Reichtum & Illusion Eine neue Schweizer Studie hat überraschende Ergebnisse zur Vermögensentwicklung mit dem Lebensalter ergeben. Sie haben volkswirtschaftliche Implikationen.

Vier Autoren – Marius Brülhart, Andreas Fuster, Isabel Z. Martínez und Falone Moseka – haben eine umfangreiche Studie dazu veröffentlicht, wie sich Vermögen und Erbschaften in der Schweiz bisher im 21. Jahrhundert entwickelt haben. Die «Neue Zürcher Zeitung» hat über einen auffälligen Teilaspekt dieser Studie berichtet, nämlich den Umstand, dass viele Schweizer Rentner nach der Pensionierung zunächst noch weiter Vermögen aufbauen und erst sehr spät und nur auf einen kleinen Teil der Ersparnisse zurückgreifen.
Dieser Punkt wirft tatsächlich Fragen nach der Verteilung des gesellschaftlichen Reichtums über die Generationen auf und er dürfte in ähnlicher Form auch auf Deutschland zutreffen. Aus meiner Sicht weisen die Ergebnisse insgesamt jedoch auf ein noch größeres Problem hin, das von der Politik ebenfalls angegangen werden müsste, aber sehr wahrscheinlich nicht angegangen werden wird. Um das zu sehen, müssen wird zunächst Grundfragen der Vermögensverteilung über die Generationen betrachten.
Einkommen
Wenn junge Menschen ihr erstes eigenes Geld verdienen, befinden sie sich in der Regel am Minimum ihrer Einkommenskurve. Das Einkommen steigt dann tendenziell bis zur Pensionierung an und fällt zu diesem Zeitpunkt auf etwa 60-70% des Einkommens vor der Pensionierung ab. Danach bleibt es inflationsbereinigt annähernd konstant. In Deutschland, wo Rentenzuwächse an die Lohnentwicklung gekoppelt sind, kann es nach der Verrentung auch inflationsbereinigt noch leicht ansteigen.
Der tendenzielle Anstieg des Einkommens mit dem Berufsalter hat drei Ursachen. Erstens hat der Erfahrungszuwachs zunächst einen höheren Einfluss auf die Produktivität als die Abnahme der geistigen und körperlichen Leistungsfähigkeit mit zunehmendem Alter. In einzelnen Fällen und bestimmten Positionen kann der Produktivitätshöhepunkt heutzutage sogar mit der Pensionierung zusammenfallen, obwohl das sicher nicht die Regel ist. Zweitens steigen Beschäftigte im Mittel in der Hierarchie auf und Gehälter sind stark mit der Position in der Hierarchie korreliert. Drittens ist es schon immer so gewesen. Daraus resultiert eine Erwartungshaltung, die sich wenige Arbeitgeber zu enttäuschen erlauben. Bezüglich einer Gehaltskürzung bei altersbedingt abnehmender Produktivität gibt es ein so starkes gesellschaftliches Tabu, dass so etwas praktisch nicht vorkommt.
Ausgaben
Wir betrachten hier notwendige Ausgaben, um «standesgemäß» leben zu können. Mit dem Begriff «standesgemäß» bezeichne ich den mittleren Konsum von Leuten, die vergleichbare Positionen erreicht haben. Darüber hinausgehender Luxus ist möglich, aber wenig verbreitet, weil man sich damit eher unbeliebt macht. Leute in mittekleren und höheren Positionen könnten deutlich billiger leben als «standesgemäß», ohne wirklich etwas zu entbehren. Der geringe Anteil unter ihnen, der das tut, kann man jedoch in einer statistischen Betrachtung vernachlässigt werden.
Die so definierten notwendigen Ausgaben steigen mit dem hierarchischen Aufstieg, also mit dem Alter an. Vor allem nehmen sie erheblich zu, wenn Kinder kommen. Sie erreichen ein Maximum, wenn die Kinder Jugendliche sind, unter Umständen sogar, wenn sie Jungerwachsene sind und während eines Studiums noch finanziell unterstützt werden müssen. Sobald die Kinder selbst genug Geld verdienen, fallen die Ausgaben stark. Von diesem Zeitpunkt bis zu Pensionierung ist das Verhältnis von Einnahmen zu Ausgaben am Günstigsten und steigt tendenziell weiter an.
