Die Beta-Welt


Das Unfertige als Normalzustand Ehe Software, irgendein anderes Produkt oder ein gesellschaftlicher Prozess ausgereift ist, wird all das durch die nächsten Versionen ersetzt. Deren Fehler müssen wiederum die Nutzer finden.

deepai.org

Das Jahr 1966 war im chinesischen Tierkreis ein Jahr des Feuerpferds. Die Welt war nicht perfekt. Vier Jahre vorher war sie in der Kuba-Krise knapp an einem atomaren Schlagabtausch der beiden Supermächte vorbeigeschrammt. Zwei Jahre später würden sich die Jungerwachsenen der meisten entwickelten Länder gegen Systeme auflehnen, die sie als beengend empfanden. Die Sowjetunion würde einen gesellschaftlichen Umbruch in der Tschechoslowakei gewaltsam beenden und zurückrollen. Derweil verheerten die USA Vietnam mit Napalm und Agent Orange.

Zusammen mit seinem Superzyklus hat der chinesische Tierkreis eine Periode von 60 Jahren. Wir leben 2026 wieder in einem Jahr des Feuerpferds. Die Welt ist auch diesmal nicht perfekt. Das Verhalten der mächtigsten Akteure ähnelt demjenigen der mächtigsten Akteure von 1966 fatal.

In einem gewissen Sinne ist dieser historische Vergleich beruhigend. Et hätt noch emmer joot jejange. Darum soll es hier aber nicht gehen.

Das Ende der Stabilität

Ich bin 1966 geboren worden und in einer Zeit aufgewachsen, die lange Perspektiven zu haben schien, vielleicht sogar zu lange Perspektiven. Die Erwartung der meisten Mitgleider meiner Generation war, einen Beruf zu wählen und diesen dann bis zur Rente auszuüben. In den Generationen davor geschah das oft sogar in der gleichen Firma oder Institution. Von Produkten wurde erwartet, dass sie mit der Zeit immer zuverlässiger werden würden. Ich habe diese Entwicklung bei Fernsehgeräten, Waschmaschinen und Autos auch erlebt. Und obwohl die DDR sich den gesellschaftlichen Fortschritt auf die Fahnen geschrieben hatte, verging viel Zeit, ehe mal wieder ein neues Gesetz verabschiedet wurde. Was immer man von der Ideologie hinter dem Gesetz hielt, handwerklich war es dann ordentlich gemacht.

Wenn heute jemand die Grundsteuer reformiert, ist die neue Regelung von den Ämtern kaum handhabbar und führt stellenweise zu absurden Ergebnissen. Das ist kein Einzelfall. Die meisten neuen Gesetze und Reglemente haben gravierende Schwächen, die daher kommen, dass sie nicht zu Ende gedacht wurden.

Bei einem nichttrivialen Softwareupgrade kann man heute fast darauf wetten, dass irgendetwas nicht mehr funktioniert, das vorher reibungslos lief. Nicht all diese Fehler werden beseitigt, ehe dem Nutzer das nächste Upgrade aufgenötigt wird. Da mittlerweile sehr viele Produkte eine Softwarekomponente haben, überträgt sich diese Schwäche auch auf solche Produkte.

Man kann sich aber auch bei softwareunabhängigen Bauteilen, etwa für Autos, Züge, Fahrräder oder Mikrowellentechnik nicht mehr darauf verlassen, dass sie generell den Ansprüchen der Anwendung genügen. Die Ingenieurtechnik ist eigentlich auf einem Stand, der das garantieren könnte. Statt aber ein Produkt zu entwickeln, das sicher funktionieren wird, setzt man neue Ideen um, bevor sie ausgereift sind. Sie werden auch nicht ausreifen. Statt die Fehler zu beseitigen, wendet man sich der nächsten neuen Idee zu. Auch diese wird in einem Produkt, einem Gesetz oder einer Software verwendet werden, ehe sie ausgereift ist.

Warum ist das so? Warum wird es von den Nutzern akzeptiert? Und sind all die Leute, die heutzutage Software, Produkte und die Gesetzlichkeit weiterentwickeln, Idioten, während ihre Vorgänger das nicht waren? Darum geht es in diesem Blogbeitrag.

„Move fast and break things“

Mark Zuckerberg

Eine neue Entwicklerphilosophie

Historisch lässt sich das Phänomen der Auslieferung nicht fertig entwickelter Produkte an den Nutzer am längsten in der Softwareindustrie zurückverfolgen. Aus dieser Industrie stammt auch der Begriff der Beta-Version. Ursprünglich bezeichnete er eine Version, die nur Entwicklern und ausgewählten Pilotnutzern zum Testen zugänglich gemacht wurde. Die Erwartung war, dass dabei die meisten Fehler entdeckt würden und korrigiert werden könnten, ehe das Produkt für den gesamten Markt zugänglich gemacht würde.

Umso komplexer die Softwareprodukte und die Welt der Hardwarekonfigurationen wurden, umso weniger ließ sich diese Erwartung noch erfüllen. Die an den breiten Markt ausgelieferte Version war etwas besser als die Beta-Version, aber irgendwann stellte man fest, dass die «Alpha-Versionen» eine Fehlerdichte aufwiesen wie Beta-Versionen ein paar Jahre vorher. Man bemerkte, dass man sich in einem «permanent beta»-Zustand befand, ein Begriff, den Tim O’Reilly bereits 2007 prägte. Die Nutzer der Software wurden zu unbezahlten Testern.

Man kann nicht das Profitstreben von Unternehmen für dieses Phänomen verantwortlich machen. Im Open-Source-Bereich (Software mit offengelegtem Quellcode, oft unbezahlte Gemeinschaftsprojekte) drückt der Slogan «Release early, release often» das Gleiche aus. Wie Michael Stein bereits 2007 schrieb, gibt es eine Nutzergruppe, die eine häufige Auslieferung fehlerbehafteter Versionen möchte, weil sie so schneller Zugang zu neuen Funktionen erhält. Gleichzeitig gibt es eine andere Nutzergruppe, die das hasst, weil sich ihre Produktivität durch die Fehler und den Ausfall von in der Vorversion funktionierenden Funktionen verringert. Ich gehöre häufig, aber nicht immer, zur zweiten Gruppe, welche die fehlende Professionalität moniert.

Den Pleonasmus «funktionierende Funktionen» habe ich mit Bedacht gewählt. Das Deutsche ist hier in Bezug auf die Sachlage verräterischer als das Englische («working feature»). Ein nicht funktionierender Teil einer Software ist funktionslos geworden. Die schnelle Einführung neuer Funktionen führt zum Versagen bereits bestehender Funktionen. Wenn die versagenden Funktionen im Mittel häufiger benötigt werden als die neuen, führt «permanent beta» zu einer Verschlechterung der Software. Das würde ich den Betriebssystemen Android meines Samtphones und Windows 11 meines Laptops bescheinigen. Mit meinem Laptop bin ich unbeabsichtigt in die Nutzergruppe des Windows 11 Pro Insider Previews hineingerutscht. Daraus könnte ich nur wieder entkommen, wenn ich das Betriebssystem und alle Software von Grund auf neu installieren würde. Ich habe den Verdacht, dass Microsoft mich bewusst in eine Falle gelockt hat, weil die Firma mehr unbezahlte Tester benötigt. Beweisen kann ich das allerdings nicht.

In der Software-Industrie wird das Phänomen nicht verheimlicht. Google hat seine Programme Gmail und Google Maps jahrelang unter dem Label «Beta» angeboten.

Der permanente Beta-Angestellte

Wenn die Produkte sich permanent im Beta-Zustand befinden, liegt es nahe, dasselbe von den Produzenten zu verlangen. Darauf ist der Gründer der Karriere-Plattform LinkedIn, Reid Hoffman, gekommen. Er hat die Idee zusammen mit Ben Casnocha 2012 in seinem Buch «The Start-Up of You» popularisiert. Das Individuum sei nie fertig und müsse sich immer wieder neu erfinden. Es schwingt mit, dass es daher auch akzeptabel ist, die Dinge nicht einmal unbedingt richtig machen zu wollen. Real Time Rick war damals begeistert. Wer sich nicht als «permanent beta» verstünde, der bleibe zurück. Das trifft sogar zu. Wenn alle rennen, verliert derjenige den Anschluss, der bedächtigt geht. Zumindest bis die Schnellläufer stolpern und fallen.

Das Buch «The Start-Up of You» ist noch aus einem anderen Grund interessant. Es reduziert das Individuum in seiner Beteiligung am Wirtschaftsleben auf eine Ich-AG. Dieser Begriff war 2002 von der Gesellschaft für Deutsche Sprache noch zum «Unwort des Jahres» gewählt worden. Er stammt aus dem Gedankengut der Hartz-Kommission, die Gerhard Schröders «Agenda 2010» in das Gesetzespaket Hartz II goss. Allerdings muss dieser Begriff damals in der Luft gelegen haben. Die Kommunikationsberaterin Nicolette Strauß hatte ihn sich bereits im Sommer 2001 in seiner weiteren Bedeutung als Marke schützen lassen. In ihrer Interpretation löst der Mensch als Lebensunternehmer den Menschen als soziales Wesen ab, zumindest bei seiner Beteiligung an Arbeitsprozessen.

Dieser Exkurs zum Menschen als Start-Up oder Ich-AG führt nicht weit weg vom Konzept der Beta-Welt. Wenn jeder für sich selbst verantwortlich ist – aber auch nur noch für sich selbst – entfällt die Loyalität des Einzelnen gegenüber Institutionen. Es entfällt die Verantwortung gegenüber Personen außerhalb seines Ein-Personen-Unternehmens, also auch gegenüber den Kunden der Firma, für die er Produkte entwickelt.

