Minneapolis Bei seinen Machtspielen in Minnesota nutzt Donald Trump einen gigantischen Sozialbetrugsskandal aus, der die Demokratische Partei in diesem Bundesstaat kompromittiert hat.

Unsere Zukunft ernähren
Die Covid-19-Pandemie hat so manche unerwartete Möglichkeit eröffnet, für Politiker, aber auch für Kriminelle. In Minnesota hatten einige Leute die Idee ein bestehendes Programm «Feeding our Future» zu einem gigantischen Sozialbetrugsschema auszubauen. Der Name war nicht ganz falsch, denn diese Leute wollten ihre eigene Zukunft finanzieren. Dazu gaben sie vor, in der Pandemienotlage die Ernährung von Kindern sicherzustellen.
Das Geld stammte aus Ernährungsprogrammen für Kinder aus einkommensschwachen Familien auf US-Bundesebene, zu denen der Zugang durch Pandemie-Ausnahmeregelungen erleichtert worden war. Gemeinnützige Organisationen, die kostenlose Mahlzeiten in Kindertagesstätten, bei Nachmittagsbetreuungsprogrammen und in Sommercamps organisierten, konnten die finanziellen Mittel dafür erhalten.
«Feeding our Future» kassierte etwa 250 Millionen US$. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft gründeten die Beteiligten Dutzende von Scheingesellschaften, die sich als Gemeindegruppen, Restaurants oder Sozialdienstorganisationen ausgaben. Sie rechneten täglich Tausende von Mahlzeiten ab, die angeblich an Kinder an diesen Orten ausgegeben wurden, wobei sie häufig gefälschte Listen und erfundene Namen verwendeten. An den meisten dieser Orte wurden gar keine Mahlzeiten oder nur sehr wenige ausgegeben. Das Geld wurde gestohlen. Der Schwerpunkt lag in den Schwesterstädten Minneapolis und St. Paul.
Das Betrugsnetzwerk
«Feeding our Future» wurde bereits 2016 von der weißen US-Amerikanerin Aimee Bock gegründet, die später als eine von 78 mutmaßlichen Betrügern auf Bundesebene angeklagt wurde. Die anderen 77 sind alle US-Amerikaner somalischer Herkunft. Bock behauptet, sie werde zum Sündenbock gemacht. Sie kann jedoch kaum als bloße Galionsfigur betrachtet werden. Ein Bundesrichter hat angeordnet, dass 5.2 Millionen US$ ihres Vermögen beschlagnahmt werden, die aus dem Betrugsschema stammen sollen.
Ein anderer prominenter Fall ist Najmo M. Ahmed, die mit ihrem Ehemann den kleinen Lebensmittelladen Evergreen Grocery and Deli in Minneapolis betrieb. Sie hatte unter Anleitung ihres Ehemanns Formulare gefälscht. So gab sie in einem Formular vom 31. Dezember 2020 an, dass Evergreen Grocery and Deli in der Woche vom 24. Januar 2021 zweimal täglich 3250 Kinder versorgt habe. Insgesamt rechnete das kleine Geschäft von April 2020 bis April 2021 1.4 Millionen Mahlzeiten für Kinder ab. Ahmed hat $1’381’048 an Bundesgeldern über ihr Privatkonto gewaschen und mindestens $1’147’348 davon an ausländische Textil- und Handelsfirmen, wie etwa die Shaoxing Aifan Textile Co. in China, überwiesen. Sie hat schuldig plädiert.
Die politische Dimension
Die abgezweigten Fonds waren zwar Bundesgelder, das Ernährungsprogramm wurde jedoch in Minnesota vom Ministerium für Bildung des Bundesstaats (MDE) abgewickelt. Ein staatliches Audit warf dem MDE Mitte 2024 vor, in zahlreichen Fällen die Bundesmittel nicht ordnungsgemäß überwacht zu haben, „insbesondere angesichts der Informationen, die [dem Ministerium] entweder vorlagen oder die es hätte einholen müssen, aber nicht eingeholt hat“. «Feeding our Future» hatte bereits vor der Covid-Pandemie 2019 3.4 Millionen US$ an Bundesgeldern erhalten. Schon damals gab es Warnzeichen. Das MDE gehörte zur Administration des Bundesstaats Minnesota unter Gouverneur Tim Walz. Dieser wurde kurz nach dem staatlichen Audit von Kamala Harris als Vizepräsidentschaftskandidat der Demokratischen Partei ausgewählt.
Das MDE hatte schon im November 2020 das US-Landwirtschaftsministerium über einen Betrugsverdacht informiert und Zahlungen an «Feeding our Future» auf Eis gelegt. Daraufhin klagte Bock im Dezember 2020 gegen das Ministerium und verlangte ein Entscheidung über ihre Anträge innerhalb von 30 Tagen. Sie warf dem MDE Diskriminierung und Rassismus vor. Der zuständige Richter John Guthmann fällte kein Urteil, verlangte aber vom Staat, dass er Anträge „angemessen zügig“ bearbeitet. Daraufhin einigte sich das MDE außergerichtlich mit «Feeding our Future» und zahlte weiter, wohl auch, weil es einen Reputationsschaden befürchtete. Nachdem es weitere Anzeichen und Erkenntnisse gab, wollte das MDE die Zahlungen im Frühjahr 2021 wieder stoppen. Im April 2021 teilte Guthmann dem MDE mit, das könne zu «echten Problemen» führen. Das MDE zahlte weiter. Im Juni 2021 sprach Guthmann «Feeding our Future» wegen «Missachtung des Gerichts» durch das MDE eine kleine Summe zu.
Zu diesem Zeitpunkt ermittelte bereits das FBI. Im Januar 2022 durchsuchte das FBI die Büros der Organisation, die bald darauf aufgelöst wurde. Als im September 2022 bekannt wurde, wie lange das MDE an «Feeding our Future» gezahlt hatte, behauptete Waltz, Guthmann habe das angeordnet. Es gibt jedoch kein derartiges Gerichtsurteil.
Mehrere der später im Zusammenhang mit dem Betrugsschema Angeklagten hatten kleinere Summen an Politiker der Demokratischen Partei gespendet. Gandi Mohamed, die Mohamed Brüder und Liban Alishire spendeten insgesamt etwa 15000 US$ an den Generalstaatsanwalt des Bundestaats Minnesota, Keith Ellison, und weitere 3000 US$ an dessen Sohn Jeremiah Ellison, der im Stadtrat von Minneapolis sitzt. Verschiedene später Angeklagte spendeten zusammen 9000 US$ an den Bürgermeister von Minneapolis, Jacob Frey. Der Senator des Bundesstaats Omar Fateh (ein Sohn somalischer Einwanderer, Gegenkandidat Freys bei der letzten Bürgermeisterwahl in Minneapolis) erhielt insgesamt etwa 12500 US$. Die demokratische Abgeordnete im US-Repäsentantenhaus, Ilhan Omar, erhielt 7400 US$. Es gibt weitere Fälle. Das Geld wurde jeweils zurückgezahlt, nachdem die Spender angeklagt worden waren. Insgesamt handelte es sich um etwa 53000 US$.
Es gibt weitere Verdachtsfälle und teilweise Evidenz für Sozialbetrug in Minnesota. US-Bundesstaatsanwalt Joe Thompson nimmt an, dass von 18 Milliarden US$ Medicaid-Hilfe für Minnesota, 9 Milliarden US$ Betrugssumme sind. Das weist Walz zurück. Gleichwohl wird Walz dieses Jahr nicht wie ursprünglich geplant zur Wiederwahl als Gouverneur von Minnesota antreten.
Minneapolis, 2026
Angesichts der Schadenssumme und der politischen Implikationen dürfen der «Feeding our Future»-Skandal und sein Umfeld Interesse über die USA hinaus beanspruchen. Das gilt besonders in Deutschland, wo seit jeher überproportional viel über die USA berichtet wird. Ich habe nicht systematisch nach Berichten gesucht, verfolge aber ARD, ZDF und die F.A.Z. regelmäßig und kann mich nicht erinnern, dass prominent darüber berichtet wurde. Könnte das daran liegen, dass Journalisten Themen nach ihrer ideologischen Ausrichtung auswählen und ihnen dieses Thema nicht passte?
In den USA gab es Ende 2025 und Anfang 2026 wegen neuer Entwicklungen in dem Fall eine Reihe von Medienberichten dazu. Einige davon habe ich oben verlinkt. Es ist nicht so, dass Minnesota und Minneapolis in diesen Wochen gar kein Thema in deutschen Medien waren. Berichtet wurde von dort sehr viel, nämlich über Einsätze der US-Bundesbehörde ICE, die gegen illegale Immigration vorgeht.
Der ICE-Einsatz in Minneapolis hat keinen direkten Bezug zu «Feeding our Future». Es gibt keinen Hinweis darauf, dass irgendeiner der Beteiligten illegaler Immigrant war. Man darf wohl auch davon ausgehen, dass konservative Journalisten intensiv nach einer direkten Verbindung gesucht haben. Wir haben hier, den «Hund, der nicht gebellt hat». Höchtswahrscheinlich gibt es gar keinen Bezug zwischen illegaler Immigartion und dieser Art von Sozialhilfebetrug.
Die meisten der 76000 Menschen mit somalischer Abstammung in Minnesota sind US-Bürger. Von ihnen sind 52% in den USA geboren, weitere 42% haben die Staatsbürgerschaft erhalten. Sie gehören allen sozialen Schichten an, was, nebenbei bemerkt, das Diskriminierungsargument hohl erscheinen lässt. Die oben bereits erwähnte Abgeordnete im US-Repräsentantenhaus Ilhan Omar wurde 1982 in Somalia geboren, wanderte mit ihren Eltern 1995 in die USA ein und erhielt bereits mit 17 Jahren die US-Staatsbürgerschaft.
Gleichwohl versucht Trump der Öffentlichkeit einen Zusammenhang zwischen «Feeding our Future» und dem ICE-Einsatz in Minneapolis zu suggerieren. Das dürfte in gewissem Grade auch erfolgreich sein, weil der durchschnittliche Wähler nicht an Detailargumenten interessiert ist. Trump verfolgt damit eine politische Taktik, die im weiteren Sinn gar nicht so unüblich ist.
Es gibt verschiedene Wege, um politische Gegner zu schwächen. Einer davon ist es, zu demonstrieren, dass sie ihre eigene Klientel nicht schützen können. Dadurch erodiert ihre Basis. Dieses Machtspiel findet man in den verschiedensten Situationen, übrigens auch im Krieg. Schauen wir es uns im Detail an.
Keine gute Option
Trumps Taktik beruht darauf, dass die Demokraten in Minnesota durch «Feeding our Future» bereits geschwächt sind und auf der vorhersagbaren Reaktion ihrer Anhänger. Trump weiß zunächst einmal das Recht auf seiner Seite. Illegale Immigration ist auf Bundesebene strafrechtlich geregelt. Beim ersten Mal gilt es als kriminelles Vergehen (8 U.S.C. § 1325). Wer es nach einer ersten Deportation erneut tut, begeht eine Straftat (8 U.S.C. § 1326).