Mit der Pensionierung fällt ein Teil der Ausgaben weg, zum Beispiel diejenigen für den Arbeitsweg. Dieser Teil ist jedoch kleiner als die Differenz zwischen dem Einkommen vor und nach der Pensionierung. Daher lassen sich die meisten Leute von Finanzberatern (und Politikern) einreden, dass sie privat vorsorgen müssen, um ihren Lebensstandard nach der Pensionierung halten zu können.
In der letzten Lebensphase können die Ausgaben tatsächlich noch einmal ansteigen, sogar steil. Das ist dann der Fall, wenn Pflege notwendig wird, die weder von den Angehörigen geleistet werden kann noch von einer Versicherung abgedeckt ist. In der letzten Lebensphase fallen häufig auch krankheitsbedingte Kosten an, die nicht im vollen Umfang von der Krankenversicherung übernommen werden.
Vermögen
In den ersten Berufsjahren und bei einer Familiengründung kann es vorkommen, dass das Einkommen nicht für den Lebensstandard ausreicht, an den Personen aus ihrer Kindheit und Jugend gewöhnt sind. In diesem Fall kann es naheliegen, Schulden aufzunehmen, zum Beispiel um Wohneigentum zu erwerben. Irgendwann kommt aber für die meisten (das ist hier wörtlich gemeint, mehr als 50% einer Alterskohorte), der Punkt, an dem das Einkommen die notwendigen Ausgaben übersteigt. Mit dieser Differenz, die wir verfügbares Anlagekapital nennen wollen, wird dann Vermögen gebildet.
Es gibt drei Gründe, warum das getan wird. Erstens, um wie oben angedeutet, den Lebensstandard nach der Pensionierung halten zu können. Zweitens wollen die meisten Menschen etwas vererben. Die psychologischen Ursachen dafür sind vielschichtig und ihre Diskussion würde hier zu weit führen. Selbst diejenigen, die kinderlos bleiben, halten es in der Regel für eine gute Idee, Vermögen an entferntere Verwandte oder eine Stiftung zu gründen oder zu unterstützen. Man will doch irgendetwas hinterlassen auf dieser Welt, wenn mman schon gehen muss. Drittens wird nach Möglichkeit Vermögen gebildet, weil das fast alle so machen.
Der dritte Grund klingt banal und scheint wenig rational zu sein. Tatsächlich erklärt dieser Grund im Mittel große Teile des menschlichen Verhaltens auf allen Gebieten, nicht nur bei der Vermögensbildung. Das ist weniger dumm als es erscheint. Dass Verhalten der Mehrheit beruht auf Erfahrungen von Vorgängergenerationen. Wenn die Umgebung stabil ist, ist es sinnvoll, auf diesen Erfahrungen aufzubauen. Wenn die Umgebung sich allerdings wesentlich ändert, verlangsamt dieser Herdentrieb die Anpassung an die veränderte Situation.
Die veränderte Situation
Die Studie von Marius Brülhart und seinen Koautoren zeigt auf, dass sich die Situation grundlegend geändert hat. Bezüglich des ersten Grundes für die Vermögensbildung, die Absicherung des Lebensstandards nach der Pensionierung, hat die NZZ in ihrem Beitrag eine eindrucksvolle Infografik erstellt. Betrachtet wird darin die Zuwachsrate des Medianvermögens als Funktion des Lebensalters. Das Medianvermögen ist das Vermögen, welches die Hälfte der Bevölkerung mindestens aufweist. Diese Zuwachsrate ist positiv bis zu einem Alter von 82 Jahren. Mit anderen Worten beginnt der Vermögensabbau erst mit 83 Jahren.
Die durchschnittliche Lebenserwartung liegt in der Schweiz zwischen 84 und 85 Jahren. Das nach der Pensionierung weiterhin gebildete Vermögen ist sehr viel höher als der Vermögensabbau kurz vor Lebensende. Es wird deutlich mehr Vermögen vererbt als zum Pensionierungszeitpunkt vorhanden war.
Das ist weniger paradox als es scheint. Wenn das Einkommen bei Pensionierung auf 65% fällt, aber die Ausgaben vor der Pensionierung nur 50% des Einkommens betrugen, kann weiter Vermögen gebildet werden. Solche Fälle scheinen, statistisch geschehen, nicht selten zu sein. Insgesamt wird in der Schweiz bis zum Ableben nur 30% des Medianvermögens verbraucht. Bei den Reichsten ist es noch weniger. Daher sind es im Durchschnitt sogar nur 15%.
