Nicht nur in eigener Sache Am 8. März 2026 wird in der Schweiz über einen Initiative zur Halbierung der Finanzierung des öffentlich-rechtlichen Rundfunks abgestimmt. Gemeinsam mit einigen hundert anderen Schweizer Professoren habe ich mich öffentlich gegen diese Initiative gewandt. Hier erkläre ich, warum.

Wissenschaft oh-oh ist eine Meinung
Rainald Grebe
die muss jeder sagen dürfen.
Worum es geht
In der Schweiz können organisierte Bürger direkt Einfluss auf die Politik nehmen, indem sie eine Volksinitiative starten und zum Erfolg führen. Dazu müssen sie auf Bundesebene zunächst innert 18 Monaten 100’000 Unterschriften sammeln. Dann nehmen Regierung und Parlament Stellung und unterbreiten gegebenenfalls einen Gegenvorschlag. Schliesslich kommt die Initiative zur Abstimmung.
Alle, die wahlberechtigt sind, können dafür oder dagegen stimmen. Gibt es einen Gegenvorschlag, dann trifft das auch auf diesen zu. Es gibt dann eine Stichfrage, was man denn vorziehe, wenn swohl der Initiativ- als auch der Gegenvorschlag eine Mehrheit erhielten. Auf Kantons- und Gemeindeebene gibt es das auch; mit geringeren Unterschriftsquoren. Initiativen, welche eine Änderung der Bundesverfassung zum Ziel haben, benötigen ein Volksmehr (über 50% der Stimmberechtigten) und ein Ständemehr (mehr als die Hälfte der Kantone muss zustimmen).
Ein Komitee, das von Vertretern der Schweizerischen Volkspartei (SVP) und der Jungliberalen dominiert und vom Schweizerischen Gewerbeverband unterstützt wird, hatte eine Initiative gestartet, die Rundfunkgebühr von jetzt 335 CHF/Jahr und Haushalt auf 200 CHF zu senken sowie alle Unternehmen davon auszunehmen. Ein Gegenkomitee, dem mit Matthias Michel auch ein Ständerat (Kantonskammer des Parlaments) der Liberalen (FDP) angehört, hält das für schädlich.
Die Initianten legten am 10.8.2023 insgesamt 126’290 Unterschriften vor. Der Bundesrat (Regierung) und der Nationalrat (andere Parlamentskammer) haben sich gegen den Vorschlag ausgesprochen. Das ablehnende Votum im Nationalrat fiel mit 116 zu 74 deutlich aus. Weil der Gesamteffekt eine Halbierung der Gebühreneinnahmen der Schweizer Radio- und Fernsehgesellschaft (SRG) wäre, ist die Initiative als «Halbierungsinitiative» bekannt geworden. Am 8. März 2026 wird darüber ohne Gegenvorschlag abgestimmt. Es braucht ein Volksmehr und ein Ständemehr für eine Annahme. Der Bundesrat hatte bereits zuvor auf dem Verordnungsweg eine Reduzierung der Medienabgabe auf 300 CHF/Jahr und Haushalt bis 2029 beschlossen.
Die SRG
Die «Schweizer Rundspruchgesellschaft» hat in den 1960er Jahren ihren neuen Namen unter Beibehaltung des Kürzels SRG erhalten, um der Bedeutung des Fernsehens gerecht zu werden. Sie hat jährliche Gesamteinnahmen von etwa 1.5 Milliarden CHF, von denen knapp 1.3 Milliarden (83%) auf die Rundfunkgebühren (modern: Medienabgabe) entfallen. Während jeder Haushalt 335 CHF zahlt, liegen die tatsächlichen Einnahmen bei über 400 CHF pro Haushalt, weil Unternehmen ebenfalls beitragen müssen. Zum Vergleich: Der Schweizer Bund finanziert die ETH Zürich direkt mit 1.388 Milliarden CHF (2024).
Die Einnahmen der SRG werden in hohem Maße umverteilt, um die kleineren Sprachregionen zu unterstützen. In der Deutschschweiz fallen 930 Millionen CHF Medienabgabe an, von denen 370 Millionen an die Sender in der Romandie (französischsprachige Westschweiz), im italienischsprachigen Tessin und in den rätoromanischen Regionen Graubündens aufgewendet werden. Natürlich sind all diese Programme schweizweit zu empfangen.
Die SRG gibt 41% für Informationsangebote, 21% für Unterhaltung, 17% für Inhalte zu Kultur, Gesellschaft und Bildung, 15% für Sport und 6% für Musik und Jugend aus. Sie erzielt teilweise erhebliche Zuschauerquoten, so etwa 49.1% Marktanteil mit ihrer Hauptnachrichtensendung (Schweizer Tagesschau, 19:30-19:55 Uhr), 30-40% mit den populärsten Unterhaltungssendungen, bis zu 70% mit Sportereignissen von nationaler Bedeutung und immer noch 6% mit ihrer «Sternstunde Philosophie», 8% mit dem «Literaturclub» und 10% mit dem Kulturplatz. Sie unterhält vier Fernsehsender (SRF: deutschsprachig, RTS: französischsprachig, RSI: italienischsprachig, RTR: rätoromanisch). Dazu kommen Radio- und Internetangebote.
Die 335 CHF Gebühr pro Jahr und Haushalt erscheinen zunächst viel. Der Vorschlag der Halbierungsinitiative würde die Abgabe auf das deutsche Niveau senken. Das berücksichtigt allerdings nicht die höheren Einkommen und Salärkosten in der Schweiz. Die 220.32 Euro pro Jahr und Haushalt in Deutschland entsprechen 0.60% des Medianeinkommens pro Haushalt. Die 335 CHF in der Schweiz entsprechen 0.64% des Medianeinkommens. Berücksichtigt man die höhere Komplexität in einem viersprachigen Land und die vorteilhaftere ökonomische Situation einer Mediengesellschaft mit fast zehnmal so viel Gebührenzahlern in DEutschland, so ist die SRG gegenüber ARD und ZDF (und ihren Radiogeschwistern) nicht überfinanziert. Zudem soll die Finanzierung in der Schweiz bis 2029 sinken, während in Deutschland über eine Steigerung diskutiert wird.
Das Angebot ist auch im Vergleich zu privaten Anbietern preisgünstig. Ein Online-Abonnement der «Neuen Zürcher Zeitung» (NZZ) einschliesslich Pro-Inhalte kostet 540 CHF pro Jahr. Die digitale Basisversion mit einem Bruchteil der Inhalte der SRG kostet mit 320 CHF pro Jahr fast so viel wie die SRG-Gebühr. Man darf erwarten, dass 2029 bereits die Basisversion deutlich teurer sein wird als die SRG-Gebühr. Zu einem sehr geringen Anteil profitiert die NZZ sogar von der Medienabgabe, da sie mit «NZZ Format» (wöchentlich) und «NZZ Standpunkt» (13 mal im Jahr) Fernsehsendungen produziert, die das SRF ausstrahlt und im Fall von «NZZ Format» and 3sat weitervermittelt.
Die Argumente der Initianten
Die Initiative verkauft sich über das Argument, dass ein Haushalt pro Jahr 135 Schweizer Franken sparen und damit sein Leben entscheidend verbessern kann, woraufhin allgemeine Freude ausbrechen wird. Dazu braucht es nur eine
Änderung eines Verfassungsartikels. Der Text der Verfassungsänderung transportiert mehr als die Verringerung der Medienabgabe auf 200 CHF pro Haushalt und Monat. Nach dem Wortlaut müsste die SRG ihr Online-Angebot aufgeben, sofern es über die Mediathek hinausgeht. Die Übergangsbestimmungen beinhalten eine asymmetrische Anpassung der Abgabe. Steigt die Anzahl der Haushalte, so ist die Abgabe zu verringern, so dass der Gesamtbetrag sich nicht über die Teuerung hinaus erhöht. Falls die Anzahl der Haushalte sinkt, gibt es keine Anpassung. Die tatsächliche Einsparung pro Haushalt würde übrigens ab 2029 nur 100 CHF pro Jahr betragen. Das sind knapp 0.2% des Medianeinkommens.
Ich halte das Kostenargument für vorgeschoben. Hört man den hitzig geführten Diskussionen zu, geht es vorrangig um Anderes. Der Online-Auftritt konkurrenziere private Anbieter mit einem subventionierten Angebot. Klarer ausgedrückt sind Bezahlschranken schlechter durchsetzbar, wenn es eine andere Webseite gibt, die zu den gleichen Themen hochwertige Information kostenfrei anbietet.
Den Initianten passen Inhalte und Ausrichtung nicht. Die SRG sei zu «links-grün». Direkt kann man in die journalistische Freiheit nicht hineinregieren, aber eine Halbierung der Mittel würde den Einfluss des Mediums verringern. Ich halte das, angesichts der Initianten, für den eigentlichen Grund, aus dem sie die Initiative lanciert haben. Sie haben sogar recht, dass die SRG im Vergleich zur Durchschnittsmeinung der Bevölkerung eine starke Schlagseite hat. Das sollte bei einer durch eine Pflichtabgabe finanzierten öffentlichen Anstalt nicht der Fall sein. Insofern hat die SRG schon auch selbst einen Anteil daran, dass es zu dieser Initiative gekommen ist und dass sie nach einer ersten Umfrage (52% Ablehnung) nicht völlig chancenlos erscheint. Eine Initiative zur völligen Abschaffung der Gebührenfinanzierung («No-Billag») war 2018 krachend mit 71.6% Ablehnung gescheitert. In der Schweiz sind übrigens mitunter auch abgelehnte Initiativen heilsam, weil die knapp an einem Desaster vorbeigeschrammten sich besinnen und verbessern.
Die Gegenargumente
Die SRG dient der Kohäsion der Gesellschaft. Die Schweiz mit ihren drei grossen und ihrer einen kleinen Sprachgruppe ist kein Nationalstaat im eigentlichen Sinne. Sie ist eine Willensnation. Dieser Wille muss in jeder Generation erneuert werden. Es gibt kein anderes Medium, das in alle Sprachregionen ausstrahlt. Die NZZ ist eine gute Zeitung, doch sie erscheint nur auf Deutsch. Umgekehrt liegen im Waldhaus Sils die NZZ und der «Tagesanzeiger» aus Zürich auf, aber keine Zeitungen aus der Romandie oder dem Tessin.
Am Wochenende läuft bei mir SRF, wenn ich Frühsport mache. Neben einem Nachrichtenticker und Wetter- und Verkehrslagebildern werden Sendungen aus dem Wochenprogramm des Radio SRF wiederholt. Eine davon widmet sich aktuellen Themen aus der Romandie und dem Tessin. Das ist meine Hauptinformationsquelle über diese Teile des Landes, dessen Staatsbürger ich bin. Ich wüsste nicht, wie ich sie einfach ersetzen könnte.
Selbst Sportsendungen (Lauberhornrennen, wichtige Spiele der Eishockey-Nati oder Fussball-Nati, andere Skirennen) stärken das Zusammengehörigkeitsgefühl in der Schweiz. Die SRG macht gute Wissenschaftssendungen; entsprechende Radiosendungen höre ich ebenfalls morgens am Wochenende. Als Wissenschaftler habe ich ein persönliches Interesse daran, dass über Forschung und Lehre korrekt und kompetent informiert wird – und als Staatsbürger habe ich das Recht, dieses Interesse öffentlich, auch gemeinsam mit Mitinteressenten, zu vertreten.
Dass die SRG Online-Angebote hinter Bezahlschranken konkurrenziert, ist aus meiner Sicht gut für die Gesellschaft. Viele Mitunterzeichner der öffentlichen Erklärung von Professoren zugunsten des Service public sehen das auch so. Demokratie erfordert eine politisch informierte Gesellschaft. Da die junge Generation immer weniger fernsieht und Radio hört, besteht ein gesellschaftliches Interesse, gut recherchierte Information on-line so anzubieten, dass die Schranken für ihre Aufnahme niedrig sind. Ein Obulus von 0.64% des Median-Haushaltseinkommens, für den es erst noch eine ganze Reihe anderer Angebote gibt, scheint mir dafür nicht zu hoch zu sein.
Es ist auch nicht so, dass die SRG mit ihren kostenfreien Angeboten den privaten Medien die Luft zum Atmen nimmt. Dass diese in den vergangenen Jahren durch ein Tal der Tränen gegangen sind, hing mit einer falschen wirtschaftlichen Entscheidung zusammen. Diese hatten sie in einem typischen Fall von Gruppendenken alle getroffen. Sie dachten, dass sich kostenfreie Online-Angebote durch Werbung finanzieren lassen und dass sie nicht zu einem Einbruch der Verkäufe von Printmedien führen würden. Nachdem sich das als falsch erwiesen hatte, haben sie zunächst für einzelene Beiträge und inzwischen fast flächendeckend Bezahlschranken eingeführt und durchsetzen können. Diese Strategie war erfolgreich. Die NZZ hat 2024 einen Profit von 16.6 Millionen CHF (bei Gesamteinnahmen von 248.3 Millionen CHF) gemacht. Das waren 11% mehr waren als 2023. Ein Wegfall der Online-Angebote der SRG dürfte an diesen Zahlen wenig ändern.
Caspar Hirschi, Professor für Geschichte an der Universität St. Gallen, nennt die SRG das «einzige frei zugängliche Qualitätsmedium für die gesamte Schweiz». Dem stimme ich zu. Meinen Lesern ist bekannt, dass ich mich bisweilen über Qualitätsmedien und Mainstream-Medien mokiere, weil auch dort mitunter schlecht recherchiert wird und Meinung Information ersetzt. Das gibt es bisweilen auch bei der SRG.
Bei aller Kritik sollte man aber nicht den Vergleich mit Alternativen vergessen. Man kann in frei zugänglichen «alternativen Medien» immer mal eine Perle finden, aber diese Perlen liegen – mit Verlaub – in einem Haufen von Mist. Es ist schwer, alternative Medien zu finden, die konsistent einigermassen objektive und gut recherchierte Beiträge liefern. Das ist auch kein Wunder. Will man mit Qualitätsjournalismus alle aktuellen Themen abdecken, dann kostet das viel Geld. Weil die SRG das für ein Millionenpublikum tut und langfristig stabil finanziert ist, kann sie es preiswerter tun als die NZZ. Es spricht also auch ein ökonomisches Argument für sie. Ich persönlich kann mir zusätzlich ein NZZ-Abo leisten. Viele würden aber lieber schlechte, kostenfreie Information konsumieren, als freiwillig zu bezahlen, so wie viele Deutsche qualitativ minderwertige Lebensmittel kaufen, weil diese billig sind.
Die SRG ist, auch wenn sie politische Schlagseite hat, ein unabhängiges Medium. Das Tendenziöse resultiert daraus, dass links- und öko-aktivistische Jugendliche eher zu einem Journalismus-Studium neigen als andere und dass ein einmal etabliertes Milieu neue Mitarbeiter rekrutiert, die in dieses Milieu passen. Ein bewusstes Gegensteuern wäre hier angebracht. Die Hälfte aller Rosenstöcke auszureissen, weil es ein paar Blattläuse gibt, erscheint mir jedoch unangemessen.
Private Medien sind niemals unabhängig. Sie werden grossen Werbekunden schwerlich auf die Füsse treten. Sie haben, noch stärker als die SRG, jeweils eine politische Ausrichtung. Dass es private Medien mit verschiedener Ausrichtung gibt, trifft zu. Aber wie viele Online-Abos soll ich bezahlen, um im Mittel objektiv informiert zu sein? Wieviel Zeit soll ich dafür aufwenden? Welcher Anteil der Bevölkerung würde das tun?
Die SRG leistet auch einen Beitrag zu politischen Meinungsbildung, den private Medien in dieser Form nicht leisten können, zum Beispiel mit Formaten wie «Arena». Die Meinungsvielfalt in dieser Sendung hebt sich sehr positiv von Talkshows im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ab.
Darf ein Wissenschaftler sich einmischen?
Natürlich, ich bin gefragt worden, ob ich die öffentliche Erklärung «Professorinnen und Professoren gegen die Halbierungsinitiative» unterstütze, lange bevor diese lanciert wurde. Ich neige nicht dazu, alle paar Wochen eine politische Erklärung zu unterzeichnen (abgesehen davon, dass ich fast wöchentlich idiosynkratische politische Analysen oder Kommentare schreibe). Ich habe mehrfach die Meinung vertreten, dass Wissenschaftler nicht als Wissenschaftler sondern als Bürger an der politischen Debatte teilnehmen sollen. Warum habe ich hier eine Ausnahme gemacht?
Ich stimme dem Argument zu, dass Universitäten ein Interesse daran haben, dass es eine Service public wie die SRG gibt und dass dieser auskömmlich finanziert ist. Die Kohäsion der Gesellschaft ist wichtig für die Wissenschaft; einfach zugängliche, allgemein verständliche Information über wissenschaftliche Themen ist es ebenfalls. Die Halbierungsinitiative berührt unsere Standesinteressen. Wir haben ein Recht, diese Interessen zu vertreten. Damit werden wir nur Aufmerksamkeit erlangen, wenn viele von uns das gemeinsam tun. Tatsächlich haben wir solche Aufmerksamkeit erlangt. Ich kann daher die Gegenargumente zu unserer Erklärung anhand eines NZZ-Kommentars diskutieren.
Der etwas sauertöpfische Text von Rico Bandle trägt den Titel «Rebellion von oben: wie Uni-Professoren gegen die Halbierungsinitiative kämpfen». Dem Autor scheint nicht bewusst geworden zu sein, dass er selbst Standesinteressen vertritt. Er bezeichnet die Unterschrift unter eine Wortmeldung zu einer Initiative – einen ganz normalen Vorgang in der Schweizer Demokratie – als «eine seltsame Form von Aktivismus».
Der Kommentar ist schlecht recherchiert. Mich selbst hat weder Manuel Puppis noch Reto Knutti angesprochen. Knutti ist nicht einmal einer der beiden Verfasser des Textes. Das ist neben Puppis der Zürcher Kommunikationswissenschaftler Mark Eisenegger. Bandle findet, dass «Unterschriftensammlungen und Petitionen … in der Regel das politische Mittel der Machtlosen» seien. Da Professoren in der Hierarchie weit oben stünden, würde er ihnen gern das Recht absprechen, dieses Mittel zu benutzen. Profesoren hätten ja ganz andere Möglichkeiten. Das Argument erschliesst sich mir nicht.
Bandle behauptet dann, es erfordere Mut nicht mitzumachen, weil ja offen ersichtlich sei, wer unterschrieben habe und es an Universitäten einen «Konformitätsdruck» gäbe. Ich bin seit April 2008 an der ETH Zürich und habe diesen Konformitätsdruck noch nicht bemerkt, obwohl ich mit meiner Meinung nicht hinter dem Berg halte. Das Argument überrascht auch deshalb, weil es unter 4700 Schweizer Professoren nur 600 Erstunterzeichner gab, was ebenfalls leicht zu recherchieren war.
Die ETH Zürich ist stark untervertreten, weil erwartungsgemäss Geistes- und Sozialwissenschaftler stark übervertreten sind. Diejenigen Unterzeichner von der ETH, die ich kenne, haben in der Vergangenheit alle mal ein Amt ausgeübt, in dem Wissenschaftspolitik eine Rolle spielte. Es ist übrigens niemand aus der Schulleitung dabei. Diese bleibt aus gut verständlichen Gründen neutral. Wer bestimmte Ämter ausübt, muss abwägen, was öffentlich gesagt werden kann, weil es dem Amt und nicht der Person zugeschrieben werden könnte. Ich bin in dieser Hinsicht frei, weil ich kein Amt mit politischer Bedeutung ausübe. Dass niemand aus der Schulleitung unterschrieben hat, entwertet das Argument eines «Konformitätsdrucks» erheblich.
Bandle stellt abschliessend fest, dass eine solche «Rebellion von oben» der Sache eher schaden als nutzen könnte. Die vom Direktor des Schweizer Gewerbeverbands, mehreren Nationalräten und einem ehemaligen Parteipräsidenten der SVP lancierte Initiative scheint demnach «von unten» zu kommen. Möglicherweise würde die professorale Erklärung «bei der breiten Masse sogar einen antiakademischen Gegenreflex» auslösen. Diesen Gedanken finde nun wieder ich seltsam, wenn doch eine Mehrheit in der Bevölkerung nach der ersten Umfrage die Halbierungsinitiative ebenfalls ablehnt. Zwar war das bei Erscheinen von Bandles Kommentar noch nicht bekannt, aber es war eben nach dem gloriosen Scheitern der «No-Billag»-Initiative 2018 auch nicht ganz unwahrscheinlich.
Wenn jemand bei der NZZ derart getroffen reagiert – und uns damit eine Bühne verschafft – haben wir wohl irgendetwas richtig gemacht.
462 Antworten zu “Service public”
Supererklaerung von Ihnen, um was es ueberhaupt geht. Ich dachte ja erst, es gaenge nur um die Universitaeten, denen irgendjemand von Trump’schen Format (dazu muss man nicht Praesident sein) die Mittel halbieren moechte. (Und ich wollte mich da auch nicht schon im Vorab informieren.)
Positiv ueberrascht bin ich aber dann doch, dass Sie diesmal auf der «richtigen» Seite stehen.
«Den Initianten passen Inhalte und Ausrichtung nicht. Die SRG sei zu «links-grün».»
Genau das sehe ich bei den Gegnern der Rundfunkgebuehren in Deutschland als Hauptgrund auch.
«Man kann in frei zugänglichen «alternativen Medien» immer mal eine Perle finden, aber diese Perlen liegen – mit Verlaub – in einem Haufen von Mist.»
Na, Sie trauen sich aber was 🤣
Und ueber die Pyrenäen-Radtour muessen wir nochmal reden. 😉
«Und ueber die Pyrenäen-Radtour muessen wir nochmal reden.»
Im Juli? Ich muss sie ja erstmal gefahren sein.
Sie haben mich schon verstanden 😉
Die Sache ist noch nicht durch…
Haben Sie denn diesmal wenigstens einen kompetenten Begleiter?
«Haben Sie denn diesmal wenigstens einen kompetenten Begleiter?»
Aber ja doch.
Sie Scherzbold 😉
Das duerre Ding kann Sie hoechstens abwerfen, aber nicht wieder aufheben.
Nee, die Service-Beziehung ist hier andersherum gepolt. Ich helfe dem Pferdchen auf, wenn wir hingefallen sind.
@izi
Ihr Rad wäre doch perfekt geeignet für das hier:
https://ws-bike.com/
Falls man doch mal einen kleinen Hänger hat, aber unbedingt ans Ziel will.🤣😅😂
Aber wie ich Sie einschätze, käme dass für Sie, zumindest jetzt, noch nicht in Frage.
Ich nutze den Antrieb. Allerdings bin ich auch etwas anders strukturiert als Sie😉
Ja, ja, ich komme darauf zurück (wenn ich 70 werde).
Im Ernst, es gibt Situationen, wo sich so etwas gut machen würde. Im Piemont, im Valle di Maira, auf dem Weg von Marmora zum Colle di Morti, gibt es eine 200 Meter lange Rampe mit schätzungsweise 17-18% Steigung. Mit Gepäck habe ich das gerade so hinbekommen, ohne abzusteigen.
Andererseits ist es vielleicht günstiger, dort abzusteigen und 200 Meter zu schieben, als auf einer 2000 km langen Tour einen Hilfsmotor und Akku mitzuschleppen.
@izi
3,6 kg mit Akku ist zwar jetzt nicht NICHTS, aber wenn man nach dem Frühstück nicht aufs Klo muss… 😉und dann noch 1 Liter trinkt 😅und mir fällt nichts mehr ein.😊
Versuchen Sie doch nicht GJ etwas einzureden, das aus meiner Sicht nur Selbstbetrug ist, wenn man Wert auf sportliche Betaetigung legt.
Versuchen Sie als der Aeltere doch lieber ihm die ganze Tour auszureden! (Auch wenn das nicht allein auf den Mount McKinley bedeutet.) Mit 60 ist man schliesslich auch nicht mehr der Juengste 😆
«Mit 60 ist man schliesslich auch nicht mehr der Juengste»
Geht so. Ich habe mich auf den knapp 12 Kilometern heute eigentlich sehr gut gefühlt. Ein 7-Minuten-Schnitt ist eher langsam – aber hey, es ist Anfang Februar.
‚Geht so.‘
Also, falls ich in der Schweiz wohnen würde, gäbe es neben Wandern (Wandern nicht als Sport zu lesen) nur eine Sportart für mich: Gleitschirmfliegen!
@izi
>>>Geht so. Ich habe mich auf den knapp 12 Kilometern heute eigentlich sehr gut gefühlt. Ein 7-Minuten-Schnitt ist eher langsam – aber hey, es ist Anfang Februar.<<<
Kann man davon ausgehen, dass Sie auf der Marathondistanz dann eine Zeit von unter 50 min hätten?
Also voll austrainiert?
«Kann man davon ausgehen, dass Sie auf der Marathondistanz dann eine Zeit von unter 50 min hätten?»
Nicht ganz. Läufer reden in Kilometerzeiten. Also eher 5 Stunden 😂
@izi
>>>Nicht ganz. Läufer reden in Kilometerzeiten. Also eher 5 Stunden 😂<<<
Da hatte ich Ihnen tatsächlich etwas ZUVIEL zugetraut😉
Waren Sie in Ihrer Sturm-und Drangzeit auch mal beim Gutsmuthslauf dabei?
@ Izi
«Ein 7-Minuten-Schnitt ist eher langsam – aber hey, es ist Anfang Februar.»
Hey, sein’Se doch nicht immer so bescheiden. Ich wuerde danach vor Freude in die Luft springen, wenn ich bei der arktischen Kaelte noch jemals so einen Schnitt erreichen wuerde.
Ach was! Wuerde das sogar, wenn ich mich bei unter Null – wie frueher – ueberhaupt noch mal zum Laufen aufrappeln koennte. 😉
«Waren Sie in Ihrer Sturm-und Drangzeit auch mal beim Gutsmuthslauf dabei?»
In meiner Sturm-und-Drang-Zeit glaubte ich an das Motto «Sport ist Mord» (ausser Radfahren, das war erlaubt).
«arktischen Kaelte»
Sagen meine Eltern in der Lausitz auch. Nicht in Zürich. 5°C und Sonnenschein.
Ja, heute frueh um Zehne – 4 und dauergrau. Geht aber jetzt schon mind. eine Woche so.
Die auf Arbeit (aber ueberwiegend die Maenner) machen sich darueber lustig, meinen ich sei ’ne Frostmemme.
@nera
>>>Versuchen Sie doch nicht GJ etwas einzureden, das aus meiner Sicht nur Selbstbetrug ist,<<<
Mich deuchte, ich hätte mit Ihnen schon mal abgeklärt, welches Verhalten ich in PERSÖNLICHEN Diskussionen mit GJ eigentlich von Ihrer Seite mir gegenüber als angemessen erachten würde täten? 🤣😅😂
Muss ich jetzt noch einmal von vorn beginnen😋?
Yo, Maennersache.
Aber von Marathon-Zeiten haben Sie wirklich keine Ahnung 🤣
@nera
Also ich habe problemlos mit meiner Emme 50,6 km/h erreicht. Auch mit vollbesetzem Seitenwagen…
Von wegen, keine Ahnung 🤣😅😂
@ Oberst Zapf
«Emme» ist das die MZ? Mein Freund, urspruenglich wohnhaft bei Zschopau und frueher oft in Karl-Marx-Stadt unterwegs, kennt den Begriff nicht.
…oder ist das Ihre Frau? (Der Seitenwagen waere dann der Kinderwagen mit vollbesetzter Kinderschar.) 🤣
@nera
>>>Mein Freund, urspruenglich wohnhaft bei Zschopau und frueher oft in Karl-Marx-Stadt unterwegs, kennt den Begriff nicht.<<<
Na, da könnense jetzt gleich mal peinlich befragen, ob das alles so stimmt, mit seinem Lebenslauf 🤣
Wohnhaft bei Zschopau und dann den Begriff nicht kennen?
Wer weiss, was der Ihnen noch so alles vorgeflunkert hat.
@nera
>>>…oder ist das Ihre Frau?<<<
Das habe ich gleich mal meiner Frau zur Kenntnis gegeben, damit die auch mal weiss, was hier manchmal so abgeht.
Die war vollkommen vom Hocker, daß Sie sie als "Emme" bezeichnet haben.🤣
"Die Frau kennt mich doch gar nicht und weiss doch gar nicht, wie ich aussehe" hatse gesacht.
Nu tut Sie diggschn.
Veritable Ehekrise.
Das musste aber wirklich nicht sein.
Wie kommen Sie denn zu dem Schluss, dass man eine Frau "Emme" nennen könnte? Sie unmöööögliche Person. 🤣😅😂
Im Seitenwagen sassen damals, bis Ende 1990, übrigens auch die 2 Hauerspreng Kinder. Die waren zum Glück erst 7 und 3 Jahre alt.
Danach begann die Freiheit mit einem gebrauchten Audi80 Formel E.
Ja, ich habe damals auch schon an die Umwelt gedacht. Nicht erst 2018, als die Greta kam…
@ Oberst Zapf
«Na, da könnense jetzt gleich mal peinlich befragen, ob das alles so stimmt, mit seinem Lebenslauf»
Mein Freund laesst leicht genervt ausrichten: «Ich war Rennfahrer mit einer MZ-Kleinserie bei «Rund um Zschopau». Der Begriff «Emme» ist vollkommen unbekannt!!!»
Und sagen Sie Ihrer Frau bitte, es war nicht boese gemeint. Ich dachte nur: Vielleicht ist das Ihr Kosewort fuer «Emma» 😔
@nera
Was Ihr Freund war, ist jetzt aber nicht Rennfahrer, sondern Geländefahrer oder Endurofahrer.
Ja, im Enduro war MZ jahrelang Weltspitze. Trophygewinner in Serie.
Endurofahrer sind die Härtesten, da haben Sie einen guten «Fang» gemacht.👍
Den Begriff EMME, vom M wie MZ, kam erst nach 1990 auf und war, wie so vieles, aus dem Westen.
Ich selber hatte den vorher in der DDR nie gehört. Allerdings kann man den ja leicht erraten.
In der DDR hiessen Mororräder ja auch nicht MOPPED.
Da hätte es Ärger gegeben.😱
Ich habe, glaube ich, immer von «meiner 250iger» gesprochen, um den qualitativen Unterschied zu den unteren Klassen, 150 bzw. 125ccm, zu verdeutlichen.
Das war sozusagen Rassismus unter Motorradfahrern.😅
Mutti diggschd immer noch🤔
Ja, da hamm’Se sicher recht. Er neigt leider auch gern mal zum Uebertreiben. Und wenn der Begriff aus dem Westen kam, da kann ich mir das schon vorstellen, dass die den in seinem Umfeld nicht verwendet hatten. Und das ist sowieso schon ewig her.
Und das Mutti auch mal diggschd, kann ich mir schon vorstellen, wenn man 16 Jahre erste Frau im Staate war und nun schon paar Jahre nur noch den eigenen Ollen sieht.
Das ist ganz normal, aber wird schon wieder 😉
@nera
>>>wenn man 16 Jahre erste Frau im Staate war und nun schon paar Jahre nur noch den eigenen Ollen sieht.<<<
Die Mutti die ICH meine, ist schon 38 Jahre lang erste Frau im Staate…🤣😅😂
Und den Ollen muss sie auch erst anderthalb Jahre sehen.
Und das auch nur, weil sie vorzeitig in Rente ist 🤔
Ihr Artikel überrascht mich wirklich ein wenig. Aber Sie genießen hohen Ideosyncrasiekredit (toller Begriff den ich gerade gelernt habe).
Schade dass wir hier in Deutschland wenig Zugriff auf den SRG haben, sonst könnte man besser mitreden.
Ich wohnte in meiner Jugend in Überlingen, an einem steilen Stadtberg. Bayern und österreichisches Fernsehen ging nicht aber das schweizer Programm konnte empfangen werden und wurde oft von mir gesehen und gehört. Ich weiß noch wie ich zum 1.Mal Blitzkrieg Bop von den Ramones hörte und Prince, 77 oder so zum ersten mal sah und hörte, auf schweizer Sendern. Die Montreux Jazzfestifal Übertragungenen war ein weiteres Highlight. Ab und an schaue ich auf youtube sternstunde philsosophie.
Auch heute gibt es ein tolles Kulturangebot im dt.Rundunk. Und wenn meine Interessen immer noch so wären wie in der Vergangenheit wäre ich weniger skeptisch.
Heutzutage möcht ich aber intensiver denn je möglichst neutrale Inforamtionen und sich widersprechende Reflektionen über das politische Geschehen sehen und hören, damit ich mir eine möglichst unabhängige Meinung bilden kann. Es ist noch gar nicht soo lange her, da empfand ich das als gegeben. Das ist im deutschen Rundfunk aber nicht mehr so.
Ich erinnere an die Initiative «Meinungsvielfalt jetzt».
https://www.openpetition.de/petition/online/erneuerung-des-oeffentlich-rechtlichen-rundfunks
Das hat mit linksgrün versifft nichts zu tun.
Tja, Schweizer sollte man sein können.
@Eremit
Schön, dass Sie auch mal wieder hier sind.
Sie wollen also eine milde Kritik andeuten? Habe ich Ihren Begriff damit richtig gedeutet?
Also ich finde den Beitrag in Bezug auf die Schweiz ( und davon habe ich nun wirklich KEINE Ahnung ) ausgwogen.
Da vertraue ich wirklich auf die Urteilsfähigkeit und auch Ausgewogenheit im Bericht von Seiten GJs.
Von daher bekommt er auch von mir einen Vertrauensbonus.