Es gibt keinen Zweifel, dass es in jeder US-Großstadt viele illegale Immigranten gibt. Die US-Administration darf eine Bundesbehörde einsetzen, um illegale Immigranten aufzuspüren und sie darf diese Behörde auch ausbauen, wenn das Problem größer ist als die Möglichkeiten der Behörde. Dass das Problem im Gesamtmaßstab der USA ein erhebliches Ausmaß hat, kann eigentlich nur bestreiten, wer absichtlich an der Realität vorbeisieht. Die Schätzung für 2023 betrug 14 Millionen illegale Immigranten. Davon entfallen etwa 130’000 auf Minnesota, das 5.8 Millionen Einwohner hat (2.2% der Gesamtbevölkerung). Etwa 60% der Bevölkerung des Bundesstaats leben im Großraum Minneapolis-St Paul. Will man das Problem angehen, ist daher ein Großeinsatz der ICE in diesen beiden Schwesterstädten fast das einzige aussichtsreiche Mittel.
So wie der Präsident das Recht hat, die ICE einzusetzen, haben Einwohner von Minneapolis das Recht, dagegen zu demonstrieren. Der Einsatz ist legal, aber nicht alles, was legal ist, muss getan werden. Es ist eine politische Entscheidung getroffen worden. Gegen diese darf in einer offenen Gesellschaft protestiert werden.
Dem Protest sind allerdings wiederum rechtliche Grenzen gesetzt. Verboten ist Gewalt gegen Sicherheitsbeamte. Aber auch schon die Blockade von Straßen, um einen Polizeieinsatz zu verhindern oder zu verlangsamen ist strafrechtlich relevant. Blockaden ohne Gewalt sind kriminelle Vergehen. Wenn der Protest zu Ausschreitungen eskaliert oder schweren Schaden verursacht, liegt eine Straftat vor. Derartige Blockaden hat es in Minneapolis bereits vor den ersten Schüssen eines ICE-Beamten gegeben. Das erste Todesopfer hatte selbst, wenn auch mit untauglichen Mitteln, versucht, eine Straße zu blockieren.
Trump konnte mit ziemlicher Sicherheit davon ausgehen, dass es in Minnesota zu Protesten kommen würde, welche die Gesetze überschreiten. Am 25. Mai 2020 war dort der Kleinbetrüger George Floyd bei einer Verhaftung zu Tode gekommen, weil ein Polizist über neun Minuten auf seinem Nacken gekniet hatte. Alle vier beteiligten Polizisten erhielten später Haftstrafen. Derjenige, der auf Floyds Nacken gekniet hatte, wurde zu 22 1/2 Jahren Haft verurteilt. Bereits unmittelbar nach dem Mord an Floyd kam es zu Protesten, die sehr schnell eskalierten. Es gab Plünderungen. Die Polizeistation des 3. Bezirks von Minneapolis wurde niedergebrannt. Über 1500 Geschäfte wurden zerstört, davon 67 durch Feuer. Am 30. Mai hatten 12 Bundesstaaten der USA ihre Nationalgarde aktiviert, um die Gewalt zu stoppen.
Walz im Besonderen und die Demokraten im Bundesstaat Minnesota im Allgemeinen werden in eine sehr unerfreuliche Situation geraten, wenn die Lage dort weiter eskaliert. Der Amtseid eines Gouverneurs schließt das Versprechen ein, die Gesetzlichkeit, einschließlich der Bundesgesetzlichkeit der USA aufrechtzuerhalten. Daher hätte Walz bereits die Straßenblockaden verurteilen müssen. Das allerdings wäre ihm von der eigenen Anhängerschaft als Verrat ausgelegt worden. Stattdessen hat Walz in Bezug auf die Proteste von einer «legitimen Reaktion» gesprochen, als er bereits wusste, dass diese Gesetze brachen. Damit hat Walz sich gegen die Rechtsstaatlichkeit gestellt.
Nach einem zweiten Todesfall im Januar 2026 hat Walz nun dazu aufgerufen, die Proteste friedlich zu halten. Verfängt dieser Aufruf nicht, müsste er eigentlich die Nationalgarde von Minnesota mobilisieren. Tut er das, sind die Demokraten in Minnesota ideologisch bankrott. Tut er es nicht, wird Trump mit sehr guter Begründung die Nationalgarde der USA nach Minneapolis schicken, um dort Zustände wie im Mai 2020 zu verhindern. Die meisten US-Amerikaner werden auf seiner Seite stehen und nicht auf derjenigen von Walz.
138 Antworten zu “Die Sümpfe von Minnesota”
«Die meisten US-Amerikaner werden auf seiner Seite stehen und nicht auf derjenigen von Walz.»
Da bin ich mir nicht sicher. Und wichtig sind die Swinger.
@nera
>>>Da bin ich mir nicht sicher. Und wichtig sind die Swinger.<<<
Swinger, müssen Sie denn immer mit solchen Konnotationen arbeiten? 🤣😅😂
Wer kann sich bei den Amis überhaupt SICHER sein?
Sicher ist nur, dass Trump irgendwann den Friedensnobelpreis kriegt.😉
«Sicher ist nur, dass Trump irgendwann den Friedensnobelpreis kriegt.»
Wat willer denne mit zwee von denne Medaille? Machado hat doch schon ihre an ihn abgeliefert, was ich irgendwie gar nicht so daneben finde wie andere Dinge. Ob das Ding nun bei Machado oder bei Trump ist…
@izi
>>>Machado hat doch schon ihre an ihn abgeliefert,<<<
Die gültet aber nich.
Wenn schon, dann muss er sie SELBST kriegen.
Bei dem Ego auch verständlich.
Also ich würde da als Norweger kein Risiko eingehen…
Wer weiss, was dem sonst noch mit Norwegen einfallen könnte 🤔
Die haben noch Zeit. Erst Grönland, dann Island, dann Norwegen. Das ergibt geografisch auch mehr Sinn.
(und er wird im Juni 80, Norwegen kann das wahrscheinlich aussitzen)
«Sicher ist nur, dass Trump irgendwann den Friedensnobelpreis kriegt.»
Nee, damit ist es jetzt vorbei, nachdem Norwegen per Erlass dem, obwohl er acht und paar zerquetschte Kriege beendet hat, den Preis nicht gegeben hat.
Jetzt kanner wieder Kriege fuehren 😉
https://www.youtube.com/watch?v=1vitHzeFsa0&t=57s
@izi
Ein harter, faktenreicher Text, der Machtlogik erklärt statt Gesinnung zu bewerten – und gerade deshalb für viele unbequem ist.
Stimmen Sie auch dem zu:
«Jeschke geht bewusst ein Risiko ein, indem er:
-deutsche Medien für selektive Berichterstattung kritisiert,
-impliziert, dass ideologische Präferenzen Themenwahl beeinflussen,
-die demokratische Führung Minnesotas in ein Dilemma zwischen Rechtsstaat und eigener Klientel stellt.
Das ist kein Zufall, sondern Teil seiner Methode:
Er zwingt den Leser, unangenehme Widersprüche auszuhalten, statt sie aufzulösen.»
Ich bin froh, mal einen Überblick zu bekommen.
Es wird viel Halbwissen verbreitet.
Danke für Ihre Mühe…
>>Stimmen Sie auch dem zu:
«Jeschke geht bewusst ein Risiko ein»<<
Nee. Das einzige Risiko, dass ich gestern und heute eingegangen bin, war, bei dem Zustand der Waldwege laufen zu gehen. Ich habe aber wohlweislich die leicht schadhafte Treppe vermieden, die ich sonst als Geschicklichkeitstraining hochlaufe.
@izitiwab
Kennen ‚ihre‘ Studentinnen eigentlich ihren Blog?
Jedenfalls wundert es mich, das wohl keiner hier kommentiert.
«Jedenfalls wundert es mich, das wohl keiner hier kommentiert.»
1. Das wissen Sie doch gar nicht.
2. Das kann auch ich nicht wissen.
3. Kennen Sie diese Generation eigentlich?
«1. Das wissen Sie doch gar nicht.»
Tja, das schließe ich eben aus den überschaubaren Bloggern hier und der Art und Weise ihrer Kommentare.
«3. Kennen Sie diese Generation eigentlich?»
Auf meinen Wanderungen treffe ich jene wohl eher nicht. Aber hier im Blog dürften sie (siehe 1.) auch nicht anzutreffen sein.
Im Übrigen bin ich mir ziemlich sicher, dass Sie das schnell bemerken würden! Es wären die Details, die das wohl erkennen lassen.
«Aber hier im Blog dürften sie (siehe 1.) auch nicht anzutreffen sein.»
Das dürfte stimmen, wenn es um Kommentare geht.
Es gibt allerdings in meinen Bekanntenkreis schon Leute, die mindestens ab und an meine Blogbeiträge lesen (ältere Semester). Nicht jeder, der hier liest, kommentiert auch.
Und was wollten Sie eigentlich mit ihrer Frage bezwecken?
«Und was wollten Sie eigentlich mit ihrer Frage bezwecken?»
Nichts!
Muss wohl an meinem Alter liegen. lol
@pleifel
«Tja, das schließe ich eben aus den überschaubaren Bloggern hier und der Art und Weise ihrer Kommentare.»
Ich schwoere, und Trump soll mein Zeuge sein, ich bin KEINE von GJ’s StudentInnen 🤣
Traurig, aber wahr 😉
«und Trump soll mein Zeuge sein»
Das war jetzt nicht so überzeugend.
Danke für die Mühe. Ich bin immer wieder erstaunt darüber, wie derartig hohe Summen jahrelang veruntreut werden können. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass es in D oder EU ähnlich läuft.
Das kommt immer mal wieder vor, wobei 250 Millionen US$ schon happig sind.
In der Schweiz betraf es mal eins der eigentlich beliebtesten Unternehmen, die Postautos. Es wurden illegal Gewinne in andere Bereiche der Post verschoben und dadurch Subventionen erschlichen. Ursprünglich ging man von 78 Millionen Schweizer Franken aus. Am Ende wurden von der Post 205.3 Millionen Franken erschlichener Subventionen zurückgezahlt.
@izi
>>>Am Ende wurden von der Post 205.3 Millionen Franken erschlichener Subventionen zurückgezahlt.<<<
Und wie hat sich danach das Porto entwickelt bei der Schweizer Post? 🤔
Aufwärts. Mit dem Porto geht es immer aufwärts.
Aber nicht ganz so schnell wie beim Speiseeis.
@izi
Sie liefern doch sonst immer Zahlen.
Wie siehts denn da aus in der Schweiz?
Teurer als in Deutschland?