Das Vermögen wird also zum größten Teil vererbt. Volkswirtschaftlich interessiert der Durchschnitt von 85%, weil daraus die gesamte vererbte Summe resultiert. Wer erbt all das?
Die Antwort ist verblüffend, obwohl sie sofort einleuchtet, wenn man sie hört. Das Median-Alter, in dem ein Erbe angetreten wird, beträgt in der Schweiz inzwischen 60 Jahre.
Das Pensionierungsalter beträgt in der Schweiz 65 Jahre. Die meisten Leute haben mit 60 bereits erhebliches eigenes Vermögen gebildet und haben weiterhin geringere Ausgaben als Einnahmen. Wenn sie mit 50 Jahren erben, denken sie an Frühpensionierung. Sie würden auch ohne Erbschaft ihr Vermögen nicht aufbrauchen. Die potentiellen Erblasser werden es ungern hören, aber ihr Erbe wird eigentlich gar nicht benötigt, zumindest im Durchschnitt und oberhalb des Medians nicht.
Das Anlagevermögen
Aus sozialer Sicht ist die Vermögensbildung demnach in einer Schieflage. Vermögen wird hauptsächlich gebildet, um es an Personen zu vererben, welche dieses Erbe nicht benötigen. Wie sieht die Situation aus volkswirtschaftlicher Sicht aus?
Das interessiert die meisten Anleger wenig. Diese sind grob über Verlustrisiken und Gewinnchancen beim Anlegen informiert, weil gesetzlich geregelt ist, dass Anlageberater sie darüber belehren und diese Belehrung mit einer Unterschrift nachweisen müssen. Aber wohin fließt das Geld, das zum größten Teil niemals zurückdefordert werden wird?
Ich diskutiere das Bild am Beispiel der Anlage in Aktien, weil das der volkswirtschaftlich wichtigste Anteil der Anlagen ist. Andere Anlageformen ändern die prinzipiellen Schlussfolgerungen nicht. Wer sich für die Bedeutung von Aktien in der kapitalistischen Wirtschaft interessiert, hat vermutlich das folgende idealisierte Bild im Kopf. Jemand mit verfügbarem Anlagekapital (der Kapitalist) und jemand mit einer Idee, aber ohne die finanziellen Mittel, um sie umzusetzen (der Unternehmer) schließen einen Vertrag zum gegenseitigen Vorteil. Der Kapitalist stellt das Geld für die Verwirklichung der Idee zur Verfügung. Im Ausgleich erhält er einen durch Aktien verbrieften Anteil des Unternehmens. Wenn das Unternehmen Gewinn macht, wird er gemäß seines Aktienanteils an diesem Gewinn beteiligt. Wenn der Kapitalist sein Geld für andere Zwecke benötigt, kann er die Aktien an eine andere Person verkaufen. Das ist besonders unkompliziert, wenn die Aktien dieses Unternehmens an der Börse gehandelt werden.
Dieses Geschäft ist auch volkswirtschaftlich vorteilhaft. So können neue Produkte, bessere Versionen bekannter Produkte und günstigere Prozesse realisiert werden, die es anderenfalls nicht gäbe. Die gesamte Gesellschaft wird bereichert, wenn auch der Kapitalist und der Unternehmer in viel höherem Maße als die anderen.
Leider muss ich von diesem hübschen Bild Abstriche machen. Dieser Vorgang ist heute die Ausnahme, nicht die Regel. Der Grund ist, dass es mehr verfügbares Kapital als potentiell produktive Ideen außerhalb bestehender Firmen gibt. Trotzdem wird sehr viel Geld in Aktien angelegt, von Privatanlegern wie auch von Pensionsfonds. Wo fließt es hin?
Die kurze Antwort ist: An diejenigen, die bereits Aktien der Unternehmen besitzen, also nicht an die Unternehmen. Der Gesamtvorgang ist dieser: Eine Person hat mehr Einkommen als Ausgaben. Sie versucht das Geld anzulegen und schafft damit Nachfrage nach Anlagemöglichkeiten. Durch diese Nachfrage steigt der Preis der bereits vorhandenen Anlagemöglichkeiten. Die Aktienkurse steigen im Mittel erst einmal, weil neues Vermögen gebildet wird, nicht weil der intrinsische Wert der Unternehmen steigt. Das gilt für andere Anlageformen ebenfalls.