Das einzige, was ich etwas überzogen halte, wäre der Ausdruck:
«Bei aller Kritik sollte man aber nicht den Vergleich mit Alternativen vergessen. Man kann in frei zugänglichen «alternativen Medien» immer mal eine Perle finden, aber diese Perlen liegen – mit Verlaub – in einem Haufen von Mist»
Ich weiss jetzt nicht, ob er sich da nur auf die Schweiz bezieht, aber in Dt. würde ich bei den alternativen linken Medien jetzt nicht so hart urteilen.
Und da nun auch Kontrafunk aus der Schweiz sendet …
Und Sie haben auch vollkommen recht, auch in Dt. ist der ÖR nicht durchgehend Sch….e.
Allerdings sind Formate wie Lanz und Miosga nur noch zum Fremdschämen.
Maischberger geht noch.
Direkte Konfrontation erlaubt sich aber KEINER mehr.
Das ist ja für mich das grosse Problem.
Wenn es wenigstens 1 oder 2 Formate gäbe.
Und wenn ich mir noch überlege, was für ein Geld in irgendwelche Podcastformate geht…
Das ist aber für mich unbedingt genauso:
«Heutzutage möcht ich aber intensiver denn je möglichst neutrale Inforamtionen und sich widersprechende Reflektionen über das politische Geschehen sehen und hören, damit ich mir eine möglichst unabhängige Meinung bilden kann. Es ist noch gar nicht soo lange her, da empfand ich das als gegeben. Das ist im deutschen Rundfunk aber nicht mehr so.»
Deswegen weiche ich auch auf Kontrafunk aus.
Allerdings ist der Punkt auch nicht von der Hand zu weisen:
«Die Hälfte aller Rosenstöcke auszureissen, weil es ein paar Blattläuse gibt, erscheint mir jedoch unangemessen.»
Allerdings ist in Dt. auch in keiner Form mit einer Änderung des Rundfunkstaatsvertrags zu rechnen.
Hallo Oberst Zapf, sehr freundlich von Ihnen, danke.
Ich finde den Artikel, wie eigentlich immer, lesensewert und gut.
Nur bezieht er sich halt auf die Schweiz und da kann ich die Situation nicht so recht beurteilen, war aber durch Erinnerungen an meine Jugend getriggert, denn in meinem Empfangsbereich war schweizer Radio und Fernsehen dem deutschen wirklich um Welten überlegen, was meinen Geschmack betraf.
««alternativen Medien» immer mal eine Perle finden, aber diese Perlen liegen – mit Verlaub – in einem Haufen von Mist»»
Sicher, doch, seh ich schon auch so aber wer sich mit den Perlen beschäftigt wird im Mist doch nicht interessiert wühlen.
Und wer gerne im Mist wühlt, lässt die Perlen links liegen, auch rechts.
«Politische, moralische und institutionelle Druckverhältnisse erzeugen einen engen Meinungskorridor, in dem konforme Berichterstattung die rationalste Option ist.»
Bringt es m.E. auf den Punkt um den es auch bei «meinungsvielfalt.jetzt» geht.
Gäbe es in Dland eine derartige Initiative, wüsst ich nicht wie abstimmen. Das sah ich vor wenigen Jahren ganz anders. Um einige Rosenstöcke wäre es wohl sehr schade aber die haben dann nichts mit ausgewogener Berichterstattung zu tun,
@Eremit
>>>Gäbe es in Dland eine derartige Initiative, wüsst ich nicht wie abstimmen. Das sah ich vor wenigen Jahren ganz anders<<<
Diese Initiative müsste allerdings anders formuliert sein.
Ich will ja den ÖR nicht abschaffen, um Himmels Willen.
Aber in der jetzigen Form ist es eigentlich, gerade was die politische Information betrifft, ein Schatten seiner selbst.
Und ich habe eigentlich bis Mitte 2020 beim Autofahren NUR ÖR gehört.
Also in meinem Sendebereich waren das damals: MDR Kultur, MDR Klassik und Deutschlandfunk.
Da kamen auch musikmässig für meinen Geschmack bessere Sachen als dieses furchtbare Chartsgedudel.
STOPPOK habe ich z.B. auch nur im ÖR gehört. War zwar auch nur einmal, aber immerhin.
Dann die Features und und und.
Also für mich gab es beim Autofahren NUR die ÖR.
Deswegen war der Absturz dann für mich auch wirklich dramatisch.
«Deswegen war der Absturz dann für mich auch wirklich dramatisch.»
Es war ein Absturz, aber ganz «unzensiert» waren die nie. In meiner Mainzer Zeit verschwanden bei SWR 3 die interessantesten Nachrichten (alos nicht ins Schema passenden) von einer Stunde auf die andere. Die kamen genau einmal. Das kam immer wieder mal vor.
Oder «Wir sind Helden», die «Reklamation». Lief einmal. Habe ich dann auf dem Sender nie wieder gehört, obwohl die «Helden» damals sehr in waren. Die weniger politischen Titel wie «Aurelie» liefen weiter.
@izi
>>>Es war ein Absturz, aber ganz «unzensiert» waren die nie.<<<
Lassen Sie mir doch wenigstens mal EINE ILLUSION 🥵
Sie sind wirklich ein schwerer Fall.🤣😅😂
Ja, Sie haben Recht.
Völlig unzensiert waren die nie.😉
Der bekannteste Fall von ÖRR Zensur dürfte immer noch die Nichtausstrahlung von Dieter Hildebrands «Scheibenwischer» und auch weiterer Sendungen gewesen sein. Bayern tat sich da besonders hervor.
https://de.wikipedia.org/wiki/Helmut_Oeller#Kontroversen
„Was ist der Unterschied zwischen der DDR und dem Freistaat Bayern? – In der DDR kann man den Scheibenwischer‘ sehen!“
Dass ich als Kind auch in BW die «Sesamstraße» nicht sehen durfte/konnte hat mich als jugendlichen durchaus politisiert.
Der DLF wurde über Jahre oft viele h täglich von mir konsumiert. Des Nachts lief dort aufregende «Neue Musik», Xenakis, Ligetti, Varese…hab ich dort kennengelernt. Ich fühlte mich vom Bildungsauftrag richtig mitgenommen. Dirk Pohlmann und solche Leute waren im ÖRR beschäftigt, heute undenkbar.
Im Kontrast dazu sollte auch das inzwischen abgemilderte Geschäftsgebahren der GEZ erwähnt werden. Dieses halbseiden zu nennen, wäre geschmeichelt.
«…ganz «unzensiert» waren die nie.»
Ja. In den 70er Jahren fiel mir auf, dass der Kabarettist Dietrich Kittner offenbar mit Rundfunk&Fernsehverbot belegt war. Das hatte allerdings den Vorteil, dass er kein «Blatt vor den Mund» nehmen musste.
Ach, und Dieter Süverkrüp ja auch.
Jetzt bin ich Mitglied im «LORA-Förderverein». LORA München ist ein Lokalsender, der sich aus Mitgliedsbeiträgen und Spenden finanziert, ohne GEZ. Dort gibt es von 18 bis 19 Uhr Nachrichten, die der bayerische Rundfurz nicht liefert, sogar über Rojava. Auch sonst einige interessante Sendungen.
Es kann sich eventuell lohnen, nach solchen «Bürgerradios» zu suchen, die gibt es an vielen Orten.
Bei Radio Lora wurde gerade über streiks im öf Nahverkehr in Bayern berichtet. Hätt ich sonst nicht mitbekommen, eine Dame von verdi wurde interviewt, die wirkte sehr gehetzt.
Ich bin neuerdings «Freund» also zahlendes Mitglied bei byte fm aber da geht es nur um Musik.
Hier findet sich dann vielleicht auch was für einen ‚Eremit‘. 🙂
https://soundcloud.com/
«…eine Dame von verdi wurde interviewt, die wirkte sehr gehetzt.»
Den Eindruck «gehetzt» hatte ich nicht. Aber dass die gerade keinen gemütlichen Ruhetag bei verdi haben ist natürlich schon klar.
Vor den Nachrichten gab es die Sendung zu Südamerika, es ging um Venezuela und Honduras.
Musik gibts bei LORA auch, von 16-17 Uhr, und sonst zwischendurch zur Auflockerung.
Danke für den Tipp, pleifel. Dort war ich auch schon ab und an. Und eigentlich empfinde ich wirklich keinen Mangel an hochwertigen Musikangeboten, allein das eigene Archiv ist sehr umfangreich. Und unverzichtbar scheint, nicht nur, aber vor allem was Musik angeht, natürlich youtube aber das zickt die letzte Zeit beträchtlich, muss ich wohl auch noch bezahlen.
Radio Lora bietet ebenfalls ein umfangreiches Angebot, hab mich dort etwas umgeschaut, ebenfalls danke.
https://www.youtube.com/watch?v=5TGCrTeDAIE
Apropos Radio, gerade drübergestolpert, äusserst erquicklich vom großen Jürgen Malmsheimer, ein Beweis dafür dass es nicht immer politisch sein muss.
Ab 3:20 min, Würdigung von Beate Klarsfeld
Da muss ich mal reinhören. Die haben einen Livestream: https://lora924.de/livestream/live-horen/
Nach dem Lesen des «schlecht recherchierten» NZZ-Artikel, man hat ja nicht einmal den Herrn Prof. gefragt, musste ich doch grinsen. Der Autor kommt ganz im Gegensatz zu den suggerierten Interessen privaten Unternehmertums zu dem Schluss: «Für mich unter dem Strich: werde gegen die Initiative stimmen.»
Hey, der steht auf ihrer Seite, Herr Jeschke!
«musste ich doch grinsen»
Gehen wir das doch noch einmal ganz in Ruhe durch, @Petrowitsch.
Der NZZ-Autor heisst Rico Bandle. Sein Text endet auf: «Dies herauszufinden, wäre eine interessante Forschungsfrage, vielleicht sogar für den Medienprofessor Manuel Puppis.»
Können Sie mir soweit noch folgen?
Sie haben dann auf der Seite bis ganz nach unten gescrollt, wo die Leserkommentare stehen. Dort haben Sie denn Kommentar eines gewissen Ivo Pfister gefunden, der auf den Satz endet: «Für mich unter dem Strich: werde gegen die Initiative stimmen.»
Ivo Pfister (ein Leser) und Rico Bandle (der Autor) sind zwei verschiedene Personen. Können Sie mir immer noch folgen?
Der Autor ist also nicht zu dem von Ihnen behaupteten Schluss gekommen. Nicht wahr?
Ok, dann muss ich mich entschuldigen und mir ist das Grinsen vergangen. Ich habe der besseren Lesbarkeit wegen, den Browser im Textmodus betrieben. Da war der Übergang zu den Kommentaren eher fließend.
Ich nehme die Entschuldigung an. Kann passieren.
Ja, kommt mir bekannt vor, was die behauptete Neutralität dieser vom privaten Gewerbeteil der Gesellschaft her performte Initiative betrifft.
Ich kann keine Vergleiche mit D. ziehen, aber die Privatisierung vom TV hierzulande hat der Qualität dieser Medien jedenfalls keinen Schub verliehen. Was quer in den privaten Kanälen zu sehen ist, spottet oft jeder Beschreibung.
Lesenswerter Bericht/Einblick von Ihnen jedenfalls in Schweizer Verhältnisse.
~~~~~~~~~~~~
«Viele würden aber lieber schlechte, kostenfreie Information konsumieren, als freiwillig zu bezahlen, so wie viele Deutsche qualitativ minderwertige Lebensmittel kaufen, weil diese billig sind.»
Da würde ich insoweit widersprechen, dass das weniger eine Frage von «freiwillig» ist, sondern mehr und mehr das Ergebnis sozialer Verhältnisse (die absolut unnötig wären!).
Nicht umsonst haben wir etwa 1000 Tafeln in Deutschland. Der Andrang/Bedarf übersteigt mehr und mehr deren Möglichkeiten. Leider haben wir auf Bundesebene keine adäquaten Mittel analog der Schweiz: das muss/sollte sich ändern!
Wer etwa noch zu den ÖR in D. die Vorstellung von ‚politischer Neutralität‘ hegt, unterliegt wohl einer Illusion.
Politische, moralische und institutionelle Druckverhältnisse erzeugen einen engen Meinungskorridor, in dem konforme Berichterstattung die rationalste Option ist.
Deshalb gilt wohl umsomehr, was Kurt Eisner 1918 schrieb, bevor er ermordet wurde: «Es gibt keine freie Presse. Es gibt nur eine Gewerbefreiheit für die Presse.»
@pleifel
Was Sie wieder zu mäkeln haben 🤣😉
Ich finde den Beitrag von GJ sehr gut.
Zumal ich dadurch auch wieder meine KI performen konnte 😋
@Robert Zapf
Das war doch lobendes ‚mäkeln‘, oder? 😉
Wollte noch zum Kabarett nachtragen, dass es die Mitternachtsspitzen im WDR sind, die sehenswerte Beiträge bringen.
««Es gibt keine freie Presse. Es gibt nur eine Gewerbefreiheit für die Presse.»»
Das trifft schon zu. Ich kannte diese Bemerkung noch nicht.
Julia Klöckner (Bundestagspräsidentin) hat den deutschen öffentlich-rechtlichen Medien Selbstrefelktion empfohlen. Schwierig werde es, „wenn die veröffentlichte Meinung sich immer mehr von der öffentlichen Meinung verabschiedet“.
Ich bin sonst kein Klöckner-Anhänger, aber das kommt meiner Sicht ziemlich nahe. Klöckner hat auch einen Mangel an Neutralität und Ausgewogenheit bemängelt.
Neutralität ist aus meiner Sicht zu viel verlangt, aber Ausgewogenheit wäre vonnöten. Eine Dunja Hayali ist völlig in Ordnung. Ein Dunja-Hayali-Einheitsbrei ist es nicht.
«Jürgen Malmsheimer»
Ja klasse!
Epstein & die Ukraine
https://www.berliner-zeitung.de/politik-gesellschaft/geopolitik/neue-dokumente-jeffrey-epstein-ueber-raffinierte-korruption-ukraine-li.10017073
Yo, nichts genaues weiss man nicht. Aber scheint mir so, als haette man sich aus den Millionen an Seiten, Videos, Dokumenten mal wieder die ganz grosse Zionistische Weltverschwoerung zusammengesucht. (Nur bei Natalie Jaresko fehlen mir die juedischen Wurzeln. Dafuer hat die aber andere «Staerken».)
Ist das nun eine «Perle»?
Yo: «Ihr Wessis haltet uns nicht mehr auf.»
@nera
Sie haben ja nicht unrecht mit der Behauptung, dass der Text vage bleibt.
Der Text lebt nicht von Beweisen, sondern von Assoziationsketten + Autoritätsnamen.
Er ist journalistisch erzählerisch, nicht analytisch stringent.
Alles richtig.
Das aber:
«…scheint mir so, als hätte man…die ganz grosse Zionistische Weltverschwoerung zusammengesucht.»
ist nun leider eine VERSCHWÖRUNGSTHEORIE ihrerseits.
Das wird in dem ganzen Text nirgends behauptet. Das lesen Sie einfach mal so hinein, um was zu behaupten?
@ Oberst Zapf
«…ist nun leider eine VERSCHWÖRUNGSTHEORIE ihrerseits.»
Stimmt. Da haben Sie – wie so oft – natuerlich vollkommen recht. Da hatte ich zu weit gedacht.
Die meisten Leser der Berliner Zeitung triggert schon grosser Verbrecher ( d. i. Epstein) – korruptes ukrain. Regime.
Aehm…I’m so sorry.
Aber die Inhalte der emails sind belegt, oder etwa nicht? Sollte man darüber den Mantel des Schweigens breiten weil Menschen jüdischer Abstammung sie geschrieben haben und darin vorkommen?
Meines Erachtens zeigt das, die email Kommunikation, lediglich erneut wie sehr die Ukraine Spielball von Interessen war und ist.
Ich sehe nur eine Bezahlschranke.
Wer zu spät klickt… 🙂
@izi
>>>Ich sehe nur eine Bezahlschranke.<<<
Bitte in mail schauen 😉
«Ich sehe nur eine Bezahlschranke.»
Für Sie doch kein Problem, oder? 🙂
Da wälzt man sich über ein Schranke und dann – nix dahinter. Also nicht, das irgendeine Substanz hätte. Epstein hat gewusst, dass es die Ukraine gibt und war im Groben über die dortigen Zustände informiert. Na und?
Wenn Epstein über die Korruption in der Ukraine im Bilde war, dürften es die meisten westlichen Politiker auch gewesen sein, die nichtsdestotrotz zig Milliarden in dieses Fass ohne Boden pumpten. Dabei lautete die Erzählung, dass 2014 die ukrainische Demokratiebewegung ein ´korruptes Regime´ stürzte. Die Erkenntnis, dass es sich hierbei um eine Farce handelt, ist natürlich nicht neu, wird aber von bestimmten Kreisen nach wie vor negiert.
«dürften es die meisten westlichen Politiker auch gewesen sein,…»
Der Unterschied besteht wohl darin, dass sich der eine über die Möglichkeiten der Korruption freut und der andere versucht sie zu begrenzen. Und nu tun wir mal nicht so als ob es im Westen keine Korruption gebe, insbesondere wenn man im Ausland tätig ist.
Wenn Sie als Autofahrer vor 2014 in der Ukraine unterwegs gewesen wären und danach, dann hätten Sie schon den Unterschied zwischen einer korrupten Verkehrspolizei und einer, die sich an die Regeln hält, bemerkt. Um mal nur ein Beispiel zu nennen.
Ansonsten freue ich mich natürlich über das Interesse an der Ukraine, wenn es auch wie immer etwas einseitig ist. Aber um mal einen auf @Robert Zapf zu machen. Was sagen Sie denn dazu, dass laut Epstein Akten die AfD amerikanische Berater hatte, welche die Korruption so mögen?
@Petrowitsch
>>>Was sagen Sie denn dazu, dass laut Epstein Akten die AfD amerikanische Berater hatte, welche die Korruption so mögen?<<<
Wie wäre es denn, wenn Sie erstmal wenigstens einen Link zu dieser Behauptung hätten?
Wie wäre es damit?
Obwohl bestimmte Sekundärberichte über Bannon-Botschaften existieren, in denen AfD erwähnt wird, gibt es keinen Primärnachweis aus den Epstein-Akten selbst, dass die AfD oder AfD-Politiker offiziell in diesen Dokumenten vorkommen oder je eine Beziehung zu Epstein bzw. seinem Netzwerk hatten.
Allerdings sind Ihre Sprünge von Regierungskorruption in der Ukraine zu Polizisten in der Ukraine zu AdD schon olympiaverdächtig🤣😅😂.
«Obwohl bestimmte Sekundärberichte über Bannon-Botschaften existieren, in denen AfD erwähnt wird, gibt es keinen Primärnachweis aus den Epstein-Akten selbst»
Woher haben Sie das? Von der AfD? Hier ist ein Auszug aus den Akten:
https://de.euronews.com/2026/02/02/epstein-files-ex-trump-berater-afd-politiker
«Allerdings sind Ihre Sprünge von Regierungskorruption in der Ukraine zu Polizisten in der Ukraine zu AdD schon olympiaverdächtig»
Ich schreibe das mal ihrem Unwissen zu.
@Mymind schrieb: «Dabei lautete die Erzählung, dass 2014 die ukrainische Demokratiebewegung ein ´korruptes Regime´ stürzte…»
Ich gehe mal davon aus, dass der größte Teil der Leute auf dem Maidan die Nase voll hatten von der Korruption im Alltag, zu der eben auch die Verkehrspolizei gehörte.
Der Ausverkauf der Ukraine an Russland durch die Familie Janukowitsch war auch mehr als offensichtlich. Ob sich zwischen diesen Machtebenen etwas geändert hat, was direkte Auswirkungen auf das Leben einfacher Menschen hatte, kann ich nicht sagen. Ich bewege mich nicht in solchen Kreisen. Daher könnte ich nur weitere Beispiele, auf dem Niveau der Verkehrspolizei bringen.
Womöglich ist ja von außerhalb der Ukraine viel besser sichtbar, dass sich in der Ukraine überhaupt nichts getan hat.
«Der Ausverkauf der Ukraine an Russland durch die Familie Janukowitsch war auch mehr als offensichtlich.»
Da haben Sie natürlich recht. Die Himmelsrichtung des Ausverkaufs hat gedreht.
@Petrowitsch
Fakt: In Epstein-Akten existieren Chats Bannons mit Selbstdarstellungen.
Kein Fakt: Dass die AfD diesen Einfluss angenommen oder umgesetzt hat.
Kein Fakt: Dass AfD oder AfD-Politiker Teil des Epstein-Netzwerks waren.
Belegt: Kontakte Bannon ↔ AfD (Treffen, Einladungen) – unabhängig von Epstein.
Für Sie nochmal zum besseren Verstehen:
In den Epstein-Akten finden sich SELBSTDARSTELLUNGEN Steve Bannons, in denen er BEHAUPTET, Einfluss auf die AfD zu haben.
Ein NACHWEIS für eine tatsächliche Einflussnahme, ein Beratungsverhältnis oder eine VERBINDUNG der AfD zu Epstein SELBST ergibt sich daraus NICHT.
Ich verstehe sowieso nicht, warum Sie überhaupt die AfD ins Spiel bringen.🤔
Was die AfD explizit nicht fordert
-keinen militärischen Beistand für Russland
-keinen Austritt Deutschlands aus der NATO wegen Russland (langfristig NATO-kritisch, aber nicht kriegsbedingt)
-keine formale Allianz mit Putin
Aber Sie brauchen halt das Gesamtpaket, gelle?
Da ich wusste, dass es hier Verteidiger der AfD gibt, hatte ich extra in meinem ersten Kommentar dazu geschrieben:
«dass laut Epstein Akten»
Was ist daran nicht klar? Sie hatten es sogar zitiert!
@Petrowitsch
Was daran nicht klar ist?
Welche Verbindung Sie herstellen wollen.
Es gibt KEINE.
Habe ich doch geschrieben:
In den Epstein-Akten finden sich SELBSTDARSTELLUNGEN Steve Bannons, in denen er BEHAUPTET, Einfluss auf die AfD zu haben.
Ein NACHWEIS für eine tatsächliche Einflussnahme, ein Beratungsverhältnis oder eine VERBINDUNG der AfD zu Epstein SELBST ergibt sich daraus NICHT.
Ist denn Lesen für Sie wirklich so schwer?
Wenn Bannon Namen nennt, ist das doch noch lang kein Beweis für Wahrheit.
++Was sagen Sie denn dazu, dass laut Epstein Akten die AfD amerikanische Berater hatte, welche die Korruption so mögen?++
Dass die AfD us-amerikanische Berater hat, wundert mich nun gar nicht. Ich betrachte diese Partei nicht als Hoffnungsträger für eine vernünftigere Politik.
Erstaunt bin ich eher über die Relation Epstein-Bannon.
++Der Unterschied besteht wohl darin, dass sich der eine über die Möglichkeiten der Korruption freut und der andere versucht sie zu begrenzen. ++
Wer freut sich & wer begrenzt?
«Wer freut sich & wer begrenzt?»
Stand das nicht im Artikel der Berliner Zeitung, dass man sich darüber freute, welche Möglichkeiten sich dank der Korruption in der Ukraine auftun?
Spätestens seit dem Assoziierungsabkommen mit der EU stellt die EU immer wieder Anforderungen an die Korruptionsbekämpfung in der Ukraine.
Ach, darauf wollen Sie hinaus. Von Begrenzung der Korruption kann ja nicht wirklich die Rede sein, Anforderungen hin oder her.
«dann hätten Sie schon den Unterschied zwischen einer korrupten Verkehrspolizei und einer, die sich an die Regeln hält, bemerkt»
Nun ja. Ein ukrainischer Bekannter von mir, den der 24, Februar 2022 in Kiew überrascht hatte, hat im Mai 2022 von seiner Reise mit einem Bus aus der Ukraine heraus (er hatte eine offizielle Genehmigung) sowie von den Modalitäten bei der «Diffusion» westlicher Hilfsgüter in östlicher Richtung in der Ukraine ezählt. Was würden Sie denken, was er erzählt hat?
«Was würden Sie denken, was er erzählt hat?»
Na, wenn Ihnen ein Bekannter etwas erzählt hat, dann ist meiner Fantasie keine Grenzen gesetzt. Ging es darum, dass man versuchte ganz normale Importe, als Hilfsgüter zu deklarieren, um Zoll zu sparen?
Nee. Hilfsgüter abzweigen und verkaufen.
Immmer und überall, oder kriminelle Einzelfälle oder Fake?
Mir hat auch mal jemand etwas von «Bling-Bling-Professoren» in Deutschland erzählt.
Sicher nicht immer und überall. Aber Sie müssen doch zugegeben (nach allem, was NABU und SAPO so aufdecken), dass Korruption insgesamt in der Ukraine bis in die oberste Führungsschicht auch jetzt noch ein erhebliches Problem ist.
«Aber Sie müssen doch zugegeben…»
Natürlich hat die Ukraine ein Korruptionsproblem. Aber vehement, so zu tun, als ob nichts getan wurde und sich nichts verändert hätte, ist noch falscher.
Da fällt mir gerade auf, ich wüsste aus dem Stegreif nicht mal, wer in Deutschland die Rolle von NABU und der ukr. Sonderstaatsanwaltschaft erfüllt? Dabei müssten die seit den Corona-Skandalen doch in aller Munde sein?
«Wenn Epstein über die Korruption in der Ukraine im Bilde war, dürften es die meisten westlichen Politiker auch gewesen sein»
Das war Allgemeinwissen, auch in der Oeffentlichkeit, nur hat sich vor 2014 kaum jemand für die Ukraine interessiert und vor dem 24. Februar 2022 waren es auch noch nicht viele.
Die Politiker wussten es freilich alle.
Noch mal zum Polarkreisportal:
Dieser link füht direkt zum Thema Grönland
https://polarkreisportal.de/category/groenland
Ich habe das jetzt unter «Politische Einsichten» eingestellt. Auch wenn es momentan etwas stiller um das Thema ist, kommt es vermutlich bald wieder auf.
Danke. Ja, was wieder unter der Oberfläche verschwindet ist doch da, wenn auch nicht mehr sichtbar: Die USA haben Grönland keineswegs aufgegeben.
Wer eio bisserl gründelt findet, dass Grönland keineswegs nur militärstrategisch interessant ist, sondern auch als Rohstoffreservoir. Die autonome grönländische Regierung agiert aus US-Sicht allzu umweltschützend, denke ich.
Wohl hinter der Bezahlschranke, aber trotzdem als Link: Ein weiterer NZZ-Artikel von Rico Bandle zu diesem Thema. Diesmal geht es um die stärkere Linkslastigkeit der deutschen öffentlich-rechtlichen Sender und die direkte Dekokratie als Korrektiv.
Es st hinter der Schranke, ja.
–
Linkslastig?
Na ja, es hängt vom eigenen Standort ab, was sich links davon befindet. Wenn ich mit der rechten Schulter an der Wand lehne ist der ganze Raum links.
‚Es steht hinter der Schranke, ja.‘
Die sich öffnen lässt, wenn man unter Firefox den Lesemodus nimmt.
@pleifel
Recht herzlichen Dank für diesen Tip.
Ich wusste zwar nicht, was Sie mit Lesemodus gemeint haben, aber dafür gibt es ja KI 😉
‚Lesemodus‘
Gerne. Wobei am Laptop die Zeile manchmal nicht angezeigt wird und in Firefox dann in den Einstellungen der Schalter auf ‚Dektopmodus‘ gesetzt werden muss.
@pleifel
Danke.
Aber das hat mir chatty alles gezeigt😉
Allerdings klappts bei der Russenprawda nicht 😡
Die geizigen OSSIS halt. Obwohl der Friedrich genug Kohle hat, nehme ich mal an…
«Linkslastig?
Na ja, es hängt vom eigenen Standort ab, was sich links davon befindet.»
Finde ich nicht. Das ist klar definiert. Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befindet, ist er linkslastig. Das ist in Deutschland ganz sicher der Fall. Das ist auch kein Wunder, wenn sich 75% der Journalisten dieser Medien nach Selbstauskunft links der Mitte verorten.
@izi
Im Beitrag lesen ich aber auch:
«Aus Umfragen weiss man: Rund drei Viertel der Journalisten in der Schweiz ordnen sich selber als links ein, in Deutschland ist das ähnlich. Trotzdem unterscheidet sich die Art der Berichterstattung bei den öffentlichen Sendern. Dies liegt am politischen Druck durch die direkte Demokratie.»
Also anders ist dort auch nicht.
Aber die haben eben Ihre Abstimmungen.
Das wirkt dann schon mal präventiv.😂😅🤣
«Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befindet…»
Die Frage ist doch, was da links von der Mitte ist.
Ist die Unterstuetzung der Ukraine gegen Russland automatisch links, oder (Foto aus dem verlinkten Bezahlschranken-Beitrag – hab’mir die Sendung angeguckt) wenn man ueber die Tausenden vom Sharia-Staat brutal ermordeten Demonstranten spricht, waehrend das Internet abgeschaltet war und diskutiert, ob jetzt endlich das iran. Regime stuerzt? Oder: Israel ist Staatsraeson oder Israel ist Verbrecherstaat…was waere linkslastig?
Oder anderes Thema: Sollen wir eine Stunde mehr pro Woche arbeiten, erster Tag krank- Karenztag. Die ewige Leier, dass wir zu wenig arbeiten? Auch da sehe ich keine Linkslastigkeit auf dem Podium.
Ansonsten haben Sie schon ein bisschen recht…Ich benutze auch zuerst die Web-Site vom SRF, um mich ueber den laengsten Krieg* in Europa nach WK II zu informieren. Und stimmt, da gibt’s auch Pro und Contra zu wichtigen Fragen, ziemlich ausgeglichen plaziert, obwohl die Abstimmung in diesem Fall dann doch sehr eindeutig ist bzw. war.
*Das was die Allgemeinheit unter klassischem Krieg versteht. Ohne intellektuelle Hirnwindungen sozusagen.
Manche meinen
lechts und rinks
kann man nicht velwechsern
werch ein illtum
Ernst Jandl
–
„…sich nach Selbstauskunft links der Mitte verorten…“
Auch die Kategorie ‚Mitte‘ beruht grossenteils auf Selbstetikettierungen. Einstufung in Medien folgt diesem Etikett.
Ist ‚links‘, wer sich selbst so bezeichnet?
Man kann eine Hundefutterdose mit ‚Gulasch‘ etikettieren. Wer sie öffnet, findet Hundefutter und stellt fest, ‚Gulasch schmeckt mir nicht, aber mein Hund mag es gerne‘. Wer nicht nach dem Inhalt schaut nennt das Hundefutter eben Gulasch. Solange man noch was anderes zu essen hat geht das gut.
Ich kann mich als „rechts“ bezeichnen*, wer/was ist dann „links“?
Welche Meinungen und Ziele stehen für „links“? Befürwortung eines ruinösen Wettrüstens oder eher Varianten von Antimilitarismus? Kapitalismuskritik? Nur mal zwei Beispiele, man kann versuchen, die Begriffe an vielen Inhalten festmachen.
*Mache ich nicht, ich sage was ich meine und denke unverpackt.
«Welche Meinungen und Ziele stehen für „links“?»
Hier stehe ich und kann auch anders, sagt der Linke. Rechts hat diese Alternative eher nicht. 🙂
Chatty meint dazu:
Einstiegsfrage:
Die Ansichten über die ‚Verortung‘ von links gegenüber rechts ist irgendwie inflationär, willkürlich geworden. Bitte eine prägnante Definition, was eindeutig linke Weltanschaunung betrifft, also natürlich auch, was dann die Struktur der Gesellschaft betrifft.
ChatGPT:
Verstehe ich gut – „links vs. rechts“ wird heute oft wie ein Stimmungsetikett benutzt. Wenn man den Lärm rausnimmt und nur auf die gesellschaftliche Grundstruktur schaut, lässt sich „links“ ziemlich klar fassen.
Prägnante Kern-Definition
Eine linke Weltanschauung geht davon aus, dass gesellschaftliche Ungleichheiten überwiegend strukturell verursacht sind und deshalb politisch-kollektiv verändert werden müssen.
Das ist der harte Kern. Daraus folgen ein paar notwendige (nicht optionale) Merkmale:
1. Struktur vor Individuum
Links denkt Gesellschaft nicht primär als Summe individueller Leistungen, sondern als System von:
Eigentumsverhältnissen
Machtpositionen
Klassen / sozialen Lagen
Ungleichheit gilt nicht als natürlicher Zustand, sondern als Ergebnis historischer und institutioneller Arrangements.
➡️ Wer sagt: „Wenn alle fair starten, ist der Rest Privatsache“, ist nicht links, auch wenn er sozial nett ist.
2. Egalitäres Ziel
Links zielt auf materielle und politische Gleichheit – nicht auf völlige Gleichmacherei, sondern:
Begrenzung extremer Macht- und Vermögenskonzentration
Sicherstellung realer Teilhabe (nicht nur formaler Rechte)
Entscheidend: Gleichheit ist Zielwert, nicht bloßer Nebeneffekt von Wachstum.
3. Kritik an Privateigentum an Produktionsmitteln
In linker Theorie ist das zentral (abgestuft, aber unverzichtbar):
Private Verfügung über Kapital erzeugt strukturelle Abhängigkeit
Wer Produktionsmittel besitzt, besitzt Macht über andere
Links heißt daher mindestens:
Demokratische Kontrolle über zentrale wirtschaftliche Ressourcen
(staatlich, genossenschaftlich, kommunal – das „Wie“ variiert)
Ohne diese Kritik ist man liberal, nicht links.