Das Beta-Phänomen dehnt sich aus

Permanent Beta hat auch etwas Bequemes, weil Fehlersuche aufwendig ist. Die überlässt man den Nutzern – bei der Ich-AG kann das auch mal der Lebenspartner sein. Der Fehlerbehebung entgeht man dadurch nicht immer. Die gröbsten Schnitzer müssen vor der nächsten Version beseitigt werden. Das lässt sich nur dann vermeiden, wenn man so marktbeherrschend ist, dass die Nutzer keine andere Wahl mehr haben oder die Konkurrenten eine ähnliche Rate schwerer Produktfehler haben. Immerhin muss man nicht jeden Fehler beheben. Microsoft tut das auch nicht. Windows hat Fehlfunktionen, die bereits über Jahre bestehen. Man kann das durch den Vergleich alter und neuer Anfragen in Webforen feststellen.

Das Phänomen hat sich über die Software-Branche mit ihren extrem schnellen Versionszyklen hinaus ausgebreitet. Bei Hardware gibt es das Phänomen, dass Konstruktionsfehler nicht mehr behoben werden, weil der Produktzyklus kürzer ist als der Wartungszyklus.

In der Welt des Journalismus hatte Jeff Jarvis bereits 2009 den Begriff der «Beta-Kultur» verwendet, um Unterschiede zwischen professionellem Journalismus und Bloggern zu bezeichnen, in einem Artikel der nicht der Professionalität das Wort redete.

In der Welt der Gesetze und Verordnungen trägt Permanent Beta den Namen Regulatory Sandbox, also regulatorischer Sandkasten. Geprägt hat diesen Begriff das britische Finanzministerium 2015. Zunächst ging es dabei um die Ausweitung des ursprünglichen Konzepts der Beta-Version in der Software-Entwicklung auf die Regulierung in Finanzmärkten. Es wurde mit einer begrenzten Anzahl von Teilnehmern getestet, zu welchen Ergebnissen bestimmte neue Konzepte unter bestimmten regulatorischen Rahmenbedingungen führen. Ging es schief, wurde der Versuch abgebrochen.

Die EU-Kommission hat sich diese Idee inzwischen außerhalb der Finanzbranche zu eigen gemacht. Sie verlangte 2026 von allen Mitgliedsstaaten, einen regulatorischen Sandkasten für die Künstliche Intelligenz (KI) einzurichten. Bereits zuvor gab es so etwas für andere Technologien. Der Begriff des Sandkastens ist hier ein Euphemismus, weil nicht mehr ein kleiner Teil von Prozessen betroffen ist, sondern jeweils eine ganze neu entstehende Branche. Diese wird nicht mit durchdachten Gesetzen oder Verordnungen reguliert, sondern mit Beta-Versionen derselben.

Das hat zwei Weiterungen. Erstens werden dadurch Tatsachen geschaffen. Der Geist, der einmal aus der Flasche gelassen wurde, wird schwer wieder einzufangen sein, weil die Kosten dafür sehr hoch wären und es in bestimmten Fällen gar nicht mehr möglich sein wird. Zweitens ist unklar, ob es je eine Vollversion dieser Gesetze und Verordnungen geben wird. Die Sache wird wahrscheinlich ähnlich ausgehen wie in der Software-Branche. Durch die schnelle Entwicklung wird die zu regulierende Landschaft komplexer und es wird schwieriger, nicht einfacher, durchdachte Gesetze und Verordnungen zu entwickeln.

Den regulatorischen Sandkästen liegt die Idee zugrunde, dass traditionelle, starre Regulierungsmodelle mit der Geschwindigkeit der Innovation nicht mehr Schritt halten können. Sie sind ein Versuch, Kontrolle durch Experimentieren zu ersetzen. Das aber hebt die Kontrolle auf und gibt zudem das Prinzip der Rechtssicherheit auf. Es endet wie bei Software – die Verlässlichkeit nimmt ab.

Es gibt Gebiete, auf denen sich Permanent Beta noch nicht etabliert hat, wie etwa die Medizin und die Pharmazie. Denkt man aber an die Covid19-Pandemie zurück, dann kommt man nicht umhin, zu bemerken, dass damals in großem Umfang Impfstoffe an der Bevölkerung getestet worden, die sich noch im Beta-Stadium befanden. Das galt sogar für eine ganze neue Impfstoff-Technologie, die ohne hinreichende Testdaten zu möglichen Langzeitfolgen eingeführt wurde, obwohl etablierte Technologien mit besser fundierter Risikoabschätzung zur Verfügung standen.

In der Politik ist Donald Trump derjenige, der Permanent Beta am stärksten verinnerlicht hat und ständig anwendet. Er trifft immer wieder Entscheidungen, deren Folgen nicht durchdacht sind und die möglicherweise ungesetzlich sind. Dann beobachtet er die Reaktion und wenn dieser Politikansatz nicht länger haltbar ist, ersetzt er ihn durch einen neuen, der auch nicht besser durchdacht oder rechtlich abgesichert ist.

Die Soziologie springt auf – und fällt wieder herunter

Nachdem Unternehmensgründer und Sachbuchautoren das Konzept des Permanent Beta bereits beschrieben und erklärt hatten, wurden Soziologen darauf aufmerksam. Sascha Dickel veröffentlichte 2019 das Buch «Prototyping Society – Zur vorauseilenden Technologisierung der Zukunft». Wir sehen hier ein typisches Verhalten der Soziologie. Ein bereits bekanntes und mit einem Begriff bezeichnetes Phänomen wird durch einen neuen Begriff bezeichnet.

Ein weiteres typisches Phänomen: Die Monographie von Dickel, die vermutlich stark zu seiner Berufung auf eine Professur in Mainz beigetragen hat, hat über Rezensionen hinaus keine Resonanz in der Fachwelt gefunden. Sie spricht einen der wichtigen Trends in der westlichen Gesellschaft an, aber andere Soziologen haben das Thema nicht vertieft, über Vor- und Nachteile und mögliche Gegenreaktionen nachgedacht. Hat wenigstens Dickel den Gedanken weiter verfolgt, wo doch eine Rezensentin von der Generalisierung auf die gesamte Gesellschaft nach Lektüre seiner Monographie noch nicht überzeugt war?

Niente. Wozu brauchen wir eine solche Soziologie?

Ursachen der Betaisierung

Das permanent Unfertige in der Software, in Produkten und gesellschaftlichen Prozessen hat mindestens drei Ursachen. Die Erste liegt in einer übersteigerten Konkurrenz, die wiederum daher rührt, dass sehr schnelle Produktzyklen prinzipiell möglich geworden sind, nur nicht bei hoher Qualität. Ein Teil der Kunden akzeptiert unfertige Produkte, um die neueste Funktionalität zu haben – zumeist nicht wegen eines echten Bedarfs, sondern als Statussymbol. Um dieses Marktsegment, dass zugleich das kauffreudigste ist, bedienen zu können, müssen die Produktzyklen so schnell sein wie diejenigen der Konkurrenten. WAs regulatorische Rahmen für sich schnell entwickelnde Branchen betrifft, so gilt das Gleiche wegen der Konkurrenz zwischen Volkswirtschaften sowie zwischen übernationalen Wirtschaftsräumen.

Zweitens veralten Produkte und Prozesse schnell, wenn die Umgebung sich schnell ändert. Versuchen Sie mal, ein stabiles größeres Softwarepaket mit der gegenwärtig gängigsten Programmiersprache Python zu entwickeln. Sie werden bemerken, dass sie um einen schnellen Versionszyklus gar nicht umhinkommen, weil neue Versionen der Programmiersprache oder auch der von Ihnen benutzten Pakete anderer Entwickler Ihre Software unbrauchbar machen. Je größer das Paket, desto wahrscheinlicher sind Ausfälle. Ihre Nutzer können eine Weile mit alten Versionen der Programmiersprache und mitunter auch der Pakete arbeiten, aber das ist unbequem und hat Grenzen. Das Gleiche gilt analog für regulatorische Rahmen, die bei einer stürmischen technologischen Entwicklung oder durch die Weiterentwicklung anderer Gesetze und Verordnungen sehr schnell nicht mehr adäquat sind.

Drittens werden die Dinge immer komplexer. Eine funktionsfähige Software oder ein gut durchdachtes Gesetz zu machen wird immer komplizierter. Es wird immer schwieriger, noch Personen zu finden, die den nötigen Überblick haben. Selbst wenn man noch welche findet, benötigen diese immer länger, etwas zu entwickeln, das über den Beta-Status hinausgeht. Die Personen sind nicht schlechter ausgebildet oder weniger intelligent als früher, aber wegen der stark gestiegenen Komplexität der Technologie und der Gesellschaft ist ein immer größerer Teil von ihnen de facto inkompetent.

Der Prozess der Betaisierung beschleunigt sich wegen der zweiten und dritten Ursache von selbst. Die Umgebung ändert sich immer schneller und ist ihrerseits immer stärker fehlerbehaftet. Es wird unmöglich, «Alpha-Produkte» zu entwickeln. Insofern ist «Permanent Beta» auch ein Verdrängungsmechanismus. Leute, die sich nicht eingestehen wollen, dass sie mit der Geschwindigkeit nicht mehr mithalten können, geben die Not als Tugend aus.