Wenn der Preis eines Guts steigt, ohne dass sein Realwert steigt, spricht man von Inflation. Deshalb lautet der Titel dieses Blogbeitrags Vermögensinflation.
Inflation
Diesen Umstand möchte ich zunächst an Abbildung 1 aus der Studie von Brülhart und Koautoren (Seite 2) diskutieren. Man sieht darin einen Anstieg des Schweizer Privatvermögens um etwa einen Faktor 5 zwischen 1990 und 2025. Parallel dazu ist das Volumen der Erbschaften und verschenkten Vermögen gestiegen. Wie die Anmerkung unter der Abbildung mitteilt, handelt es sich um nominelle Werte. Die Inflation ist hier nicht eingerechnet. Anhand des Schweizer Konsumgüterpreisindex lässt sie sich für diesen Zeitraum auf etwa 35.7% beziffern. Selbst nach einer Inflationskorrektur sind die Vermögen also erheblich gestiegen.
Zur Frage der Inflationskorrektur hatte ich Marius Brülhart ein E-Mail geschrieben. Sie betrifft nämlich auch die oben diskutierte Schlussfolgerung, bis zum welchem Lebensalter der Median des Schweizer Privatvermögens steigt. Brülhart hat mich darauf hingewiesen, dass die Daten dazu inflationsbereinigt sind, was in der Anmerkung zu den entsprechenden Abbildungen (zum Beispiel F.1 auf Seite 82) auch angegeben ist. Aus diesem E-Mail weiß ich auch, dass Brülhart sich des Problems bewusst ist, das ich hier diskutiere. Die Daten seien – natürlich – nicht bezüglich des Anstiegs der Vermögenspreise korrigiert. Und da liegt – pardon – der Hund begraben.
Wenn von Inflation die Rede ist, geht es praktisch immer um den Konsumgüterpreisindex. In einer hochentwickelten kapitalistischen Volkswirtschaft, die sich nicht gerade in einer sehr schweren akuten Krise oder Strukturkrise befindet, wird die Zentralbank versuchen, durch ihre Zinspolitik ein möglichst hohes Wachstum des Bruttoinlandsproduktes (BIPs) unter der Rahmenbedingung zu erreichen, dass der Konsumgüterpreisindex nicht stärker ansteigt als ein festgelegter Schwellwert. Sowohl das BIP als auch dieser Index sind auf irgendeine Weise definiert und können hinreichend genau ermittelt. Vorhersagen bleiben schwierig, jedoch kann die Zentralbank in gewissen Zeitabständen nachkorrigieren, um in der Nähe des Zielwerts zu bleiben.
Durch diese Zinspolitik beeinflusst die Zentralbank mittelbar die Geldmenge. Sie hat keine Kontrolle darüber, welcher Anteil des neu geschaffenen Gelds in Konsum fließt, welcher Anteil in Neuinvestitionen und welcher Anteil in den Preisanstieg bereits existierender vermögenswerte. Gesteuert wird nur die Konsumgüterinflation, möglicherweise noch die Investitionsgüterinflation, aber nicht die Inflation von Aktien oder anderen Anlagemöglichkeiten.
Der Überhang
Kurzfristig stört das nicht, weswegen es auch so betrieben wird. Die meisten Leute (und daher Wähler) interessieren sich nur für die Preise der Konsumgüter. Selbst die Anleger haben kein Problem mit dem Anstieg der Aktienpreise, obwohl der dazu führt, dass das Verhältnis zwischen Gewinn und Aktienkurs (Dividende) sinkt. Für den bekannten S & P 500 Index betrug das Kurs-Gewinn-Verhältnis 2015 18-20, was reichlich 5% Dividende enstrpicht. 2025 betrug es nur noch 24-25, also reichlich 4%.
Jeder Anleger hofft jedoch, in der Zukunft an weiteren Kursanstiegen beteiligt zu sein. Zudem ist es, historisch gesehen, immer wieder zu einer Korrektur des Kurs-Gewinn-Verhältnisses gekommen, auch wenn es im 21. Jahrhundert so gut wie durchgängig über dem langjährigen Mittel in den Jahrzehnten davor gelegen hat.