4. Kollektive Lösungslogik
Probleme wie Armut, Ausbeutung oder Diskriminierung gelten als:
systemisch
nicht individuell „wegentscheidbar“
Daher:
politische Regulierung
Umverteilung
kollektive Institutionen (Sozialstaat, Gewerkschaften)
Kurzformel (maximal verdichtet)
Links ist die Position, dass gesellschaftliche Macht- und Besitzverhältnisse die Lebensrealität bestimmen und deshalb demokratisch umgestaltet werden müssen, um reale Gleichheit zu ermöglichen.
«Links ist die Position, dass gesellschaftliche Macht- und Besitzverhältnisse die Lebensrealität bestimmen und deshalb demokratisch umgestaltet werden müssen, um reale Gleichheit zu ermöglichen.»
Danke, das deckt sich ungefähr mit dem, das ich auch denke.
Wie ist nach diesem Kriterium die Selbstettikettierung von Journalisten (und Anderen) als «links von der Mitte» zu beurteilen? Wofür man ja auch «Mitte» erst mal definieren müsste.
Es ist nicht ganz einfach mit lechts und rinks, um es mit Jandl zu sagen.
Sehr interessant. Unter anderem:
«Links denkt Gesellschaft nicht primär als Summe individueller Leistungen»
Ich denke, bei der grossen Mehrheit derjenigen, die sich links verorten, kann man das Attribut «primär» auch weglassen.
Deswegen bin ich nicht (mehr) links. Gesellschaft ist mehr als die Summe individueller Leistungen, aber die Summe individueller Leistungen ist die Grundlage für alles.
Alle Sozialleistungen müssen erst einmal erwirtschaftet werden. Das hat man im Realsozialismus wenighstens noch prinzipiell verstanden. Die heutige Linke bis hin zu Teilen der Sozialdemokratie scheinen das nicht mehr zu verstehen.
@izi
>>>Alle Sozialleistungen müssen erst einmal erwirtschaftet werden. Das hat man im Realsozialismus wenighstens noch prinzipiell verstanden. Die heutige Linke bis hin zu Teilen der Sozialdemokratie scheinen das nicht mehr zu verstehen.<<<
Das ist vollkommen richtig.
Allerdings scheint das bei der CDU auch nicht anders zu sein.
Das verwundert mich nun allerdings.
Das das, was so ne Art von Proletariat ist und in Lohn und Brot sich auch von CDU/CSU abwendet?
@u_S
Das die, die noch in Lohn und Brot sind, sich von der CDU/CSU abwenden, verwundert mich nicht. Die scheinen das ja auch zu machen.
Ich meinte die Politiker.
Das dauert im Westen zwar alles länger, aber es wird auch dort noch sichtbarer werden.
«Allerdings scheint das bei der CDU auch nicht anders zu sein.
Das verwundert mich nun allerdings.»
Mich auch. Wobei es in dieser Frage die CDU nicht zu geben scheint. Die Partei hatte schon immer verschiedene Flügel, aber früher hatten die nur verschiedene Meinungen zur Verteilung. Es gab in der CDU früher Konsens, dass man nur verteilen kann, was erwirtschaftet wurde. Das glaubt nur noch ein Teil der Partei. Merz gehört nicht zu diesem Teil.
@izi
>>> Gesellschaft ist mehr als die Summe individueller Leistungen, aber die Summe individueller Leistungen ist die Grundlage für alles.<<<
Das wird aber in dem von pleifel vorgelegten Text auch nicht in Abrede gestellt.
Also ich jedenfalls lese das aus dem Text nicht heraus.
In dem Text von ChatGPT ist es durch das Attribut «primär» abgemildert, aber dieser Text beschreibt die Position der meisten heutigen Linken nicht, dadurch dass er dieses Attribut verwendet. Dazu ein paar Stichworte:
– bedingungsloses Grundeinkommen
– kostenloser öffentlicher Verkehr
– 4-Tage-Woche
– Gesundheitsversorgung auf dem besten gegenwärtig möglichen Stand für alle
«Wohl hinter der Bezahlschranke…»
Aber natuerlich! Aehm…jedenfalls fuer mich als potentiellen Gratisabsahner.
Hm, Dekokratie ist fuer Google ein Fremdwort.
Oder mein’Se das hier?
https://www.studienverlag.at/produkt/6177/dekokratie/
Oder Dreckfuhler?
PS: Zu den Oeffentlich-rechtlichen gibt’s in Deutschland als Korrektiv wohl fuer Viele auch das sogenannten Free-TV, u.a. die Welt. Dort kann sogar der durch Hausdurchsuchung heimgesuchte Norbert Bolz ungestoert seine Meinung sagen. Immer wieder Sonntags.
Oder man bildet sich sowieso seine Meinung wie die meisten Leute. Das kostet dann auch nicht die Welt.
https://www.youtube.com/watch?v=AaQcnnM2a70
Achso, das war der aus dem Sauertopf…
Kann ich nur vermuten, dass der diesmal auch schlecht recherchiert hat. Oder?
«dass der diesmal auch schlecht recherchiert hat»
Zumindest nicht sehr viel. Es ist halt laut Rubrik wieder ein Kommentar. Für einen solchen hat es gar nicht so wenige Fakten, aber für eine echte Auseinandersetzung mit dem Thema nicht genug.
«Dekokratie» war tatsächlich ein Tippfehler, aber in dem Fall reklamiere ich meinen Tippfehler als genial 😉
Die direkte Demokratie in der Schweiz ist zwar mehr als Deko, aber die Demokratie in Deutschland ist zu einem Gutteil wirklich nur Deko.
@izi
Ja, ist ein genialer Tippfehler.🤣🤣😂
Ich versuche das mal bei MDR im Kommentarbereich unterzubringen.
Wird aber schwer werden.
‚Dekokratie‘ ist wirklich gelungen, da hat wohl das Unterbewusstsein zugeschlagen. 🙂
Und in dem Zusammenhang noch eine Empfehlung, was die ‚Substanz‘ dieser ‚regelbasierten Ordnung‘ der westlichen Führungsmacht betrifft. Allerdings nur noch 7 Tage zu sehen:
https://www.ardmediathek.de/tv-programm/6946e7eda30dc097153e84ce
«Dekokratie» ist hervorragend 🙂
@ Izi
««Dekokratie» war tatsächlich ein Tippfehler, aber in dem Fall reklamiere ich meinen Tippfehler als genial»
Noe!
Da das Wort hier so begeistert angenommen wurde, reklamiere ich das genial fuer mich!
Sie und die Anderen haetten’s ja nicht mal gemerkt 🤣
Im Uebrigen, Sie sagen: «Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befindet, ist er linkslastig. Das ist in Deutschland ganz sicher der Fall.»
Das glaube ich nicht.
Ich wuerde denken, da wird schon seit Jahren ein Narrativ von rechtspopulistischen Parteien und rechts davon, sowie u. a. von P. (Das Einigen hier nicht gefallen wird.) gestreut – und von T. & Vans als Wahrheit deklariert. Und viele Rechte und einige Querdenker und das – wie soll ich sagen – «einfache Volk», wenig an Politik interessierte, mit der Politik ihres Staates unzufriedene? – glauben das dann auch.
Da Sie dazu neigen, selber zu denken, und falls es nicht nur eine Meinung von Ihnen ist, beweisen Sie es!
(Und Meinungsspektrum ist kein Kriterium. Das ist auch nur ein Gefuehl. 😉 )
«Da Sie dazu neigen, selber zu denken, …»
Boah, subtil, subtil. 🙂
Da muss mir aber auch sehr viel entgangen sein, wenn:
«der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befinde(n) ..» sollte.
Wo Argumente fehlen, spricht man von «Linkslastigkeit». Das ersetzt zwar keine Widerlegung, beruhigt aber das eigene Weltbild.
¦¦ Im Uebrigen, Sie sagen: «Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befindet, ist er linkslastig. Das ist in Deutschland ganz sicher der Fall.»
Das glaube ich nicht. ¦¦
Reichlich 25% geben in Umfragen stabil an, AfD wählen zu wollen. Reichlich 25% geben in Umfragen stabil an, CDU/CSU wählen zu wollen. Etwa 3% wollen FDP wählen. Das ist zusammen eine sehr deutliche Mehrheit.
Will hier irgendjemand ernsthaft behaupten, dass die Politiksendungen der deutschen öffentlich-rechtlichen Medien (Nachrichtensendungen und andere) auch nur entfernt dieses Meinungsspektrum widerspiegeln? Oder dass die von diesen Medien veröffentlichte Meinung gar rechts davon läge?
@ Izi
Yo, und wem siehste immer mit in den Diskussionen? Kiesewetter, Roettgen, Linnemann, Amthor, den «Mann» mit den weissen Haaren usw., usf.
Immer oefter auch Chupalla.
Joerges, Fleischhauer sind regelmaeszige Gaeste bei Maischberger. Kann man auch nicht gerade sagen, dass die links von der Mitte sind. Und auch die gute Sahra ist es nicht.
Und dass teils scharfe Kritik an T. dem deutschen Meinungsspektrum von links bis rechts entspricht, muss ich wohl nicht beweisen. Oder?
Wenn Sie sagen wuerden, der OERR bewegt sich nicht extrem rechts vom polit. Meinungsspektrum, da wuerde ich mitgehen.
Ihre Argumente waren auch schon mal viel besser. Dafuer gibt’s nur einen Vance. 🤣
Sie haben offenbar länger nicht mehr die ARD-Tagesschau oder das heute journal gesehen.
Richtig ist, dass es die Kritik schon länger gibt und dass ARD und ZDF nach dem Trump-Sieg ihr kontraproduktives Verhalten etwas geändert haben. Auf welcher Seite der Debatten die Journalisten stehen, ist aber immer noch deutlich sichtbar. Und sie sollten eigentlich gar nicht auf einer Seite der Debatte stehen, schon gar nicht mehrheitlich.
Warum eigentlich nicht? Wenn die nicht der Moderator sind, sondern als Diskussionspartner eingeladen wurden – warum sollten die dann keine Meinung sagen?
Presseclub von gestern (nicht gesehen. Hat jemand?): Wer von diesen Journalisten ist links von der Mitte? Alle? Keiner? Ist das ganze Thema links von der Mitte?
«Warum eigentlich nicht?»
Weil gebührenfinanzierte öffentlich-rechtliche Medien ausgewogen zu berichten haben. Der Königsweg dazu ist eine redaktionelle Linie, die von jedem Beitrag Ausgewogenheit verlangt.
Falls man glaubt, das sei zu langweilig, muss man halt etwa ein Viertel Journalisten anstellen, die mit dem gleichen Nachdruck AfD-Positionen vertreten, wie die anderen Anti-AfD-Positionen. Das ist eine legale Partei und ihre Anhänger bezahlen mit.
Ich persönlich halte das Konzept, bei dem jeder Beitrag ausgewogen ist, für das erfolgversprechendste, auch was die Auseinandersetzung mit der AfD betrifft. Nur dieses Konzept schafft Vetrauen.
Die öffentlich-rechtlichen Medien haben auch deshalb nur begrenzten Einfluss auf die Mehrheitsmeinung, weil 45% ihnen nicht gar nicht vertrauen (im Osten 59% nicht). Jüngere Altersgruppen übrigens weniger als ältere. 37% konsumieren die öffentlich-rechtlichen Medien in Deutschland nicht.
«Wenn die nicht der Moderator sind, sondern als Diskussionspartner eingeladen wurden»
Eingeladen von der Redaktion der öffentlich-rechtlichen Medien. Würden Gutachter meiner wissenschaftlichen Artikel mir nicht nach dem MUnde reden, wenn ich sie selbst einladen könnte?
«Immer oefter auch Chrupalla.»
Der Anteil eingeladener AfD-Politiker in Talkshows von ARD und ZDF betrug 2025 7.9%. Die Partei hält 24% der Sitze im neuen Bundestag. Glaubt man Statista und nicht dem Merkur, ist das Missverhältnis noch viel krasser.
+++Dafuer gibt’s nur einen Vance. 🤣+++
Damit es weiter geht für ACAB a.D. alone in New York hat sie dafür ein Stück Weg lang die Fackel mit dem olympischen Feuer getragen, für das Geschichtsbuch?
In der Tat ein tragischer Fall. Wie soll sie denn in Zukunft ihren Lebensstil finanzieren?
@nera
>>>Kann man auch nicht gerade sagen, dass die links von der Mitte sind. Und auch die gute Sahra ist es nicht.<<<
Wo sehen Sie denn die gute Sahra?
Ich sehe SW sehr wohl links der Mitte.
Wo soll sie denn sonst sein?
Sie vertritt nur nicht mehr in der Form die Position der LINKEN.
Deshalb ist sie ja auch dort raus.
Was ich nun wiedere vollkommen verstehen kann.
Deswegen hat sie aber nicht die Seiten gewechselt.
«Wo sehen Sie denn die gute Sahra?»
Quer.
«Ich sehe SW sehr wohl links der Mitte.»
War. Welche Positionen von ihr sind denn noch links von der Mitte?
+++Will hier irgendjemand ernsthaft behaupten, dass die Politiksendungen der deutschen öffentlich-rechtlichen Medien (Nachrichtensendungen und andere) auch nur entfernt dieses Meinungsspektrum widerspiegeln?+++
Das ist ja laut Zahlen richtig. Wer sagt aber, dass Links neben dieser Mehrheit sich linke Politik befindet? Wie weit muss man gehen, um im Kreis nach Links zu finden?
„Wie weit muss man gehen, um im Kreis nach Links zu finden?“
Das politische „links-rechts“-Schema beschreibt ja keinen Kreis, sondern eine Linie mit einem rechten und einem linken Ende. In der Mitte befände sich das irgendwie Gute, Wahre, Schöne. Auch die „Hufeisen“-Erzählung beschreibt diese Linie. Nur dass die Linie in der Mitte halbkreisförmig gebogen sei, sodass beide Enden in die gleiche Richtung weisen.
Kann schon mal passieren, dass sich die Enden des Hufeisens zufällig berühren.
«Oder dass die von diesen Medien veröffentlichte Meinung gar rechts davon läge?»
In der Physik würde man ein Modell, das unterschiedliche Zustände ohne Begründung zusammenfasst und anschließend über das vorhersehbare Ergebnis erstaunt ist, mindestens hinterfragen.
Politisch scheint diese Methodik hier jedoch auszureichen: AfD, CDU/CSU (implizit FDP) werden überlagert, Differenzen ausgeblendet und die fehlende mediale Bestätigung als Anomalie interpretiert.
Das Problem liegt damit weniger im Messinstrument als im Versuchsaufbau oder, psychologisch gesprochen, in der Auflösung einer kognitiven Dissonanz durch Verschiebung der Erklärungsebene.
@pleifel
Das ist verquaster Text.
Es gibt eine Bevölkerungsmehrheit für Positionen, die jeder als nicht-links bezeichnen würde und eine veröffentlichte Meinung der öffentlich-rechtlichen Medien, die dem ganz und gar nicht entspricht.
Die öffentlich-rechtlichen Meidien als linkslastig zu bezeichnen, ist daher ein Befund, der eigentlich unstrittig sein sollte.
«Es gibt eine Bevölkerungsmehrheit für Positionen, die jeder als nicht-links bezeichnen würde und eine veröffentlichte Meinung der öffentlich-rechtlichen Medien, die dem ganz und gar nicht entspricht.»
Wenn dem so ist, dann haben also Rundfunk/Fernsehsendungen keinen Einfluss auf die Mehrheitsmeinung. Es müsste also andere Einflussfaktoren geben.
Fragt man Leute nach erlebten Problemen, zum Beispiel mit der Bezahlbarkeit von Wohnraum, mit den Schulen, die ihren Kindern zugenutet werden, mit der Verschlechterung der medizinischen Versorgung in den vergangenen 30 Jahren usw., dann geben sie ehr «linke» Antworten.
wäre also zu fragen, wie es gelungen ist, das Wahlverhalten vom erlebten Kaputtalismus zu entkoppeln. Könnte das irgendwas mit den Schwätz-Shows im Fernsehen zu tun haben?
«…dann haben also Rundfunk/Fernsehsendungen keinen Einfluss auf die Mehrheitsmeinung.»
Nicht mehr Einfluss als ein Krimi oder Fussballspiel: Ablenkung von den Alltagsorgen, um besser einschlafen zu können.
Nicht «links»- «mitte»- oder «rechts»-lastig, sondern unlastig.
«Nicht mehr Einfluss als ein Krimi oder Fussballspiel: Ablenkung von den Alltagsorgen, um besser einschlafen zu können.»
Das ist nur eine Meinung von Ihnen. Woher wollen Sie das wissen? Haben Sie eine methodisch ordentliche Untersuchung dazu gelesen?
Einfach eine Folgerung daraus:
«Es gibt eine Bevölkerungsmehrheit für Positionen, die jeder als nicht-links bezeichnen würde und eine veröffentlichte Meinung der öffentlich-rechtlichen Medien, die dem ganz und gar nicht entspricht.»
Die «nichtlinke» Mehrheit ist nicht durch die «linklastigen» öffentlich-rechtlichen Medien zustande gekommen. Anderenfalls wäre die Bevölkerungsmehrheit ja auch «linkslastig».
«Die «nichtlinke» Mehrheit ist nicht durch die «linklastigen» öffentlich-rechtlichen Medien zustande gekommen.»
Nee. Das, was diese Journalisten wollen, funktioniert also nicht. Umgekehrt. Die Leute, die ihre Meinungen in den Medien nicht wiederfinden, wenden sich von diesen ab. Glauben Sie mir, ich kenne diesen Mechanismus. Ich haben ihn fast mit der Muttermilch eingesogen.
«Die Leute, die ihre Meinungen in den Medien nicht wiederfinden, wenden sich von diesen ab.»
Wer irgendwo keine Betätigung findet sucht sie woanders, ja. Das Internet bietet dafür zum Teil sehr phantasievolle Möglichkeiten.
Ich erwarte von öffentlichen Rundfunkanstalten nicht, dass sie mir irgendeine «Meinung» bestätigen, sondern nüchtern-neutrale Information (Denken kann ich dann schon selber)
Anders kann der Zwangsbeitrag nicht gerechtfertigt werden. Ich bin aber nicht dafür. alles abzuschaffen was seinen Zweck nur suboptimal erfüllt. Eher sollte man nach Reparaturmöglichkeiten suchen, im Interesse neutraler Information.
«Ich erwarte von öffentlichen Rundfunkanstalten nicht, dass sie mir irgendeine «Meinung» bestätigen, sondern nüchtern-neutrale Information»
Ja eben. Genau dafür bräuchte man öffentlich-rechtliche Medien. Dies Aufgabe erfüllen die deutschen öffentlich-rechtlichen Medien derzeit aber nicht gut (genug).
Und ja, sie sind noch immer besser darin als private Fernseh- oder Radiosender.
@izi
>>>Und ja, sie sind noch immer besser darin als private Fernseh- oder Radiosender.<<<
Ich verweise in dem Bezug gern auf den
Kontrafunk
auch ein privater Radiosender, gegründet aber als Reaktion auf die desolate Information der ÖR und MSM.
Für meine Begriffe sehr gut.
Ja, gut, es gibt Ausnahmen. Aber RTL oder Aehnliches? Mein Bruder sagt, n-tv sei objektiver und informiere besonders international umfassender als ARD und ZDF. Der gehört zur RTL-Gruppe. Ich muss das allerdings erst noch überprüfen. Ich habe bisher wenig n-tv angeschaut.
«Wenn dem so ist, dann haben also Rundfunk/Fernsehsendungen keinen Einfluss auf die Mehrheitsmeinung.»
Dieses Argument ist unlogisch. Propaganda hat einen Einfluss, aber Propaganda wird nie 100%ig geglaubt. Wenn die öffentlich-rechtlichen Medien ausgewogener berichten würden, wäre die Mehrheitsmeinung etwas (aber nicht sehr stark) anders. Es ist übrigens nicht einmal klar, in welche Richtung. Ich persönlich glaube, dass die verzerrte Optik der öffentlich-rechtlichen Medien kontraproduktiv ist, also der AfD nutzt.
‚Die öffentlich-rechtlichen Meidien als linkslastig zu bezeichnen, ist daher ein Befund, der eigentlich unstrittig sein sollte.‘
Die ÖR sind in D. institutionell, konsensorientiert und konfliktscheu aufgestellt. Das lässt sich auch aktuell an der weitgehend unkritischen ‚Begleitmusik‘ zur Aufrüstung erleben.
Dass diese Haltung nun auch noch als „links“ eingenordet wird, sagt mehr über die Verschiebung ihrer politischen Selbstverortung aus, als über den Journalismus selbst.
@pleifel
>>>Das lässt sich auch aktuell an der weitgehend unkritischen ‚Begleitmusik‘ zur Aufrüstung erleben.<<<
Das nun hat GJ nun nicht im Sinn gehabt, als er ÖR als linkslastig bezeichnete.
Warum verstehen Sie ihn da so miss?
Ich verstehe GJ so, dass er sich von der sozialistischen/kommunistischen Idee als mögliche Staatsform verabschiedet hat.
Das habe ich auch, nicht weil ich die Idee verwerfe, sondern weil ich strikt nach Marx sage: Wenn überhaupt, dann in den am höchsten entwickelten Industrieländern gemeinsam.
Und da müssen wir jetzt nicht weiterdiskutieren.
Also bedeutet LINKE Politik für mich heute NUR noch, wenigstens das zu erhalten und zu schützen, was an SOZIALEN noch von der Marktwirtschaft in Dt. übrig geblieben ist.
Aber um das zu erhalten, ist es ZWINGEND notwendig REALEN Mehrwert zu schaffen.
Der wird aber leider nicht in ÖD geschaffen.
Nicht in der Medizin, in der Schule, in der Justiz usw.
Damit will ich die dort Beschäftigten KEINESFALLS geringschätzen.
Sie sind GENAU SO WICHTIG für einen funktionierenden Staat, wie auch jeder, der etwas SINNVOLLES für die Gemeinschaft leistet.
Aber all diese Leute werden von denen bezahlt, die den MW erst einmal erwirtschaften.
Ein Dienstleistungsstaat kann nicht funktionieren, wenn er ausschliesslich über Steuermittel bezahlt wird.
«Ich verstehe GJ so, dass er sich von der sozialistischen/kommunistischen Idee als mögliche Staatsform verabschiedet hat.»
Es hat auch noch den folgenden Grund:
«Alle Befreiungsbewegungen, für die wir uns eingesetzt hatten, wurden Diktaturen.»
Daniel Cohn-Bendit, 2023
Hey, ist das nicht Dany le Rouge, der am vehementesten fuer Deutschlands ersten Krieg seit WK II warb?
(Ich war bei der Diskussion – 1998 glaube – in der Schauburg/ Dresden dabei)
«Nun war es nicht Fischer, der die Grünen drehte. Schon 1993 hatten Beckmann, Daniel Cohn-Bendit und Marieluise Beck einen Nato-Eingriff gefordert, um die Serben daran zu hindern, die Bosnier umzubringen.»
https://taz.de/Gruene-und-Krieg/!vn5862094/
Ja, wenn er sich 1968 geirrt hat, warum nicht auch 1998? Sozusagen 30-jähriges Irrtumsjubiläum. Die Weisheit trat erst später ein.
Ich misstraue allen Weltverbesserern. Verbessern kann man allenfalls seine unmittelbare Umgebung. Das ist schon schwer und irrtumsanfällig genug.
Das in den öffentlich-rechtlichen Medien vertretene Meinungsspektrum liegt deutlich links vom Meinungsspektrum der Bevölkerung. Das ist statistisch abgesichert. Ich habe es oben beispielsweise für Talkshows zitiert. Es gilt auch nach Selbstauskunft der Journalisten.
Wie können Sie das leugnen? Weil nicht sein kann, was nicht sein darf?
@ Izi
«Wie können Sie das leugnen?»
Ich habe das mal meinem Chatty (freilich linksversifft) zur Ueberpruefung vorgelegt:
Wahrheitsgehalt:
«Eine eindeutige, allgemeingültige Bewertung lässt sich schwer treffen. Studien zu Mediensystemen zeigen zwar, dass in vielen Ländern öffentlich-rechtliche Medien tendenziell als progessiv oder links wahrgenommen werden, in Deutschland aber gibt es keine konsistente, eindeutig belegte Feststellung, dass das Meinungspektrum der öffentlich-rechtlichen Medien signifikant „deutlich“ links vom Durchschnitt der Bevölkerung liegt.
In Deutschland existieren Debatten und Analysen über politische Tendenzen in den öffentlich-rechtlichen Sendern (ARD, ZDF, Deutschlandradio). Unterschiede lassen sich je nach Programm, Segment, Themenbereich und Moderator feststellen. Gesamturteil „deutlich links“ ist umstritten und wird von verschiedenen Perspektiven unterschiedlich bewertet.
Wichtige Faktoren: Vielfalt der Programmformate (Nachrichten, Magazine, Dokumentationen, Debatten), Redaktionstraditionen, regulatorische Rahmenbedingungen, politische Entwicklungen und gesellschaftliche Meinungsverschiebungen beeinflussen das beobachtete Spektrum.
Kurzfassung: Die Aussage ist umstritten und lässt sich nicht pauschal als wahr oder falsch deklarieren. Sie hängt von der konkreten Messmethode, dem definitorischen Maßstab (was „Meinungsspektrum“ umfasst) und der betrachteten Zeitraum ab. Wenn du eine belastbare Einschätzung willst, bräuchte es eine transparente, methodische Studie mit Definitionen und Daten, die das tatsächliche Spektrum öffentlich-rechtlicher Inhalte mit dem der Bevölkerung vergleicht.»
Und fuer die Schweiz:
«Fazit: Die Frage, ob das in Schweizer öffentlich-rechtlichen Medien vertretene Spektrum deutlich links vom Bevölkerungsspektrum liegt, ist ebenso wie in Deutschland umstritten und hängt stark von Definitionen, Messmethoden und Zeitraum ab. Eine pauschale Behauptung lässt sich nicht generalisieren; belastbare Aussagen brauchen systematische empirische Studien.»
Also bitte, ich habe mich wirklich gefreut wg. Ihrer Unterschrift und auch wg. Ihrer Begruendung. Glauben Sie meinetwegen, was Sie wollen, aber ziehen Sie die jetzt bitte nicht zurueck. ☺️
Sie glauben zu viel an KI. Natürlich findet ChatGPT Internet-Quellen, die das bestreiten, nämlich linke.
Die Statistik von Statista wird ja wohl kaum falsch sein, denn mann musste nur die Vertreter von Parteiebn in Talkshows zählen. Da gibt es nichts zu deuteln. An den Selbstauskünften der Journalisten auch nicht.
Ich betreibe hier übrigens seit Längerem eine psychologische Studie mit kleiner Teilnehmerzahl. Das sollte ich vermutlich endlich einmal offenlegen 😉
Ziel der Studie ist es, zu erkunden, wie weit Personen bei der Leugnung harter Fakten gehen, um ihre Meinung «halten» zu können.
«Sie glauben zu viel an KI.»
Geht so. Eigentlich bevorzuge ich selber zu denken.
«Die Statistik von Statista wird ja wohl kaum falsch sein, denn mann musste nur die Vertreter von Parteiebn in Talkshows zählen.»
Eben. Das besagt gar nichts. Vielleicht wollen auch viele von der AfD gar nicht in die Talkshows, weil ist ja irgenwie sowieso die Luegenpresse und das alles gruenlinks-versifftes Gesindel, Volksverrraeter.
Und offenlegen sollten Sie endlich mal die Zwischenergebnisse der Studie, die Sie hinter meinem Ruecken betreiben. 😆
«Vielleicht wollen auch viele von der AfD gar nicht in die Talkshows»
Das glauben Sie selber nicht.
Erwischt.
Was heisst hier erwischt?
Seid wann ist Glaube ein Beweis?
«Es gilt auch nach Selbstauskunft der Journalisten.»
Die Selbstauskunft leugne ich ja nicht. Ich bezweifle nur, dass eine realistische Einschätzung nach der Selbstettikettierung möglich ist. Sonst müsste man ja auch alles glauben was Produktwerbung so erzählt.
–
Und dass ich z. B. den Bayerischen Rundfurz nicht ernstnehme hat nichts damit zu tun dass er mir zu «linkslastig» wäre 😉
@gelse
«Ich bezweifle nur, dass eine realistische Einschätzung nach der Selbstettikettierung möglich ist.»
Kein Journalist, der sich als «links» oder «grün» bezeichnet, vertritt Positionen der AfD, CDU/CSU oder FDP. Wenn sich ein Journalist mit einem dieser Etiketten oder beiden davon identifiziert, darf man vielmehr davon ausgehen, dass der Journalist den Positionen dieser Parteien ablehnend gegenübersteht. Wenn er bei einer Selbstauskunft solche Etiketten wählt, darf man sogar davon ausgehen, dass ihm diese Ablehnung wichtig ist.
Dass Journalisten von ARD und ZDF nicht mit ihrer eigenen Meinung hinter dem Berg halten, kann man täglich besichtigen.
Noch einmal: Warum haben eigentlich hier so viele ein Problem damit, eine offen zutage liegende Tatsache als solche anzuerkennen? Weil die Tatsache für das eigene Weltbild unbequem ist?
Genau das ist eben gerade auch das Problem des öffentlich-rechtlichen Journalismus.
«Noch einmal: Warum haben eigentlich hier so viele ein Problem damit, eine offen zutage liegende Tatsache als solche anzuerkennen?»
Weil es vielleicht keine Tatsache ist, sondern nur Ihre und die Meinung einer – zugegeben starken Minderheit im «Osten»? Ich meine, was sagt denn Ihre Statistik aus? Dass die AfD stark in den Talkshows unterrepesentiert ist. Soweit so schlecht. Aber eben nichts darueber, dass alle Waehler der mitte-rechts Parteien, die AfD in irgendeiner Form moegen.
Und jetzt mal speziell Brandenburg. Schauen Sie da nur mal auf die CDU-Anhaenger. Die sind ja bekanntlich mitte-rechts. Und ueberhaupt fast jeder zweite ist nicht mal dort die Mehrheit. Genauso wenig auch, welche Regierung die dann wollen.
«Neuwahlen in Brandenburg?
Nach den jüngsten Konflikten in der Brandenburger Regierungskoalition plädiert fast jeder Zweite (47 Prozent) für eine Neuwahl des Landtags. Die Sympathien für eine Neuwahl sind allerdings höchst unterschiedlich verteilt. Während sich 88 Prozent der AfD-Anhänger dafür aussprechen, ist in allen anderen politischen Lagern der Wunsch nach einem vorgezogenen Urnengang nicht besonders ausgeprägt. Nur 15 Prozent der SPD-Anhänger sehen in einer Neuwahl den Ausweg aus der Regierungskrise. Auch bei den Anhängern von CDU (21 Prozent), BSW (23 Prozent), Grünen (25 Prozent) und Linken (36 Prozent) bleiben die Befürworter einer Neuwahl in der Minderheit.»
https://www.rbb24.de/politik/beitrag/2025/12/brandenburg-trend-dezember-2025-unzufriedenheit-landesregierung-spd-bsw-afd-vorne-neuwahlen.html
Warum haben Sie eigentlich ein Problem damit, dass diesesmal nicht nur @Petrowitsch nicht Ihrer Meinung.
Zu guter Letzt noch eine Statistik, der Sie glauben.
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/954713/umfrage/am-meisten-diskutierte-themen-in-den-talkshows-von-ard-und-zdf/
Welche Position ist bei den beiden am meisten diskutierten Themen eigentlich die linke Meinungsdiktatur?
«…dass diesesmal nicht nur @Petrowitsch nicht Ihrer Meinung» ist.
Also ich bin darueber sehr enttaeuscht. Ich hielt Sie eigentlich fuer tolerant.
Und das war cool.
„Ich kenne persönlich eine ganze Reihe von Leuten, die regelrecht allergisch gegen diese Medien sind.“
Leute, die jeden Abend vor der Glotze hocken, um am nächsten Morgen über das Programm lästern zu können kannte ich auch. Allergie halte ich allerdings für unwahrscheinlich wenn man dem Allergen so leicht ausweichen kann wie das bei Massenmeidien der Fall ist.
Ich lausche selber fast jeden Tag mal dem BR, nicht weil ich ihn für eine wichtige Informationsquelle halte. Sondern weil ich wissen will was die Leute denken sollen. Da muss ich auch keine Allergie entwickeln.
„Kein Journalist, der sich als «links» oder «grün» bezeichnet, vertritt Positionen der AfD, CDU/CSU oder FDP.“
Wahrscheinlich ist das so, obwohl, wenn man Positionen von Leuten mal mit Parteiprogrammen abgliche könnte man vielleicht doch paar kleine, aber harte Körnlein finden. Oder mit konkreten Regierungungsaktivitäten.
Nur: Was ist „links“? Militärische Aufrüstung bis zum bitteren Ende? Beflissenes Beschweigen der Ursachen der Wohnungskrise? Agenda 2010 und schrittweises Verschärfen der Restriktionen?
«Beflissenes Beschweigen der Ursachen der Wohnungskrise?»
Was sind denn nun die Ursachen?
Zürich hat auch eine Wohungskrise. Dabei sind Bestandsmieten fest an den Hypothekarzins gekoppelt. Wir bewilligen immer wieder Kredite an Wohnbaugenossenschaften aus Steuergeldern. Die Wohbaugenossenschaften bauen auch durchaus ansprechende Wohnungen (ganz in der Nähe meiner Wohnung modernen, altersgerechten Wohnraum und Häuser mit schöner dunkler Holzfassade).