Schätze mal ja 🤔
A-Post (schnell) CHF 1.20
B-Post (kann bis 3 Tage dauern): CHF 1.00
@izi
Na, da frage ich mich doch, welche Leichen unsere Post im Keller haben könnte, bei DEN Preisen:
Da der Standardbrief seit 2025 in der Regel drei bis vier Werktage benötigt, gibt es 2026 zwei primäre Wege, um eine schnellere Zustellung zu erreichen:
1. Einschreiben (E+1 Zustellung)
Seit der Abschaffung des klassischen Prio-Briefs fungiert das Einschreiben als das neue Standardprodukt für eilige Post.
Laufzeit: Die Deutsche Post strebt für Einschreiben weiterhin eine Zustellung am nächsten Werktag (E+1) an.
Kosten: Zum Basisporto (z. B. 0,95 € für den Standardbrief) kommt die Gebühr für das jeweilige Einschreiben hinzu (z. B. Einwurf-Einschreiben für +2,35 €)
2. DHL ExpressEasy (Garantierte Zustellung)
Wenn die Zustellung am nächsten Werktag rechtlich verbindlich garantiert sein muss, ist der Express-Versand die einzige Option.
Laufzeit: Zustellung am nächsten Werktag (Mo–Fr), meist bis zu einem bestimmten Zeitpunkt.
Preise 2026:
Online-Preis: ab 13,00 € (bis 0,5 kg / 3 cm Dicke).
Filial-Preis: ab 15,50 €.
Kriege ich gar nicht mehr so mit.
Nur dass das mit der Eintagzustellung passe ist, habe ich mitbekommen.
Aber die Preis…
Oh, lalalala 😒
Sagen wir so: Es war früher problemlos möglich, dass ich jedes Wochenende meinen Eltern in Deutschland einen Brief aus der Schweiz schreiben konnte und dabei schon den Gegenbrief hatte. Manchmal kam der Gegenbrief bereits am Freitag an.
Das geht nicht mehr auch nur annähernd.
Aber immerhin, man kann noch Briefe schreiben. In Dänemark geht das gar nicht mehr (staatliche Post) oder für 4 € im Inland (DAO).
Die Post lebt jetzt von Zalando.
«…dass ich jedes Wochenende meinen Eltern in Deutschland einen Brief aus der Schweiz schreiben konnte und dabei schon den Gegenbrief hatte.»
Ach‘ da waren die Briefe frueher wohl mit Ueberlichtgeschwindigkeit unterwegs? Ist mir damals gar nicht so aufgefallen.
Telepathie (brainmail), wer’s kann briefwechselt gebührenfrei.
Gemeint war der Gegenbrief vom Brief der Vorwoche. Ich finde es erstaunlich, dass es da irgendwelche Unklarheiten geben konnte. Wenn es eine Prüfungsfrage gewesen wäre, hätte ich das Argument nicht anerkannt, dass sie unklar war.
@izi
>>>Ich finde es erstaunlich, dass es da irgendwelche Unklarheiten geben konnte.<<<
Sie müssen doch so langsam nera kennen…
Sie agiert manchmal wie in dem bekannten Ausschnitt aus der "Feuerzangenbowle" in der Szene, wo es um die Dampfmaschin geht:
"Da stelle wir uns mal janz dumm…"🤣😅😂
Weil wir das Thema lange nicht hatten.
@izi
Wenn ich das aber richtig verstehe, sind das trotzdem alles NUR Ukrainer.
Allerdings ist die RECHTE Fahne (rot/schwarz) sehr irritierend…😱🥶
Hatten wir eigentlich das Thema schon?
Gestern war der 27.Januar. Hatten wir das Thema schon?
@Sportsfreund
Nee, hier gibt’s den Irrglauben, dass das schon in den MSM bis zum Ueberdruss hoch- und runtergenudelt wird.
Schlussstrich.
Sorry, der Satz war incomplete.
«…in den MSM bis zum Ueberdruss hoch- und runtergenudelt wird und das dann hier nicht auch noch zum Thema gemacht werden muesste.
Und die Lehren aus der Geschichte hatten besonders kluge Koepfe ja schon 1999 gezogen.
Wenn man das eine in den Vordergrund schiebt, verschwindet das andere im Nebel. Auch in den MSMedien.
https://www.youtube.com/watch?v=Z5N4As1vyEc&list=RDZ5N4As1vyEc&start_radio=1
Europa bleibt dem Nichts geweiht –
Zuhältergeist und Partyleib –
Formatiert und löschbereit –
Trommel zusammen was übrig bleibt,
Gen Osten gen Osten im Nebel!
Aber, aber!
Die sind aus Brandenburg, haben sich nach einem Stadtteil meiner Geburtsstadt benannt. (also die mit de Nebel-Text)
Haeh, sind die nicht aus Slovenien (ehem. Jugoslavien) und nicht Sandow?
Sinne vernebelt? Oder wissen Sie wirklich da mal mehr als ich? 😆
«Europa bleibt dem Nichts geweiht –
Zuhältergeist und Partyleib –
Formatiert und löschbereit –
Trommel zusammen was übrig bleibt,
Gen Osten gen Osten im Nebel!»
Die Songs «Nebel» und «Nebel 2» stammen von Sandow. In der «Zeit» hat Jörg Scheller 2022 über diesen Song geschrieben, er zähle «zum Besten aus den düsteren Ecken deutscher Popmusik und klingt gerade jetzt verdammt aktuell.»
Sozusagen eine Art «Was, Rammstein, Sandow war besser». Von der Stilrichtung haben «Laibach», «Sandow» und «Rammstein» halt wirklich gewisse Aehnlichkeiten. Ljubljana kenne ich nicht, aber bei Sandow und Rammstein weiss ich, woher das kommt.
Wusste doch, dass Sie da mehr wissen 😉
«In der «Zeit» hat Jörg Scheller 2022 über diesen Song geschrieben, er zähle «zum Besten aus den düsteren Ecken deutscher Popmusik und klingt gerade jetzt verdammt aktuell.»»
Na ja…da ging’s um Rammstein und Ihr angefuehrtes Zitat konnte ich nicht finden. (Vielleicht hatte ich aber auch einen Dreckfuehler in der Suche) Und Chatty wusste, wer hier von wem geklaut hatte, schon gestern – wiedermal – nueschts. Hat sich auch heute mit mehr eigenen (d.h. Ihren) Informationen nicht geaendert.)
Ljubljana war ich mal fuer einen Tag. Ist schon paar Jaehrchen her. (Aber Euro hatten die da schon.) Nur das es schoen war, weiss ich noch. [Wir (d.h. ich & mein selbsternannter Lebensabschnittsbevollmaechtigter) waren mit Zelt und Kia unterwegs. Letzteren gibt’s leider nicht mehr.] Der Rest ist im Nebel der Vergangenheit verschwunden.
+++Na ja…da ging’s um Rammstein und Ihr angefuehrtes Zitat konnte ich nicht finden.+++
Sie sollten Texte vollständig lesen.
Rummelsnuff
Ey, Mann 😉
Ich lese doch nicht auch noch jeden einzelnen Kommentar! («Sandow, super. Rummelsnuff, okay. Aber kein Wort über Knorkator? Haeh und meinetwegen.)
Aber dafuer habe ich doch gar nicht die linkslineare Zeit! 🤣
«Na ja…da ging’s um Rammstein und Ihr angefuehrtes Zitat konnte ich nicht finden.»
Der Artikel ist über zwei Seiten verteilt. Auf Sandow kommt er ganz am Ende auf Seite 2 zu sprechen.
In Slowenien war ich mal für zwei Tage und zwei Nächte bei einer Alpenradtour, bin aber nicht bis Ljubljana gekommen. Was ich gesehen habe, hat mir sehr gut gefallen.
@ Izi (& @ u_S)
Danke fuer den Hinweis und Asche auf mein Haupt! Das hatte ich noch nicht mal beim dritten, vierten, fuenften Link dahin gesehen. Kenn‘ mich mit der Zeit wirklich nicht mehr aus, was in ist.
Apropos Slowenien: Wir waren eine Woche SLO und eine Woche ITA.
Und was ich da gesehen habe, hat mir auch sehr gut gefallen.
https://www.kroati.de/slowenien-infos/hoehlenburg-predjama.html
Und um wieder zum Thema des Blogbeitrags zurueckzukommen. Ein neuer, cooler Song aus der linkslinearen Welt 😃
*TI, KI IZZIVAŠ –
Du, der du herausforderst
Zumindest zwinge dich nicht zur Deckung;
Das ist kein Zeichen großer Tapferkeit.
Tritt mutig allein
In den Kampf – und falle
WENN DU WIRKLICH EIN HELD BIST!*
LAIBACH / Trbovlje
* Nebel – Europa bleibt dem Nichts geweiht –
Zuhältergeist und Partyleib –
Formatiert und löschbereit –
Trommel zusammen was übrig bleibt,
Gen Osten gen Osten im Nebel!*
SANDOW / Cottbus
Es ging um den 27.Januar. Allgemein.
Da fiel mir halt der Nebel ein.
Und was hinter dem Nebel lauert.
@nera
Das hatten wir in der Form so noch nicht.
Amadeo-Antonio-Stiftung…
Na ja, die Frau Kahane ist ja abgetreten.
Das ist der selbst herangezogene Nachwuchs.
Was soll ich dazu sagen?
Jedes Land hat halt seine EIGENEN Faschisten.
Wir die Afd, Frankreich Front National, England National Front, später BNP, Italien MSI (Nachfolgepartei der Faschisten), Niederlande Neonazistische Gruppen seit den 1980ern und so weiter…
Die Wagner Gruppe ja auch sehr SPEZIELL.
Plötzlich so gelassen? Heute früh hat Sie noch eine rot-schwarze Fahne sehr irritiert!
Mist, das war eigentlich an @Robert Zapf gerichtet.
@Petrowitsch
Mich irritiert halt Faschismus eher bei denen, die meine Freunde sein sollen und unsere Demokratie verteidigen, als bei denen, die von staatlicher Seite als meinen Feinde bezeichnet werden.
Was ist daran jetzt ungewöhnlich?
Mich interessiert eben mehr, was in Deutschland passiert als was in Russland passiert.
Ich lebe ja auch hier und nicht in Russland.
Ich habe auch nicht vor, für ein, für meine Begriffe korruptes, Regime irgendwelche Opfer im Namen einer Demokratie zu bringen, wo ich langsam Zweifel habe, ob das hier in Dt. den Namen in der Form noch verdient.
Ich habe auch für die Ukraine gespendet.
Allerdings schon seit 2014, für die Menschen in den Donezker Republiken.
Da hat es hier fast keinen interessiert, dass dort Zivilisten starben.
Aber das hatten wir doch schon alles rauf und runter diskutiert.🤔
«Mich irritiert halt Faschismus eher bei denen, die meine Freunde sein sollen..»
Also Italien, Niederlande, Frankreich ja selbst Deutschland gehören ihrer Aufzählung nach dann auch nicht zu ihren Freunden?
«Mich interessiert eben mehr, was in Deutschland passiert als was in Russland passiert.
Ich lebe ja auch hier und nicht in Russland.»
Sie setzen sich doch für eine dicke Freundschaft mit Russland ein. Aber ansonsten interessiert Sie nicht, was in Russland passiert?