Folgen der Betaisierung

Das wesentlichste Ergebnis eines Übergangs zu einer Beta-Welt ist der Rückgang der Verlässlichkeit. Was heute funktioniert, kann schon morgen nach einem Update nicht mehr funktionieren. Was heute regulatorisch gilt, kann sich schon morgen geändert haben.

Es ist nicht mehr so, dass ich in einer Position alle relevanten Gesetze, Verordnungen und Reglemente für meine Entscheidungen kennen kann und dieses Wissen nur in längeren Abständen erneuern muss, wenn eines dieser Dokumente revidiert wird. Die Dokumente werden schleichend angepasst oder durch nicht breit kommunizierte Exekutiventscheidungen ergänzt. In der Folge muss ich in jedem Einzelfall neu alle möglichen Dokumente lesen, wenn ich die richtige Entscheidung treffen will. Diese Verfahrensweise ist nicht wirklich handhabbar. Im Extremfall ist mir sogar das Dokument unbekannt, das eine Frage regelt, die eigentlich in einem durchdachten rechtlichen Rahmen an anderer Stelle geregelt sein müsste.

Durch diesen Rückgang an Verlässlichkeit werden die Dinge sehr viel schlechter planbar. Ab einem bestimmten Anteil von Permanent Beta in der Umgebung wird Strategiebildung unmöglich. Und ob man will oder nicht, man muss sein eigenes Entscheidungsverhalten ebenfalls in Permanent-Beta-Verhalten ändern.

In einer Führungsposition ist das zutiefst unbefriedigend. Führungspositionen strebt man an, weil man glaubt, Dinge besser beurteilen zu können als andere. Ob dieser Glaube in jedem Fall gerechtfertigt ist, sei dahingestellt. Man will Zustände verbessern oder doch wenigstens auskömmlich erhalten. Das erfordert jedoch, dass man planen und Strategien bilden kann.

Dementsprechend muss die Betaisierung der Welt zu einer Führungskrise führen. Denjenigen, die in einer verlässlicheren Umgebung führen könnten, werden Führungspositionen nicht länger attraktiv erscheinen. Diejenigen, die immer noch Führungspositionen anstreben, tun das aus den falschen Gründen (rein egoistischen) oder weil sie das Problem nicht verstanden haben. In der Folge trifft schlechter geeignetes Führungspersonal auf eine Situation, in der Führung schwieriger ist als vor der Betaisierung.

Betaisierung ist als ein Ansatz entstanden, in einer komplexer gewordenen Welt noch innovativ sein zu können, obwohl man die Folgen der Innovationen nicht mehr abschätzen kann. Allerdings beschleunigt eben dieser Ansatz den Anstieg der Komplexität. Wenn der Trend nicht gebrochen werden kann, wird das Ergebnis sein, dass die Versionszyklen immer kürzer werden, während die Fehlerrate in den Versionen ansteigt. Eine solche Entwicklung kann nicht lange anhalten.


163 Antworten zu “Die Beta-Welt”

  1. Der ‚Konsument‘ kann als Marktmacht durch sein Verhalten auch Änderungen erzielen.

    Hatte ein stabiles System unter Windows 97 (Office) deutlich über 10 Jahre hinaus und bin dann auf Windows 11 Pro + Office umgestiegen.

    Dazu allerdings noch eine komplett neue Hardware/BS was die Sache rund gemacht hat. Gab ein paar intensive Tage von Anpassungen (Firefox) und deinstallieren/stillegen von nicht gewünschten Zusatzprogrammen (keinerlei Clouds!).

    Aufgefallen sind mir die Angebote möglicher vorzeitiger downloads von Betaversionen an gewisse User, die das testen können (ob die dafür Vorteile erhalten, weiß ich nicht).

    Jedenfalls gibt es bei mir nach offizieller Mitteilung neuer Updates keine direkte Aktualisierung, das wird von mir erst Monate später nach automatischer Erinnerung nachgeholt.

    Man kann also schon an der einen oder anderen Stelle ‚aussteigen‘, um sich dem Druck ein wenig zu entziehen. Und selbstverständlich gehört dazu allemal der Hype, sich nicht ständig neue Smartis zu kaufen.

      • «Andererseits schaut man dem geschenkten Gaul nicht ins Maul.»

        Ähhh und warum dann so ein langer Beitrag darüber, wie schlecht doch die Welt geworden ist?

        Außerdem gehe ich mal davon aus, dass Sie nicht viel Erfahrung mit der Entwicklung von Anwendungssoftware haben. Selbst die Reihenfolge und Unterschiede zwischen Alpha- und Betaversion sind bei Ihnen etwas verwirrend dargestellt

          • «Na ja, ich als Laie fand den Beitrag richtig gut.»

            Hört sich für mich an wie, ich fand das chinesische Lied richtig gut, obwohl ich kein Wort Mandarin kann.

            Finden Sie auch, dass die DDR Produkte immer zuverlässiger wurden und die Gesetze übersichtlich waren?

            • «Finden Sie auch, dass die DDR Produkte immer zuverlässiger wurden und die Gesetze übersichtlich waren?»

              Na ja, so viel Auswahl gab’s ja nicht. Wir (d.h. meine Eltern) hatten auch nicht viel, dass irgendwie kaputt gehen koennte. Und wenn, dann hat das mein Vater meistens ganz gekriegt. Und viel Marke «Eigenbau». Vielleicht ist es auch Verklaerung (Ist so lange her.), aber Haushaltsgeraete, elektronisches Zeug – das hielt bei meinen Eltern ewig. Klamotten wurden abgetragen, geflickt, gestopft bis zum geht-nicht-mehr. Jedenfalls fuer Daheeme…

              Und mit den Gesetzen hatte ich mich in meinem Alter damals eigentlich nicht so genau beschaeftigt.

              Und stimmt, ich finde viele Lieder gut, bei denen ich die Sprache nicht verstehe oder nur ein bisschen.

              Aber, jetzt mal im Ernst: Ich will mich doch nicht als Expertin in der Branche profilieren. Aber ein Grundlagenwissen von Zusammenhaengen . einfach erklaert – finde ich jetzt auch nicht so verkehrt.

              Wo hatter denn grundlegend Mist erzaehlt?

              Gruss und schoen das Sie hier sind!

              • Na nehmen Sie z.B. die Aussagen zu Alphaversionen wie:
                «dass die «Alpha-Versionen» eine Fehlerdichte aufwiesen wie Beta-Versionen ein paar Jahre vorher»
                «Es wird unmöglich, «Alpha-Produkte» zu entwickeln. »

                Ich weiß ja nicht, ob es tatsächlich das Ziel sein sollte Alpha-Software zu erhalten, wo das doch noch ein Entwicklungsstadium vor dem Betastadium ist.

                https://de.wikipedia.org/wiki/Entwicklungsstadium_(Software)

                    • @ Izi

                      Ja, bei mir ist das jedenfalls der Fall. Und da geht man eben davon aus, dass der Anfang noch unausgegoren ist («aller Anfang ist schwer») und es dann immer besser wird. Und meiner Meinung nach, wird das Meiste aber nur immer komplexer.

                      Aber der Punkt ist eben, dass Ihr «Aufhaenger» dem Bild vom Allgemeinen, also das Alpha das Staerkere, Perfektere ist widerspricht.

                      Vielleicht haetten Sie dan Widerspruch in einer Vorbemerkung aufloesen sollen. Denn in Anfuehrungsstriche zu setzen, wird meistens nicht beachtet. Zumal die Entwickler die gleichen griechischen Buchstaben verwenden.

                      Und «Profis» zerlegen dann Ihre ganze Argumentation 😉

                    • Das stimmt schon. Aber irgendwie ist der Beitrag jetzt nicht mehr so richtig elegant 😉

                  • @ Petro

                    Danke, aber ehrlich gesagt: Ich hatte da zuerst an Alphatiere (genauer den Alphawolf und Trump) gedacht.

                    Oder Fussball: Serie A und Serie B.

                    Oder Alphabet: 1. Buchstabe, 2. Buchstabe.

                    Oder 1. und 2. Wahl.

                    Ich weiss nicht, wie das andere sehen, die sich in dem Bereich nicht auskennen…

                    • Stand nicht schon in der Bibel etwas vom alpha und vom omega, dem Anfang und das Ende. Damit ist die Sache eindeutig 🙂

                    • @ Petro, Sie haben mich in Gruebeleien gestuerzt.

                      Letztlich ist es eine Frage der Perspektive 😉

                      Man kann bei Alpha auch an Eins A denken. Und bei Omega an: «Die Letzten beissen die Hunde.»

                    • @nerra
                      Ich denke mal, Fachleute haben da bei den Begriffen eine einheitliche Perspektive und würden im Traum nicht darauf kommen, das Endprodukt als Alpha zu bezeichnen. Wenn man es für Laien verständlich machen will, würde man andere Begriffe finden, wie Endprodukt, letzte Testphase oder so.

              • Noch so ein Punkt ist das Verteufeln der Sandbox.

                Der Begriff der Sandbox kommt ursprünglich aus der IT und könnte als sichere isolierte Umgebung beschrieben werden. Sie können also in der Sandbox wie in Echt spielen und falls Schaden entsteht, entsteht der nur in der Sandbox und nicht im gesamten System. Es ist keine schlechte Idee diese Prinzipien auch außerhalb der IT zu benutzen. Es hat nichts mit Betasoftware oder Betagesetzen zu tun. Ganz im Gegenteil, es hilft Fehler zu finden.