Und bei all dem hat Zürich trotzdem ein erhebliches Problem im Wohnungsmarkt. Ich kann Ihnen genau sagen warum. Die Stadt ist einfach zu attraktiv. Es wollen dort mehr Leute wohnen als Platz ist. Das gleiche gilt für München und – aus mir weniger verständlichen Gründen – für Berlin. Von Zermatt ganz zu schweigen.
‚Die öffentlich-rechtlichen Meidien als linkslastig zu bezeichnen, ist daher ein Befund, der eigentlich unstrittig sein sollte.‘
Da gibt es nichts misszuverstehen! Hinter dieser Behauptung steckt seine Interpretation von Inhalten. Und das eine Beispiel von mir sollte bereits hinreichend dagegen sprechen, ansonsten lege ich nun nichts mehr nach.
Hey Paul, aergern Sie sich doch nicht! 😉
Ich wuerde denken das war wieder mal eines der postmodernen Glanzmomente von GJ.
CDU (allerdings das Soederle vergessen)/FDP/AfD und das Volksmehr alles in einen Topf zu werfen kennt man ja sonst nur von der extremen Linken. Alles dasselbe!
Nur dass es eben bei @ Izi ein schmackhaftes Apfel-Birnen-Kompott ist, waehrend es fuer die ganz am linken Rand alles die gleiche unapettliche braune Bruehe ist.
Icvh fuerchte aber, da waere der Hausherr bei dieser Pruefung mit Karacho durchgefallen 🤣
«Hey Paul, aergern Sie sich doch nicht!»
Ja, bin ständig am bemühten ‚erden‘, werte I.. 🙂
Es gibt einen ‚Spagat‘, den man kaum bewältigen kann. Je mehr Wissen/Daten/Infos man sich so reinzieht, desto größer dabei auch die Gefahr/Wahrscheinlichkeit der vermeintlichen Substanz seiner abschließenden Überzeugungen, die man daraus entnommen hat.
Was Bertrand Russell so formuliert hatte (entnommen Nick Bostrom/Superintelligenz):
«𝗱𝗮𝘀𝘀 𝗮𝗹𝗹𝗲𝘀 𝗶𝗻 𝗲𝗶𝗻𝗲𝗺 𝗔𝘂𝘀𝗺𝗮ß 𝘃𝗮𝗴𝗲 𝗶𝘀𝘁, 𝘃𝗼𝗻 𝗱𝗲𝗺 𝗺𝗮𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁𝘀 𝗮𝗵𝗻𝘁, 𝘀𝗼𝗹𝗮𝗻𝗴𝗲 𝗺𝗮𝗻 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 𝘃𝗲𝗿𝘀𝘂𝗰𝗵𝘁 𝗵𝗮𝘁, 𝗲𝘀 𝗲𝗶𝗻𝗱𝗲𝘂𝘁𝗶𝗴 𝘇𝘂 𝗺𝗮𝗰𝗵𝗲𝗻».
Bostrom schreibt am Endes seines Buches:
«Angesichts einer Intelligenzexplosion gleichen wir kleinen Kindern, die mit einer Bombe spielen: Die Unreife unseres Verhaltens wird nur noch von der Zerstörungskraft unseres Spielzeugs übertroffen.»
(und damit meinte er die Unkalkulierbarkeit/auch Beherrschung von KI)
Danke. Passt 😉
Es ist wirklich nicht einfach mit dem Kerl 😉
Gute Nacht!
«CDU (allerdings das Soederle vergessen)/FDP/AfD und das Volksmehr alles in einen Topf zu werfen»
A: Die Primzahlen 2, 3, 5 und 7 sind alle kleiner als 10.
B: A ist ein Idiot. Der wirft 2, 3, 5, und 7 in einen Topf.
Na, was sollte denn die Zahlenspielerei?
Zunaechst muesste man da erstmal wissen, was A damit beweisen will. Dann lassen Sie auch noch den entscheidenden zweiten Satz weg 🤣.
Komplett war das die Aussage von A:
«Die Primzahlen 2, 3, 5 und 7 sind alle kleiner als 10. Und die sind in der Mehrheit unter den ganzen positiven einstelligen Zahlen.»
Und klar, dass da der Typ ein Idiot ist 😉
Zur Erinnerung – Ihre Eingangsthese war diese:
«Reichlich 25% geben in Umfragen stabil an, AfD wählen zu wollen. Reichlich 25% geben in Umfragen stabil an, CDU/CSU wählen zu wollen. Etwa 3% wollen FDP wählen. Das ist zusammen eine sehr deutliche Mehrheit.
Will hier irgendjemand ernsthaft behaupten, dass die Politiksendungen der deutschen öffentlich-rechtlichen Medien (Nachrichtensendungen und andere) auch nur entfernt dieses Meinungsspektrum widerspiegeln?…»
Und da ich Statista selbstverstaendlich glaube, sehe ich:
CDU/ CSU: Anteil der Sitzanteile im BT: 33% vs. Anteil der Talkshowauftritte 40,4 %
FDP 0% vs. 4,7%
Also, ich verstehe nicht: Derer beider rechtes Meinungsspektrum ist eigentlich im Uebermasz vertreten.
Nur die AfD kommt da deutlich zu kurz weg. Allerdings haben die nur 24 % Waehler. Und moegen es auch beim naechsten Mal ueber 30 % sein, ist das noch lange keine Mehrheit in der Bevoelkerung.
Nich? Mann, ich koennte heulen 😭
Schauen sie in Miosga ihre schönen Rehaugen…oder bewundern sie die taffe Anja)))
Haeh Sportsfreund, mein’Se mich?
Und was passiert denne? Wer ist denn diese taffe Anja ueberhaupt? Ich kenne die nich.
Und ueberhaupt, was schwurbeln’Se denn hier so rum 😉
Koenn‘ Se nicht auch wenigistens EINMAL deutlich Ihre Meinung zu @Izis These sagen (waehrend ich und die KollegInnen @pleifel und @gelse sich hier abrackern.)?: «Wenn der öffentlich-rechtliche Rundfunk sich deutlich links von der Mitte des Meinungsspektrums der Bevölkerung befindet, ist er linkslastig. Das ist in Deutschland ganz sicher der Fall.»
Ja/ nein/ vielleicht/ Ist mir Wurscht?
PS: Ich sage nicht, dass der OERR nun gerade das Wahre ist. Radio schon jahrelang nicht mehr gehoert und Fernsehen selten und meistens nebenbei. Aber darum geht es hier nicht.
Die Verkaufszahlen der .. .. liegen insgesamt etwas höher, was unter anderem an ihrer breiteren Radio-Präsenz liegt, während die .. .. eine extrem loyale Fanbase haben, die physische Tonträger stark unterstützt.
*An Tagen wie diesen – Kein Ende ist in Sicht – Tequila lauwarm – Im Land der Kakteen, – Was kann es etwas Schöneres geben – Werden wir – Du wirst es seh’n – Wieder Weltmeister – Der neue Weltmeister sein*
Wie jetzt? «Schland ueber alles» und der Rest ist tote Hose? Oder was?
Und das soll links von der Mitte sein?
Na denne: Augen nach rechts und Links, zwo, drei, vier!
Ach‘ nee… das war’n die anderen Onkelz!
Egal, alles eene linksgruene Linsensuppe 🤣
Noch einmal langsam zum Mitrechnen.
Der mittenähere Teil der rechten Seite (CDU/CSU+FDP) kommt in den Talkshows auf 45.1%, mit den 2.8% AfD sind das 47.9%.
Im Bundestag haben CDU/CSU zusammen 33%, die FDP nichts und der ganz rechte Teil der rechten Seite hat 24%. Das sind 57%.
Wenn Sie die starke Verschiebung der Repräsentation in den Talkshoweinladungen nach links gegenüber den Wählerpräferenzen nicht erkennen können, kann ich Ihnen auch nicht helfen.
Es hat wenig Sinn, miteinander zu diskutieren, wenn klar ersichtliche Fakten geleugnet werden.
Und was hat der Teil links von der Mitte, die da heissen: Linke und Buendnis 90/ Die Gruenen – umgangssprachlich: Links gruen-versifft bzw. die Gruenen: die Olivgruenen (glaube Juergen Elsaesser kann da den Begriff fuer sich reklamieren)? 24 % in den Talkshows. Waehler fast genauso. (Also, da ist nix im Uebermasz.)
Und die SPD (Pistorius, Harz 4!, Gas-Gerd – der Genosse der Bosse, Seeheimer Kreis usw.…Fragen Sie mal die Genossen) wollen Sie doch nicht etwa ernsthaft als links von der Mitte bezeichnen, nur weil’s da eine Bas gibt? Das glauben Sie doch selber nicht.
Ich meine, das ist nur Ihre (und denen mit den alternativen Fakten) Interpretation. Aber okay, lassen wir das.
«Das glauben Sie doch selber nicht.»
Tja, was heute bereits (oder immer noch!) als links bezeichnet wird, lässt sich auch als inflationär bezeichnen. Da ist der Inhalt weitgehend der Anpassung zum Opfer gefallen und eine SPD (mit großzügiger Unterstützung der Grünen) zum Verursacher des größten Billiglohnsektors in Europa geworden.
Aber das ist Ihnen ja eh alles bekannt und wollte es nur noch mal anmerken. Die Diskussion um linke ÖR ist also quasi heiße Luft!
Nachtrag:
Linke Ästhetik bei neoliberaler Substanz, halt Dekokratie.
Ja, das ist der Punkt.
«Die Diskussion um linke ÖR ist also quasi heiße Luft!»
Reden Sie mal mit ganz normalen Leuten in der Lausitz auf dem Land. Die betrachten das keineswegs als heisse Luft.
Ich kenne persönlich eine ganze Reihe von Leuten, die regelrecht allergisch gegen diese Medien sind. Und ich kenne, von bestimmten Beiträgen her, auch persönlich diese Allergiereaktion.
@izi
>>>Reden Sie mal mit ganz normalen Leuten in der Lausitz auf dem Land. Die betrachten das keineswegs als heisse Luft.
Ich kenne persönlich eine ganze Reihe von Leuten, die regelrecht allergisch gegen diese Medien sind. Und ich kenne, von bestimmten Beiträgen her, auch persönlich diese Allergiereaktion.<<<
So ist es bei mir auch.
Ich kenne viele Leute, eher das, was Sie mit "normal" bezeichnen, die das so sehen.
Und bei mir ist es genauso.
Allerdings betrifft es eher nicht nur einzelne oder bestimmte Beiträge, sondern ganz konkret folgende:
Energie, Klima, Corona, Ukraine.
Bei politischen Sachen in Dt. ist es eigentlich nur diese ständige Verweigerung, einen Zusammenhang zwischen dem Erstarken der AfD und der Politik der Regierung zur Kenntnis nehmen zu wollen.
Das wird die Regierungspolitik und Deutung völlig ungefiltert übernommen.
Ich weiss nicht, wann ich bei MDR.de das letzte Mal einen kritischen Beitrag dazu gelesen hätte.
Und das, was Miosga am Sonntag gemacht hat, war ja schon fast wie ein Verhöhr vor einem Tribunal.
Unterste Schublade.
Zum Glück kann ich jetzt wenigstens meine Gebühr selbst überweisen und bestimmen, in welcher Höhe ich das tue…
„Ich kenne persönlich eine ganze Reihe von Leuten, die regelrecht allergisch gegen diese Medien sind.“
Leute, die jeden Abend vor der Glotze hocken, um am nächsten Morgen über das Programm lästern zu können kannte ich auch schon. Bei mir war es so, dass ich iaufe der 70er Jahre das Interesse am Fernsehen verlor. Allergie halte ich allerdings für unwahrscheinlich wenn man dem Allergen so leicht ausweichen kann wie das bei Massenmeidien der Fall ist.
Ich lausche selber fast jeden Tag mal dem BR, nicht weil ich ihn für eine wichtige Informationsquelle halte. Sondern weil ich wissen will was die Leute denken sollen. Da muss ich auch keine Allergie entwickeln.
«Allergie halte ich allerdings für unwahrscheinlich wenn man dem Allergen so leicht ausweichen kann wie das bei Massenmeidien der Fall ist.»
Das ist halt wie mit Spuren von Erdnüssen.
Ich schaue tatsächlich täglich deutsche öffentlich-rechtliche Medien, bei der Morgengymnastik und häufig sogar noch die ARD-Tagesschau und das heute journal. Vieles ist ja auch gar nicht so schlecht, Aber es gibt immer mal wieder unsäglich Verzerrtes oder Holzhammerpropaganda – und das sollte nicht sein.
Das Problem an Ihrer Argumentation ist, dass die Seite, die sie als links oder linkslastig bezeichnen, nicht wirklich links ist. Das Links-Rechts-Schema zieht hier nicht, passender wäre die Gegenüberstellung Konservativ ./. Neoliberal, wobei auch hier die Konturen verschwimmen.
@Mymind
>>>Das Links-Rechts-Schema zieht hier nicht, passender wäre die Gegenüberstellung Konservativ ./. Neoliberal, wobei auch hier die Konturen verschwimmen.<<<
Vielleicht wäre es sowieso sinnvoller das unter einem NOCH mal anderem Schema zu betrachten?
Nicht Links/Rechts oder Konservativ/Neoliberal, sondern eher dem Regierungshandeln positiv gegenüberstehend bzw. ablehnend?
Da bleibt dann aber meistens nur noch EINE Partei übrig, da BSW, glaube ich, gar nicht mehr in diesen Formaten vorkommt.
„Das Links-Rechts-Schema zieht hier nicht, passender wäre die Gegenüberstellung Konservativ ./. Neoliberal, …“
Zwecks Erstellung von Beurteilungskriterien halte ich das auch sinnvoll. Es könnte nicht schaden zu wissen worüber man spricht.
Als Gegensatzpaar kann auch „neoliberal / kapitalismuskritisch“ genommen werden, wobei „konservativ“ dann die „Mitte“ wäre. Ein dimensionsloser Punkt auf der rechts/links-Linie.
Ausser Gegensatzpaaren sollte auch das massenmediale Ablenken&Beschweigen von Problemen, die den nichtbesitzenden Bevölkerungsteil mit eher unterdurchschnittlichem Einkommen konkret belasten, einbezogen werden: Zum Beispiel die Gefahr von Arbeitsplatz-/Wohnungsverlust und sozialem Absturz. Fragt man die Leute nach konkreten Problemen, dann stellt sich heraus dass sie vor dem heimischen Kapitalismus mehr Angst haben als vor dem angeblich drohenden Einmarsch der russischen Armee.
Das links/rechts-Schema lässt sich mit beliebigen Inhalten füllen, die man gerade für propagandistische Zwecke gebrauchen kann. Befasst man sich mit dem Interessengegensatz von besitzender und nichtbesitzender Schicht (oben/unten) sind die Ablenkungen ins Unkonkrete nicht so leicht möglich.
«dass sie vor dem heimischen Kapitalismus mehr Angst haben als vor dem angeblich drohenden Einmarsch der russischen Armee»
Haben sie Angst vor dem Kapitalismus oder vor dem sozialen Abstieg oder vor materiellem Verlust?
Das sind verschiedene Dinge. Sozialer Abstieg ist relativ zu anderen. Die Angst vor sozialem Abstieg hat nichts mit einem spezifischen Wirtschafts- oder Geselleschaftssystem zu tun, sondern damit, ob die Situation gerade stabil oder langsam und berechenbar veränderlich ist oder ob sie sich schnell und schwer vorhersagbar ändert.
Materieller Verlust ist stärker mit der Gesamtentwicklung einer Volkswirtschaft verbunden als mit Verteilung, weil sich erstere schneller ändert. Die in den kommenden Jahren zu erwartenden materiellen Verluste haben primär einen demografischen Grund. Sekundär ändern sich auch die «terms of trade», dadurch das China nun die führende technologische Macht ist (zumindest in der Industrieproduktion) und dass die USA ihre Macht auf anderen Gebieten nutzen, um die «terms of trade» zu ihren Gunsten zu verändern.
«Die Angst vor sozialem Abstieg hat nichts mit einem spezifischen Wirtschafts- oder Geselleschaftssystem zu tun…»
Langsam, langsam – da steht „heimischer Kapitalismus“, damit ist nicht das Wirtschaftssystem als ein Typ möglicher (von der Bevölkerung ohnehin nicht wählbarer) Formen gemeint sondern die in D/Europa jetzt vorhandenen Lebensbedingungen. Diese sind und werden auf absehbare Zeit vom hier herrschenden Kapitalismus bestimmt. Und diese Lebensbedingungen erscheinen für einen nicht zu kleinen Teil der Bevölkerung derzeit als bedrohlich.
Ob das schneller (Demografie) oder langsamer (Verteilung) noch schlimmer wird ist für die aktuelle Befindlichkeit erstmal nachrangig.
«Sozialer Abstieg» ist immer relativ. Jemand fürchtetm, an Status gegenüber anderen zu verlieren. Das hat gar nix mit dem Wirtschaftssystem zu tun. Wenn sich, wie im Realsozialismus Status nicht oder nur kaum über materiellen Wohlstand definiert, gibt es das Phänomen immer nocht, denn Menschen sind «Status Seekers» (Vance Packard)
Was Sie meinen, heisst bei mir «materieller Verlust». Und der hat wiederum wenig mit dem Wirtschaftssystem zu tun, oder nur zugunsten des Kapitalismus. Es hat nie ein Wirtschaftssystem gegeben, in dem der allgemeine materielle Wohlstand so hoch war, wie im Kapitalismus.
Mit anderen Worten müssen Sie sich schon zwischen relativer Armut (Statusneid) und absoluter Armut entscheiden.
«Was Sie meinen, heisst bei mir «materieller Verlust».»
O.K.
Der materielle Verlust bedeutet immer auch sozialen Abstieg, umgekehrt ist die Verknüpfung nicht so eng, aber trotzdem vorhanden. Da eine so strikte Trennung zu machen halte ich nicht für sinnvoll.
Der absolut gesehen „allgemeine materielle Wohlstand“ ist im historischen Vergleich relevant aber nicht innerhalb der jüngsten zweier Generationen. Es geht im westl. Europa zweifellos bei der breiten Bevölkerung der unteren Einkommensklassen spürbar materiell bergab.
Für «Statusneid» als aktuell relevante Einflussgröße sehe ich kaum Hinweise.
«Haben sie Angst vor dem Kapitalismus…?
Fast niemand äussert Angst vor dem Kapitalismus, der ja eher als «Naturzustand der Welt» verstanden wird.
Hätte ich aber geschrieben: «…Angst vor Wirkungen des Wirtschaftssystems». dann wäre das wohl unbeachtet untergegangen.
«Das Problem an Ihrer Argumentation ist, dass die Seite, die sie als links oder linkslastig bezeichnen, nicht wirklich links ist.»
Das sieht eine Mehrheit der Wähler anders.
Das war sicherlich mal anders, doch die wenigsten Leute, die ich kenne & die SPD oder Grüne wählen, würden sich heute als links bezeichnen.
Aber die meisten, die AfD, CDU/CSU oder FDP wählen, würden das tun. Und diese sind die Mehrheit.
Sie machen nun einen Winkelzug. In dieser Diskussion kommt es darauf an, wie Sie die Seite betrachten, schließlich haben Sie die Einordnung vorgenommen. Oder richten Sie diese nach der Mehrheit? Das kann ich mir bei Ihnen eher nicht vorstellen…
«Aber die meisten, die AfD, CDU/CSU oder FDP wählen, würden das tun.»
man kann den Mittelpunkt der «links/rechts»-Linie beliebig verschieben. Um so leichter, als politische Inhalte und Ziele für die Positionszuschreibung bedeutungslos sind.
«Oder richten Sie diese nach der Mehrheit?»
Ja, schon. Es geht hier um Medien, die von der Gesamtbevölkerung durch Gebühren finanziert werden. Also ist die Einschätzung der Bevölkerungsmehrheit relevant.
Es geht darum, ob diese Medien ihrer Verpflichtung zur Ausgewogenheit nachkommen. Das könnten sie entweder tun, indem sie prinzipiell objektiv und politisch neutral informieren würden (das tun sie sicher nicht) oder indem ihr politisches Spektrum mit dem der Bevölkerung übereinstimmt. Letzteres ist auch nicht der Fall und die Verschiebung ist eindeutig eine Linksverschiebung.
@gelse
«man kann den Mittelpunkt der «links/rechts»-Linie beliebig verschieben»
Nein, das kann man bei diesem Problem eben nicht. Man kann eine ganze Reihe politischer Fragen finden, bei denen klar ist, was die linke und was die rechte Position ist. Dann kann man für die öffentlich-rechtlichen Medien feststellen, welche dieser Positionen deren Journalisten offensichtlich bevorzugen und man kann das damit vergleichen, welcher Position die Bevölkerungsmehrheit zustimmt.
Wenn es da einen systematischen Unterschied gibt – und ich finde wirklich, dass man den nicht übersehen kann, wenn man hinschaut – dann haben diese Medien Schlagseite.
@ Izi
«Das sieht eine Mehrheit der Wähler anders.»
Und die Mehrheit besteht Ihrer Meinung nach aus den Waehlern der Systemparteien CDU/CSU, FDP und AfD. Vielleicht auch noch Waehler der Hardcore-Rechten dazu zaehlen bzw. die von denen, die den ganzen Parteien-Zirkus ganz sein lassen und lieber gleich zur Tat streiten wollen? Und ein bisschen Sahra.
Ich verspreche Ihnen, da wird die Mehrheit noch ein wenig deutlicher.
Aber ich will da mit Ihnen nicht schon wieder eine Runde im Kreis drehen. Nicht an Tagen wie diesen 😆
Apropos der Rainald. Da habe ich jetzt auch endlich mal was Lustiges gefunden:
https://www.youtube.com/watch?v=BAXES_QV8ZU
Einfach zum Kaputtlachen 😉
» .. eine psychologische Studie mit kleiner Teilnehmerzahl.»
Eine kleine, zudem wohl nicht-psychologisch verankerte Studie kann zwar Einsichten liefern, aber keine Evidenz.
Ich will ja nur Einsicht für mich selbst. Die Frage, auf die ich eine Antwort suche, ist die folgende: Ergibt es Sinn, mit dem Ziel zu argumentieren, ein (oder mehrere) Gegenüber in einer politischen Frage zum Umdenken zu bewegen?
Meine gegenwärtige Antwort ist: Nein, das ist fruchtlos. Ich bin noch nicht völlig sicher, aber so ziemlich.
«politischen Frage zum Umdenken»
Das dürfte wohl auch mein Fazit werden, wenn ich dem konkreter nachgehen würde/könnte.
Aber ist/wäre politische Auseinandersetzung nicht eh die Suche nach Kompromissen? Das zumindest muss/sollte die Basis gemeinsamer Interessen sein, denn niemand kann wollen, das ihm Gewalt geschieht aufgrund anderer Ansichten.
Leider sieht es nicht mal nach dieser basalen Einsicht aus, denn wenn sich einseitige Machtverhältnisse entwickeln können (was schon wieder etwas über die zugrundeliegende Schwäche eines Systems aufweist), dann wird diese auch oft einseitig verwandt.
«Aber ist/wäre politische Auseinandersetzung nicht eh die Suche nach Kompromissen?»
Das scheint in dem Sandkasten hier auch hin und wieder zu funktionieren. Mir scheint nur, dass es in der grossen Politik immer schlechter funktioniert, national und international.
Die Alternative zu kompromissorientierter Politik ist Diktatur bzw. das Recht des Stärkeren.
@ Izi
«Ergibt es Sinn, mit dem Ziel zu argumentieren, ein (oder mehrere) Gegenüber in einer politischen Frage zum Umdenken zu bewegen?»
Nun ja, die Frage stelle ich mir bei Ihnen seit einiger Zeit (nachdem der Glanz der frueheren Jahre immer mehr verblasst – und die Realitaet zum Vorschein kommmt) auch.
Noch bin ich rest-optimistisch, dass das irgendwann gelingen wird 😊
Es gibt Seiten, die tracken, wieviel Trump bereits vom «Project 2025» umgesetzt hat. Eine davon behauptet: Bereits 40%.
@all
Ein wenig mit zwei KIs diskutiert und daraus das jeweilige Fazit (also ohne Statistikzahlen).
ChatGPT
📌 5. Kann man von einer „Linkslastigkeit“ des ÖRR sprechen?
Kurzantwort:
Nicht eindeutig ja – aber auch nicht eindeutig nein.
Begründung:
Die Zusammensetzung des Bundestages ist breit aufgestellt, ohne eindeutige Dominanz linker Parteien.
In bestimmten Talkshow-Analysen wurden linke bzw. grüne Parteien öfter eingeladen als ihr Anteil im Bundestag, während AfD-Vertreter deutlich seltener auftreten.
Das kann als Verzerrung der Gesprächspräsenz interpretiert werden, aber es ist nicht automatisch ein Beleg für eine absichtliche ideologische „Linkslastigkeit“, sondern eher eine Unwucht in der Sichtbarkeit politischer Positionen.
Öffentliche Sender stehen journalistisch unter der Verpflichtung zur politischen Ausgewogenheit (§ 11 Rundfunkstaatsvertrag). Die Praxis zeigt allerdings Schwankungen je nach Redaktion, Thema, Format und Jahrgang.
➡️ Zusammengefasst: Es gibt empirische Hinweise darauf, dass bestimmte politische Positionen im öffentlichen Diskurs (z. B. in Talkshows) höher repräsentiert sind als statistisch gerechtfertigt – insbesondere im Vergleich zu rechten Parteien wie der AfD.
Das allein reicht aber nicht, um pauschal eine strukturelle ideologische „Linkslastigkeit“ des gesamten öffentlich-rechtlichen Rundfunks zu behaupten, sondern eher eine Debatte über Verhältnismäßigkeit und Darstellung, die weiter empirisch untersucht werden sollte.
Google-KI
Ob man von einer „Linkslastigkeit“ spricht oder von einem „journalistischen Selbstverständnis“, hängt stark vom Blickwinkel ab. Es gibt Argumente für beide Seiten:
Argumente, die eine „Linkslastigkeit“ stützen
Gästeauswahl: Wie bereits erwähnt, waren Vertreter von Grünen und SPD in der vergangenen Legislaturperiode oft häufiger in Talkshows präsent, als es ihr Wahlergebnis vermuten ließ.
Personalstudien: Umfragen unter Volontären und Journalisten der ÖR (z. B. eine vieldiskutierte, wenn auch nicht voll repräsentative Umfrage unter ARD-Volontären von 2020) zeigten eine starke persönliche Nähe zu grünen und linken Inhalten.
Kritiker argumentieren, dass dies die Themenauswahl (Agenda Setting) unbewusst beeinflusst.
Themensetzung: Themen wie Klimawandel, Gender-Sprache oder soziale Gerechtigkeit werden oft intensiv behandelt, während Themen wie Migrationskontrolle oder die Belange des ländlichen Raums lange Zeit eher aus einer skeptischen oder problematisierenden Perspektive beleuchtet wurden.
Argumente gegen eine „Linkslastigkeit“
Regierungsnähe statt Ideologie: Viele Medienforscher sagen, die ÖR seien nicht „links“, sondern „status-quo-orientiert“. Sie geben der jeweiligen Regierung (egal welcher Couleur) den meisten Raum. Dass dies unter Rot-Grün „links“ wirkte, liegt an der Konstellation – unter einer unionsgeführten Regierung wirken sie entsprechend „konservativer“.
Journalistische Standards: Redaktionen betonen, dass sie nicht nach Parteiproporz einladen, sondern nach Fachkompetenz und Nachrichtenwert. Ein grüner Wirtschaftsminister ist in einer Energiekrise schlicht öfter gefragt als ein Oppositionspolitiker.
Abgrenzung nach rechts: Die geringe Präsenz der AfD wird von den Sendern nicht als „Linksheit“ verstanden, sondern als Schutz der demokratischen Grundordnung (Einhaltung des Sendeauftrags, keine Normalisierung rechtsextremer Positionen).
Die „Repräsentationslücke“
Die Wahrnehmung einer Linkslastigkeit entsteht oft aus der Diskrepanz zwischen dem medialen Milieu (urban, akademisch, progressiv) und der Wählerrealität (besonders im ländlichen Raum oder im Osten Deutschlands).
Das Ergebnis: Wenn 66 % der Wähler sich für konservative bis rechte Parteien entscheiden (wie bei der Wahl 2025), das mediale Personal aber mehrheitlich progressiv eingestellt ist, entsteht ein Reibungspunkt, den viele Zuschauer als Einseitigkeit wahrnehmen.
Fazit
Man kann objektiv feststellen, dass es ein Ungleichgewicht zwischen der parlamentarischen Stärke des rechten Lagers und seiner medialen Präsenz/Tonalität in den ÖR gibt. Ob man dies als bewusste „Linkslastigkeit“ oder als „journalistische Filterblase“ bezeichnet, bleibt eine Frage der Interpretation.
Die Sender haben darauf reagiert, indem sie verstärkt Formate entwickeln, die den „Dialog“ mit andersdenkenden Bürgern suchen (z.B. „Die 100“ oder Regionalformate), um den Vorwurf der Einseitigkeit zu entkräften.
~~~~~~~~~~~~~~~~
Was hier im Forum wohl als ‚links‘ verstanden wird (geklärt werden kann), dürfte wiederum bei Befragung der Wählerschichten nicht zum gleichen Ergebnis führen, da diese sich in einem anderen Spektrum gröberer Denkschemata bewegen (um es mal so zu formulieren).
«Man kann objektiv feststellen, dass es ein Ungleichgewicht zwischen der parlamentarischen Stärke des rechten Lagers und seiner medialen Präsenz/Tonalität in den ÖR gibt. Ob man dies als bewusste „Linkslastigkeit“ oder als „journalistische Filterblase“ bezeichnet, bleibt eine Frage der Interpretation.»
Liest ChatGPT eigentlich selbst, was es so schreibt?
«Liest ChatGPT eigentlich selbst, was es so schreibt?»
Vielleicht hat es irgendwann selbst geschrieben was es liest 😉
«Google-KI»:
>>…waren Vertreter von Grünen und SPD in der vergangenen Legislaturperiode oft häufiger in Talkshows präsent, als es ihr Wahlergebnis vermuten ließ.<<
Num ist es ja eine Frage des persönlichen Geschmacks, ob man die als links, konservativ oder rechts einstufen mag. Ist zum Beispiel das Propagieren von Kriegstüchtigkeit statt Verteidigungstüchtigkeit „irgendwie links“? Oder ignorantes Tolerieren von Grundstücksspekulation und „Betongold“-Investoren, die Wohnen immer mehr zum Luxus werden lassen? Usw.
Aber 'Google-KI' sagt immerhin, dass die Einschätzung vom Blickwinkel abhängt. Es müsste also, bevor eine „links/rechts“-Einschätzung formuliert wird, auch der eigene Standort geprüft werden.*
–
*Vielleicht steht Björn Höcke ja doch ein bisserl links von Josef Göbbels. Und Tino Chrupalla & Alice Weidel ein bisserl links von Björn Höcke. Und Friedrich Merz & Markus Söder ein bisserl links von Tino Chrupalla & Alice Weidel. Und Lars Klingbeil ein bisserl links von Söder & Merz, wenn auch nur ein paar µ …
@ pleifel
Hey, Sie haben es immer noch nicht kapiert! Sie duerfen doch nicht mit zwei linkslastigen KI diskutieren – und dann selber noch ganz am linken Rand 😉
Beim naechsten Mal bitte mit Grok diskutieren.
Ich denke, da wird es ausgeglichener 🙃
Trump hat wieder ’ne neue Aktion gestartet, um Kanada wirtschaftlich zu erpressen.
https://www.n-tv.de/politik/Trump-droht-Kanada-mit-Blockade-einer-Grenzbruecke-id30344681.html
Wie hoch muss der ‚Preis‘ wohl noch sein, um T. zu ‚entsorgen‘? Den Amerikanern zumindest, denen an der Dekokratie gelegen ist, sollten spätestens bei T. erkennen, dass ihr System keinesfalls dem entspricht, was die Ideale über diese Staatsform aussagen.
Aber gut, es war auch seit Gründung dieses Staates auf der Basis der Ureinwohnervernichtung nie infrage gestellt, dass die Macht im Staat eben 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 vom Volke ausgehen soll. Und wenn man sich die USA heute so anschaut, dürfte das wohl gelungen sein.
@pleifel
>>>Aber gut, es war auch seit Gründung dieses Staates auf der Basis der Ureinwohnervernichtung nie infrage gestellt, dass die Macht im Staat eben 𝗻𝗶𝗰𝗵𝘁 vom Volke ausgehen soll. Und wenn man sich die USA heute so anschaut, dürfte das wohl gelungen sein.<<<
So ist es.
Die Gründung dieses gloreichen Staates begann mit einem lupenreinem Genozid.
Nach Rücksprache mit KI präzisiere ich:
„historisch spricht man mindestens von ethnischer Säuberung mit genozidalen Episoden …“🤔
Bitte meine vorherige Äusserung als überspitzte Meinungsäusserung werten. 😉
@nera
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30474
>>>«…dass diesesmal nicht nur @Petrowitsch nicht Ihrer Meinung» ist.<<<
Der hat sich doch gar nicht zu dem Thema geäussert.
Sie haben wohl Geheimkorrepondenzen?
Und was hat Toleranz jetzt damit zu tun?
Werden Sie gehindert, Ihre Meinung zu sagen?
Werden Sie verurteilt und stigmatisiert?
Für meine Begriffe haben Sie sich mit dieser Toleranzaussage eigentlich selber ins Knie geschossen.
Schmerzt es nicht schon ein bisschen? 🤔
«Und was hat Toleranz jetzt damit zu tun?»