«Allerdings schon seit 2014, für die Menschen in den Donezker Republiken.»
Na wohl eher für das russische Militär in den Donezker Republiken.
@Petrowitsch
Sie haben entweder akute Lese- oder Textverarbeitungsprobleme.
Ich nehme an, dass es in Ihrem Fall an der Textverarbeitung liegt…
«Mich irritiert halt Faschismus eher bei denen, die meine Freunde sein sollen..»
Das ist der Petrowitsch wie er leibt und lebt.
Einfach mal im Text abbrechen. Lesen sie weiter, da kommt nämlich noch folgendes: …und unsere Demokratie VERTEIDIGEN🤣😅😂
Damit meine ich dann ganz KONKRET wen, nach Ihrer Aufassung?
In Ihrer brillianten sophistischen Art KÖNNEN Sie das jetzt natürlich auch auf Frankreich, Italien, Niederlande und Deutschland beziehen, obwohl mir nicht bekannt wäre, dass ich aus unseren MSM tagtäglich hören würde, dass diese Länder «unsere Demokratie» verteidigen würden.
«Sie setzen sich doch für eine dicke Freundschaft mit Russland ein. Aber ansonsten interessiert Sie nicht, was in Russland passiert?»
Habe ich das behauptet? Ich habe gesagt, dass es mich mehr interessiert, was in Dt. passiert, weil ich hier lebe.
Wenn Sie in der Ukraine oder in Russland leben, ist mir doch völlig klar, dass Sie dann Dt. weniger interessiert.
Na gut, wenn Sie in der Ukraine leben würden, dann vielleicht doch eher nicht…
«Na wohl eher für das russische Militär in den Donezker Republiken.»
Aus den Informationen und Berichten der Verantwortlichen kamen diese Spenden der Zivilbevölkerung zu gute. Meistens waren es Kinder.
Damals gab es auch schon Mangel an bestimmten Gütern…
Allerdings haben Sie EINEN Abschnitt noch vergessen:
«Ich habe auch nicht vor, für ein, für meine Begriffe korruptes, Regime irgendwelche Opfer im Namen einer Demokratie zu bringen, wo ich langsam Zweifel habe, ob das hier in Dt. den Namen in der Form noch verdient.»
Aber fragen Sie ruhig, wenn Sie das auch nicht verstehen…
«Aus den Informationen und Berichten der Verantwortlichen kamen diese Spenden der Zivilbevölkerung zu gute. Meistens waren es Kinder.»
Jetzt müssen Sie nur noch Friedensbrücke sagen …
@Petrowitsch
>>>Jetzt müssen Sie nur noch Friedensbrücke sagen …<<<
Welche Informationen haben Sie denn dazu?
Ich zitiere Sie mal:»Da stelle wir uns mal janz dumm…» Oder was bezwecken Sie mit der Frage?
Das ging die MSM doch hoch und runter. Monitor hat einen schönen Beitrag dazu gemacht. Wahrscheinlich auch so ein Programm, was gar nicht mehr geht.
Aber ich scheine mit meiner Vermutung richtig zu liegen.
Tja @Petro, das Zapf’sche Argument ist so urst gut, da kommen wir nicht dagegen an.
Man sucht sich halt seine Freunde selber aus und laesst die sich nicht aufzwaengen. Und bei denen will man dann gar nicht so genau wissen, was die sonst noch so treiben. War schon immer so.
Aber gut, dass Sie hier sind 😉
https://www.youtube.com/watch?v=GDiaMZWdfB8
Das Video ist gut!
@nera
Ja Extra3, hat mir vor Corona auch gut gefallen.
Lang, lang ists her…
Wenns Ihnen gefällt, ist doch alles gut.
Ich habe mit den Maulhuren abgeschlossen…
«Ja Extra3, hat mir vor Corona auch gut gefallen.»
Da haben wir etwas gemeinsam. Ich kann den seitdem wirklich nicht mehr sehen. Tut mir leid.
@izi
Was das betrifft, war es aber leider nicht nur Extra3.
Auch Die Anstalt hat sich für meine Begriffe nicht mit Ruhm bekleckert.
Heute show, ganz schlimm.
Eine Kebekus habe ich bis dahin auch immer gern gesehen.
Es war für mich fast ein Tsunami…
Tja, was Kabarett angeht, ging ausser Nuhr bei mir danach nix mehr.
@izi
>>>Tja, was Kabarett angeht, ging ausser Nuhr bei mir danach nix mehr.<<<
War oder ist bei mir auch so.
Obwohl ich ihn vorher nicht so toll fand.
Aber mittlerweile…
Aber nicht zu vergessen, für mich die absolute Spitzenreiterin:
LISA ECKHART 🧨🎉🎆
«Aber nicht zu vergessen, für mich die absolute Spitzenreiterin:»
Das ist richtig. Aber ausser Nuhr lädt die ja auch fast niemand ein. Von denen, die Nuhr einlädt, gehen noch ziemlich viele.
LISA Fiz: Yes!
https://youtu.be/DSCrVtUuO34
(z.B. wie man aus Schulden ein Sondervermögen macht.)
Ansonsten der Nuhr?
Ja, bringt wie auch heute noch die Anstalt gute Beiträge, aber was immer mal wieder (wohl kein Zufall!) so bei ihm ‚raus rutscht‘, also seine Gleichsetzung von rechts und links
– z.B. bei Kritik an Israel (Gaza/Palästinenser) dann völlig einseitig als Antisemitismus behauptet –
hätte mich schon mehr als 1x im Studio zum Aufstehen veranlasst.
@pleifel
Ja, die Lisa Fitz habe ich vergessen.
Tschuldigung
«…ging ausser Nuhr bei mir danach nix mehr.»
Yo, der Nuhr…immer ein Herz fuer Israel und gegen alle Diktaturen.
Tja – Die Frage stelle ich mir mittlerweile auch.
Okay, da fehlt die Frage 🤣:
Mit wem soll man verhandeln?
@nera
Das für mich INTERESSANTE in dem Artikel kam am Ende:
«Jüngst etwa eckte er mit einem Witz über die Grünen-Vorsitzende Ricarda Lang an. Er hatte sich in seiner TV-Sendung darüber lustig gemacht, dass sich „ausgerechnet“ Lang traue, die Bevölkerung „in Ernährungsfragen erzieherisch lenken zu wollen“. (Tsp)»
Was ich ab und zu von der Ricarda an Bildern seither gesehen habe, würde eigentlich schon dahin gehen, dass ich ihr gerade auf DEM Gebiet nun doch KOMPETENZ zusprechen würde.🤔
Der «Tagesspiegel» mag mich nicht. Ich kann das nicht lesen.
Das mit dem Verhandeln hätte man sich mal überlegen sollen, bevor man mit dem Rücken an der Wand stand.
«Der «Tagesspiegel» mag mich nicht.»
Yo, mich mag der auch nur je nach gusto. Beim ersten mal ging’s. Dann ging’s mehrfach nicht. Spaeter ging’s dann wieder. Jetzt habe ich das erstmal als Reiter.
«Das mit dem Verhandeln hätte man sich mal überlegen sollen, bevor man mit dem Rücken an der Wand stand.»
Nun ja, ich glaube, dass was der Nuhr meint geht ein bisschen anders 😉
Aber Sie als Nuhr-Sympathisant werden das doch wissen. Zuerst hatte er das Wagenknecht-Schwarzer-Manifest unterschrieben. Nach einem Jahr kam schon der Sinneswandel. (Da war der schneller als ich.) Hat bei «Maischberger» erklaert, warum er jetzt eine andere Meinung zum Ukraine-Krieg hat.
Vielleicht geht das? Das Wesentliche in paar Sekunden zusammengefasst.
«Aber Sie als Nuhr-Sympathisant»
Sie verwechseln da was. Ich finde den witzig, aber ich bin doch kein «Follower». Ich bin auch kein Grebe-«Follower», falls Sie das glauben sollten. Ich neige zum Selberdenken und zu einer eigenen Meinung.
«Sie verwechseln da was. Ich finde den witzig, aber ich bin doch kein «Follower». Ich neige zum Selberdenken und zu einer eigenen Meinung.
Ach so 😉
Dann gute Nacht!
@ Izi:
««Ja Extra3, hat mir vor Corona auch gut gefallen.»
Da haben wir etwas gemeinsam. Ich kann den seitdem wirklich nicht mehr sehen. Tut mir leid.»
Das muss Ihnen nicht leid tun. Das kann von hier vermutlich fast keiner mehr sehen.
Uebrigens: Extra3 habe ich nie gezielt gesehen, beim Zapfen ist mir das aber ab und zu mal reingerutscht.
Ich habe das Stueck bei google zufaellig entdeckt. Und eigentlich wollte ich nach russ. Liedern gegen Putin suchen.
Nun ja, mich hatt’s vor Lachen fast umgehauen. Aber es war kein boeses Lachen. (Ich war ja selber damals bei dieser Kundgebung in Berlin dabei, fand die wichtig und richtig. Und ich mag auch noch die Sahra usw. Aber nach rund vier Jahren Krieg bin ich eben der Meinung: Der Mann will keinen Frieden. Der Mann will Unterwerfung.)
@nera
>>>Der Mann will keinen Frieden. Der Mann will Unterwerfung.<<<
Der Mann will das, was die Bevölkerung der Donbass Republiken entschieden hat und was mit der Anerkennung als russische Staatsbürgerschaft auch entschieden wurde.
Das würde er mit einem Waffenstillstand bekommen, aller Wahrscheinlichkeit nach.
Das andere wäre eine Kapitulation.
Was da rauskommt, weiss ich nicht, interessiert mich auch nicht.
Auf alle Fälle könnte es dann noch mehr sein.
«Was da rauskommt, weiss ich nicht, interessiert mich auch nicht.»
Ja, ist nicht unser Krieg, ist nicht unser Land. Muss uns nicht interessieren.
Und genau, das ist das Problem. Zumindest ein linkes.
Ach…Gesslerhut:
Ein linkes Problem ist auch Gaza.
«Ein linkes Problem ist auch Gaza.»
Gut, dass wir da übereinstimmen, hätte mich auch gewundert. 🙂
@ pleifel
Na klar! ☺️
@nera
Sie wollen es nicht begreifen, oder?
>>>Ja, ist nicht unser Krieg, ist nicht unser Land. Muss uns nicht interessieren.<<<
Es ist EBEN DOCH schon unser Krieg geworden. Das aber WILL ICH NICHT.
Deshalb bin ich dafür, dass WIR uns aus dem Krieg zurückziehen, weil der dann SOFORT aufhört.
Dann hat die Ukraine die Donezker Republiken eben nicht mehr.
Haben Sie mal mit Ukrainern gesprochen, ob die wollen, dass da weiter ihre Männer sterben?
Oder schreiben Sie nur so, weil man sich aus der Position so moralisch erhaben vorkommt?
Wir haben diese ganze Scheisse seit 2014 zugelassen, weil wir den Amis keine Paroli bieten können. Selbst wenn die fast in der Mitte von Europa zündeln.