Worauf ich eigentlich hinauswill, ist aber ein anderes Problem. Wie Brülhart und Koautoren ebenfalls bemerken, steigen die Vermögen sehr viel stärker aan ls die Einkommen. Im Jahr 2000 betrugen die Vermögen in der Schweiz das 2.9-fache des BIP, 2025 war es das 4.2-fache. In gewissem Grade ist das Vermögen daher illusionär. So wie nicht alle Bankkunden gleichzeitig ihre Guthaben abheben könnten, ohne dass die Bank zusammenbrächen, können auch nicht all diese Vermögenswerte kurz- oder mittelfristig für Konsum und Dienstleistungen ausgegeben werden.
Das stört solange nicht, wie das niemand versucht. Wenn jedoch in Zukunft eine anteilsmäßig größer werdende ältere Generation mehr Gesundheits- und Pflegeleistungen nachfragen möchte, wird sie im Mittel das dafür notwendige Geld aus ihrem Vermögen aufbringen können. Die Leistungen müssten jedoch von einer anteilsmäßig kleineren jungen Generation erbracht werden. Eine höhere Nachfrage trifft auf ein knapper werdendes Angebot. In dieser Situation wird sich die Vermögensinflation in eine reale Inflation verwandeln.
36 Kommentare zu “Vermögensinflation”
Vermögen ist nur dann ein sinnvolles Vermögen, wenn es sich jederzeit in ein verfügbares Produkt oder Dienstleistung transformieren lässt, was in hinreichender Form am Markt zur Verfügung stehen muss.
Wenn also buchmäßige Forderungen als ‚Aktienvermögen‘ kein Verhältnis mehr zur Produktivität der jeweiligen Gesellschaft hat, dann unterliegt diese Wertform jederzeit einem Risiko – zumindest der Teilauflösung -, die einem Rentner also seine Sicherheit nehmen kann.
Vermögen in Haus und Immobilie wiederum dürften i.d.R. zwar geringere Kosten als eine Mietwohnungen im Alter verursachen, helfen einem Rentner aber ggf. nur aus der ‚Finanzkrise‘, falls er es beleihen kann oder einen Käufer findet, wobei dann wiederum eine adäquate Alternative her muss, die für die Restlaufzeit aus dem Verkaufserlös die Lebenshaltungskosten (+ gewohnter Komfort?) ausreichend abdecken kann.
Nachtrag:
Banken gehen ’nur‘ dann in den Bankrott, falls ihnen die Zentralbank keine neue Liquidität zur Verfügung stellt. Und das wird bekanntlich nur selten zugelassen, wenn man diese Banken als ‚System relevant‘ definiert.
Und die Lasten daraus werden bekanntlich nicht jenen auferlegt, die verantwortlich dafür waren, bzw. über die ‚Kohle‘ verfügt haben. Das hat u.a. den Ausverkauf in Griechenland nach sich gezogen.
«falls ihnen die Zentralbank keine neue Liquidität zur Verfügung stellt. Und das wird bekanntlich nur selten zugelassen, wenn man diese Banken als ‚System relevant‘ definiert»
Das ist im Grossen und Ganzen richtig. Die Credit Suisse hat letztlich aber nicht die Schweizer Nationalbank gerettet, sondern die UBS. Die Nationalbank hat auch bei früheren Rettungen ihr Geld wieder eingetrieben. Das war allerdings wohl nicht bei allen Staaten so.
Nun ja, Vermoegensbildung interessiert mich jetzt gerade nicht wirklich. Sorry 😉
Aber lasst uns «aeltere Semester» noch mal auf den Sieg der Demokratie anstossen, die wir bekanntlich alle so lieben.
Aller Autokraten zum Trotz, die die Oberhand zu gewinnen scheinen. Trotz aller Propaganda, die leichtglaeubige Menschen in die Irre fuehren sollen.
Fruehling in Ungarn. Auf die Jugend! Auf die Zukunft!
Egészségünkre! 🥂
In diesem Sinne.
(Sorry)
Sie muessen sich gar nicht entschuldigen. Das dachten ja damals viele: Also, dass sich auch Russland zur Demokratie wandeln wuerde, einschl. Achtung der Menschenrechte.
Tja, war wohl nix. Pustekuchen.
Aber wie heisst es doch so schoen: «Die Hoffnung stirbt zuletzt.»
In diesem Sinne…werde ich zum @Zerberus 😆
Halbmarathon ist auch nicht mehr das, was er mal war. Voriges Jahr hätte ich gegen die Dinger noch gewonnen, dieses Jahr laufen sie schneller als der Weltrekord.
Also wirklich. Hoffentlich begegnet mir so einer nicht zwischen Lauterbrunnen und dem Schilthorn.