Nun ja, ich verstehe da ein bisschen mehr darunter. (Aber das koennen Sie natuerlich halten wie Pfarrer Nolte.):
«Der Toleranzgedanke verlangt nicht, dass man die Meinung anderer inhaltlich akzeptiert, sondern dass jeder die Meinungen, die er ablehnt, als von ihm abgelehnte trotzdem anerkennt, dass also die gegensätzlichen Meinungen nebeneinander gleichberechtigt bestehen bleiben sollen. Andernfalls gilt es als ein Übergriff auf die Ehre der kritisierten Person, denn es ist ja ihre Meinung.»
«Werden Sie gehindert, Ihre Meinung zu sagen?»
Nein.
«Werden Sie verurteilt und stigmatisiert?»
Ja und auch @pleifel und auch @gelse.
Hier nochmal zum nachlesen:
«Wie können Sie das leugnen?…»
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30430
«Es hat wenig Sinn, miteinander zu diskutieren, wenn klar ersichtliche Fakten geleugnet werden.»
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30456
«Ad-hominem-Argument / Persönlicher Angriff: Der Diskutant greift nicht das Argument an, sondern die Person (indem er sie als «Faktenleugner» diffamiert), um deren Position zu schwächen.»
«Unterstellung / Diffamierung: Es wird böswillig unterstellt, der andere würde bewusste Fakten ignorieren, um ihn in eine ideologische Ecke zu drängen.»
«Framing / Selektives Framing: Der Versuch, die Debatte so zu «rahmen», dass nur die eigene Sichtweise als «Fakt» gilt und jede Abweichung als Leugnung stigmatisiert wird.»
«Pseudodebatte: Wenn Fakten instrumentalisiert werden, um eine inhaltliche Diskussion zu verweigern und stattdessen den Gegner zu diskreditieren.»
«Strohmann-Argument: Die Meinung des Gegenübers wird extrem verzerrt oder vereinfacht dargestellt (z.B. als Leugnung offensichtlicher Fakten), um sie leichter widerlegen zu können.»
Suchen Sie sich was raus.
Und ja es tut sehr weh. Aber geschossen hab‘ nicht ich.
«Aber geschossen hab‘ nicht ich.»
Das ist wohl wahr, dafür bräuchte man auch einen Waffenschein. 😉
Statistische Daten sind überprüfbare Fakten. Strittig ist jedoch ihre Interpretation: Ob aus einer Korrelation bereits eine Kausalität oder gar eine politische Schlagseite folgt, ist keine rein faktische, sondern eine normative Deutung, in die Vorannahmen einfließen.
Das Wissen darum verlangt, konkurrierende Interpretationen argumentativ zu prüfen, statt sie vorschnell zu delegitimieren.
Wird ‚Fakt‘ nun aber als absoluter Begriff genutzt, um abweichende Bewertungen sofort als ‚unvertretbar‘ zu markieren, endet die Toleranz und es beginnt der Dogmatismus. Ebenso wenig sollten Interpretationen aber vorschnell als ‚Fakten‘ etikettiert werden.
Umgekehrt würde eine Gesellschaft ihre Grundlage für gemeinsames Handeln verlieren, wenn sie jede überprüfbare Tatsachenbehauptung als bloße ‚Meinung‘ relativierte. Toleranz schützt das Recht auf Meinung, nicht aber die Richtigkeit jeder Aussage.
Diesen Spagat zu leisten, bleibt eine dauerhafte Aufgabe einer offenen Gesellschaft, und dass dieser Anspruch auch hier im Blog gilt, dürfte als gemeinsamer Maßstab (hoffentlich noch) vorausgesetzt werden.
Danke übrigens für diese Stellungnahme.
@pleifel
Ich musste jetzt bei diesem Ihrem Beitrag unwillkürlich an Ihre Auseinandersetzung mit dem Prettegger Ottmar im Freitag denken 🤣😅😂
Können Sie sich noch daran erinnern?😋
«Können Sie sich noch daran erinnern?»
Und ob, der geht wohl heute noch davon aus, dass durch den Kredit der Bank der Zinsanteil dasjenige ist, was unentwegtes Wirtschaftswachstum voraussetzt, damit das ‚Spiel‘ weiter laufen kann (lassen wir mal die Crashes außen vor).
@pleifel
Nach Ihrer Antwort gehe ich davon aus, dass er Sie NICHT von der Richtigkeit seiner Argumente überzeugen konnte, oda?🤣😅😂
Ich habe jetzt davon absolut keine Ahnung, aber ist nicht das «dass durch den Kredit der Bank der Zinsanteil dasjenige ist, was unentwegtes Wirtschaftswachstum voraussetzt, damit das ‚Spiel‘ weiter laufen kann (lassen wir mal die Crashes außen vor).» nicht das Geschäftsmodell von Banken?
Geld per Mausklick, Zinsen als Gewinn?
Ich lasse das «unentweg» mal hintan gestellt.
Denn was ist schon ewig? 🤔
«Argumente» und ‚überzeugen‘.
Das gehörte jetzt dazu, dass es keinen Konsens in der Sache gab. Damals gab es auch noch keine relevante KI, mit der man das in Breite und Tiefe diskutieren konnte.
Was meinen Sie wohl, was dabei herausgekommen ist? Eine Urteilsbildung also über Fakten, wo Emotionen außen vor bleiben.
Soviel jedenfalls dazu, im diskutierten vereinfachten Modellfall mit einer Bank (EZB) und gesetzlichem Zahlungsmittel ausschließlich digital, ‚inflationiert‘ der Zins jedenfalls nicht die Geldmenge, solange das Kreditvolumen (Geldmengensteuerung) proportional den Wirtschaftsbedarf ‚begleitet‘.
Finanzmärkte der jetzigen Art werden dabei jedenfalls nicht mehr zugelassen. Eine Metaebene der Spieler/Spekulanten, die sich jenseits der Waren- und Dienstleistungmärkte bewegen, daraus aber ‚absahnen‘ können aufgrund rechtlicher Verbindung.
@nera
Sie fassen also solche Fragen
««Wie können Sie das leugnen?…»»
oder Aussagen
««Es hat wenig Sinn, miteinander zu diskutieren, wenn klar ersichtliche Fakten geleugnet werden.»»
unter den Begriff «Stigmatisieren?
Ich selbst diskutiere ja bei MDR. Das sollten Sie vielleicht auch mal machen, dann könnten Sie sehen, was da so kommt und auch noch von der Moderation frei geschaltet wird.
Dort können Sie allerdings viel finden, was auch ich als als «Stigmatisieren» bezeichnen würde.
Das, was Sie stört, ist es meiner Meinung nach nicht.
Ich sach mal, ich habe GJ immer für seine fast unendliche Geduld bewundert, weiterzudiskutieren.
Ich selbst hätte da schon lange die Bremse eingelegt.
Aber, er ist halt auch nur ein Mensch, wenn auch seeehr geduldig.
Vielleicht hat er auch mal einen schwachen Moment gehabt?🤔
Und wenden Sie diese schönen Aussagen mal auf die hier Kommentierenden an:
«Der Toleranzgedanke verlangt nicht, dass man die Meinung anderer inhaltlich akzeptiert, sondern dass jeder die Meinungen, die er ablehnt, als von ihm abgelehnte trotzdem anerkennt, dass also die gegensätzlichen Meinungen nebeneinander gleichberechtigt bestehen bleiben sollen. Andernfalls gilt es als ein Übergriff auf die Ehre der kritisierten Person, denn es ist ja ihre Meinung.»
Nach diesen strengen Kriterien würde nach meiner Meinung nur noch GELSE übrig bleiben.
So viel Selbstkritik könnten Sie doch auch aufbringen können, oda 😊
Und jetzt, wenn möglich, Wunden lecken und raus aus der Schmollecke, aber husch husch 😉
««Wie können Sie das leugnen?…»»
Provokationsversuche gehören wahrscheinlich zum Desingn der «Studie» 😉
«Ziel der Studie ist es, zu erkunden, wie weit Personen bei der Leugnung harter Fakten gehen, um ihre Meinung «halten» zu können.»
Nee, der meint es leider ernst. Denn, wo waren da die «harten Fakten»?
Und provozierte Aussagen sind sowieso nichts wert.
Ich meine (!), die die das behaupten und verbreiten, sind doch meistens, wenn nicht sogar nur noch (Ich weiss, von was ich rede**.) in alternativen Medien unterwegs. Also sozusagen dort, wo man in einem Haufen Mist auch mal ’ne Perle findet.
Ausnahmen bestaetigen freilich die Regel.
* D.h. dieses «links von der Mitte». Dass der OERR weniger kritisch zur jeweils aktuellen Regierung ist, da gehe ich ja event. sogar mit. Allerdings immer noch meilenweit zu z.B. Russland oder Trump-USA entfernt – meine (!) ich.
** So wie GJ ein paar Ukrainer persoenlich kennt, kenne ich von diesen aus meinem Umfeld auch ein paar persoenlich.
«Und provozierte Aussagen sind sowieso nichts wert.»
Aehm…ich bin hier immer ganz tiefenentspannt 🤣
Na ja, fast immer 😉
Oh‘ Sie zwinkern wieder. Freut mich!
Ich dachte schon, Sie diggschn. Nur weil man einmal im Leben die Wahrheit sagt.🤣
‚Was sind denn nun die Ursachen der Wohnungskrise?‘
Die Wohnungskrise ist kein einzelnes Versagen, sondern das Ergebnis von:
1. jahrelangem Unterbau
2. falschen Prognosen
3. steigenden Kosten
4. demografischen Veränderungen (siehe Prognosen)
5. geopolitischen Schocks (Migration)
Ergo weichen viele Menschen aus den Ballungsgebieten wegen hoher Mieten/fehlenden Angeboten ins Umland aus. Dadurch steigen auch dort die Preise, teilweise sogar stärker prozentual als in den Kernstädten.
Allerdings darf dabei auch nicht vergessen werden, wie hoch der Anteil des Problems von Staat und auch Gewerkschaften beigetragen hat.
Die massiven Privatisierungen waren zwar kein alleiniger Auslöser der Wohnungskrise, haben aber die Puffer- und Steuerungsfunktion des Staates reduziert.
Und jetzt? Man muss ja keine zusätzliche Verschuldung einleiten (wobei dann allerdings Sachwerte/Aktiva gegen Schulden/Passiva stehen), wenn man ein ‚Sondervermögen‘ auflegt.
Das ist ja die neue Variante von Vernebelung von Schulden, wobei der Wohnungsbau jedenfalls keine Investition wäre, die im Gegensatz zu den Waffen volkswirtschaftlich völlig unbrauchbare Produkte ergibt, die im besten Fall zukünftig nur noch als Bestandteile für Recycling dienen könnten.
«teilweise sogar stärker prozentual als in den Kernstädten.»
Das Argument halte ich nicht für redlich. Denn nach dem stärkeren prozentualen Anstieg sind die Mieten für eine vergleichbare Wohnung immer noch viel niedriger als in der Stadt. Wenn in der Stadt das Angebot den Bedarf übersteigt, ist es sinnvoll, dass ein Ausweichen ins Umland erfolgt.
«jahrelange[r] Unterbau»
Wenn es sich gelohnt hätte, hätte jemand gebaut. Wenigstens darauf kann man sich im Kapitalismus verlassen. Es hat sich also aus irgendwelchen Gründen nicht gelohnt.
Wenn diese Gründe stichhaltig sind, dann können halt nicht so viele Leute in den grossen Städten leben. Wenn sie es nicht sind, muss man sie beseitigen. Weder im einen noch im anderen Fall ist der Kapitalismus an sich das Problem.
Warum sollten die Leute im ländlichen Raum (durch ihre Steuern) die Vorliebe anderer Leute für Grossstädte finanzieren?
«Wenn es sich gelohnt hätte, hätte jemand gebaut.»
Wenn man aus dem billig erworbenen Altbestand der Sozialwohnungen mehr herausholen kann, warum sollte jene dann bauen?
Viele können oder wollen auch nicht aus ihrem Umfeld der Stadt aufs Land ziehen, was sich nicht unbedingt mit Euronen beziffern lässt.
Und ‚redlich‘? Redlich wäre es, wenn der Staat aus adäquater Besteuerung für allseitig leistbare Mietwohnungen sorgen würde. Und dazu gehört sicher nicht, für gesicherte Profite der Vermieter zu sorgen, die das als Geschäftsmodell betreiben.
«Und ‚redlich‘? Redlich wäre es, wenn der Staat aus adäquater Besteuerung für allseitig leistbare Mietwohnungen sorgen würde.»
Nein. Das ist Realsozialismus. Ich habe das erlebt und ich weiss, wie der Wohnungsbestand dann nach einiger Zeit aussieht. Mit mir nicht wieder. Ich würde in einem solchen Referendum Nein stimmen.
++Nein. Das ist Realsozialismus. Ich habe das erlebt und ich weiss, wie der Wohnungsbestand dann nach einiger Zeit aussieht.++
1. muss das nicht so ablaufen, dafür gibt es genügend Gegenbeispiele & 2. sieht der Bestand im Besitz von raffgierigen Eigentümern nach einiger Zeit auch so aus.
«1. muss das nicht so ablaufen, dafür gibt es genügend Gegenbeispiele»
Die wären? Baugenossenschaften gelten nicht. Die müssen wirtschaften. Sie haben zwar gewisse Subventionen (die die Zürcher aus ihren Steuern auch immer wieder bewilligen), aber mit diesen Subventionen und den Einnahmen müssen sie auskommen.
Das Problem an realsozialistischen Modellen ist, dass die wirtschaftliche Verantwortung verlorengeht.
«2. sieht der Bestand im Besitz von raffgierigen Eigentümern nach einiger Zeit auch so aus»
Das sehe ich nicht. Ich würde eine hohe Wette eingehen, dass in München, Berlin oder Zürich kein Miethaus in Privatbesitz in einem derart schlechten Zustand ist wie Tieckstrasse 10 in der Dresdner Neustadt im Dezember 1989. Es ergibt für einen Privateigentümer keinen Sinn, seinen Besitz derart verfallen zu lassen.
**Die wären?++
Die im staatlichen Besitz befindenden Wohngebäude in D werden i.d.R. regelmäßig renoviert & modernisiert. Es gibt zwar keine aussagekräftigen Statistiken darüber, doch ich gehe jede Wette ein, dass sich die verlotterten bis maroden Wohngebäude zum allergrößten Teil im Besitz von privaten Eigentümern befinden.
++Es ergibt für einen Privateigentümer keinen Sinn, seinen Besitz derart verfallen zu lassen.++
Wenn es sich rechnet schon. Gebäude bis zur Entmietung verfallen lassen & dann abreissen oder hochwertig modernisieren _ mit später entsprechend höheren Mieteinnahmen _ ist nicht selten lukrativer.
«Gebäude bis zur Entmietung verfallen lassen & dann abreissen oder hochwertig modernisieren _ mit später entsprechend höheren Mieteinnahmen _ ist nicht selten lukrativer.»
Diese Medaille hat zwei Seiten. Durch den Mieterschutz ist es anders kaum möglich, eine Mietimmobilie zu erneuern, also abzureissen und neu zu bauen. Die Anpassung an moderne Standards durch Sanierung mit nachfolgender Umlage der Kosten auf die Miete ist nach § 555d BGB möglich.
Abriss und Neubau erfordern jedoch nach § 573 Abs. 3 BGB einen Nachweis, dass der Vermieter ohne Abriss an einer angemessenen wirtschaftlichen Verwertung des Grundstücks gehindert ist und erhebliche Nachteile erleidet. Dieser Nachweis ist am Einfachsten zu führen, wenn das Gebäude marode ist.
Der Mieterschutz ist in der Schweiz übrigens (noch) strenger als in Deutschland, auch was Abriss und Neubau betrifft. Das hat die Mietexplosion in Zürich nicht verhindern können.
Was ist nun die Aussage? Dass der Mieterschutz die Ursache der Verlotterung von Wohngebäuden ist? Dem widerspreche ich. Auch mit Mieteinnahmen im unteren Segment ist eine regelmäßige Instandhaltung und Sanierung von Gebäuden möglich, zudem kann der Eigentümer für Modernisierungsmaßnahmen diverse staatliche Förderprogramme in Anspruch nehmen.
Vielmehr hat die Verlotterung System: Immobiliengesellschaften haben in den vergangenen Jahren verstärkt Wohngebäude in bestimmten Gegenden aufgekauft, verlottern lassen bis Mieter freiwillig wegziehen (den hartnäckigen wurden Wohnungen in anderen Stadtteilen angeboten), um dann die Gebäude zu modernisieren & die Wohnungen zu einem vielfach höheren Preis zu vermieten. Die Modernisierungsmaßnahmen werden staatlich gefördert, doch eine Mietpreisbremse ist damit nicht verbunden.
In Berlin-Neukölln, z.B. im Schillerkiez, hat sich in den vergangenen 20 Jahren der durchschnittliche Mietpreis pro m² vervierfacht. Im Bund mit den Immobiliengesellschaften hat auch die Ferienwohnungs-Mafia stark zugeschlagen. Die explodierenden Mieten sind darauf zurückzuführen.
«Die explodierenden Mieten sind darauf zurückzuführen.»
Man kann die Sache aber auch so sehen. Es wollen Leute nach Berlin ziehen, die dort noch keine Wohnung haben. Sie haben das Geld, sich eine schöne moderne Wohnung zu leisten. Der Mieterschutz verhindert, dass solche Angebote bereitgestellt werden.
Dadurch diskriminiert der Mieterschutz zugunsten der Bestandsmieter und gegen die potentiellen Neumieter. Dafür mag es gute Gründe geben, aber das Prinzip kann kein absolutes sein. Es muss möglich sein, dass Leute, die in Berlin gut bezahlte Jobs finden, dort auch eine Wohnung finden. Und es muss möglich sein, alte Mietwohnungssubstanz schrittweise durch Neubauten zu ersetzen.
Wenn der Mieterschutz absolut ist, wird er absurd, so wie in der Politik alles absurd wird, was man absolut setzt.
In den vergangenen Jahren sind in Berlin en masse Wohnungen mit gutem bis sehr gutem oder luxuriösem Standard für die von Ihnen beschriebene Klientel entstanden. Das Wohnungsproblem ist für diese Schicht nicht so groß. Problematisch wird es, wenn mehr Wohnungen für Gutverdienende errichtet werden als es diese gibt.
Nicht der Mieterschutz an sich wird als absolut gesetzt sondern die Zurverfügungstellung von bezahlbaren Wohnungen im erforderlichen Umfang. Ich habe in einem anderen Kommentar das Wiener Modell erwähnt, daran könnten sich auch andere Städte orientieren.
@Mymind
«Ich habe in einem anderen Kommentar das Wiener Modell erwähnt, daran könnten sich auch andere Städte orientieren.»
Dagegen habe ich nichts einzuwenden. Ich bewillige auch regelmässig die in Zürich zur Abstimmung gestellten Kredite für Wohnbaugesellschaften.
@ Izi
«Nein. Das ist Realsozialismus.»
Da haben Sie unbedingt recht.
Aber ich wuerde schon aus Prinzip mit «Ja» stimmen. Auch um mir spaeter (falls ich es noch erleben wuerde und ich dazu in der Lage waere) mir selber auf die Schulter zu klopfen.
Tja, ihr erlebte ‚Realsozialismus‘ ist unter den damaligen Systemverhältnissen eben kein verallgemeinbarer Zustand, was sich allein schon durch den durchweg guten Standard von Sozialwohnungen im Westteil widerlegen lässt.
Meine Eltern könnte ich da als ein Beispiel von vielen nennen.
Nachtrag zur Zuordnung von ‚Realsozialismus‘, sollte an @izitiwab verkettet sein. Am Smarti ist das ein wenig ‚Glücksspiel‘, ob die Zuordnung gelingt.
Noch eine Ergänzung zu den Verhältnissen von ‚Armut und Reichtum‘. Noch nie waren die Produktivkräfte so groß wie heute und deshalb ergeben sich auch ganz andere Werte/Größen bei Vergleichen mit vorindustriellen Zeiten.
Mit anderen Worten, dass was allen zur Verfügung stehen kann, ist ohne Maßstab. Und deshalb gilt auch umgekehrt, was einseitig akkummuliert wird (was der Fall ist!), ist ebenfalls beispiellos.
«Mit anderen Worten, dass was allen zur Verfügung stehen kann, ist ohne Maßstab. Und deshalb gilt auch umgekehrt, was einseitig akkummuliert wird (was der Fall ist!), ist ebenfalls beispiellos.»
Für diesen Fall wurde die mathematische Operation der Division (Verhältnisbildung) erfunden.
Yo, weil es im Westteil eben kein Realsozialismus ist. Nichtmal Sozialismus.
Wenn Sie heutigen Realsozialismus sehen wollen, schauen Sie sich z. B. Kuba an 😉
https://www.youtube.com/watch?v=yJwe0s5N-g8
Oh, war an @ Izi. Ich loesche aber jetzt deswegen nicht 😉
Ich meine Ihr Kommentar, werter @pleifel.
(Nicht, dass der Hausherr jetzt wieder angespurtet kommt. Der soll sich seine Energie noch fuer den naechsten Lauf aufsparen.)
Zum Weinbergteich bei Guteborn zwischen 14 und 15:30 Uhr bei etwa 1°C in der Lausitz. Ich werde eher langsam laufen (zu kurz nach dem Mittagessen).
Aha, erwischt! Eigentlich wollte ich auch nur wissen, wo Sie sich schon wieder rumtreiben.
Kam mir in den letzten Tagen alles etwas komisch vor 😉
PS: Es geht mich zwar nichts an und Sie muessen sowieso nicht antworten, aber was halten denn Ihre Eltern von Ihrer «kruden» These. Mir waere so, als haetten die bei der letzten BT auch links von der Mitte gewaehlt. (Kann mich aber auch taeuschen – und es war das BSW 🤣)
Meine Eltern und mein Bruder sehen das eher noch schärfer als ich, aber in der gleichen Richtung.
Wenn Sie eine wissenschaftliche Studie brauchen, die meine «krude These» belegt, die die Mercator-Stiftung hat so etwas finanziert und 2024 über die Ergebnisse berichtet. Das Original-PDF der Studie ist inzwischen von der Uni-Seite verschwunden aber über ResearchGate weiterhin abrufbar.
Wie Sie sehen, sehen Sie nicht, dass ich jetzt geplaettet bin.
Natuerlich glaube ich das Ihnen, aber gedacht haette ich das nicht.
Mein Vater dachte genauso, meine Mutter hat sich noch nie fuer Politik interessiert und mein grosser Bruder (der Beste den ich mir ueberhaupt vorstellen kann)ist bei der Wahl noch extremer, behauptet das aber auch. Allerdings hat er weder von Journalisten noch von Politikern der Gruenen und der Linken Ahnung – jenseits von Habeck, Baerbock und Gysi koennte er wohl keinen Namen spontan nennen, noch schaut er ausser Biathlon – und Fussball-WM zum Mitreden -…Schach kommt da ja wohl kaum vor?) ueberhaupt kein Fernsehen. Radio? Dudelt immer quasi nebenbei der gleiche Sender. Also der gleichen Namens, wo auch die schoenen Maedchen an den Baeumen wachsen. Ist ja OERR.
Hm, die Studie…die muss ich mir noch durchstudieren. Ist das zufaellig die gleiche, auf die sich unten stehender Link bezieht, und den ich vor paar Tagen nicht gebracht hatte, weil da noch die Fortschrittsregierung das Ruder in der Hand hatte und es inzwischen noch eine Zeitenwende gab?
https://www.merkur.de/politik/ard-zdf-berichterstattung-studie-politisch-links-nachrichten-parteien-92811635.html
Nee, das ist nicht die gleiche Studie. Es ist nicht mal eine Studie. Der Rudolf Ogiermann vom «Merkur» bezeichnet eine bloße Meinungsumfrage als Studie.
Diese INSA-Umfrage zeigt lediglich, dass eine große Mehrheit der Bevölkerung den Eindruck hat, den die Studie von der Uni Mainz bestätigt hat (oder auch die Statistik von Statista zu Talkshows 2025 nach der letzten Bundestagswahl oder die Selbstauskünfte der Journalisten).
Aha. Ich dachte, weil der Rudi die erwaehnt:
«Eine Untersuchung der Universität Mainz kommt jetzt zu dem Ergebnis, dass sich Nachrichtenformate wie „Tagesschau“ (ARD) oder „heute“ tatsächlich in ihrer Grundhaltung „auf der Seite der Gesellschaft positionieren, die man vereinfacht ausgedrückt als politisch links der Mitte bezeichnen kann“.»
«Für ihre Untersuchung zur „Perspektivenvielfalt in den öffentlich-rechtlichen Nachrichtenformaten“ verglichen Marcus Maurer, Simon Kruschinski und Pablo Jost…»
Von Universitaet, Namen und Datum haette das ja gepasst.
Nun gut, werde die spaeter mir mal angucken. Jetzt muss ich aber erstmal mich informieren, was in Dresden heute los war.
Nie wieder ist jetzt! Venceremos 😉
OK, ja weiter unten redet er über die Mainzer Studie. Ich hatte nach dem Satz «Demnach halten nach einer Insa-Studie aus dem vergangenen Jahr…» aufgehört zu lesen. Der Tag ist kurz und es gibt so viele Texte. Ich lese nur zu Ende, wenn mich die ersten Sätze von der Qualität her überzeugen.
@ Izi
Nochmal so was wie ’ne Erklaerung, weil ich glaube Sie verstehen mich immer noch misz.
«Krude» Studie…Ich studiere die wirklich in den naechsten Tagen (oder Wochen?) mal durch.
Aber die ist eben von 2024. Da regierte – auch im OERR zitierte «duemmste Regierung» Europas. Das kam sowohl etwa gleichlautend von AfD und BSW. Und der OER gibt der Regierung und anderen Systemparteien meines Achtens immer mehr Raum als den Schmuddelkindern. Allerdings, dass drei von vier Journalisten links von der Mitte auch argumentieren wuerden…diesen Eindruck habe ich eben nicht. Vor allem auch, weil ich nicht weiss, was z.B. beim Ukraine-Krieg die linke Position sein soll. Und Regierung kritisieren? Wird ja nicht nur von den alternativen Rechten, sondern auch reichlich von Ihnen gemacht.
Und ja, die Erfahrung habe ich in Sachsen auch, dass das «Volk» richtig wuetend auf links/gruen war und auch immer noch ist. (Und es sich vermutlich nie mehr aendern wird.) Aber selbst wenn der ganze Osten und ein Drittel des Westens das auch jetzt noch meinen wuerde, waere es immer noch nicht die Mehrheitsmeinung.
Und, was denken Sie? Wuerden Sie mich als links von der Mitte einschaetzen, weil ich das ab und zu mal behaupte? 😉
Wenn man auch nur eine Woche lang die ARD-Tagesschau und das heute journal und Montag bis Freitag je eine halbe Stunde Frühstücksfernsehen schauut, kann es bereits keinen Zweifel mehr geben, dass diese Medien weit links von einer Bevölkerungsmehrheit für CDU/CSU + AfD + FDP stehen.
Es braucht da wirklich keine Studie oder Statistik mehr. Wer das nicht sieht, will es nicht sehen. Ich habe nur deshalb Statistiken und Studien zitiert, weil es hier viele nicht sehen wollen.
Es ist auch nicht verwunderlich, dass Leute, die eher zum linken Teil des Meinungsspektrums neigen, das nicht zugeben wollen. Die Argumente, mit denen man sich weigert, das Offensichtliche zuzugeben, amüsieren mich aber schon. Ich finde das auch wirklich psychologisch interessant. Sonst hätte ich längst das Thema gewechselt.
«Ich finde das auch wirklich psychologisch interessant. Sonst hätte ich längst das Thema gewechselt.»
Na gut. Mich verwirren Ihre Gewissheiten dann eher, um nicht zu sagen: Ich sehe es mit Sorge 😢. Freilich hoffe ich (Weiss schon, bin ’ne Naerrin. Ist ja auch genau die richtige Zeit dafuer.)…also, ich hoffe, dass Sie Ihren zweiten (?) grossen Irrtum sich nicht erst in 30 Jahren eingestehen. Dann ist es in jeder Hinsicht zu spaet. Fuer mich.
Aber wir koennten ja ein kleines Experiment machen. Wir koennten mal gemeinsam (Keine Angst, ich ruecke Ihnen nicht auf die Pelle.) an einen Tag Ihrer Wahl innerhalb, sagen wir mal den naechsten zwei Wochen eine tagesschau oder ein heute-journal ansehen. Sie wuerden das am naechsten Tag in aller Fruehe anschauen, und ich vermutl. auch am naechsten Morgen, aber nicht in aller Fruehe oder spaet in der Nacht mir in der Mediathek reinziehen. Die Anderen hier koennten natuerlich auch mitmachen.
Dann koennten Sie konkret sagen, welcher Beitrag oder meinetwegen auch die komplette Themenauswahl, also was fuer Sie linkslastig waere. Und wir koennten diskutieren.
Wie gesagt den Tag wuerden Sie im Voraus bestimmen. Denken Sie mal drueber nach 😉
Ich werde einen Tag wählen, an dem Dunja Hayali moderiert 🤪
Ja, klar. Die Frau war mir schon immer sympathisch 😜
«Im März 2017 gab Hayali der Wochenzeitung Junge Freiheit ein Interview,[12] in dem sie für einen offenen Dialog ungeachtet politischer Positionen plädierte: „Wir müssen die Meinung des anderen aushalten können, ohne sie sofort zu verunglimpfen oder persönlich zu werden.“ Sie forderte, Journalisten sollten Bürger mit Verständnis und mit Respekt behandeln, umgekehrt jedoch ebenfalls. Journalisten würden Fehler machen, das seien aber noch keine Fake News.»
Und dass die bei den Wutbuergern ’ne Hassfigur ist, ist mir bekannt. 😜
Aeh’m Quelle zum Text in Gaensefuesschen hier:
https://de.wikipedia.org/wiki/Dunja_Hayali
«duemmste Regierung»
Ja klar. Denkt bloss nicht, die seien lobbygesteuert/korrupt. Sie sind einfach zu blöd zum Regieren. Wählt uns, wir sind genau korrupt, aber schlauer.
Tipppfelherkorektuhr
«…wir sind genau korrupt..=
=
wir sind genau so korrupt
«Ich werde einen Tag wählen, an dem Dunja Hayali moderiert 🤪»
Tja, dumm gelaufen. Das haette Ihnen Wasser auf Ihre Muehlen gegeben.
https://www.welt.de/kultur/medien/article699413fecb2e61df38756a30/zdf-verwendet-ki-bilder-in-heute-journal-sendung-und-liefert-fragwuerdige-erklaerung.html
Aber die naechste Gelegenheit kommt bestimmt 😉
«Aber die naechste Gelegenheit kommt bestimmt»
Warum sollte ich mir die Arbeit machen? Sie sehen ja selbst. Sie wollen es nur nicht zugeben.
Na, seien Sie mal nicht so stur, auch wenn das ein Wesenszug von Ihnen ist 🐎
Wer hier was nicht zugeben will, ist noch lange nicht ausgemacht 😆
Ja. Vor allem ist Wien das Paradebeispiel, wie sozial geförderte Wohngebäude trotz vergleichsweise niedriger Mieteinnahmen funktionieren. Freilich, auf hohe Renditen muss man verzichten.
https://kontrast.at/sozialer-wohnbau-wien/
«Freilich, auf hohe Renditen muss man verzichten.»
Was sich eine Gemeinde leisten kann, renditeorientierte Kapitalakkumulatoren aber nicht.
++…renditeorientierte Kapitalakkumulatoren aber nicht.++
Wen soll | muss das interessieren?
«Wen soll | muss das interessieren?»
Die Interessenvertreter der Kapitalakkumulation, auch «Lobbyisten» genannt.
On top tragen Plattformen wie Airbnb usw. zusätzlich zur Wohnungskrise bei. Nicht wenige haben daraus ein Geschäftsmodell entwickelt, indem sie 2, 3 oder mehr Wohnungen mieteten, um sie lukrativ als Ferienwohnung anzubieten.
«tragen Plattformen wie Airbnb usw. zusätzlich zur Wohnungskrise bei»
Das ist richtig und sollte gesetzlich ausgeschlossen werden. Ich bin im Prinzip gegen zu viel Regulierung, aber wenn neue Phänomene entstehen, müssen bestehende Regulierungen angepasst werden. Das braucht etwas Ueberlegung, weil es Bed & Breakfast vorher auch gab, aber man könnte sicher einen Weg finden, der es erlaubt, die bestehenden Familien-B&B (zumeist auf dem Land) weiterzuführen und die Auswüchse in Grossstädten mit knappem Wohnraum zu kappen.
Aehnlich ist es bei Uber. Ich verstehe nicht, warum für Taxis andere Regeln gelten als für Uber. Entweder sollten reguläre Taxis auf den Standard zurückgehen dürfen, mit dem Uber betrieben wird oder für Uber sollten die Taxi-Regeln gelten.
Aus meiner Sicht ist das nur ein Frage des politischen Willens. Es gibt in den Ministerien genug Leute, die entsprechende Gesetzesvorlagen erarbeiten könnten.
Es ist schon verrückt & pervers, was aus der charmanteren & kostengünstigeren Alternative zur Hotelübernachtung geworden ist. Nicht wenige Immobilieninvestoren haben zig Wohnungen aufgekauft, um sie als Ferienunterkunft zu vermieten. Hier hätte schon vor Jahren eine staatliche Regulierung erfolgen müssen, insbesondere in den stark betroffenen Städten & Regionen.
Wasser predigen und Wein trinken?:
Hier was zum tiefer schuerfen oder fuer die politische Einsicht.