Und jetzt, wo Trump aufhören will, krätschen wir dazwischen.
Trump ist das in dem Fall egal, der kassiert ab.
Der ist vielleicht in seinem Ego gekränkt, weil er den Krieg nicht innerhalb einer Woche beenden konnte, wie er vorher angekündigt hat, aber Kohle macht er ohne Ende.
Der Mann führt die EU am Nasenring durch die Manege.
Und Ihre Antwort: Arschloch, Idiot, nicht Ernst zu nehmen.
Der Mann ist aber kein Arschloch oder Idiot, der ist eher wie Hitler.
Aber im Gegensatz zu Hitler, hört er auf seine Berater.
Und im Gegensatz zu Deutschland unter Hitler ist die USA unter Trump eben wirklich die stärkste Militärmacht.
@ Oberst
«Sie wollen es nicht begreifen, oder?»
Ach Oberst, ich will mich doch gar nicht mit Ihnen streiten bis es knallt. Sie glauben das eine, ich das andere. Gut ist das sicher nicht, aber da werden wir wohl nie einig werden.
Falls Sie darin nicht nur dreckige Propaganda der olivgruenen woken Verbrecherbande sehen wollen, so in etwa sind auch meine subjektiven «Beobachtungen» der letzten Jahre:
https://taz.de/Ukraine-Krieg-spaltet-Ostdeutschland/!5899118/
Das ist für «taz» erstaunlich gut geschrieben, auch wenn ich natürlich nicht alle Meinungen des Autors teile. Ich habe es unter «Politische Einsichten» eingestellt.
Ein Beispiel, wo der psychologische Zugang von Bratsch ins Absurde abgleitet:
«Bei den Sachsen kommt ihr kollektives Trauma hinzu, seit 280 Jahren beharrlich zu den Kriegsverlierern zu gehören und untergehenden Systemen gefolgt zu sein. Hier besitzt der Spruch „Von der Sowjetunion lernen heißt siegen lernen“ noch Verführungskraft.»
Die Aelteren unter uns erinnern sich sicher noch an die Napoleonischen Kriege und diejenigen ihren goldenen Endfünfzigern an den Sieg der Sowjetunion im Kalten Krieg.
«Das ist für «taz» erstaunlich gut geschrieben…»
Zumindest deckt sich das was er zu Dresden schreibt, so fast 1:1 mit meinen, natuerlich sehr begrenzten Erfahrungen, aus meinem Umfeld.
Und ja, die taz…die habe ich jahrelang fast gar nicht mehr gelesen, weil ich das Geschriebene immer mehr als «weltfremd» empfand, eng an die Ideologie der «Gruenen» angelehnt. Aber mittlerweile, wenn ich im Internet nach irgendwas suche, springt mir immer oefters auch mal ein informativer oder nachdenkenswerter Artikel rein.
«Ein Beispiel, wo der psychologische Zugang von Bratsch ins Absurde abgleitet.»
Jaha – psychologisch, so tief bin ich jetzt nicht gegangen (die Leute reagieren da auch gern mal etwas ungehalten 😊), aber das dachte ich mir auch.
Und klar, der Bartsch (in Dresden haengengebliebener geborener Ossi), der tickt links, eher undogmatisch – wuerde ich sagen…ein «Klardenker», wie er vermutlich von sich selber meint. Ich kenne den aus der SAX, wo er das Dresdner Stadtgeschehen recht locker zum Besten gibt. Aber der schreibt auch fuer den Freitag. (Gerade den Ansatz gesehen.)
Ich denke uebrigens diese komischen Allianzen der sich als links verstehenden Menschen und die Spaltungen im engsten Familien-, Freundes- und Bekanntenkreis sind mind. auch das Ergebnis der sich streng an den Lehren von Marx orientierenden – und nach dem Systemzusammenbruch – orientierungslos gewordenen Linken. Sowohl in Ost als auch in West. Nur dass der Anteil im «Westen» eben viel geringer ist.
«Aber mittlerweile, wenn ich im Internet nach irgendwas suche, springt mir immer oefters auch mal ein informativer oder nachdenkenswerter Artikel rein.»
Das ist richtig. Die «taz» hat die Talsohle des Nur-noch-Woken durchschritten. Auch ARD & ZDF sind allerdings nicht mehr ganz so «aktivistisch» wie vor Trumps Wahlsieg. Die Journalisten geben das nicht so zu, aber viele haben schon begriffen, dass ihre Holzhammer-Propaganda kontraproduktiv war.
«und nach dem Systemzusammenbruch – orientierungslos gewordenen Linken»
Das war ja auch verständlich. Aber das ist jetzt mehr als dreieinhalb Jahrzehnte her. Wenn man immer noch hinter der Fichte steht, ist irgendwas faul.
«Der Mann will das, was die Bevölkerung der Donbass Republiken entschieden hat und was mit der Anerkennung als russische Staatsbürgerschaft auch entschieden wurde.»
Was ist denn das für eine üble Propaganda aus dem putinschen Paralleluniversum, was nichts mit der Realität zu tun hat.
Wollen Sie behaupten, die Bevölkerung hatte sich für Millionen Flüchtlinge, durch Putins Truppen total zerstörte Städte, Zwangsrekrutierung und Tote entschieden? Die Deindustrialisierung des Donbas, ein Leben ohne Wasser und Zwangsenteignung standen wohl kaum auf der Wunschliste.
«Haben Sie mal mit Ukrainern gesprochen, ob die wollen, dass da weiter ihre Männer sterben?»
Was ist das denn für eine blöde Frage?
Nach so einer Argumentation wollen Sie erzählen, dass Sie gegen Krieg sind? Sie sind dafür, dass Putin gewinnt und Sie ihre «Sowjetunion» wieder bekommen. Ja und wenn es denn nur mit Krieg geht, dann wurde der arme Putin halt dazu gezwungen und die Opfer sind selbst schuld.
Erstaunlich wie wenig Widerspruch Sie hier ernten.
«Erstaunlich wie wenig Widerspruch Sie hier ernten.»
Wir verlassen uns da ganz auf Sie (und @nera) 😉
Die Wahrheit liegt eben auch nicht dort, wo Sie sie sehen, sondern näher an der Mitte, die in letzter Zeit so ganz aus der Mode gekommen ist.
Bereits vor dem Maidan war das Argument der national gesinnten Westukrainer, der Donbass mit seiner veralteten Montanindustrie liege dem Land nur auf der Tasche, während viele Leute im Donbass anhand der Exportstatistiken darauf verwiesen, dass die Donbass-Industrien eine Quelle des Wohlstands seien.
Die Auseinandersetzung hatte verschiedene Hintergründe, unter anderem das verschiedene kulturelle Zugehörigkeitsgefühl in den beiden Landesteilen. So lange die politische Macht in Kiew immer wieder zwischen Westlern und Panslawisten wechselte, blieb die Auseinandersetzung friedlich, die Ukraine kam allerdings auch kaum voran.
Die Nach-Maidan-Regierung glaubte, keine Rücksicht mehr auf die Befindlichkeit im Donbass nehmen zu müssen und lehnte eine föderalistische Struktur ab. Viele Leute im Donbass lehnten die Maidan-Regierung ab. Was folgte, war ein Bürgerkrieg, auch wenn die national gesinnten Ukrainer das nicht wahrhaben wollen.
Danach gab es zwei Separatregionen, die sich als Staaten gebärdeten, wobei ihre Staatlichkeit prekär und von russischer Unterstützung abhängig war. Die Chance, diese Regionen unter Anerkennung einer gewissen Autonomie wieder in die Ukraine einzugliedern, hat die national gesinnte politische Klasse der Ukraine ausgeschlagen.
Es gab nach 2014/15 sowohl in den «Volksrepubliken» Ukrainer, die sich als solche empfanden, aber aus persönlöichen Gründen nicht umziehen wollten, als auch in den unter zentraler Kontrolle stehenden Teilen der Regionen Luhansk und Donezk weiter Leute, welche die national gesinnte und russlandfeindliche Politik in Kiew ablehnten. Solche Leute gab es auch in anderen Regionen, aber anhand der Wahlergebnisse von vor 2022 kann man sicher sagen, dass sie in den noch zentral kontrollierten Teilen der Regionen Donezk und Luhansk die stärkste politische Kraft waren.
Was der jetzige Mehrheitswille im Donbass ist, kann man kaum eruieren. Viele ukrainisch gesinnte Leute sind seit 2022 auch westwärts gezogen und ganz gleich, wie der Krieg ausgeht, werden viele von ihnen nicht zurückkehren.
Der russische Angriffskrieg hat definitiv viele zuvor eher russlandfreundliche Ukrainer zu Gegnern Russlands gemacht (den Effekt gab es in geringerem Ausmass auch schon 2014/15). Allerdings – so zynisch das klingen mag – der Sieger eines Kriegs gewinnt in der Regel hinterher in den besetzten Gebieten die Mehrheit für sich. Die menschliche Psychologie ist so beschaffen.
«National gesinnt» – sind das nicht auch die russlandfreundlichen bzw. russlandstaemmigen Ukrainer, nur dass die Nation dann eine andere ist?
Und muss man nicht als Regierung die Interessen der eigenen Nation zuerst vertreten?
Okay, ich sehe schon wieder meinen Schwachpunkt rot aufleuchten ;-)… Dann werden wir als Deutsche uns wieder streiten, ob die Interessen der national gesinnten ukrain. Regierung auch die nationalen Interessen der Ukrainer sind. Und ueberhaupt, ob diese nationalen Interessen dieser derzeitigen national gesinnten Regierung nicht richtig dumm sind.
(War das jetzt ein Widerspruch?)
«Und muss man nicht als Regierung die Interessen der eigenen Nation zuerst vertreten?»
Im Prinzip ja. Es ist nur die Frage, was diese Interessen sind und wie man die Nation definiert. Eine ukrainische Nation gab es 1990 sicherlich noch nicht. Man kann wahrscheinlich sagen, dass sie inzwischen existiert, Das Problem ist, dass sie sich durch Bekämpfung der kulturellen, sprachlichen und historischen Präferenzen eines nicht unbeträchtlichen Bevölkerungsanteils formiert hat und dass es Regionen gab, in denen dieser Anteil eine Mehrheit war.
«Das Problem ist, dass sie sich durch Bekämpfung…»
Eine Förderung der ukrainischen Sprache ist kein Bekämpfen anderer Präferenzen.
Wie ein Bekämpfen aussieht, erleben Sie in den russisch besetzten Gebieten.
«Eine Förderung der ukrainischen Sprache ist kein Bekämpfen anderer Präferenzen.»
Verbote der Verbreitung russischer kultureller Inhalte, Einschränkungen russischsprachigen Schulunterrichts und Verbote rein russischsprachiger ukrainischer Medien vergessen Sie da mal ganz nonchalant. All das wäre in der EU illegal.
@izitiwab
«All das wäre in der EU illegal.»
Nein!