Yo, davon hatten heute frueh auch schon die ebenso wertkonservativen Kollegen von Welt berichtet.
Aber troesten Sie sich, die duerren Dinger sind nicht gerade mein Geschmack. Da finde ich Sie mit Ihrer Titanplatte zwischen den Knochen viel huebscher 😉
Und da kam gerade eine mittlerweile auch nicht mehr voll schlanke Stimme aus dem Off: «Woher nehmen die eigentlich fuer so eine lange Strecke die Energie? Der Akku muesste doch schon viel eher leer sein…?»
Ich nehme an, es reicht gerade so für Halbmarathon (die sind ja leicht gebaut). Wenn die länger könnten, hätten sie das bestimmt beim Marathon versucht.
Insofern dürfte ich zwischen Lauterbrunnen und Schilthorn vor denen sicher sein. Für die zusätzliche Hubarbeit wird die Batterie nicht reichen.
Ich glaube, die muessen als neue Spezies vorerst noch getrennt von den Menschen laufen.
Aehm…ich bin ja nicht neugierig. Wissen Sie ja. Aber wann ist denn Ihr grosser Lauf zwischen Lauterbrunnen und Schilthorn? 😏
Lange hin. 15. August. Ich brauche aber auch noch Vorbereitungsläufe und viel Grundlagenausdauertraining (kann man auch mit dem Rad machen).
Na klar!
Danke, ich werde es mir in meinem Terminkalender vermerkern. Da wuensche ich Ihnen schon mal im Voraus gutes Gelingen.
Falls wir uns bis dahin nicht mehr sehen sollten 🙂
Mein erster Gedanke, als ich davon hörte, war: Als nächsten Entwicklungsschritt werden die Dinger mit einem Sturmgewehr umgehen können.
Aber als Kriegs- oder Arbeitsgeräte in unwegsamem Gelände sind ja vier- oder sechsbeinige Gehmaschinen wesentlich besser geeignet.
Also wieder mal eine rohstoff- und energieverbrauchende Spielerei.
«Als nächsten Entwicklungsschritt werden die Dinger mit einem Sturmgewehr umgehen können.»
Nun ja. Die Ukraine setzt bereits Kampfroboter ein, die allerdings tatsächlich nicht humanoid aussehen.
Einerseits witzig, andererseits erschreckend.
Man muß kein Mathematiker sein um diese Lachnummer zu verstehen.
Bei solchen Aussagen besteht die Gefahr darin, wie lesen diese Leute die Daten, die man ihnen zuträgt?
https://www.msn.com/de-de/finanzen/top-stories/sie-hat-ihn-wegen-seiner-rechenk%C3%BCnste-verspottet-trump-regierung-stellt-grundregel-der-mathematik-als-falsch-dar/ar-AA21EZqZ?cvpid=1ad462531d694431f1fde588ec2316ea
@Albatros
Vielleicht passt sich aber Trump auch nur dem Niveau der Wäler an.
Für die klingt eben 600% bedeutend besser und nach mehr, als nur 100%.
Und mit Prozentrechnen ist das eh eine Sache:
-im Hundert,
-auf Hundert,
-von Hundert
Stellen Sie mal jemand folgende Frage:
„Eine Flasche und ein Korken kosten zusammen 1,10 €.
Die Flasche kostet 1 € mehr als der Korken.
Wie viel kostet der Korken?»
Was denken Sie, was Sie da als Antwort bekommen?
Die meisten sagen sofort 10 Cent, was falsch ist. Is aber nur’n Faktor 2. Trump kann mehr als einen Faktor 2, weil er der Grösste ist.
Seit wann können sie denn die Aufgabe schon lösen? Ich mein – heute hilft ja das Gerät…
@u_S
Wenn man das so macht, wie man es in der Schule gelernt hat, also 2 Gleichungen aufstellen und nach einer Grösse auflösen, kann das eigentlich jeder.
Wenn man vorschnell antwortet, gehts meist ins Auge.
Deshalb immer erst nachdenken 😊
Nicht jeder und jede hat so ne große Festplatte…
«Alsp ich produziere Zigarrenkisten. Das Holz kostet mich 50 Pfenig pro Kiste. Die Arbeiter kosten mich 40 Pfennig pro Kiste. Und von den restlichen 10 Prozent kann ich gut leben».
In den 60er Jahren konnte das ein Realschutslehrer berufsverbotsfrei sagen.