                • Sie haben nicht richtig gelesen. Was die EU as «regulatory sandbox» bezeichnet, ist keine Umgebung in der «wie echt» gespielt wird, sondern es werden ganz echte Unternehmen in ihrer Beteiligung an echten Märkten mit Auswirkungen auf die Allgemeinheit mit befristetem und nicht fertigem Sonderrecht reguliert.

                    • @izitiwab
                      «Früher hat man keine Feldversuche in Rechtsfragen gemacht.»
                      Davon redet außer Ihnen auch niemand.

                      Sie haben in einem stark regulierten Umfeld eine tolle Idee, z.B für verteilte Messsysteme. Sie haben eigentlich keine Chance, weil der Gesetzgeber für den Anwendungsfall keine verteilten Messsysteme erlaubt. Sie bekommen eine Ausnahmegenehmigung, um in einem Feldversuch zu beweisen, dass Sie den Sinn der Anforderungen des Gesetzes erfüllen. Die zuständige Behörde begleitet den Feldversuch und testet die Prüfbarkeit des Systems. Bei erfolgreichem Abschluss des Feldversuches können die Vorschriften angepasst werden.

                      Solche Projekte haben wegen der Zusammenarbeit mit Industrie, Behörden und Unis immer Spaß gemacht.

                      Warum sollte so etwas nicht auch für Finanzdienstleistungen, KI und andere Dinge funktionieren. Weil Sie es nicht kennen?

              • Was die Qualität der DDR-Produkte betrifft. Ich war es gewohnt, dass man sich im Sozialismus technische Geräte im Laden erstmal auspacken ließ und sich davon überzeugte, dass es funktionierte, bevor man es wieder einpackte und mit nach Hause nahm.
                Im Westen hatte ich anfangs immer ein mulmiges Gefühl, wenn man das eingepackte Gerät in die Hand gedrückt bekam.

                • «Was die Qualität der DDR-Produkte betrifft. Ich war es gewohnt, dass man sich im Sozialismus technische Geräte im Laden erstmal auspacken ließ und sich davon überzeugte, dass es funktionierte»

                  Das habe ich in der DDR nie gesehen. Ich denke nicht einmal, dass die Verkaufsstellen das zugelassen hätten.

                  Ich hatte nur einmal den Fall, dass ich ein Produkt hatte, das nach dem Kauf nicht funktionierte. Mir war 1983 zwischen Tabor und Prag mein eigenes Fahhrad kaputt gegangen. Um von Prag nach Hause zu kommen, habe ich ein einem Kaufhaus ein Fahhrad gekauft. Das Geld reichte nur für ein «Ukraina»-Rad. Es war schon zu sehen, dass das nicht ordentlich zusammengebaut war, aber ich habe mich auf die Garantie berufen.

                  Eigentlich wollten sie es trotzdem nicht reparieren, aber als ich ihnen erklärt habe, warum ich das mache, haben sie es mir in Ordnung gebracht. Ich bin gut von Prag nach DEcin und von Decin nach Hause gekommen und dann noch ein Jahr lang damit zur Schule gefahren. Auch später ab und an, wenn ich während meines Militärdienstes und im ersten Studienjahr mal zu Hause war.

                  Verschrottet habe ich es erst im Sommer 1990, als ich mir von meinem ersten Westgeld ein Bianchi-Rad gekauft habe.

                  • @izi
                    >>>erst im Sommer 1990, als ich mir von meinem ersten Westgeld ein Bianchi-Rad gekauft habe.<<<
                    Sie waren halt schon immer anders als die anderen😊
                    Ich könnte mir sogar vorstellen, dass Sie sich auch in Preisklassen damals bewegten, wo ich meinen gebrauchten Audi 80 Formel E gebraucht kaufen konnte, also 6000 DM.
                    Falls es wirklich ein Bianchi High-End (z. B. Top-Rennrad) war.🤔

                    Hatten Sie so eins?

                    https://www.mybianchi.com/2020/07/1988-bianchi-specialissima-x-4.html

                    • Nee. Bianchi hat sich damals an «Trekking»-Rädern versucht. Ich weiss den Preis nicht mehr, aber viel billiger als 6000 DM, eher nahe 600 DM.

                    • @izi
                      Ja, die gab es damals in der Preisklasse bis 1200 DM.
                      Also waren Sie doch nicht so extravagant.
                      Aber immerhin schon ein Kenner, was Räder betrifft. 😉

                    • Das war aber auch wirklich gut. Ich bin damit mit einem Freund München-Chiemsee-Inntal-Inssbruck gefahren, kaum dass ich es hatte.

          • Ich sprach von Anwendungssoftware und nicht von Bibliotheken für eine professionelle Software, welche für hochqualifizierte Experten gedacht ist.

            Auf gitub gibt es quasi keine Diskussion zu ihrer Software. Was für mich im krassen Gegensatz zu ihren Veröffentlichungen steht.
            Aber ich finde den zwanghaften Drang zu Veröffentlichungen, und die entsprechenden Kennziffern sowieso unmöglich.

            • «Ich sprach von Anwendungssoftware und nicht von Bibliotheken für eine professionelle Software, welche für hochqualifizierte Experten gedacht ist.»

              OK, Sie wollen also wissen, wann ich erstmals ein Programm an eine Computerfirma verkauft habe. Das war 1987, ich war 21 Jahre alt, und es war eine Betriebssytemerweiterung für einen modular aufgebauten Kleincomputer (genauer gesagt, Management von zusätzlichen Speichermodulen). Eine Erklärung finden Sie hier (RAMDOS, letzter Absatz auf der verlinkten Seite).

              «Auf gitub gibt es quasi keine Diskussion zu ihrer Software.»

              Sie meinen, es sind dort so gut wie keine keine Issues zu Bugs und Handhabungsproblemen aufgemacht worden (obwohl die Software bisher in ein paar hundert Publikationen anderer Gruppen genutzt wurde)?

              Eben.

  2. Was @izi schreibt hat schon Hand und Fuß.
    Habe auch einmal darüber geschrieben.
    Ich habe eine sehr umfangreiche technische Ausstattung und stelle privat Gerätschaften her, repariere und verbessere.
    Es ist interessant und unterhaltsam.

    Nicht halbwegs ausgereifte Hard- und Software kann ich bestätigen. Ich beziehe auch Gerätschaften, Konsumware mit ein.
    Häufig ist auch eine Verschlechterung früherer Entwicklungen zu erkennen.

    Der Verbraucher reagiert mit geringerer Wertschätzung und einem Neukaufverhalten, das er nicht mehr als negativ erkennt.

    • «Häufig ist auch eine Verschlechterung früherer Entwicklungen zu erkennen.»
      Geplante Produktfehler, die zu raschem Verschleiss führen. Das Thema hatten wir schon mal kurz angerissen, unter dem Stichwort ‚Produktobeleszenz‘. Anders lassen sich stetige Umsatzsteigerungen nicht mehr generieren.
      Wir leben im Schrottzeitalter.

      • «Wir leben im Schrottzeitalter.»

        Das wird auf irgendeine Weise enden.
        Der derzeitige Verbrauch an Rohstoffen, der Abfall wird auf Dauer nicht fortzusetzen sein.
        Die Änderung könnte schmerzhaft werden, da man mit den bisherigen Schäden weiterleben muß.

        Die Gefahr besteht auch darin, daß man auf Lösungen hofft und zu spät umsteuert.
        Diese «Lösungen» braucht es aber nicht, denn die Möglichkeiten sind zum großen Teil schon lange bekannt.
        Der Leidensdruck ist nur noch nicht groß genug, um sie anzuwenden.

          • @izi
            >>>Die Umwelt der meisten Menschen war noch nie so ungefährlich und sauber wie jetzt.<<<

            Was die saubere Umwelt im Sinn von Schadstoffen in Europa betriffe, mögen Sie recht haben.
            Aber ich rede von den Abfällen an Müll, der in den Weltmeeren schwimmt und vor allem auf ANDEREN Kontinenten anfällt bzw. abgelagert wird.

          • Die Wissenschaft ist sich nicht einmal einig, wie Mikroplastik wirkt.
            Im Gegensatz zum Mittelalter kann man da nicht einfach etwas verändern.
            In Flüssen sitzt giftiges Sediment am Boden. Sollte nicht angerührt werden.
            Die Radioaktivität hat zugenommen. Mit welchen Folgen?
            Die Wechselwirkungen vieler Substanzen die man aufnimmt sind weitgehend unbekannt.
            Wieviele Tonnen Reifenabrieb liegt in der Landschaft?
            Stoffe mit hormoneller Wirkung im Meer.
            Wie lange sind Müllhalden einigermaßen dicht?

            So einfache Lösungen wie Hygiene helfen da nicht. Übrigens waren die Römer schon weiter als die Menschen im Mittelalter.

            • Die Grundidee ist falsch, dass nur menschengemachte Produkte giftig oder anderweitig schädlich sind. Unsere technische Zivilisation schützt uns in erheblichem Ausmass vor den schädlichen Auswirkungen und Gefahren der natürlichen Umwelt. Man muss beides gegeneinander abwägen.

              «Die Wissenschaft ist sich nicht einmal einig, wie Mikroplastik wirkt.»

              Das haben Sie hübsch formuliert. Nach einem aktuellen Uebersichtsartikel ist nicht belegt, dass Mikroplastik überhaupt wirkt. Alle Studien dazu zeigen nur Korrelation. Keine davon ist hinreichend kontrolliert, um Kausalität zu zeigen.