++All das wäre in der EU illegal.++
Da muss ich @Petrowotsch ausnahmsweisel mal recht geben. Wenn die Maßnahmen gegen Russen gerichtet sind, wären sie nicht illegal, s. Baltikum.
@ Izi
«Verbote der Verbreitung russischer kultureller Inhalte, Einschränkungen russischsprachigen Schulunterrichts und Verbote rein russischsprachiger ukrainischer Medien vergessen Sie da mal ganz nonchalant. All das wäre in der EU illegal.»
Ich habe Ihre Aussage mal spasseshalber meinem Chatty vorgelegt. Der meint so pauschal kann man das nicht sagen. Die Situation waere komplex 😆
Da ist es fuer mich noch komplexer. Und da hier alles Ukraine-Experten miteinander diskutieren, will ich mich da mal…lieber meinen Nagern widmen.
Irgendwann geht’s ja auch mal wieder um das Titelthema. Suempfe und Strassen. Oder Iran? Oder die Halbierungsinitiative.*
* Alles kein Problem. Da wir das Thema lange nicht hatten 🤣
«Oder die Halbierungsinitiative.»
Ja, darum ging es bei mir heute. Und der Rest ist Pyrenäen-Radtour-Planung.
++Und muss man nicht als Regierung die Interessen der eigenen Nation zuerst vertreten?++
Genau das hat die ukrainische Führung nach 2014 vernachlässigt. Nation steht nicht gleichbedeutend mit Etnie oder ethnische Gruppe, die wenigsten Nationen bestehen aus einer homogenen ethnischen Bevölkerung, das trifft auch auf die Ukraine zu. Anstatt die Interessen aller Bevölkerungsgruppen zu berücksichtigen, förderten die Regierungspolitiker eine tumbe Identitätsbildung, die wesentliche Teile der zur ukrainischen Geschichte gehörenden Elemente und Menschen ignorierte, marginalisierte & dämonisierte. On top wurden zur Identitätsfindung Faschisten & Verbrecher als neue Vorbilder reanimiert & damit der russophobe Drive angeheizt.
Mit Verlaub Sie erzählen eine alternative Geschichte, die ihren Vorstellungen und der der russischen Propaganda entspricht.
«Bereits vor dem Maidan war das Argument der national gesinnten Westukrainer, der Donbass mit seiner veralteten Montanindustrie liege dem Land nur auf der Tasche»
Das hat nichts mit nationaler Gesinnung zu tun, das waren die nüchternen Zahlen. Nimmt man 2013, ergaben Einzahlungen zu Ausgaben aus dem Haushalt pro Gebiet und pro Person folgende Zahlen in HRN:
Poltawer Gebiet +3757
Charkower Gebiet +2520
…
Lwower Gebiet +140
…
Donezker Gebiet -2126
Lugansker Gebiet -2262
Ich hoffe, es überrascht Sie nicht zu sehr, dass die Ukraine nicht nur aus West- und Ostukraine besteht.
«Was folgte, war ein Bürgerkrieg, ..»
Ein Bürgerkrieg, mit russischen Waffen, Soldaten und einem Regierungschef aus Russland? Seltsame Definition.
«der Sieger eines Kriegs gewinnt in der Regel hinterher in den besetzten Gebieten die Mehrheit für sich. »
Mit Einsatz entsprechender Mittel, möglicherweise.
Ich kenne da jemanden aus Donezk. Vor dem Krieg trafen wir uns manchmal im Sommer im ukrainischen Dorf im Poltawer Gebiet. Er kannte sich da gut aus, weil er als Kind hier immer seine Ferien verbrachte. Er hatte keine Probleme mit der ukrainischen Sprache. Wir waren zusammen Angeln, feierten … für mich ein ganz normaler Ukrainer.
2014 dann plötzlich stramm prorussisch, stramm antisemitisch und überhaupt hat er schon immer alles Ukrainische gehasst. Irgendwann nach 2022, er ging nicht mehr aus dem Haus, um nicht eingezogen zu werden. Später schrieb er, dass er um 2014 so geschrieben hat, weil er damit Geld verdienen konnte. Aktuell wird das Thema, Politik oder Lebensumstände komplett gemieden.
Was haben Sie nur? Ich habe die Argumente beider Seiten referiert.
Die Regionen Luhansk und Donzek trugen 2013 zu insgesamt 25% der ukrainischen Exporte bei, weit über ihrem Bevölkerungsanteil. Schauen Sie hier.
«Was haben Sie nur?»
Bei dem Thema scheint ja urplötzlich ihre kritische Analysefähigkeit nicht mehr zu funktionieren.
Das eine staatlich subventionierte Industrie günstig und konkurrenzfähig exportieren kann und muss, um an die benötigten Devisen zu kommen, sollte für Sie als Ossi nichts Neues sein. Das sagt nichts über die Leistungsfähigkeit der Industrie aus.
‚Was haben Sie nur?‘
Wie soll er das Wissen, solange ihm niemand aus der Schleife hilft?
Und genau solche Denkblockaden von Personen in verantwortliche Positionen sind das eigentlich gefährliche an der Entwicklung.
Und dazu zählt allemal die Behauptung, mit dem politischen Gegner/Feind, der natürlich nicht nach den Regeln der sogenannten ‚westlichen, regelbasierten Werteordnung‘ spielen will, sprechen zu können (bevor nicht..). Man kennt die Slogans.
@Petrowitsch
«um an die benötigten Devisen zu kommen»
Eben. Ich sehe, Sie haben es doch begriffen.
@izitiwab
Wie werde ich jetzt bloß das Bild in meinem Kopf von einem Prof. und seinem Studenten wieder los?
Der Prof. erklärt dem Studenten lange etwas, worauf dieser am Ende süffisant antwortet: «Ich sehe, Sie haben es doch begriffen.»
Da kann ich Ihnen auch kaum helfen. Lesen Sie vielleicht noch einmal alle Texte von meinem ersten angefangen. Vielleicht bemerken Sie dann, dass Sie einem meiner Argumente recht gegeben haben, dass sie zuerst abgelehnt hatten.
Vielleicht doch eine Hilfestellung, weil Sie es möglicherweise noch nicht begriffen hatten. Die Ukraine muss, wie die Sowjetunion vorher, ein paar Dinge importieren. Da sie nicht die Reserverwährung der Welt kontrolliert, muss sie in ähnlichem Umfang exportieren (sonst gehen alle Werte im Land auf Dauer an ausländische Käufer).
@izitiwab
«dass Sie einem meiner Argumente recht gegeben haben…»
Warum sollen Sie nicht in einem Teilaspekt recht haben? Doch damit kann nicht versuchen die innerukrainischen Verhältnisse zu erklären. Die Äpfel und Birnen halt wieder. Ja und rein zufällig ist es wieder so ein Teilaspekt, wie er von der russischen Propaganda so gern genutzt wurde.
«Vielleicht doch eine Hilfestellung, weil Sie es möglicherweise noch nicht begriffen hatten.»
Das ist keine Hilfestellung, sondern ein Allgemeinplätzchen und dazu noch ein sehr fragliches.
«Aber gut, dass Sie (zu der Zeit) noch hier sind». 🙂
Folgender Link verweist auf eine lesenswerte Lektüre zweier Autoren zu dem kontroversen Thema ‚Ukraine‘, die sich vor allem mit möglichen Lösungen beschäftigen, aber auch über die Gründe/Hintergründe der vielen verpassten Chancen nüchtern berichten.
https://vergangenheitsverlag.de/shop/Die-Ukraine-im-zerstoererischen-Zugriff-globaler-Machtpolitik-Erfahrungen–Analysen–Aufklaerung-und-Hoffnung–Ein-Buch-von-Herwig-Roggemann-und-Peter-Alexis-Albrecht-213.htm
Na, «Vergangenheitsverlag» und ein Autor mit Jahrgang 1935 – ob das wohl Zukunft hat?
Ich habe die Buchankündigung unter «Politische Einsichten» eingestellt.
Das Offensichtliche gelassen aussprechen:
«Bundeskanzler Friedrich Merz hat abermals einen schnellen Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union zurückgewiesen. „Ein Beitritt zum 1. Januar 2027 ist ausgeschlossen. Es geht nicht“, sagte der CDU-Vorsitzende nach Beratungen der Spitzen von SPD und Union im Kanzleramt in Berlin. Jedes Land, das zur EU gehören wolle, müsse zunächst die sogenannten Kopenhagener Kriterien erfüllen, sagte Merz. Dieser Prozess dauere in der Regel einige Jahre.
Dennoch ist es Merz zufolge aber wichtig, dass die Ukraine eine Perspektive hat, die den Weg zum Beitritt ebnet. „Wir können auf dem Weg dorthin die Ukraine langsam heranführen an die Europäische Union. Das ist immer möglich, aber ein so schneller Beitritt geht einfach nicht», sagte Merz.»
Quelle: faz.net
Und hier noch eine interessante Grafik der NZZ.
Was diese treffende Grafik symbolisiert, lässt sich so mit wenigen Worten kaum ‚abbilden‘.
Die Flagge der EU lässt sich wohl gegen jede andere beliebige Flagge, einschließlich die der USA, austauschen.
Nun ja, die russische Trikolore verschont der boese Verwandte unseres Vogels wohl noch.
Danke. Der Gedanke kam mir auch, was dann die Zukunft betrifft. Ist aber Print on Demand und kann bestellt werden.
Jeweils von den zwei Autoren ihre Ausführungen in Deutsch, dann Englisch. Mit vielen Notes und Quellenangaben.
Man muss daher auch keine 235 Seiten lesen. 🙂
Frei nach Mary Elise Sarotte:
‚𝗡𝗮𝗰𝗵𝗱𝗲𝗺 𝗱𝗶𝗲 𝗙𝘂𝗻𝗸𝘁𝗶𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗿 𝗡𝗔𝗧𝗢 𝗻𝗮𝗰𝗵 𝗱𝗲𝗺 𝗘𝗻𝗱𝗲 𝗱𝗲𝘀 𝗞𝗮𝗹𝘁𝗲𝗻 𝗞𝗿𝗶𝗲𝗴𝗲𝘀 𝗶𝗻 𝗙𝗿𝗮𝗴𝗲 𝗴𝗲𝘀𝘁𝗲𝗹𝗹𝘁 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲, 𝗲𝗿𝘄𝗲𝗶𝘁𝗲𝗿𝘁𝗲 𝘀𝗶𝗲 𝘀𝗶𝗰𝗵, 𝗯𝗶𝘀 𝘀𝗶𝗲 𝗱𝗮𝗱𝘂𝗿𝗰𝗵 𝘄𝗶𝗲𝗱𝗲𝗿 𝗻𝗼𝘁𝘄𝗲𝗻𝗱𝗶𝗴 𝘄𝘂𝗿𝗱𝗲.‘
Und zur sachlichen Unterlegung dieser ‚freizügigen‘ Denke ein wenig Material, was sich bestens verwenden lässt:
1. https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/107711
2. https://library.oapen.org/handle/20.500.12657/93252
3. https://www.degruyterbrill.com/document/doi/10.1515/9783110743371/html?lang=de
(die digitale kostenlose Quelle zurzeit leider’gestört‘)
Der US-Senat hat mit 71:29 Stimmen ein Gesetzespaket für die Regierungsgeschäfte beschlossen. Das Heimatschutzministerium wird darin zunächst nur für zwei Wochen zwischenfinanziert. In dieser Zeit muss es eine Einigung über dessen weiteres Vorgehen in der Migrationsfrage geben.
