, ist mit Strg+F das Suchfenster aufrufen und dort eingeben:
«11. JANUAR 2026 um 19» oder «11. JANUAR 2026 um 18» oder «11. JANUAR 2026 um 17″…
Dann können Sie halbwegs sehen, wer wieder geantwortet hat.
Einfacher gehts halt nicht.🥵
So etwas kann nur jemand schreiben, der die Situation nicht aus Sicht des Agenten (Beamten) durchdacht hat. Der Kommentar analysiert den Zeitpunkt des Schusses, nicht der Entscheidung zum Schuss.
Wie in meinem ersten Kommentar unter Analyse beschrieben, läuft ein eintrainierter Automatismus ab, sobald die Entscheidung zum Schuss gefallen ist. Das Bewusstsein spielt dann gar nicht mehr mit. Als die Entscheidung fiel, bewegte das Auto sich frontal auf den Beamten zu.
Das folgende ist Interpretation von mir: Die Frau hatte sich entschlossen, nicht weiter mit dem Beamten zu diskutieren, der in ihrer Tür (heruntergelassene Scheibe) lehnte und stattdessen wegzufahren. Dazu war wegen des Beamten vor ihrer Motorhaube nicht genug Platz. Deshalb stiess sie erst zurück. Der Beamte in ihrer Tür war eindeutig dagegen, dass sie einfach wegfuhr. Dann fuhr sie nach vorn an und brachte zunächst diesen Beamten in Gefahr. Sie schlug auch beim Vorwärtsfahren die Räder nicht sofort so weit wie möglich nach rechts ein, weil sie den Beamten vor der Motorhaube zum Zurücktreten bewegen wollte.
Der Beamte vor dem Motorhaube sieht bei Sekunde 22 (das findet sich unter «Der gefallene Engel») ein Auto nach vorn anfahren mit dem Arm seines Kollegen noch in der Tür nach innen greifend. Das triggert in ihm das Trauma seiner hervorgehenden Erfahrung, wo er in dieser Situation war und 45 Meter mitgeschleift wurde. Er entscheidet sich zum Schuss.
Das Folgende würde tatsächlich eine genauere Untersuchung erfordern. Es ist nur eine Hypothese. Bei Sekunde 32/33 sieht man vor dem Auto eine Rauchwolke aufsteigen. Das ist der erste Schuss. Wenn Sie die Reaktionszeit dazurechnen, war die Situation für beide Beamten da noch kritisch.
Ich bleiben dabei, dass die Einschätzung von Vance zutrifft: Eine durch die Handlungen der Frau selbst ausgelöste Tragödie.
«So etwas kann nur jemand schreiben, der die Situation nicht aus Sicht des Agenten (Beamten) durchdacht hat. Der Kommentar analysiert den Zeitpunkt des Schusses, nicht der Entscheidung zum Schuss.»
Vermutlich meinen Sie mich, aber egal.
Soll jetzt etwa noch ein vermutetes Trauma als Alibi der vermeidbaren Tötung dienen? Wenn das bekannt war, hätte dieser Agent keine Waffe im Einsatz tragen dürfen, allenfalls nicht letale.
Müßig nun, sich weiter in Spekulationen zu verlieren. Eines zumindest steht für mich fest, dass die Agenten überhaupt mit gezogenen Waffen auf der Straße herumliefen, ist der Situation gegenüber für mich völlig unangemessen, ergo unverantwortlich!
Und nochmal, Notwehr sieht für mich völlig anders aus und selbst dann will ich meinen Gegner nicht töten! Und sorge allemal für dringende ärztliche Hilfe. Das scheint wohl beim Training sekundär zu sein.
«Vermutlich meinen Sie mich, aber egal.»
Nee. Die ZDF-Journalisten.
Ich halte das Thema für ausdiskutiert.
Ja.
https://www.spiegel.de/ausland/usa-protest-gegen-justizministerium-mehrere-staatsanwaelte-reichen-ihren-ruecktritt-ein-a-4d6d5b30-eaab-44e2-995f-2fb327199eea