              • „Die Grundidee ist falsch, dass nur menschengemachte Produkte giftig oder anderweitig schädlich sind.“
                Niemand bestreitet doch, dass z. B. Pest & Pocken heute keine Gefahr mehr darstellen, weil eben dagegen etwas unternommen wurde.
                Aber es wurden neue Gefahren/Gesundheitsschäden „erfunden“.

                «Nach einem aktuellen Uebersichtsartikel ist nicht belegt, dass Mikroplastik überhaupt wirkt.“
                Auch so ein „Dauerbrenner“: Müssen Massnahmen erst dann ergriffen werden, wenn die Schädlichkeit einer Sache bewiesen ist (a), oder ist Vorsicht geboten, solange die Unschädlichkeit nicht bewiesen wurde (b)? Welche Interessen sprechen für a, welche für b?

                • «Müssen Massnahmen erst dann ergriffen werden, wenn die Schädlichkeit einer Sache bewiesen ist …».

                  Nanoplastik kann Zellmembranen und die Blut-Hirn-Schranke überwinden und wurde bereits in Blut, Plazenta und Gehirn nachgewiesen.

                  Das allein sollte wohl schon hirnreichend sein, die Entstehung vom Mikroplastik möglichst zu vermeiden, zumindest zu verringen. Und der einfachste Weg dazu ist halt die Vermeidung von Kunststoff selbst.

                    • Mir würde scheinen, man müsste viel mehr und viel klarere Dinge sehen, wenn es wirklich so gefährlich wäre, wie viele tun.

                      Man muss sicher keine kleinen Plastikteilchen ins Duschbad tun.

                      Ob man wirklich auf plasticbeschichtete Titandioxid-Partikel in Sonnencremes verzichten sollte, ist schon fraglich. Hautkrebs ist ein bekanntes Risiko und schwere Probleme mit platikbeschichteten Titandioxidpartikeln sind eben nicht nachgewiesen.

                      So etwas sind die Fragen, die man bedenken muss. Wenn man Ersatz für diesen Sonnenschutz hat, kann man das verbieten. Wenn man keinen adäquaten Ersatz hat, ist das Verbot womöglich schädlich.

                    • «Wie viele Menschenleben soll das kosten?»

                      Ihre Verallgemeinerungen sich durchaus überraschend, für mich allerdings nicht mehr.

                      Und natürlich können ‚wir‘ uns nun (wieder) in Details verlieren, wo sich Pro- und Contra-Argumente finden lassen. usw.

                      Aber ein Vorschlag dürfte sicher Zustimmung erhalten und zwar nur noch Kunststoffe zuzulassen, die natürlich abbaubar sind.

                      Also verschärfte Zulassungsbestimmungen für Zersetzbarkeit als ein wichtiges Regulierungsinstrument, die strenge wissenschaftlichen Definitionen und Zertifizierungen erfordern, um sicherzustellen, dass die Kunststoffe nicht nur im Labor, sondern auch in der Umwelt in kurzer Zeit abbaubar sind.

                    • «Aber ein Vorschlag dürfte sicher Zustimmung erhalten und zwar nur noch Kunststoffe zuzulassen, die natürlich abbaubar sind.»

                      Nee. Das ist auf absehbare Zeit nicht machbar. Ist Ihnen eigentlich klar, was alles davon abhängt, dass es Kunststoffe gibt?

                      Wenn Sie mal in ein Krankenhaus müssen und vorher dort alle Kunststoffe entfernt wurden, werden Sie meinen Satz mit den Menschenleben sehr schnell verstehen.

                      Und kaufen Sie bitte nie weder einen neuen Computer, ein neues Smartphone, oder ein neues Auto. Alles Teufelszeug.

                • Wenn Sie (b) anerkennen, sind wir zurück im Pleistozän.* Ohne Mammuts allerdings. Die sind ausgestorben, ohne von Menschen ausgerottet worden zu sein.

                  °Man sollte nicht einmal alles Gefährliche verbieten. Autounfälle. Zugunglücke. Flugzeugabstürze. Schwere Fahrradunfälle. Treppenstürze. Dammbrüche bei Talsperren. Medikamentenvergiftungen.

                  • Wo habe ich von Verbot geschrieben?
                    Vorsicht/Umsicht ist kein kein Verbot von irgendetwas. (Mit einem Kokainverbot, zum Beispiel, kommt man nicht gegen das Profitinteresse der Kokainökonomie an*)
                    Vorabschätzung von Gebrauchswert und möglichen Schäden halte ich hingegen für sinnvoll. Sie erwähnten oben u.A. den Strassenunfallverkehr. Mit der Abwägung von Gebrauchswert und möglichen Schäden hätte die Rückverlagerung von Personen- und Warentransport auf die Strasse behutsamer stattfinden können. Die Vorteile wären: Die signifikant geringere (geringer heisst nicht gar nicht) Unfallrate des Schienenverkehrs, die deutlich bessere Energieeffizienz des Schienenverkehrs, weniger Flächenversiegelung durch Asphalt, bessere Qualität der Atemluft in Ballungsräumen, geringere Abhängigkeit von Erdölimport. Das letzte Problem zeigt sich gerade wieder aktuell: Alles wird teurer, weil der Triebstoff für den Strassentransport teurer wird. Je geringer der Strassenanteil am Transport, um so geringer können die Preissteigerungen, z. B. bei Nahrungsmitteln ausfallen.

                    Für eine fundamentale Technikfeindlichkeit („Teufelszeug“) plädiere ich nicht, benütze sogar die teuflische Elektrizität, die bei unbedachtem Umgang mit ihr tödlich wirken kann.

                    *ein unexzessiver Umgang mit Coca, zum Beispiel als „Mate de Coca“, verursacht keine Gesundheitsschäden, wie Andenbewohner wahrscheinlich bestätigen können.
                    Mit dem Vermeiden von Exzessen in jedem Bereich wäre für Gesundheit/Wohlbefinden/Lebensfreude lebenslang viel gewonnen, denke ich.

                    Noch was Lustiges zum Schluss: Die Rechtschreibprüfung von Open Office schlägt als Korrektur des Begriffes „Andenbewohner“ u. A. vor: „Anodenbewohner“

                    • «Die Rechtschreibprüfung von Open Office schlägt als Korrektur des Begriffes „Andenbewohner“ u. A. vor: „Anodenbewohner“»

                      Je nach Ort ist in den Anden die Luft recht dünn, aber ich würde dennoch bevorzugen, die Anden zu bewohnen, als eine Anode.

            • *Übrigens waren die Römer schon weiter als die Menschen im Mittelalter.*

              In welchen Punkten? Natur? Umwelt? Hygiene? Machtausübung? Ausbeutung? Allgemeinbildung? Kartoffelanbau?

              • Weiter als das europäische Mittelalter zum Beispiel beim Wasser: Es wurden grosse Überlandleitungen («Äquadukte») gebaut, die sauberes Quellwasser in die Städte transportierten. Es dauerte lange, bis das System wieder aufgebaut wurde.

                • «Weiter als das europäische Mittelalter zum Beispiel beim Wasser …».

                  «Da gibt es mehr zu nennen, z.B. der Beton. Moderner Beton basiert auf Portlandzement, der zwar sehr druckfest ist, aber anfälliger für Korrosion durch Bewehrungsstahl ist. Römischer Beton ist aufgrund der speziellen Puzzolan-Kalk-Mischung chemisch stabiler gegen Umwelteinflüsse.

                  und weiter

                  Ja, römischer Beton (Opus caementicium) ist in vielen Fällen haltbarer und langlebiger als moderner Beton, besonders in marinen Umgebungen. Während moderner Beton oft nach 50 bis 100 Jahren Anzeichen von Verfall zeigt, stehen viele römische Bauwerke, wie das Pantheon (Kuppelbau) oder Hafenmolen, seit über 2000 Jahren.» (KI)

        • «Der derzeitige Verbrauch an Rohstoffen, der Abfall wird auf Dauer nicht fortzusetzen sein.»
          Ja. Wir wissen ja auch heute, dass der Verschleiss an Material und Produktionsenergie erheblich gesenkt werden könnte, wenn der Schwerpunkt der Produktentwicklung statt auf Schnellverschrottung auf Haltbarkeit und Reparierbarkeit von Industrieprodukten gesetzt würde. Dagegen sprechen aber Interessen, die nicht Interessen der Verbraucher/Arbeiter sind.

  3. Nanu. In Litauen gehen die Leute gegen Einschränkung der Medienfreiheit auf die Strasse.

    Gehört die dortige Regierung nicht zu den Guten?

    Und glaubt ernsthaft jemand, dass EU-Brüssel deswegen Sanktionen gegen Litauen erwägen wird? Ist doch nicht Ungarn.

  4. «Das ist auf absehbare Zeit nicht machbar.»

    Absurde Beispiele von mir nicht genannten Forderungen!

    Es geht um Neuzulassungen und in dem Zusammenhang ein Prozess, der bisherige Kunststoffe nach und nach ersetzen würde.

    Ob man das dann noch als klassischen Kunststoff bezeichnen würde, ist unerheblich.

    • «Es geht um Neuzulassungen und in dem Zusammenhang ein Prozess, der bisherige Kunststoffe nach und nach ersetzen würde.»

      Das kann ich unterstützen. Ihnen sollte nur klar sein, dass «nach und nach» viele Jahrzehnte bedeutet.

  5. Entwickler, Wissenschaft darf man nicht immer ernst nehmen.
    Wenn höchstwahrscheinlich Plastik negativ bewertet wird, stelle man einfach die Frage: Wie holen wir das alles wieder zurück?
    Schulterzucken wäre die Antwort.
    Oder höhere Forschungsgelder.