Am Montag muss noch das Repräsentantenhaus dem Kompromiss zustimmen. Allerdings dürfte das nach diesem Ergebnis im Senat eine Formalität sein.
Die Niederlage der Demokraten im Herbst in der Auseinandersetzung um das Auslaufen der Steuererleichterungen für «Obamacare» ist damit zementiert.
«Wenn man immer noch hinter der Fichte steht, ist irgendwas faul.»
Stimmt, da mangelt es wohl an Wissen, was den Zustand dieser Bäume betrifft. 🙂
In Kiew ist die Metro komplett ausgefallen. Ursache ist ein Spannungsabfall. Auch die Rolltreppen stehen. Die Stadtverwaltung bezeichnet den Ausfall als vorübergehend.
Quelle: NZZ
«In Kiew ist die Metro komplett ausgefallen. »
Hä? Seit 14:30 Uhr Ortszeit läuft nach Angaben der Stadtverwaltung wieder alles.
Auf nachfolgendem Link gibt es eine geostrategisch-militärpolitische Analyse, die den Ukrainekrieg und alle weiteren Puzzleteile – für mich sehr passgenau – zusammenfügt. Das Gesamtbild ist frappierend und es ist in sich konsistent. Allerdings: Mir fehlt die militärisch/strategische Expertise, um die Analyse auf ihre Fundiertheit hin zu prüfen – und um mir letztlich eine Meinung dazu zu bilden. Izi, könnten Sie mal eine Art «peer review» machen ? (ggfls. auch in einem separaten Beitrag) Hier der Link: https://globalbridge.ch/operation-pivot-wie-trump-die-weltordnung-zertruemmert-um-amerika-zu-retten/
Auf jeden Fall sehr interessant. Der Titel entspricht meiner Sichtweise auf Trumps Beweggründe. Ich habe den Artikel aber noch nicht gelesen.
Zunächst einmal habe ich ihn bei «Tiefer schürfen» eingestellt, weil er mehr als tagesaktuelles Interesse beanspruchen kann. Eine Analyse kommt später. Zur Zeit scheint (unerwartet) die Sonne und da ist ein Waldlauf wichtiger.
@Kontemplator
Mein erster Eindruck war:
ist irgendwie logisch erklärt, könnte alles durchaus so sein.
KI befragt, neu justiert, hier die Aussage:
Der Text von Hollister hat einen entscheidenden Vorzug gegenüber dem üblichen Meinungsjournalismus: Er benennt reale Machtlogik offen und verzichtet auf moralische Beschwichtigung. Das allein hebt ihn bereits über weite Teile des Mainstreams hinaus. Dennoch muss man analytisch sehr sauber unterscheiden, wo Fakten enden und wo Interpretation beginnt – sonst ersetzt man ein Narrativ durch ein anderes.
Zunächst zur Faktenebene:
Die im Beitrag genannten Schlüsselereignisse – militärisches Vorgehen der USA in Venezuela, faktische Ausschaltung der Maduro-Regierung, das „Board of Peace“, die Inhalte von NSS und NDS – sind nicht erfunden. Sie sind quellenbasiert dokumentiert: durch offizielle US-Dokumente, Medienberichte, öffentliche Erklärungen und Sekundärsammlungen. In diesem Sinn ist der Text faktenfundiert im Ausgangspunkt. Wer das pauschal als „unbelegt“ abtut, arbeitet unsauber.
Der nächste Schritt ist jedoch entscheidend: Belegqualität ist nicht gleich Belegexistenz.
Ein Großteil der Quellen besteht aus politischen Selbstbeschreibungen, ereignisnahen Medienmeldungen und zusammenfassenden Sekundärdarstellungen. Das trägt die Existenz der Ereignisse – aber nicht automatisch die ihnen zugeschriebene strategische Totalintention. NSS und NDS sagen viel über Prioritäten, wenig über operative Zeitpläne. Regierungsstatements erklären Absichten, aber nicht interne Entscheidungsprozesse oder Alternativen.
Der eigentliche analytische Sprung des Textes liegt daher nicht in den Fakten, sondern in der Konstruktion einer geschlossenen Gesamtstrategie:
Venezuela als gezielte logistische Vorbereitung für einen Iran-Krieg.
Das Board of Peace als funktionaler Ersatz der UNO.
Panama und Malakka als planmäßig terminierte Würgepunkte.
Die BRICS-Unit als unmittelbar bevorstehender Todesstoß für den Dollar.
All diese Deutungen sind nicht absurd – aber sie sind Hypothesen, keine aus den Belegen zwingend ableitbaren Tatsachen. Der Text markiert diesen Übergang nicht ausreichend. Er formuliert Szenarien im Indikativ, nicht im Konjunktiv.
Gerade bei der Dollar-These zeigt sich das Problem exemplarisch. Ja, es gibt De-Dollarisierungstendenzen. Ja, BRICS experimentieren mit Abrechnungssystemen. Aber daraus einen kurzfristigen, systemischen Kollaps des Dollars abzuleiten, ignoriert institutionelle Trägheit, Marktliquidität, Pfadabhängigkeiten und Gegenmaßnahmen. Der Dollar ist nicht nur Petrowährung, sondern Finanzinfrastruktur. Sein Bedeutungsverlust ist realistisch – sein plötzlicher Tod nicht.
Ähnlich bei der Mehrfronten-Eskalation:
Eine gleichzeitige militärische Zuspitzung in Venezuela, Iran, Panama und gegenüber China würde massive Gegenreaktionen auslösen – politisch, ökonomisch, militärisch, auch innerhalb der USA. Dass all dies entweder ausbleibt oder kontrollierbar bleibt, wird im Text vorausgesetzt, aber nicht begründet.
Rhetorisch verschärft wird dies durch starke Personalisierung. Trump fungiert als Träger aller Kausalität. Das ist erzählerisch wirksam, analytisch aber verkürzend. Außenpolitik entsteht nicht allein aus Persönlichkeit, sondern aus Apparaten, Interessen, Fraktionen, Opportunitäten und Widerständen.
Das führt zum eigentlichen Fazit:
Der Text ist kein Meinungsartikel im trivialen Sinn, aber auch keine belastbare Prognoseanalyse. Er ist ein Alarm-Essay, der reale Entwicklungen zu einem kohärenten, düsteren Szenario verdichtet. Sein Wert liegt darin, Machtlogik sichtbar zu machen. Seine Schwäche liegt darin, Alternativen, Brüche und Unsicherheiten weitgehend auszublenden.
Wer ihn liest, sollte ihn daher weder als „Verschwörungstext“ abtun noch als operative Blaupause missverstehen. Er ist eine zugespitzte strategische Interpretation realer Vorgänge – informativ, provokant, aber nicht deterministisch.
Oder in einem Satz:
Fakten: ja.
Gesamtarchitektur: plausibel diskutierbar.
Gewissheitsgrad: deutlich überzogen.
Gerade diese Unterscheidung ist notwendig, wenn man nicht selbst im Modus der Narrative landen will, den man kritisiert.
Schaun mer mal, was izi sagt, wenn er das Köppl durchgelüftet hat 🤣😅😂
Faktenbasiert?
Ein US Flottenverband der 1500 km an einem halben Tag zurückliegt? Machen Sie das mal mit einem Auto nach. Von Massengräbern für 80 Tote höre ich das erste Mal.
Warum soll der Rest des Textes eine bessere Qualität haben? Ein Text, den ich mit anderen Präsidentennamen seit ca. 50 Jahren immer wieder lesen durfte. Nur die USA gibt es immer noch.
Das Folgende ist zumindest belegt:
«Am 9. Januar sagte Trump der New York Times: „My own morality, my own mind is the only thing that can stop me. I don’t need international law.“ Dann korrigierte er sich grinsend: „I do“ – aber er lasse offen, was das eigentlich bedeute.»
Ich denke eher nicht, dass man einen derartigen Spruch von einem vorherigen US-Präsidenten finden kann. Aber Sie sind herzlich eingeladen, einen solchen aufzutreiben.
«Ich denke eher nicht, dass man einen derartigen Spruch von einem vorherigen US-Präsidenten finden kann.»
Spielt das eine Rolle, ob die Sprüche genauso waren, wie die des unübertroffenen Trump?
Manch einer musste ja so tun, als ob er vergessen hätte das Mikro abzustellen.
Aber die Prognosen des Endes der USA und des Dollar waren doch immer dieselben.
Ich bin beeindruckt von dem was die KI`s der geschätzten Kommentatoren bei entsprechendem Training so zu analysieren vermögen.
Gibt aber auch andere Möglichkeiten eine erste kleine Ahnung von des Textes Mistig oder Perligkeit zu erhaschen: kurz reinhören.
Der Duktus des Vortragenden lässt wenig Zuversicht auf journalistisches Bemühen um Objektivität aufkommen.
@Ebertus
Erstmal musste ich mich bei meiner KI erkundigen, ob ich mich MEINER Interpretation von «des Textes Mistig oder Perligkeit» richtig lag.🤔
Dann habe ich auch reingehört.
Ja, Sie haben schon recht. Es ist irgendwie «verstörend» und auch «seltsam».
Nun denke ich aber nicht unbedingt, dass das gemacht wurde, um den Text zu entwerten.
Der Text ist an sich schon sehr «alarmistisch» und überzogen in seiner Stringenz.
Das Audio verschärft die ganze Sache noch einmal.
Ich musste da gleich an «The War of the Worlds» denken, die berühmte Orson-Welles-Hörspielsendung.
Ebertus?
War das nicht ein sehr produktiver Blogger und Kommentator bei der ehemaligen Freitags Community, Gott hab sie seelig.
Dass Sie mich (freudsch nehm ich an) mit dem in Zusammenhang bringen ehrt mich sehr ungerechtgertigt, bei aller Bescheidenheit.
Ja, es ist das wegweisende Sendungsbewusstsein «überzogen in seiner Stringenz» (klasse Formulierung) das aufstößt und immer skeptisch machen sollte.
@Eremit
Tschuldigung, ja, war ein Versehen.
Aber Sie schrieben «Gott hab sie seelig»
Im wortwörtlichem Zusammenhang?
@Oberst Zapf
Man könnte auch sagen sie sei zum Teufel. Andere würden vielleicht sagen es sei dort einst paradiesisch gewesen.
Interessante und überlegenswerte Einschätzung ihrer KI.
Das bringt mich zu der Frage, wie Sie eigentlich selbst mit den KI-Antworten umgehen, bevor Sie diese in die Kommentare «schieben»: Haben Sie eine kritische Distanz dazu? Wenn ja, wie und mit welchem Aufwand realisieren sie diese? Welche KI nutzen Sie denn?