Gerade in der «tagesschau» (!) gesehen. Und da man hier ja gern ueber Korruption (besonders in einem gewissen Land) spricht…Desweiteren, weil man hier immer die westlichen Werte, die «der Westen» selber nicht einhaelt, schlimmer findet als in Regimen der Rest-Welt:
https://www.deutschlandfunk.de/vetternwirtschaft-turbulenzen-in-verschiedenen-afd-landesverbaenden-100.html
Zwischen der legalen Anstellung von Verwandten des einen Abgeordneten durch einen anderen Abgeordneten und dem Stimmenkauf im ukrainischen Parlament besteht dann doch noch ein gewisser Unterschied.
Gegenseite:
***300.000 Euro Jahresgehalt: Klingbeil gibt Chef-Posten bei Immobilien-Behörde an persönliche Freundin***
Könnens googeln, kommt von der komischen Plattform NIUS. So ein Netzwerk, in der Anstalt nannten die das immer die Tafelbildnummer fetzt schon. Hat halt auch nur ein Geschmäckle, wenn es stimmt.
Was BO zu TH betrifft, die BO sollen mal bei ner Zuschauerwertung im ZDf auf Platz 1 gewählt wurden sein. Ist halt blöd gelaufen, hat man halt die Ersteren rausgerechnet, damit die dazugehörige TV-Show kein Aufreger bei der TAZ wird. Soll noch vor dem Krimwechsel gewesen sein…
Hätte man im Zwoten ne Kultursendung, könnte man über das Phänomen BO berichten. Also so Wertneutral. Warum haben einige junge und jetzt ältere Deutsche so nen schlechten Musikgeschmack. Hat es was mit dem eigenen Leben zu tun?
Bio hatte mal nen Bahnhof in Köln – da hielten sogar Kate Bush und DAF an, oder Monika&Klaus-Dieter aus der DäDäEr…Udo hatte sogar lange Haare ohne Hut.
Gyöngyhajú lány
Ist das wirklich schlecht oder anstössig?
Aber Sie meinen doch nicht etwa mich damit?
Yo, die CD verstaubt bei mir irgendwo in einem offenen kleinen Regal. Ist aber keine Diskrimminierung, geht allen CD’s so.
Na ja, BO war ja mal in Sachsen (bzw. im ganzen Osten Mainstream) Rannte ja jeder Zweite mit so einem Kuerzel oder Bandschriftzug auf der Jacke, T-Shirt oder am Auto rum.
Beim Joggen hab‘ ich frueher meistens das gehoert:
«Ich sehe alle gegen alle
Jeder gegen jeden
Keine Achtung vor sich selbst
Keine Achtung vor dem Leben
Ich sehe blinden Hass, blinde Wut
Feige Morde, Kinderblut
Ich sehe braune Scheiße töten
Ich sehe Dich…»
https://www.youtube.com/watch?v=sc5_QXbnUUc
Das gab dann immer Speed, die zweite Luft sozusagen 🤣
Musik schlecht – textlich spricht das wohl viele Menschen an, sonst würden wie die BO-CD-Besitzerin Nerra ja erwähnte nicht so viele Autos mit BO-Verzierungen sich auf Deutschlands Straßen bewegen.
Auch die Unterschicht braucht Kultur welche sie versteht.
Autsch.
«Was BO zu TH betrifft, die BO sollen mal bei ner Zuschauerwertung im ZDf auf Platz 1 gewählt wurden sein. Ist halt blöd gelaufen…»
Yo, dat kann man wohl so sagen. Das schoene an «unserer Demokratie» (Haste eben unter Autokraten nicht.)…ist: Da kommt alles ans Licht!
https://www.deutschlandfunk.de/zdf-skandal-im-dunklen-sieht-man-beim-zweiten-besser-100.html
Dann war doch auch mal was, mit «Unsere Besten» – auch beim ZDF:
https://de.wikipedia.org/wiki/Unsere_Besten#:~:text=Unsere%20Besten%20war%20eine%20Fernsehreihe,100%20Greatest%20Britons%20der%20BBC.
Wer erinnert sich da nicht? Na das war erst ein Skandal! So was bleibt dann klebern 🤣
https://www.dwdl.de/nachrichten/46679/rankingschmu_himmler_kuendigt_konsequenzen_an/
(Sorry fuer die vielen Links, aber ich muss ja deutlich machen, dass ich mir das nicht nur ausgedacht habe 😉 )
Die wollten beim ZDF doch nur illustrieren, dass der Text von «10 Jahre» nicht aus der Luft gegriffen ist.
«Tag, ihr Lügner
Ihr wißt schon wen ich meine
Ich mein’ die Medien
Die Großen wie die Kleinen»
Yo, da koennte man glatt glauben, man wird in seiner Meinung (!) bestaetigt. Aber die kennen da keine Richtung. Das ist ein Rundumschlag.
Sie koennen das freilch nicht wissen 😆, aber die sind naemlich extrem egozentrisch und zudem denken die, dass auf ausgerechnet DIE die Goetter warten.
https://www.youtube.com/watch?v=7vAxgzGg9D4
Was fuer’n Quatsch.
Ich kenne die weiter nicht. Im Prinzip bin ich sogar der Meinung von @u_S, dass das musikalisch nicht so arg gut ist. Man kann sich dabei gut abreagieren, wenn man Stress hatte, aber das ist es auch schon.
Trotzdem fälscht man keine Bestenlisten.
«Es hat nie ein Wirtschaftssystem gegeben, in dem der allgemeine materielle Wohlstand so hoch war, wie im Kapitalismus.»
Und es hat auch noch nie ein Wirtschaftssystem gegeben, in dem die Schere zwischen Armut und Reichtum so hoch war, wie im Kapitalismus.
Steile Thesen.
Habe mal fix die «linkslastige» Google-KI befragt:
Nur mal kurz die Fazits (zuerst zu @Izis These. Dann zu Ihrer:
«Fazit:
Es ist richtig, dass kapitalistisch geprägte Systeme zu einem historisch beispiellosen Anstieg des materiellen Wohlstands geführt haben. Die Ausprägung dieses Wohlstands („allgemein“) hängt jedoch stark von den Rahmenbedingungen ab (z. B. soziale Absicherung), da der Kapitalismus von sich aus keine Gleichheit schafft.»
«Zusammenfassend lässt sich sagen: Die Schere im Kapitalismus ist extrem, aber sie war in Sklavenhalter- und Feudalgesellschaften in der Regel noch extremer und dauerhafter.»
Huebsches Zitat uebrigens:
«Die Kapitalisten werden uns noch den Strick verkaufen, mit dem wir sie aufknüpfen.»
Aber vermutlich nicht von Lenin 😉
https://falschzitate.blogspot.com/2017/12/die-kapitalisten-werden-uns-noch-den.html
«Zusammenfassend lässt sich sagen …»
Wie Sie zitieren, dieser ‚beispiellose Wohlstand‘ ist auch beispiellos ungleich verteilt.
Es geht mir also um diese Größenordnung und nicht um Vergleiche mit vorindustriellen Gesellschaften.
«auch beispiellos ungleich verteilt»
Eben nicht «beispiellos»
«Und es hat auch noch nie ein Wirtschaftssystem gegeben, in dem die Schere zwischen Armut und Reichtum so hoch war, wie im Kapitalismus.»
Das denke ich aber nicht. Besuchen Sie mal ein feudales Schloss und informieren Sie sich, wie damals die Armen gelebt haben.
Im Uebrigen ist das eben die Statusneid-Debatte. Wenn jemand genug für die Grundbedürfnisse hat, sollte es ihn oder sie nicht scheren, ob andere mehr haben. Wenn man so viel haben will wie der Reichste, wird man seine eigene Psyche nie ordnen.
Gugelhupp sagte mir zur Begruendung bzgl. Feudalismus das:
«Feudalismus (Mittelalter): Im Feudalismus war die Ungleichheit strukturell tief verankert. Eine winzige Elite (Adel, Klerus) besaß den Großteil des Landes, während die breite Masse der Bauern (Leibeigene) kaum Eigentum besaß, abgabepflichtig war und oft am Existenzminimum lebte. Die soziale Mobilität war extrem gering.»
Im Uebrigen komme ich damit zurecht, was ich habe. Da stoert mich der Reichtum der anderen wenig. Auch nicht der «Reichtum»- wie heisst das gleich jetzt ? – also, die frueher mal die Hartzer waren.
«also, die frueher mal die Hartzer waren»
Es lohnt nicht, sich den gegenwärtig gültigen Begriff zu merken. Weil das Konzept politisch unangenehm ist, wird es regelmässig wieder umbenannt. Momentan heissen sie noch Bürgergeld-Empfänger, aber das soll sich auch wieder ändern. Die Politiker scheinen zu denken, dass Bezeichnungen wichtiger sind als die Realität.
«Peter Hartz war noch glücklich im Bordell,
ach die Zeit vergeht so schnell.»
Rainald Grebe, Die 90er
An der politischen Macht, die Reichtum erzeugt könnte man sich schon stören. Vieles, das durch angeblich «unfähige Politiker verbockt» wird. ist Wirkung des Reichtumslobbyismus. Wer sich dafür interessiert wer vom «Politikversagen» profitiert kann das sehen.
«An der politischen Macht, die Reichtum erzeugt könnte man sich schon stören.»
Das ist richtig. Deswegen bin ich ein Anhänger der direkten Demokratie (Sie ja auch).
Ich bin auch der Meinung, dass der CEO von Novartis nicht verdient, was er an Geld bekommt. Ich halte sogar das Salärverhältnis zwischen mir und meinen Doktoranden für eigentlich zu hoch (bei festangestellten Mitarbeitern nicht unbedingt).
Die Frage ist nur, wie man die Lohnspreizung oder Spekulationsgewinne begrenzen könnte, ohne dadurch mehr kaputt zu machen als zu verbessern. Im Vergleich zu allen anderen Systemen, die schon einmal ausprobiert wurden, funktioniert das jetzige eigentlich ziemlich gut.
‚Im Uebrigen ist das eben die Statusneid-Debatte.‘
Den Sprech hört man selbst von der Arbeitgeberseite so kaum noch. Das wird schon ein wenig angepasster aufgetischt, um die Verhältnisse zu legitimieren. Der Widerspruch zu den legalisierten Verhältnissen wird damit aber nicht verdeckt/aufgehoben.
Nur, wenn einem die Oberschicht bestimmt/regelt, was zum Standard unten gehören soll, dann sollte das auch umgekehrt gelten.
«Nur, wenn einem die Oberschicht bestimmt/regelt, was zum Standard unten gehören soll, dann sollte das auch umgekehrt gelten.»
Ich dachte, das würde ein gewähltes Parlament regeln. Und dieses regelt den Standard nur für diejenigen, die nicht von eigenem Einkommen leben. Der Standard aus eigenem Einkommen ist oben wie unten ungeregelt (bis auf den Mindestlohn, der eine für unten vorteilhafte Regelung ist).
«Ich dachte, das würde ein gewähltes Parlament regeln.»
Klar doch, bekanntlich die Volksvertreter, die anschließend nach der Wahl ‚vergessen haben‘, von wem und für was sie gewählt wurden, um dann anschließend – nach ein paar Jahren auskömmlichen ‚Vertretens‘ -, schon mal ein gutes Polster für ihre eigenen Renten ‚zuparlamentarisiert‘ haben und dank netzwerklicher Aktivitäten, bzw. Lobbyismus zudem ihre berufliche Zukunft gesichert haben.
Zu ergänzen wäre noch, dass jene natürlich ’nur‘ nach ihrem Gewissen handeln, was sich bekanntlich auf völlig neutrale Weise gebildet hat. Das zieht jedenfalls immer noch, falls die Diskrepanz von ‚vor der Wahl‘ zu auffällig wird, zudem spätestens bei den Kompromissen zur Macht geschreddert wird.
Was also oben gewollt ‚ungeregelt‘ ist (und sich die Staaten dabei überbieten, jene anzulocken), wird unten so geregelt, dass der Alltag zu einem ständigen Bemühen/Kampf werden muss, um sich die Existenz zu sichern!
Das nennt man dann in den besten aller Zeiten die Notwendigkeit der Produktivkrafterzeugung jener, die dazu keine anderen Alternativen haben und sich ihre Anteile daran noch zuteilen lassen müssen. Und wenn es kriselt, wird natürlich unten der Druck erhöht!
Ich denke, wir leben in sehr unterschiedlichen Welten von Wahrnehmung und Interpretation.
«Ich denke, wir leben in sehr unterschiedlichen Welten von Wahrnehmung und Interpretation.»
Ich sehe halt bei meinen Deutschlandbesuchen die Leute mit ihren Wagen in den Supermärkten, auch diejenigen, die hier gern als «unten» bezeichnet werden. Und ich sehe, wie sie gekleidet sind.
Armut ist etwas Anderes.
«Ich sehe halt bei meinen Deutschlandbesuchen die Leute mit ihren Wagen in den Supermärkten,..».
Spätestens eine Woche vor Monatsende sehen Sie viele nicht mehr in den Supermärkten, weil jenen bereits vorher das Geld knapp geworden/ausgegangen ist.
Sie sehen halt das, was Sie sehen wollen, um ihre Argumente zu untermauern. Und was man halt nicht sieht, gibt es entweder nicht oder kann marginalisiert werden.
Zum tausendsten Male erwähnt: es geht nicht um die Beseitigung von Eigentum an sich (wobei Grundstücke generell kein privates Eigentum mehr sein sollte), sondern um die legalisierte Vermögensanhäufung, die Ausmaße angenommen hat, die längst nicht mehr hinnehmbar ist.
Geschätzte 5–10 % der land- und forstwirtschaftlichen Flächen in Deutschland befinden sich übrigens im Besitz alter Adelsfamilien, kenntlich auch an historischen Familiennamen.
Das alles lässt sich jedenfalls nicht aus dem Leistungsprinzip allein ableiten. Auch wenn also ein Existenzminimum/Mindestlohn usw. zugebilligt wird, lässt sich daraus nicht ableiten, dass es keine Begrenzung nach oben geben darf!
Und das ließe sich allein schon aus volkswirtschaftlichen Gründen unterstützen, was Nachfrage, Staatsverschuldung und Investitionen betrifft.
Sie können gern die deutsche Bevölkerung in einem Referendum zu einer prohibitiven Erbschaftssteuer (als Beispiel) befragen. Die Schweizer Jusos hatten ein solches Referendum initiiert. Sie sind am 30. November 2025 krachend gescheitert (78.3% Nein, 21.7% Ja).
Als Beispiel ‚Erbschaftssteuer‘.
Sie dürften auch wissen, warum das der Fall ist. Was geht in der Sache ab und welche Mittel und Wege werden genutzt, um vom Zeitpunkt der Veranlassung/Petition an usw., das öffentliche Meinungsspektrum massiv zu ‚bearbeiten‘.
Da geht es i.d.R. nicht um qualitative Inhalte an sich, sondern den Schutz bestehender Privilegien.
Angefangen mit unpassenden Vergleichen (wo sich die meisten mit ein wenig Eigentum betroffen fühlen) und dem Mix mit Einbringung relevanter Beispiele (z.B. betreffend kleinere Familienunternehmen) wird die Diskussion überwiegend emotionalisiert, sodass der Status Quo erhalten werden kann.
Das läuft doch in D. nicht anders ab, wobei ich nicht beurteilen kann, wie sich das im Vergleich mit der Schweiz gewichten lässt.
++Angefangen mit unpassenden Vergleichen (wo sich die meisten mit ein wenig Eigentum betroffen fühlen)…++
Inzwischen sind auch viele mit ein wenig Eigentum betroffen, da die Freibeträge für geerbte Immobilien nicht an die Preisexplosion im Immobilienmarkt angepasst wurden. Für das geerbte Elternhaus könnten dann schnell einige 1000 € Erbschaftssteuer fällig werden.
«Für das geerbte Elternhaus könnten dann schnell einige 1000 € Erbschaftssteuer fällig werden.»
Das habe ich jetzt mal ‚checken lassen‘ und darauf folgendes Ergebnis erhalten:
𝗕𝗲𝘀𝗼𝗻𝗱𝗲𝗿𝗲 𝗦𝘁𝗲𝘂𝗲𝗿𝗳𝗿𝗲𝗶𝗵𝗲𝗶𝘁 𝗳𝘂̈𝗿 𝗘𝗹𝘁𝗲𝗿𝗻𝗵𝗮𝘂𝘀 („𝗙𝗮𝗺𝗶𝗹𝗶𝗲𝗻𝗵𝗲𝗶𝗺“)
Unabhängig von den generellen Freibeträgen kann ein Ehegatte oder ein Kind eine steuerfreie Übertragung des Familienheims erhalten, selbst über den Freibetrag hinaus, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind:
✔️ Das geerbte Haus war bis zum Tod des Erblassers dessen Hauptwohnsitz,
✔️ der Erbe zieht dort unverzüglich ein und
✔️ nutzt es mindestens 10 Jahre lang selbst als Hauptwohnsitz.
In diesem Fall ist die Immobilie für den Erben komplett steuerfrei, auch wenn ihr Wert über dem jeweiligen Freibetrag liegt (allerdings nur für überwiegend selbst genutzte Wohnfläche; i. d. R. bis 200 m² bei Kindern).
Ansonsten Ehegatte 500.000 € und Kind 400.000 € durchaus ein komfortables ‚Polster‘, wie ich finde.
Das ist tatsächlich mal eine faire Regelung. Je nachdem, wie «unverzüglich» interpretiert wird.
++…durchaus ein komfortables ‚Polster‘…++
Ja sicher, es geht hier nicht um materielle Not. Dennoch wird von den meisten Erben die Besteuerung von bereits abgegoltenen Gütern, wie z.B. dem Elternhaus, als ungerecht empfunden da es für große Vermögen diverse Ausnahmen und Schlupflöcher zur Vermeidung von Erbschaftssteuer gibt. Die Freibeträge klingen zwar komfortabel, sind aber angesichts der gestiegenen Immobilienpreise eher mäßig. Zur Eigennutzung müßten die Lebensverhältnisse des Erben einen Umzug in das geerbte Haus erlauben. Die wenigsten Personen in meinem Umfeld leben in der gleichen Stadt bzw. dem gleichen Ort wie die Eltern, das gilt ggf. nicht für die Mehrheit aber für einen beträchtlichen Teil der Erbengeneration.
«Die wenigsten Personen in meinem Umfeld leben in der gleichen Stadt bzw. dem gleichen Ort wie die Eltern, das gilt ggf. nicht für die Mehrheit aber für einen beträchtlichen Teil der Erbengeneration.»
Sicher. Das wird mich in nicht allzuferner Zeit auch betreffen. Aber warum ist es dann unzumutbar, das Haus zu verkaufen und mit einem Teil des Erlöses die Erbschaftssteuer zu bezahlen?
Das Doppelbesteuerungsargument sehe ich hier nicht. Die Eltern haben das zwar schon mal versteuert, aber doch nicht die durch das Erbe Begünstigten.
«Angefangen mit unpassenden Vergleichen (wo sich die meisten mit ein wenig Eigentum betroffen fühlen)»
Jeder erhält die Abstimmungsunterlagen. Beide Seiten können ihre Position darin kurz darlegen. Es gibt seit ein paar Jahren sogar am Anfang eine Kurzzusammenfassung der Argumente beider Seiten in einfacher Sprache. Und der Text, über den abgestimmt wird, ist sehr kurz und jeder kann ihn lesen.
Wer behauptet, dass der Volkswille in diesen Referenden manipuliert werden kann, behauptet, dass die Volksmehrheit doof ist.
Sollte das tatsächlich der Fall sein, dann wäre der linke Politikansatz grundfalsch. Denn wenn die Volksmehrheit doof wäre, sollte sie besser nix zu sagen haben.
«Jeder erhält die Abstimmungsunterlagen.»
Der entscheidende Faktor ist aber die ‚Vorbearbeitung‘ derjenigen, die ausfüllen. Und das verläuft in den Medien eben nicht ’neutral‘ ab. Was sicher nicht für deren ‚Linkslastigkeit‘ spricht.
ES gibt beim SRF (damit wir beim Thema sind) die gute politische Sendung «Arena» und vor Abstimmungen speziell auf eine Referendumsfrage fokussierte Ausgaben («Abstimmungs-Arena»). Da kommen fair beide Seiten zu Wort.
Falls Sie das für diese spezielle Initiative überprüfen wollen ist hier das Mediathek-Link.
Falls Sie draufgeklickt haben: Sehen Sie das populistische Plakat mit der Fascho-Ästhetik links oder rechts?
«Spätestens eine Woche vor Monatsende sehen Sie viele nicht mehr in den Supermärkten, weil jenen bereits vorher das Geld knapp geworden/ausgegangen ist.»
Und sie sind ganz sicher, dass das nicht einfach dieser Effekt ist?
«Ich sehe halt bei meinen Deutschlandbesuchen die Leute mit ihren Wagen in den Supermärkten, auch diejenigen, die hier gern als «unten» bezeichnet werden.»
Sieht man es ihnen an der Nasenspitze an oder erkennt man sie am Geruch?
Vergessen Sie nicht, dass ich in der Lausitz aufgewachsen bin und dass es in der DDR bis zur 8. Klasse keine Segregation der sozialen Schichten gab. Bei der Armee habe ich als Zugführer wieder Kontakt mit Leuten aus verschiedenen sozialen Schichten gehabt.
Sie dürfen mir zutrauen, dass ich genug Menschenkenntnis habe, um die soziale Schicht eines Gegenübers mit ziemlicher Sicherheit zu erkennen, also im Durchschnitt sehr gut. Wer das nicht kann, sollte übrigens auch nicht Politiker sein.
Ich war selber mal «im Hartz». Man erkannte mich freitags in der Schlange vor der «Tafel», im Sommer beim Nahrungsergänzungsmittelsammeln in Wald & Wiese und zugegeben, auch gelegentlich etwas ausserhalb der Legalität auf Feldern.
Und mit der Zeit am immer schrottiger werdenden Fahrrad, mit Draht & Phantasie noch am Laufen gehalten.
@ Izi
Da es oben zu eng wird:
++Es geht darum, ob diese Medien ihrer Verpflichtung zur Ausgewogenheit nachkommen. Das könnten sie entweder tun, indem sie prinzipiell objektiv und politisch neutral informieren würden (das tun sie sicher nicht) oder indem ihr politisches Spektrum mit dem der Bevölkerung übereinstimmt. Letzteres ist auch nicht der Fall und die Verschiebung ist eindeutig eine Linksverschiebung.++
Hier werden Dinge in einen Topf geworfen, die sich nicht zwangsläufig bedingen. Es wird unterstellt, dass die Medien nicht objektiv & neutral berichten, weil sie links oder linkslastig sind. Mal abgesehen davon, dass dies kein Alleinstellungsmerkmal von linken Medienleuten ist, kann doch festgestellt werden, dass in den am meisten kritisierten Bereichen diese Medien regierungskonform berichten. Haben wir also eine linke oder linkslastige Regierung? Nein, natürlich nicht, CDU, SPD & Grüne verfolgen eine neoliberale Agenda (AfD wird dies auch tun, wenn sie an der Regierung beteiligt ist). Dementsprechend ist die politische Einordnung der meisten Journalisten zu verorten.
Darüber hinaus stellen ´Offene Grenzen´ & Wokeness nicht per se linke Politik dar, auch wenn es permanent insinuiert wird. Daran ändert auch das Trauerspiel nichts, dass sich die jetzige DL dadurch zu profilieren versucht.
Noch eine Ergänzung: Die Medien müssen objektiv & neutral berichten, nichts weglassen oder hinzudichten & unabhängig vom politischen Spektrum der Bevölkerung.
«Die Medien müssen objektiv & neutral berichten ..».
Ich würde das gerne ändern in: Die Medien sollten ständig darum ringen, möglichst objektiv & neutral zu berichten (zumindest die ÖR).
Und ob ihnen das gelingt, dürfte unterschiedlich bewertet werden, also davon abhängen, welche gesellschaftlichen Vorstellungen/Prägungen man mit einbringt – also sowohl auf der Medien- wie auf der Empfängerseite.
«Die Medien sollten ständig darum ringen, möglichst objektiv & neutral zu berichten (zumindest die ÖR).»
Auch dem kann ich zustimmen. Es ist nicht in jeder Frage einfach zu bestimmen, was eine objektive und neutrale Faktenauswahl ist.
Aber es ist eine Frage der Haltung. Und viele Journalisten in den ÖR haben genau diese Haltung nicht. Sie halten das gar nicht für erstrebenswert. Sie sehen sich als Erzieher und genau das löst die Allergie aus.
«Sie sehen sich als Erzieher und genau das löst die Allergie aus.»
Da ist viel dran, wobei sich ja zwischen sachlichen Berichten und Meinungen (Kommentare) sauber trennen lässt. Zumindest sollte man sich dessen bewusst sein.
«wobei sich ja zwischen sachlichen Berichten und Meinungen (Kommentare) sauber trennen lässt»
Mitunter bringt das «heute journal» tatsächlich einen Kommentar angekündigt als Kommentar. Aber das ist eher selten. Meistens wird die Meinung an die Information drangetackert.
Da sind wir uns einig. Das wäre der Königsweg. Keine politischen Urteile, nirgends. Pure Information, gut recherchiert und ohne Verzerrung ausgewählt. Wie man das macht, könnte ein Journalismus-Studium vermitteln.
Ist aber definitiv nicht so.
@izi
>>>Ist aber definitiv nicht so.<<<
Dazu nur mal die verschiedenen Interviews anschauen, die Miosga durchführte:
Miosga – Chrupalla
https://youtu.be/ci6kyLhkR8M?t=23
Miosga – Habeck
https://youtu.be/PaHhGNYpTe8?t=1
Besprechung Interview Miosga – Habeck – Chrupalla bei Apollo-News
https://youtu.be/ei2b4nmmvgo?t=761
Und da bin ich leider voll auf der Seite des Mannes von Apollo-News.
Das war unterirdisch von Miosga.
Allerdings ist auch nicht unherheblich zu wissen, WER der Redaktionsleiter von Miosga in dem Fall ist:
Stephan Kittelmann
Das ist der Sohn dieses Mannes:
Peter Kittelmann
https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Kittelmann
Sollte man sich unbedingt mal durchlesen.
Sehr interessante Vita hat der Mann.🤔
Wusste ich noch nicht. Aber Peter Kittelmann, Generation meines Vaters, geniesst die «Gnade der späten Geburt» (eine der wenigen bemerkenswerten Einsichten von Helmut Kohl).
Und sonst, was ist denn nun so schlimm an Peter Kittelmann oder seinem Sohn? Eine jüngere Version von mir hat zwar mal «Lummer» (ein Mitglied von Kittelmanns K-Gruppe) auf «machen vielen Menschen Kummer» gereimt, aber zu diesen Weinert-epigonalen Versen würde ich heute nicht mehr stehen. Die K-Gruppe hatten mit Lummer, Schönbohm und Koch zwar unappetitliche Repräsentanten, aber ein Nazi war nicht mal Schönbohm.
«Die Medien müssen objektiv & neutral berichten, nichts weglassen oder hinzudichten & unabhängig vom politischen Spektrum der Bevölkerung.»
Ja. Und sich trauen, auch von ausserhalb des Aquariums zu berichten.
Jetzt mal was ganz anders.
Navalnyj (Einige werden sich noch an den erinnern) ist vergiftet worden… behaupten die ueblichen europaeischen Fuehrungs-Politiker. Und die, die das behaupten sind sicher auch nicht alle links von der Mitte. Kam vorhin gerade im Fernsehen. (Fragen Sie mich aber nicht wo. Da hatte ich gerade gezappt.)
Und wo die den Mord-Auftraggeber sehen, duerfte klar sein.
Und der Pfeilfrosch duerfte es als williger Vollstrecker eher nicht gewesen sein. Schliesslich war N. ja im russischen Straflager. Oder rennen da etwa diese Froesche frei rum?
Die das behaupten, haben dazu sicher auch die Studie vorraetig. Und die das festgestellt haben, da ist es eigentlich egal, ob die Linksdrall haben, oder?
Und sowieso, duerfen unsere Medien das ueberhaupt berichten. Schliesslich gilt ja erstmal die Unschuldsvermutung? 🤣
Nun gut, dass Navalny eines natürlichen Todes gestorben ist, ist keine sehr wahrscheinliche Hypothese und dass ihn die CIA umgebracht hat ebensowenig.
Ich halte es ja nicht einmal für wahrscheinlich, dass der tödliche Autounfall des Augsburger Staatsanwalts, der in der Leuna-Affäre ermittelt hat, ein ganz normaler Unfall war.
«Navalnyj (Einige werden sich noch an den erinnern)»
Ja, ich erinnere, zu Lebzeiten war er Russe und hiess Navalny.
o tempora o nomen
Seine Ex-Frau oder aktuelle Witwe ist immer noch Russin)))
Man muss ja im Gespräch bleiben….aber schon geil mit den geschmuggelten Gewebeproben, Sean Connery ist wirklich von den Toten auferstanden)))
Ja, die Story ist etwa so gut wie die Menthol-Zigaretten-Geschichte im ND im September 1989.
Hat aber lange gedauert, die Untersuchung…
@ alle Drei
Nun ja, wenn man das gleiche z.B. Assange passiert waere, da waere hier der Teufel los.
Ein Hoch auf die Einseitigkeit der Denkweise! 🤣
Es ging mir nur darum, den Namen nicht zu verfälschen. Ansonsten bin ich der Meinung, dass jedem Menschen eine faire, sachliche Auseinandersetzung mit seinen Positionen und seiner Konstitution zusteht.
Ja, der falsch geschriebene Name geht auf meine Kappe. (Dachte da sozusagen ukrainisch im Unterbewustsein? Weiss nicht.)
Freud’scher Fehler. Obwohl Navalny im Grunde ein russischer Nationalist war.
Sie sind da nicht allein
Ach, gugge 😉
Und diesem Leitmedium kann man ja wirklich nicht nachsagen, dass die links von der Mitte waeren.
(Poehse Zungen behaupten sogar, dass waere der neue «Stuermer».)
«Poehse Zungen behaupten sogar, dass waere der neue «Stuermer»»
Nonsens. Die F.A.Z. ist betont prosemitisch, hat eine ganz andere Aesthetik und ruft nicht zu einer Veränderung sondern zum Erhalt des Systems auf.
Україна всюди
Erzeugt übrigens auch Allergien.
Yo, auf dieses Opfer eines brutalen Angriffskrieges reagiert man hier allergisch.
Ausnahmen bestaetigen die Regel.
Nicht so sehr auf Україна, wohl aber auf всюди.
Wahrscheinlich wieder Phantomschmerzen basierend auf Unkenntnis?
Was bedeutet die Phrase denn für Sie?
Ich musste erst googeln, weil sie für mich überhaupt nicht geläufig war. Dabei stieß mich die KI auf ein Kulturprogramm von 2020 und dass dieser Spruch alle Ukrainer, auch die im Ausland vereinen soll. Welche anderen fürchterlichen Bedeutungen kennen Sie oder hatte @Nerra einfach mal wieder recht?
@Petrowitsch
>>>Wahrscheinlich wieder Phantomschmerzen basierend auf Unkenntnis?<<<
Da tun Sie GJ aber vollkommen Unrecht.
Mit "Erzeugt übrigens auch Allergien" meinte er eher andere Nachrichten 🤔
@Petrowitsch
«Was bedeutet die Phrase denn für Sie?»
Ich hatte @gelse so verstanden, dass sie darauf hinweisen woltte, dass manche Leute überall (nur noch) die Ukraine sehen.
Dadurch werden andere wichtige Dinge von der Agenda verdrängt oder zumindest im Vergleich zur Ukraine deutlich untergewichtet. Das erzeugt die Allergie.
Diese Allergie grassiert z.B. unter Staaten. Sie können das jedesmal beobachten, wenn Selenskiy vor der UN-Vollversammlung redet.
@itzitiwab
Also doch eine Ukraine Allergie. Ansonsten müssten Sie ja auch eine Allergie gegenüber Trump oder Putin entwickelt haben. Aber da sehen alles immer sehr nüchtern rational.
User, die nur die deutschen Probleme in den Mittelpunkt gerückt sehen wollen, lösen bei Ihnen auch keine Allergie aus?
«Aber da sehen alles immer sehr nüchtern rational.»
Zu bemerken, dass die Ueberbetonung der Ukraine andere wichtige Themen von der Agenda verdrängt, ist nüchtern-rational.
«Zu bemerken, dass die Ueberbetonung der Ukraine andere wichtige Themen von der Agenda verdrängt, ist nüchtern-rational.»
Nö, das ist einseitig und sehr ich-bezogen. Was wären denn das für Themen, die plötzlich von der Agenda verschwunden wären?
«Ich hatte @gelse so verstanden, dass sie darauf hinweisen woltte, dass manche Leute überall (nur noch) die Ukraine sehen.»
Ja, so war es gemeint. Ausgehend von der Feststellung, dass sich das sogar Namnesverändernd auswirkt.
@gelse
«dass sich das sogar Namnesverändernd auswirkt.»
Welche Namensänderung? Oder ist die Wissenschaft jetzt auch schon von der Ukraine unterwandert?
Aus Wikipedia:wissenschaftliche Transliteration Aleksej Anatolʹevič Navalʹnyj;
«Was wären denn das für Themen, die plötzlich von der Agenda verschwunden wären?»
Ueber die Verdrängung andere Konflikte von der UN-Agenda aus Sicht des Globalen Südens In dem Fall ging es um den tödlicheren Krieg in Aethiopien und die Ungleichbehandlung von Kriegsflüchtlingen im Westen, die ja auch in Deutschland mit Privilegien wie Bürgergeld nur für ukrainische Flüchtlinge zu beobachten sind.