Wie beurteilen wir das heute?
Ach, das war echt? Ich kenne das als Witz nach der Art, ein erfolgreicher Unternehmer müsse nicht unbedingt rechnen können.
Das stimmt übrigens auch. Er muss aber Leute haben, die rechnen können und diese machen lassen. Das scheint mir bei Trump nicht (mehr) der Fall zu sein.
Ich sollte nicht mehr schreiben wenn ich mental schon im bett liege. Der Witz ging so:
Material und Arbeit kosten mich 1 Mark, für 4 Mark verkaufe ich sie. Und von den 3 Prozent lebe ich.
@gelse
Ich will doch aber mal hoffen, dass dies damals im Westen auch JEDER als WITZ verstanden hat? 🤔
Nicht Alle, aber die Meisten.
Hallo Albatros,
auch wenn der Artikel als neu daherkommt…das hatten wir schon mal 😉
Nichtsdestotrotz, T. darf das hier – nur Russland und seine kleinen und grossen «Freunde» (Venezuela, Iran…) nicht duepieren. (Sie wissen ja, wie das noch vor Monaten war, der pre-@pleifel-Zeit)
Ist ja nicht Frau Annalenchen ACAB.
Nun ja, die schiesst aber auch immer mal wieder Baerböckchen. Es ist im Prinzip nicht besser, wenn es auf Stufe Aussenministerin passiert.
Oh, Verzeihung. Das wollte ich nicht. Ich bin bereit, meine Meinung um 360° zu drehen.
Och, da bin ich extrem tolerant. D.h. – bei Ihnen immer.
Sie duerfen Ihre Meinung sogar um 720° drehen!
Na, ist das nicht ein Angebot? 😉
Da wird mir ja ganz schwindlig!
Yo, da muessen Sie extrem aufpassen. Nicht dass es Sie dann schon bei etwa 540° in den Dreck haut.
Nun ja, die Schüler in den USA lernen das zwischen der 6. und 8 Klasse, aber bei wie vielen es hängenbleibt, ist eine andere Frage.
Gleichwohl ist es erschreckend, wenn die Regierungsspitzen das nicht können. Es passt aber irgendwie ins Bild.
Nun ja, Trump muß das nicht unbedingt können.
Aber er muß es beherrschen, seine Leute zu fragen, wie es sich verhält, bevor er etwas verkündet oder erklärt.
Die Regierung hat Leute, die diesen Sachverhalt verstehen, oder meinetwegen gleich einen Mathematiker fragen der entsprechend informiert.
Ein Mathematiker hätte in wenigen Sätzen die Zahlen niedergeschrieben, die er nur hätte ablesen müssen.
Wie gesagt, man muß nicht unbedingt Mathematiker sein, aber wenn man von Seiten der Regierung Zahlen hinausposaunt, sollten die stimmen. Daher lieber beim Fachpersonal absegnen lassen.
«Daher lieber beim Fachpersonal absegnen lassen.»
Klappt hierzulande aber auch nicht immer.
«diese Lachnummer»
Wenn ich mir das Bild von R. K. anschaue, dann kann ich mir den Eindruck nicht verwehren, dass der Typ unter Drogen steht.
Ansonsten versuchen die ‚Handlager‘ von T. auch noch jede seiner wirren Reden irgendwie zu bestätigen oder so umzubiegen, wie T. es doch gemeint habe.
@pleifel
>>>Ansonsten versuchen die ‚Handlager‘ von T. auch noch jede seiner wirren Reden irgendwie zu bestätigen oder so umzubiegen, wie T. es doch gemeint habe.<<<
Mist, habe ich mit meiner Antwort an Albatros auch gerade gemacht.
Schon wieder in die Falle getappt.😱
@ pleifel
«…dass der Typ unter Drogen steht.»
Koennte man glauben, ja. Aber ist vermutlich schlimmer: Der steht nicht mal unter Drogen! Jedenfalls die, an die die Meisten spontan denken.
Das stimmt schon. Ich möchte dennoch daran erinnern, dass das beim vorherigen Präsidenten auch schon vorkam. Zum Beispiel, als er mal kurz die US-Politik bezüglich Taiwans änderte, weil er sich nicht mehr erinnern konnte. Der Aussenminister hat es dann dementiert und als Missverständnis dargestellt.
Das muss man hier nicht tun, weil es auch unrealistisch ist, den Preis eines Medikaments um 83.3% zu senken.