Meine Fragen sind absolut nicht argwöhnisch gemeint, sondern ehrlich interessiert. Nach meinen bisherigen Erfahrungen scheint mir KI eher ein redseliges Wikipedia zu sein … Also, ich bin neugierig und offen!
Meine Antwort findet sich ganz unten, wo ich die volle Breite habe.
Aehm…wann?
Seit einer Minute. Ich musste sie ja erst einmal schreiben.
Der Bundesstaat Minnesota ist vor Gericht mit einem Antrag gescheitert, die ICE-Razzien zu verbieten.
„Letztendlich kommt das Gericht zu dem Schluss, dass die Abwägung der Schäden nicht eindeutig für eine einstweilige Verfügung spricht“, hieß es am Samstag in der Entscheidung von Bundesrichterin Katherine Menendez.
Quelle: faz.net
Menendez ist 2021 auf Vorschlag von Präsident Joe Biden zur Bundesbezirksrichterin befördert und vom Senat bestätigt worden. Sie erhielt ihre Ernennungsurkunde am 21. Dezember 2021.
Ich wuerde noch ergaenzen:
«Das Gericht betonte, dass seine jetzt getroffene Entscheidung keine endgültige darüber sei, ob die Ansprüche der Kläger an sich begründet sind oder nicht.»
https://www.zdfheute.de/politik/ausland/minneapolis-protest-ice-einsatz-100.html
Aber vielleicht ist das tatsaechlich irrelevant.
Das ist ein Standardsatz, wenn eine einstweilige Verfügung abgelehnt wird. Einstweilige Verfügungen werden mit Hinweis auf eine Klage in einer Sache verlangt, mit der Begründung, dass bis zur Entscheidung in der Hauptsache sonst irreparabler Schaden in erheblichem Ausmass entstünde. Das rechtliche Instrument existiert dafür, um Kläger bei klar berechtigtem Interesse in der Zeit zu schützen, welche die Vorbereitung des Hauptverfahrens erfordert.
Zu: «OPERATION PIVOT – Wie Trump die Weltordnung zertrümmert, um Amerika zu retten» von Michael Hollister
Wir finden hier ein Gemisch von korrekten Fakten, wahrscheinlich korrekten Interpretationen, grundlegend richtiger Analyse – und strategischen Fehleinschätzungen, Detailfehlern und einem fatalen Hang, sich auf ein Szenario festzulegen.
Richtig ist, dass die USA vor einem Scherbenhaufen stehen, wenn der US-Dollar den Status einer Reservewährung verliert. Trump und seinen Beratern ist das durchaus auch bewusst. Richtig ist auch, dass Trump und seine Berater in Uebereinstimmung mit der Einschätzung der RAND Corporation von 2016 davon ausgehen, dass es für die USA bereits sehr spät ist (ich denke: bereits zu spät) und dass Trump deshalb mit dieser hohen Schlagzahl operiert. Richtig ist ferner die Beobachtung, dass Trump eine Reihe anderer Probleme lösen muss, um so viele Ressourcen freizusetzen, dass die USA in einer Konfrontation mit China bestehen könnten.
Falsch ist die Annahme, dass die von Hollister Trump unterstellte Strategie Erfolgsaussichten hätte. Das liegt teilweise an Detailfehlern, die ich unten diskutiere, hauptsächlich aber daran, dass Hollister denkt, der ganze Rest der Welt stünde den Operationen Trumps ohnmächtig gegenüber. Hollister hätte eigentlich anhand der Grönland-Frage international und der Minneapolis-Frage national bemerken müssen, dass der Handlungsspielraum Trumps beschränkt ist. Wenn diese Ereignisse zeitlich zu kurz zurückliegen, hätte er an der Ukraine-Frage bemerken müssen, wie kompliziert es für Trump ist, auch nur eines der Probleme zu lösen, die er lössen muss, um sich auf China fokussieren zu können.
Die Analyse von Hollister scheitert auch daran, ihre beiden Hauptstränge am Ende zusammenzuführen. Es wird nicht klar, wie die von Hollister angenommene Abfolge von Ereignissen eine De-Dollarisierung verhindern soll. Wahrscheinlicher ist sogar, dass das resultierende Chaos einer De-Dollarisierung Vorschub leisten würde, weil es sehr vielen Ländern einen Anreiz bieten würde, sich gegen die USA zu verbünden.
Im Folgenden widme ich mich einzelnen fehlerhaften Annahmen. @Petrowitsch hatte bereits darauf hingewiesen, dass eine Flotte keine 1500 km an einem halben Tag zurücklegen kann (er war halt kein Marinesoldat, aber das geht nicht mal an Land mit Panzerdivisionen). Die schnellsten Schiffe würden es mit Maximalgeschwindigkeit in reichlich einem Tag schaffen. Eine Flotte kann man realistischerweise nicht in weniger als zwei Tagen über 1500 km verlegen. In der Folge halte ich mich mit solchen Details nicht auf, sondern diskutiere strategieentscheidende Fehleinschätzungen.
1. Front Venezuela – Abgeschlossen
Hollister geht davon aus, dass die USA den Unterbruch von Oelrouten für den Rest der Welt riskieren könnten, weil sie in Venezuela praktisch unerschöpfliche Erdölreserven unter Kontrolle hat. Er nimmt an, das ginge schon in den nächsten Monaten. Die Erdölproduktion Venzuelas kann aber nicht in wenigen Wochen oder Monaten auf das nötige Niveau hochgefahren werden. So schnell geht der Bau der nötigen Infrastruktur nicht.
2. Front 2 – Iran
Die Idee Hollisters beruht darauf, dass der Iran nach Angriffen der USA dauerhaft die Strasse von Hormus schliesst. Abgesehen davon, dass die iranische Führung das kaum tun wird, wenn sie den Eindruck gewinnt, dass es den USA nutzt, wäre eine Grossoperation gegen den Iran extrem riskant. Die USA haben in absehbarer Zeit keine Landstreitkräfte, die den Iran besiegen könnten. Ein paar kurze Schläge mit folgendem Deengagement werden wenig bewirken. Daraus folgt, dass die USA mit einem entschiedenen Vorgehen gegen den Iran erhebliche Teile ihrer Kriegsmarine und ihrer Luftstreitkräfte binden würden. Iran dürfte übrigens tatsächlich in der Lage sein, US-Flugzeugträger zu versenken, falls es hart auf hart kommt. Das käme in den USA nicht so gut an.
Bedeutung der Strasse von Hormuz: Saudi-Arabien exportiert bereits etwa 60% seines Oels über andere Routen. Das Land hat eine Ost-West-Pipeline und genug Hafenkapazität am Roten Meer, um innerhalb kurzer Zeit fast den gesamten Export über andere Routen laufen zu lassen. Das verteuert Exporte nach Asien, aber nicht extrem. Der Oelpreis würde (zur Freude Russlands) kurz durch die Decke gehen, aber eben nur kurz.
Front 3 – Panama:
Der Panama-Kanal ist nicht die primäre Route für chinesische Exporte nach Europa. Das ist der Suez-Kanal. Es gibt eine Reihe weiterer Ausweichmöglichkeiten, je nach Wert der Produkte auch Luftfracht. Preise würden steigen, aber die Idee, man könne chinesische Exporte so abwürgen, ist abwegig.
Im Uebrigen hängt Europa kritisch von Importen aus China ab. Es bestünde das Risiko, dass Europa in dem von Hollister beschriebenen Szenario mit den USA brechen und eine strategische Partnerschaft mit China suchen würde – aus reiner Not.
Noch wichtiger – die USA hängen kritisch von Importen aus China ab. Sie können sich eine Totalkonfrontation mit China gar nicht leisten. Auch grosse Teile Lateinamerikas würden in dem von Hollister vorgezeichneten Szenario vermutlich versuchen, sich an Europa und China anzulehnen. Was wollten die USA dagegen tun? Viel Feind, viel Ehr, heisst es, aber so gross sind die US-Streikräfte (und die Kapazität der Waffen- und Munitionsproduktion) dann doch nicht.
Front 4 – Malakka
Das ergibt nicht wirklich Sinn. Die Strasse von Malakka ist die kürzeste Route von China in den Indischen Ozean und wird deshalb so stark benutzt. Sie ist aber keinesfalls der einzig mögliche Weg. China arbeitet auch schon seit längerer Zeit am «Malakka-Dilemma». Die Alternativen für Erdölimporte sind der China-Pakistan Economic Corridor (CPEC), Thailand’s Land Bridge (noch nicht operativ), im Sommer die auch von Hollister erwähnte Nordroute, Bahntrassen (existieren teilweise bereits).
Die Sunda- und Lombok-Strasse sind gegenwärtig wegen der Umwege zu teuer (obwohl einige Tiefseeschiffe schon heute die Lombok-Strasse benutzen), aber im von Hollister beschriebenen Szenario wären sie eine Alternative. Die USA müssten also auch noch diese sperren.
Abgesehen von diesen praktischen Erwägungen würde der Versuch, China abzuwürgen, grosse Teile Asiens gegen die USA aufbringen.
Fazit:
Trump ist unkonventionell, Völkerrecht interessiert ihn nicht, er glaubt an das Recht des Stärkeren, aber er ist nicht doof. Das hat das erste Jahr seiner zweiten Amtszeit deutlich gezeigt. Wo immer der Widerstand zu stark wurde, hat er sein Vorgehen angepasst. Dass er das von Hollister gezeichnete Szenario auch nur versucht umzusetzen, ist hochgradig unwahrscheinlich.
Bei Halbwissen fehlt meistens die wichtige Hälfte
«Bei Halbwissen fehlt meistens die wichtige Hälfte»
Harte Beurteilung. Und immer mal paar Halbwahrheiten gestreut… Welche Note wuerden Sie denn geben?
Der Schreibstil ist aber eine Wucht! Der reisst einen richtig mit. Ich habe das in einem Ruck gelesen.
Er koennte apokalyptische bzw. dystopische Romane schreiben. Ende offen.
Oh‘ ich habe gerade mitgekriegt, den Kurzroman gibt’s ja auch als Hoerspiel in fuenf Akten.
Hm. Das ist jetzt zu spaet.🤣
«Er koennte apokalyptische bzw. dystopische Romane schreiben. Ende offen.»
Ja, für Fantasy hat er Talent. Als Warnung, wie dünn das Eis ist, auf dem wir stehen, mag es auch angehen. ine strategische Analyse ist es nicht.
Schon lesenswert und bedenkenswert, aber ihm fehlt es an kritischer Beurteilung der eigenen Gedankengänge.
«Schon lesenswert und bedenkenswert, aber ihm fehlt es an kritischer Beurteilung der eigenen Gedankengänge.»
Schicken Sie ihm doch ihren Link. Vielleicht wird was draus.
Danke für die Einschätzung. Werde das noch weiter in Ruhe durchdenken.
Übrigens: pleifels Idee hat was …