Die «New York Times» ging im September 2023 auf die «wachsende Frustration in den Entwicklungsländern darüber, dass der Krieg in der Ukraine die Weltmächte von den sich überschlagenden Krisen rund um die Lebensmittelversorgung, die Verschuldung und das extreme Wetter ablenkt» ein.
Es gibt mehr dieser Art. Für Deutschland sollte eigentlich offensichtlich sein, dass es gegenwärtig Dinge gibt, um die sich die Regierung dringlicher kümmern sollte.
«Welche Namensänderung?»
Der Aufhänger «Navalny» -> «Navalnyj»
Ganz tierisch ernst gemeint war das von mir nicht.
Aber gut, heute ist Aschermittwoch, Aschenbecher auf mein Haupt.
Ich befürworte das ja nicht.
Aber das Sie schon «Assange» gesagt haben. Eben.
Natürlich dürfen die Medien über die jüngsten Anschuldigungen in diesem Fall berichten. Aber informativ & mit Recherche, z.B. wie kam die Gewebeprobe ins Labor, wie sah die chain of custody aus usw.
Doch auch in diesem Fall suggerieren die Medien dieselben Schlüsse wie die Regierung, ohne eindeutige Fakten benennen zu können. Wieder ist keine linke Haltung dahinter zu erkennen.
«z.B. wie kam die Gewebeprobe ins Labor, wie sah die chain of custody aus usw.»
Tatsächlich lässt sich das, z.B. mit perplexity.ai leicht gegenrecherchieren.
Julia Nawalnaja gab 2025 an, ihr „Team“ habe „biologisches Material“ heimlich von der Leiche entnommen und nach Westen geschmuggelt, was zwei Labore (später fünf Staaten) bestätigten. Quellen: Die Zeit
Fragt man nach dem juristischen Wert, so bemerkt perplexity.ai kühl:
«Die angebliche Chain of Custody der Gewebeproben bei der Navalny-Epibatidin-Behauptung ist tatsächlich prekär und juristisch unhaltbar. Sie verläuft ausschließlich über Parteien mit klarem Interesse – primär Julia Nawalnaja und ihr Team –, die Proben „heimlich“ entnahmen und schmuggelten, ohne neutrale Dritte oder offizielle Überwachung.»
«Wieder ist keine linke Haltung dahinter zu erkennen.»
Na ja, die Frage ist doch eher, was die linke Haltung dabei ist.
Grammatikalisch korrekt: «…was die linke Haltung dabei WAERE.»
Erst wenn das geklaert waere, koennte man die Iz’sche These von der linken Deutungshoheit entgegen des Volkes Mehrheitsmeinung widerlegen.
«Ich finde das auch wirklich psychologisch interessant. Sonst hätte ich längst das Thema gewechselt.»
Vermutlich fließt das aber nicht in ihre Studie ein. 🙂
Wiederum lässt sich ihre Argumentation ja auch in die gleiche ‚Klammer‘ einbeziehen, wobei das Thema eh schon als inflationär ausdiskutiert bezeichnet werden kann.
» wobei das Thema eh schon als inflationär ausdiskutiert bezeichnet werden kann.»
Darauf können wir uns auch einigen.
«Vermutlich fließt das aber nicht in ihre Studie ein.»
Darauf können wir uns nicht einigen.
Das war kein Witz. Batürlich ist das keine formelle Studie und die Diskussion war von mir anfangs auch nicht darauf angelegt, solche Dinge herauszufinden. Aber ich habe in den Reaktionen etwas erkannt und bin dem dann nachgegangen. Die Psychologie der Reaktion zählt durchaus dazu.
Solche Ergebnisoffenheit und Bereitschaft, nach dem Erkennen neuer interessanter Erscheinungen die Richtung der Suche zu wechseln, macht gute Wissenschaft aus. Da gibt es keinen Unterschied zwischen Natur- und Sozialwissenschaft.
‚Ich habe bisher wenig n-tv angeschaut.‘
Die bieten jedenfalls ein breites Spektrum von Nachrichten an.
Ansonsten ein paar Vorschläge:
https://www.eurotopics.net/de
https://de.euronews.com/
https://www.pressenza.com/de/
https://www.nzz.ch/international
https://www.haaretz.com/
https://monde-diplomatique.de/
(mit ein wenig URL-Änderung auch aktuelle Ausgaben lesbar)
https://www.zeit-fragen.ch/
https://www.defacto.expert/
https://makroskop.eu/
https://jacobin.de/ – https://jacobin.com/
(auch mal was linkes)
Danke, Einiges kannte ich noch nicht.
«Einiges kannte ich noch nicht.»
Gerne. Das war eine kleine Auswahl aus einem verlinkten Bestand, der sich im Laufe der Zeit irgendwie ergeben hat.
Lässt sich aber wegen der Menge und Zeitaufwand nur sinnvoll thematisch nutzen. Ich hänge mal weitere ohne URL an, da ansonsten wohl wieder der Filter zuschlägt.
Journal21, Telepolis, Nachdenkseiten, Hintergrund, Etos.media, Frankfurter Rundschau, Berliner Zeitung, NZZ-International, Merkur, Amerika21, 972mag, Schattenblick, Zenith, Euractiv, transform!europe, IPG-Journal, Seniora, Globalbridge, Mediapart, Infosperber, Manowa-News, Netzpolitik.org, SWP, Le Grand Continent, Zeit-Fragen, German-foreign-policy, Investigate Europe, Overton-Magazin, Franz Alt, Zeitgeschehen im Fokus, Ostexperte, Spiegel, Paul Schäfer, Norbert Häring, Multipolar, Merkur-Zeitschrift/Archiv, Riffreporter, Denknetz-Jahrbuch, Tacheles-Schweiz, Neulandrebellen, Kritische Polizisten, Krisis, Prokla, Zeit-Fragen, Soziopolis, Historians without borders, Geschichte der Gegenwart, Kontextwochenzeitung, Das Parlament/Wochenzeitung, Informationen zur politischen Bildung/Themenhefte, znetwork.org, consortium news, Democracie Now!, counterpunch, Council on Foreign Relations, euromedmonitor.org, MotherJones, Forein Affairs, Forbiddenstories, Russia Global Affairs, kyivindependent.com/, ISW-München, Magazin Kulturaustausch, Freiburger Diskurse, John Pilger, The Atlantic, Paul Jorion, Michael Hudson, Patrick Lawrence, The Intercept, Communaut.org, Propublica, deutsch.anf-rnews.com/Türkei, project-syndicate, wsws.org, dctp.tv/ kontext-tv, weltnetz.tv/ Perlentaucher, Makronom, IPPNW, BDWI, Freidenker.org, Spiegel-Archiv, exploring-economics.org, hpd.de/ finanzwende.de/ ssoar.info/ssoar/ Der Postillon, woz.ch/ polar-zeitschrift, 𝘁𝗮𝗰𝗵𝗲𝗹𝗲𝘀-𝘀𝗼𝘇𝗶𝗮𝗹𝗵𝗶𝗹𝗳𝗲.𝗱𝗲,
und noch klassisch linkes:
junge Welt, Gegenstandpunkt, praxisphilosophie.de/zeitschriften_und_foren,
Marxistische Blätter, jungle.world, imi-online, indymedia, Free21, Diss, Ossietzky, das Blättchen, Boeckler-Stiftung, Arbeiterpolitik, lunapark21.net/ syndicate, wsws.org, che-chandler.de/ umwelt-militaer.org/ Arbeitsunrecht, akweb.de/ Krisis, Das Argument, Graswurzelrevolution, sozialismus.de/ rosalux.de/publikationen, antikapitalistische-linke, scharf-links, klartext-info.de/ linksnet.de/ nrhz.de/flyer/ sozialoekonomie-online.de/archiv
Viel Spaß beim checken. 🙂
Nachtrag, die sollten natürlich nicht fehlen:
https://www.blaetter.de/
«Russland weiß, dass es der Nato völlig unterlegen ist»: Die finnische Außenministerin Elina Valtonen auf der SIKO.
https://www.n-tv.de/mediathek/videos/politik/Russland-weiss-dass-es-der-Nato-voellig-unterlegen-ist-id30363352.html
Deshalb ist auch zwingend weitere Aufrüstung erforderlich, was einer sehr speziellen Logik bedarf.
«Russland weiß, dass es der Nato völlig unterlegen ist»
Ja, da gilt das Rattengleichnis: «wenn die Ratte in die Enge getrieben wird und keinen Ausweg mehr sieht greift sie an». Das ist doch gut für die Performance der Rüstungsaktien.
Und eine Nachkriegskonjunktur wirds auch geben, fürchtet euch nicht!!
Ein Kommentar von mir hängt in der ‚Moderation‘. Zu viele Links enthalten?
Exakt. Und zu dieser späten Nachtstunde arbeite ich nicht. Er ist jetzt freigeschaltet.
«Dennoch wird von den meisten Erben die Besteuerung .. als ungerecht empfunden ..».
Ja, das sehe ich auch so und ergänzend halte ich es auch für überfällig, was ihre Bemerkung zur Erhöhung der Freibeträge betrifft, also die Anpassung an die Preisinflation am Markt.
Ja, was nun? Ist Erbe im linken Sinn leistungsloses Einkommen oder nicht? Ich bin verwirrt.
«Ich bin verwirrt.»
Ich nicht, da der Zusammenhang mit «da es für große Vermögen diverse Ausnahmen und Schlupflöcher zur Vermeidung von Erbschaftssteuer gibt» gilt.
Sie müssen sich aber schon entscheiden: Wenn die Schlupflöcher falsch sind, wäre eine geringere Besteuerung der Erbschaften bei Immobilien das auch.
Und wieso sollten Immobilien überhaupt anders behandelt werden als anderes Erbgut? Das ist einfach nur eine Diskriminierung von Leuten, die ihr Vermögen anders angelegt haben als in eine eigene Immobilie.
Es gibt allerdings eine Schieflage zwischen der Besteuerung von kleinen bis mittleren Erbvermögen & den großen. Das hat das BVerfG mehrfach moniert.
Nicht zwangsläufig leistungslos, es ist immer noch die Regel & nicht die Ausnahme, dass sich Kinder um ihre alternden und|oder pflegebdürftigen Eltern kümmern.
Mag sein, nur ist das Erben und die Steuererleichterung nicht daran gebunden. Und es gibt auch die Anderen.
Die Steuererleichterung liegt vielmehr bei den Erben von Großvermögen & darum ginge es hier.
«Zu bemerken, dass die Ueberbetonung der Ukraine andere wichtige Themen von der Agenda verdrängt, ist nüchtern-rational.»
So ist es, wobei das aus der Sicht von gewissen Ukrainern durchaus Sinn macht, da jene ja bekanntlich für ‚unsere freiheitlichen Werte (also letztlich Land/Ressourcen) ihr Leben lassen und unser werter Kriegsminister Pistolius dahingehend meint:
«.. dass Russland diesen Krieg ökonomisch nicht mehr lange fortführen könne. Es wäre sehr verwunderlich, wenn Russland das noch sehr, sehr lange durchhalten würde.»
Ihm wohl nicht in den Sinn kommt, dass das für die Ukraine selbst viel naheliegender wäre und vor allem, was die vielen Toten dabei betrifft.
Der Überzeugungswahn ist beträchtlich!
«wobei das aus der Sicht von gewissen Ukrainern durchaus Sinn macht»
Ich glaube nicht einmal das. Oder, aus deren Sicht vielleicht, aber objektiv nicht. Die leeren Säle bei Selenskiys UN-Auftritten sind das Ergebnis von kontraproduktivem Verhalten.
Nun ist die UN eh zahnlos, aber Selenskiy und seine unkritischen Unterstützer haben sich eben auch bei Trump unbeliebt gemacht. Die USA aber sind für die Ukraine als Verbündeter unverzichtbar.
«Die leeren Säle bei Selenskiys UN-Auftritten»
Leere Säle? In welchen Sälen hat er denn gesprochen? Haben Sie nur dieses einzige Beispiel? In Europa bekommt Selenskyj immer noch stehenden Beifall, selbst wenn er Kritik äußert.
Wie würden Sie sich denn bei Trump beliebt machen? Grönland verschenken, dem Friedenrat beitreten, eine Insel mit Minderjährigen… aber ob das dauerhafte Beliebtheit garantiert?
Der Unterschied zwischen der UN und Europa ist Ihnen bewusst?
Hier ein Bild vom Anfang der Rede von Selenskiy vor der UN-Generalversammlung am 24. September 2025. DEr Fall sollte Ihnen eigentlich bekannt sein. Er ging damals durch viele Medien.
Der nächste Artikel über den September 2023 müsste Ihnen eigentlich gefallen, denn es ist ein Faktenchecker Ihrer Seite. Vor allem aber zeigt er Bilder von einem ziemlich leeren Saal bei Selenskiys Rede.
++So ist es, wobei das aus der Sicht von gewissen Ukrainern durchaus Sinn macht, da jene ja bekanntlich für ‚unsere freiheitlichen Werte (also letztlich Land/Ressourcen) ihr Leben lassen ++
Zum einen bitte ich diese Ukrainer ein weiteres Mal eindringlich, ihr Leben nicht für diese Werte zu riskieren, zum anderen hat die Reaktion auf diesen Krieg bewirkt, dass unsere sog. freiheitlichen Werte weiter beschnitten wurden.
Die ARD-Tagesschau berichtet sehr prominent und mit häufigen Wiederholungen, dass laut dem Institute for the Study of War hätten die ukrainischen Streitkräfte in den letzten drei Tagen so viel Territorium zurückerobert hätten, wie seit 2023 nicht (etwa 200 km2).
Im Tagesbericht von gestern Abend finde ich diese Aussage nicht und derjenige vom Tag davor schätzt die Frage der Frontverschiebung so ein: «Die russischen Gewinne schreiten weiterhin langsam voran und lassen keinen Zusammenbruch der ukrainischen Linien erwarten.» Die Infografik zeig ein russisches Vorrücken in den letzten drei Wochen bis zum 14. Februar. DeepStateMap zeigt ein weiteres russisches Vorrücken bis zum Redaktionsschluss am 16. Februar.
Dazu perplexity.ai
«Die Formulierung der Tagesschau („so stark vorgerückt wie seit 2023 nicht mehr“) lässt sich in den ISW‑Produkten der letzten Tage so, wie ARD sie darstellt, nicht belegen; vielmehr sprechen die jüngsten ISW‑Berichte eher von verlangsamten russischen, nicht von großen ukrainischen Geländegewinnen.»
Eine DeepSeek-Recherche führt die Nachricht auf eine AFP-Meldung zurück, die sich wiederum auf Analysen von ISW-Karten bezieht. France 24 hat das korrekt so zitiert. Auf Nachfrage erklärt DeepSeek:
«Die alleinige Hervorhebung der ukrainischen Gebietsgewinne von 201 km² im Zeitraum 11.–15. Februar, ohne die gleichzeitigen russischen Geländegewinne zu nennen, erzeugt ein verzerrtes Bild. Eine solche selektive Berichterstattung vernachlässigt die Gesamtbilanz (Nettobetrachtung) und kann in der Tat als irreführend bezeichnet werden.»
Ferner zitiert die ARD die AFP-Meldung falsch, denn diese bezog sich nicht «auf die letzten drei Tage», sondern auf den Zeitraum vom 11.-15. Februar.
Zusammenfassend kann man sagen, dass die ARD-Tagesschau hier ein verzerrtes Narrativ verbreitet, die Originalmeldung dabei falsch darstellt und einer falschen Quelle unterschiebt.
Sie sind was ganz Großem auf der Spur!
«Ferner zitiert die ARD die AFP-Meldung falsch, denn diese bezog sich nicht «auf die letzten drei Tage», sondern auf den Zeitraum vom 11.-15. Februar. »
Von der Tagesschau:
https://www.tagesschau.de/ausland/ukraine-gelaendegewinne-starlink-rueckeroberung-100.html
«…laut einer Datenauswertung zwischen Mittwoch und Sonntag …»
Wie kann man es auch unterlassen, mal nicht die ständigen russischen Erfolge zu feiern. Unerhört von der Tagesschau.
«Wie kann man es auch unterlassen, mal nicht die ständigen russischen Erfolge zu feiern. Unerhört von der Tagesschau.»
Nun ja, die soll ja auch sehr linkslastig sein. 😂
Danke wg. gestern! Aber das ist wirklich zu viel der Ehre.
VG
«Nun ja, die soll ja auch sehr linkslastig sein. 😂»
Ist Ukraineunterstützung nicht eher rechts-chauvinistisch?
Aber lassen wir das, Sie haben ja weiter oben auf ihre Fragen auch keine Antwort bekommen.
@ Petro
«Ist Ukraineunterstützung nicht eher rechts-chauvinistisch?»
Ich wuerde diese Meinung zwar hier nicht von allen Foristen so deutlich behaupten, aber bei der ueberragenden Bedeutung die Bandera zur Meinungsbildung hier besitzt, hat man da schon ein bisschen so den Eindruck.
Ich wollte nur ein weiters Mal die Widerspruechlichkeit der grossen These von G. Jeschke verdeutlichen, bei der sich hier die Geister streiten 😉
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30387
«Ich wollte nur ein weiters Mal die Widerspruechlichkeit der grossen These von G. Jeschke verdeutlichen»
A: Im Zoo gibt es viele Raubtiere.
B: A ist ein Idiot. Ich habe im Zoo eine Giraffe gesehen.
@izi
>>>A: Im Zoo gibt es viele Raubtiere.
B: A ist ein Idiot. Ich habe im Zoo eine Giraffe gesehen.<<<
Mittlerweile ist die Diskussionskultur aber schon soweit, dass man Ihnen entgegnen könnte, aber ein Giraffenbulle ist auch gefährlich.
Gut, da sind wir dann bei der generellen toxischen Männlichkeit.
Gibts bei MDR einen schönen Beitrag:
https://www.mdr.de/nachrichten/welt/politik/analyse-patriarchat-krieg-gefahr-100.html#kommentare
«Gibts bei MDR einen schönen Beitrag:»
Den habe ich doch glatt bei «Politische Einsichten» eingestellt.
Ich würde in diesem Zusammenhang ergänzen:
C: Die wenigsten Raubtiere sind links oder linkslastig.
Stimmt. Rrrrrraubtiere sind rrrechts.
Sehn’Se.
Im Prinzip sind beide Idioten. Weder gibt es im OERR-Zoo viele Rrrrrraubtiere noch viele Giraffen.(Nur weil B eine gesehen hat.)
Und Sie haben Ihr eigenes Gleichnis nicht verstanden 😜
Nun, die haben sich korrigiert. Ich habe es im Frühstücksfernsehen live gesehen.
Aber selbst in ihrem LInk findet sich durch die ARD verbreitete «Fake News»: «Wie aus einer Analyse des unabhängigen Institute for the Study of War (ISW) hervorging…» Das behauptet die ARD-Tagesschau, die gerade läuft (20-Uhr-Ausgabe vom 17. Februar) immer noch. Es stimmt nur nicht.
Was sind daran Fakenews? Stellt das ISW keine Karten zur Verfügung und analysiert Geländegewinne und Verluste? Gab es keine Geländegewinne durch die Ukraine?
Sie hören sich an wie B aus ihrem Zoobeispiel.
Das ISW hat diese Analyse nicht gemacht und diese Schlussfolgerung nicht gezogen. Daher ist es eine Falschdarstellung (Fake News), zu behaupten, die Analyse sei vom ISW und gleich noch einen Kasten einzufügen, der erklärt, was das ISW ist.
Der Punkt ist, dass das ISW (das durchaus auf ukrainischer Seite steht), die Sache niemals in einer eigenen Analyse so dargestellt hätte (weil es damit seine Reputation gefährdet hätte, siehe unten) und einen Tag vor AFP die Daten sogar ganz anders (nämlich professionell) interpretiert hat.
Warum das Ganze Desinformation ist, hatte ich ja eigentlich schon ursprünglich erklärt. Die Ukraine hat in diesem Zeitraum netto Territorium verloren.
Wenn die AFP-Analyse eine Werbeaussage gewesen wäre und jemand dagegen geklagt hätte, hätte der Kläger recht bekommen. In diesem Fall wird nämlich geprüft, ob durchschnittlichen Zielpersonen ein falsches Bild vermittelt wird. Die durchschnittliche Zielperson der ARD-Meldungen (oder der AFP-Analyse) wird glauben, die Ukraine hätte netto Territorium zurückerobert und nicht an anderen Frontabschnitten mehr als die 201 km2 verloren.
Holger Friedrich («Berliner Zeitung») hat eine neue überregionale Zeitung für den ostdeutschen Raum («Ostdeutsche Allgemeine») gegründet. Das Design ist an die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» angelehnt. Es sollen alle politischen Richtungen zu Wort kommen und es soll keine Brandmauern geben.
@izi
Der Herr Warweg von den Nachdenkseiten ist dahin gewechselt.
Der war weg, im Wortsinn.😊
Und der Chefredakteur war mal beim «Freitag». Er hat dort über Klimathemen und soziale Umbrüche geschrieben. Man kann das neue Blatt kaum rechtspopulitisch nennen.
Warweg war übrigens mal bei Ruptly. Wer solche Leute einstellt, gilt automatisch als Prwada-verdächtig. Die sollten nie wieder irgendwo journalistisch arbeiten dürfen (glauben einige).
Es sind noch 3 weitere Freitags-Schreiber rübergewandert 🙂
Ich bin nicht überrascht 😉
Yo, da scheint zusammen zu kommen, was zusammen gehoert.
Aber, ich sehe nicht den Sinn neben der Berlinskaja Prawda noch eine solche Zeitung auf den Markt zu werfen.
Oder gibt’s die alte etwa als Printausgabe nur in Berlin…und in Moskau 🤣
Und die Leser einbinden…Koennte man ja auch bei der alten. Die haetten sicher kein Problem damit.
Sie/ Ihr sehen/ seht schon, ich bin da wirklich nicht up-to-date.
Nichtsdestotrotz der grosse Friedrich wird schon wissen was er tut.
Und immer wieder schoen zu sehen, dass es hier mit der Meinungs- und Pressefreiheit doch nicht ganz so schlecht bestellt ist wie…in der Tuerkei z.B.
+++ Tief im Westen, Berlin-Schöneberg, ich lese die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung. Eine Dame raunte – «Wie provokant!» +++
^^^°V°^^^
Die 1. Ausgabe ist ganz gelungen, oder?
Die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung in Papier?
Nun, ich werde die Papierausgabe erst am Montag mit in den Süden Deutschlands nehmen und in Ruhe lesen.
Also die kostet 1x die Woche am Freitag im Kiosk des Vertauens 3.90€, so ne Art … am Sonntag, Papierauflage mit 56 Seiten im Moment so ähnlich hoch wie die TAZamSAMSTAG, war gegenüber dem Kaufland im Einkaufszentrum vor den Toren der Stadt Samstag morgen erhältlich.
Wer Papier zum Frühstück mag, oder auf dem Sofa…in Ordnung. Die Buchstaben sind groß genung, das O in Rot, es gibt die erweiterte Unterteilung in Ostdeutschland, Geopolitik / gab es das schon mal in anderen Zeitungen?, Service, Kultur und Stil+Genuss.
Residieren tun die irgendwo in Dresden->Sachsen->MDRLand, gedruckt wird bei der Konkurenz Madsack. Vorwahl 030 verweist im Moment auf Berlin, vielleicht Rufumleitung in das Tal der Ex-Ahnungslosen.
Von Sachsen gibts mit Chrupalla, Kretschmar und dem Ex-Kappo Lehmann gleich drei Vorzeigedynamos im Portrait oder Interview. Thüringen glänzt im Sport mit Oberhof, obwohl – die guten olympischen Zeiten sind wohl und für lange Zeit vorbei und in Mobilität mit wohlwollender Werbung eines CEO im Interview für einen E-Opel aus der Autostadt Eisenach(?), ca.25000€ für das Volk.
Warweg ist anscheinend als Parlamentsberichterstatter vorgesehen – auch oder weiterhin in der Bundespressekonferenz, also dem Club aus dem Herr Jung und Naiv ihn weg haben möchte.
Warweg durfte hier und heute die Enkelin von der Sybille-Erfinderin, auch die Tochter von Daniela interviewen, Hinweis vielleicht läuft mal irgendwo zu später Stunde in 3Sat *Rote Sterne überm Feld* – so weit reicht in der Provinz das Programmkino nicht.
Man mag der Ostdeutschen viel Erfolg wünschen, interessant wird es aber nur wenn auch die zum Interview oder Portrait kommen, an denen und mit denen man sich reiben möchte. Da ist noch ganz viel Luft nach oben.
+++Der aktuelle Parteistaat traut dem Volk nicht mehr zu, für sich selbst zu entscheiden. Er will mit Brandmauern das Volk vor anderen Fakten, Meinungen und Medien schützen. Diese gefährden die jetzige Demokratie.+++*
*steht so ähnlich auf Seite Eins, illustriert mit einem Megaphon, welches an ein Diktiergerät mit Aufschrift +++Ostdeutsche Allgemeine++ angeschlossen ist.
Ich hätte vielleicht diesen
Styl gewählt, wenn man schon Avantgard sein will und vom Westen nur aufgehalten wird.
Dass sie den Warweg aus der BPK weg haben möchten, ist mal sicher. Dass die anderen traditionell verfassten Medien diesen eklatanten und wiederholten Rechtsbruch der EU nicht aufgreifen, zeigt mir, dass es so etwas wie die Ostdeutsche Allgemeine Zeitung braucht.
Ja, man muss mal abwarten. Die erste Ausgabe ist immer viel einfacher. Ich gehöre nicht zu denjenigen, die über 50 Seiten Papier zu aktuellen Ereignisse pro Woche aus einer Quelle mögen, erwäge aber momentan das Digital-Probe-Abo für zwei Monate (kostet fast nix). Vorher muss ich aber noch eine wneig stöbern, wie so das Gesamtangebot hinter der Bezahlschranke thematisch verteilt ist.
Seit Jahren habe ich gerade zum ersten Mal eine Theaterrezension gelesen, die mich auch ins Theater locken würde. Allerdings Dresden, da komme ich so schnell jetzt nicht hin.
Wenn die diese Qualität von Journalismus aufrechterhalten können, werde ich Stammleser. Das ist auch im Vergleich zur «Berliner Zeitung» eine ganz andere Liga.
Wir hatten ueber den herzberuehrenden, traurigen Film nach Romanvorlage von Max Frisch (Original), der da gerade im linkslastigen OERR lief, vor laengerer Zeit mal kurz geredet…
Hm…8. Maerz Nachtschicht, 21. Maerz Buchmesse. Tut mir leid, aber da kann ich Ihnen auch nicht helfen 🤣
++Ich hätte vielleicht diesen
Styl gewählt++
Das wäre zu provokant 🙂
@Sportsfreund
Danke, dass Sie sich die Muehe gemacht haben.
Ja, bei Dynamo haben sie die Mauer wieder aufgebaut. Geil, wa 😉
Mittlerweile habe ich mich auch kundig gemacht. Die ist eine Wochendenausgabe. Sowas hat ja das «Kampfblatt des autoritaeren Liberalismus» auch. Da macht das schon Sinn.
Allerdings solchen Scheiss (falls es zutrifft) rate ich, in Zukunft zu unterlassen. Hat mit serioesen Journalismus nichts zu tun:
«Mit Blick auf EU-Bürokraten sagt Baud an einer Stelle: «Aber wissen Sie, ich habe noch Glück gehabt – die hätten auch entscheiden können, mich zu eliminieren.» «OAZ»-Chefredakteur Dorian Baganz fragt immerhin nach: «Sie haben doch nicht ernsthaft Angst davor, dass man Sie umbringt?» Baud antwortet mit einem eindeutigen «Nein». Dennoch hat Chefredakteur Baganz entschieden, die maßlose Behauptung zur Überschrift des ganzen Interviews zu machen und dabei den dokumentierten Wortlaut auch noch zum Definitiven abzuändern: «Ich habe Glück gehabt, dass ich nicht eliminiert wurde.»»
https://www.t-online.de/unterhaltung/literatur/id_101138464/-ostdeutsche-allgemeine-von-holger-friedrich-was-soll-das-.html
«Hat mit serioesen Journalismus nichts zu tun»
Das sehe ich bezüglich der Diskrepanz zwischen Aussage und Titel auch so. Andererseits halte ich die Aussage nicht für so abseitig. Der ukrainische Geheimdienst, den die EU unterstützt, hat Leute wegen ihrer Meinung eliminiert.
«Andererseits halte ich die Aussage nicht für so abseitig.»
Ganz genau – und das ist schlecht.
«Der ukrainische Geheimdienst, den die EU unterstützt…»
Ja, «in Form von Sicherheitskooperation, Informationsaustausch, Ausstattung, Ausbildung und Rechtsrahmen» (Chatty) Aehm…wie war das doch gleich mit der Kontaktschuld?
Auch wenn ich dem guten Dorian, ehem. Freitags-Journalist (Kann mich nicht erinnern, war bei dem nicht haengengeblieben), nichts unterstellen will, sind das doch genau diese Art von reisserischen Ueberschriften (und dahinter die Bezahlschranke), die Leser mit sowieso schon festzementierten Weltbild nochmal richtig anheizen.
Ich wuerde das allerdings eher «Rage bait» nennen. Scheint immer mehr in Mode zu kommen.
https://www.derstandard.de/story/3000000298680/rage-bait-ist-das-neue-wort-des-jahres-was-soll-das-heissen
PS. Ich glaube Ihnen schon, dass was der FSB im grossen Stil macht, kann man beim SBU auch nicht gaenzlich ausschliessen. Entspringen ja aus der gleichen schmutzigen Quelle.
Aber Link furzt nicht 😉
Quatsch…verdammte neumodische engl. Ausdruecke: Natuerlich «Clickbait». Sonst haette ich mir ja gerade selber widersprochen.
Das von mir Beschriebene waere dann nur der sicher unbeabsichtigte Nebeneffekt. 🤣
««in Form von Sicherheitskooperation, Informationsaustausch, Ausstattung, Ausbildung und Rechtsrahmen»»
Das ist nicht, ganz bestimmt nicht, nur eine «Kontaktschuld».
«Aber Link furzt nicht»
Jetzt schon.
Hm, wenn Sie das sagen…aber restlos aufgeklaert ist das ja bis heute nicht. Ausser einer Andeutung vom Ex-Geheimdienstchef Malyuk und Vermutungen von US-Geheimdiensten in ein paar – wg. ihrer Linkslastigkeit – nicht sehr glaubwuerdigen Medien wie CNN und NYT finde ich da nichts.
Okay, okay: Es liegt nahe, aber was Eindeutigeres konnten Sie wohl nicht finden?
«aber was Eindeutigeres konnten Sie wohl nicht finden?»
Aber ja doch:
Der damalige Chef des ukrainischen Militärgeheimdienstes, Kyrylo Budanov, hat den 2023 zugegeben, dass die Ukraine das in mehreren Fällen getan hat. Er hat diese Verbrechen mit Worten gerechtfertigt, denen man nur einen faschistischen Duktus bescheinigen kann. Auch die «Kyiv Post» hat damals berichtet.
Ich hatte eigentlich vorausgesetzt, dass das unter Leuten bekannt ist, die sich mit dem Ukraine-Krieg beschäftigen.
@ izitiwab
Also wenn russische Faschisten und Kriegsverbrecher Ziele von Anschlägen sind, dann kann das nur einen faschistischen Duktus haben.
Aber gewisse Experten sind sich ja einig, dass es keine russischen Faschisten und Kriegsverbrecher per Definition geben kann.
P.S. Das mit dem Verlinken sollten Sie noch etwas üben.
@izi
>>>Ich hatte eigentlich vorausgesetzt, dass das unter Leuten bekannt ist, die sich mit dem Ukraine-Krieg beschäftigen.<<<
Das mit dem "beschäftigen" ist aber so eine Sache. Und selbst wenn es so wäre, "glauben" ist dann halt noch mal eine andere Sache.
Wenn man schon mal "zweifeln" könnte, wäre viel gewonnen.
Aber der ZWEIFEL an sich, scheint mir mittlerweile schon "gesichert rääächtsextrem" zu sein 🤔
@Petrowitsch
>>>P.S. Das mit dem Verlinken sollten Sie noch etwas üben.<<<
Das sollte zwar für Sie jetzt nicht das Problem sein, aber ich helfe da gern weiter:
https://www.kyivpost.com/post/17214
Obwohl SIE das bestimmt schon wussten…
@all:
Ich dachte zwar ich haette mich schon mal geoutet, aber gut, dann werde ich eben noch mal etwas deutlicher:
Ich habe wirklich keine Ahnung von den inneren Angelegenheiten der Ukraine, was die Ukrainer wollen, wie die denken, wie die leben usw.
Jedenfalls gemessen an den ganzen Experten in dieser Runde.
ALLES was ich aus dem Stehgreif schreibe, ist nur meine kleine, unbedeutende Meinung.
Aber da wir uns hier einig sind, dass der allgemein als Ukraine-Krieg bezeichnete Krieg, der morgen seinen traurigen vierjaehrigen Jahrestag erfaehrt, ein Angriffskrieg der Russen – zudem voelkerrechtswidrig – war, muesste man doch von seitens der Friedensfreunde sich zuallererst mal gegen den Taeter positionieren.
Vietnam, Palaestina, Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw. war das klar.
Ukraine??????????????????????????????????
Sag mir, wo du stehst.
«Aber der ZWEIFEL an sich, scheint mir mittlerweile schon «gesichert rääächtsextrem» zu sein»
Das begann spätestens in der Corona-Pandemie.