    Es ist natürlich Unsinn, bei einer nicht reversiblen Situation darauf zu antworten, etwas wurde noch nicht nachgewiesen.
    Und wenn? Was dann?

    Bei Millionen Tonnen in deutschen Landen, keine Wirkung, keine Wechselwirkung, auf gar nichts?
    Höchst unwahrscheinlich.

    Arzneimittel haben schon Auswirkungen auf Fische. Plastik in Sonnenschutzcreme schwimmt in Massen im Meer.

    Das sind aber nur die durch die Presse bekannten Probleme.

    Im übrigen, diese Emissionen finden erst seit jüngerer Zeit statt.
    Aber wie lange ist eine solche Situation erträglich? Was ist in 50 Jahren? In 200?

    Ja, wir forschen und finden Möglichkeiten.
    Nein. Die Forschung ist viel zu langsam, zu teuer und die vielen Gebiete kann sie gar nicht abdecken.
    Daher die nächstliegenden Möglichkeiten nutzen. Und die sind bekannt, ganz ohne Forschung.

    • «Bei Millionen Tonnen in deutschen Landen, keine Wirkung, keine Wechselwirkung, auf gar nichts?
      Höchst unwahrscheinlich.»

      Das behauptet ja auch niemand. Haben Sie schon mal was von Kosten-Nutzen-Rechnung gehört?

      Diese Kunststoffe gibt es, weil die Nutzen die Kosten bei weitem übersteigen – und zwar in jedem Sinne, nicht nur für die Hersteller.

      • Wäre der Nutzen so hoch, gäbe es die Müllhalden in dieser Form nicht.
        Ohne Verbrennung hätten wir schon länger ein großes Problem.
        Bei Material aus Hausabbrüchen scheint die Grenze erreicht.
        Immer weniger wird angenommen, immer weiter die Strecken für LKW um noch eine Deponie zu finden.
        Ein Konzept für Isoliermaterial gibt es noch gar nicht.
        Zuviel Plunder aus Kunststoffen mit kurzer Lebensdauer. Auch Kleidung.

        • «Zuviel Plunder aus Kunststoffen mit kurzer Lebensdauer.»
          Damit sind wir wieder bei der «Wegwerfgesellschaft»: Wegwerfklamotten, Wegwerfschuhe, Wegwerftechnik. Mit Lebensqualität hat das nullkommanix zu tun. Welches Interesse steht hinter dem Plunder&Schrottkonsum?

          Ich habe einen Korkenzieher, bei dem ausser der Stahlspirale alles aus PTFE besteht. PTFE ist verpönt, weil in der Entsorgung problematisch. Ich werfe das Ding aber nicht weg, weil es in fast fünfzig Jahren Nutzung nicht kaputtgeht. Wenn ich mal die Radieserl von unten betrachte kann ihn wahrscheinlich jemand Anderes weiter benützen.

          • Es gibt halt einige Anwendungen, bei denen PTFE schwer zu ersetzen ist, wobei eine Korkenziehergriff nicht unbedingt darunterfällt. Aber für Teflonband zum abdichten bei sehr tiefen Temperaturen kenne ich gar keinen guten Ersatz. Und wenn die Antihaftbeschichtung verboten wird, wird das Essen fetter.

            • Nun die Übergewichtswelle hat uns erreicht während es Teflonpfannen gab. Scheint also nichts genützt zu haben.
              Laut Medizinern ist es nicht das Fett sondern der Zucker.
              Der Abfall bei Pfannen hat seitdem exorbitant zugenommen.
              Teflonband nimmt man auch im Handwerk, obwohl Hanf oft besser wäre. Aber Teflonband ist modern und Hanf erfordert mehr Kenntnisse, wenn auch geringe. T-Band dichtet teilweise nicht gut bei nicht optimalem Gewindeanschluß. Wasseranschluß zum Beispiel.
              Im Haus nehme ich immer Hanf. Undichtigkeit ist noch nie aufgetreten.

              • Mein Vater hat mich mal im Garten mit zum Wasserleitungsbau angestellt, als ich ein Jugendlicher war. Hanf und Fett funktioniert bei Wasserleitungen perfekt. Mit der von uns Amateuren gebauten Leitung hat es nie ein Problem gegeben.

                Aber bei einer Heliumtransferlinie zum Tiefkühlen funktioniert das eher nicht.

                • Das glaube ich gerne.
                  Ich wollte auch nicht sagen, Hanf ist für alles geeignet. Mir ging es um Hausleitungen.
                  Der Vorteil, Hanf quillt duch Wasser auf, Wichtig bei unsauberen oder alten Gewinden.
                  Metrische sind nicht gemeint.

            • «…wobei eine Korkenziehergriff nicht unbedingt darunterfällt.»
              Es ist nicht einfach ein Griff. Das Ding besteht aus einem Hohlkörper, der auf den Flaschenhals gesetzt wird. Dreht man am Griff, bohrt sich die Spirale ein Stück weit in den Korken, dreht man weiter wird der Korken aus der Flasche herausgeszogen. Mühelos, egal wie fest er sitzt.
              Ich wollte aber auf die Haltbarkeit hinaus: Was nicht kaputt geht wird nicht zu Müll.
              Ansonsten: Ja, auch im chemischen Labor hat sich PTFE bewährt: Seit Flaschenstopfen und Küken (‚Hähnchen‘) an Scheidetrichtern und Büretten aus dem Zeug bestehen gibt kein Problem mehr mit der Natronlauge.

              • «auch im chemischen Labor hat sich PTFE bewährt»

                Das ist genau mein Punkt. Man soll das Kind nicht mit dem Bade ausschütten. Ich finde, dass so manche EU-Regulation aber genau das tut.

                Ich bin auch Ihrer Meinung, was die Wegwerfkultur angeht und beteilige mich im Allgemeinen nicht daran. Ab und an gebe ich allerdings etwas noch prinzipiell Brauchbares in die Altkleidersammlung.

                Das Wegwerfproblem insgesamt in den Griff zu bekommen, ist wegen der Funktionsweise des Wirtschaftssystems in der Tat schwierig.

    • «Arzneimittel haben schon Auswirkungen auf Fische.»
      Ethinylöstradiol aus der Antibabypille. Es gibt nichthormonelle Möglichkeiten für Männer, die aber wenig benützt werden.
      Das Andere sind hormonrezeptorblockierende Additive zum Beispiel in Schiffsanstrichen.
      Solche chemischen Einflüsse gelten auch als Ursache für die sich verschlechternde «Spermienqualität» bei Männern. Das muss allerdings kein Nachteil sein, abnehmende Bevölkerungsdichte könnte ja das Überleben des homo sapiens sichern.

      • Ich denke allerdings, der Geburtenrückgang hat dann doch andere Ursachen.

        Und dann ist da noch das.

        Es gibt sehr viele Studien zu Umwelteinflüssen, zur Toxizität und Karzinogenität von Substanzen, die schlecht uf weiter Faktoren kontrolliert sind und irgendwelcghes Rauschen in den Daten überinterpretieren.

      • «Das muss allerdings kein Nachteil sein, abnehmende Bevölkerungsdichte könnte ja das Überleben des homo sapiens sichern.»

        Das ist ein durchaus positiver Effekt, obwohl das im Einzelfall sicher anders gesehen wird. 🙂

        Man muss das doch alles unter dem Aspekt sehen, dass man der Ökonomie doch nicht schaden sollte, denn die sichert die Arbeitsplätze, unsere Einkommen und zwingt uns wiederum in diesen ‚gesunden‘ Kreislauf von Produktion und Konsum.

        Also mit anderen Worten, uns geht es so gut, weil ‚wir‘ uns doch so großzügig von den Ressourcen der Welt bedienen können und die Ökologie, also vor allem Pflanzen und Tiere nur dann interessieren, wenn sie uns von Nutzen sind.

        Dabei gibt es halt gewisse Kollateralschäden hinzunehmen, die man in Kauf nehmen soll, weil es ja zumindest (noch) unseren, allerdings schwindendenden Wohlstand erhält.

        Und wenn sich dann schon mal ein Produkt auf dem Markt bewährt hat derart, dass es in großem Volumen/Zahl verkauft wurde, dann geht es natürlich nicht an, bei erkannter Schädlichkeit Maßnahmen zu ergreifen, die dann auch noch Arbeitsplätze gefährden würden.

        Mit vergleichbarer Argumentation kann man sich auch die Produktion von Vernichtungsgütern schön reden, die im Fall von Wirtschaftskrisen selbst für Teile der Gewerkschaften akzeptable Alternativen darstellen.

        Dafür gibt es eine große Anzahl von Euphemismen, die ausschließlich dazu dienen, den nüchternen Blick auf die relativ einfachen Zusammenhänge zu verhindern.

        Nicht sehr hilfreich sind dann Anmerkungen wie: ‚haben Sie schon mal an die Arbeitsplätze gedacht?‘ oder auch von Alternativlosigkeit zu sprechen, also Fragestellungen, die vor dieser ‚Alternativlosigkeit‘ einfach noch keine sein konnte!

        Formulierungen, die eher von Drogenabhängigen zu hören sind, wenn sie von den Schäden zwar wissen, aber einfach (zumindest jetzt noch nicht!) von dem Stoff ablassen können.

        Von diesen ständig selbst geschaffenen und teilweise auch nur behaupteten Unverzichtbarkeiten wird man ständig zu irgend etwas gezwungen, wobei die elegante Form dabei die ist, selbst noch von dieser Notwendigkeit überzeugt zu sein.