Die Mediziner, Virologen und Politiker sagten, dass die Impfung gar keine Langzeitnebenwirkungen haben könne. Wer das bezweifelte, war ein Verschwörungstheoretiker (Aluhut) oder rechtsextrem.
Ich zitiere mal den aktuellen Erkenntnisstand:
«Bis zu 5% Patienten leiden nach einer akuten SARS CoV-2-Infektion an verschiedenen Langzeiterkrankungen, die als Post-COVID-Syndrom (PCS) bezeichnet werden. Ähnliche Symptome können auch nach Impfungen auftreten und werden dann als Post-Vac-Syndrom bezeichnet, wobei nach heutigem Verständnis die Pathophysiologie beider «Syndrome» ähnlich ist. Die Prävalenzen in der Literatur schwanken, weil die Zahlen abhängig von den Studienkollektiven variieren.»
Quelle: IMD Labor Berlin
Und natürlich konnte jeder biowissenschaftlich Gebildete schon damals wissen, dass man Langzeitnebenwirkungen nicht ausschliessen kann.
Inzwischen räumt es auch das Deutsche Aerzteblatt ein.
@nera
«Palaestina, Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw. war das klar»
Nee. Ehrlich gesagt, bei mir nicht. Ich bin gegen die Art, wie Israel mit den Palästinensern umgeht und trotzdem sind die Hamas-Terroristen für mich Terroristen.
Ich war gegen den NATO-Angriffskrieg gegen Rest-Jugoslawien, aber ich bin durchaus der Meinung, dass von der serbischen Seite im Jugoslawienkrieg davor Verbrechen begangen wurden.
Ich war gegen die Okkupation Afghanistans durch die USA mit NATO-Unterstützung, die ja auch viele Zivilisten das Leben gekostet hat – deshalb bin ich noch lange kein Freund der Taliban oder von deren Frauenbild, um das mal so deutlich zu sagen.
Ich habe den Angriffskrieg der USA gegen den Irak verurteilt und halte Saddam Hussein trotzdem für einen Verbrecher.
So viel Differenzierung muss möglich sein. Die Welt ist nicht schwarz-weiss.
@ Izi
«Nee. Ehrlich gesagt, bei mir nicht.»
Na wenn Sie das ehrlich gesagt haben, dann glaube ich Ihnen das auch ohne Beweise. 😉
«So viel Differenzierung muss möglich sein. Die Welt ist nicht schwarz-weiss.»
Nee, leider nicht. Das ist meine Beobachtung schon seit DDR-Zeiten – links von der Mitte und in den Medien, die man hier so gerne liest.
Bei Interventionen der USA/ des Westens/ Israels ist man immer auf der Seite des Angegriffenen, egal was das fuer moerderische Regimens sind, gegen die sich das richtet. Wird ueberhaupt nicht erst zum Thema gemacht, wie dort gefoltert wird, systematisch echte oder vermeintl. Systemgegner ermordet werden, und die eigene Bevoelkerung oder Minderheiten unterdrueckt. Weil «Menschenrechte» sind da ja nur vorgeschoben (und sind sowieso eine Erfindung des Westens). Und klar, stimmt ja auch im Allgemeinen.
Und waehrend des Krieges wird nicht mal annaehernd der Angegriffene so dargestellt, dass man da auch denken koennte: Na ja, selber schuld.
Und da haette es wohl bei Afghanistan, Irak, Iran, Syrien, Se… x-mal mehr Grund gegeben als bei der Ukraine. Und mir ist auch nicht bekannt, dass man z.B. dem Irak oder Vietnam (?)… zugerufen haette, dass die aufgeben sollen, weil die gegen den Staerkeren sowieso keine Chance haben.
Kurz gesagt, man schreit laut Doppelmoral in Richtung «Westen» und sieht seine eigene Doppelmoral nicht.
Darum ging’s.
«Vietnam (?)… zugerufen haette, dass die aufgeben sollen, weil die gegen den Staerkeren sowieso keine Chance haben»
Der Unterschied bei Vietnam war – das sollte eigentlich offensichtlich sein – dass die den Krieg gewinnen konnten. Haben sie ja auch.
@ Izi
«Der Unterschied bei Vietnam war – das sollte eigentlich offensichtlich sein – dass die den Krieg gewinnen konnten.»
Ja, ja immer mal die kleinen eingestreuten Nettigkeiten. Aber bloss nicht den grossen und die kleinen Zapfen von der blauen Tanne hinter die Fichte fuehren. 🤣
Scherz bei Seite: War bei Kriegsende sechs Jahre alt. Und ehrlich gesagt, da hat mich das nicht interessiert.
Aber da waren die von der anti-imperialistischen Internazionale wohl alles Hellseher und/ oder Militaerexperten?
Verstehe, wenn der heldenhafte Sieg der kleinen und auch groesseren Voelker sicher ist, spielt fuer die anti-imperialistischen Friedensfreunde und Pazifisten keine Rolle, ob der Widerstandskampf zu extrem hohen eigenen Opferzahlen, Oekozid oder gar Genozid fuehrt.
Aber, wie ist es da bei Palaestina? Kann mich nicht erinnern, dass die je gewonnen haetten. Wieso wird dort nicht an die Vernunft dieses Volkes appelliert, nun endlich mal mit dem sinnlosen Widerstand gegen die Uebermacht des westl. Hegemons und seines Schuetzlings aufzuhoeren?
Hm 🤔 .
«Verstehe, wenn der heldenhafte Sieg der kleinen und auch groesseren Voelker sicher ist, spielt fuer die anti-imperialistischen Friedensfreunde und Pazifisten keine Rolle, ob der Widerstandskampf zu extrem hohen eigenen Opferzahlen, Oekozid oder gar Genozid fuehrt.»
Das ist unlogisch. Natürlich spielen die Opfer immer ein Rolle. Aber Opfer ohne Aussichten auf einen Sieg oder wenigstens eine Verbesserung der Verhandlungspositzion sind sinnlose Opfer.
«Wieso wird dort nicht an die Vernunft dieses Volkes appelliert, nun endlich mal mit dem sinnlosen Widerstand gegen die Uebermacht des westl. Hegemons und seines Schuetzlings aufzuhoeren?»
Weil dort das Volk keinerlei Einfluss auf die Politik der Hamas hatte. Und eben auch, weil die Hamas nicht unsere Verbündeten sind und wir (als Staat) nicht die Weiterführung des Kriegs durch die Hamas befördert haben.
Nur gut, dass es die Ukraine gibt. Nicht, dass Sie wieder wie vor ein paar Tagen ständig Fake News rufen müssten.
Hatte ich vergessen, aber @Petro hat mich indirekt wieder daran erinnert:
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30836
«Das sehe ich bezüglich der Diskrepanz zwischen Aussage und Titel auch so. Andererseits halte ich die Aussage nicht für so abseitig.»
Das «Andererseits» ist aber nicht der Punkt.
Das Zitat in der Ueberschrift ist schlicht falsch. (Und das steht immer noch so da.)
Nur mal so noch als Anmerkung, weil hier ja darueber sinniert wurde, das heute so viel verdreht, weggelassen, halb oder viertel erzählt oder direkt gelogen wird.
Und ich wuerde meinen *rsch verwetten, dass das in den Medien, die man hier so gerne liest und sieht, weit haeufiger ist als in den MSM.
Meinte @Izi
***Von Sachsen gibts mit Chrupalla, Kretschmar und dem Ex-Kappo Lehmann…***
Crupalla – man muss ihn knuddeln und liebhaben. So ein Wohlfühlportrait. Warum ist der bei der AFD gelandet und nicht bei der CDU? Was ist bei Chrupalla schiefgelaufen?
Immerhin bleibt von ihm in restauratischer Eleganz aufgetragene Farbe im Schloß Muskau…mit seiner Hände Arbeit verewigt…gibts da auch was von Kretschmar heißt natürlich Kretschmer, das Interview fühlt sich an wie eine Laudatio auf die sächsische Staatskanzlei und ihre Untergebenen, fühlt euch geehrt zum Empfang, liebe OAZ und schreibt was ich euren Lesern mitzuteilen habe.
Ex-Kappo Lehmi und die Verewigung der Dynamo-Ultras in der Semperoper Dresden – doch das war interessant, was Anne Marie Mühe ihr Halbbruder als Foto von der Bühne in die Ränge für die Ewigkeit festgehalten hat.
Auch lebende Zeitzeugen vom 13.Februar 1945 in Dreden werden porträtiert. Ich kenne auch eine Zeitzeugin, welche als 4jährige 2 Wochen nach dem Feuerwerk aus dem Sudetenland kommend die Stadt querte. Der bestialische Geruch über der Stadt, die Leichen von jungen Frauen und ihren Kindern in der Elbe…die Kinder tot, da wollten sie auch nicht mehr leben…
Esskultur Ost – was war eigentlich ne *Ketwurst*. Muss an mir vorbeigegangen sein. Ihgitt. Das aber unsere Eltern alles verwertet haben was Feld, Beet und Stall hergab – das müssen sie schon von den Großeltern gelernt haben. Reste im Kühlschrank – mach ein Menü, die Serie gab es auch schon in der TAZ?
Nun, auf dem Weg in den Urlaub – da kann man auch mal die OAZ mitnehmen. Wir werden sehen.
«Warum ist der bei der AFD gelandet und nicht bei der CDU? Was ist bei Chrupalla schiefgelaufen?»
Oder eben bei der CDU 😉
«Ich kenne auch eine Zeitzeugin, welche als 4jährige 2 Wochen nach dem Feuerwerk aus dem Sudetenland kommend die Stadt querte»
Die Klassenlehrerin meines Bruders (GRundschule) hat in dieser Nacht den Feuerschein des brennenden Dresden am Horizont gesehen – aus dem 50 Kilometer entfernten Schwarzheide.
Ich kenne eine Zeitzeugin sehr nahe, die im Alter von 6 Jahren auf Befehl von Forst/Lausitz auf’s Land nach Niederbayern (damals eher rückständig) evakuiert und auf der Zugfahrt Fliegerangriffe erlebt hat. Sie ist jetzt 87 Jahre alt und diese Evakuierung/Flucht ist eines der prägenden Erlebnisse ihres Lebens geblieben, von dem sie noch heute zuweilen Albträume hat und vom sie noch heute erzählt.
@izi
>>>der prägenden Erlebnisse ihres Lebens geblieben, von dem sie noch heute zuweilen Albträume hat und vom sie noch heute erzählt.<<<
Kann ich mir vorstellen. Das wird sich tief einbrennen, gerade wenn man Kind ist.
Ich frage mich sowieso, was in deutschen Familien vielleicht passierte, wo der Mann aus dem Ostfeldzug heimgekehrt ist.
Heute ist Traumatisierung in aller Munde.
Wie war das denn damals?
Obwohl, ich weiss gar nicht so richtig wo, habe ich einen Bericht aus der Zeit gesehen.
Vielleicht doch ZDF-Info?
Da wurde über die Belastung von psychiatrischen Einrichtungen in den 50igern berichtet. Wegen Kriegstrauma.
Habe ich mir aber nicht weiter angesehen.
Habe selber genug eigenes Elend.
«Ich frage mich sowieso, was in deutschen Familien vielleicht passierte, wo der Mann aus dem Ostfeldzug heimgekehrt ist.»
Meine beiden Grossväter waren in russischer Gefangenschaft. Den stark christlichen, der deshalb Anti-Nazi war und fliessend Tschechisch sprach, deshalb schnell Russisch lernte und sehr früh aus der Kriegsgefangenschaft entlassen wurde, habe ich nie kennengeklernt. Er ist jung gestorben.
Der andere, ein Gebirgsjäger, hat nie über Krieg und Gefangenschaft gesprochen. Nazi war der auch nicht, aber drüber reden wollte er nicht.
«Sie ist jetzt 87 Jahre alt und diese Evakuierung/Flucht ist eines der prägenden Erlebnisse ihres Lebens geblieben, von dem sie noch heute zuweilen Albträume hat und vom sie noch heute erzählt.»
Yo – Nie wieder ist jetzt!
«Das Krankenhaus, in dem ich geboren wurde – rücksichtslos zerstört; der Kindergarten, in dem ich meine frühe Kindheit verbrachte – vernichtet durch eine Bombe; die Schule, die ich elf Jahre lang besucht habe – vor meinen Augen beschossen; die Universität, an der ich studiert habe – bis zur Unkenntlichkeit zerbombt; meine Lieblingsorte und -geschäfte – für immer von der Erde getilgt; und die kleine Wohnung im Stadtzentrum, die ich geerbt hatte und in der ich lebte – niedergebrannt und von den endlosen Schockwellen der Explosionen zertrümmert. 30 Jahre meines Lebens und alles, was ich aufgebaut hatte – weggenommen, ausgelöscht, als hätte es nie existiert.»
https://jungle.world/artikel/2026/08/augenzeugenbericht-die-hoelle-von-mariupol
Das Design ist Old School, da wäre Luft nach oben drin gewesen, auch wenn es wichtiger ist was drin steht.
«Das Design ist Old School»
Ich glaube, das ist wohlüberlegt.
Davon gehe ich auch aus, nur erscheinen mir die Gründe für diese Überlegungen als nicht sooo gravierend. Ich bin allerdings kein Marketingprofi & kann mich auch irren.
«Vietnam, Palaestina, Jugoslawien, Afghanistan, Irak usw. war das klar.»
Auch da wurden diverse Vorgeschichten erzählt, die aber alles andere als überzeugend/konsistent waren.
«gegen den Taeter positionieren». ist juristisch gesehen wohl unbestreitbar, aber da gibt es mehr zu berücksichtigen, was allein die Toten auf beiden Seiten betrifft.
Nach der ‚reinen Lehre‘ kann man das so weiter versuchen ‚durchzuziehen‘, wer aber die damit verbundenen Folgen einbezieht (und die Kräfteverhältnisse!), der setzt andere Schwerpunkte, nicht nur aus strategischen, sondern vor allem humanistischen Gründen.
Und für mich bedeutet das Gebietsverluste für die Ukraine und zukünftige Neutralität. Wie die dann abzusichern ist, muss noch in Kompromissen gefunden/erarbeitet werden. Und es muss ein langfristiges, belastbares Konzept sein, damit die Sch.. nicht wieder beginnt.
@pleifel
>>>Auch da wurden diverse Vorgeschichten erzählt, die aber alles andere als überzeugend/konsistent waren.<<<
Das stimmt schon.
Aber so viel verdreht, weggelassen, halb oder viertel erzählt oder direkt gelogen, wurde meiner Meinung nach nicht.
Bei Vietnam gab es auch noch SWS.
Bin mal gespannt, wie sich die OAZ macht.
++Aber so viel verdreht, weggelassen, halb oder viertel erzählt oder direkt gelogen, wurde meiner Meinung nach nicht.++
Wurde seinerzeit auch so gehandhabt, es gab nur weniger Möglichkeiten das Weggelassene oder Verdrehte oder die Lügen zu erfahren.
@mymind
Es gab, wenn man wollte damals wenigsten 2 überregionale Tageszeitungen, auch über Internet, die das thematisierten:
Junge Welt und Neues Deutschland.
Ansonsten war der Grundtenor schon durch MSM und ÖR auch damals vorgegeben.
Es ist wie heute, nur gibt es jetzt wirklich genug alternative Medien.
Es ist, damals wie heute, alles eine GLAUBENSSACHE
Die FR war seinerzeit (ca. bis Ende der 1990er) noch o.k., da wurden zumindest unterschiedliche Sichtweisen zu einem Konflikt dargestellt. Das galt in etwas schwächerem Maß auch für die SZ. Heute ist das alles Einheitsbrei.
«GLAUBENSSACHE»…bei manchen würde ich es Fanatismus nennen.
» es gab nur weniger Möglichkeiten das Weggelassene oder Verdrehte oder die Lügen zu erfahren»
Das ist wohl wirklich der Punkt, warum Propaganda heute so viel schlechter funktioniert als früher. Und so ungern ich das zugebe: Das schlechtere Funktionieren der Propaganda destabilisiert die Gesellschaft.
++Das schlechtere Funktionieren der Propaganda destabilisiert die Gesellschaft.++
Nee, Desinformation & Lügen destabilisieren die Gesellschaft. Hinzu kommt die schwindende Toleranz ggü. Andersdenkenden.
@mymind
Vielleicht wäre anstatt Destabiliesiern auch SPALTEN besser.
Aber auch eine Spaltung, zumal wenn diese manifest wird, ist nicht gut für eine Gesellschaft.
Und es sind eben mittlerweile viele wirklich ZENTRALE Bereiche, die es betrifft.
https://blog-samstagern.ch/2026/01/31/service-public/#comment-30863
@izi
Ich wollte eigentlich auch antworten, aber die ganze Differenzierung war mir dann zuviel.
Sie haben mir dahingehend die Arbeit abgenommen. Danke. 😉
Warum das Differenzieren nicht mehr möglich ist, oder für viele nicht mehr möglich ist, verstehe ich auch nicht.
Es ist aber leider mittlerweile an der Tagesordnung.
Haben Sie eine Ahnung, woran das liegen könnte?
Eigentlich ging es meiner Meinung nach los mit der Asyldebatte.
Dann ging es weiter mit Klima, Thynberg und FFF.
Dann kam Corona, die neue Regierung mit Habeck und ACAB.
Mittendrin der Aufstieg der AfD im Osten.
Dann Ukraine.
Jetzt Trump. Obwohl der war auch schon 2014 beim Freitag damals grosses Thema.
Vor allem wegen Killery.
Und nun haben wir zu allem Überfluss auch noch des MERZEL.
Kann man sich alles nicht mehr ausdenken.😱
«Haben Sie eine Ahnung, woran das liegen könnte?»
Nicht wirklich. Ich beobachte aber auch an mir die Tendenz, bei Manchem stark genervt zu sein. Nachdem ich gelesen hatte, dass KI-Chatbots gegenüber Menschen, die genervt schreiben, in einen beschwichtigenden Modus wechseln, habe ich damit mal experimentiert. Lustigerweise ist das Problem mit DeepSeek jetzt, dass es immer die Elisa spielt und ganz verständnisvoll mit mir redet, auch wenn ich meinerseits nicht den Genervten spiele. Ich müsste mal das Google-Konto wechseln, mit dem ich mich bei DeepSeek einlogge.
Spass beiseite. Ich habe nur eine «küchenpsychologische» Erklärung. Die Leute sind mit der Komplexität der Welt und der Gesellschaft überfordert und klammern sich an irgendetwas fest, vorzugsweise an starken Meinungen. Diese Erklärung resultiert aus einem Zyklus von Selbstreflektion und Beobachtung anderer.
Es ist unwahrscheinlich, dass die «Halbierungsinitiative» angenommen wird. Die NZZ geht auf eine Umfrage vom 14. Februar ein, in der sich 48% «bestimmt dagegen» und weitere 6% «eher dagegen» aussprechen, nur 37% «bestimmt dafür» und weitere 7% «eher dafür». Der Trend seit dem 18. Januar ging 2% Richtung «Nein».
@izi
Ich muss vorab sagen, dass ich mich damit auch nicht beschäftige.
Habe ich auch nicht vor. Die Schweizer werden das schon hinkriegen.
Das fand ich nur interessant:
#Insgesamt zeigt die zweite Trendumfrage eine typische Dynamik: Je länger der Abstimmungskampf dauert, desto mehr befassen sich die Stimmbürgerinnen und Stimmbürger mit den Details und allfälligen Haken der Vorlagen.»
Ist die Befassung der Stimmbürger mit den «allfälligen» Haken in jedem Fall gleich?
Also ich meine vor allem die mediale Begleitung dazu?
«Ist die Befassung der Stimmbürger mit den «allfälligen» Haken in jedem Fall gleich?»
Das ist eine allgemeine Erscheinung, ja. Man hört recht früh von einem Referendum, kennt da aber die Detailargumente beider Seiten nicht. Trotzdem neigt man häufig zur einen oder anderen Seite. Kommt die Abstimmung näher, dann erfährt man die Detailargumente, spätestens wenn einem die Absimmungsdokumente zugeschickt wurden. Das kann man schon noch mal Umschwenken.
Beispiel: Die «Heiratsstrafe» bei der Steuer geistert seit Jahren immer mal wieder durch die Medien. Ehepaare werden gemeinsam veranlagt und man gewann immer den Eindruck, dass sie dadurch in der Schweiz mehr Steuern zahlen als wenn sie einzeln veranlagt würden. Nun soll die Individualbesteuerung eingeführt werden. Dahinter stehen sogar Regierung und Bundesparlament, auch der Ständerat, aber die Mehrheit der Kantonsregierungen ist dagegen. Erst in den letzten Wochen ist mir klar geworden, dass die Sache nicht ganz so eindeutig ist. Ehepaare mit starmit dem neuen Gesetz k ungleichen Einkommen der Ehepartner zahlen mehr und so, wie es gemacht wurde, zahlt auch ein Teil der Alleinerziehenden mehr (diejenigen mit sehr niedrigem Einkommen allerdings nicht).
@izi
>>> Ehepaare mit starmit dem neuen Gesetz k ungleichen Einkommen der Ehepartner zahlen mehr und so, wie es gemacht wurde, zahlt auch ein Teil der Alleinerziehenden mehr (diejenigen mit sehr niedrigem Einkommen allerdings nicht).<<<
könnten Sie das evtl. noch mal textlich bearbeiten, wegen Verständlichkeit?
Aeehm:
Ehepaare mit stark ungleichen Einkommen der Ehepartner zahlen nach dem neuen Gesetz mehr und so, wie es gemacht wurde, zahlt auch ein Teil der Alleinerziehenden mehr. Die Alleinerziehendem mit sehr niedrigem Einkommen werden allerdings nicht benachteiligt.
Besser?
Die KI-Videosequenz (Sora) und eine weitere Sequenz von 2022 wurden beim ZDF «wissentlich» in einen Beitrag über das Verhalten der ICE-Truppe in Minneapolis eingefügt. Das hat die Chefredakteurin des ZDF, Bettina Schausten, nun eingeräumt.
Verantwortlich war die US-Korrespondentin Nicola Albrecht. Sie wurde mit sofortiger Wirkung aus New York abberufen.
Elmar Thevessen, ein anderer (und bekannterer) ZDF-Korrespondent in den USA, hat in einer ZDF-Onlineversammlung Nicola Albrecht verteidigt. Videomitschnitte dieser Versammlung sind bekannt geworden. Thevessen behauptete dort, in Albrechts Beiträgen sei kein einziges Wort falsch gewesen. Die ICE-Truppe würde unter Trump viel mehr Angst schüren als unter früheren Präsidenten und genau diese Realität habe man abgebildet. Thevessen glaubt daher, man sich «in dieser Sache» nichts vorzuwerfen.
Quelle: NZZ
Soweit zum Selbstverständnis von Leitjournalisten dieses Senders.
Nach der Wiederwahl Merz zum CDU-Vorsitzenen letzte Woche hat Merkel laut Videos der ARD auch Beifall geklatscht obwohl sie schon im Zug zurück war um Berlin noch zu erreichen.
Das verstehen Sie nicht. Die Angie, die ist ausgebildete Quantenmechanikerin. Die kann also gleichzeitig im Zug nach Berlin und im Plenarsaal des CDU-Parteitags sitzen. Man nennt das Delokalisierung. Der Nachteil ist, dass sie auch gleichzeitig klatschen und buhrufen kann. Das nennt man einen überlagerten Zustand.
@izi
Quantenmechaniker klingt jetzt aber fast etwas abwertend.
Wenn Frau Merkel Physikerin war, wäre doch eher Quantenphysikerin zutreffend, oda?
Aber Ihre Beschreibung des Faupax der ARD mit der Quantenphysik ist sehr schön.🤣😅😂
Nun ja, sie hat in der Doktorarbeit halt Quantenchemie gemacht (wie übrigens auch Joachim Sauer). Quantenmechanik habe ich deshalb als neutraleren Begriff verwendet. Es war wirklich nicht abwertend gemeint. Merkels Doktorarbeit ist gut.
@izi
Ich weiss. Ich habe selbst nachgesehen und die Erklärung gelesen.
Ich hätte ein 😉 oder 😋 einfügen sollen🥵
@izi
Wie gesagt, mit mir müssen Sie über das ZDF nicht mehr diskutieren.
Wahrscheinlich kann man diesen Gordischen Knoten wirklich NUR mit dem Schwert auflösen.
Das wird aber nicht geschehen.
Was allerdings ganz schnell geschieht, dass man sich beim ZDF von unliebsamen Mitarbeiteren trennt:
Anders verlief der Fall von Joe Sperling. Der Journalist arbeitete mehr als dreissig Jahre für das ZDF und war Redakteur des Politmagazins «Frontal». Intern kritisierte er wiederholt aus seiner Sicht journalistische Mängel, unter anderem bei der ZDF-Dokumentation «Die Strasse des Todes» von Reporter Arndt Ginzel. Dabei bemängelte er fehlende Überprüfungen von aus der Ukraine stammendem Kriegsmaterial.
Ich habe leider keine Berichte in den ÖR gefunden, deshalb nur der link:
https://weltwoche.ch/daily/zdf-kritischer-reporter-rausgeknallt-ki-fake-korrespondentin-darf-bleiben/
Roger Köppel wird doch von Ihnen bestimmt unter seriös eingeordnet?
«Roger Köppel wird doch von Ihnen bestimmt unter seriös eingeordnet?»
Ich teile seine politische Meinung nicht, glaube aber kaum, dass er zur Verwendung von KI-Videos oder anderem falschem Bildmaterial neigt.
«Soweit zum Selbstverständnis von Leitjournalisten dieses Senders.»
Na, nee!
Dass jeder gute Journalist, der noch bei Trost ist, die Trump’sche Politik in europaeischen Medien kritisiert, hat nichts mit irgendwelcher Linkslastigkeit zu tun. (Und darum ging es Ihnen doch beim OERR?)
«US-Korrespondent Elmar Thevessen verteidigte seine inzwischen abberufene Kollegin Nicola Albrecht. «Ich will nur eines sehr klarmachen: Kein einziges Wort an den Beiträgen von Nicola war falsch.» Sie habe die Angst unter den Menschen in den betroffenen Städten «absolut richtig» abgebildet.»
https://www.lessentiel.lu/de/story/heute-journal-ki-panne-bringt-zdf-in-erklaerungsnot-103514280
Ich halte die Aussage nicht für so abseitig.
Oder stehen Ihnen noch mehr Aussagen zur Verfuegung? Sie haben ja dissbzgl. oft das wunderbare Talent, Links zu setzen, die nicht Jeder sofort lesen kann. 🤣
Thevessen hat de facto gesagt, man dürfe für die gute Sache auch «Fake News» produzieren. Darauf läuft das hinaus und solchen Leuten traue ich keinen Meter über den Weg.
«Ich will nur eines sehr klarmachen: Kein einziges Wort an den Beiträgen von Nicola war falsch.»
Das «de facto» schliessen Sie daraus? Ich frage nur, weil ich nicht weiss, was diese Journalistin schon so alles gesagt hat. Ehrlich gesagt, kann sein, dass ich sie schon mal im OERR gesehen habe, aber den Nammen musste ich erstmal googeln.
«…und solchen Leuten (Thevessen?) traue ich keinen Meter über den Weg.»
Und weil T. (und auch P.) staendig fuer die schlechte Sache «fake news» verbreitet, geht das dann in Ordnung? (Denn ein bisschen trauen tuen Sie den beiden schon, ne?)
Apropos T.: Schon gehoert? Jetzt will der angeblich Kuba uebernehmen. Ich denke, wenn das klappt, ist es das Beste, was Kuba passieren kann. 🤣
https://www.berliner-zeitung.de/news/donald-trump-spricht-von-uebernahme-kubas-li.10021652
«Kein einziges Wort an den Beiträgen von Nicola war falsch.»
Nicola Albrecht hat in die Beiträge wissentlich zwei falsche Videosequenzen eingefügt, eine KI-generierte und eine, die von 2022 und in ganz anderem Zusammenhang (Terrorismusverdacht) entstanden ist. Das ist «Fake News», da beisst die 🐭 keinen Faden ab.
Thevessen hat diesbezüglich keinerlei Unrechtsbewusstsein. Er findet, das könne man schon machen. Beiträge solcher Journalisten schaue ich mir nicht mehr an.
Okay.
Terrorismus(verdacht) wirft man ja in den alternativen Medien und bei den russ. Journalisten-Kollegen z.B. von RT der Ukraine auch oft vor. Man denke da nur an den Angriff auf P.’s Residenz. Oder angebliche geheime Bio-Labore fuer Forschung an Biowaffen usw., usf.
Das Leben ist einfach zu kurz, um die vielen Quellen auch noch aus dem alternativen Misthaufen hier zu verlinken. Kann man sich ja schliesslich dort selber anschauen 😉
Aber das sind dann vermutlich sowieso keine richtigen Journalisten.
Ich schweife ab…Koennen Sie bzgl. Nicola Albrecht die von 2022 mal verlinken? Es reicht auch, wenn Sie einen Link dazu haetten, in welchem Zusammenhang sie einen Terrorismusverdacht hatte und eine Beschreibung dessen.
«die von 2022 mal verlinken?»
Das haben Sie missverstanden. Albrecht hat eine Videosequenz aus dem Jahr 2022 von einem Polizeieinsatz wegen Terrorismusverdacht als aktuelles Video von 2026 über den ICE-Einsatz in Minneapolis ausgegeben. Das hat das ZDF nach einem der bereits oben vorhandenen Links inzwischen auch zugegeben.
Ja. Dann war es also im gleichen Beitrag. Ich dachte, Sie waere «Wiederholungstaeterin». Sozusagen.
Nun ja, wer einmal luegt…Da muss das schon staendig sein, Gewohnheitsrecht sozusagen.
Dann ist es Strategie und dann kann man auch die Cleverness loben. Vor allem wenn er/sie keine Journalisten sind, sondern nur ganz oben in der Welt mitspielen (wollen). 😉
«Nun ja, wer einmal luegt…»
Das ist tatsächlich etwas, was auf dem Niveau einer Auslandskorrespondentin eines öffentlich-rechtlichen Senders eines Lands mit 80 Millionen Einwohnern nicht vorkommen darf. Und wenn Thevessen das nicht sehen kann, gehört er in die gleiche Kategorie.
Das war kein Versehen, das ist eine Haltung, ein grundfalsches Verständnis des eigenen Berufs.
++ Sie habe die Angst unter den Menschen in den betroffenen Städten «absolut richtig» abgebildet.» ++
Warum wurden dann KI-Spots & themenfremde Szenen verwendet & nicht Originalaufnahmen, die das Trump´sche Grauen veranschaulichen?
@mymind
Sie stellen die absulut berechtigte entscheidende Frage:
Warum braucht man eine KI um etwas zu zeigen, was doch augenscheinlich ALLGEGENWÄRTIG ist.
Die Frage könnte sich auch nera stellen.
Warum Sie es NICHT macht, kann nur Sie selbst beantworten.
Meine Vermutung, ist identisch mit einem schon fast Klassiker dahingehend:
«Die wahrheitsgemässe Beantwortung dieser Frage könnte den Fragesteller stark beunruhigen»
++«Die wahrheitsgemässe Beantwortung dieser Frage könnte den Fragesteller stark beunruhigen» ++
Ich denke, die Einstellung ist weit verbreitet, dass solange die Richtung stimmt, auch Schummeleien erlaubt seien. Solange das Ziel als moralisch gut gilt, werden prinzipielle Maßstäbe gern über Bord geworfen. Schließlich seien ja X & Y ja viel schlimmer usw…
Der Vorgang beim ZDF ist kein Einzelfall & kocht nur deswegen so hoch, weil es sich um einen kritischen Beitrag über die US-Regierung handelt, die hier immer noch genügend Rückhalt hat. Fakes über Russland, China & …. kratzen weitaus weniger.
«Ich denke, die Einstellung ist weit verbreitet, dass solange die Richtung stimmt, auch Schummeleien erlaubt seien.»
Ja, genau das ist das Problem.
Das folgende Ethos gilt nichts mehr:
„Das hab’ ich in meinen fünf Jahren bei der BBC in London gelernt: Distanz halten, sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer guten, nicht in öffentliche Betroffenheit versinken, im Umgang mit Katastrophen cool bleiben, ohne kalt zu sein. Nur so schaffst du es, daß die Zuschauer dir vertrauen, dich zu einem Familienmitglied machen, dich jeden Abend einschalten und dir zuhören.“
Hanns-Joachim Friedrichs, in einem Interview mit dem «Spiegel», 13/1995
Es wird gern nur der erste Satz (ohne die BBC-Passage und ohne die öffentliche Betroffenheit) zitiert. Aber der letzte Satz ist der entscheidende.
«Ich denke, die Einstellung ist weit verbreitet, dass solange die Richtung stimmt, auch Schummeleien erlaubt seien.»
Yo, dass denke ich hier bei den einen oder der anderen oft auch 🤣
«Nachdem bekannt wurde, wie in einer Mitarbeiterbesprechung im ZDF über den KI-Fake im „heute journal“ gesprochen wurde, rechnet ein Personalrat mit dem Hinweisgeber ab: „Du bist für diejenigen, die uns zerstören wollen, nur ein ,nützlicher Idiot‘.“»
Quelle: faz.net
Ein grosser Teil der ZDF-Mitarbeiter scheint das Problem gar nicht zu begreifen.
«Darin soll ZDF-Chefredakteurin Bettina Schausten eingeräumt haben, dass das umstrittene KI-Material „wissentlich“ verwendet worden sei.»
https://www.fr.de/panorama/nach-zdf-ki-skandal-maulwurf-sticht-krisensitzung-durch-interner-krach-eskaliert-94207167.html
Es zieht einem wirklich die Schuhe aus, wie man so schön sagt.