        So reiht man sich in diese ‚Argumentationschleifen‘ ein und ist dann auch einfacher zu überzeugen, (präziser zu manipulieren), wenn es über die Konkurrenz hinaus gegen andere Staaten gehen soll.

        Da findet sich dann zwingend immer etwas, wo man sich einordnen soll, also letztlich seinen kritischen Verstand stillzulegen und möglichst gehorsam zu sein. Denn das ist doch letztlich für alle (zumindest uns) zum Besten.

    • Ich stelle selten Videos bei «Politische Einsichten» ein, aber weil Sie’s sind.

      Ernsthafter: Ja, das ist ein Problem. Andererseits, wenn man die Zeit für die Qualitätskontrolle hat, geht es mit KI tatsächlich schneller. Ich habe ab und an auch schon Code-Vorschläge von DeepSeek gesehen, die eleganter waren als das, was ich getan hätte. Zugegebenermassen kommt es allerdings häufiger vor, dass der Code von DeepSeek umständlicher ist als nötig.

      Die meisten Leute sagen übrigens, Claude sei besser zum Coden als GitHub-Copilot. Ich werde das demnächst mal mit einer grösseren Code-Basis probieren. Bis jetzt habe ich immer nur einzelne Routinen gemacht und dafür war das kostenlose DeepSeek gut genug.

        • Wenn es schlecht wäre, hätte ich es auch nicht eingestellt.

          Ich finde es trotzdem bemerkenswert, dass die akademische Welt Rationalisierung meistens verteidigt hat, solange sie Arbeitsplätze von Leuten ohne Hochschulbildung vernichtete (die dann etwas anderes tun mussten). Jetzt trifft es Leute mit Hochschulbildung. Und auf einmal ist das falsch, was vorher richtig war.

          Im Uebrigen ist es wirklich wie beim mechanischen Webstuhl. Klagen hilft nicht. Maschinenstürmerei auch nicht. Man muss sich an die neue Zeit anpassen. Den Lauf der Welt hat noch nie jemand anhalten können.

          • «Man muss sich an die neue Zeit anpassen.»

            Diese ‚Zeit‘ ist weder das Ergebnis puren Zufalls, noch eines, was so geplant werden konnte.

            Es sollte aber zumindest so sein, dass der ‚Lauf der Welt‘ von den Menschen gemeinsam gestaltet wird und nicht ständig das Gegenteil praktiziert wird.

            Es wird also Zeit, endlich die Zeit friedlich zu gestalten und sich jener zu entledigen, die diesem Paradigma nicht folgen wollen!

            Letzteres überlasse ich der Fantasie, wie sich das ausgestalten ließe. Als Maßstab für jene sollte gelten, was sie von den anderen fordern, sich noch mit jedem prekären Job zufrieden zu geben, denn jeder erhält doch letztlich, was er ‚verdient‘.

            • «Es sollte aber zumindest so sein, dass der ‚Lauf der Welt‘ von den Menschen gemeinsam gestaltet wird»

              Das war noch nie so und wird nie so sein. Selbst, was das Gestaltbare angeht, sind die meisten gar nicht interessiert, sich an der Gestaltung zu beteiligen.

              Und das meiste ist gar nicht gestaltbar. Die Entwicklung ist weitgehend auf «Autopilot», sie folgt einer ihr inhärenten Logik, auf die selbst die Spitzenpolitiker und -manager nur sehr begrenzten Einfluss haben. Es ist eher so, dass diejenigen an die Spitze gelangen, die gerade zu dieser inhärenten Entwicklung passen.

              • @izi
                >>>Es ist eher so, dass diejenigen an die Spitze gelangen, die gerade zu dieser inhärenten Entwicklung passen.<<<

                Man könnte auch sagen:
                „Es kommen nicht die nach oben, die etwas verändern – sondern die, die den bestehenden Kurs am wenigsten stören.“
                oder
                „Nicht die Besten steigen auf, sondern die Passendsten für ein System, das längst auf Autopilot läuft."

                • „Nicht die Besten steigen auf, sondern die Passendsten für ein System,…»
                  Wer der/die «Beste» ist, lässt sich nicht einfach feststellen. Menschen haben unterschiedlich Begabungen, und welche wofür am besten geeignet ist kann nur im Einzelfalle entschieden werden. Feststellen können wir wohl, dass niemand der/die Beste für Alles ist.

                  Dass Hierarchien ihre Aufsteiger formen, einfach dadurch dass nicht in Entscheiderpositionen aufsteigt wer sich nicht anpasst, ist nicht unbedingt vorteilhaft für diejenigen, die ausserhalb der Obrigkeit ihr Dasein fristen.

                  • «Wer der/die «Beste» ist, lässt sich nicht einfach feststellen.»

                    Dem ist ganz sicher so und das gilt überall. In einer Berufungskommission für eine Professur hat man lauter Leute, die das Anforderungsprofil kennen, eine gewisse Menschenkenntnis mitbringen und zumeist auch noch ein Interesse an einer guten Besetzung haben. Selbst wenn man von Privatinteressen absieht oder Interessenkonflikte so gut wie möglich ausschliesst, kommen Fehler vor, die man mitunter erst Jahre später erkennt, wenn sich alle Kandidaten auf ihren jeweiligen späteren Positionen weiterentwickelt haben.

                    Dabei ist noch nicht einmal berücksichtigt, dass selbst «im laufenden Betrieb» nicht immer klar ist ob und wenn ja für welche Untergruppe von Betroffenen jemand der/die Beste ist.

                    «Dass Hierarchien ihre Aufsteiger formen, einfach dadurch dass nicht in Entscheiderpositionen aufsteigt wer sich nicht anpasst, ist nicht unbedingt vorteilhaft für diejenigen, die ausserhalb der Obrigkeit ihr Dasein fristen.»

                    Dem ist so, nur muss man eben auch das Interesse an der Stabilität der Institution gegen die Partikularinteressen der Einzelnen abwägen. Es ist nicht möglich, dass alle bekommen, was sie gern hätten.

                    Ab einem gewissen Grade wird die Anpassung der Aufsteiger allerdings sogar für die Institution (bzw. Hierarchie) kontraproduktiv, weil diese dann stagnieren und auf neue Herausforderungen bzw. Entwicklungen nicht mehr adäquat reagieren.

          • «Den Lauf der Welt hat noch nie jemand anhalten können.»
            Das ist richtig. Auch ein Aussterben der Art «homo sapiens»* würde den Lauf der Welt nicht aufhalten.
            Reden wir also mal über den Lauf (die Entwicklung) des Menschen. Könnte dann gefragt werden, wer sich warum woran anzupassen hat? Wie Konflikte über Anpassungsdruck und Anpassungsunwilligkeit entstehen können?

            *ich halte den Begriff ja für reichlich arrogant, aber darüber liesse sich trefflich dimpfeln.

            • Ja, der Zusatz «sapiens» wurde möglicherweise von jemandem eingeführt, der selbst verständig war, aber so im Allgemeinen ist die Evidenz dafür schwach.

              «Könnte dann gefragt werden, wer sich warum woran anzupassen hat?»

              Alle müssen sich anpassen oder haben eben Nachteile. Es ist deshalb nötig, weil sich die Umwelt ändert und zwar von ganz allein. Wer annimmt, diese Aenderung würde von ein paar Grosskopfeten gesteuert, sagen wird, von den «Bilderbergern», der erliegt einer Verschwörungstheorie. Und anpassen muss man sich an diese Aenderungen.

              Beispiel: KI kommt auf. Das ist passiert, weil es in einer inhärenten Entwicklung der Wissenschaft und Technologie lag. Es wäre nicht möglich gewesen, das aufzuhalten und es ist auch nicht möglich, die daraus folgende weitere Entwicklung aufzuhalten.

              Und ich werde mich daran anpassen müssen oder ich werde als Wissenschaftler konkurrenzunfäfig. Ich muss nicht blind alles tun, was andere zur Anpassung tun (das wäre sogar unvorteilhaft), aber wenn ich versuche, die Entwicklung zu ignorieren, bin ich bald irrelevant.

              • „Es ist deshalb nötig, weil sich die Umwelt ändert und zwar von ganz allein.“
                Es gibt Entwicklungen, die ohne menschliches Zutun ablaufen, ja. Aber das ist eben nicht das Ganze. Vieles, das wir erleben ist von Menschen gemacht, wie oben schon angesprochen, und wer wie was beeinflusst ist eine Machtfrage.

                  • «wer wie was beeinflusst ist eine Machtfrage»

                    Exakt und sowohl der Zugang zur Macht wie auch die Ausgestaltung ist eben auch eine Frage von Macht und das lässt sich natürlich ändern.

                    Allerdings eher kein Thema für die Naturwissenschaft, wobei die Soziologie und Politologie ja keine sind. 😎

                    • «ist eben auch eine Frage von Macht und das lässt sich natürlich ändern»

                      Dafür gibt es in Demokratien das Instrument von Wahlen. Es ist so gestaltet, dass Sie eine Partei gründen dürfen und mit dieser bei den Wahlen antreten können. Sie können weiterhin ein politisches Programm entwickeln und für dieses unter der Bevölkerung werben. Wenn Sie genug Wählerstimmen für Ihre Partei gewinnen können, gelangen Sie an die Macht.

                      Wenn Sie es auf einem anderen Wege versuchen, dann ist das Verfassungsbruch und je nachdem, was Sie für einen Weg wählen, kann es auch strafrechtliche Folgen haben.

                      Natürlich ist es Soziologen und Politolgen unbenommen, die Frage zu diskutieren. Nur ist das eben auch herzlich folgenlos.

                    • „Es ist so gestaltet, dass Sie eine Partei gründen dürfen und mit dieser bei den Wahlen antreten können.“
                      Ja eine Partei. Parteitagsdelegierte wählen, die einen Vorstand wählen, der dann… na, Sie wissen schon.

                      Es gab ja einige Parteineugründungen in den vergangenen Jahrzehnten. Was ist daraus geworden? Warum haben die sich so entwickelt wie sie sich entwickelt haben? Als die Grüne Partei 1998 erstmals in eine Bundesregierung kam, war ihre Hierarchiespitze schon vollständig eingeschmolzen ins Amalgam aus Kapitallobby und Regierungspolitik der Altparteien. Auch die PdL zeigt Amalgamierungserscheinungen, auch wenn noch ungeschmolzene Teile existieren, Bei den Grünen war das eine Zeit lang ja auch so.

                      Lange war ich der Meinung, dass eine starke ausserparlamentarische Bewegung, die in der Lage ist Druck auf die Obrigkeit auszuüben, das Schlimmste verhindern kann. Heute bin ich nicht mehr sicher. Die Schergen zeigen ihre Instrumente: Inhaftierungen mit unplausibel-vagen Verdachtsmomenten, Kontensperrungen, die altbewährte Methoden wie Medienkampagnen und Unterwanderung ergänzen.
                      Vielleicht ist es zu spät für Artikel 20 GG:

                      (1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
                      (2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
                      (3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
                      (4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

                      „Diese Ordnung“ (demokratischer und sozialer Rechtsstaat ) ist schon beseitigt. Schrittchen für Schrittchen in die FAGO („Faschistoid-Autoritäre GrundOrdnung“)

                      Noch mal zehn neue Parteien zu gründen würde daran auch nichts mehr ändern.

                    • @gelse

                      «Noch mal zehn neue Parteien zu gründen würde daran auch nichts mehr ändern.»

                      Das ist aber aus gutem Grund so gemacht. Nehmen wir mal an, Ihre APO erringt die Macht. Was soll dann werden? Wie stellt man sicher, dass das nicht so entartet, wie unter Stalin, Mao oder Pol Pot?

                      Richtig. Ein demokratisches Verfahren, dass die Gewaltenteilung absichert und dafür sorgt, dass Kräfte die Macht wieder verlieren, wenn sie zu stark gegen die Interessen der Bevölkerung handeln. Das muss irgendwie organisiert sein und deshalb gibt es eine Parteiendemokratie.

                      Wenn die Parteiendemokratie nicht mehr angemessen funktionieren sollte, müsste man erst einmal einen plausiblen demokratischen Ersatz haben, ehe man versucht, an dem immerhin noch leidlich laufenden System etwas zu ändern.

                    • «Nehmen wir mal an, Ihre APO erringt die Macht.»
                      Eine APO kandidiert ja nicht bei Wahlen: Sie ist ein Machtbegrenzungsinstrument, kein Machausübungsinstrument. Nur wirksam als in der Bevölkerung verankerte Bewegung, nicht als kleines Kadergrüppchen.
                      Ein anderes Machtbegrenzungsinstrument wären Volksabstimmungen und Volksinitiativen. Das wollte bislang aber noch keine Bundesregierung: Wenn eine Regierung das ernsthaft vor hätte, würde sie von ihren Lobbyisten mit Liebesentzug bestraft.

                    • @ gelse

                      Der Grund warum deine revolutionaeren Umsturzplaene nicht funktionieren ist ganz einfach: Im Mittel sind die Leute mit unserer deutschen Demokratie ganz zufrieden. Besonders, wenn die die Alternativen sehen. 🤣

                    • Ich hege keine Umsturzpläne: Wenn ich Machtbegrenzung vorschlage ist das kein Aufruf zum Putsch.

      • «Alles wieder tutti paletti»

        Nö, aber business as usual, wie man es den Ölkonzernen überlässt, aus diesen Entwicklungen auch noch Zusatz-Profit zu ziehen.

        Im Übrigen hat sich der demente T. so ‚verlaufen‘, dass er sich schon über jeden Strohhalm bedankt, dem man ihm hinhält.

        Und mit der Waffenruhe im Libanon konnte der Iran zudem faktisch eine zentrale Forderung gegenüber den USA durchsetzen. Ein klarer Punkt also für Teheran.

      • «Oelpreis faellt, Aktien steigen.»
        Für Aktienkäufe hab ich kein Geld übrig, und für mich wird nichts billiger, nur die Zuzahlung zum Thyroxin wird steigen. Das hat zwar nichts mit Hormus zu tun, sondern mit einer Regierung, die autoritär gegen mich entscheidet.
        Und die Iraner haben auch nichts davon, ausser dass welche tot oder schwerverletzt sind und ihre Häuser kaputt.

        • Ich sehe es auch so.
          Die USA wollen Schiffe, die iranische Häfen anlaufen bzw. von dort kommen an der Durchfahrt hindern. Iran wird bersuchen, diesen Schiffen militärischzen Geleitschutz zu geben geben. Irgendwann wird geschossen und der Krieg geht weiter.
          Das trifft auch China, das vom BRICS+-Land Iran Erdöl bezieht.

          Überigens: Die iranische Widerstandsbewegung gegen das Regime zu unterstützen habe ich immer als richtig angesehen und sehe das auch heute so.* Die Leute zu bombardieren halte ich hingegen nicht für Solidarität mit dem iranischen Volk, dahinter stehen imperiale Machtinteressen: Der Reginalmacht Israel und der USA, die den BRICS-Verbund schädigen wollen wo sie ihn treffen können. Eine unheilige Allianz.

          *Das hätte eine Aufgabe feministischer Aussenpolitik sein können.

          • Es gibt im internationalen Völkerrecht nicht umsonst ein Interventionsverbot, das auch die Nichteinmischung in innere Angelegenheiten umfasst. Das geht bis auf den Westfälischen Frieden zurück.

            Daraus folgt, dass Sie und ich die iranische Widerstandsbewegung unterstützen können, aber Deutschland als Staat sich dessen zu enthalten hat.

            • **Daraus folgt, dass Sie und ich die iranische Widerstandsbewegung unterstützen können, aber Deutschland als Staat sich dessen zu enthalten hat.**

              Dazu gibt es NGOs, Philanthropen, Netzwerke etc…

              • «Dazu gibt es NGOs»

                Das glaube ich aber nicht. Definitonsgemäss wäre eine NGO eine nicht von einer Regierung finanzierte Organisation. Was fälschlich unter dieser Flagge segelt, sind Tarnorganisationen (zumeist westlicher) Regierungen, mit denen diese Aktionen ausführen, die ihnen die Gesetze des eigenen Landes eigentlich verbieten.

            • Ja, auch wieder wahr. Dann kann feministische Aussenpolitik (theoretisch) nicht funktionieren.

              Einmischung in innere Angelegenheiten durch Geheimdienste scheint andererseits aber Standard zu sein. Im Iran zum Beispiel 1953, um Premierminister Mossadegh zu stürzen.

      • *Die Strasse von Hormus ist wieder frei!*

        Sagt man das so? Wohin bewegt sie sich denn? Richtung Ärmelkanal?

        18.04.2026 – 10.32 Uhr auf Welt.de: ***Der Iran macht die am Vortag angekündigte Öffnung der Straße von Hormus rückgängig. Das teilte das Hauptquartier der Streitkräfte laut Nachrichtenagentur Fars mit. Als Grund wird die anhaltende Blockade iranischer Häfen durch die USA angeführt. Auch die Nachrichtenagentur AFP meldet die Schließung.***

        • Das war aufgrund der US-Blockade zu erwarten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass in der US-Regierung niemand mit Gegenmassnahmen des Iran rechnete.
          Bei Rosneft haben sie jetzt ein Loch im Dach: Der Profit ist nach oben durchgebrochen.

        • Damit war zu rechnen. Statt den Weg der Deeskalation zu wählen, der für ihn (und die USA) immer noch die beste Lösung gewesen wäre, hat Trump (wieder einmal) einen strategischen Fehler begangen.

          Im Amerikanischen sagt man eigentlich: Wenn Du in einem Loch sitzt, hör‘ auf zu buddeln.

  6. Des deutschen Auslandsfliegerurlaub ist wohl in Gefahr: Das klingende Beil fordert Frau von und zu Guttenberg auf, Maßnahmen gegen einen möglichen Kerosinmangel zu ergreifen.

    Sozial ist wenn wir gut durch den Urlaub kommen. Auf nach Balkonien…

    • Yo. Mir ist auch unklar, ob @ Izi vielleicht immer noch in London auf dem Flughafen hockt, oder ob’se den wieder weggelassen haben.

      Ich meine, Grund genug haette EU-Freund Starmer ja, den gleich dort festzusetzen. Begruendung waere dann eben nicht auslaendischer Agent im Dienste Russlands oder persoenliche Beleidigung, sondern Kerosinmangel 🤣

      • Meine Haamit-Fluglinie (Swiss) hat mich fast pünktlich nach Züri gebracht. Starmer bin ich gar nicht begegnet. Der ist vermutlich schwer mit seiner Mandelson-Affäre beschäftigt oder kommandiert anstelle von Horatio Nelson die Kriegsmarine einer früheren Grossmacht in der Strasse von Hormus.

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